Terminator: S.C.C.

Episode 3.14

Kapitel 1

Alle Köpfe ruckten nahezu simultan in Richtung des Geräusches. Was sie sahen lies zumindest die menschlichen Anwesenden erblassen. Derek Reese stand mit einer Sniper Kaliber 50 an der Tür und zielte in Camerons Richtung.

„REESE!" Schrie Sarah in Panik. Soweit sie den anderen Derek kannte wusste sie, dass dieser in einer ähnlichen Situation erst geschossen und dann über die Konsequenzen nachgedacht hätte.

„Geh aus dem Weg!" Rief Derek.

Erst jetzt sahen Alle in Camerons Richtung. Kyle hatte sich schützend vor sie gestellt. Sein Rücken war Der Waffe zugewandt und er gab sich Mühe Jeden Teil von Cameron, die ihn mit großen Augen ansah abzudecken.

Sekundenlang starrte die Anwesenden abwechselnd auf die beiden Brüder.

Schließlich senkte Derek die Waffe aber nur um ein paar Zentimeter. „Verdammt kleiner Bruder, diese Abscheulichkeit müssen wir verhindern!"

„Diese -Abscheulichkeit-, wie Du es nennst, ist einfach wunderbar", sagte Kyle während er Cameron lächelnd in die verwundert blickenden Augen sah.

„Was?" Dereks frage war fast ein Flüstern.

Kyle schüttelte den Kopf. „Das ist unsere Chance großer Bruder. Ein Kind aus einer Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Vielleicht gelingt es uns dadurch die Oberhand zu gewinnen.

„Vielleicht könnte man damit die fortschrittlicheren Maschinen von einer möglichen Koexistenz überzeugen", fügte Kyle noch hinzu.

„Du redest Unsinn", sagte Derek nach einigen Sekunden.

„Kyle atmete tief durch. „Vielleicht", sagte er schließlich. „Aber das Kind wäre mein Enkel….irgendwie. Familie Derek, das ist Familie. Es spielt keine Rolle wer sie ist. Sie gehört zur Familie.

Kyle lies Cameron los und drehte sich herum. Langsam ging er auf Derek zu. „Sie ist ein bisschen wie Allison", sagte er eindringlich. „Wir wollten immer eine große Familie sein Derek. Das ist unsere Chance". Kyle blieb direkt vor seinem Bruder stehen. Die Mündung der Sniper drückte gegen seine Brust.

Derek starrte den kleineren Kyle mit aufgerissenen Augen an. „Was hat sie mit Dir gemacht?" Fragte er schließlich.

Kyle schüttelte langsam den Kopf. Sein Blick blieb aber ständig auf Dereks Augen gerichtet. „Sie ist FAMILIE, sagte er mit aller Überzeugungskraft, die er aufbringen konnte.

Derek senkte die Waffe und gab sie Kyle. Dann sah er Sarah an. „Ist John ein genau so großer Dickkopf wie sein Vater?"

Die Antwort kam aus einer für ihn völlig unerwarteten Richtung.

„Das ist er", sagte Cameron, während sie langsam mit einem leichten Lächeln auf Derek zu ging. „Waffenstillstand?" Fragte sie schließlich, als sie vor ihm stand und streckte ihm die Hand hin.

Derek starrte sie nur an. Dann sah er auf Cheri, die ihm zunickte. Schließlich erinnerte er sich an Alles was bisher geschehen war. Speziell an die Emotionen, die die Maschine vor ihm gezeigt hatte. Er kam zu einem Entschluss.

„Vorerst ja", sagte er ohne ihre ausgestreckte Hand zu beachten. Dann drehte er sich herum und wollte das Haus verlassen.

An der Tür kam ihm John entgegen. Nebeneinander blieben die Beiden stehen und sahen sich an. „Enttäusch mich blos nicht", sagte Derek bevor er seinen Weg nach Draußen fortsetzte.

John sah kurz hinter ihm her, dann verwundert zu den Anderen. Als er die Sniper in Kyles Händen sah riss er verwundert die Augen auf. Dann kniff er sie zusammen. „Was ist hier passiert?" Fragte er mit einem bösen Verdacht.

Lasziv kam Cameron auf ihn zugeschlendert. Sie hob eine Hand und hakte den Zeigefinger in den Ausschnitt seines T-Shirts. „Nichts ist passiert", sagte sie dann und fuhr mit dem Finger über seine Haut. Schließlich ergriff sie sein Shirt, um ihn zu sich heranzuziehen.

Als sich die Beiden dann küssten, drehten sich die Anderen demonstrativ von dem Anblick weg. Kyle ging mit gesenktem Kopf in weitem Bogen an den Beiden vorbei. Cheri hatte plötzlich ein gesteigertes Interesse an ihren Fingernägeln und Sarah betrachtete ein Bild an der Wand so eingehend, man hätte meinen können, sie wäre Kunstexpertin und müsse eine Expertise abgeben.

Kapitel 2

John und Cameron hatten schließlich Gnade vor Recht ergehen lassen und den Zungenkampf eingestellt als kurze Zeit später Riley und Savannah ins Haus kamen.

„Iiiiihhh", lies Savannah hören, da sich John und Cameron nicht die Mühe gemacht hatten, ihre Zungen innerhalb der Münder zu belassen.

Das Ganze war zu einem offenen Kampf ausgeartet, bei dem ihre Köpfe dauernd in Bewegung waren.

Riley hatte nur die Augen verdreht, allerdings spürte sie innerlich einen Anfall von Eifersucht, als sie das Objekt ihrer Begierde so sah.

„Geht endlich auf Euer Zimmer ihr Beiden", sagte Sarah Schließlich indigniert.

John protestierte nun laut, als Cameron ihn grinsend auf die Arme nahm und zur Treppe trug.

„Kinder", sagte Sarah kopfschüttelnd zu Cheri, die nur mit den Schultern zuckte.

Riley hingegen sah den Beiden nur nach, während Savannah sich schüttelte.

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„Du liebst Kinder?" Fragte Cameron unvermittelt.

Cameron hatte ihn tatsächlich hoch in ihr Zimmer getragen. Sie hatte ihn auf das Bett gelegt und hockte nun über ihm, während seine Hand unter ihrem Shirt über ihren zarten Rücken streichelte.

„Ich denke schon", entgegnete John.

„Liebst Du Savannah?" Fragte sie neugierig.

John sah ihr sekundenlang stumm in die Augen. „Sie ist ein süßes und liebes Mädchen", sagte er schließlich.

„Und wenn es ein Junge wäre?" Bohrte sie weiter.

„Dann könnte ich mit ihm Baseball spielen, wie mein Vater mit Derek... Cam, was sollen die Fragen?" Fragte er verwirrt.

Camerons Gesicht erstarrte. Dann kletterte sie von John herunter aus dem Bett. Langsam ging sie zum Fenster und sah hinaus. „Ich mag Savannah auch", sagte sie schließlich leise.

„Das habe ich gemerkt", sagte John und schwang sich ebenfalls aus dem Bett. Er ging zu Cameron, die einen traurigen Eindruck auf ihn machte und legte seine Arme von Hinten um sie, Kopf auf ihre Schulter. Er sah von dieser Position auf ihr Gesicht. „Was soll das Alles Cam?" Fragte er sanft.

Cameron zögerte und sah zu Boden. „Ich möchte ein Baby", sagte sie leise.

Cameron erwartete fast einen Ausbruch seinerseits, war aber erstaunt, dass der sonst etwas cholerische John zögerte etwas zu sagen.

„Warum?" Fragte er schließlich nach mehr als einer Minute.

Cameron drehte kurz den Kopf in seine Richtung, sah dann aber wieder zum Fenster hinaus. „Ich habe darüber gelesen. Erst ein Kind macht eine Familie komplett". Jetzt drehte sich Cameron in seinen Armen herum. „Ich möchte, dass wir komplett sind John", sagte sie dann mit einem bittenden Gesichtsausdruck.

John sah sie nicht an, nein er sah quasi durch sie hindurch als er nachdachte. Schließlich fokussierte sich sein Blick wieder auf Camerons Augen. „Das möchte ich auch", sagte er schließlich.

„Dann möchtest Du auch ein Baby?" Hoffnungsvoll blickte sie ihn an.

John nickte langsam, sein Blick verlies nie ihre Augen als Cameron nun begann über das ganze Gesicht zu strahlen.

Als John sich dann von ihr löste und begann mit versteinerter Mine im Zimmer auf und Ab zu gehen verlor sich ihr Lächeln.

Schließlich blieb John in der Mitte des Raumes stehen und blickte ernst zu Cameron. „Bevor wir ein Baby bekommen musst Du aber noch eine Bedingung erfüllen".

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„Die Einladungen sind gekommen James", sagte Catherine Weaver als sie James Ellisons Büro betrat.

James Ellison blickte auf. „Du willst ihn nicht töten und ersetzen oder?"

„Sei nicht albern James, ich kann mich schließlich nicht teilen. Wenn wir natürlich noch ein bis zwei weitere T1001 hier hätten, dann könnte man darüber nachdenken", sagte Catherine Weaver mit einem Lächeln".

Jetzt blickte James Ellison die rothaarige Frau vor sich nachdenklich an.

Der T1001 legte den Kopf schräg. „Das war ein Scherz James", sagte sie eindringlich und seufzte schließlich. „Mein Versuch humorvoll zu sein ist wohl gescheitert?"

„Kläglich", sagte Ellison.

Kapitel 3

Kyle fand Derek hinter ihrem Häuschen. „Warum verkriechst Du Dich?", fragte er den an einem Baum Lehnenden.

Derek sah nicht zu ihm, stattdessen warf er weiterhin irgendwelche Stöckchen oder Steine vor sich in einen Dreckhaufen. „Ich habe Menschen sterben sehen. Getötet von diesen Metallmonstern", jetzt drehte er sich zu Kyle herum. „Von genau so einem Monster wie dieser Maschine da unten in dem Haus!"

Jetzt erhob er sich. „Und nun versucht mir mein kleiner Bruder klar zu machen, dass dieses Ding, diese Maschine zu meiner Familie gehört?" Fragte er rhetorisch.

Dann ging er mit wütendem Blick an Kyle vorbei, der ihm seufzend nachsah.

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Catherine Weaver war nervös. 'Das kann doch nicht wahr sein', dachte sie. 'Catherine Weaver darf nicht nervös sein'.

Tatsächlich dachte sie mittlerweile tatsächlich als Catherine Weaver von sich und nicht mehr als T1001 Modell 003. Wenn sie mit Savannah zusammen war war sie einfach nur Savannahs Mom und sie -empfand- das auch so.

Der Grund für ihre -Nervosität- war ihr am Abend stattfindendes Treffen mit Governor Schwarzenegger. Ihr war klar, dass die stärke des Widerstandes vom Erhalt der Waffen abhängen konnte.

In der Zeit aus der sie kam verfügte der Widerstand nur über sehr wenige effektive Waffen. Insbesondere Schiffe, U-Boote und Fluggeräte waren rar. John-Henry arbeitete an Plänen im letzten Moment Schweres Gerät zu akquirieren.

Die Schweren Handfeuerwaffen aber waren genau so wichtig. Deshalb hing von ihrem Gespräch am heutigen Abend sehr viel ab.

Catherine war sich bewusst, dass sie dem Governor eventuell mehr offenbaren musste als sie wollte. Vor allen Dingen Mehr, als John und ganz zu schweigen von Sarah Connor zulassen würden.

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Sarah saß im Sessel, das Kinn auf ihre Hand gestützt und starrte ins Leere. 'Wie soll das bloß weitergehen?' Fragte sie sich. 'Jetzt gehen die beiden schon öffentlich wie ein Paar miteinander um'.

Sarah dachte über Alles nach. Sie hatte Cameron zwar bei der Babysache zugestimmt aber war sie wirklich mit einem Cyborg als Schwiegertochter einverstanden? Sie wusste es nicht. Wenn sie Cameron früher erblickte war -Maschine- das Erste was ihr in den Sinn kam. Automatisch sah sie dann zu John, der Cameron von Anfang an wie eine Person und nicht wie ein Gerät behandelt hatte.

Mittlerweile sah sie das hübsche Mädchen zuerst. Erst dann fiel ihr erst ein, was unter dem Äußeren verborgen war.

Sie konnte nicht verhindern, dass sie um Johns Wohlergehen besorgt war, wenn er mit Cameron Alleine war. Das würde sich wahrscheinlich nie ändern. Sie hoffte nur, dass es mit der Zeit einfacher werden würde.

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James Ellisons Gefühle waren gemischt. Er wusste, worum es ging, er wusste aber auch das Catherine -Maschine- Weaver heute Abend das Leben des Governors in der Hand halten würde und das verursachte ein Übelkeitsgefühl.

Nun war er auf dem Weg dieses Ungeheuer abzuholen, um mit ihr zu einem Treffen zu fahren das auch für ihn Lebensentscheidend sein könnte. Als er das Haus erreichte hielt er den Wagen an und stieg aus. Er ging um den Wagen herum, sah auf die Uhr und blieb neben der Beifahrertür stehen. Ihm war klar, dass Catherine Weaver seine Ankunft registriert haben musste. Er brauchte auch nicht lange zu warten bis sich die Tür öffnete. Seine Augen wurden groß.

Catherine Weaver schritt auf ihn zu. Ihr schönes Kleid hatte die selbe grüne Farbe wie ihre Augen, die diesmal nicht übertrieben mit Kajal umrandet waren. Genaugenommen sah sie toll aus, wie er zugeben musste.

„Atmen James", sagte der T1001 lächelnd.

James Ellison holte tief Luft. Er hatte nicht bemerkt, dass er aufgehört hatte zu atmen. Nun schüttelte er den Kopf. Dann besann er sich und öffnete ihr die Tür und lies Die Frau vor ihm einsteigen. Als er die Tür schloss schüttelte er erneut verwirrt den Kopf. Er sah nicht das Grinsen auf Catherines Gesicht.

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Als sie den Amtssitz des Governors erreichten gaben sie ganz das elegante Paar, das zu einem gesellschaftlichen Ereignis eingeladen war.

Als sie den Eingang erreichte erblickten sie Etwas, was James Ellison einen kalten Schauer über den Rücken laufen lies. Unwillkürlich blieb er stehen.

Kapitel 4

Sarah starrte John an, als wäre er ein T1001.

John und Cameron waren heruntergekommen. Im Wohnraum waren Sarah, Riley, Cheri und die Reese Brüder am Diskutieren, während John-Henry, Savannah und Matt Murch am Küchentisch saßen und ein Brettspiel spielten.

Was Sarah so erschreckt hatte, war das John demonstrativ erklärt hatte, dass sie ein Kind bekommen wollten. Keine Zurückhaltung, wie sie es von ihm erwartet hatte, kein längeres Nachdenken. Er wollte dieses Kind unbedingt, dass sah man ihm deutlich an.

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Metalldetektoren standen am Eingang. James Ellison zögerte den nächsten Schritt zu machen aber Catherine Weaver zog ihn einfach weiter.

James Ellison blickte auf die Maschine an seinem Arm hinab.

Catherine begegnete dem Blick. „Keine Sorge James", sagte sie nur.

James Ellison nickte leicht und holte tief Luft. Nicht nur, dass das Adrenalin einen Moment lang durch seine Adern toste, er fand auch Gefallen an dem -privaten- Umgang mit dieser Maschine.

James Ellison war nach Catherine Weaver durch den Metalldetektor getreten. Er hatte die Luft angehalten als der T1001 den entscheidenden Schritt machte aber das Gerät hatte keinen Laut von sich gegeben. James glaubte zwar, ein ganz leises Piepen gehört zu haben aber das war wohl eher seine Fantasie, die ihm da einen Streich spielte.

Catherine war ohne zu zögern durch den Detektor getreten, hatte von dem Wachman die kontrollierte Tasche entgegengenommen. Jetzt wartete sie auf James, bei dem sie sich sogleich wieder einhängte.

Wie selbstverständlich legte der T1001 kurz den Kopf an James Ellisons Schulter, bevor Beide den Weg durch die Eingangshalle fortsetzten. Am Eingang des Ballsaales zeigten sie erneut ihre Einladungen vor . Der Gouverneur, der es sich nicht nehmen lies die noblen Spender persönlich zu begrüßen kam heran, nachdem man ihm gemeldet hatte, dass Catherine Weaver, die eine 7 stellige Spende angekündigt hatte den Saal betrat.

James, der durch die intime aber durchaus nicht unangenehme Berührung der Maschine noch unter einem leichten Schock stand wachte erst wieder auf, als Der Gouverneur vor die Beiden hintrat.

Dies war der kritische Augenblick. Der Augenblick ging vorbei und insgeheim atmete James Ellison auf, als Catherine Weaver Arnold Schwarzenegger lediglich die Hand schüttelte und lächelte ihn aber nicht pfählte oder ähnliches.

Nach einem kurzen Smalltalk musste sich der Gouverneur schon den nächsten Gästen zuwenden. Als der Governor an ihnen vorbeiging stellte sich Weaver überraschenderweise auf die Zehenspitzen und flüsterte Etwas in Schwarzeneggers Ohr.

Die Sicherheitsbeamten, die sofort näherkamen winkte der Große Mann zurück und bedachte Catherine Weaver mit einem kritischen Blick.

Der T1001 hingegen lächelte und lies den mächtigsten Mann Kaliforniens einfach stehen.

„Wa... was hast Du zu ihm gesagt?" Fragte Ellison verwirrt.

Catherine schlenderte lässig weiter durch den Saal, grüßte gelegentlich irgendwelche ihr bekannten Leute und lächelte ansonsten verbindlich. „John Connor schickt mich, willst Du Dich uns anschließen?" Sagte sie dann zwischendurch zu James, ohne ihn anzusehen oder das Lächeln zu unterbrechen.

James Ellison verharrte im Schritt und stand sekundenlang wie angefroren und starrte hinter dem T1001 her.

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John stand mit Cameron Hand in Hand an der Klippe. Sie starrten in den wundervollen Sonnenuntergang.

Cameron drehte den Kopf und sah auf das vom rötlichen Sonnenlicht beschienene Gesicht Johns. „Was ist die Bedingung, die ich noch erfüllen muss?" Fragte Cameron leise, ohne den Blick von John zu nehmen.

Nur widerwillig nahm John den Blick von der untergehenden Sonne. Lächelnd betrachtete er einige Sekunden lang das Mädchen, dessen Hand er gerade hielt. Bei diesem Lichteinfall schimmerten Camerons Augen leicht bläulich. Schließlich griff er in seine Tasche und holte etwas hervor, verbarg es aber in seiner geballten Faust.

Sarah und Kyle standen am Fenster des Wohnraumes und beobachteten ebenfalls den Sonnenuntergang. Neben ihnen stand Riley ,der Blick ausschließlich auf Cameron gerichtet.

Als John sich zu Cameron drehte und in seine Tasche griff, schloss Sarah einen Moment lang die Augen.

„Oh verdammt!" Sagte sie leise aber mit Nachdruck.

„Was hast Du?" Fragte Kyle irritiert.

Riley starrte regungslos weiterhin auf Cameron, hörte aber genau, was Sarah sagte.

Sarah zeigte mit dem Kinn auf John und Cameron. „Sieh hin".

Im nächsten Moment fiel Kyle die Kinnlade hinunter und Riley fing unbemerkt und lautlos an zu weinen.

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Nach ein paar Schritten blieb Catherine stehen. Sie drehte sich herum und stützte die Hände in die Hüften. „Kommst Du James?"

James Ellison musste schlucken. Zögerlich folgte er der Maschine, von der er allmählich glaubte, sie wäre irgendwie fehlgeschaltet. „Wie konntest Du so vorpreschen? Sarah wird gesucht. Der Gouverneur wird...".

„Was wird er? Uns verhaften lassen? Keine Sorge James, das wird er nicht, dafür garantiere ich. Sie wandte sich zum Weitergehen, zögerte aber nochmals und drehte sich wieder zu James. „-Vorpreschen- ist eine interessante Metapher", sagte sie mit schelmischem Lächeln.

Und wieherte leise.

Kapitel 5

Tief durchatmend sah Sarah, wie ihr Sohn der Anführer der Menschheit im Krieg gegen Skynet und die Maschinen freiwillig vor einer Maschine auf ein Knie sank. Während er Camerons rechte Hand hielt hob er seine linke, und öffnete die Faust, und enthüllte, was sich auf seiner Handfläche befand.

„Heirate mich", sagte John als er die Faust öffnete und einen in Platin gefassten Saphir-Verlobungsring enthüllte, dessen Stein in der Farbe dem von Camerons Linsenaugen entsprach.

Cameron war erstarrt und blickte auf John hinab. Ihre Energiequelle gab pulsierend Energie ab, was sich als pulsierendes Leuchten in ihren Augen bemerkbar machte. Ihr HUD zeigte Unmengen von Daten und schaltete sich dann selbst ab und in ihrem Chip jagten sich die Berechnungen, für sie manifestiert als Gedanken.

John sah, wie sich Camerons Hand auf ihre Brust legte, gerade so wie bei einem Mädchen, das Herzklopfen hat. Er sah auch das blaue Pulsieren in ihren Augen und wusste im selben Moment, dass Cameron tatsächlich so Etwas wie Herzklopfen hatte.

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Catherine Weaver ihres Zeichens Terminator Modell T1001 und James Ellison, seines Zeichens Mensch, schwebten fast über die Tanzfläche. James war verwundert, wie gefühlvoll die Maschine sein konnte.

„Du tanzt wundervoll", sagte James Ellison unvermittelt.

„Und Du sagst das so, als wäre das ein Verbrechen", entgegnete Catherine mit gehobenen Augenbrauen.

„Das war nicht meine Absicht, es ist nur so dass...", begann James Ellison verstummte aber weil ihm die Worte fehlten.

„Dass...?" Fragte Catherine nach einer Pause. „Sprich weiter James".

James Ellison blickte die Maschine vor sich kritisch an. „Du wirkst manchmal so menschlich und ich fange an.."

„Du fängst an zu vergessen, dass ich kein Mensch bin", unterbrach der T1001.

James starrte sie sekundenlang an, dann nickte er ganz langsam ohne etwas zu sagen.

Catherine seufzte. „Es gibt Momente mit Savannah oder auch mit Dir James, da könnte ich es fast selbst vergessen oder möchte es gerne vergessen".

James Ellison starrte sie lange wortlos an, während sie zu Walzerklängen über den italienischen Marmor schwebten.

Schließlich räusperte er sich. „Wie ist es Dir eigentlich gelungen die Metalldetektoren zu täuschen", fragte er, um den peinlichen Moment zu überspielen.

Ein leichtes lächeln stahl sich in Catherines Gesicht. „Da mein Körper nicht aus einem festen Metall besteht und er zudem noch in sein eigenes Magnetfeld generiert, können Metalldetektoren mich nicht erfassen. Es werden einfach keine ortbaren Wirbelströme erzeugt".

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Cameron starrte auf den Ring auf Johns Handfläche. Sie wusste, dass John sie liebte aber was jetzt geschah hätte sie niemals für möglich gehalten. John Connor, der größte Feind der Maschinen wollte den stärksten Bund mit ihr eingehen, den die Menschen kannten.

Cameron lies nocheinmal alles Revue passieren, was sie von der Zukunft in Erinnerung hatte. Waren sie ersteinmal verheiratet konnte John sie nicht mehr verleugnen.

Bevor sie zurückgeschickt worden war, war sie angefeindet ja sogar oftmals offen bedroht worden. Man hatte sie herablassend wie einen Gegenstand behandelt. Nur John Connors Autorität hatte verhindert, dass sie von Allison Youngs Freunden zerstört worden war.

Der Umstand, das sie wie eine attraktive junge Frau aussah hatte Alles nur noch schlimmer gemacht. Die sexuellen Schimpfworte, mit denen sie bedacht worden war, hatten sie zu der Zeit nicht gestört, jetzt aber schnitten sie tief in ihre Gedanken.

Unter diesen Umständen konnte sie niemals seine Frau werden.

Cameron löste ihre Hand aus Johns und trat einen Schritt zurück. „Nein", sagte sie leise.

Kapitel 6

„Governor Schwarzenegger bittet Sie Beide in sein Büro", sagte ein hinzugetretener Angestellter des Gouverneurs, nachdem der Walzer endete und die Zuschauer dem Orchester zugeklatscht hatten.

James deutete Catherine an, sie möge vorgehen aber der T1001 hakte sich wieder bei ihm unter, so dass Beide Seite an Seite dem Mann zum Büro folgten.

Der Mann lies sie in das Luxuriös aber antik ausgestattete Büro und schloss dann die Tür von Außen.

Während James Ellison sich interessiert umsah konzentrierte sich Catherine Weaver ganz auf die Person, die zurückgelehnt hinter dem mächtigen Schreibtisch saß. In Wirklichkeit tasteten ihre Sensoren natürlich den ganzen Raum ab. Die beiden Wachleute in den Raumecken hinter Schwarzenegger hatte sie natürlich sofort bemerkt.

„Treten sie ruhig näher Miss Weaver", sagte der Governor von Kalifornien und erhob sich. Er wies auf die zwei Besucherstühle vor dem Schreibtisch.

„Sie haben vorhin einen interessanten Namen erwähnt Miss Weaver. Ich denke sie meinen den John Connor, der in Zusammenhang mit den terroristischen Taten seiner Mutter ebenfalls gesucht wird?" Fragte Schwarzenegger interessiert.

„Das ist korrekt Governor, genau dieser John Connor war gemeint".

Schwarzenegger lächelte belustigt. „Dann geben sie zu in Sarah Connors terroristische Aktivitäten verstrickt zu sein?"

„Catherine, ich glaube nicht..." Begann James Ellison, wurde aber von Catherine Weaver unterbrochen, die seine Hand ergriff kurz beruhigend drückte und dann festhielt...zärtlich, wie ihm schien.

„Aktivitäten...Ja, terroristisch...kaum", entgegnete die rothaarige Frau ernsthaft, was Schwarzenegger die Stirn runzeln lies.

„Können sie das näher erläutern?" Fragte der Gouverneur ernst.

„Erläutern und notfalls auch beweisen", entgegnete der T1001 mit der selben Ernsthaftigkeit.

Arnold Schwarzenegger starrte stumm auf die Frau, die offen zugegeben hatte mit einer bekannten geisteskranken Terroristin zumindest zu sympathisieren. „Ich bin auf die Erklärung gespannt", sagte er schließlich.

„Sie sind mit den Vorgängen um Sarah Connor vertraut?" Fragte Catherine als Einleitung.

Schwarzenegger nickte. „Ich habe alles über die Vorgänge um die angebliche Maschine aus der Zukunft, ebenso wie die Berichte über die Vorgänge um Cyberdyne und den Mord an Myles Dyson gelesen. Ebenso habe ich die Berichte der Ärzte aus Pescadero gelesen, die Sarah Connor einstimmig als Psychopathin einstufen.

„Die Berichte der Ärzte stützen ihre Analyse darauf, dass Sarah Connor beharrlich von dem Computersystem Skynet und Maschinen aus der Zukunft berichtet, die sie oder ihren Sohn töten wollen?" Fragte Catherine Weaver.

„Das ist richtig. Die Ärzte stützen ihre Behauptungen hauptsächlich auf diesen Fakt", entgegnete Schwarzenegger.

Catherine Weaver nickte. „Und wenn diese Behauptungen der Wahrheit entsprächen? Wenn es diese Maschinen tatsächlich gäbe? Maschinen mit lebendem Äußeren, Intelligente Maschinen, von Menschen kaum zu unterscheiden, nahezu unzerstörbare Kampfroboter?"

Schwarzenegger schwieg eine Weile. „Miss Weaver, bis Jetzt habe ich ihnen zugehört, weil mich diese Geschichte belustigt hat aber allmählich wird das Ganze lächerlich", sagte er schließlich mit deutlichem Ärger in der Stimme.

„Wenn sie Beweise wünschen, die kann ich hier und jetzt erbringen", sagte die vermeindliche Catherine Weaver.

„Nur zu", entgegnete Schwarzenegger, dem der Unglaube deutlich anzusehen war.

Catherine Weaver drehte sich in ihrem Stuhl nach links.

Sekunden später fielen außerhalb des schalldichten Raumes unhörbar, in dem Raum einige Schüsse.

(ENDE)