Guess, who's back... Back again... xD
WICHTIG:
Diese Story wird fortgesetzt, nachdem es eine unendlich lange, unverzeihliche Pause gab. Ich bitte dennoch um Entschuldigung und hoffe, dass sich das Warten gelohnt hat – allerdings muss ich zugeben, dass dieses Kapitel eher ein kleines, letztes "Durchatmen" ist, bevor dann der Hauptplot beginnt – ich hoffe, es gefällt euch allen trotzdem.
Äh, ich hoffe, das liest überhaupt noch jemand, wenn ja, dann bitte lass doch ein kleines Review da, meinetwegen auch nur ganz, ganz kurz... )
NOCH WICHTIGER:
Das nächste Kapitel erscheint erst Mitte Februar, ich bitte bis dahin um Geduld und hoffe, dass die Leser sich darauf freuen können. )
AM WICHTIGSTEN:
Diese Story ist ab jetzt (neben den Machern von FdK natürlich xD) SELENE FALCON gewidmet, die mich mit ihren großartigen Reviews dazu inspiriert hat, doch noch weiterzuschreiben, obwohl ich es eigentlich aufgeben wollte. DANKE! )
AUCH NOCH GUT ZU WISSEN:
Ähm... Ich hab einen Fehler gemacht: Teague ist natürlich NICHT Piratenkönig, sondern Wächter des Kodex... Aber ich hoffe, dass lasst ihr durchgehen und rechnet es als "Künstlerfreiheit". xD
kellysophie: hey, vielen dank für dein review! Ich hoffe, du liest noch weiter.
selene falcon: nun... wie schon oben erwähnt, danke ich dir nochmal herzlichst für deine Reviews. ) So, jetzt aber schnell zu deinen Fragen:
Natürlich wissen sie nicht, ob die Piratenlords dem Code alle treu sind und das ist ihnen auch bewusst. Allerdings haben sie keine große Auswahl an Verbündeten, die vertrauensseelig sind – unter Piraten nun einmal Berufsrisiko, aye. ;-)
So noch einmal kurz zu James: Die Sache mit der Gehirnwäsche ist ein guter Tipp... Und noch soviel: Calypso hat nichts damit zu tun, das wäre auch zu viel verlangt von der Guten. ;-) Ich hoffe, du liest weiter!
kari: Ich danke dir sooo herzlich für dein Review! umarm Hoffentlich liest du weiter, denn deine Reviews haben mich sehr gefreut und aufgebaut! Wie gesagt, die Sache mit Teague... Du hattest natürlich vollkommen Recht, verzeihung... P Ich würde mich freuen, wenn du weiterlesen würdest!
So, nun aber genug geredet und: SCHRIFT AB!
1. Die Ruhe vor dem Sturm
Als Barbossa die Festhalle verlassen hatte, hatte er aus den Augenwinkeln wahrgenommen, dass die beiden Wächter der Halle tot auf dem Boden lagen. Wie hätte es auch anders sein sollen?! Der Orden war nicht dafür bekannt, Zeugen zurückzulassen. Die Piraten hatten sicher nicht einmal begriffen, was mit ihnen geschah...
Etwas unsicher wollte er an den Toten vorbeigehen, aber plötzlich verschwammen die dunklen Umrisse, die die Nacht preisgab, vor seinen Augen und er keuchte ungewollt auf. Verdammt! Er stolperte zurück zur Halle und drückte sich fest gegen die Außenwand, die Augen geschlossen und schwer atmend. Vorsichtig ließ er seine Hand an seine rechte Schulter wandern und zischte vor Schmerz auf. Natürlich, er hatte zu unachtsam pariert, war seinem Gegner lieber ausgewichen und hatte ihn höhnisch angegrinst, aber der stechende Schmerz in der Schulter spürte sich wie eine Warnung für den nächsten Kampf an. Obwohl er – und das war ihm mehrfach durch seinen Erfolg bestätigt worden – ein guter Fechter war, neigte er dazu, sich zu sehr hinreißen zu lassen. Aber im Kampf durfte er sich primär nicht auf seine Emotionen konzentrieren, sondern musste herausfinden, welche Schwächen sein Gegenüber hatte und diese dann skrupellos ausnutzen. Es hatte keinen Sinn, in einem Zweikampf Mitleid zu haben, das hatte er schon mit 14 Jahren schmerzhaft erfahren müssen.
Mit einem weiteren leise gemurmelten Fluch schüttelte er heftig den Kopf, um seine Sicht zu klären und sah sich sorgfältig nach eventuellen Feiden um – in der Schiffbruch-Bay war man niemals vor Angreifern sicher. Egal, ob sie nun zum Orden gehörten oder nicht, leicht erbeutete Wertgegenstände waren den Piraten immer willkommen. Aber Barbossa hatte nicht die Absicht, sich wie ein erbärmlicher, versoffener Schweinehund ausrauben zu lassen, das würde seinem Stolz doch zu arg zusetzen. In der Dunkelheit konnte er aber nichts verdächtiges erkennen und sein Instikt (auf den er sich meistens verlassen konnte) sagte ihm ebenfalls, dass es in dieser Nacht zumindest zu keinem weiteren Anschlag kommen würde. Mit einem letzten, prüfenden Blick zurück in Richtung Halle stieß er sich mit dem unverletzten Arm von der Wand ab und flüchtete schnell in den Schatten des nächstgelegenen Hauses.
Er zuckte zusammen, als ein plötzliches, dumpfes Krachen von der Halle zu ihm hinüberschallte und seine Hand wanderte instinktiv an seinen Gürtel, wo er den Säbel befestigt hatte. Sofort bereute er es, denn seine Schulter protestierte gegen die hastige Beweung mit einer neuen Welle von Schmerzen und als ein gedämpfter, verzweifelter Schrei zu Barbossa hinüberhallte, wusste er, dass Elizabeth von Innen vor Wut gegen die Tür hämmerte.
Barbossa verzog seinerseits wütend das Gesicht. Wie hatte es nur so weit kommen können, dass ein hysterisches Weib Piratenkönig wurde und ihm Befehle erteilte?! Für einen Moment fragte er sich ernsthaft, ob es entwürdigender war, ausgeraubt oder von Elizabeth Turner herumkommandiert zu werden.
Er musste weg von der Halle, sonst, so fürchtete er, würde Mrs Turner heute Nacht doch noch sterben, allerdings nicht durch die Hand eines Attentäters, den der Orden geschickt hatte...
Nachdenklich ging Barbossa die Straße hinunter und blieb dabei immer in den Schatten verborgen. Es wäre keine allzu gute Idee, sich in seinem Zustand auf einen Kampf einzulassen, obwohl er sich sicher war, dass er selbst verletzt noch gegen eine Bande von herumlungernden Nichtsnutze bestehen könnte.
Barbossas Gedanken wandten sich den neusten Problemen zu, die unerfreulich schnell eingetreten waren: Der Orden wollte den Piratenkönig also so schnell wie möglich töten.
Es war nicht schwer, den König ausfindig zu machen, da jeder Pirat wusste, dass er in der Schiffbruch-Bay Quartier bezogen hatte. Aber dennoch war der Zeitpunkt des Mordanschlags für den Freibeuterorden günstig gewählt, da bald ein Treffen der Bruderschaft stattfinden sollte. Barbossa fragte sich insgeheim, ob einer der Piratenlords möglicherweise selbst ein Mitglied des Ordens war, aber sofort gab er den Gedanken wieder auf: Jeder, wirklich jeder der Piratenlords war so vertrauensunwürdig, dass er gut und gerne dem Orden beigetreten sein könnte. Bei dem Treffen würde Barbossa zumindest gut darauf achten, dass nicht allzu viele geheime Informationen an die Piratenlords gingen...
Barbossa schrak zusammen: Er hatte vergessen, auf seine Umgebung zu achten, so versunken war er in die dunklen Gedanken versunken gewesen. Ein leises, ganz leises Klacken hatte ihn wieder zurück in die ebenso dunkle Realität gerissen, denn sein ganzer Körper reagierte auf dieses Geräusch mit äußerster Hochspannung. Es war dieses Klacken, das viele Seemänner kurz vor ihrem Tod gehört hatten und das in Barbossa unangenehme Erinnerungen weckte. Mit einem Knurren blieb der Piratencaptain stehen, als er spürte, wie ihm der Lauf einer geladenen Pistole in den Rücken gedrückt wurde. Das hatte ihm gerae noch gefehlt! Als er allerdings dachte, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, wurde er des Besseren belehrt.
"Ganz ruhig, aye?!" meldete sich eine triumphierende, seltsam singende Stimme, die Barbossa abgrundtief hasste.
"Sparrow!" spuckte er und wollte sich mit einem dutzend Flüche auf den Lippen umdrehen, um diese Jack entgegenzubrüllen. Zu seinem großen Bedauern und Erschrecken war Jack jedoch schneller und griff gezielt, als wüsste er, dass es Barbossa Schmerzen zufügen würde, nach dessen rechter Schulter.
"Jack, Nei..!" konnte er noch hervorstoßen, bevor Jack fest zupackte und für einen Moment Punkte vor seinen Augen tanzten. Verfluchter Hundesohn! Gegen seinen Willen keuchte er kurz vor Schmerz auf und nutzte Jacks Verblüffung darüber aus, um seine Hand von der Schulter zu stoßen. Der Schmerz wütete schlimmer als zuvor in der frisch geschlagenen Wunde und Barbossa war, als würde dadurch pure Wut durch seine Adern gepumpt.
"SAG MAL, WAS FÄLLT DIR..?" setzte er relativ harmlos an, um sich in einen Tobsuchtanfall hineinzusteigern.
"Hector! Jetzt sag bloß, du hast dich geschnitten?" unterbrach ihn Jack erfreut und rieb die Fingern aneinander, zwischen denen Barbossas Blut klebte. Seine Schadenfreude versetzte Barbossa noch mehr in Rage, er streckte mit einem verächtlichen Schnauben die Hand nach Jacks Kragen aus und zog ihn näher an sich heran. Gerade, als er ausholte, um Jack kräftig in das immer noch grinsende Gesicht zu schlagen, drückte Jack die Pistole als Erinnerung an seine Überlegenheit gegen Barbossas Brust.
"Das würde ich nicht tun, mein Freund..." sagte Jack leise, aber bestimmt. Er und Barbossa starrten mehrere Sekunden ohne zu Blinzeln mit mörderischem Hass in die Augen des anderen. In Barbossas Geist wurde Jack während diesen Sekunden gehängt, geviertelt und mehrmals von ihm selbst erschossen. Ihm wurde wieder einmal klar: Er hasste Jack Sparrow!
Aber dennoch blieb ihm schließlich nichts anderes übrig, als den anderen Piratenlord loszulassen und mit einem überlegenen Lächeln, das er nur in Anwesenheit Jack Sparrows gebrauchte, zurückzutreten. Jack erwiderte dieses Lächeln durch ein ebenso süßliches, arrogantes Grinsen.
"Eigentlich hab ich mir vorgestellt, dass ich mich freuen würde, dich wiederzusehen – aber in meinen Vorstellungen hingst du auch jedesmal am Hals aufgeknüpft in irgendeinem bedeutungslosen Hafen. Wirklich erstaunlich, dass die Crew noch nicht gemeutert hat, ich hatte ihnen zumindest etwas Anspruch und Geschmack zugetraut." meinte Jack enttäuscht, ohne die Pistole auch nur einen Millimeter zu senken.
"Oh, beides haben sie bewiesen, als sie dich hier zurückgelassen haben, Jack, erinnerst du dich? Wo wir gerade von einer Crew sprechen, ich kann doch annehmen, dass deine Crew wie immer nur aus dir selbst besteht, aye?! Denn ich denke nicht, dass Captain Teagues Mannschaft so heruntergekommen wäre, um dir Gefolgschaft zu leisten." erwiderte Barbossa und presste die linke Hand auf die verwundete Schulter. Er bemerkte, wie Jacks Augen kurz zu seiner Verletzung wanderten und ärgerte sich darüber, dass er seine Schwäche so offen zeigen musste.
"Es ist amüsant, dass..." begann Jack, wurde aber von einer Stimme unterbrochen, die einem Mann gehörte, der hinter ihm aus den Schatten trat.
"... dass hier zwei Piratenlords offenbar nichts Besseres zu tun haben, als sich wie keifende Waschweiber zu streiten."
Barbossa und Jack tauschten einen letzten, hasserfüllten Blick, bevor sie sich Teague zudrehten. Jacks Vater betrachtete sie mit einer Mischung aus Ärger und Interesse. Bevor Barbossa zu Wort kam, zog Teague ihn und Jack in den Schatten des Hauses zurück, aus dem sie sich während ihrer Streiterei unabsichtlich entfernt hatten.
"Passt auf, wo ihr steht!" warnte er. Jack schnappte protestierend nach Luft.
"Aber er..."
"Still jetzt! Folgt mir!"
Jack Sparrow brauchte am nächsten Morgen nur ein paar Sekunden, um sich daran zu erinnern, was gestern vorgefallen war. Das war ungewöhnlich, da er normalerweise beim Zusammentreffen mit anderen Piraten viel trank und am nächsten Morgen mit einem heftig schmerzenden Kopf und einem lückenhaften Gedächtnis erwachte. Nachdem sie bei der "Royal Freedom" an Bord gekommen waren, hatte Teague sowohl ihm als auch Barbossa freundlich erklärt, dass jeder Mordversuch an Bord mit dem Tod bestraft würde. Leider wusste Jack, dass sein Vater in solchen Dingen niemals log und so war er dazu verdammt gewesen, Barbossa munter über das Deck schreiten zu sehen.
Ansonsten hatte Teague gestern nichts mehr gesagt, nur, dass Jack und Barbossa beide auf seinem Schiff bleiben sollten. Den Protest der beiden Piratenlords, sie wollten auf die Black Pearl, hatte er wortwörtlich niedergeschlagen.
"Jack, bist du wach?" fragte eine Stimme und jemand klopfte an die Tür seiner Kajüte.
"Nur, wenn du nicht Barbossa bist... oder eine mordlustige Sirene!" setzte er nachdenklich hinzu. Die Tür öffnete sich und Gibbs streckte den Kopf hinein.
"Weder das eine noch das andere, Jack! Aber vor diesen Sirenen muss man sich wirklich in Acht nehmen! Captain Teague hat befohlen, dass ich dich wecken soll." sagte Gibbs gewichtig.
"Was ist denn passiert?" fragte Jack neugierig. Gibbs zuckte die Schultern.
"Gar nichts, er wollte einfach, dass du aufstehst. Bis später, Jack!" Damit verschwand er aus der Kajüte des Piratenlords.
"Dieser..." Jack sprach nicht weiter, denn er wusste, dass alles, was er sagte, auf der "Royal Freedom" gegen ihn verwendet werden konnte. Das er sich allein glaubte, hieß schließlich nicht, dass er alleine war...
Er beendete den Satz im Geist mit einer farbenfrohen Auswahl an Flüchen, bevor er aufstand und sich langsam anzuziehen begann. Draußen hörte er den Wind um die Schiffe sausen, als würde er ein geheimnisvolles Lied pfeifen, dessen Botschaft nur er alleine verstand. Ein Sturm zog auf.
Jack warf einen Blick auf die Schiffbruch Bay – das erste Mal, dass er sie bei diesem Besuch im Tageslicht sah. Gibbs trat neben ihn.
"Aye, Jack, da kommen doch Erinnerungen hoch, was?"
"Ja... Nein! Ich meine... Jedes Mal, wenn ich hier stehe, glaube ich, dass noch ein Rest Würde in diesem Drecksloch steckt, doch dann passiert irgendetwas und ich..."
"Jaaaack!"
"Ach, da haben wirs ja schon!" regte sich Jack verärgert auf, als Barbossa ihm diesen Gruß zurief. In ihm begann der Wunsch, Barbossa zu zerschlitzen mit der Sehnsucht nach einem ruhigen, warmen Bett zu konkurrieren.
Ohne das eine oder das andere gewinnen zu lassen, bedachte er Barbossa mit einem süffisanten Grinsen und ging mit bedächtigen Schritten auf ihn zu.
"Ja, Hector?"
Barbossa, lässig an die Reling gelehnt und mit dem Fernrohr spielend, zeigte seine Verärgerung darüber, dass Jack seinen ungeliebten Namen verwendete nicht.
"Ich fragte mich gerade, wie tief ein Mann gesunken ist, wenn er auf dem Schiff seines Vaters anheuern muss... Was meinst du?" fragte er stichelnd.
"Ich meine, dass..."
"WAS IST DENN HIER SCHON WIEDER LOS?!" polterte Teagues Stimme über das Deck und Jack zuckte zusammen, als er beobachtete, wie sein Vater wütend schnaubend über das Deck auf sie zugelaufen kam. Die Pistole in seiner Hand machte den Anblick nicht unbedingt vertrauenswürdiger und Gibbs, der ihm entgegenkam, drehte sich, als er die Gefahr erkannte, auf dem Absatz wieder um.
"Ich hab doch gesagt, dass auf diesem Schiff Mordversuche, Herumgebrüll und Streitereien zwischen Piratenlords verboten sind!!! Oder hab ich mich etwa nicht klar genug ausgedrückt, Jacky?" fragte er und Barbossa ließ ein leises, schadenfrohes Schnauben bei dem "Jacky" hören.
"Hector hat angefangen!" beschuldigte Jack sofort seinen ehemaligen ersten Offizier. Er bereute es sofort, denn Teages Augen schienen aus ihren Höhlen hervorzuquellen, was ein Anzeichen von äußerster Wut und durchaus auch einmal Mordlust war.
"Verdammt, Jack, verstehst du denn nicht, in was für einer Lage du dich bef... In was für einer Lage wir uns alle befinden?!" zischte Teague ihm mit leiser, drohender Stimme zu. Gleichzeitig warf er Barbossa einen finsteren Blick zu, als wollte er sagen: Wenigstens du müsstest es begriffen haben!
Jack senkte leicht den Kopf, allerdings nicht vor Scham, sondern eher, um nicht in Teagues Augen blicken zu müssen, die unnatürlich nah und durchdringend an seinen klebten. Als er wieder aufsah, drehte er sich zu Barbossa um, um ihm noch einen giftigen Blick zuzuwerfen, aber der Piratenlord kümmerte sich nicht um Jack, sondern trat mit ernstem Gesicht neben Teague.
"Ist die Zusammenkunft bereits arrangiert?" fragte Barbossa und streichelte abwesend Jacky, der auf seinen Arm geklettert war und von dort aus begeistert über das Schiff blickte. Ein Windstoß rüttelte an den Seilen und ließ einige Holzplanken ächzen, als die schwere "Royal Freedom" hin-und hergeschaukelt wurde. Jack sah in den grauen Himmel hinauf und war sich sicher, dass bald ein Unwetter losbrechen würde.
"Die meisten der Piratenlords sind bereits in der Schiffbruch Bay angekommen. Aber einige fehlen noch, vielleicht kommen sie noch, vielleicht wurden sie gehängt, wer weiß das schon... Übermorgen werden wir den Rat zusammenrufen. Aber für heute wird es genügen, wenn du, Jack, ich und König Turner gemeinsam beratschlagen, was wir der Bruderschaft überhaupt verkünden wollen und was nicht. Vertrauen zu anderen ist seit dem Mordanschlag gestern noch wertvoller geworden." sagte Teague.
"Moment, Mordanschlag?" fragte Jack alamiert und sprang so plötzlich vor, dass Jacky empört zusammenzuckte.
"Es hat einen Mordanschlag auf Elizabeth Swann gegeben." flüsterte Teague Jack vertraulich zu, nachdem er sich nach allen Seiten umgesehen hatte.
"Ha!" rief Jack und lief ein paar Meter von den anderen beiden Piratenlords weg. Das wurde ja immer schöner! Sein eigener Vater vertraute Barbossa offensichtlich mehr, als ihm! Verdammter... Pirat! Und Lizzy, Lizzy war...
"Und WARUM SAGT MIR DAS NIEMAND, HM?!" brüllte er sich seine Wut aus der Kehle und stampfte wieder auf die Piraten zu. Hinter sich hörte er jemanden kichern und als er sich drohend umblickte, sah er auf dem Boden Ragetti und Pintel hocken, denen das Lachen auf den Gesichtern eingefroren schien.
"Was gibts da zu lachen?! Kusch!" Jack machte eine entsprechende Handbewegung und er beobachtete leicht befremdet, wie die beiden flohen und sich dabei gegenseitig im Weg herumstanden. Eine schwere Hand, die sich auf seine Schulter legte, ließ Jack zusammenzucken. Als er sich umdrehte, blickte er in Teagues Augen, die ihn erneut mit demselben Ausdruck musterten, wie zuvor, doch diesmal weigerte sich Jack, den Blick zu senken.
"Hast du die Karten?"
"Ja, aber..."
"Pass auf sie auf, Jacky! Aber was noch viel wichtiger ist... Bitte pass auf dich selber auf!" Mit diesen Worten wand sich Teague ab und ging mit schweren, schleppenden Schritten unter Deck.
Während Jack noch zu verkraften versuchte, dass sein Vater ihn zum ersten Mal um etwas gebeten hatte, erkannte er, warum er seinem bohrenden Blick nicht hatte standhalten können: Er hatte nicht glauben wollen, dass in den Augen seines Vaters furchtbare Sorge um ihn gelodert hatte.
In der Ferne sah Jack Barbossa, der sich mit der einen Hand die verletzte Schulter massierte, aber er bemerkte erschrocken, dass er vor Schock nicht einmal Schadenfreude empfinden konnte.
Die Karte, die sich unter seinem Mantel befand, fühlte er mit einem Male so deutlich, als hätte sie Feuer gefangen und würde auf seiner Haut brennen.
"Nicht gut..."
Nun, das wars dann mal wieder!
Bis zum nächsten Mal,
eure Lily!
