Terminator: S.C.C.

Episode 3.11

Kapitel 1

Zuvor im Haus:

Sarah sah hinter Cameron her und wandte sich dann wieder John-Henry und Catherine zu. „So, was jetzt. Geben wir eine Zeitungsanzeige auf oder was?"

Catherine schüttelte den Kopf. „John Henry wird mit den entsprechenden Personen Kontakt aufnehmen und ihnen die Beweise für seine Behauptungen zukommen lassen. Irgendwann werden wir persönlichen Kontakt herstellen. Dann erfolgt der letzte Test. Die Leute müssen nicht nur John als Anführer respektieren, sie müssen aber auch uns", sie deutete auf John-Henry, „und vor Allem Cameron akzeptieren".

Sarah sah über ihre Schulter in den leeren Gang. „Falls das noch notwendig ist", sagte sie leise.

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Als Sarah nach oben kam und aus dem Fenster sah, sah sie Cameron, die offenbar in Rileys Arm weinte. Sie ging weiter nach Oben und blieb vor Johns Zimmertür stehen. Sie zögerte einen Augenblick und trat dann ohne zu Klopfen ein.

John lag auf seinem Bett, Ohrhörer in den Ohren und starrte die Decke an.

Sarah setzte sich ans Fußende des Bettes. Als John sie komplett ignorierte legte sie eine Hand auf sein Schienbein. Da erst nahm er einen Ohrhörer heraus und schaltete den MP3-Player ab. „John...?" keine Reaktion. „John, was ist denn?" John blieb stumm, „es ist die Sache mit dem Kabel, hab ich recht?"

John atmete tief ein. „Mom, das war einfach..."

„Gruselig." Sarah lächelte John jetzt an, als sie sich erinnerte, „Weißt Du, Charlie hat sie einmal einen -gruseligen Roboter- genannt.

John fand das gar nicht lustig. Die Erinnerung an Charlie traf ihn wie einen Paukenschlag. Übergangslos wallten Tränen in seinen Augen. „Mom, Charlie ist tot, so viele sind Tot weil ich versagt habe." Mit Tränen in den Augen sah er in Sarahs Gesicht, „und Cameron... sie...ich...ich liebe sie mehr als alles Andere auf der Welt aber sie wird mich verlassen, so wie mich Alle verlassen. Wenn nicht irgendeine Machine sie tötet dann wird es Skynet sein, vielleicht, wenn sie sich das nächste mal dieses verdammte Kabel in den Kopf steckt. Tränen liefen über seine Wangen. „Sie hatte doch Recht", sagte er leise, „es wäre besser, ich wäre alleine."

Sarah sah John an. „Nein John, nicht Du hast versagt sondern ich. Ich konnte Dich nicht vor all Dem beschützen. Ich habe Kyle, Du hast Riley verloren und wir Beide haben Charlie und Derek verloren. Es schmerzt immer jemanden zu verlieren aber wir Beide haben vielleicht Jemanden gefunden, der uns Alles wiedergeben kann, wenn wir das zulassen". Die letzten Worte sagte sie sehr eindringlich. „John, Du kannst Cameron nicht jedes mal von Dir stoßen, wenn Du dich wegen irgendetwas was sie tut schlecht fühlst. Das tut keinem von Euch gut. Cameron sitzt da draußen und heult sich die Augen aus dem Kopf. Du solltest zu ihr gehen und sie in die Arme nehmen bevor Du sie wirklich verlierst".

John überlegte eine Weile, dann sprang er aus dem Bett, drückte Sarah einen Kuss auf die Wange und lief nach Unten und zur Tür hinaus.

Als er sah, dass Cameron in Rileys Armen lag und Savannah versuchte ihre kurzen Arme ebenfalls um Cameron zu schlingen fühlte er sich wie ein Arsch. „Cameron ich..." Er stand nur da und fand keine Worte. Er stand mit hängendem Kopf da und wartete, dass sie etwas sagte.

Dann war es aber nicht Cameron, die etwas sagte sondern es kam etwas von völlig unerwarteter Seite. Riley löste sich behutsam von Cameron und erhob sich. Sie half zunächst Savannah auf die Beine, die John böse anblickte. Dann zog sie Cameron hoch, die sich folgsam hochziehen lies. Savannah nahm eine Hand Camerons, Riley die andere. Dann gingen sie an John vorbei zum Haus. Cameron sah John nicht an sondern lies nur den Kopf hängen. Riley stoppte kurz bei John, der den Kopf hob, um sie anzusehen. Die Ohrfeige die dann kam vergaß er nicht so schnell.

Kapitel 2

Sarah hatte sich einen Kaffee geholt und stand im Wohnraum als Cameron mit Riley und Savannah ins Haus kam. Sie runzelte die Stirn als die Drei Wort- und Grußlos nach Oben gingen. Sie zog allerdings die Augenbrauen zusammen als John hereinkam. Seine Backe, die er immer wieder rieb zeigte einen deutlichen Handabdruck. Mit aufkommendem Ärger ging sie auf ihn zu. John stand wie angewurzelt an der Haustür und sah zur leeren Treppe. „War das Cameron? Wenn ja hole ich jetzt meine Schrotflinte und werde das auf der Stelle beenden." Sarah hatte Johns Hand ergriffen und besah sich wütend seine rote Backe.

John riss seine Hand los und sah mit Unverständnis in Sarahs Gesicht. „Nein, NEIN! Das war Riley und ich habe das verdient".

„John, lüg mich nicht an, wenn das Cameron war... Sie hat genug Kraft um dir den Kopf von den Schultern zu schlagen. Wenn sie gefährlich wird müssen wir sie..."

John verzog das Gesicht. „ Mom, das war nicht Cameron und selbst wenn solltest Du daran dass mein Kopf noch ist wo er hingehört erkennen könne, dass sie nicht gefährlich ist."

Sarah entspannte sich sichtlich. „Sorry, das waren meine Mutterinstinkte, die mit mir durchgingen. Wenn sie dich letzte Nacht nicht verletzt hat..."

„MOM!" rief John verlegen. Augenblicklich war der Handabdruck nicht mehr zu sehen, da sein Gesicht die selbe Farbe angenommen hatte.

Jetzt grinste Sarah von einem Ohr zum anderen. „Ich rede mal mit ihr. Ach und John...?

John atmete tief durch. Wenn ihr berühmtes ach und John kam, dann stand ihm etwas bevor. „Was denn Mom?" Fragte er gefasst.

„Denkt daran beim nächsten mal Savannah nicht zu erschrecken." Grinsend ging Sarah in Richtung Treppe.

John lies ruckartig den Kopf hängen.

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Sarah kam zu Camerons Tür und klopfte. Erstaunlicherweise öffnete Savannah nach ein paar Sekunden. Als sie Sarah erkannte änderte sich ihr Gesichtsausdruck von ärgerlich nach freundlich.

Sarah runzelte die Stirn, als sie das sah, sagte aber diesbezüglich nichts. „Würden die Ladys mich und Cameron bitte alleine lassen."

„Natürlich Tante Sarah", sagte Savannah und Riley löste sich von Cameron, neben der sie am Kopfende des Bettes gesessen hatte, nicht aber ohne dass Cameron ihr zustimmend zunickte.

Sarah setzte sich neben Cameron aufs Bett während Cameron nur ihre Zehen anstarrte.

„Ich habe gehört, was Du zu John gesagt hast." sagte Cameron.

„Cameron ich..." begann Sarah wurde aber von Cameron unterbrochen.

„Ich dachte, Du hättest verstanden, dass ich nichts tun würde um ihm zu schaden. Stattdessen bist Du sofort bereit mich zu terminieren wenn es auch nur so aussieht, dass ich etwas getan habe. Du vertraust mir immer noch nicht. Nicht ICH habe etwas getan sondern er. Er ist sehr verletzend gewesen." Tränen liefen jetzt ihre Wangen hinunter.

„Cameron, ich kann nicht gegen meine Mutterinstinkte an, vielleicht wirst Du das eines Tages auch feststellen. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun." Sarah hatte eine Hand auf Camerons Knie gelegt.

„Danke für die Erklärung." Sagte Cameron nur.

„Cameron, ich mag Dich wirklich aber Johns Wohlergehen wird bei mir immer an erster Stelle stehen. Das ist bei Menschen nuneinmal so und ich denke, das würde Dir genauso gehen." Sarah hatte sehr eindringlich gesprochen.

„Meinst Du?" Fragte Cameron und sah zu Sarah aber nicht in ihr Gesicht.

„Natürlich", entgegnete Sarah. „Wenn John wirklich so verletzend gewesen ist, dann lass ihn ruhig eine Zeit lang schmoren." Sarah nickte Cameron lächelnd zu und Cameron erwiderte das Lächeln als sie in Sarahs Gesicht sah.

Kapitel 3

John betrat das Untergeschoss als Mr. Murch ihm entgegenkam. „Mr. Murch, wie geht es ihnen?" Fragte er.

„Mr Connor, es geht so. Ich bin da in Etwas hineingeraten, was ich noch nicht wirklich überblicken kann. Ich begreife nicht genau was vorgeht aber ich hoffe, das ich mich auf der richtigen Seite befinde."

„ , ich versichere Ihnen, das sie sich auf der richtigen Seite befinden. Es geht um nicht weniger als das Überleben der Menschheit." Erwiderte John.

„Ich hatte befürchtet, das sie so Etwas sagen würden", sagte Mr. Murch und verdrehte die Augen. Dann hastete er weiter.

John sah ihm nach und schüttelte den Kopf. Er ging weiter zu John-Henry. Er war erstaunt, dass John Henry offensichtlich mit kleinen Plastikfiguren spielte. „John-Henry?"

John-Henry hob den Kopf „John Connor, Lust an einem kleinen Spiel teilzunehmen? Die Schlacht muss geschlagen werden, bevor der grüne Drache erwacht.." Sagte John-Henry und lächelte.

John Connor fragte sich einen Augenblick, ob er das nur träumte. „John-Henry, ich hätte ein paar Fragen und bräuchte die Antwort der am weitesten entwickelten Künstlichen Intelligenz der Erde."

„Das bin ich", entgegnete John-Henry und spielte weiter mit seinen Figuren.

John verdrehte die Augen und lies sich auf einen Stuhl fallen. „Falls wir Skynet besiegen sollten, was wird dann aus Cameron. Theoretisch würde sie niemals gebaut werden, oder? Wird sie sich auflösen oder..." John versagte die Stimme.

John-Henry hielt inne und sah John an. „Du willst darauf hinaus, ob Du Cameron verlieren wirst, wenn wir in der Lage wären meinen Bruder tatsächlich aufzuhalten?" Er schüttelte in einer menschlichen Geste langsam den Kopf. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Ereignisse in der Gegenwart auf Leute Einfluss haben, die aus der Zukunft bereits in die Vergangenheit geschickt wurden ist sehr niedrig. Ausgehend von meinen Beobachtungen bedingt durch die Ankunft von Cheri Westin kann ich mit 93, 3 prozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, dass bereits eingetretene Ereignisse nicht rückgängig gemacht werden, wenn Voraussetzungen in der Zukunft dafür entfallen. Als Referenz dafür verweise ich auf die Theorien bezüglich alternativer Zeitlinien. Ansonsten müsste die Existenz von John Connor ebenfalls enden, was einem Zeitparadoxon entsprechen würde." Übergangslos widmete er sich wieder seinen Figuren.

John hatte zwar nicht Alles verstanden nur die 93,3 Prozent beruhigten ihn ungemein. Andernfalls beruhigte es ihn, dass er mit Cameron verschwinden würde, wenn die restlichen 6,7 Prozent zum Tragen kämen. Er beobachtete noch ein paar Sekunden lang John-Henrys Spiel, dann erhob er sich und ging nach Oben.

Als er in den Wohnraum kam stand plötzlich Riley vor ihm. John sprang aus dem Stand einen Meter rückwärts und landete glücklicherweise an der Wand neben der Kellertreppe. Als er sich wieder unter Kontrolle hatte sah er in Rileys grimmiges Gesicht. „Was...?"

„Warum tust du Ihr weh?" Fragte Riley mit verschränkten Armen.

„Was interessiert es Dich?" Fragte John defensiv.

„Ich mag Cameron." Sagte sie ehrlich.

John hob eine Braue und schüttelte dann den Kopf. „Wie sehr Du dich doch von ihr unterscheidest."

„Du meinst die Andere Riley?" fragte sie

Er nickte. „Sie hätte alles für einen Bruch zwischen mir und Cameron getan. Außerdem hasste sie Cameron und hatte riesen Angst vor ihr.

„Ich bin eben nicht sie" Versicherte Riley abermals.

John ging einen Schritt auf sie zu und stand dicht vor ihr. „Ich wollte ihr nicht weh tun, ich hatte einfach Angst. Eigentlich habe ich ständig Angst sie zu verlieren. Ich habe immer noch ständig vor Augen, wie sie da saß. Ihr halbes Gesicht war zerschossen, sie war leblos und ihr Chip war weg. Ich bin ihr 17 Jahre in die Zukunft gefolgt, weil ich einfach nicht ohne sie sein konnte." John sah Riley an aber eigentlich sah er durch sie hindurch.

Riley nickte. „Du liebst sie und Sie liebt Dich. Sie mag körperlich nahezu unzerstörbar sein, seelisch aber ist sie sehr zerbrechlich. Ich denke, sie hat die selben Ängste wie Du." Riley legte kurz eine Hand auf Johns Schulter, dann drehte sie sich um und ging zu Savannah auf den Spielplatz.

John ging nach oben. Camerons Tür stand offen und sie stand am Fenster. Er blieb vor der Tür stehen. „Cameron, ich... Es tut mir le..." Cameron hatte sich bei seinem ersten Wort umgedreht und war in Richtung Tür gegangen. Bei seinem letzten Wort hatte sie die Tür vor seiner Nase zugemacht.

John stand geschockt vor der nun geschlossenen Tür. Camerons Gesicht war absolut ausdruckslos gewesen, als sie die Tür schloss.

Kapitel 4

John stand völlig konfus vor Camerons Tür. „Es tut mir leid Cameron", sagte er leise mit hängendem Kopf. John drehte sich herum und ging langsam in Richtung der Treppe. Er wollte gerade den Fuß auf die erste Stufe setzen, als hinter ihm eine Tür aufging.

Cameron, die Johns Worte natürlich gehört hatte, nicht nur, weil sie hinter ihrer Tür stehen geblieben war streckte den Kopf heraus. „John?" rief sie hinter ihm her.

John hastete zurück zu ihr. „Ja Cam?" Sagte er mit einem leichten Lächeln.

„So einfach ist das nicht", sagte sie und knallte die Türe zu.

John der schon Hoffnung geschöpft hatte, fühlte sich, als hätte jemand den Boden unter seinen Füßen weggezogen. Hätte er gewusst, dass Cameron auf der anderen Seite weinend den Kopf gegen die Tür gelehnt hatte und nur darauf wartete, dass er noch einen Versuch macht, er hätte sich nicht herumgedreht und wäre gegangen.

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John-Henry indes war weiterhin in diversen Internetforen tätig. In 4 Foren gleichzeitig schrieb er Antworten auf Fragen, die er gleichzeitig Psychologisch auswertete. Er beantwortete einerseits Fragen von Leuten, die Tipps wollten, um sich wirksam gegen den J-Day und die Maschinen zu schützen. Andererseits sammelte er Informationen über Leute, die wissen wollten, wie man die Maschinen aktiv bekämpft.

Gleichzeitig durchforstete er Militärarchive über ausgedehnte Bunkeranlagen. Hierbei legte er besonderen Wert auf solche Anlagen, die entweder Atombombensicher waren oder aber weit genug außerhalb der Impact-Zonen lagen.

Er nutzte einen geringen Teil seiner Rechenleistung, um überall auf der Welt Gelder einzukassieren, die durch Rundungen frei wurden. Normalerweise wurden diese Gelder unbemerkt einbehalten aber John-Henry lies diese Beträge einfach verschwinden. Außerdem leerte er Konten, auf denen Schwarzgelder lagen. Er nutzte diese Gelder, um von der Regierung und den Städten die Bunkeranlagen, zu erwerben oder zumindest anzumieten, die den Zwecken des Widerstandes nützlich waren.

Außerdem sammelte er Daten über Waffensysteme, die dem Widerstand dienlich sein würden.

Und schließlich führte er einen Angriff seiner berittenen Krieger gegen Savannahs Infanterie durch.

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Cheri Westin und Derek Reese gingen spazieren und erzählten sich ihre Geschichten.

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Sarah Connor gab Riley Tipps, wie sie am besten mit Savannah umgehen sollte, während Catherine Weaver dem ebenfalls lauschte.

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James Ellison und Kyle Reese machten einen Besuch in Los Angeles.

Kapitel 5

Los Angeles

Alle nannten sie nur Chola. Seit ihr Freund getötet wurde war sie bis auf die Hunde allein. Sie wusste nicht genau, warum er immer Hunde da haben wollte aber jetzt waren die Tiere ihre einzigen Freunde. Die einzige Freundin die sie hatte war mit ihrem Bruder vor 6 Monaten verschwunden. Ein merkwürdiges Gespann. Sie hatten zusammen mit ihrer Mutter den Tod ihres Freundes gerächt. Dann hatte die Mutter über den Padre nocheinmal neue Papiere haben wollen. Der Padre hatte nicht genügend Geld auftreiben können aber das war sie ihr schuldig gewesen. Nun aber hatte erneut der Padre angerufen, dass sie wieder Papiere benötigen. Diesmal sollte sie sich mit zwei Männern in der Kirche treffen. Nur widerwillig hatte sie dem zugestimmt.

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James und Kyle hatten auf Sarahs Wunsch hin mit dem Padre Kontakt aufgenommen. Sie saßen in der Kirche und James Ellison sprach mit dem Geistlichen über seinen Glauben als die junge Frau die Kirche betrat. Sie war nicht allein. Zwei Hunde begleiteten sie.

Sie gebot den Hunden am Eingang sitzen zu bleiben und kam auf James und Kyle zu. „Nun, woher weiß ich, dass sie die sind, für die sie sich ausgeben? Fragte sie James, der sich erhoben hatte und ihr entgegentrat.

James betrachtete die junge Frau, die er damals bis zu John und Cameron verfolgt hatte. „Wir verlieren Alle die wir lieben. Das waren die Worte, die sie vor 6 Monaten benutzt haben", sagte James Ellison zu ihr.

Chola sah ihn einen Augenblick an, dann nickte sie, „das genügt, was brauchen Sie?"

„Sie!" War James Antwort.

Chola runzelte die Stirn. „Wie soll ich das verstehen."

„Sie sind in San Francisco. Wegen der Geschehnisse hier können sie nicht persönlich kommen aber Cameron wird sie dort treffen." Sagte James Ellison mit einem Lächeln.

„Warum sollte ich das auf mich nehmen? Ich fliege nicht und alleine dahin Auto fahren ist mir zu anstrengend." Sagte sie ablehnend

„Das hier wird sie vielleicht umstimmen", sagte James und drückte ihr einen Umschlag in die Hand.

Sie öffnete ihn und sah hinein. Dann riss sie die Augen auf und blickte James an.

„50 Tausend Dollar, nur dafür, dass sie nach San Francisco fahren." Sagte James.

„Und ich fahre mit wenn sie gestatten. Ich brauche etwas Fahrpraxis", fügte Kyle hinzu.

„Das ist wahr", murmelte James was Kyle die Stirn runzeln lies.

Kapitel 6

Sie fuhren bereits seit einer Stunde. Kyle war auch nicht gerade der beredete Typ aber diese Frau war das personifizierte Schweigen. Schließlich hielt er es nicht mehr aus. „Sie besorgen also falsche Papiere?"

Sie sah ihn nur kurz an und schwieg weiter.

„Wow, gesprächig sind sie wirklich nicht. Na ja, streng genommen rede ich eigentlich auch nicht viel aber gegen mich sind sie gerade zu Miss..."

„Chola, alle nennen mich nur Chola." Sagte sie ohne ihn anzusehen.

„Ich bin Kyle, ein...Freund von Sarah, John und …...Cameron." er konnte nicht umhin, den Namen der Maschine besonders zu betonen.

Sie sah ihn merkwürdig von der Seite her an. „Cameron ist meine Freundin." sagte sie.

Jetzt war es an Kyle merkwürdig zu schauen. „Freundin? Das finde ich interessant. Wie habt ihr Euch kennengelernt?"

„Worauf wollen Sie hinaus?" Fragte sie statt einer Antwort.

„Nun, diese Cameron ist doch nicht wirklich..." Kyle verstummte abrupt als ihm die Konsequenzen seiner Worte einfielen. „Na ja, sie ist etwas anders."

Chola hatte ihn einen Augenblick lang angesehen bevor sie wieder auf die Straße sah. „Ich weiß nicht was mit ihr los ist aber ich vertraue ihr."

„Du wirst Dich noch wundern", murmelte er fast unhörbar. Laut sagte er: „Sie wird uns in einem kleinen Hotel kurz vor San Francisco treffen.

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Währenddessen in der Connor Residenz.

John saß wieder auf dem Zaun an der Klippe. Am Morgen war er so glücklich gewesen, wie nie zuvor und jetzt... Wie sollte er sich entschuldigen, wenn sie ihm nicht zuhörte. Die Tür hatte sie ihm vor der Nase zugeschlagen. Das tat weh, richtig weh. Als er aufsah, stand sie im Wohnraum am Fenster und sah zu ihm herüber. Als sich ihre Blicke trafen sah sie demonstrativ in eine andere Richtung.

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Sarah hatte mitbekommen, dass Cameron Johns Blick demonstrativ ausgewichen war und lächelte. Geschah ihm ganz recht. Er wollte sie, dann sollte er auch um sie kämpfen und nicht beim ersten Problem mit seiner andersartigen Freundin davonrennen. Seit sie herausgefunden hatte, dass sich Cameron möglicherweise fortpflanzen konnte und ihr Sohn eventuell der andere Part sein würde, befürchtete sie, dass John eventuell weglaufen könnte, wenn es mit Cameron nicht so lief, wie er es sich vorstellte. Sie befürchtete, dass das zu Problemen mit Seinem Schicksal führen konnte. Das war etwas, was sie nicht riskieren konnte. Er musste sich ganz für sie entscheiden. Nur so konnte Sarah sicher sein, dass er den Problemen in der Zukunft gewachsen war. Er würde Cameron gegen seine eigenen Leute verteidigen müssen. Vielleicht würde das noch schwerer sein als gegen Skynet zu kämpfen. Schließlich würde es immer wieder eine oder einen Jesse geben.

Kapitel 7

Cameron war zum Hotel gefahren ohne John Bescheid zu sagen. Sie hatte noch im Rückspiegel gesehen, dass er aus dem Haus rannte, als sie los fuhr. Als sie an der Tür klopfte überkam sie ein Gefühl von Wiedersehensfreude. Chola war eine der wenigen Menschen, die sie mochte. Das lag wohl auch daran, dass ansonsten nur Männer an ihr interessiert waren.

Als sich die Tür öffnete stand nicht Chola sondern Kyle vor ihr. Als sie wortlos eintrat kamen ihr sofort zwei knurrende Hunde entgegen. Die Tiere hatten die Zähne gefletscht und kamen langsam auf sie zu. Cameron stand bewegungslos an die Wand neben dem Türrahmen gelehnt. Chola kam gerade aus dem Badezimmer und hastete zu den Hunden, bevor diese angreifen konnten. Dann sperrte sie die Tiere ins Bad.

Kyle hatte dem Ganzen ironisch lächelnd zugesehen. Sein Lächeln hatte allerdings einem nachdenklichen Ausdruck platz gemacht, als er eine Spur von Furcht in Camerons Gesicht erblickte.

„Sorry, normalerweise sind die Beiden nicht so", sagte Chola und ging zum Tisch, wo sie auf einen freien Stuhl deutete.

Cameron nahm Platz. „Kein Grund für eine Entschuldigung. Hunde mögen mich aus einem bestimmten Grund nicht."

„Aus welchem?" Fragte Chola neugierig.

„Später, ersteinmal zum Geschäftlichen", sagte Cameron ausweichend. „Wir benötigen Papiere für 7 Personen. Das volle Programm. 30 Tausend pro Satz.

Chola runzelte die Stirn. „Wow, das ist mehr als ich sonst...", sie legte die Stirn in Falten, „warum so großzügig? Was wollt ihr noch?"

„Deine Freundschaft" sagte Cameron.

„Mit Geld? Wollt ihr meine Freundschaft kaufen?" Fragte Chola mit Ärger in der Stimme.

„Natürlich nicht. Wir bezahlen nur eine Freundin angemessen." Erwiderte Cameron ernsthaft.

„Wenn ich Deine Freundin bin, bekomm ich dann ein paar Antworten?"

Cameron nickte nur.

„Erzähl mir Eure Geschichte." sagte Chola. Ich habe ein paar alte Gerüchte über Sarah Connor gehört aber ich weiß nicht was davon wahr ist.".

Und Cameron erzählte ihr von Sarah Connor, vom Tag des jüngsten Gerichtes, von Skynet und den Maschinen.

Danach saß Chola noch minutenlang stumm auf ihrem Platz. Schließlich hob sie den Kopf und sah Cameron in die Augen. „Und ihr versucht das aufzuhalten?" Sagte sie mit Tränen in den Augen.

Cameron nickte. „Willst Du Dich uns anschließen?"

Chola erhob sich und ging zum Fenster. Ein paar Minuten sah sie bewegungslos hinaus. Schließlich ging sie zu ihrem Platz zurück. Sie setzte sich, stützte die Arme auf den Tisch und faltete die Hände. „Ich bin dabei." Sagte sie einfach.

„Gut, dann melde ich mich w..."

„Eine Frage noch", unterbrach sie Cameron.

„Ja?"

„Was ist mit Dir? Du bist so anders. Die Hunde sind sonst nicht so?" Fragte Chola neugierig.

„Ich hab Dir doch von den Maschinen aus der Zukunft erzählt?" Fragte Cameron

„Ja?" Langsam sickerte die Erkenntnis in Cholas Gehirn. Ihre Augen wurden immer größer.

„Ich bin Eine davon", sagte Cameron und lies ihre Augen blau aufleuchten.

Kapitel 8

Chola war aufgesprungen und starrte Cameron an. Sie atmete schwer. Dann sah sie Kyle an, der stumm an der Tür lehnte. „Sieh mich nicht so an Lady, ich bin nur ein Mensch aus der Zukunft." sagte er mit einem ironischen Lächeln.

Cameron sah Chola mit gemischten Gefühlen an. „Sind wir jetzt keine Freunde mehr?"

Chola setzte sich langsam wieder hin. Angst stand in ihrem Gesicht. „Weiß John dass Du...?"

„Ich liebe John", sagte Cameron, bevor sie es zurückhalten konnte.

Kyle war einen Schritt vorgetreten. „Unsinn, Du bist eine Maschine, Du kannst nicht lieben." Sagte er wütend.

„Frag Sarah", sagte Cameron nur.

Chola hatte nur halb zugehört. Sie erinnerte sich daran, wie Cameron ihr die Waffe in die Hand gedrückt hatte. Statt sie zu töten hatte sie ihr vertraut. Nun war es an ihr, das zurückzuzahlen. Sie erhob sich und ging um den Tisch herum. Vor Cameron blieb sie stehen. Cameron erhob sich und sah ihr direkt in die Augen. Chola holte tief Luft und umarmte Cameron kurz. Cameron legte ihre Hände kurz auf Cholas Rücken, bevor diese die Umarmung löste sie sahen sich noch einen Augenblick an.

Dann nickten sie sich zu und Cameron wandte sich zum gehen. „Hasta luego Chola."

„Maria. Ich heiße Maria" Sagte Chola impulsiv.

Cameron drehte den Kopf, nickte und lächelte ihr zu.

Kyle sah demonstrativ an Cameron vorbei als er die Tür öffnete. „Wir melden uns", sagte er in Cholas Richtung.

Als die Tür sich hinter Kyle geschlossen hatte ging Chola zur Badezimmertür. Sie lies die Hunde heraus. Dann ging sie zum Bett und lies sich an der Wand neben dem Bett zu Boden gleiten. Dann weinte sie während sie die Hunde streichelte, die versuchten sie zu trösten.

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Kyle saß neben Cameron und sah sie immer wieder an. „Was?" fragte Cameron.

„Angenommen ich glaube Dir, dass Du John liebst, was empfindet er für Dich?" Fragte Kyle.

Cameron lies die Aufzeichnungen des Tages und der vergangenen Nacht noch einmal im Schnelldurchgang ablaufen. Ihre Berechnungen lieferten kein schlüssiges Ergebnis und auch ihre Gefühle waren geteilt. „Ich wünschte, ich wüsste es", sagte sie so leise, dass Kyle es gerade noch verstehen konnte. Allerdings sah er die Träne, die ihre Wange hinunterlief.

Den Rest der Strecke zurück zum Haus schwieg Kyle nachdenklich.

Kapitel 9

Sarah beobachtete John, wie dieser nervös im Wohnraum auf und ab lief. Sie amüsierte sich über seine Reaktion auf Etwas, was er sich selbst eingebrockt hatte. „Warum hat sie nichts gesagt? Warum ist sie einfach Weggefahren?" Fragte er Sarah nun zu dritten Mal. Sarah zuckte zum dritten Mal nur mit den Schultern.

Als sich die Tür öffnete und Kyle hereinkam, rannte John zur Tür. Er war erleichtert Cameron zu sehen, die noch am Auto stand und auf ihn wartete. Langsam ging er zu ihr. „Cam, ich...", er lies den Kopf hängen, „es tut mir Leid, dass ich so gemein war."

Cameron sah ihn einen Augenblick lang schweigend an. „Warum?" fragte sie nur.

John sah jetzt in ihre Augen. Er kam näher und ergriff ihre Hand und führte sie zu seinem Nacken, damit sie ihn scannen konnte. „Manchmal haben Menschen einfach Angst. Angst aus Gründen die sie selbst nicht verstehen können. Ich liebe Dich, vom ersten Moment an und ich werde Dich immer lieben. Ich hab´nur einfach wahnsinnige Angst Dich zu verlieren. Jedes Mal wenn ich Dich ansehe, sehe ich Dich leblos in dem Stuhl sitzen. Ich bin Dir 17 Jahre in die Zukunft gefolgt, weil ich Dich liebe und das ohne zu wissen, ob Du meine Gefühle erwidern kannst." John war aufgeregt, sein Herz schlug zu schnell und ihm war heiß.

Cameron hatte die Hand sinken umfasste sein Gesicht mit den Händen und sah ihm in die Augen. „Ich würde Dir glauben auch ohne Dich gescannt zu haben. Du musst nur Eines wirklich verstehen. Ich bin kein Mensch und das werde ich auch niemals sein. Ich kann und werde immer Dinge tun, die dich erschrecken und ängstigen werden. Ich kann Dir nur versprechen, dass ich zukünftig vorsichtiger sein werde."

„Dann vergibst Du mir?" Fragte er hoffnungsvoll.

„Ich vergebe Dir. Das aber nicht nur wegen Deiner Entschuldigung." Sie sah kurz über Johns Schulter hinüber zu Kyle, der die ganze Szene aufmerksam verfolgt hatte. Dann näherte sie ihren Mund Johns Ohr und flüsterte: „Ich möchte heute Nacht nicht alleine sein." Dann lehnte sie sich wieder zurück und sah mit einem lüsternden Lächeln in Johns Augen, der das Lächeln erwiderte. Sein Puls war gerade nocheinmal in die Höhe geschnellt.

Jetzt erst betrat Kyle das Haus und ging zu Sarah. Er umarmte sie kurz und küsste sie, was für Sarah etwas überraschend kam. „Kannst du das gutheißen?" Fragte er sie und wies auf die Beiden, die gerade Hand in Hand das Haus betraten.

Sarah sah einen Augenblick auf John und Cameron, die wortlos lächelnd die Küche ansteuerten. Sie atmete tief ein, bevor sie antwortete. „Wenn ich meinen Sohn nicht verlieren will, habe ich keine Wahl. Er ist ihrem Chip, nicht ihrem Körper nur dem Chip", sagte sie eindringlich, „17 Jahre in die Zukunft gefolgt. Außerdem ist sie gar nicht übel, wenn man sich die Mühe macht sie kennen zu lernen." Sarah sah jetzt direkt in Kyles nachdenkliches Gesicht. „Kyle?"

Kyle sah sie direkt an, bevor er antwortete. „Ja?"

„Du musst mir Eines versprechen", sagte sie und legte eine Hand an seine Wange. „John und Cameron werden es in Zukunft oft sehr schwer haben. Gerade auch den anderen Menschen gegenüber. Versprich mir, dass Du den Beiden beistehen wirst."

Kyle überlegte einen Augenblick. Er sah zur Küchentür, durch die er John und Cameron am Tisch sitzen sehen konnte. Die beiden redeten miteinander und lächelten sich immer wieder verliebt an. Dann nickte er Sarah zu. „Ich werde alles tun, um meinen Sohn und die M...Cameron zu beschützen." Wieder sah er zur Küchentür. Diesmal konzentrierte er seine Aufmerksamkeit auf Cameron. „Vielleicht sollte ich mir wirklich die Mühe machen sie kennen zu lernen", sagte er als er das Gesicht der Maschine beobachtete, die einen absolut menschlichen Eindruck machte.

Kapitel 10

Während die Anderen beim Abendessen saßen fand John-Henry Spuren von Materialkäufen, die den Anforderungen zum Bau von H/K´s entsprachen. Einem Menschen wäre das nicht aufgefallen, da viele Firmen involviert waren aber John-Henry kombinierte alles gleichzeitig. Gerne hätte er noch einen weiteren Chip zur Verfügung gehabt aber leider hatten sich die Chips der T888 aus dem FBI-Gebäude bei der Entnahme selbst zerstört.

John-Henry betrat die Küche, als Savannah und Riley gerade hinausgingen, um noch ein wenig zu schaukeln. „Ich habe etwas gefunden. Material, das für den Bau mehrerer H/K´s geeignet wäre wurde zu einer kleinen Firma am Hafen von San Francisco geliefert."

„Ist das so, John-Henry?" Fragte Catherine Weaver.

„Ja, Miss Weaver. Wir sollten einen Präventivschlag gegen die Firma durchführen."

„Wowowow!" Rief Sarah dazwischen, „Wir werden keine Menschenleben riskieren, solange wir nicht sicher sind. Wem gehört die Firma John-Henry?"

„Ich konnte die Spur bis zu der kleinen Firma unseres Toten Freundes zurückverfolgen. Offensichtlich hat er als, ich denke die Menschen würden -Strohmann- dazu sagen, fungierte. Anscheinend war auch sein Geschäftspartner involviert, dieser hat die Papiere ebenfalls unterschrieben.

Nach diesen Worten warf Cameron John einen bezeichnenden Blick zu. John vergrub sein Gesicht bei der Erinnerung daran in den Händen.

„Also gut, ich und Catherine werden die Firma unter die Lupe nehmen", sagte Sarah.

„Nein Sarah. Du wirst dich bei Dr. Samera in San Francisco einfinden. Er ist Onkologe und wird keine Fragen stellen. Ich werde mit Derek Reese die Firma observieren und nötigenfalls zerstören. Cameron wird sich mit den Unterlagen erneut zu Chola begeben.

Sarah wandte sich an Cameron, „wie war dein Gespräch mit ihr?"

„Sie ist meine Freundin", sagte Cameron nur.

Kyle lachte leise, „sie hat sich fast in die Hose gemacht als Cameron ihr sagte, dass sie eine Killermaschine ist, sie..." Kyle unterbrach sich, als er die Blicke sah, die ihm John, Sarah, Weaver und Cameron zuwarfen. Cameron stand unvermittelt auf und verlies brüsk den Raum. John folgte ihr unmittelbar und lies den Rest seines Essens einfach stehen.

Sarah hatte ebenfalls den Appetit verloren und stand auf. Sie blieb kurz bei Kyle stehen. „Du weist hoffentlich was der Ausdruck -Küchendienst- bedeutet."

Kyle sah ihr mit geweiteten Augen nach. Als er hinter sich ein leises Lachen hörte drehte er sich schnell um und schlug Derek kräftig auf den Hinterkopf.

(Ende Episode 3.11)