Terminator: S.C.C.
Episode 3.12
Kapitel 1
Sarah war zum Arzt gefahren. Cheri Westin hatte sie begleitet. Der Arzt hatte heute zwar eigentlich nicht geöffnet aber Catherine hatte einiges an Geld fließen lassen. Nun saßen sie im Behandlungszimmer und der Arzt stellte Fragen und machte sich Notizen.
„Was sind die Symptome?" fragte er ohne von seinen Notizen aufzusehen.
Sarah runzelte die Stirn. „Ich habe in den letzten Monaten stark an Gewicht verloren. Kürzlich hatte ich einen Kreislaufkollaps und ich habe wenig Hunger.
„Haben sie Stress?"
Sarah überlegte einen Augenblick, „nicht mehr als andere Mütter mit Teenagern im H..."
„Übermäßig viel Stress", redete Cheri dazwischen.
„Hm, wir werden ein paar Tests machen und ein CT, dann sehen wir weiter.
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Cameron klopfte an Cholas Tür. Sie hoffte, Chola hatte es ernst gemeint.
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Chola sperrte die Hunde erneut ins Bad. Cameron hatte sich vor einer Minute pér Handy angekündigt. Es klopfte an der Tür. Chola nahm ihre Waffe und fragte: „Ja?"
„Cameron", war die Antwort.
Chola öffnete die Tür. Als sie Cameron erblickte ergriff ein wenig Furcht von ihr Besitz und sie wich zwei Schritte zurück. Dann atmete sie tief durch und bedeutete Cameron einzutreten.
Als Cameron sah, dass sich Chola vor ihr fürchtete, legte sie ihr, als sie an ihr vorbeiging, kurz die Hand auf die Schulter.
Chola sah Cameron in die Augen und schlagartig sah sie wieder die Freundin in ihr. Sie lächelte Cameron an und Cameron erwiderte das Lächeln.
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Catherine und Derek saßen seit einer Stunde vor dem Firmengebäude. Ereignet hatte sich bis jetzt nichts.
Catherine Weaver schwieg und Derek hatte keine Lust mit der Maschine zu reden. Ein großer LKW fuhr ans Firmentor.
Der Fahrer stieg aus und ging ins Büro. Derek und Catherine hatten schnell den Wagen verlassen und hasteten zur Ladeluke. Catherine wollte gerade den Riegel aufbrechen,
Als Derek diesen einfach aufzog. Das Vorhängeschloss war gar nicht eingerastet. Derek lächelte Catherine ironisch an, was diese mit Augenrollen quittierte. Catherine kletterte in den LKW und bedeutete Derek die Ladeluke wieder zu schließen.
Derek hatte die Luke gerade geschlossen als der Fahrer aus dem Büro kam und das Rolltor langsam hochfuhr. Derek duckte sich hinter den LKW und ging dann einfach wie ein Passant hinter dem LKW hervor über den Bürgersteig als der Fahrer losfuhr. Es kostete ihn 5 Minuten den Block zu umrunden und sich dem Geparkten Wagen von der anderen Seite zu nähern.
Catherine begutachtete die Ladung des Wagens. Es handelte sich um auf den ersten Blick gewöhnliche elektronische Teile. Catherine aber besaß selbstverständlich Daten über jedwede von Skynets Maschinen.
Die Teile eigneten sich mit ein wenig Umbau durchaus zum Bau von H/Ks. Es handelte sich durchweg um Bauteile für Flugzeugcockpits. Allerdings nicht die Instrumente sondern nur die reine Elektronik. Als der LKW wieder anhielt morphte sie in die Form einer Kistenwand. So wurde sie schließlich mitsamt der Kisten ausgeladen. Sie beobachtete von ihrer getarnten Position aus, wie der Inhalt der Kisten auf Rollwagen verteilt wurde und auf verschiedene Montageplätze verteilt wurden.
Es gab insgesamt 10 dieser Montageplätze. 8 der Steuermodule waren fast fertig. 2 weitere waren gerade erst im Grundaufbau. Catherine vermutete, dass die beiden vorher dort montierten Einheiten in die H/Ks eingebaut waren, die den Zeira Firmenjet angegriffen hatten.
Ein paar Minuten später erschien ein Mann in der Uniform eines Wachmannes. Catherine identifizierte ihn sofort als T888. Den Mann, der mit der Maschine zusammen die Halle betreten hatte erkannte sie Ebenfalls. Er war auf einer Liste von Greys, die sie von John Henry erhalten hatte. Als schließlich der LKW komplett entladen war und sich dass Rolltor wieder öffnete, schlüpfte sie in die Form zweier Hunde und rannte zurück zu Derek, der verwundert war, dass ihn zwei Hunde anbellten. Als der LKW außer Sicht- und das Rolltor wieder geschlossen war, morphten die Hunde zurück zu Catherine Weaver.
Derek sprang vor Schreck fast über den Schaltknüppel auf die andere Seite des Wagens. Er starrte in Horror auf die rothaarige Frau, die plötzlich zähnefletschend neben dem Wagen an der Scheibe stand. Er sah kopfschüttelnd in das lächelnde Gesicht der Frau, die seinen schlimmsten Albtraum verkörperte.
„Da drinnen werden Flugsysteme für H/Ks montiert. Wenn die Arbeiter das Gebäude verlassen haben zerstören wir das Gebäude. Ich kümmere mich um den Triple Eight, der dort als Wachmann rumläuft, während Du die Sprengladungen anbringst.
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„Nun, das CT ist ersteinmal negativ. Keine Unauffälligkeiten. Die Blutwerte allerdings bereiten mir Kopfzerbrechen." Der Arzt studierte weiterhin eingehend das Blatt in seiner Hand.
Sarah runzelte die Stirn und wartete darauf, dass der Arzt fortfuhr.
Schließlich legte er das Blatt beiseite und sah Sarah an. „Sie ernähren sich einfach nicht richtig. Sie leiden hauptsächlich unter Vitaminmangel und zwar in dem Ausmaß, wie ich das sonst nur aus dritte Welt Ländern kenne. Des Weiteren sind ihre Cholesterinwerte so niedrig, dass man meinen könnte, sie würden auch kein Fett zu sich nehmen. Und schließlich ist ihr Zuckerwert ebenfalls zu niedrig. Der Kreislaufkollaps den sie mir beschrieben haben ist wahrscheinlich auf Unterzuckerung zurückzuführen.
„Und was kann ich tun?" Fragte Sarah unwillig.
„Essen und viel trinken. Möglichst zuckerhaltige Speisen. Sie sollten auch Speisen mit mehr Fett zu sich nehmen. Und viel Obst. Vorläufig verordne ich ihnen Ergänzungspräparate. Die sollten ihre Vitaminmangel schnell wieder beheben.
Sarah runzelte erneut die Stirn. „Das ist Alles?" Fragte Sarah verwundert.
„Nein, Stress sollten sie auch meiden." Sagte der Arzt ernsthaft.
Sarah verdrehte die Augen. Wie zum Teufel sollte sie das anstellen?
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„Als wir uns das erste Mal getroffen haben, hast Du mich nachgeahmt."
Cameron lächelte zu Cholas Bemerkung. „Korrekt. Ich wurde für Infiltration gebaut, allerdings nicht in dieser Zeitperiode. Ich dachte, du wärst das richtige Vorbild."
„So, du bist also eine richtige Maschine?" Fragte Chola einfach.
„Ich bin ein Kybernetischer Organismus, Du würdest wohl Cyborg sagen. Lebendes Gewebe über einem Metall Endoskelett."
„Lebendes Gewebe?"
„Ich wurde einem Menschen aus der Zukunft nachgebildet. Genaugenommen genetisch kopiert." Sagte Cameron mit einem traurigen Lächeln.
„Und drunter bist Du ein Roboter?"
„Ein hyper-legierungs-Kampfchassis", betonte Cameron.
„Kampfchassis?"
„Mein Endoskelett wurde geschaffen um Menschen, speziell John, zu töten."
„Warum hast Du ihn nicht getötet?" Fragte Chola nachdenklich.
„Skynet hat mir die Fähigkeit gegeben zu fühlen. Zunächst nur wenig aber meine Neugierde war größer als mein Drang John zu töten. Dann habe ich Zuneigung für John entwickelt."
„Du sagtest was von Liebe?"
Cameron senkte den Kopf. „Meine Gefühle waren limitiert. Außerdem war der Befehl John zu töten immer noch vorhanden. Allerdings hatte John in der Zukunft die Skynet befehle isoliert. An Johns 16. Geburtstag hatte Sarkissian eine Bombe in unserem Jeep platziert. Ich wäre fast zerstört worden. Stattdessen wurde mein Chip beschädigt und ich versuchte John zu töten. Kurzzeitig gelang es mir wieder Gewalt über mich zu bekommen. Ich habe John angefleht mich nicht zu töten. Er hat trotzdem meinen Chip entfernt. Er hat ihn gereinigt und dann gegen Sarahs Willen wieder eingesetzt. Durch den Neustart gelang es mir wieder Gewalt über meinen Programmierung zu bekommen. Allerdings war die Isolierung meiner Skynet Programmierung nicht mehr Wirksam. So musste ich immer wieder den Befehl John zu töten übergehen. Außerdem hatte die Beschädigung meine Gefühlsschranke aufgehoben, sodass ich nicht nur in der Lage war John zu lieben sondern auch Eifersucht empfinden konnte." Cameron senkte erneut den Kopf.
Chola nickte. Sie verstand Cameron jetzt besser. „Und deine Programmierung?"
Cameron lächelte jetzt. „Alle Skynet Befehle wurden mittlerweile aus meinem Speicher gelöscht."
Kapitel 2
John saß John-Henry gegenüber. John-Henry erklärte ihm, dass es ihm gelungen war diverse Bunkeranlagen zu erwerben oder anzumieten, die nur noch mit Waffen und Vorräten bestückt werden müssen.
„Was können wir an Waffen zusammenbekommen?" Fragte John.
„Hand- und Schnellfeuerwaffen sind kein Problem. Schwierigkeiten bekommen wir mit den größeren Kalibern. Selbst größere Mengen an Geschossen für die Pump-Guns bedeuten Schwierigkeiten. Offiziell sind diese Geschosse für Privatleute nicht zu erhalten. Schon gar nicht mit Teflon-Beschichtung und Tungsten Kern oder DU Geschosse. Die benötigten Schweren Waffen ab Kaliber 50 sind ebenfalls nur auf dem Schwarzmarkt erhältlich. Es wird Zeit, über eine Alternative nachzudenken", schlug John Henry vor.
„Welche?" Fragte John aufmerksam.
„Nun, von unserem Bedarf ausgehend müssten wir einen Waffentransport der Regierung überfallen..."
„Unmöglich, die werden schwer bewacht", ging John dazwischen.
„...oder wir versuchen Unterstützung bei der Regierung zu bekommen", führte John-Henry weiter aus.
John riss die Augen auf. „Wie stellst Du Dir das vor.
„Agent Aldridge", sagte John-Henry nur.
„Der kann solche Waffen auch nicht besorgen", entgegnete John.
„Das nicht aber er kennt Governor Schwarzenegger persönlich." Führte John-Henry aus.
John, der gerade einen Schluck trinken wollte musste husten. „W-was?" Würgte er hervor.
„Governor Schwarzenegger hat die Möglichkeit diese Waffen zur Verfügung zu stellen" führte John-Henry weiter aus.
„Wie stellst Du Dir das vor. Sollen wir ihn in seinem abgesicherten Amtssitz besuchen? Hi, wir sind die Connors, können sie uns mit schweren Waffen versorgen oder sowas?" John schüttelte nur den Kopf.
„Nicht direkt. Agent Aldridge könnte uns ein paar Einladungen zu seiner nächsten Party besorgen. Ms Weaver zum Beispiel könnte dann in anderer Gestalt dorthin gehen um ihn zu überzeugen.
Kapitel 3
Derek hatte die ersten Ladungen angebracht. Es war für ihn kein Problem gewesen, die Hintertür aufzubrechen. Er brachte die Ladungen an den tragenden Wänden sowie in der Nähe der Montageplätze an. Die letzten Beiden wollte er sich für die Büroräume aufheben um die wahrscheinlich vorhandenen Pläne gleich mit zu zerstören.
Als er in den Gang zu den Büros einbog stand plötzlich der Verräter vor ihm. Er wollte nach seiner Waffe greifen aber der Mann war erstaunlich schnell. Er blickte in die Waffe und schloss bereits mit dem Leben ab, als weiter hinten ein Gepolter aufklang. Das genügte um den Mann die Sekunde abzulenken die Derek brauchte. Die Augen des Mannes zuckten nur kurz zur Seite als ihn Dereks Faust traf. Gleichzeitig hatte Derek nach der Waffenhand gegriffen. Allerdings war der kleine Mann stärker und schneller als gedacht. Es entbrannte ein harter Kampf zwischen den Beiden, bei dem Derek genau so viel einstecken musste, wie er austeilte. Plötzlich stolperte Derek über die Waffe, die der Mann fallengelassen hatte, das reichte dem Verräter um die Oberhand zu gewinnen. Der Mann brachte ein paar blitzschnelle Schläge bei Derek an, die diesen nahezu bewusstlos machten als schließlich der T888 plötzlich hinter ihnen durch die Wand brach.
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Catherine Weaver war von Vorne in den Bürotrakt eingebrochen. Der Verräter und der T888 befanden sich Beide im Büro am Ende des Ganges. Sie diskutierten heiß darüber, wie der Zeitplan einzuhalten sei. Diskutieren war natürlich nicht ganz richtig. Der Mann versuchte zu diskutieren während der T888 auf dem von Skynet festgelegten Zeitplan bestand. Mit der Zeit wurde der Mensch immer lauter und ungeduldiger angesichts der Tatsache, dass der T888 immer nur stoisch seine Forderungen wiederholte. Catherine musste grinsen angesichts der Tatsache, das sie ganz am Anfang auch mal so war.
Schließlich stürmte der Mann aus dem Büro und ging in die andere Richtung. Catherine beeilte sich in das Büro zu kommen und wurde unmittelbar von dem T888 bemerkt, der sogleich versuchte sie zu terminieren. Der T888 schlug Catherine ins Gesicht, die aber lächelte nur. Dann versuchte er ihr das Genick zu brechen. Schließlich reichte es Catherine und sie packte die schwere Maschine am Kragen und schleuderte sie durch die Wand. Als sie der Maschine folgte bemerkte sie Derek, der am Boden lag und seinen Angreifer, der den am Boden liegenden gerade töten wollte. Ohne die Möglichkeit sich dem Mann widmen zu können streckte sie den Arm aus und spießte den Mann auf, der verwundert auf die Lanze starrte, die durch seinen Körper gedrungen war. Schnell zog Catherine die Lanze zurück und widmete sich wieder dem T888, von dem sie nun allmählich genug hatte. Der T888 hatte sich aus den Trümmern des gegenüberliegenden Raumes befreit und zog seine Waffe. Er feuerte das gesamte Magazin auf sie ab, während er auf sie zuging. Noch bevor er sie erreichte wurde er von 2 Lanzen gleichzeitig getroffen. Während die Eine seinen Körper in Höhe der Energiezelle durchbohrte trennte die Andere den Kopf fast vom Rumpf.
Derek war noch zu benommen um alleine hochzukommen. Catherine zog ihn auf die Füße. „Los, wir müssen hier weg. Der Triple Eight wird bald explodieren.
Sie verließen das Gebäude und liefen zu ihrem Wagen. Als sie ein Stück weit weg waren betätigte Derek den Funkzünder. Das Gebäude zerbarst in einer starken Explosion.
„Mal sehen ob du das noch toppen kannst", sagte er zu Catherine und grinste.
Kurze Zeit später zerbarst das was noch von dem Gebäude übrig war in einer mehr als eindrucksvollen Explosion.
Jetzt grinste Catherine Derek an, der bei dem Knall unwillkürlich den Kopf zwischen die Schultern gezogen hatte.
Kapitel 4
Was also wollt ihr jetzt von mir? Fragte Chola.
Cameron schüttelte leicht den Kopf. „Wir bitten Dich um Dein Vertrauen und deine Hilfe.
„Hilfe wobei? Wobei könnte ich Euch schon helfen. Maschinen und Menschen aus der Zukunft", sagte Chola kopfschüttelnd.
„Du hast Verbindungen zu Kreisen, zu denen wir keinen Zugriff haben", sagte Cameron.
Chola senkte den Kopf. „Du meinst Gangsterkreise?" Ihre Stimme klang beleidigt.
Cameron legte eine Hand auf Cholas gefaltete Hände. „Nein, nicht Gangster, Zwielicht. Wir können keine gewissenlosen Strolche und Mörder gebrauchen. Wir brauchen ehrliche und zuverlässige Leute, die auch etwas außerhalb der Legalität arbeiten würden."
Chola nickte langsam „Was braucht ihr?" Fragte sie offen.
Cameron zögerte einen Augenblick. „Wir brauchen spezielle Waffen und Munition, möglichst Kaliber 50 oder mit Granatwerfer. Als Munition die neuartigen Teflongeschosse für die Schrotflinten. Und Panzerbrechende Munition für die anderen Waffen.
Chola hatte sich Notizen gemacht und nickte jetzt. „Okay, ich versuche es aber wenn diese Waffen so speziell sind, kann ich Euch vielleicht nicht von Nutzen sein."
Cameron beugte sich über den Tisch und legte Chola die Hand auf die Schulter. „Unsere...meine Freundschaft ist nicht von der Erfüllung irgendwelcher Dienste abhängig. Mit den Ausweisen hilfst Du uns schon genug." Cameron sah Chola einen Augenblick lang an. „Wie wäre es, wenn Du mir was von Dir erzählst."
Chola sah sie einen Augenblick lang an. „Was soll ich sagen...Ghettokind, Ärger in der Schule, schlechte Gesellschaft, dadurch ärger mit den Bullen, der Beschützer ermordet und in das Ende der Welt involviert." Bei den letzten Worten lächelte Chola leicht.
Cameron hatte den Scherz nicht verstanden und nickte nur. „Du hast Recht, daran bin ich wohl Schuld."
„Nein", sagte Chola energisch.
„Doch, leider", widersprach Cameron. Hätten wir nicht nach dem Türken gesucht, wäre Sarkissian niemals bei Euch aufgetaucht. Dann wären Deine Freunde noch am Leben".
Chola lächelte jetzt. „So darfst Du das nicht sehen, es ist nicht Deine Schuld."
„Wo stehen wir Beide jetzt?" Fragte Cameron.
„Freunde", sagte Chola mit Nachdruck.
Kapitel 5
Nachdenklich verlies John die KI mit dem ausgesprochenen Spieltrieb. John-Henry hatte vorgeschlagen zu versuchen Unterstützung von einem ihrer größten Gegner...'Nein', korrigierte er sich in Gedanken, 'Der Staat ist nicht unser Gegner, er ist nur ein unwissender Widersacher'...zu bekommen. Er hatte nur noch keine Ahnung, wie das gehen sollte. Der Governor war zwar sicherlich ein aufgeschlossener Mann, konnte aber auch nicht einfach eine Lieferung von teilweise geheimen Waffen an gesuchte Terroristen aushändigen. Schließlich war er kein Diktator, der nach Gutdünken handeln konnte.
Auch wenn Catherine ihn überzeugen konnte, wie sollte Schwarzenegger die Waffen rausgeben. Alle Waffenlager wurden schwer bewacht von Soldaten, die ein angeborenes Misstrauen besaßen. Des weiteren befanden sich die Waffenlager fast gänzlich auf großen Stützpunkten des Militärs, was einen Diebstahl ohne den Tod vieler Soldaten zu riskieren ausgeschlossen machte.
Die Nationalgarde hingegen hatte kleinere, leichter bewachte Stützpunkte. Allerdings besaßen sie nicht die schweren Waffen, die der Widerstand benötigte. Von dort waren allerhöchstens einige M16 zu bekommen, nichts was wirklich von wert wäre.
Nein, Es blieb nur das Militär und je länger John darüber nachdachte, umso faszinierender fand er den Gedanken, einen Mitwisser in allerhöchsten Kreisen zu haben. Schwarzenegger konnte zwar nicht offen mit einer angeblichen Terroristenorganisation sympathisieren aber er konnte vielleicht im Hintergrund ein paar Fäden ziehen und notfalls vielleicht eine Begnadigung aussprechen obwohl Terrorismus ja eine Bundesangelegenheit war.
Als John den Wohnraum betrat sah er Riley auf dem Sofa sitzen. Sie hatte sich zusammengerollt und starrte auf den Fernseher. „Wo ist Savannah?" Fragte John.
„Sie schläft bereits", sagte Riley und als sie den Kopf drehte, konnte John die Tränen in ihren Augen sehen.
John setzte sich neben sie auf das Sofa und legte eine Hand auf ihre Schulter. „Was ist los?" Fragte er sie mit Wärme in der Stimme.
Riley sah ihn mit verweinten Augen an. „Ich fühle mich so einsam. Ich habe Niemanden, der mich mag, Keiner vertraut mir und ich habe keine Freunde. Cameron sagte mir sie hätte keine Freundinnen und dann tauchte diese Chola auf".
John sah sie einen Augenblick an bevor er antwortete. „Dass Cameron Freundinnen haben möchte ist auch für mich etwas verwirrend. Dass du aber niemanden hast stimmt nicht. Catherine vertraut Dir ihre geliebte Tochter an, alle mögen Dich und ich und Cameron sind deine Freunde. Du musst Cameron nur Zeit geben, das zu verarbeiten. Was Gefühle betrifft ist sie immer noch etwas schwierig ich..."
In diesem Moment ging die Haustür auf und Cameron betrat den Wohnraum. Sie hob eine Augenbraue als sie sah, dass Johns Hand auf Rileys Schulter lag.
John hingegen nickte Riley zu, stand auf und ging dann zu Cameron, die er mit einem Kuss auf die Wange begrüßte."Deine Freundin braucht Dich", sagte er leise in Camerons Ohr, bevor er ihr noch einen Kuss gab und dann ins Bad ging.
Cameron sah ihm einen Augenblick lang nach, bevor sie zum Sofa ging, ihre Jacke auszog, diese über die Lehne legte und sich dann neben Riley setzte, die Hände im Schoß gefaltet.
Riley starrte auf den Fernseher, bis sie langsam den Kopf drehte und zu Cameron sah, die sie aufmerksam beobachtete.
Für Cameron völlig überraschend warf sich Riley an ihre Brust und begann noch schlimmer zu weinen. Rileys Gesicht lag an Camerons Hals und ihre Tränen benetzten Camerons Top. Cameron legte tröstend die Arme um Riley, Sie dachte an den Augenblick zurück, als sie sich in der Garage gegenüberstanden und sie nicht wusste, was sie mit Riley machen sollte. Dass sie diese jetzt im Arm hielt und tröstete wirkte selbst auf einen Kybernetischen Organismus, der mit Zeitreisen vertraut war irgendwie unwirklich.
Schließlich endeten Rileys Zuckungen und sie hörte auf zu Schluchzen.
Langsam löste sich Riley von Cameron. Mit gesenktem Kopf saß sie einen Augenblick vor ihr, bevor sie den Blick hob und in Camerons schöne braune Augen sah. Riley hob zögerlich eine Hand und legte diese an Camerons Wange. Ihr Daumen streichelte Camerons Schläfe, sie betrachtete Camerons Gesicht eingehend und schließlich beugte sie sich vor und presste ihre Lippen auf Camerons.
Kapitel 6
5 Sekunden lang presste Riley ihre Lippen auf Camerons.
Als sie merkte, dass Cameron nicht darauf reagierte öffnete sie ihre Augen. Als sie sah, dass Cameron sie beobachtete wurde sie sich bewusst, was sie gerade tat und zuckte erschrocken zurück. Tränen schossen augenblicklich in ihre Augen. Nach einem weinerlichen „tut mir Leid", sprang sie auf, umlief schnell das Sofa und wollte aus dem Haus rennen, als sie gegen John lief, der wie festgewachsen am Durchgang des Wohnraumes stand.
Augenblicklich wurde Riley klar, dass John gesehen hatte, dass sie Cameron geküsst hatte. Sie wusste, er würde sie nun hassen. Sie hatte etwas unverzeihliches getan. Da wo sie herkam hätte man sie nun mit Verachtung gestraft ja man hätte sie weggejagt weil sie sich in eine Beziehung gedrängt hatte. Nicht auszudenken, was hier in einer Zeit passieren würde, in der Liebe zwischen Frauen seit Kurzem erst wirklich akzeptiert wurde. Das Mindeste war, dass John sie aus dem Haus Jagen würde. Sie war nun wieder alleine. Ohne ein weiteres Wort lief sie an dem verblüfften John zur Haustür und verschwand in der Nacht.
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Schweigend Fuhren Sarah und Cheri zurück nach Hause. Sarah fuhr schweigend und hing ihre Gedanken nach. 'Kein Krebs', dachte sie. Das war gut aber andererseits hatte sie keine Möglichkeit ihrem Schicksal zu entfliehen. 'Kein Stress', dachte sie weiter. Innerlich lachte sie über diese Anweisung des Arztes. Wie sollte sie das anstellen. Vor ihnen lag ein Kampf, den sie letztendlich gewinnen mussten.
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Derek sah Catherine immer wieder von der Seite an bis diese schließlich scheinbar genervt aufstöhnte. „Was ist?!"
„Warum hast Du uns nicht angegriffen, als wir im Bunker auf dich geschossen haben?" Fragte er schließlich.
Catherine lies ein leises Lachen hören. „Ihr wart keine Gefahr für mich und außerdem mögliche Verbündete John Connors. Und was viel wichtiger war, meine Tochter Savannah befand sich in eurer Obhut."
„Tochter?" Fragte Derek, „soll ich Dir diese Nummer wirklich abkaufen?"
„Abkaufen?" Catherine Weaver schien verwirrt. „Ich bin nicht auf finanzielle Hilfe von Dir angewiesen.
Derek verdrehte die Augen „Metall", murmelte er leise.
Daraufhin grinste Catherine unbemerkt vor sich hin.
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Cameron war aufgesprungen, starrte Riley hinterher und sah schließlich verwirrt zu Beiden sahen sich an. „Lauf ihr nach!" Rief John.
Cameron nickte, lief an John vorbei zur Tür hinaus, dann zur Straße. Als sie die Straße rauf und runter nichts von Riley entdecken konnte, wandte sie sich zurück zum Haus. Sie schaltete ihr kybernetisches Gehör auf Maximalleistung. Über das Rauschen der Meeresbrandung hinweg vernahm sie noch ein weiteres Geräusch. Ein leises Quietschen. Metall rieb auf Metall. Cameron lies den Ton durch ihre Identifizierungssoftware laufen. Sie hatte das Geräusch schon einmal gehört.
Cameron umrundete das Haus. Auf dem kleinen Spielplatz sah sie einen Schatten auf der Schaukel. Fast automatisch schaltete sie um auf Infrarot. Drei Meter hinter Riley blieb Cameron stehen.
„Ich weiß nicht, wo ich hin soll?" Riley hatte Schritte gehört. Ein Blick auf die schlanke Figur der Schattengestalt hinter ihr hatte ihr gezeigt, dass es Cameron war.
„Warum willst du weg?" Cameron hatte den Kopf leicht auf die Seite gelegt als sie das fragte.
Riley sah wieder vor sich zu Boden. Tränen fielen noch immer aus ihren Augen. „John hat gesehen wie ich Dich... er muss mich hassen, verabscheuen. Er wird mich wegjagen."
„Warum sollte er das tun?" Fragte Cameron verwirrt.
„Wo ich herkomme ist es ein Verbrechen, sich in eine Beziehung zu drängen", entgegnete Riley bedrückt. „Wir Tunnelratten haben die Liebe verehrt, das war Alles was wir hatten. Dass ich in Dich verliebt bin ist schon schwer genug aber..."
„John ist sicherlich nicht böse", versicherte Cameron.
„Wirklich nicht?" Fragte Riley hoffnungsvoll.
„Natürlich nicht, wir sind doch Freunde", entgegnete Cameron.
„Sind wir das denn noch? Trotzdem?" Fragte Riley
„Natürlich. Ich liebe Dich nicht aber ich mag Dich. Du warst für mich da, jetzt bin ich für Dich da. Und John wird auch für Dich da sein" versicherte Cameron.
Nun sah Riley zu Cameron auf, die die Schaukel umrundet hatte und ihr nun im Mondlicht eine Hand entgegenstreckte. „Komm mit mir, wenn Du leben willst", hörte sie die Worte aus Camerons Mund. Aus dem Mund ihrer besten Freundin.
Kapitel 7
Als Cameron Riley hinter sich herziehend den Wohnraum betrat stand John wartend herum. Cameron zog die zu Boden blickende Riley zu John , stellte sie vor ihn und postierte sich daneben.
Riley blickte zögerlich vom Boden zu seinen Knien, dann zu seinen Händen, zu seiner Brust und schließlich in seine Augen. Dann senkte sie ihren Blick ängstlich wieder zu seinen Händen als erwartete sie, dass er sie schlagen würde. Sie hatte ihre Arme um ihren Oberkörper geschlungen und wartete auf das Kommende. „Es tut mir Leid", sagte sie und Tränen bildeten sich erneut in ihren Augen.
John lächelte vor sich hin, machte einen Schritt, ergriff Riley an den Oberarmen und zog sie zu sich heran. Er gab ihr einen kurzen Kuss auf den Kopf bevor er sie endgültig in die Arme zog. „Du musst Dich Deiner Gefühle nicht schämen", sagte er verständnisvoll. „Ich weiß ganz genau, wie einsam man sich fühlen kann und was man dann für Dummheiten macht", ergänzte er und sah Cameron um Verzeihung bittend an.
Cameron, die genau erkannte, auf was sich seine Worte bezogen legte eine Hand an seine Wange und küsste ihn kurz auf den Mund bevor sie die Arme um ihn und Riley legte.
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Sarah hatte Cheri bei dem zweiten Haus abgesetzt und betrat nun müde das Haus. Sie kam in den Wohnraum und sah Cameron zurückgelehnt vor dem eingeschalteten aber leise gestellten Fernseher sitzen. Als sie das Sofa umrundete fiel ihre Kinnlade nach Unten. Vor ihr saß Cameron. In ihrem Arm mit den Kopf an ihrer Schulter, zufrieden lächelnd lag John tief schlafend. Seine Hand lag auf Camerons Oberkörper zwischen ihren Brüsten. Was Sarah so schockierte war Riley. Von Camerons Hand sanft gestreichelt Ruhte ihr Kopf tief schlafend auf Camerons Schoß. In Rileys Gesicht konnte Sarah Tränenspuren erkennen.
Cameron unterbrach das Streicheln von Rileys Kopf für eine Sekunde, blickte auf und legte einen Finger an die Lippen.
Sarah nickte und starrte noch einige Sekunden auf das Bild vor ihr. Schließlich drehte sie sich um und verlies den Raum. Zwei Minuten später kehrte sie mit zwei Decken zurück, von der sie Eine über John ausbreitete und zu Camerons Verwunderung die Zweite über Riley. Dann, beugte Sarah sich über John und küsste ihn kurz seitlich auf die Stirn. Dann sahen Sich Sarah und Cameron in die Augen. Sarah blickte nach Unten auf Riley und wieder in Camerons Augen. Dann hob sie den Kopf leicht und küsste Cameron auf die Stirn, wie sie es vorher mit John getan hatte. Schließlich blickte sie wieder in Camerons nun verwundert aufgerissenen Augen. Sarah legte kurz eine Hand an Camerons Wange, streichelte diese Kurz.
„Gute Nacht meine Kleine", sagte Sarah leise, richtete sich auf und ging dann leise in Richtung ihres Zimmers, von Camerons Blick verfolgt.
Als Catherine das Haus betrat, sah sie das gleiche Bild vor sich wie zuvor Sarah. Riley und John lagen tief schlafend an Cameron angekuschelt. Cameron verfolgte das Fernsehprogramm und blickte kurz zu Catherine und nickte dieser zu. Catherine erwiderte das Nicken und ging dann leise in den Keller zu John-Henry.
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Derek betrat das Haus. Als er sah, dass in der Küche noch Licht brannte ging er hinein. Blieb an der Tür stehen und sah auf Cheri Westin, die in der kleinen Küche stand und sich in der Microwelle eine Tasse Milch heiß machte. Sie entnahm die Tasse, nahm einen Teelöffel und fügte der Milch ein großes Quantum Honig hinzu. Die Tasse am Mund drehte sie sich herum und zuckte zusammen als sie Derek lächelnd an den Türrahmen gelehnt stehen sah. „Wow, hast Du mich erschreckt Reese", brachte sie hervor.
„Kein Problem Kirsche", sagte er lächelnd.
Cheri sah ihn merkwürdig an. „Cheri, nicht Cherry Du Dummkopf", sagte sie und schüttelte missbilligend den Kopf. Dann wollte sie an ihm vorbei aber er hielt sie mit einem Arm auf.
Derek wusste nicht genau, welcher Teufel ihn ritt, als er Cheri an den Armen ergriff, sich herabbeugte und seine Lippen auf ihre presste. Er wusste aber auch nicht wie ihm geschah, als er plötzlich einen scharfen Schmerz zwischen den Beinen spürte und diese unter ihm nachgaben.
(Ende Episode 3.12)
