Hmm ja, sorry für die Pause, aber ich habe jetzt einen neuen Internetanschluß mit WLAN und hoffe, dass ich jetzt keine Probleme mehr habe und euch nicht mehr so lange warten lassen muss. Danke für die lieben Reviews. Ich freu mich immer sie zu lesen. Ja, ich bin auch schon gespannt, wie Weihnachten abrennt. Das Haus ist schon fertig in meinem Kopf, die Personen weniger, bis auf Eileen. Die mag ich jetzt schon. grins Aber hier gehts nun weiter mit Harry, Snape, Ron und Hermine.
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Quidditsch bei Nacht
„Ich möchte gerne deine Familie kennen lernen!" sagte Harry unvermittelt.
Severus sah Harry skeptisch an „Bist du dir sicher? Ich habe meine Mutter seit Jahren nicht mehr gesehen und meine Geschwister hassen mich!"
„Du hast Geschwister?"
„Halbschwester und Halbbruder!"
„Davon hast du mir nie etwas erzählt!"
„Es bestand auch bis jetzt keine Notwendigkeit dafür. Außerdem hab ich sie ebenfalls schon ewig nicht mehr gesehen!"
„Warum eigentlich nicht?"
„Meine Geschwister haben mir nie verziehen, dass ich ein Todesser bin!"
„War!" besserte Harry aus.
„Wie auch immer. Sie wollen mit mir nichts zu tun haben!"
„Aber deine Mum schickt dir jedes Jahr eine Einladung?"
„Ja"
„Also will sie mit dir zu tun haben!"
„Ja, ich weiß!" sagte Severus matt.
Harry runzelte die Stirn „Hast du Angst davor, deine Familie wieder zu sehen?"
„Wie kommst du denn darauf. Nein, natürlich nicht!" stellte Severus klar.
„Dann bitte, lass uns Weihnachten mit ihnen verbringen!" flehte Harry.
Severus seufzte, doch schließlich antwortete er, „Also schön, wenn du unbedingt willst!"
Harry nickte heftig mit dem Kopf.
„Aber auf deine Verantwortung!"
„Okay!" Harry war ganz aufgeregt. Er hatte sich nie Gedanken darüber gemacht, ob sein Onkel selber Familie hatte, oder nicht, aber jetzt brannte er förmlich danach alle kennen zu lernen.
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Die letzten Tage vor Weihnachten vergingen schnell. Das Gesprächsthema Nummer eins „Harry und Snape" verebbte langsam und machte Weihnachtsplänen Platz. So fanden sich auch Harry, Ron und Hermine am Abend des letztem Schultags vor den Weihnachtsferien im Gemeinschaftsraum wieder.
„Du gehst also mit Snape zu dessen Familie?" fragte Ron und ihm war anzusehen, dass er das nicht für amüsant hielt.
„Ja!"
„Ich fasse es immer noch nicht, dass er Geschwister hat!" gestand Ron.
„Warum nicht, wir wissen von Professor Snape doch nichts!" sagte Hermine, „Wir wissen doch auch von den anderen Lehrern nicht, was für Familien sie haben!"
„Ja, aber Snape... dass es da noch mehr geben soll, finde ich unheimlich!"
„Ron, deine Aussage ist nicht sehr feinfühlig!" mahnte Hermine, als sie Harrys leicht enttäuscht Gesicht sah.
„Tut mir Leid, Harry. Aber ich kann einfach in Snape nicht das sehen, was du in ihm siehst!"
„Schon gut, Ron. Es ist ja nicht so, dass er sein Verhalten im Unterricht geändert hat" sagte Harry.
„Das hat er wohl!" widersprach Hermine, „Er ist viel fairer zu den Schülern aus den anderen Häusern. Er ist nach wie vor streng, aber gerecht!"
„Ich bin trotzdem froh, dass ich nicht in seinem NEWT Kurs bin" sagte Ron.
Harry war auch froh, aber dass würde er in tausend Jahren nicht zugeben. Durch Rons Abwesenheit, konnte er viel konzentrierter arbeiten.
„Wann wirst du mit Snape aufbrechen?" fragt Ron, um das Thema zu wechseln.
„Morgen Vormittag, so wie ihr!" sagte Harry.
„Bist du schon sehr aufgeregt?" fragte Hermine.
„Ich bin sicher, ich werde die Nacht kein Auge zu bringen!"
„Das können wir nicht verantworten!" sagte Ron unvermittelt.
„Wie willst du es verhindern?" fragte Harry verwirrt.
„Hol deinen Besen!" sagte Ron und sprang auf.
„In einer Stunde ist Ausgangssperre!" rief Hermine warnend.
„Na und, das ist genug Zeit!" erklärte Ron und lief los um seinen eigenen Besen zu holen.
„Jungs!" sagte Hermine und schüttelte den Kopf.
Als Harry und Ron mit geschulterten Besen wieder in den Gemeinschaftraum kamen, saß Hermine mit aufgeschlagenem Buch vor den Kamin und las.
„Du kommst nicht mit?" fragte Ron.
„Es ist mitten im Winter. Ich setzt mich nicht bei Minustemperaturen in den Zuschauerbereich und warte bis ich eine Krippe bekomme."
Ron und Harry sahen sich an, dann zuckten sie mit den Schultern und marschierten los.
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Kurz darauf flogen Harry und Ron über das Quidditschfeld und warfen sich einen Übungsquaffel zu. Hermines Warnung war längst vom Wind verweht worden, als die beiden verschiedene Tricks ausprobierten.
„Sieh mal, wenn du so angeflogen kommst und dann so eine Drehung machst, kann dir niemand den Quaffel abnehmen und du hast genug Zeit um einen gezielten Schuss durch die Ringe zu machen!" erklärte Ron begeistert.
„Ja, nur zu dumm, dass ich der Sucher bin!" sagte Harry und lachte als Ron ihm den Quaffel entgegen warf. Geschickt fing ihn Harry auf und machte eine Rolle. Als er mit dem Kopf nach unten hing, sah er eine schwarze Figur mit wehendem Umhang, die sich rasch dem Quidditschfeld näherte.
„Oh oh!" sagte Harry und beendete seine Rolle, „Wie spät ist es?"
Ron warf einen Blick auf seine Armbanduhr und fluchte leise. Harry verstand die Geste und schluckte. Snape würde sicher nicht fragen, ob er mitfliegen durfte. Mit schuldbewussten Mienen landeten Ron und Harry vor dem wütenden Professor.
„Ich habe wirklich große Lust euch beide über Weihnachten im Kerker einzusperren. Was habt ihr euch dabei gedacht, mitten in der Nacht Quidditsch zu spielen?"
„Es ist erst acht!" wies Ron hin.
„Es ist nach Ausgangssperre und es ist bereits dunkel!"
„Ich wollte nur Harry ein bisschen ablenken, damit er in der Nacht gut schlafen kann, Professor. Und das Mondlicht auf dem Schnee spendet genug Licht zum-"
„Es.Ist.Nach.Ausgangssperre! Ihr beide habt außerhalb des Gryffindorturms nichts zu suchen! Und Harry, ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt bezüglich ‚dein Leben leichtfertig aufs Spiel zu setzen'! Ins Schloss, alle beide!" Snape wies mit der Hand die Richtung.
Harry und Ron setzten sich in Bewegung, dicht gefolgt von ihrem Professor. Als sie wieder im Inneren waren, erkannte Harry den enttäuschten Gesichtsausdruck hinter Snapes Maske.
„Entschuldige, Professor. Wir hatten nicht vor so lange zu fliegen. Wir haben die Zeit übersehen!" sagte Harry leise.
Snape schüttelte ungläubig den Kopf. „Es ist egal, wie spät es ist. Es ist seit gut drei Stunden dunkel draußen. Du hättest wissen müssen, dass es gefährlich ist, nach Sonnenuntergang das Schloss zu verlassen. Gerade wenn ihr Quidditsch spielt, ist eure Aufmerksam überall nur NICHT auf eurer Umgebung. Weißt du, wie leicht ihr in einen Hinterhalt hättet kommen können? Es herrscht Krieg, falls dir das entgangen sein sollte!"
Harry lies den Kopf hängen. Er musste sich eingestehen, dass er in dem Moment, in dem Ron vorgeschlagen hatte, fliegen zu gehen, keine Sekunde daran gedacht hatte, ob es gefährlich werden könnte.
„Gerade nach den letzten Ereignissen, hatte ich mehr Weitsicht von dir erwartet!" fuhr Snape fort.
Harry lief rot an vor Scham. „Es tut mir Leid!" flüsterte er.
„Oh toll. Ich werde es auf deinen Grabstein meißeln lassen! ‚Hier liegt Harry Potter, der Möchtegern Retter der Welt. Durch Leichtsinnigkeit ums Leben bekommen. Aber, es tut ihm sehr Leid!"
Harry wünschte sich, der Boden würde sich unter seinen Füßen auf tun und ihn verschlucken. Die Worte seines Onkels, so ruhig sie auch ausgesprochen wurden, waren schlimmer, als jede Schimpftriade.
„Sieh mich an, Harry!" befahl Snape schließlich.
Harry biss sich auf die Lippe und sah gequält auf. „Es tut mir wirklich Leid!" flüsterte er erneut, „ich werde versuchen in Hinkunft mehr auf mich aufzupassen!"
„Versuchen?" wiederholte Snape, „Nicht versuchen. Machen! Ich habe keine Lust, mir einen Text für deinen Grabstein überlegen zu müssen!"
Es dauerte eine Weile bis Harry die Worte richtig verstanden hatte, dann wanderten seine Mundwinkeln langsam nach oben und er lächelte schwach. „Ich verspreche, ich pass besser auf mich auf!" sagte er mit festerer Stimme.
„Das will ich hoffen, und jetzt verschwindet, bevor ich es mir anders überlege!"
Das ließen sich Ron und Harry nicht zweimal sagen. Schnell liefen sie die Stufen hoch, die zum Gryffindorturm hinauf führten.
„Mann, haben wir Schwein gehabt. Er hat uns nicht einmal Punkte abgezogen!" sagte Ron erleichtert.
„Mir wäre ein Punkteabzug lieber gewesen, als Sevs Vorwurf, dass ich unvorsichtig bin, auch wenn er Recht hat!"
„Aber eines muss man Snape lassen. Er macht sich wirklich Sorgen! Vielleicht ist er doch der Richtige für dich!" gab Ron zu. „Ich meine, meine Mum hätte nicht anders gehandelt, nur sie hätte nicht so ruhig geredet, sondern es durchs ganze Haus gebrüllt!"
Harry schmunzelte, „Danke!"
„Für was? Dass ich dich in Schwierigkeiten gebracht habe?"
„Nein, dass du mir helfen wolltest und dass du mir endlich Recht gibst im Bezug auf Snape!"
Ron blieb stehen und warf Harry einen langen Blick zu. „Ich bin dein Freund, vergiss das nicht. Ich stehe immer auf deiner Seite und ich vertraue dir und deinem Urteil!"
„Seit wann denn das?"
„Seit heute! Ich habe an Snape gezweifelt, aber du hattest Recht, Harry. Er ist fürsorglich zu mindest wenn es um deine Sicherheit geht. Ich habe noch nie eine Emotion in Snapes Gesicht gesehen. Aber gerade eben, das war nicht der Snape, den ich kenne, das war dein Onkel!"
Harry warf Ron einen dankbaren Blick zu. Es wurde ihm um einiges leichter ums Herz, jetzt da er wusste, dass Ron immer noch hinter ihm stand.
„Und wenn ich beschließe würde mit Malfoy Freundschaft zu schließen? Würdest du dann auch meinem Urteil vertrauen?" fragte Harry schließlich.
„Denkst du wirklich, dieses Fredchen könnte mehr sein, als das Abbild seines Vaters?"
„Was wissen wir schon über Draco?" rechtfertigte sich Harry.
„Fragst du mich das jetzt ernsthaft?" wollte Ron wissen.
Harry nickte. Er hatte schon öfters überlegt, was wohl passieren würde, wenn er Draco ein Friedensangebot machen würde.
„Ich denke, er wird ein Todesser genau wie sein Vater. Und als solcher ist er nicht vertrauenswürdig!"
„Aber Draco hat das dunkle Mal noch nicht!"
„Weißt du das so genau?" fragte Ron.
Harry stockte „Nein. Aber wenn er es noch nicht hat, meinst du es wäre möglich ihn zu retten, bevor er den dümmsten Fehler seines Lebens macht?"
„Wieso willst du ihn retten?" fragte Ron verständnislos.
„Ich weiß nicht. Hunde die bellen, beißen nicht!" sagte Harry.
„Häh?"
„Ist ein Sprichwort unter Muggeln. Ich meine nur, Draco beleidigt uns zwar oft, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er einen umbringen könnte. Spätestens wenn er den ersten Mord im Auftrag von Voldemort machen müsste, würde er sich dafür hassen, wenn er es überhaupt zusammen brächte"
„Harry. Wieso denkst du so viel über ihn nach?"
„Ich weiß nicht. Ich wünschte ich könnte, den Leuten klar machen, dass es falsch ist, sich Voldemort anzuschließen."
„Du kannst nicht alle retten, Harry. Vor allem nicht, wenn sich die Leute nicht retten lassen wollen. Denkst du wirklich, du könntest Malfoy davon überzeugen, dass Todesser sein falsch ist, während sein Vater ihm vom Gegenteil überzeugt?"
„Sein Vater ist im Gefängnis!" erinnerte Harry.
„Ach komm schon Harry, wach auf. Glaubst du Malfoy hat keinen Kontakt mehr zu seinem Vater? Du wirst ihn nicht retten können, nicht bevor du Voldemort ausgelöscht hast. Der Typ sorgt schon dafür, dass er keine Schäfchen verliert. Malfoy ist, wenn er es nicht bereist ist, sicher bald ein Todesser."
Harry brummte unzufrieden. Er wusste nicht warum er Draco überhaupt ins Gespräch gebracht hatte, aber je länger er darüber nachdachte um so mehr, wünschte er sich, er könnte Draco daran hindern Todesser zu werden. Seit dem Geständnis seines Onkel, begann Harry Parallelen zwischen Snape und Draco zu sehen.
„Dennoch, wenn Draco sich retten lassen würde. Würdest du mir dabei helfen?"
Ron starrte Harry lange an, ehe er zögernd nickte. „Ich werde dir immer helfen!" sagte er schließlich. ‚Und auf dich aufpassen!' fügte in Gedanken hinzu.
„Danke, Ron. Das bedeutet mir viel!" sagte Harry und ein herzhaftes Gähnen entkam ihm.
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Harry hatte keine Probleme mit dem Einschlafen, dafür umso mehr mit dem Aufstehen am nächsten Morgen. Im Halbschlaf packte er seinen Koffer und taumelte mit Ron und Hermine zum Frühstück.
„Du siehst nicht, so aus, als hättest du gut geschlafen!" stellte Ron leicht enttäuscht fest.
„Im Gegenteil. Ich habe zu lange geschlafen. Normalerweise wache ich immer um sieben Uhr auf!" sagte Harry und griff gähnend nach dem Krug Kürbissaft.
Das Frühstück rüttelte Harry schnell wach und auch die Aufregung, die er am Vortag gespürt hatte, kam langsam wieder zurück.
„Ich hoffe, sie sind nicht alle wie Snape" gestand Harry, „Ich meine, so wie er früher war. Ich mag nicht schon wieder nach meinem Vater beurteil werden."
„Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann war Snapes Mutter auch mit einem Potter zusammen."
„Ja, aber er hat sie verlassen, schon vergessen. Immerhin ist George Potter dann zur Mutter meines Vaters gegangen."
„Aber Snape ist doch auch ein Potter, oder?" fragte Hermine vorsichtig, „Seine Mutter wird es ihm und dir sicher nicht zum Vorwurf machen!"
„Aber ich bin der Enkel von Sevs Mutters Exmann! Sie wird mich hassen!"
„Wenn diese Gefahr bestünde, dann würde Professor Snape mit dir nicht dahin fahren!"
„Wie Recht Sie haben Mrs Granger!" mischte sich eine Stimme dazu. Professor Snape war mit seinem Frühstück fertig und wollte nun Harry die genaue Abreisezeit sagen, als er Zeuge des Gesprächs wurde.
„Professor, bitte entschuldigen Sie. Es war unhöflich hinter Ihrem Rücken über Sie zu sprechen!" sagte Hermine unsicher.
„Solange ihr euch auf Tatsachen stützt, um Harry Mut zu machen. Mut für eine Entscheidung in die er mich getrieben hat!"
Harry lief rot an und senkte den Blick.
„Es mag vielleicht unhöflich sein Harry, aber wenn du doch lieber hier bleiben willst, wäre es kein Problem. Dann sage ich meiner Mutter ab. Es ist ja nicht so, dass sie wirklich daran glaubt, dass wir kommen!"
„Nein. Ich will fahren!" sagte Harry schließlich und sah seinem Onkel an.
„Also gut. In einer halben Stunde treffen wir uns in der Eingangshalle. Ich möchte aufbrechen, noch bevor der große Abreiserummel der Schüler anfängt."
„Okay!" sagte Harry und Snape verschwand wie immer mit wehendem Umhang.
„Wie macht er das eigentlich?" fragte Ron.
„Was?" fragte Harry.
„Das mit dem wehendem Umhang."
„Das macht nicht Snape!" klärte Hermine auf, „das ist der Stoff, aus dem der Umhang gemacht wurde. Ein sehr teurer und seltener Stoff, übrigens!"
