Bis dahin waren noch 14 Tage.. Lang genug, um sich mental vorzubereiten – oder sich voll laufen zu lassen. Das entscheidet sich spontan.
Wie so manche Nachmittage waren wir auf dem Sportdeck der Enterprise – mit Hikaru und Pavel. Wir spielten zum zeitlichen Vertreib und auch ein wenig, um die heimlich genaschte Schokolade abzutrainieren, Badminton. (Das war besser als die Sit-Ups, die mir mein Bruder empfohlen hat, während er meinen Bauch anstupste.. Das kriegt der zurück.. Ob so ein Badmintonschläger hart genug ist..? Naja.. Rachepläne später)
Während wir aufbauten, spielte Uhura mit irgendeiner anderen Frau Tennis. Pffff.. Tennis.
„Uhura spielt Tennis?", fragte Hika – es verwunderte als nicht nur mich
„Ja, sie chat mjir mal erzjählt, dass sie spjielt", sagte Pavel. Langsam gewöhn ich mich an die vielen j's in seinen Wörtern..
„Hey, spielt ihr Federball?", rief Uhura von ihrem Feld herüber.
„Nein, dass ist Badminton!", schrie Hika ihr zu. Kathi und ich sahen uns an. Das könnte jetzt ´ne Weile dauern.
„Badminton-Federball - wo ist der Unterschied?" - kein Wunder, dass sie Tennis spielt. Von Badminton hat sie ja keine Ahnung.
Pavel begann grad zu erklären, als es mir zu bunt wurde. Ich schritt zwischen die beiden:
„Sind wir hier zum Quatschen oder zum Spielen?"
Ich bemerkte Kathi's dankenden Blick.
„Aufschlag, Mädchen", rief Kathi und warf den Ball in die Luft. Sie warf den Ball, schlug dagegen und sorgte für unseren ersten Punkt.. Ohne, dass ich was machen musste. Ach wie schön Sport sein kann
„1 zu 0 für uns", sagte ich und gab Kathi eine Highfive. Nächster Aufschlag. Der Ball flog hin, her, hoch, runter, links, rechts – flog einmal (leider nur fast) gegen Uhuras Kopf, während diese uns gelangweilt zusah. Und das erste Spiel gewannen wir 15:12. Und der erste Satz ging auch an uns. Dann machten wir Pause, Uhura lachte die Jungs aus – vielleicht ist sie doch nicht so übel. Immerhin freut sie sich für uns.
Den zweiten Satz gewannen die Jungs.. Wir sollten Keenser mitnehmen,.. Vielleicht bringt der grüne Kobold Glück?
Wir mussten noch einen dritten Satz spielen – Yuppie..
Da ich langsam keine Lust mehr hatte, wurden meine Bälle richtig fies, was dazu führte, dass wir 15:14 in Führung gingen. Jubel von den Rängen – inzwischen sah uns wohl das halbe Schiff zu, der Captain war auch da (Wann zur Hölle sind die alle her gekommen?) - spornte uns an und auch Kathi spielte immer fieser – braves Mädchen.
Letztlich verloren die Jungs und wir gewannen. Tja, Kirk. Siehst'e mal. Wir sind besser, als deine Brückenkommando-Hupfdohlen.
Kathi und ich feierten uns ein bisschen, während Captain Kirk da saß und uns anstarrte. Spanner-Alarm?
Wir gingen zu ihm rüber, weil unsere Flaschen dort lagen.
„Interessant, was Schwestern so drauf haben", meinte er und reichte uns unsere Flaschen.
„Manchmal mehr als Brüder", antwortete Kathi. Recht hat sie.
„Ihr habt Chekov und Sulu besiegt, ihr seid anscheinend richtig gut" bermerkte der Captain bewundernd
„Na ja, sie chaben erst dreizjehn mjal gjegen uns gjewonnen, und wir achtunddrejzig mjal", rechtfertigte sich Pavel – ernsthaft, Junge?
„Chekov, Sie zählen ernsthaft mit?"
Dann gingen wir zwei auf unsere Quartiere. Duschen, gammeln, die verlorenen Kalorien durch Schokolade wiedergewinnen..
