Terminator: S.C.C.

Episode 3.07

Kapitel 1

Stunden zuvor...

John hatte gerade das Haus verlassen die verbleibenden Mitglieder des Teams hatten sich gerade im Wohnraum versammelt und der Fernseher lief auf einem Zeichentrickkanal.

John-Henry Sarah und Cheri Westin unterhielten sich angeregt. So entging ihnen auch das Motorengeräusch zweier wegfahrender Wagen zumal das Haus excellent schallisoliert war.

Savannah saß vor dem Fernseher, Riley döste neben ihr vor sich hin. Allen entgingen die misstrauischen Blicke, die Savannah ab und an in ihre Richtung warf.

1 ¼ Stunden später trafen James Ellison und Mr. Murch ein. Letzterer mit verbundenen Augen. Er wurde überschwänglich von John Henry begrüßt. Mr. Murch war sehr erstaunt, John-Henry autark, ohne seine Kabelverbindung zu sehen und vertiefte sich sogleich in einen Fragenkomplex, während John-Henry ihn in den Keller geleitete.

15 Minuten später trafen schließlich auch Kyle und Derek mit einem Kleinlaster und dem Elektronik-Equipment ein. Als Kyle mit den ersten Kartons das Haus betrat hellte sich Sarahs Gesicht auf, zumal er ihr zulächelte. Als Sarah Derek erblickte, verdüsterte sich ihr Blick wieder.

Niemand achtete auf Savannah, die aufgestanden war, die Hände hinter dem Rücken versteckt hinter dem Sofa entlang schlich und dann wartend stehen blieb.

Als Kyle mit leeren Händen aus dem Keller kam und kurz Sarah begrüßen wollte erklang plötzlich Savannahs Stimme. „Wo ist meine Mommy?"

Kyle erstarrte in der Bewegung, als er auf das kleine rothaarige Mädchen sah, dass in diesem Moment eine Waffe auf ihn richtete. Die Pistole war fast zu groß für ihre kleinen Hände und sie hatte sichtlich Mühe sie hochzuhalten aber niemand in dem Raum unterschätzte die Gefahr.

Sarah fasste sich als Erste. „Savannah Liebes, was meinst Du? Deine Mommy ist mit dem Flugzeug nach Los Angeles geflogen."

Trotzig mit Tränen in den Augen erwiderte Savannah: „Ich hab gesehen, wie der Mann meine Mommy weggezaubert hat." Dabei fuchtelte sie mit der Waffe herum, dass sich Alle im Raum duckten.

Sarah näherte sich ihr. „Süße, du hast geträumt Niemand hat deine Mommy weggezaubert."

Als Sarah sich ihr weiter näherte fing Savannah an zu weinen. „Wo ist meine Mommy?!" Gleichzeitig begann sie am Abzug der Waffe rumzufummeln.

John-Henry hatte im Keller gehört, das etwas mit Savannah nicht in Ordnung war und kam die Treppe herauf. Gerade setzte er einen Fuß in den Wohnraum, als er von Savannah bemerkt wurde. Savannah hatte sich auf Sarah konzentriert und bemerkte die Bewegung aus den Augenwinkeln. Sie zuckte mit der Waffe in die Richtung der Bewegung, als sich ein Schuss löste.

Kapitel 2

Savannah wurde die Waffe vom Rückschlag aus den Händen gerissen. Als sie sah, dass der Schuss John-Henry in die Stirn getroffen hatte und dieser nun durch den überraschenden Einschlag taumelte und schließlich die Treppe runter fiel, kreischte sie aus vollen Lungen in einem Ton, der selbst die Gläser auf dem Tisch zum klirren brachte.

Dann wirbelte sie herum und rannte aus dem Haus. Die Anwesenden waren zu geschockt, um ihr unmittelbar zu folgen und selbst Sarah lag noch auf dem Boden hinter dem Sofa, hinter dem sie bei dem Schuss in Deckung gegangen war. Sarah hatte zwar gesehen, dass John-Henry getroffen worden war und hörte ihn auch die Treppe herunterpoltern aber sie sah nicht, wie Savannah aus dem Haus lief.

Als Sarah schließlich in Savannahs Richtung blickte war diese verschwunden. Nur die Waffe lag dort.

„Sucht sie! Kyle, kümmer dich um John Henry. Riley, Du siehst Oben nach. Der Rest, raus und ausschwärmen. Wer sie findet ruft mich. Wir sind hier auf einer Klippe, nicht dass ihr sie verschreckt. Und macht Euch klar, was ihre Mutter mit uns macht, falls ihr etwas passiert."

Nach diesen Worten rannte Sarah zur offenen Haustür hinaus direkt nach rechts in Richtung Straße, dicht gefolgt von James Ellison. Sarah am rechten Rand der Zufahrt, James am linken liefen bis zur Straße hinter jeden Busch schauend.

Cheri Westin rannte ums Haus zum Spielplatz und Derek ging den Rand der Klippe ab. 15 Minuten später trafen sich Alle wieder im Wohnraum.

Sarah Strich mit den gespreizten Fingern ihre Haare nach hinten. John-Henry stand am Fenster und observierte intensiv die Umgebung. „Hoffentlich versteckt sie sich nur." Sagte Sarah mit grimmigem Gesicht. „Sie muß gesehen haben, wie Catherine sich in Kyle verwandelt hat, anders kann ich mir das nicht erklären." Dann blickte sie auf die schuldbewusst dasitzende Riley."

„Ich habe sie nur einmal kurz aus den Augen gelassen, als ich mal musste." Sagte Riley leise."

„Wo hat sie überhaupt die Waffe her gehabt?" Fragte Sarah mit einem drohenden Unterton in der Stimme."

Langsam, fast schüchtern hob Derek Reese die Hand. „Ich hab sie wohl auf dem Sofa verloren, als ich da gesessen habe."

Jetzt hakte bei Sarah etwas aus. Langsam ging sie auf Derek Reese zu, der sie offenbar unterschätzte. Deshalb war er auf den Leberhaken, die Gerade auf seine Nase und den mächtigen Uppercut ans Kinn nicht vorbereitet. Letzterer hob ihn ein paar Zentimeter vom Boden, bevor er hart auf dem Boden aufschlug und benommen liegenblieb.

Als er wieder klar sehen konnte stand Sarah drohend über ihm. „Ich warne Dich Reese", stieß sie leise hervor. „Wenn nochmal jemand durch Deine Dummheit in Gefahr gerät, schmeiße ich dich eigenhändig die Klippe runter."

Die Anderen im Raum standen starr vor Schock. Das hatte wohl niemand der kleinen Sarah zugetraut. Nur James Ellison hatte ein leichtes Lächeln auf dem Gesicht.

„Ich habe auch eine schlechte Nachricht." Sagte Riley nun dazwischen und zuckte zusammen als Sarahs wütender Blick auf sie fiel. „John ist weg. Und Cameron habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen."

„Der Wagen von dem Typen ist auch weg." Warf James Ellison jetzt ein.

Nun entbrannte eine wilde Diskussion, bei der Alle durcheinander redeten.

Kapitel 3

In einem Hotel in San Francisco:

Cameron starrte volle 10 Sekunden lang auf die Tür und versuchte zu verarbeiten, was gerade geschehen war. Dann sprang sie auf...

John ging mit hängenden Schultern und Tränen in den Augen zum Fahrstuhl. Er hatte das Gefühl, als hätte ihn Jemand in Stücke gerissen so sehr brannte es in seinem Inneren. Er betrat den Fahrstuhl, drückte den Knopf für das Erdgeschoss und rutschte dann mit dem Rücken an der Wand des Fahrstuhls entlang zu Boden.

Als sich die Tür fast geschlossen hatte steckte plötzlich ein Arm im Türspalt und schob die Tür mit Kraft wieder auf. Cameron legte den –Nothalt- Schalter um.

Dann stand sie über ihm und funkelte ihn wütend an. „Du liebst mich!? DU LIEBST MICH?!" Schrie sie ihn wütend an. „Wenn Du mich liebst, warum behandelst Du mich dann wie einen Gegenstand!? ALS WÜRDE ICH DIR GEHÖREN?! DU warst derjenige, der immer gesagt hat, ich wäre NUR eine Maschine! Ich gab Dir oft genug die Gelegenheit mir zu zeigen, dass Du mich liebst! Als ich dir den Detonator gab, im Hotelzimmer, bevor wir Deine Mutter befreit haben, in der Zukunft, als du mich reaktiviert hast! Nicht einmal hast Du dich überwinden können die Maschine zu umarmen oder zu küssen. ICH verstehe vollkommen, dass DU Dich nicht mit deinem Feind einlassen willst! Als ich Dich am Meisten brauchte, hast Du Riley mit nach Hause gebracht! Du weißt gar nicht wie weh das tat." Der letzte Satz war nur noch ein Flüstern. Tränen liefen ihre Wangen herunter.

John sah tränenüberströmt zu ihr auf. „Aber John-Henry..."

„Ist ein guter Freund für mich! Er hat Alles entfernt, was Dir gefährlich werden konnte! Dafür bin ich ihm dankbar!"

„Und der Typ da im Hotelzimmer?"

Cameron legte ihre Hände über die Augen. „Das ist der Geschäftspartner von dem, der dich niedergeschossen hat. Ich wollte wissen, ob er involviert ist."

John zog die Nase hoch „Dafür gehst Du mit ihm ins Bett?" Fragte er leise

Jetzt drehte sich Cameron zur Aufzugtür herum. „Ich wollte immer nur mit Dir sexuell interagieren aber jetzt..." Dann legte sie den Schalter wieder um und die Aufzugtür schloss sich hinter ihr. Zurück blieb ein am Boden zerstörter John, dessen Tränen sich nun wieder ihre Bahn suchten. Wäre sein Herz nicht schon gebrochen gewesen, Camerons letzter Satz hätte es in tausend Stücke zerschmettert.

Kapitel 4

John bemerkte nicht die Waffe in seiner Hand oder das Blut, dass aus seiner noch nicht verheilten Wunde lief. Alles was er fühlte war Leid. Ein tiefer Schmerz der sich durch seine Seele fraß. So bemerkte er auch nicht, dass der Aufzug nur zwei Stockwerke tiefer schon wieder stoppte und sich die Türen öffneten.

Erst als in diesem Moment aufblickte sah er eine halbe Sekunde lang in die tränenerfüllten braunen Augen, von denen er schon so lange geträumt hatte. Dann trafen sich ihre Lippen und obwohl der Kuss nur zwei Sekunden dauerte kam es ihm vor wie eine Ewigkeit. Hätte er nicht schon gesessen, seine Knie hätten jetzt nachgegeben. Auch nach diesen zwei Sekunden löste Cameron den Kontakt nicht vollständig. Noch immer lagen ihre Gesichter aneinander und ihre Lippen berührten sich bei jedem Atemzug. John war viel zu glücklich, um sich Gedanken darüber zu machen, dass er Camerons Atem auf seinen Lippen spüren konnte. Innerhalb eines Wimpernschlages war er vom unglücklichsten zum glücklichsten Menschen geworden.

„Es tut mir leid", murmelte John. Während er sprach berührten seine Lippen die ihren und er konnte den salzigen Geschmack ihrer Tränen schmecken.

„Mir tut es auch Leid." Sagte Cameron, löste den direkten Kontakt zwischen ihren Gesichtern und sah ihm direkt in die legte eine Hand an seine Wange und er konnte die Wärme ihrer Hand spüren.

Als der Aufzug im Erdgeschoss ankam und sich die Türen öffneten starrten sich die Beiden noch immer in die Augen. Ein älteres Ehepaar wollte den Aufzug benutzen, verharrte aber an der Tür, als sie die Beiden an der Seite sitzend vorfanden. Der Mann räusperte sich schließlich grinsend, während seine Frau indigniert schaute.

John hatte das Räuspern vernommen. Als Cameron nicht reagierte sagte er:

„Cam?"

Keine Reaktion.

„...Wir müssen gehen."

Cameron musste grinsen, als sie die Analogie zu ihren eigenen Worten erkannte.

Dann sprang John auf, griff Camerons Hand und die Beiden liefen grinsend wie zwei ertappte Teenager aus dem Hotel.

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Die ersten 5 Minuten der Fahrt verlief schweigend. Sie hatten den Wagen des Toten stehen lassen. Fingerabdrücke abgewischt, Schlüssel steckte. Vielleicht wurde er geklaut, bevor der Mann vermisst wurde, war der Gedanke dahinter.

Beide hingen ihren Gedanken nach. Trotz der wieder leicht blutenden Verletzung, die Cameron noch schnell versorgt hatte, lies es sich John nicht nehmen selbst zu fahren.

„Cameron?" fragte John ohne seinen Blick von der Straße zu wenden.

Sie sah ihn jetzt von der Seite an. „Ja John?"

„Keine Alleingänge mehr." Sagte John mit Bestimmtheit.

„John ich bin..."

„Ich meine das ernst." Unterbrach er sie mit bestimmendem Unterton. „Und in Zukunft gehst Du in Deckung, wenn geschossen wird. So etwas wie Zuletzt möchte ich nicht wieder erleben." Dann sah er sie an und legte eine Hand auf die Wange, die noch vor kurzem zerstört war.

Cameron schloss wegen seiner Berührung für eine Sekunde die Augen. „John, ich bin Dein Beschützer. Es ist meine Aufgabe alles für deine Sicher..."

„Nicht mehr." Sagte er mit Bestimmtheit.

Bei dieser scharfen Bemerkung war Cameron zurückgezuckt. „John..."

„Wie Du vielleicht bemerkt hast, schere ich mich einen Dreck um meine Sicherheit, wenn Du in Gefahr bist."

„John ungeachtet meiner Gefühle bin ich nur eine Ma..."

Wieder unterbrach er sie, sein Kopf ruckte herum mit einem ärgerlichen Gesichtsausdruck. „Wenn Du das jetzt aussprichst, läufst Du den restlichen Weg nach Hause." Sagte er heftig.

Minutenlang herrschte Stille. John warf immer wieder Seitenblicke auf Cameron, besser auf ihre Kleidung. „Cam?"

„Ja John?"

„Die Klamotten, die Du an hast..."

Cameron sah John fragend an.

„Nie wieder." Sagte John

Als John sie jetzt wieder ansah hatte sie den Kopf zur Seite geneigt. „Ich verstehe nicht. Gefällt Dir mein Körper nicht?"

„Ich liebe Deinen Körper aber die Gesamte männliche Bevölkerung von Kalifornien sicher auch und ich bin nicht bereit zu teilen."

„Du bist eifersüchtig."

Obwohl das keine Frage war, bemühte sich John um eine Antwort. „Tja, irgendwie..."

„Das ist süß." Sagte Cameron mit einem leichten Lächeln.

John sah sie stirnrunzelnd an, sagte aber nichts. Minutenlang sagte keiner der Beiden ein Wort.

John dachte über die vergangenen Geschehnisse nach. „Ich weiß du lügst mich manchmal an. Ich sehe auch ein, dass mir das letztendlich nicht schadet aber..."

Cameron sah ihn nur wortlos an.

„...aber ich muss einige Dinge wissen und ich möchte nicht, dass du lügst."

„Frag, ich verspreche ich lüge nicht."

„Allison, erzähl mir über Allison."

Cameron holte tief Luft.

„STOP!" John hatte die Hand gehoben und Cameron saß mit offenem Mund da. „Du hast gerade Luft geholt, ich habs genau gehört. Und im Aufzug nach dem Kuss konnte ich deinen Atem spüren."

„War das unangenehm, soll ich aufhören zu atmen?" Fragte Cameron ganz unschuldig.

„Hergott nein! Natürlich nicht. Ich möchte nur wissen, warum Du atmest, du musst doch nicht oder?"

Jetzt lächelte Cameron. „Nein, natürlich muss ich nicht atmen. Jeder Terminator mit lebendem Gewebe hat eine Membranpumpe, die sowohl das Blut mit Sauerstoff versorgt als auch den Blutkreislauf antreibt. Ich bin noch perfekter konstruiert. Ich habe sowohl rudimentäre Lungen als auch einen Pulssimulator. Wenn du an meinem Hals fühlst kannst Du einen Puls feststellen. Legst Du deinen Kopf auf meine Brust, hörst Du einen Herzschlag. Normalerweise ist keine dieser Funktionen aktiv, es sei denn ich befinde mich im Infiltrationsmodus. Seit John-Henry meine Missionsparameter gelöscht hat laufen diese Funktionen Autonom. Ich kann sie aber abstellen, wenn Du möchtest.

„Himmel nein, das ist perfekt, so wie es ist. Du bist...perfekt." Sagte John zögerlich mit leiser Stimme.

Jetzt lächelte Cameron wieder. Aber nur bis zu dem Moment an dem sie wieder zu sprechen begann, dann wurde ihr Ausdruck traurig.

„Allison Young aus Palmdale... Sie wurde von Skynet in einem der kleineren Bunker aufgegriffen. Sie gehörte zu den Zutrittsberechtigten für Deinen inneren Zirkel. Skynet hat ihre DNS genommen und meine Lebende Hülle gezüchtet. Ich bin die Erste, die nach lebendem Vorbild konstruiert wurde. Schwächlich wie ich bin wurde ich nur zu einem einzigen Zweck konstruiert. John Connor zu töten. Zu diesem Zweck habe ich alles von Allison gelernt, was es zu lernen gab. Verhaltensweisen, Erinnerungen und was ich sonst noch erfahren konnte. Dann bin ich zu deinem Camp gegangen. Allison hatte mir ein wichtiges Detail verschwiegen. Die Funktion des Armbandes dass sie trug. Nur damit konnte man die Kontrolle passieren. Ich sah gerade noch rechtzeitig, wie die Armbänder kontrolliert wurden. Ich kehrte zu Allison zurück und konfrontierte sie mit der Wahrheit. Sie war sehr mutig aber ich habe mir ihr Armband genommen".

„Hast Du sie getötet?" John sah zur Seite auf Cameron, die jetzt aus dem Fenster sah.

Cameron liefen jetzt wieder Tränen die Wangen herunter. „Ja." Sagte sie tonlos. „Sie hatte mich angelogen. Ich packte ihren Hals und habe ihr das Genick gebrochen.

Jetzt holte John tief Luft. „Es ist nicht deine Schuld." Sagte er verständnisvoll.

Cameron sah ihn jetzt wieder an. „Warum fühle ich mich dann so schuldig?"

„Dich quält Dein Gewissen, dass ist menschlich." Sagte John mit einem feinen Lächeln.

„Ich bin eine Masch..."

„Ich weiß, ich weiß." Unterbrach John sie und verdrehte die Augen. „Nicht für mich." Fügte er noch hinzu. Dann legte er eine Hand auf Camerons Schulter, die wiederum mit einem schüchternen Lächeln ihre Hand auf Johns legte.

„Du hasst mich nicht für Allison?"

„Nein, Du warst ein Terminator. Du warst nicht meine Cameron als Du das getan hast."

„John, STOP!" Schrie Cameron.

Kapitel 5

Instinktiv trat John mit beiden Füßen auf das Bremspedal. Der Wagen kam schlingernd zum stehen.

John sah Cameron verständnislos an, die aus der Frontscheiben starrte. „Was ist denn los?" fragte John verwirrt.

„Ich habe da vorne ein kleines Mädchen im Gebüsch verschwinden sehen."

„Und?" John verstand nicht, was Cameron andeuten wollte.

„Mit langen roten Haaren." Verdeutlichte Cameron.

„Savannah?" Fragte John erstaunt.

„Keine eindeutige Identifikation möglich, zu wenige Daten." Sagte Cameron in ihrem geschäftsmäßigen Ton.

„Verdammt, ich habe kein Telefon dabei." Sagte John.

„Ich hatte keinen Platz dafür", sagte Cameron und wies auf ihren Ultra-Mini.

Beide stiegen jetzt aus. Cameron näherte sich vorsichtig dem Gebüsch, in das sie das Mädchen hatte verschwinden sehen. Sie hörten leises Weinen.

„John näherte sich langsam weiter dem Gebüsch. „Savannah, bist Du das? Ich bin es, …..John."

„John?" Kam es leise weinerlich aus dem Dickicht.

Noch bevor John antworten konnte kam ein kleiner Körper aus dem Gebüsch geschnellt. Savannah sprang richtig in seine Arme, dass er wegen seiner Verletzung vor Schmerzen in die Knie ging. Allerdings lies er sie nicht los. Zusätzlich hatte Cameron ihn schnell von hinten unter die Achseln gegriffen und ihn dadurch aufgefangen.

Savannah weinte unaufhörlich.

„Was ist denn Rotschopf?" Fragte John halb scherzhaft.

Fast unverständlich kamen die Worte, die Savannah in Johns Hemd schniefte. „Böser Zauberer...Mommy... Pistole...John Henry...totgeschossen" war alles, was John und Cameron zwischen Savannahs Schluchzern verstehen konnten.

John sah hilflos zu Cameron, die aber zuckte nur mit den Schultern und schüttelte hilflos den Kopf.

Als Cameron nach Savannahs Händen Griff um John zu helfen, machte sie eine Feststellung. „John?" Sagte sie leise.

John drehte den Kopf.

„Savannah hat Schießpulver an den Händen."

John sah jetzt entsetzt in Camerons Gesicht, dann hinunter auf das kleine Mädchen, dass immer noch leise weinte. „Was...?" Fragte er in Camerons Richtung.

„Keine Ahnung", erwiderte diese. „Entweder hat sie neben einer Waffe gestanden, als diese abgefeuert wurde oder sie hat selbst geschossen.

John sah runter auf das kleine Mädchen und schüttelte den Kopf.

Endlich hörte Savannah auf zu schluchzen. „Weißt du, wo meine Mommy ist?" Fragte sie mit tränen in den Augen.

John streichelte ihr durch das rote Haar. „Deine Mommy ist mit dem Flugzeug nach Los Angeles geflogen."

Savannah wirkte erstaunt. „Das hat Tante Sarah auch gesagt."

„Hast Du ihr nicht geglaubt?" Fragte John verwirrt.

Savannah schüttelte den Kopf und schniefte. „Hab gesehen, wie der Mann meine Mommy weggezaubert hat.

Cameron legte eine Hand auf Savannahs Schulter. „Süße, wo hast du das gesehen?"

Mit nach unten gezogenen Mundwinkeln antwortete Savannah. „Als alle oben in dem einen Zimmer waren. Da war meine Mommy und dann war sie weg und der Mann war da."

John holte tief Luft. Er hatte erkannt, worauf Savannah hinauswollte. „Was ist dann passiert?"

„Ich habe die Pistole gefunden und wollte meine Mommy wiederhaben. Dann hab ich John-Henry erschossen." Die letzten Worte waren gequält, langgezogen und endeten in einem Weinkrampf."

John hielt Savannah jetzt fest, redete leise auf sie ein und versuchte sie zu beruhigen. Er streichelte immer wieder zärtlich über ihren Kopf, bis sie sich beruhigt hatte. Cameron hingegen beobachtete das Ganze mit undefinierbarem Gesichtsausdruck. Schließlich schlief Savannah einfach ein, so erschöpft war sie.

„Nimmst Du sie mir bitte ab, ich kann sie nicht mehr halten", sagte John stöhnend.

Cameron nahm ihm Savannah vorsichtig aus den Armen. Dann sah sie zu John, der sich die Seite hielt. „Geht es?" Fragte sie John.

John kam mit einem Aufstöhnen auf die Füße. „Wenn wir zurückkommen brauche ich Etwas gegen die Schmerzen." Er ging zurück zur Fahrertür, während sich Cameron mit Savannah auf den Beifahrersitz setzte.

Die letzten 2 Kilometer zurück beobachtete John immer wieder Cameron, die Savannah im Arm hielt und ihr kleines Gesicht streichelte, während sie gedankenverloren aus dem Fenster sah.

'Sie wäre bestimmt eine tolle Mom', dachte John mit einem Anflug von Bedauern. Hätte er geahnt, dass Cameron ähnliche Gedanken hatte, wäre sein Bedauern noch größer gewesen. Cameron hatte gesehen, wie gerne John Kinder hat.

Kapitel 6

Als sie das Haus durch die Garage betraten hörten sie schon von weitem das Gezeter von Sarah. John konnte worte wie –Idiot-, -Trottel- und immer wieder –Reese- vernehmen. John und Cameron sahen sich nur an. John schüttelte nur den Kopf und ging voran die Treppe hoch zu Camerons Zimmer. Hier legte Cameron die vor Erschöpfung schlafende Savannah ins Bett, zog ihr die Schuhe aus und deckte sie dann zu. Reflexhaft küsste sie Savannah auf die Stirn. John sah das, von der Tür aus und wieder spürte er ein wenig Bedauern. Als sich Cameron vorbeugte, erhaschte er einen Kurzen Blick auf ihre Unterwäsche, was ihn verlegen zu Boden blicken lies. Er drehte sich um und ging langsam in Richtung Treppe. Er quälte sich unter schmerzen die Treppe runter und blieb am Fuß der Treppe schwer atmend stehen und wartete auf Cameron. Als diese die Treppe herunter kam stellte er erneut fest, dass der Rock viel zu kurz war. Er spürte förmlich wie ihm das Blut ins Gesicht schoss. Schnell ging er in den Wohnraum, wo sich ihm alle Gesichter zuwandten.

„JOHN!" Sarah kam auf ihn zugelaufen und umarmte ihn. „Was...?" Fragte Sarah unterbrach sich aber selbst, als sie Cameron erblickte. Dann machte sie einen Schritt rückwärts, musterte Cameron von Kopf bis Fuß, zog die Brauen hoch, legte den Kopf auf die Seite und sah John fragend an „Joooohn?"

Knallrot im Gesicht schlug John die Hand vor die Augen und schüttelte den Kopf „Mom, bitte frag nicht." Dann sackten ihm die Knie durch, er wurde aber von Cameron aufgefangen und zum Sofa geleitet. Als er in ihre Richtung sah, fiel sein Blick auf etwas, was Einfluss auf sein Wohlbefinden hatte, positiv wie ihm schien. Als er sah, dass Sarah seinen Blick bemerkt hatte nahm sein Gesicht einen noch dunkleren Farbton an.

Sarah hatte die Szene beobachtet, legte jetzt eine Hand auf Camerons Schulter und zog sie zur Seite. „Geh Dich umziehen."

Cameron sah an sich herunter, dann Sarah ins Gesicht. Sie legte den Kopf auf die Seite. „John sagte, er mag meinen Körper, will ihn aber nicht mit der männlichen Bevölkerung von Kalifornien teilen. Was ist Dein Grund?"

Sarah zuckte zurück. „Nun geh schon." ‚Erst spielten die Beiden Katz und Maus miteinander und jetzt...' Dachte sie. ‚Ich muss mich mal ernsthaft mit John unterhalten, was heute vorgefallen ist.' Zu John sagte sie: „John, Savannah ist weggelaufen, sie..."

Cameron, die gerade auf dem Weg in Richtung der Schlafräume war drehte im gehen den Kopf. „Wir haben Savannah 1,8 Kilometer von hier gefunden. Sie liegt oben in meinem Bett und schläft. Sagte sie und entschwand aus dem Raum.

Jetzt richtete sich alle Aufmerksamkeit auf John, da diesem ein Stöhnen entfuhr. Cheri sprang sogleich auf und untersuchte seine Verletzung. „Nicht schlimm, aber blutet wieder. Du hättest nicht aufstehen sollen," sagte sie zu John.

„Ich weiß," sagte John mit zusammengebissenen Zähnen, „ich hätte auch keinen Mann niederschlagen sollen geschweige denn vorher eine Tür eintreten." John hatte vor Schmerz die Augen geschlossen. „Aber ich musste einfach, es war Richtig und es war gut." Cheri gab ihm eine Tablette und ein Glas Wasser.

Jetzt fingen Alle verwundert an, auf John einzureden.

„Seid mal Alle ruhig!" Rief James Ellison plötzlich und machte den Fernseher lauter.

...das die herbeieilende Küstenwache auffischen konnte. Nach unbestätigten Angaben handelt es sich bei der erstaunlicherweise unverletzten Frau um Catherine Weaver CEO der Zeira Corporation, die vor 6 Monaten plötzlich verschwunden war, nachdem Unbekannte einen Anschlag auf den Sitz ihrer Firma verübt hatten. James Ellison, Sicherheitschef der Firma konnte damals keine Angaben zum Verbleib der Frau machen. Der Firmenjet der Zeira Corporation war heute Nachmittag aus bisher ungeklärten Umständen kurz vor der Landung in Los Angeles ins Meer gestürzt... Die Börse hat nach der...

James Ellison hatte wieder leiser gestellt. „Heilige Scheiße!" Entfuhr es ihm.

Kapitel 7

vorher am späten Nachmittag

Catherine Weaver saß im Zeira Firmenjet und studierte einige Unterlagen, die ihr Mr Murch mitgebracht hatte. Gleichzeitig überdachte sie einige Dinge, die ihr James Ellison gesagt hatte. Für ihr weiteres vorgehen war es erforderlich, eine plausible Geschichte für ihre Abwesenheit parat zu haben. Und für das FBI sollte sie zusätzlich noch einen Plan B haben falls diese ihr nicht glauben sollten.

Dann sah sie plötzlich etwas Helles auf den Jet zurasen. Das rechte Triebwerk explodierte mit einem lauten Knall. Der Jet wurde herumgerissen und begann sich um mehrere Achsen zu drehen. Dann brach die Hülle und ein Feuerball schoss durch die Kabine. Catherine Weaver lies sich durch die entstandene Öffnung nach draußen fallen, verflüssigte ihre Form und schoss wie ein Pfeil senkrecht dem Wasser entgegen. Während des Fallens konnte sie noch den Angreifer identifizieren, der sich im Tiefflug über der Wasseroberfläche davonmachte.

Der T1001 tauchte ins Wasser ein. Ihr war sofort klar, dass der Anschlag ihr gegolten hat. John hatte recht gehabt. Hätte sie Savannah dabei gehabt, wäre diese jetzt tot. Sie bewunderte John für die Weitsicht, die er gezeigt hatte. Sie formte wieder ihren Körper, der nur minimalen Schaden genommen hatte. Die paar zerstörten Zellen konnte sie verschmerzen. Sie sammelte genügend Luft innerhalb ihres Körpers, um auf der Wasseroberfläche treiben zu können. Dann wartete sie.

Keine 15 Minuten später trat das ein, worauf sie spekuliert hatte. Ein Schiff der Küstenwache traf am Absturzort ein. Sogleich begann der T1001 mit Schwimmbewegungen und versuchte durch Winken auf sich aufmerksam zu machen.

Nach der Rückkehr zum Festland wurde Catherine Weaver direkt am Pier vom FBI in Empfang genommen. Sie wurde sogleich zum örtlichen FBI-Gebäude transportiert wo man sie sogleich in ein komfortabel eingerichtetes Büro brachte.

Man bat sie einstweilen Platz zu nehmen, der zuständige Agent käme gleich. Catherine Weaver setzte sich allerdings nicht hin sondern ging zum Fenster wo sie bewegungslos verharrte, bis die Tür des Raumes geschlossen wurde.

„Guten Tag Miss Weaver," hörte sie eine nicht unangenehme Stimme und drehte sich herum.

Auch ihnen einen guten Tag Agent Aldridge," entgegnete Sie.

„Kennen wir uns?" Fragte der Agent mit hochgezogener Augenbraue und hielt ihr die Hand hin.

Der T1001, durchaus mit dieser Bergüßungsgeste vertraut nahm die angebotene Hand und schüttelte sie. „Ihr Name steht an der Tür."

Agent Aldridge betrachtete kurz seine Hand, die in einen Schraubstock geraten zu sein schien. „Verstehe. Nun, wollen wir uns nicht setzen?"

Wortlos setzte sich Catherine Weaver hin und sah erwartungsvoll auf Agent Aldridge.

„Nun Miss Weaver, entgegen ihrer Vermutung bin ich nicht hier, um mit ihnen über den Absturz ihres Flugzeuges zu reden. Ich..."

„Sie sind hier, um mit mir über Sarah Connor zu sprechen." Stellte Catherine Weaver fest.

„Woher wissen sie...?" Agent Aldridge war erstaunt.

„Mister Ellison hat mir alles über Sie erzählt." Entgegnete Catherine Weaver. „Ich weiß deshalb, dass sie der ermittelnde Beamte im Fall Sarah Connor sind.

„Nun das ist richtig." Agent Aldridge schien sich sichtlich unwohl zu fühlen. „Nachdem Sarah Connor ihre Tochter entführt hat..."

Wieder wurde er von Catherine Weaver unterbrochen. „Sie verkennen die Situation Agent Aldridge. Aktuell bin ich froh, dass Sarah Connor meine Tochter GERETTET hat. Ich denke in der Tat, dass Sarah Connor die beste Wahl wäre, um meine Tochter zu beschützen."

„Woher wollen sie wissen, dass Sarah Connor ihre Tochter nicht entführt hat?" Fragte er erstaunt."

„Nun, zunächsteinmal würde die Entführung meiner Tochter durch Sarah Connor keinen Sinn machen. Außerdem habe ich die Überwachungsbänder gesehen."

„Überwachungsbänder? Die müssen Sie mir sofort übergeben." Entgegnete er hastig.

„Es tut mir Leid, die Bänder wurden leider bei dem Anschlag auf mein Büro zerstört," sagte Catherine Weaver mit einem verbindlichen lächeln."

Agent Aldridge saß einen Augenblick stumm auf seinem Platz. „Sie wissen vielleicht nicht, dass Sarah Connor einen Mann getötet hat und lange in einer Nervenheilanstalt einsaß."

„Mister Aldridge, James Ellison hat mir alles über Sarah Connor erzählt. Zunächsteinmal gibt es keinerlei Beweise, dass sie Myles Dyson getötet hat. Dann ist bei der Zerstörung von Cyberdyne kein Polizist getötet worden. Interessant, finden sie nicht auch. Außerdem bin ich geneigt, ihr die Geschichte über Maschinen aus der Zukunft und den Tag des jüngsten Gerichts zu glauben. In der Tat hat Zeira Corp. selbst nach künstlicher Intelligenz geforscht. Ich bin also durchaus in der Lage, zu erahnen, was zukünftig machbar sein wird und was nicht. Wenn Sie gestatten werde ich jetzt gehen. Der Overall, den mir die Küstenwache zur Verfügung gestellt hat ist zwar funktionell aber unpassend. Außerdem muss ich meine Tochter verständigen, dass mir nichts passiert ist. Es würde mich zu tiefst betrüben sie zu ängstigen. Guten Tag Mister Aldridge."

Mit diesen Worten erhob sich Catherine Weaver und ging zur Tür. Bevor sie den Raum verlassen konnte, wurde sie nocheinmal von Agent Aldridges Stimme aufgehalten.

Staunend hatte er den Ausführungen dieser außergewöhnlichen Frau gelauscht. Er sprang auf. „Miss Weaver, wo befindet sich ihre Tochter derzeit?"

Der T1001 öffnete die Tür, drehte sich aber doch noch einmal herum. „Agent Aldridge, meine liebe Tochter Savannah befindet sich in den besten Händen," dann ging sie.

Agent Aldridge saß noch Minuten später an seinem Schreibtisch und dachte über die Doppeldeutigkeit von Catherine Weavers Worten nach.

(ENDE Episode 3.07)