Die Tage vergingen.. Kabel, Werte, Tabellen und so.
Wir waren auf der Brücke, also Kathi und ich.
Als wir gerade begannen, uns über die ach so coolen Brückenkids lustig zu machen, kam ein Notruf und ich bekam Fluchtgedanken..
Auf einem Planeten namens Riegel VI haben ein paar Rebellen, die einen leichten *hust* Hass auf die Sternenflotte haben, anscheinend beschlossen, einfach mal die Leitung der Sternenflotte als Geiseln zu nehmen und uns damit zu ärgern. Da wir das einzige Schiff in der Nähe dieses Planeten waren, mussten wir ran. Wir werden alle sterben..
Als ich Pille ansah, merkte ich, dass nicht nur ich mir dachte, dass das unser Ende wird – mal wieder. Ist ja nicht so, dass wir noch nie mit völlig zerstörtem Schiff nach Hause geflogen sind.. Und da heißt es, Frauen können nicht fahren – hier sind nur Männer, außer Uhura, aber die hat die selbe Funktion wie ein Navi: Sie labert, keiner hört auf sie und wenn sie falsch liegt oder nicht arbeitet, flucht man auf sie. Naja.. C'est la vie, cherie.
„Bei Worpfjaktor funf sind wier in 10 Minutjen da, Kjeptin Kork" berichtete Pavel.
Kathi hielt Kirk eine Liste hin und ich begann mir Kirk als Weihnachtsmann vorzustellen, den man seine Wunschliste gibt.. Kirk mit Mütze.. Dickem Bauch.. Hmm.. Auf seinen Schoß würde ich mich freiwillig nicht setzen wollen. Ich misstraue ihm.. Besser gesagt, weiß ich, dass er sich und seine Hände nicht im Zaum hat.
Kirk fuchtelte mit seiner Hand so vor Kathis Klemmbrett rum, dass es aus seinem Sichtfeld verschwand und sagte: „Lass doch mal dein komisches Brett, ich habe jetzt wichtigere Aufgaben! OK, dann lasst uns mal einen Plan schmieden. Ich brauche Karten von der Station, auf der sie sind. Weil wir nicht in die Station beamen können, wegen des Kraftfeldes, müssen wir den Generator ausschalten. Kriegen Sie das hin, Scotty?"
„Klar Captain, ich glaube aber, dass ich bei ein paar Programmierungen Schwierigkeiten haben könnte. Wenn die Kommunikation gestört ist, brauche ich einen guten Assistenten da unten", erklärte Scotty via Kommunikator. Und ich hoffte inniglich, dass ich nicht mit musste. Der Planet war mir nicht geheuer.. Alles voller Krankheit und Gefahr.. Bah.
„Chekov kann sie unterstützen, dann brauche ich noch Leute, die eine Kampfausbildung ha.." und er starrte Sulu an.
Klar.. Sulu.. Fechten und Badminton. Er kann den Feind also entweder mit seinem Fechtsäbeldings zu Tode kitzeln oder ihn mit seinem Badmintonschläger tot hauen – Bratpfannenmethodik.
Plötzlich meldete sich Spock zu Wort und ich sah, wie Pille mit seinen Augen rollte. Die beiden hatten sich gefressen, das merkt man. Beste Freunde werden sie wohl nie. Ob Pille überhaupt mit jemandem den Status „beste Freunde" erreicht? Hmm.. In der Schule war er nicht sehr beliebt. Alle mochten ihn – nicht. Und er mochte alle – nicht. Ob das normal ist?
„Darf ich Sie darauf hinweisen, dass kein Offizier mehr auf der Brücke wäre, wenn Sie Mr Sulu, Mr Chekov, Mr Scott und Dr. McCoy-zur medizinischen Versorgung etwaiger Verletzter- mitnehmen, und ich Sie hinunter begleite? Miss Uhura hat heute keinen Dienst." sagte der Vulkanier.
Der Captain guckte nachdenklich.
„Pille hätte die Enterprise sowieso nicht bekommen, der macht sie ja nur kaputt", fing er dann an.
„Jim, danke für dein Vertrauen" sagte Pille mit einer echt dummen Stimme. Ich musste Lachen, weil ich die Story kannte, wie er Captain war – damals. Das war der Renner am Weihnachtsessen. Nur das war Thema und er stützte damals den Kopf mit beiden Händen und wünschte sich woanders zu sein – oder tot – oder im Erdboden zu versinken. Keine Ahnung. Irgendetwas.
„Dann wären die nächsthöheren Offiziere hier..." Kirk blickte sich um und sein Blick fiel auf die Ärmel von Kathis und meiner Uniform. Haben wir echt so viele Streifen? Ich blickte runter. Mist, einer. Wer bietet mehr? Ich merkte, dass auch Kathi sich panisch umsah und einfach hoffte, dass jemand anderes die Rolle übernimmt. Aber Fehlanzeige.
„In 5 Minuten beamen wir uns 2 Kilometer vom Objekt entfernt auf die Oberfläche. Bis dahin werden die freien Stationen besetzt. Miss Scott, Miss McCoy, Sie haben die Brücke."
Da haben wir den Salat.
„Captain, darf ich Sie darauf hinweisen...", setzte Spock an.
„Nein, Sie dürfen nicht", unterbrach der Captain.
Ist ja echt logisch, alle Offiziere der Brücke runterzubeamen. Nehmt doch ein paar Praktikanten mit. Die brauch eh kein Mensch.
„Und was sollen wir tun?", fragte Kathi – sichtlich verzweifelt.
„Was soll den passieren? Die Rebellen sind unten in der Station, ich brauch hier oben nur wen, der uns wieder hochbeamen kann, wenn wir da unten alles geregelt haben. Bis dahin können Sie sich ja um den Stuhl kloppen. Bis zum Abendessen ist Daddy wieder zurück, macht bis dahin keinen Kratzer in den Lack. Also Ela, Kathi, viel Spaß!"
Ehe ich mich über die Bezeichnung „Daddy" aufregen konnte, ließ ich mich verzweifelt in den Stuhl des Captains fallen – der übrigens echt unbequem ist. Aber so viele, schöne, blinkende Knöpfe. Uuuuuuiiiii. Ob das ein Schleudersitzaktivierknopf dabei ist? Lustige Vorstellung.
Später erfuhr ich von Kathi, die aus verschiedenen Berichten das Beste ausgesucht hatte, was genau ablief:
Unten auf dem Planeten drang die Gruppe noch ungesehen in den Gebäudekomplex ein. Da niemand wusste, wo die Geiseln festgehalten wurden, hatte die da unten sowas wie Ostern. Sucht die Geiseln. Macht auch mal Spaß. Die 15 Geiseln wurden angeblich in 2 Gruppen aufgeteilt. Aber auch unser Außenteam trennte sich, Pavel rannte mit MG rum, um technische Sachen zu machen, die anderen, also Kirk, Pille, Spock und Sulu suchten. Ihr Problem war, dass sie keinen Kontakt herstellen konnten. Deswegen mussten sie sich Treffpunkte ausmachen, wenn was passierte . Doofe Sache. MG und Pavel brauchten aber auch Zeit, das Teil zu finden und zu deaktivieren. Die hatten zwischendurch keine Probleme. Die anderen kaum. Die Probleme hatten wir auf dem Schiff. Denn entgegen aller Behauptungen hatten die Rebellen auch eins.
Nach meiner Schockstarre begann ich an einer Konsole rumzubasteln – das beruhigt mich ungemein. Daraufhin diskutierte Kathi mit mir, dass ich das nicht tun müsse, da ich Captain sei, bla bla blah.
Plötzlich schossen irgendwelche Leute auf uns und durchdrangen die Schilde.
„Was war das!?" rief Kathi während ich mich wieder aufsetzte. (Großer Ruck durch Schuss gegen Schiff, daraus folgt: Ela kippt um.)
„Eine Kugel, Ma'am. Davon hatten sie laut meiner Anzeige nur eine, aber sie haben unser Waffensystem getroffen, wir haben kaum noch Munition, wir können maximal drei Phaserschüsse abfeuern"
Mist. Mein Pieper knurrte. Keenser war anscheinend überfordert. Schiffsrumpf kaputt. Maschinenraum: Chaos.
Ich sprintete los und ließ Kathi zurück.
Ich rutsche ein paar mal aus der Kurve und flog gegen eine Wand – man ist es ja nicht anders gewöhnt. Ich rannte zudem gegen einen graugekleideten Menschen, während ich aus der Kurve flog, der mich dann im Arm hielt, weil ich halb umgefallen bin. Ich starrte einen blauäugigen, rothaarigen Mann an.
„Nicht mal laufen kannste." sagte der mit einem schelmischen Grinsen.
Na danke.
„Das war pure Absicht." entgegnete ich.
„Ja ja." sagte er ungläubig nickend.
„Ich teste die Rutschfestigkeit meiner Schu.. Fuck! Maschinenraum! Reparieren! Schussloch! Keenser! Muss weg!" sagte ich immer hektischer, riss mich los und rannte.
„Lern mal in ganzen Sätzen zu sprechen!" rief er mir lachend hinterher.
Ich murmelte ein paar Schimpfworte in mich herein. Und mir fiel auf: Der Typ aus der Kantine. Schon wieder. Ob Kathi dem auch dauernd über den Weg läuft? Oder kommt nur mir die Ehre zuteil?
Im Maschinenraum angelangt kam ein völlig panischer Keenser auf mich zu und klammerte sich an mein Bein, wie ein kleines Kind. Ich ließ mir alles berichten, was alles kaputt war. Ich hätte ehr fragen sollen, was noch ganz ist – dann wären wir schneller fertig gewesen.
Ich humpelte mit Keenser am Bein richtig Kontrollkonsole – die kontrolliert alle anderen Konsolen im Maschinenraum auf ihre Funktionsfähigkeit.
Mein Stiefel rutschte.
„Keenser? Dürfte ich mein Bein wieder haben?" fragte ich.
Er muckste leise, klammerte sich kurz fester um mein Bein und lies dann schweren Herzens los.
Ich rannte von Katastrophe zu Katastrophe zu totaler Katastrophe. Alles schien kaputt.
Haufenweise Leute rannten an mir vorbei, rannten mich um – immer wieder. Jetzt reicht's.
Ich pfiff laut und sagte ihnen, dass ich nun das Sagen habe. Ich koordinierte. Der da hin. Der dort hin. Der möglichst weit weg. Und Keenser setzte ich an die Kontrollkonsole. Er sollte kontrollieren, ob sie richtig kontrolliert. Wir wollen ihn in seiner Panik ja nicht überfordern.
Plötzlich hörte ich Kathis Stimme.
„Brücke an Maschinenraum, wie siehts da unten aus?" fragte sie.
„Na ja, in drei vier Stunden haben wir vielleicht wieder Photonentorpedos." sagte ich – grob geschätzt.
„Kriegen wir vielleicht jetzt schnell noch ein paar Phaserschüsse?" Sie flehte mich förmlich an..
Ich musste sie enttäuschen. Wir haben nichts. Wir sind so gesehen ein flauschiges Schäfchen umgeben von hungrigen Wölfen.
„Nein, leider nicht" sagte ich ihr.
„Ich brauch eine Möglichkeit, um ihre Schilde zu durchdringen", erinnerte sie – an alle appellierend.
„Wir haben nicht genug Schuss, tut mir leid, Kathi", gab ich zu. Mehr als Wattebällchen können wir nicht schießen. Und selbst die beschützt Pille wie seinen Augapfel.
Kurz überlegte ich, einen Tribble zu holen, zwei Minuten zu warten und dann 150 Tribbles auf das gegnerische Schiff zu schießen. Von Flauschigkeit zerstört.
Kathi riss mich aus meinen Gedanken:
„Wenn wir nun einen gezielten Tachion-Impuls aussenden würden, könnten wir die resultierenden Schildfluktuationen nutzen, um einen Treffer auf die Lebenserhaltungssysteme und die Energieversorgung zu erzielen", führte sie an.
Ich war verwirrt. Wie kommt die auf so was!?
„Das …..könnte klappen" sagte ich sichtlich verwirrt.
„Dann macht das so" - sie legte auf und wir machten uns an die Arbeit...
Währenddessen geschah Folgendes auf dem Planeten:
Sulu schon den Weg zu den anderen gefunden, die mit aller Macht den Raum verteidigten. MG und Pavel arbeiteten an einer Lösung. Als Pavel den Transporterstörstrahl unterbrochen hatte, hatte MG noch keinen Weg gefunden, das Kommunikationssignal wieder herzustellen.
Auf dem Schiff registrierten wir alle nicht, dass wir wieder beamen konnten, ganz einfach weil es nicht angezeigt wurde – ein Anzeigenfehler. Selbst in diesem Jahrtausend noch ein Problem. Wie wäre es mit einer Anzeigenkontrollkonsole? Marktlücke?
Nach Rumwerkeln und Keenser beruhigen machte ich mich zügig auf dem Weg zurück zur Brücke.
Mein Kleid war voller Flecken. Öl, Dreck und so ein Zeug.
Dort angekommen sah ich Kathi – in GELB!
„Schicke Uniform", lachte sie mich an.
Schwarze Stiefel, gelbes Kleid – eine Hummel! Bsssssss..
„Ach,lach doch", meinte sie, „öffnen Sie einen Kanal zum Schiff."
„Sie...Sie...", sagte der Typ auf dem Bildschirm.
Man sieht der dumm aus.
„Sie sehen ja lächerlich aus!" rief ich ihm entgegen.
„Ich finde, Sie haben ein zu großes Ego, Mr Pitt, Sie sind ein Arschloch mit Überwertigkeitskomplexen und anderen Problemen. Sie sollten mal zum Arzt. Oder sich erhängen", schlug ich vor.
Ich wäre eine gute Ärztin.
Ich meine.. Sich erhängen wäre für jede Krankheit ein Mittel. Allheilmittel!
„Spaß beiseite: Sie haben unser Schiff kaputtgemacht, Sie haben meine Crew verletzt..." begann Kathi.
Halt. Pille sagte, bis auf einige blaue Flecke – an mir, weil ich die Kurven nie kriege – ist niemand verletzt.
„Kathi, ich habe mit der Krankenstation gesprochen - niemand wurde verletzt", flüsterte ich ihr zu.
„Na und? Ich versuche, ihm ein schlechtes Gewissen zu machen und ihm zu drohen!" entgegnete sie.
Drohen? So? Ach wie goldig. Lass das mal Mutti machen..
„Das geht anders" sagte ich.
„Mr Pitt, Sie haben noch genau 5 Sekunden, um sich zu ergeben" meinte ich.
„Sonst beschießen wir ihr Schiff aus allen Rohren", fügte Kathi hinzu
Ich zählte:
„5...4...3...2...1"
„OK, Stopp!", rief Brad.
Sein Gesichtsausdruck war echt.. Zum Totlachen.
„Wir werden Sie jetzt in Gewahrsam nehmen. Fahren Sie Ihre Schilde runter und machen Sie sich bereit zum Beamen" erklärte Kathi ihm.
Wir erteilten Befehle, zum Beispiel an die Leute im Beamraum – sie sollen beamen.
Denn die Beamer müssen die Gebeamten in den Beamraum zurückbeamen. Beam, beam, beam, beaaaaaam! (Ich mag das Wort..)
Ich hatte die Brücke für mich, weil Kathi sich wieder umzog. Kein Gelb mehr.
Als alle auf dem Schiff waren, war auch Kathi wieder hier.
„Ich werde mich jetzt in diesen Stuhl setzen", legte Kathi fest.
„Das will ich sehen", meinte ich.
Zeitgleich versuchten wir, uns über die Armlehnen in den Stuhl zu werfen, was darin endete, dass wir beide zur Hälfte auf dem Stuhl saßen und uns kloppten – typisch wir!
Plötzlich schrie jemand aus dem Computer „Beamt uns jetzt rauf!".
Es war Kirk. Die Jungs hatten es geschafft, das Konsolen-Maschinen-Dings zu reparieren! Ahuuu!
Wir liefen dem Captain entgegen – wie kleine Kinder ihrem Papa.
„Na, Mädels, alles ganz entspannt, nicht wahr?" rief uns 'Papa' entgegen, Pille grummelte.
„Schön, dass du wieder da bist, Jim." sagte ich – wir duzen uns schon.. Wow! Bald sind wir Stammtischkumpels und machen High Fives und so.
„O ja, meine Enterprise...Ich bin verliebt. Man gibt einem Captain das Schiff so zurück, wie man es bekommen hat, also muss die Besatzung wieder an die richtigen Stellen, nicht?" lächelte er und tätschelte eine Wand.
Plötzlich fiel Kathi etwas ein.. Was es wohl ist... Oh, Mist.. Das Loch in der Hülle – Lächle, McCoy.. Als ob nichts wäre.
„Kathi, dir weicht die Farbe aus dem Gesicht, bist du krank?", fragte der Captain besorgt.
Plötzlich kapierte er, was war..
„Hast du mein Schiff kaputt gemacht!?"
Wir rannten – so schnell wie noch nie. Fast Warp..
Irgendwie landeten wir in der Kantine.
Drachenfrucht-Saft, om nom nom nom.
Kathi war total fertig und plante bestimmt schon ihre Beerdigung.
Ihr Blick.. Ich musste lachen.
„Was ist?", fragte sie genervt. Ach, Kathi.
„Du guckst so.. paranoid" antwortete ich ihr.
Während sie mich leicht gestört und Kopf schüttelnd ansah, schneite der komische Rotschopf vorbei.
„Hallo Marelc", flötete ich.
Eigentlich ist er ja schon süß..
„Guten Tag, Lieutenat.", antwortete Marelc.
„Nenn mich doch Ela", bat ich ihn. Nicht so förmlich, Schätzelein.
Kathi merkte, dass sie nicht hier sein wollte..
„Ich geh dann mal...", und weg war sie.
Er und ich starrten und an. Und nun?
Wir musterten uns mit nachdenklicher-bekloppter Miene..
„Also, Marelc.." begann ich..
„Das c ist an der falschen Stelle.." sagte er schmunzelnd.
„Macrel?" meinte ich fragend.
„Immer noch."
„Cmarel?"
„Wie blöd bist du eigentlich?"
„Mcarel!"
„Kein Wunder, dass das Schiff ein Loch hat.."
Ich trat ihn gegen das Schienbein.
„Nicht meine Schuld!"
„Dann die von der komischen da, die jetzt weg ist."
Ich trat nochmals. Doller.
„AUA!" er fasste sich ans Bein.
„Marcel?" fragte ich ihn.
„Na geht doch!" sagte er, noch immer sein Bein haltend.
„Also.. Marelc.." sagte ich, um ihn zu ärgern. Er guckte böse. Ich lachte und seine Gesichtszüge wurden weicher. „Spaß.. Marcel. Was machst du hier bei der Sternenflotte – außer über die Sternenflotte schimpfen?"
Er holte tief Luft... Oh oh.. ein Geständnis? Ist er etwa ein Terrorist. Von John Harrison, oder wie der hieß – hier Khan dings.. Ach, ich hasse Geschichte – ausgebildet?
Dann sagte er:
„Ich bin Elektroniker. Wurde hier her versetzt – keine Ahnung warum. Ich habe mich aber geweigert. Dennoch bin ich hier. Habe mich weiter geweigert. Nun bin ich zur Strafe Tischabwischer.. Aber Grau ist besser als rot!"
Ich schaute an mir runter.. Ich muss ihm Recht geben..
Huch, da sind Ölflecken auf meiner Uni...
„Und was machst du hier?"
Ich starrte ihn mit großen Augen an.. Dann begriff ich und erzählte, dass ich durch meinen Bruder auf die Enterprise kam – Familienzusammenführung, oder so – und nun im Maschinenraum unter dem Kommando von Kathis Bruder arbeite.
Wir erzählten und erzählten..
Nach gefühlter, kurzer Zeit sagte Marcel:
„So. Ich muss mal wieder arbeiten. Ich bin ja nicht wie du und kann den ganzen Tag nur rumsitzen und muss nur zwei, drei Schrauben festziehen.."
Gerade, als ich zum Konter ansetzen wollte, ging er winkend weg.
Ich winkte geistesabwesend zurück.
Dann bemerkte ich plötzlich, dass Kathi, Scotty und Pavel in die Kantine kamen.
„Hey, na, wo warst du, Kathi?" begrüßte ich sie.
„Kein gutes Thema" grummelte sie. „Wie lief's mit Marelc?"
„Er heißt Marcel" erklärte ich ihr.
„Gut, und habt ihr ein Date?" fragte sie neugierig.
Klar.. Wir treffen uns auf Chronos. Geheime Verabredung. Und damit es spannend und prickelnd ist, gleich auf feindlichem Gebiet – sorgt für den richtigen Kick...
„Vielleicht.." sagte ich, hoffentlich, ohne Rot zu werden.
„Ich freu mich für dich." lachte Kathi mich an.
Pavel unterhielt sich unterdessen mit seinem Mentor über die Veträglichkeit einer bestimmten Kapazität von Tachionstrahlen unseres Schildes und die Folgen einer Überdosis derer. Ich stieg mit ein – 'n Ründchen rumdiskutieren.
Kathi trank ihren Saft und streichelte ihren Tribble Jim.
Tage vergingen. Kathi mied die Brücke – bestimmt wegen des Loches in der Hülle..
Ich streuselte durch das Schiff.. Werte vergleichen. Meinen Tribble Alex einfangen (dafür, dass er keine Beine hat, ist er ganz schön flink..). Protokolle hin und her tragen.
