zuerst mal ein ganz dickes Dankeschön an alle, die mir nen Kommi geschrieben haben, ich konnts gar net wirklich glauben...bin wie ne Irre durch die Wohnung getanzt blush Ich hoffe ich kann dieses Mal wieder durch die Wohnung hüpfen mit Zaunpfahl wink Für alle, die um den armen kleinen Draco bangen, ich muss noch schaun was ich aus ihm mache, im Moment ist er allerdings ein Todesser, um die Fragen zu beantworten.
Es tut mir ehrlich leid, dass ihr auf dieses Chapter so lange warten musstet, ich hatte tierisch Stress, privat wie beruflich und desshalb bin ich einfach net zum Schreiben gekommen, aber ich gelobe Besserung. In der nächsten Zeit werden die Uploads sicher öfter werden, immerhin hab ich jetzt Ferien...
Ach ja, noch was, ich suche nen Beta-Leser, wenn jemand jemanden kennt, fänd ich das furchtbar lieb...
so dann viel Spaß beim dritten Chapter von "Bitte rette mich"
3. Wiedersprüche
Draco trug den schlaffen Körper Harrys zurück die Treppen hinab und über den langen spärlich beleuchteten Gang. Das gedämpfte Licht warf lange Schatten auf den Boden, wo sie an einer der Fackeln vorbeiliefen.
Wie lange schon hatte er auf den Moment gewartet, wo auch ein Harry Potter mal klein, schwach und gebrochen war. Ein zufriedenes Grinsen legte sich auf seine blassen Lippen. Oh, Potter würde noch leiden müssen... Voldemort würde mit Sicherheit keine Gnade zeigen, erst Recht nicht bei Potter. Er würde ihm keinen schmerzlosen, schnellen Tod schenken, nein.
Und er, Draco würde daneben stehen und lachen, lachen weil am Ende doch er sich als der Stärkere erwiesen hatte, weil er gewusst hatte, wo sein Platz war.
Seine Schritte hallten laut auf dem steinernen Gang wieder und vermischten sich mit dem leisen Stöhnen, welches aus manchen Zellen drang. Harry regte sich leicht in seinen Armen, scheinbar würde er bald wieder aufwachen. Und dann musste Harry die Schmach von seinem Feind verarztet zu werden wehrlos entgegennehmen müssen. Draco freute sich schon darauf.
Erst jetzt fiel ihm auf, wie wenig Harry doch wog. Seltsam eigentlich, Harry war doch nicht arm, er sollte sich doch zumindest genug zum Essen leisten können... außerdem hatte er doch eine ganze Schaar von Freunden, die eher selbst verhungern würden, als Harry Potter, den größten Held der Zaubererwelt Hunger leiden zu lassen.
Er zog nachdenklich die Augenbrauen zusammen. Was hatte Harry in den Wochen die sich nicht mehr gesehen hatten getrieben, dass er so ausgemergelt hier ankam? Vielleicht war er zu beschäftigt damit gewesen, sich in seinem verdammten Heldenruhm zu sonnen.
Dieser Bastard... dieses arrogante Stück Dreck, das aufgrund seinen Jeanne d'Arc-Komplexes gefeirt wurde wie der Retter der ganzen beschissenen Welt. Als ob er auch nur irgendetwas dazu beigetragen hätte. Harry Potter hatte doch nur Glück gehabt, es war alles nur eine Aneinanderreihung von günstigen Zufällen gewesen, die zum Untergang des Lords geführt hatten, nicht Harrys Zutun.
Und dafür wurde er so angebetet? Draco schnaubte verächtlich. Da lag er nun in seinen Armen, ihr toller Held, schwach und schutzlos, das was von einem Menschen übrig blieb, wenn man ihm sein Selbstbewusstsein und seinen Stolz nahm.
Nach wenigen Minuten kam Draco vor der schweren Holztür an. Er zog umständlich seinen Zauberstab hervor und öffnete sie mit einem lautlos gemurmelten Zauberspruch, woraufhin sie sofort zur Seite aufschwang.
Er schob sich quer durch die Tür, da er sonst mit Harrys Beinen am Türrahmen hängen geblieben wäre und schloss sie wieder hinter sich. Nachdem er den Held der Nation unsanft zu Boden gleiten gelassen hatte machte er mit einem Wink seines Zauberstabs etwas Licht in der sonst völlig dunklen Zelle.
Seine Nase zog sich verächtlich kraus, als der beißende Gerucht von fauligem Heu und diversen Körperflüssigkeiten in selbige stieg. Wie wiederlich. Er würde sich beeilen, das war kein Ort, an dem sich Malfoys aufhalten sollten.
Ein bitteres Lachen drang aus seiner Kehle, als er daran dachte, dass sein Vater sich gerade in diesem Moment an einem nicht viel besseren Ort aufhielt. Ob es ihm gut ging? Wahrscheinlich nicht. Sein Blick trübte sich kurz. Potter war an all dem schuld. Wenn er nicht gewesen wäre, wäre sein Vater nicht in Askaban.
Fluchend trat er Harry in den Magen, hoffend, dass der Schmerz Harry zurückholte. Ein stöhnen bestätigte ihm, dass es geklappt hatte.
Durch den Tritt in seinen Magen wurde Harry unsanft zurück in die Realität gerissen. Er krümmte sich stöhnend auf dem feuchten Boden bevor er lansam die Augen einen Spalt weit öffnete und darauf wartete, dass der nächste Tritt auf ihn herabprasseln würde. Doch er blieb aus.
Verwirrt versuchte er sich aus der liegenden Position hochzustemmen, doch er hatte nicht genug Kraft dazu. "Na, Dornröschen, wieder wach?", hörte er eine wohlbaknnte Stimme über ihm schnarren.
Harry zuckte beim kalten Klang der Stimme zusammen. Draco Malfoy... dieses kleine nichtswürdige Stück hatte es also tatsächlich bis in Voldemorts inneren Zirkel geschafft... Hatte Voldemort es so nötig, oder warum nahm er jetzt schon Kinder bei sich auf?
Nun ja, nach seinem letzten Auftritt hätte er eigentlich auch nichts anderes erwarten sollen. Wegen ihm war Dumbledore tot...wegen ihm war er hier... Der schwarzhaarige ballte seine Fäuste als eine Welle von unbändigem Hass durch seinen Körper brandete.
"Du verdammtes Arschloch...", presste er am Boden liegend zwischen seinen Zähnen hervor. Dass er mit dem Gesicht in nassen, schimmeligen Heu bestimmt nicht in der Position dazu war andere Leute zu beschimpfen, ignorierte er geflissentlich.
Draco lachte leise und stellte seinen bestiefelten Fuß auf Harrys Schulter. "Ich denke im Moment solltest du besser dein vorlautes Maul halten, Potter, es könnte sein, dass ich plötzlich Spaß daran finden würde, dich etwas mehr zu quälen als nötig...", entgegnete Draco kühl und stieß Harry mit seinem Fuß herum, so dass er auf dem Rücken vor ihm lag.
Harry lies es ohne Gegenwehr geschehen, er hätte auch gar nicht die Kraft dazu gehabt. "Als ob du das nicht eh tun würdest...", murmelte der am Boden liegende und starrte Draco hasserfüllt von unten herauf an.
Der Blonde mit dem aristokratischen Gesicht zuckte nur mit den Schultern. "Selbst wenn es so wäre." Er griff in seinen Umhang und zog ein kleines Bündel hervor, dass er mit einem Wink seines Zauberstabes groß zauberte. Es stellte sich als eine Arzttasche heraus und ein paar Klamotten.
Draco stellte alles neben sich und kniete sich neben Harry nieder. Noch bevor dieser etwas einwenden konnte meinte er kalt zu ihm: "Der Lord hat mir befohlen dich wieder zusammenzuflicken, also bleib ruhig liegen oder ich muss dich dazu zwingen."
"Es ist mir scheißegal was dein beschissener Lord dir befohlen hat...", zischte Harry und bäumte sich mit seiner letzten Kraft auf um von Draco weg zu rutschen. Dieser verdrehte genervt die Augen. Doch innerlich genoss er jede einzelne Sekunde.
"Hab ich nicht gesagt, du sollst liegen bleiben?", fragte Draco. Er griff nach Harrys Arm und riss ihn wieder dorthin zurück, wo er noch vor wenigen Sekunden gelegen hatte. Mit einem 'Stupor' lies er Harry komplett erstarren.
"Lass mich, Malfoy!", schrie Harry, der sich verzweifelt gegen den Schockfluch wehrte, doch sein Körper wollte ihm einfach nicht mehr gehorchen. "Warum lässt du mich nicht einfach hier verrecken, das würde dir doch viel besser gefallen!"
Draco schüttelte den Kopf. "Der Lord hat es so befohlen. Was ich bevorzugen würde, ist nicht von bedeutung." Die Verbitterung, die in seiner Stimme mitschwang entging Harry aufgrund seiner Erregung vollkommen.
"Und wenn Voldemort dir befielt von der Brücke zu springen, tust du es dann auch? Wenn er dir befielt jemanden zu töten, tust du es dann? Du verdammter Todesser! Du bist keinen Deut besser als dein scheißdrecks Vater! Irgendwann wirst du genauso enden wie er, seelenlos in einer Zelle von Askaban!" Harrys Stimme war immer lauter geworden, als er sich so in Rage redete, dass er das verletzte Flackern in Dracos Augen nicht mitbekam.
Der Blonde holte aus und verpasste Harry eine satte Ohrfeige. "Was weißt du denn schon! Halt blos dein Maul, Potter, und wage es nicht noch einmal meinen Vater zu beleidigen, sonst war es das letzte, was du in deinem erbärmlichen Leben getan hast."
Mit einem Ruck riss er Harry die letzten Reste seines zerfetzten Shirts herunter. Aus seinen tiefgrünen Augen starrte Harry zu Draco auf. Warum war Draco so verletzbar bei diesem Thema? Oder hatte seine reaktion gar nichts zu bedeuten? Aber was kümmerte er sich eigentlich darum, Draco war sein Feind, er hatte ihm schon immer das Leben schwer gemacht.
Und jetzt würde er sich sowieso keine großen Gedanken mehr über irgendwas machen müssen, so lange würde sein Leben ja auch nicht mehr dauern, zumindest wenn es nach Voldemort ging.
Draco schien zufrieden damit, dass Harry nun endlich seine Klappe hielt. Er öffnete die tasche und holte einen Lappen heraus. Schnell schraubte er ein kleines Gefäß auf und tränkte den Lappen mit einer durchsichtigen Flüßigkeit um die Schnitt und Schürfwunden auf Harrys Oberkörper damit auszuwaschen.
Als der Lappen die erste offene Wunde berührte schrie Harry leise auf. Scharfer Schmerz zuckte durch seinen Oberkörper. "Verdammt, Malfoy! Willst du mich umbringen oder heilen?", fragte er zwischen seine zusammengebissenen Zähne hindurch. Es brannte wie die Hölle in seinen Wunden.
"Sei keine so ein Memme...", murrte Draco und fuhr mit seiner Arbeit fort, "So schlimm ist es auch wieder nicht." Schon wenige Minuten später hatte er die Wunden auf Harrys Oberkörper gereinigt, zumindest die, die sich auf Brust und Bauch befanden. Der Blonde seufzte und wälzte den reglosen Körper herum.
Harry lies es wortlos geschehen. Es war eine Schande, sich von seinem Feind verarzten lassen zu müssen, aber er konnte schlehct aufspringen und abhauen. Und wenn er weiter herumzeterte würde er seine Situation nur schlimmer machen. Außerdem würde er dann nasses Stroh in seinen Mund bekommen, denn er lag ja mit dem Gesicht nach unten im Stroh.
Schnell versorgte Draco auch die Wunden auf dem Rücken, wobei er die tiefe Einstichwunde an Harrys Schulter kurzerhand mit ein paar Sticken nähte. Natürlich ohne Betäubung. Harry schrie vor Schmerz, doch es war Draco herzlichst egal. Sollte er doch leiden, er hatte es verdient.
"Ich muss dir die verbände anlegen, da kann ich es nicht gebrauchen, wenn du hier steif wie ein Brett rumliegst. Ich werde dich jetzt wieder von dem Fluch befreien, aber glaub ja nicht, du könntest jetzt anfangen dich zu wehren, haben wir uns verstanden?", verlangte Draco zu wissen. Harry nickte kurz und wurde schon einen Augenblick später dadurch belohnt, endlich wieder die Herrschaft über seinen eigenen Körper zu haben.
"Dreh dich wieder um mund setz dich auf...", befahl die kalte Stimme Dracos. Mühevoll rappelte Harry sich auf und wandte sich um. Draco schien zufrieden und zog mehrere Bandagen hervor, die er ordentlich um Harrys Oberkörper schlang. Seine Hände waren dabei alles andere als sanft, doch Harry hatte auch nichts anderes erwartet.
Allerdings war er erstaunt darüber, dass Draco Dinge wie eine Wunde reinigen und vernähen oder Bandagen wickeln beherrschte. Ob Snape ihm das beigebracht hatte? Nun ja, irgendwas musste er ja können, sonst wäre er nicht bei Voldemorts Truppen.
Als sich alle Bandagen an Harry befanden und man kaum noch einen Zentimeter Haut erkennen konnte wirkt Draco zufrieden. Er rutschte etwas weiter nach unten und besah sich Harrys Fuß. "Tut das hier weh?"; fragte er leise und nahm den Fuß um das gelenk leicht nach oben zu knicken.
Harry stieß ein scherzerfülltes Stöhnen aus. "Ich seh schon..."; murmelte Draco. Es war ganz eindeutig gebrochen. Da hatten sie ja ganze Arbeit geleistet. So wie das aussah würde es auch mit Tränken und einer Schiene noch ein paar Tage lang weh tun, denn durch die Belastung nach dem Bruch waren noch ein paar Knochensplitter vom Knochen getrennt worden.
Er holte die Schniene aus seiner Tasche und stellte damit das Gelenk ruhig, während er Verbände darum wickelte. Endlich fertig... So weit er sehen konnte, hatte Potter keine Verletzungen mehr, die noch nicht versorgt worden wären, also war er fertig. Er stand auf und griff in seine tasche um einen Becher hervor zu ziehen.
Mit gecshickten Fingern öffnete er mehrere Phiolen und mischte deren Inhalt in dem schmucklosen Gefäß bevor er es an Harry weiterreichte. "Trink.", befahl er kalt.
Harry sah ihn zweifelnd an. "Was ist das?" "Frag nicht. Trink. Du würdest es doch eh nicht kapieren, bei deinem Talent für Tränke..." Doch das konnte Harry kaum davon überzeugen, dass es ungiftig war. Draco verdrehte genervt die Augen "Mensch, überlegt doch mal, wenn ich dich umbringe, was denkst du, dass der Lord dann mit mir tut? Das dürftest doch sogar du mit deinem Spatzenhirn nachvollziehen können, Potter."
Wo Draco recht hatte. Der schwarzhaarige setzte den Becher an die Lippen und schluckte den Inhalt möglichst schnell runter um nichts von dessen wiederlichen Geschmack mitzubekommen.
"Na endlich...hier zieh das an.", Draco reichte ihm ein Bündel von zerschlissenen alten Kleidungsstücken. Nun ja, es war keine Topmode, aber besser als nichts, und es würde ihn in der Zelle wenigstens etwas wärmen.
Harry nahm es entgegen. In seinem Inneren hatte sich ein warmes Gefühl ausgebreitet, wahrscheinlich begannen die Tränke schon zu wirken. Er fühlte sich nicht mehr ganz so kraftlos wie noch vor ein paar Minuten. Entweder Draco hatte einiges neues in Sachen Tränke gelernt oder Snape hatte die Tränke für ihn gebraut.
Wie auch immer, es war Harry im Moment ziemlich egal. Er breitete die Kleidungsstücke aus und begann sich anzuziehen. Draco hatte in der Zwischenzeit alles zusammengepackt und war zur Tür gegangen. "Gut, ich denke ich habe alles getan. Ich wünsche dir noch eine angenehme Nacht, Potter. Schlaf gut, denn vielleicht wird es deine letzte Nacht sein, die du erleben darfst. Und bei Gott, ich hoffe es ist so.", sprach er gehässig und verlies die Zelle nicht ohne die Tür lautstark hinter sich zuzuwerfen.
Der Hass in Dracos Stimme schnitt sich in Harrys Seele. Natürlich, sie hatten sich noch nie gemocht, aber mit einer solchen Abscheu hatte er Draco noch nie reden gehört. Ob mehr hinter dem allen stand? Oder bildete er sich nur wieder Dinge ein, die es gar nicht gab?
Er streifte sich ein dunkelgrünes Sweatshirt über und rollte sich im Stroh zusammen um fast augenblicklich einzuschlafen. Die Tränke waren nicht ganz unschulig daran.
TBC
ich hoffe es hat gefallen, ist leider ein wenig kürzer geworden, als die vorigen beiden Kapitel, und ich fürchte auch ein wenig schlechter...
schreibt mir doch bitte, wie ihr das Kapitel fandet
knuddel
