Hallo!
Es dauert lange, ich weiß... ( Aber das wird sich bald ändern, ich poste so in 3 Wochen viel schneller! Dafür ist das Chapter jetzt auch länger! )
Tut mir leid, dass ich heute die Reviews nicht einzeln beantworte, aber das hole ich im nächsten Chapter nach: Piratenehrenwort! ;-)
Aber auf jeden Fall ein rieeeeeeeesiges DANKESCHÖN an alle Reviewer, dafür poste ich gern weiter! )
So und jetzt viel Spaß!!!!
A NEW SAGA BEGINS…
SECRETS WILL BE REVEALED…
AND A CAPTAIN WILL FIGHT A DESPERATE BATTLE…
Never shall we die
2.Mordanschlag
"Was tust du da, du Nichtsnutz!" bellte Barbossa den arglos herumsitzenden Ragetti an, der aus einem Stück Holz offensichtlich ein Auge schnitzen wollte. Als er von seinem Captain allerdings so angefahren wurde, stieß er ein erschrockenes "Sir!" aus und warf sowohl Messer als auch Auge weit von sich.
"Willst du mir wohl aus dem Weg gehen!" rief Barbossa herrisch, obwohl Ragetti ihm eigentlich nicht im Weg gewesen war. Er hatte lediglich das Pech, das Opfer von Barbossas schlechter Laune zu werden.
"Verzeihung, Captain!" beeilte sich Ragetti zu sagen und sprang auf, um dem davonkullernden Auge hinterherzujagen. Barbossa sah ihm (für einen kurzen Moment leicht amüsiert über seine ungeschickte Art) hinterher, schüttelte dann den Kopf und setzte seinen Weg über den Steg zu der Festhalle der Piraten fort. Er wusste genau, wovon seine schlechte Laune kam: Seit Tagen saß er mit seiner Crew in der Schiffbruch Bay fest und es hatte nicht den Anschein, dass sie in der nächsten Zeit wieder zur See fahren könnten. Er vermisste das offene Meer, das an Deck stehen und Kommandos rufen, das leichte Auf und Ab des Schiffes, wenn es sanft durch die Wellen glitt... Was nutzte es ihm schon, die Pearl zu besitzen, wenn er mit ihr nicht das Meer befahren durfte?! Aber er musste sich den Befehlen des Königs beugen, so verlangte es der Kodex...
Barbossa wurde jedesmal schlecht bei dem Gedanken, wer nun mit dem Titel König der Piraten herumlief. Erst hatte er angenommen, Elizabeth Turner würde auf der Insel, auf der sie ihren Ehemann das letzte Mal gesehen hatte, bleiben, bis dieser zurückkehren würde. Aber er hatte sich getäuscht: Wenige Tage, nachdem er und die Crew (aus Ratlosigkeit, weil Jack ihnen die Karte gestohlen hatte) in der Schiffbruch Bay angelegt hatten, war sie mit ihrem eigenen Schiff zurückgekehrt und hatte ihr Recht auf den "Thron" geltend gemacht. Und eine ihrer ersten Amtshandlungen war gewesen, Barbossa den Befehl zu erteilen, sie als Berater zu unterstützen.
Barbossa hatte inzwischen, immer noch in finstere Gedanken versunken, die Festhalle erreicht. Die beiden Wächter, die seit kurzer Zeit erst vor dem Tor postiert waren, sahen ihm abweisend entgegen.
"Wer seid Ihr und was wollt Ihr von dem König?" fragte einer von ihnen und spuckte aus. Barbossa warf ihnen einen verächtlichen Blick zu, der beide etwas aus dem Konzept brachte.
"Ihr wisst, wer ich bin! Macht das Tor auf, denn ich habe wirklich keine Lust, mich mit euch zu streiten." sagte Barbossa wahrheitsgemäß und von einem so dunklen Blick begleitet, dass der eine Wächter zaghaft grinste.
"Äh... natürlich! Verzeiht, Captain Barbossa, aber wir müssen jeden fragen, der..."
"Lasst mich einfach rein." unterbrach ihn Barbossa ungeduldig. Es war sein Vorschlag gewesen, zwei Wachen vor dem Tor zu positionieren, seitdem die Macht des Ordens der Freibeuter immer mehr wuchs. Jetzt war es zu spät, diesen Vorschlag zurückzunehmen, denn Barbossa konnte unmöglich vor Elizabeth zugeben, dass er sich in der Nützlichkeit der Wachen geirrt hatte.
Die Wächter öffneten mit einiger Mühe das Tor und Barbossa marschierte festen Schrittes hindurch. Am Ende der Halle konnte er schon Elizabeth sehen und das trübte seine Stimmung noch etwas mehr, falls das überhaupt möglich war. Wie hatte es passieren können, dass dieses unerfahrene, verwöhnte Weib Piratenkönig geworden war? Er verfluchte innerlich zum bestimmt tausendstenmal Jack Sparrow, als er sich ihr näherte.
"König Turner, Ihr habt mich... rufen lassen?" Er spuckte die letzten beiden Worte eher aus, als dass er sie sagte. So viel Respekt er auch vor dem König gemäß dem Kodex zeigen musste, er würde sich dennoch nie vor ihr verneigen. Wenigstens hatte Elizabeth eingesehen, dass sie das Amt des Königs bei ihrer mangelnden Erfahrung nicht alleine ausüben konnte und hatte sich bei Barbossa als Berater Hilfe gesucht – was diesen allerdings überhaupt nicht begeisterte.
Sie lächelte ihn überlegen an. "Captain Barbossa, ich habe Euch vor zwei Stunden rufen lassen! Es wäre wünschenswert, wenn Ihr demnächst etwas pünktlicher erscheinen könntet." sagte sie etwas kühl und Barbossa hörte leichte Verärgerung aus ihrer Stimme. Er zuckte munter die Schultern und meinte: "Ich bin auch von Zeit zu Zeit mit anderen Problemen als mit Euren beschäftigt, Mrs Turner."
Sie stemmte, jetzt ganz klar wütend, die Hände in die Hüften.
"Meine Probleme sind ebenfalls die Euren! Wenn wir es nicht schaffen, den Freibeuterorden zu zerschlagen, werden bald sowohl ich als auch Ihr auf dem Grund des Meeres liegen – oder glaubt Ihr, sie würden auch nur einen Piratenlord überleben lassen?" fragte sie.
Barbossa hatte hinter ihr eine Schale Äpfel erspäht und beugte sich so weit vor, um einen von ihnen zu erreichen, dass sein Gesicht von Elizabeths nur Zentimeter entfernt war.
"Vermutlich nicht." flüsterte er. Sie fasste seine Bewegung allerdings anders auf und obwohl er diese Zweideutigkeit durchaus beabsichtigt hatte, war er nicht auf ihre Reaktion gefasst. Bevor Barbossa in irgendeiner Art und Weise reagieren konnte, richtete Elizabeth einen Dolch auf seine Brust.
"Wagt nicht zu viel, Captain Barbossa!" zischte sie. Er lächelte sie beinahe freundlich an.
"Aye, verzeiht..." Er nahm sich einen der Äpfel und biss geräuschvoll hinein. "... mein König!" endete er mit vollem Mund und kaum verständlich.
"Oh..." machte Elizabeth, als sie bemerkte, dass Barbossas Interesse zumindest nicht in erster Linie ihrem Körper, sondern den Äpfeln gegolten hatte. Sie zog den Dolch zurück und wirbelte herum, damit der Piratencaptain nicht sah, dass sie rot anlief. Allerdings, dachte sie zu ihrer Verteidigung, weil sie die Situation so verkannt hatte, war es auch kein Wunder, dass sie in Barbossas Gegenwart ab und zu nervös wurde. Und zwar nicht, weil er sie vor einiger Zeit hatte umbringen wollen, sondern weil er auf eine absolut unerklärliche mysteriöse Weise von den Toten auferstanden war. Bei Jack hatte sie wenigens noch miterlebt, wie er zurückgekommen war, aber Barbossa...
Dennoch war Barbossa der Pirat, zu dem sie in der Schiffbruch Bay am meisten Vertrauen hatte, seitdem die Macht des Ordens der Freibeuter gewachsen war...
Krach!
Elizabeth zuckte leicht zusammen, als das laute Geräusch, mit dem Barbossa in den Apfel biss, sie in die Wirklichkeit zurückholte.
"Ihr habt Recht!" sagte er zu ihrem Erstaunen.
"Wie bitte?"
Barbossa schluckte den Bissen hinunter, bevor er antwortete. "Ihr habt Recht, wir müssen alles tun, um den Orden zumindest zu schwächen. Aber, wenn ich ehrlich sein soll... Die Chancen, ihn zu zerschlagen, sind mehr als gering, da werdet Ihr mir doch zustimmen? Nun, wie dem auch sei, eine Allianz der Piratenlords gegen den Orden wäre ein guter Anfang, aber ich bezweifle, dass sie alle diesem Vorschlag zustimmen werden."
Elizabeth verschränkte die Arme. "Sie werden zustimmen! Ihnen liegt ebensoviel an ihrer Freiheit, wie allen anderen Piraten auch und die werden sie nicht für einen Fetzen Papier hergeben, der sie dazu zwingt, im Dienste Englands zu segeln!"
Barbossa stieß ein Schnauben aus und warf den abgenagten Apfel kurzerhand hinter sich.
"Ihr vergesst, dass einem Freiheit nicht sehr nützlich ist, wenn man nicht genügend Mittel besitzt, um sie zu nutzen. Es gibt nur eines, das Piraten wichtiger ist, als ihre Freiheit: Gold! Und wenn man es recht betrachtet, erlangen sie durch den Pakt mit England nur Vorteile, sie werden nicht mehr von der Navy gejagt und können in aller Ruhe Handelsschiffe Spaniens plündern... jedenfalls solange England sich mit Spanien noch im Krieg befindet..." fügte er nachdenklich hinzu.
"Aber warum stellt Ihr Euch nicht in den Dienst der Navy?" fragte Elizabeth sarkastisch. Barbossa wanderte etwas weiter in einen dunkleren Winkel der Halle und blieb im Schatten stehen. Elizabeth sah, wie Jack, das Äffchen, angelaufen kam und an seinem Herrn hochkletterte, um sich in seinen Armen niederzulassen.
"Weil das Papier, das ich dafür unterschreiben müsste, mich an die Krone binden würde und ich nichts weiter als ein Soldat wäre. Ich würde einer Flotte angehören und nicht länger ein Pirat, sondern vielmehr ein Werkzeug der Engländer sein. Viele Piraten, die das nicht erkennen, sondern von ihrer Gier geblendet sind, vergessen das. Und es werden jeden Tag mehr." sagte Barbossa mit seltsamer Stimme, die Elizabeth noch nie zuvor von ihm gehört hatte. Sie konnte sein im Schatten verborgenes Gesicht nicht sehen, nur seine Hand, die abwesend Jack kraulte.
Langsam ging sie durch die Halle und blieb wie zufällig vor der Treppe stehen, die zu ihren Privaträumen führte. Sie dachte an die Kiste, die dort, gut versteckt in einem geheimen Hohlraum im Fußboden, wartete und an das, was sie beinhaltete. An ihren wertvollsten, kostbarsten Besitz. Sie glaubte, das Herz William Turners in der Truhe schlagen zu hören. Warum war er genau dann nicht da, wenn sie ihn brauchte? Warum dann, wenn sie endlich hätten vereint sein können?
Will... Was soll ich tun?
In ihren Augen begannen die Tränen zu brennen, aber sie zwang sich, sie herunterzuschlucken. Stattdessen stellte sie ihre Frage Barbossa, obwohl sie wusste, dass sie damit Hilflosigkeit und somit Schwäche zeigte.
"Was soll ich denn unternehmen? Ich kann ihnen nichts weiter bieten, als ihre Freiheit und ihr verdammtes Piratenleben!" sagte Elizabeth und wollte sich umdrehen. Plötzlich legten sich Hände sie und sie konnte einen Aufschrei noch gerade unterdrücken. Als sie Barbossas Ring erkannte, durchzuckte sie Empörung, aber eine hastig flüsternde Stimme nah an ihrem Ohr gebot ihr Einhalt.
"Verzeiht mir, Mrs Turner, aber ich fürchte, wir sind nicht länger allein..."
Sie neigte den Kopf beiseite und wisperte zornig zurück: "Das gibt Euch nicht das Recht, mich anzufas..."
"Haltet den Mund, Missy! Drei Männer zielen im Moment mit Pistolen auf uns, also seid still! Wenn ich Euch gleich loslasse, dann springt Ihr vorwärts und greift dann den Mann hinter dem Fass links von Euch an! Verstanden?"
"Das Fass..?" Der Rest von Elizabeths verwirrter Frage wurde unterbrochen, denn Barbossa warf sie so heftig von sich, dass sie zu Boden fiel. Noch im Fall hörte sie den Knall von Pistolenschüssen und glaubte für einen Moment, getroffen zu sein, als sie hart auf dem Boden aufkam. Doch dann rappelte sie sich wieder auf und sah sich schnell nach dem Fass um, das Barbossa genannt hatte. In der verzweifelten Hoffnung, dass es das Richtige war, sprang sie, den Säbel ziehend, auf das Fass zu und erkannte den Mann dahinter, der sich offenbar eben erst von der Überraschung erholt hatte und jetzt ebenfalls seinen Säbel zog und sie angrinste. Elizabeth wusste, dass er sie unterschätzte und nutzte das sofort zu ihrem Vorteil.
Sie griff an, aber als er ihren ersten Hieb locker abwehrte, musste sie sich wütend eingestehen, dass er ein relativ guter Schwertkämpfer war. Trotzdem griff sie erneut an, parierte dann seinen Schlag und zuckte bei der Kraft zusammen, die ihren ganzen Körper erzittern ließ, als die Klingen aufeinander trafen. Erneut knallte ein Pistolenschuss und jemand stöhnte.
"WACHEN!" schrie sie jetzt erst laut, als ihr auffiel, dass keiner der beiden Torwächter in dem Raum erschienen war, um sie zu beschützen. Wütend hieb sie erneut auf ihren jetzt nicht mehr grinsenden Gegner ein und verfluchte innerlich die "edelste aller Piratentraditionen". Aus dem Augenwinkel sah sie, wie einer der beiden verbliebenen Kämpfer zusammenbrach. Sie erkannte nur, dass der Gefallene einen dunklen Mantel trug.
"NEIN!" rief sie entsetzt, weil ihr dieser Mantel nur zu bekannt vorkam. Aber als sie den Kopf zu den Männern umdrehte, war es nicht Barbossa, der von einer Klinge durchbohrt am Boden lag. Der Piratencaptain stand mit blutigem Säbel in der Hand über seinem Opfer und starrte Elizabeth an.
"Missy!" rief er dann und deutete auf ihren Gegner. Erst jetzt bemerkte Elizabeth, dass sie vollkommen abgelenkt war und diese Sekunden gereicht hatten, damit ihr Gegner eine Pistole zog und diese auf sie richtete.
"Lebt wohl, König!" sagte ihr Feind und hatte wieder das widerwärtige selbstgefällige Grinsen im Gesicht. Elizabeth konnte ihn nur etwas verwirrt anstarren und realisierte zu spät, dass die Pistole, die auf sie gerichtet war, ihr Tod sein würde. Es knallte laut, als der Abzug gedrückt wurde. Dann geschah etwas anderes, womit weder Elizabeth, noch ihr Gegner gerechnet hatten: Ein dunkler Schatten sprang fast genau zeitgleich zu dem Moment, in dem der Knall die Luft in der Halle zerriss, zwischen Elizabeth und den Lauf der Pistole.
Elizabeth fragte sich für einen Moment benebelt, ob sie vielleicht schon tot war und dieser Mann, der vor ihr stand, gekommen war, um sie abzuholen... Aber dann erkannte sie die Statur (und den riesigen Hut) des Mannes, der sich zwischen sie und die Pistole geworfen hatte. Ihre Finger verloren plötzlich die Kraft, das Schwert zu halten und es fiel klirrend zu Boden.
"Barbossa..." flüsterte sie und berührte ihn zaghaft an der Schulter. Der Captain schwankte leicht. Elizabeth wusste nicht, warum er sich zwischen sie und die tödliche Kugel geworfen hatte, aber es war ihr auch egal. Es war wieder ein Mensch ihretwegen sterben. Kälte durchzuckte ihren Körper und hinterließ eine taube Gefühlslosigkeit.
James...
"Nein..."
Sao Feng...
So viele waren ihretwegen schon gestorben... So viele...
Jack...
... hatten ihretwegen gelitten... Sie spürte, wie die Gefühlslosigkeit langsam und zitternd durch Verzweiflung ersetzt wurde.
Will...
In sekundenschnelle traten wütende, verzweifelte Tränen in ihre Augen.
"Bitte..."
Barbos...
Sie schrie laut auf und riss den Piraten herum, auf dessen Gesicht nur Erstaunen zu sehen war und schüttelte ihn so stark, dass er beinahe zu Boden ging.
"NEIN! IHR DÜRFT NICHT STERBEN!" Ihre Sicht war durch die Tränen geblendet. Etwas fiel dumpf zu Boden. Sie klammerte sich an Barbossa fest, aber als er plötzlich sprach, wäre sie beinahe vor Überraschung zu Boden gegangen, denn seine Stimme klang keineswegs wie die von jemandem, der im Sterben lag.
"Eure Sorge rührt mich zutiefst, Missy! Ihr seid tatsächlich die Erste, die diesen Satz ausspricht!" Er klang tatsächlich belustigt. Elizabeth erstarrte und erwachte langsam aus ihrem Wahn. Konnte es sein, dass... Sie hörte auf, ihre Finger in das Hemd des Piraten zu bohren und sah langsam zu ihm auf. Er grinste leicht und Elizabeth begriff, dass er nicht in Begriff war, das Zeitliche zu segnen. Sofort ließ sie ihn los und trat einen Schritt zurück.
"Aber... Er..." Der Angreifer lag am Boden. Als Jack plötzlich an Barbossa hochsprang, bemerkte Elizabeth die rauchende Pistole in dessen Hand. Der Piratencaptain schien höchst amüsiert an ihrem Gesichtsausdruck zu sein.
"Was ist los, Missy?"
"Ich... ich..." Sie ballte die Hände zu Fäusten und spürte anstatt Erleichterung Scham und Wut über Barbossas Fähigkeit, sie ständig in peinliche Situationen zu bringen. "Ich hasse Euch!"
Barbossa zuckte die Schultern und schien ein Lachen zu unterdrücken. "Nun, diesen Satz habe ich schon des Öfteren gehört... Gut, genug davon... Missy..."
"Ich bin verheiratet und außerdem..." begann Elizabeth zornig und hob ihren Säbel auf. Ihre Hände zitterten immer noch teils vor Schock und teils vor Wut.
"Es ist mir egal, was außerdem ist! Diese Männer waren hier, um Euch zu töten. Ich gehe davon aus, dass der Orden sie geschickt hat. Ein guter Rat: Verlasst die Schiffbruch Bay sobald wie möglich!" Barbossa drehte sich um und öffnete das Tor zur Halle. Draußen war die Dunkelheit hereingebrochen. Links und rechts von der Tür konnte Elizabeth zwei Körper am Boden liegen sehen und atmete tief aus. Die Wachen waren wohl doch nicht traditionsbewusst gewesen...
"Wohin geht Ihr?" fragte Elizabeth Barbossa mit in ihren eigenen Ohren hilflos klingender Stimme. Er drehte sich kurz um.
"In Eurer Nähe ist es zur Zeit nicht gerade sicher, meint Ihr nicht auch?"
"Aber ich..."
"Was hätte es für einen Vorteil für mich, wenn ich heute länger bei Euch bliebe? Ich werde mich zurückziehen, Euer Hoheit!" sagte er trocken und ging in die Nacht hinaus. Elizabeth starrte ihm hinterher, zu verwirrt und erschrocken, als dass sie ihm kommandieren hätte können, zurückzukommen.
Sie wusste nicht, wie lange sie so dastand und ins Dunkel hinausblickte. Irgendwann warf sie das Tor zu und begann, mit den Fäusten so lange auf das massive Holz einzuhämmern, bis sie absolut keine Kraft mehr hatte und zu Boden sank. Sie weinte selten, jedenfalls hatte sie das immer von sich gedacht. Aber jetzt weinte sie, der Piratenkönig, wie ein kleines Kind, schluchzend und das Gesicht in den Händen verborgen. Sie konnte nicht mehr. Ihre raspelnden, unregelmäßigen Atemzüge hallten laut in der Halle wider.
"Will..." flüsterte sie. "Will..."
Weit, weit entfernt, an einem anderen Ort, zuckte der Captain der "Flying Dutchman" zusammen.
"Was ist los, mein Sohn?"
"Ich..." Will drehte sich unsicher zu seinem Vater um. "Ich muss jemanden sehen!"
Okay! Sorry, dass Norrington und Will nicht vorkamen... ( Das Chapter ist länger geworden, als zunächst geplant und sonst hättet ihr noch länger warten müssen! Ich habe in letzter Zeit etwas Stress, aber bald, so in 3 Wochen, update ich dann schneller, versprochen!
Hoffentlich reviewt ihr! )
Bis bald,
Lily.
