Episode 3.15

Kapitel 1

John kniete weiter am Boden und blickte zu Cameron, die ihn nur ansah. John war wie festgefroren, keine Regung war zu erkennen.

„Das hat sie doch nicht wirklich getan?" Fragte Sarah verwundert. Und blickte dann nach links, als sie zwei Hände gegen die Scheibe klatschen hörte.

Riley konnte es nicht glauben. Sie hatte keine Chance bei Cameron, das hatte sie begriffen aber Cameron und John waren ihre Freunde, ihre Familie und Cameron war drauf und dran das zu zerstören. Nachdem sie sich mit den Handflächen gegen die Scheibe gestützt hatte, wirbelte sie plötzlich herum.

Cameron starrte auf John, dann ruckte ihr Kopf nach links, sie riss die Augen auf, als sie sah was auf sie zu kam.

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„Was ist Deine Mission?" Fragte Catherine den Leibwächter, der hinter Schwarzeneggers rechter Schulter stand.

Schwarzenegger drehte sich samt seines Stuhles herum und sah stirnrunzelnd auf den Mann, der schon seit Jahren in seinen Diensten Stand. Er sah den Mann seine Waffe ziehen und das Feuer auf Catherine Weaver eröffnen.

Zwischendurch schoss er zwei mal auf seinen Kollegen, der schockiert seine Waffe ziehen und auf ihn schießen wollte.

Was Schwarzenegger aber am Meisten entsetzte, war Catherine Weaver die ungerührt die Treffer hinnahm und deren Lächeln erst verschwand, als der Mann sein Magazin leer geschossen hatte.

Sie sah mit bedauerndem Blick an sich herab auf das Kleid. „James liebt dieses Kleid", sagte sie und stand auf. Dann streckte sie einen Arm aus und pfählte den Mann an die Wand. Sie streckte den zweiten Arm aus und rammte die Lanze ebenfalls in den Leibwächter des Gouverneurs, der selbst wie angepfählt auf seinem Stuhl saß und dessen Blick immer zwischen Weaver und seinem zappelnden Leibwächter hin und her pendelte.

„James?!" Rief der T1001 ohne sich umzudrehen.

James Ellison, der hinter dem massiven Schreibtisch Schutz gesucht hatte, als der Leibwächter seine Waffe zog streckte den Kopf hervor.

„Hier, Alles klar!" Rief er irritiert. „Geht es Dir gut?"

„Danke für Deine Besorgnis, ich habe keinen Schaden davongetragen. Wir sollten nur den Chip entfernen", sagte Catherine über ihre Schulter.

„Wie sollen wir das machen solange er die Arme..."

James Ellison stutzte als er sah, wie sich zwei weitere Arme aus Catherine Weaver heraus bildeten und als Klammern vorschossen, um die Arme der Maschine festzuhalten.

„Ah, verstehe", sagte James und zog das Messer, dass er bei sich trug, seit er dem Kampf gegen die Maschinen beigetreten war.

Vorsichtig näherte sich James der gegnerischen Maschine und versuchte das Messer anzusetzen. Mehrmals zuckte er zurück, bevor er mit Catherines Anleitung einen ziemlich …. schlechten... Schnitt gesetzt hatte.

Weitere Probleme hatte er den Portdeckel auf zu bekommen aber der Supergau war für ihn, mit seinen großen Fingern den Chip zu entriegeln. Eine Zange stand nicht zur Verfügung und er musste ganz schön lange auch mit dem Messer fummeln bis die Bewegungen der Maschine plötzlich erstarben.

James Ellison starrte auf die Maschine herab, die zu Boden gesunken war, nachdem Catherine sowohl die Klammern als auch die Lanzen zurückgezogen hatte.

Catherine trat neben James, bückte sich formte eine Zange und zog den Chip.

James blickte auf Catherine, die den Chip hochhielt.

„Keine Selbstzerstörung", sagte Catherine verwundert.

„Das war...spannend", sagte James zögerlich.

Catherine grinste ihn an, stellte sich auf die Zehenspitzen und gab dem verblüfften James einen Kuss auf den Mundwinkel. „Danke für Deine Besorgnis".

Dann wandte sie sich zu Schwarzenegger um, der noch immer stocksteif in seinem Sessel saß. „Governor, wir sind nicht hier, um Ihnen zu schaden. Sie wollten einen Beweis", sie deutete auf den -Mann- in der Ecke. „Da haben sie ihren Beweis".

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Cameron sah Riley dicht gefolgt von Sarah auf sich zukommen. Sie wich bis an den Begrenzungszaun zurück, dann stand Riley Nasenspitze an Nasenspitze vor ihr.

„Du hast doch nicht wirklich -nein- gesagt oder?" Fragte Riley wütend.

Cameron warf einen kurzen Blick über Rileys Schulter hinweg auf Sarah. Dann blickte sie Riley wieder in die Augen.

„Ich bin eine Maschine", sagte Cameron emotionslos. „In der Zukunft wurde mir offen Feindschaft und Hass entgegengebracht. Wenn John und ich heiraten kann er unsere Beziehung nicht mehr verleugnen. Dann kann er mich nicht mehr wegschicken". Cameron senkte den Kopf.

Riley sah über ihre Schulter auf Sarah, die hatte eine Hand über die Augen gelegt und schüttelte verzweifelt den Kopf.

Riley ergriff Camerons Kinn und hob deren Kopf. „Das würde John auch nicht tun, wenn ihr nicht verheiratet wärt. Er liebt Dich und nichts auf der Welt könnte ihn dazu bringen Dich zu verleugnen".

„Aber das muss er", entgegnete Cameron eindringlich. „Er ist John Connor, Er ist der Widerstand und der Widerstand kämpft gegen die Maschinen. Er kann es sich nicht erlauben mit einem Feind verheiratet zu sein.

Riley blickte kurz auf John, der am Boden kniete und vor sich hin starrte. Dann schüttelte sie den Kopf und blickte erneut zu Cameron.

„Nicht dieser John Connor", sagte Riley. „Der John Connor aus der Zukunft war vielleicht ein Einsamer Mensch, der ohne Freunde und Familie auskam aber dieser John hier...", führte sie aus und wies dabei mit dem Arm auf John, „... braucht seine Freunde und vor Allem Seine Familie".

Cameron starrte stumm auf Riley, während Erinnerungen auf ihrem HUD abliefen und sie verschiedene Berechnungen anstellte. Schließlich löste sie ihren Blick von Riley und sah zu Sarah, die ihr bestätigend zunickte.

Cameron sah zu John, der den Blick nicht erwiderte.

Dann tat Cameron etwas, was Riley und auch Sarah schockierte.

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„Er ist tot", sagte James Ellison aus der anderen Raumecke. Er kniete bei dem zweiten Mann und schloss diesem gerade die Leblosen Augen.

Schwarzenegger atmete tief durch, um den Schock zu verarbeiten. Seine Hand war an dem versteckten Schalter.

Er drückte den Schalter.

Kapitel 2

Cameron ging zu dem am Boden hockenden John. Sie lies sich einfach auf die Knie fallen, klemmte die Hände zwischen die Knie. „Ich bin eine Maschine", sagte sie leise. „Warum liebst Du mich?"

John seufzte und blickte auf. Er sah auf Cameron, die mit gesenktem Kopf vor ihm kniete. Er streckte den Arm aus und legte die Hand an Camerons Wange.

Cameron schloss die Tränen erfüllten Augen und lehnte sich in die Berührung mit Johns Hand.

„Weil es keine Rolle spielt was Du bist", sagte nun Sarah schräg hinter Cameron. „Für die Familie, für mich, Kyle, Riley und vor Allem für John spielt nur eine Rolle WER Du bist. Du bist menschlicher als Du Dir zugestehen willst.

Cameron hatte über ihre Schulter zu Sarah gesehen. Ihre Augen waren aufgerissen. Nun drehte sie wieder den Kopf und sah John an, dessen Hand in Hohe ihrer Wange in der Luft schwebte.

John hatte seine Hand in der Position gehalten und presste sie sogleich wieder an Camerons Wange, als diese den Kopf zurückdrehte.

Cameron und John sahen sich lange in die Augen.

„Die Menschen werden mich ablehnen und sich von Dir abwenden", sagte Cameron leise.

John schüttelte langsam den Kopf. „Die Menschen werden UNS ablehnen und sich von UNS abwenden. UND sie werden sich von ihrem Leben abwenden. Vergiss nicht, ich bin John Connor. Die letzte Chance für die Menschen", sagte John eindringlich. „Wenn wir aber Heiraten, gibt es keinen John Connor mehr. Dann sind WIR Connor. Mit unserem Kind. Der Connor Clan. Die Kraft, die Skynet das Fürchten lehren wird".

John hatte mit fast suggestiver Kraft gesprochen. Alle erkannten, das dies ein Teil von John Connor war. Diese Fähigkeit Menschen zu überzeugen, sie geradezu zu bekehren. Selbst Sarah war überzeugt davon, dass Cameron, John und ihr Baby es schaffen Können Skynet zu besiegen.

Catherine sah die Bewegung, bewegte sich selbst aber nicht. Kein Alarm ertönte aber ein lautes Klicken ertönte von der Tür her. Dann fuhren stählerne Schlagläden fast lautlos vor die Fenster.

Wortlos erhob sich Schwarzenegger. Zunächst ging er zu dem Toten Wachmann. Er atmete tief durch. „Er hat eine Frau und zwei Kinder", sagte er ohne den Blick von dem Mann zu nehmen.

Schwarzenegger erhob sich und sah zu der Maschine in der anderen Ecke. Nur zögerlich ging er hinüber, nachdem Catherine Weaver ihm auf seinen fragenden Blick hin zugenickt hatte.

Gouverneur Arnold Schwarzenegger hatte schon viel in seinen Filmen erlebt. Vieles war tricktechnisch eingefügt worden aber niemals war er in der Realität auf Soetwas gestoßen. Er kniete bei der deaktivierten Maschine und besah sich die Öffnung im Kopf der Maschine.

Dann hockte er eine weile bewegungslos, sein Handrücken lag an seinen Schneidezähnen. „Das ist also eine von den Maschinen, von denen Sarah Connor erzählt hat? Eine aus der Zukunft?" Fragte er nach einer Weile, ohne seinen Blick von seinem vermeintlichen Leibwächter abzuwenden.

„In der Tat Governor, ihre Annahme ist korrekt", entgegnete Weaver.

Schwarzenegger erhob sich. „Und Sie, was sind Sie?" fragte er, nachdem er sich herumgedreht hatte und auf Catherines Kleid mit den Einschusslöchern starrte.

„Ich bin etwas Anderes", entgegnete der T1001, ruhig im Sessel sitzend.

„Und Sie?" Wandte sich der Gouverneur an James Ellison.

„Ich bin James Ellison, ehemaliger FBI Agent.

„Ein Überläufer?" Fragte Schwarzenegger ruhig.

James blickte zu Catherine, die seinen Blick ohne Regung erwiderte. Dann sah er wieder zu Schwarzenegger.

„Wenn sie die Wahl der richtigen Seite als Überlaufen bezeichnen, Governor?" Fragte Ellison Rhetorisch.

„Die richtige Seite?" Fragte Schwarzenegger erstaunt.

„Die Seite, die versucht das Leben von Milliarden Menschen zu schützen", sagte Ellison eindringlich.

Schwarzeneggers Blick irrte ins Leere. Schließlich sah er Catherine an. „Sie sind wohl nicht hier, um mich zu töten. Wer also sind Sie und was wollen Sie?"

„Meine Bezeichnung ist T1001 Modell 003 getarnt als Catherine Weaver. Ich bin hier um sie um Unterstützung für John Connor zu bitten .

Jetzt blieb Schwarzenegger der Mund offenstehen. Dieses Mal schwebte seine Hand nicht über dem Panic Schalter zur Verriegelung sondern über dem Alarmknopf.

„Erzählen Sie", sagte Schwarzenegger.

Catherine drehte den Kopf und nickte James zu, der sich mittlerweile wieder gesetzt hatte.

„Alles was Sarah Connor erzählt hat ist wahr. Es gibt tatsächlich Maschinen aus der Zukunft. Es wird tatsächlich einen Atomkrieg geben aber nicht Land gegen Land sondern ein Computersystem gegen die Menschheit. Einige wenige Maschinen kämpfen für die Menschheit, so wie Catherine hier", sagte er während er auf Catherine wies.

„John Connor wird der zukünftige Anführer des Widerstandes gegen die Maschinen sein. Wir müssen uns auf das Kommende vorbereiten. Wir brauchen schwere Waffen".

Schwarzenegger war sprachlos. Seine Gedanken jagten sich. Schließlich zog er die Hand vom Alarmknopf zurück, was ein Lächeln auf Catherines Gesicht erscheinen lies.

„Wie stellen Sie sich das vor?" Fragte Schwarzenegger halb überzeugt. „Ich kann nicht einfach Waffen der Army in ihre Hände spielen. Ich wäre verhaftet, noch bevor sie den Stützpunkt mit den Waffen verlassen hätten.

„Wir gedenken nicht, die Waffen aus einem aktiven Stützpunkt zu holen", sagte Catherine.

„Nicht? Woher sonst? Die Waffenfabriken sind fast noch schärfer bewacht als die Stützpunkte", sagte Der Gouverneur zweifelnd.

„Wir meinen eines der geheimen Waffenlager des Pentagon", sagte James Ellison lächelnd.

Schwarzenegger war in seinem Sessel vorgeruckt. „Woher wissen sie davon?"

James Ellison lächelte noch breiter. „Einer meiner besten Freunde..." Jetzt sah er Catherine an. „...Ist ein begnadeter Hacker und hat sich in den Zentralrechner des Pentagon eingehackt. Und ich meine damit nicht den Rechner, den Alle Welt für den Zentralrechner hält sondern das Geheime Elektronengehirn tief unter dem Weißen Haus.

Schwarzeneggers Hand zuckte erneut vor zum Alarmknopf.

Kapitel 3

Cameron erhob sich. Sie ging bis zum Begrenzungszaun an der Klippe. Minutenlang starrte sie aufs Meer hinaus, ohne sich zu bewegen. Nur ihr simulierter Atem lief autonom weiter, was John lächeln lies als er es sah.

Schließlich seufzte Cameron und senkte den Kopf.

„Connor? Wir zusammen mit dem Baby und Sarah?" Fragte sie ohne John anzusehen.

John nickte obwohl Cameron ihn nicht ansah. „Eine Einheit, eine Macht. Wir werden Skynet überrollen. Er wird nicht mal begreifen was ihn Trifft", sagte John eindringlich. „Zusammen werden wir Skynet das Fürchten lehren".

Cameron drehte den Kopf. „Du hast das Wichtigste gelernt, was Du lernen musstest", sagte sie. „Du kannst nicht nur führen, Du kannst auch überzeugen".

Johns Augenbrauen zogen sich nachdenklich zusammen. „Heißt das Ja?" Fragte er nach einer Weile.

Cameron sah kurz zu Boden, dann wieder in Johns Augen. Ein schüchternes lächeln stahl sich auf ihr Gesicht. „JA!" Rief sie schließlich und lief in Johns Arme, als dieser sie ausbreitete. „Ja,ja,ja,ja", sagte sie lachend und weinend gleichzeitig.

Cameron hob John hoch und wirbelte ihn glücklich herum.

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Schwarzenegger zögerte. Sein Daumen schwebte über dem roten Alarmknopf.

Er sah auf Catherine Weaver. Zögerlich zog er die Hand zurück. „Ich hätte keine Chance den Knopf zu drücken, wenn Sie das nicht wollten".

Langsam schüttelte Catherine den Kopf.

„Habe ich überhaupt eine Wahl?" Fragte Schwarzenegger ruhig.

Catherine schwieg einige Sekunden. Dann nickte sie langsam. „Natürlich. Wenn sie uns unbehelligt gehen lassen, werden wir gehen, ohne dass Irgendjemand zu Schaden kommt".

Catherine lehnte sich vor. „Wenn sie aber den Alarmknopf drücken verspreche ich ihnen, dass sie einen Vorgeschmack auf das bekommen werden, was die Menschen in der Zukunft erwartet. Während Sie keinerlei Möglichkeiten haben mich zu schädigen würde ich nicht zögern, Alles zu tun um James vor Schaden zu bewahren", sagte Catherine ernst und ergriff James Ellisons Hand ohne diesen anzusehen.

Sowohl Schwarzenegger als auch James Ellison starrten Catherine entgeistert an.

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„Cam. …...CAM!" Schrie John verzweifelt.

Cameron stoppte den wilden Wirbel. „Was ist denn?", sagte sie lachend und weinend zugleich.

„Stop...bitte. Mir wird schlecht, wenn Du mich so rumwirbelst", sagte er halb lachend, halb stöhnend.

In der Tat konnte sich John kaum auf den Beinen halten. Sein Gleichgewichtssinn versagte kläglich. Cameron hatte ihn so schnell herumgewirbelt, dass es einer Zentrifuge gleichkam. Während Sie völlig unbeeindruckt war, hatte sein Menschliches Gleichgewichtsorgan schon nach 20 Sekunden den Dienst eingestellt.

Cameron hielt John fest, der das Gefühl hatte sich immer noch zu drehen.

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Arnold Schwarzenegger, gewählter Gouverneur von Kalifornien starrte die Person vor sich an. Eine Person...eine künstliche Person. Eine Kampfmaschine, die gerade ein sehr menschliches Verhalten an den Tag gelegt hatte.

„Was machen wir mit ihrem Kleid?" Fragte er ausweichend um noch weiter Zeit zum Nachdenken zu haben.

Catherines Blick schweifte von den Augen des Gouverneurs ab nach unten, wo man die Einschusslöcher in ihrem Kleid sehen konnte. „Nun Governor, dass ist kein Problem. Ich hatte nur eigentlich vorgehabt mir das Kleid später noch ausziehen zu lassen", sagte sie mit einem hintergründigen Lächeln in James Ellisons Richtung.

Schwarzenegger blickte verwundert zu James, der seinen Blick nun von Catherine abwandte und trotz seiner dunklen Hautfarbe rot werdend den Gouverneur mit aufgerissenen Augen anstarrte.

Plötzlich klingelte das Telefon.

Kapitel 4

Schwarzenegger griff zum Hörer, ohne dass sein Blick Catherine Weaver verlies.

„Ja?" Fragte er leicht geistesabwesend.

Jonas, Sir. Ich wundere mich, dass Ihr Büro abgeriegelt ist. Ist Alles in Ordnung?" Fragte sein Assistent über das Telefon.

Schwarzeneggers Blick verlies Weaver und irrte zu seinen toten Leibwächtern. „Alles in Ordnung Jonas", sagte er. „Die Besprechung dauert nur noch ein paar Minuten". So hoffte er zumindest.

Als er wieder zu Catherine Weaver blickte hätte er vor Schock fast einen Herzstillstand bekommen.

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Letztendlich hatte Cameron John doch noch losgelassen und obwohl er sich hätte wieder auf den Beinen halten können lies er sich ins Gras fallen. Lächelnd streckte er die Hand nach Cameron aus. Cameron legte den Kopf schräg und sah John zweifelnd an.

„Warum sollte ich mich auf den Boden Legen?" Fragte sie zweifelnd.

Während Riley und Sarah langsam zum Haus zurückgingen lächelte John Cameron an.

„Es wird dunkel, wir haben einen klaren Himmel, lass uns einfach die Sterne betrachten", sagte John weich.

Cameron drehte den Kopf und sah nach Oben. Das letzte Mal als sie zu den Sternen aufgeblickt hatte war sie danach zu einer Mission aufgebrochen. Sie hatte unter Einsatz ihrer eigenen Existenz zum Wohle der Menschheit einen Terminator beseitigt. Sie hatte Dies niemals Jemandem erzählt, weil sowohl Sarah als auch Derek irgendwas daran zu ihren Ungunsten ausgelegt hätten und John hätte es ohnehin nicht interessiert.

Dieses Mal erfüllte der Blick zu den Sternen keinen Zweck. Cameron sah hinab zu John. Sein Arm war immer noch ausgestreckt.

„Na komm", sagte John. „Du wirst es schon noch verstehen.

Cameron warf noch einen Blick nach Oben. Noch immer sah sie nichts Anderes als Sterne. Ferne Sonnen, die sie benutzen Konnte Datum und Himmelsrichtung zu bestimmen. Nichts weiter.

Dann ergriff sie Johns Hand und legte sich neben ihn.

„Komm näher", sagte John leise und Cameron kuschelte sich in Johns Schulter. Sie legte den Kopf an seine Brust und sah nach oben. Eine große aber einsame Wolke zog über den schwarzen Himmel. Hinter ihr Kam der Mond zum Vorschein.

Cameron blickte nach oben und da sah sie es.

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Catherine war zu James gegangen und drehte sich herum. „James würdest Du bitte?" Fragte sie lächelnd.

„Hä...?" War Alles, was James hervorbrachte.

„Der Reißverschluss James, würdest Du bitte...?" Fragte Catherine ganz unschuldig.

„Äh...", sagte er verwirrt. „Natürlich", fügte er hinzu, als sein Gehirn endlich wieder fahrt aufnahm.

James Ellison griff an den Reißverschluss des Kleides und zog ihn nach unten.

Catherine sah lächelnd über ihre Schulter auf James Ellison, während sie das Kleid von den Schultern rutschen lies.

James Ellisons Blick folgte dem Weg des Kleides dem Rücken Catherines entlang nach Unten. Nicht registrierend, dass Catherine keinen BH trug blieb sein Blick zwei Sekunden lang auf dem wohlproportionierten Hintern in grüner Spitze haften und glitt dann Quasi in Einzelbildschaltung die schlanken Schenkel nach Unten.

5 Sekunden später erst realisierte James Ellison, was er tat. Sein Blick zuckte zurück zum Gesicht der Rothaarigen, die ihn noch immer über ihre Schulter hinweg anlächelte. James Ellison drehte sie so schnell von dem Anblick weg, dass er fast vom Stuhl fiel.

Schwarzenegger hingegen erblickte eine nur in ein grünes Spitzenpanty gekleidete Catherine Weaver.

Was dann aber kam war für ihn der blanke Horror.

Kapitel 5

Minutenlang starrten Beide nach Oben zu den Sternen und auf die Scheibe des Mondes.

„Nun?" Fragte John in die Stille hinein.

„Ich verstehe es jetzt", sagte Cameron leise, ohne ihren Blick von den Sternen abzuwenden.

Sekundenlang schwieg John. „Und was verstehst Du?" Fragte er schließlich.

„Es ist..." Cameron zögerte. Es war ein Wort, dass sie erst lernen musste, da es für sie früher keinen Sinn ergeben hätte. „...wundervoll". Hauchte sie schließlich.

Cameron hob den Kopf, drehte ihn und sah John in die Augen. „Ohne Dich wäre dieser Anblick für mich nur eine Aneinanderreihung von Berechnungen, dazu Gedacht, das Datum oder die Himmelsrichtung festzustellen", erklärte sie.

Cameron legte ihren Kopf zurück auf seine Brust und sah wieder nach Oben.

„Und mit mir?" Fragte John neugierig.

„Mit Dir ist es einfach wundervoll. Der Anblick des Mondes und der Sterne ist für mich in diesem Moment einfach nur... pure Entspannung. Mein HUD meldet für gewöhnlich immer irgendetwas, dieses Mal hat es sich ohne mein Zutun abgeschaltet. In meinem Kopf herrscht einfach nur Stille. Das ist...angenehm. Ich denke, so muss es sich anfühlen ein...", wieder hob sie den Kopf und sah ihren Verlobten an, „...ein Mensch zu sein", beendete sie schließlich nach Sekunden den Satz.

John Hob seinen Kopf und küsste Cameron oben auf ihren. „Siehst Du", sagte er leise. „Heute hast Du etwas sehr wichtiges gelernt".

Sie hob den Kopf erneut und blickte ihn mit ihren schönen Augen fragend an. „Und Was?"

Er küsste kurz ihre Nasenspitze. „Ein Mensch zu sein".

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Schwarzenegger sah zu Catherine Weaver. Er sah, wie ihr Körper seine menschliche Form verlor, zu einem sich wandelnden Wesen von silberner Gestalt wurde. Während sich ihr Kopf nicht verändert hatte bildete sich ein grünes Kleid und bedeckte ihren Körper. Ein Kleid, exakt wie das, was von den Kugeln der Maschine durchlöchert worden war.

„Was zum ...?" Fragte der Gouverneur verwirrt.

Catherine drehte sich lächelnd herum. „Ich sagte doch, das Kleid wäre kein Problem", sagte sie, während sie sich setzte und erneut nach James Ellisons Hand griff.

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„Was machen wir wegen des Babys?" Fragte Cameron in die Stille hinein, den Blick mit maximaler Vergrößerung auf den Mond gerichtet.

„Was meinst Du?" Fragte John und küsste Cameron auf die Oberseite des Kopfes, über dem Chipport.

„Mein Körper produziert Eizellen aber das Baby braucht eine Mutter", sagte Cameron, drehte den Kopf und stützte das Kinn auf seine Brust.

John dachte eine Weile nach. „Wenn Eizellen, warum nicht auch eine Gebärmutter?" Fragte er schließlich.

Cameron hob den Kopf leicht an. Sie sah in seine Augen. Als sie erkannte, dass er die Frage tatsächlich ernst gemeint hatte verdrehte sie die Augen.

„John", sagte sie dozierend. „Bei einer menschlichen Frau sind die Hüftknochen beweglich. Mein Coltan Skelett ist unbeweglich. Das Baby hätte niemals genügend Platz", erklärte Cameron als hätte sie es in John mit einem kleinen Jungen zu tun, „außerdem wäre kein Geburtskanal vorhanden und das sind nur zwei der Punkte die dagegen sprechen", fügte sie noch hinzu.

John sah ihr in die Augen. „lass mich raten...", sagte er nach einer Weile. „Du hast medizinische Ratgeber über Schwangerschaft und Geburt gelesen? Du schläfst ja nicht".

Cameron legte den Kopf schräg. „Cheri hat es mir erklärt".

Da musste John lachen. Zuerst war es nur ein Grunzen, dann aber lachte er lauthals los.

Cameron legte den Kopf zur anderen Seite. Dann pikste sie ihn in die Rippen. „Das ist nicht witzig", sagte sie während er sich zusammenkrümmte, was schwierig war, da ein zwar leichter aber für ihre Figur doch immer noch relativ schwerer Terminator seiner Brust lag.

Johns Lachen erstarb aus Luftmangel als er die sich leicht sträubende Cameron in seine Arme zog.

Minutenlang geschah gar nichts, beide lagen nur stumm da.

„Woher sollen wir nur eine Leihmutter bekommen, ohne Allzuviel erklären zu müssen", fragte John in die Stille hinein.

„Ich weiß es nicht", sagte Cameron.

Cameron wollte ihr Ohr wieder über Johns Herz legen, als ihr Kopf hochruckte. Ihre Augen begannen intensiv blau zu leuchten.

(ENDE Episode 3-15)