Der Fluch der Ewigen Jungfrau

So und noch mal zu Erinnerung ( da eine gute Freundin von mir total vergessen hatte, welche Zeichen was anzeigen ;) )

/Gedanken/

„Reden"

~Parsel~

Kapitel 15.

Harry tapste den beiden Erwachsenen mit einem flauen Gefühl hinterher. Gleich sollte er mit dem Lord und allen anderen Menschen zu Abend essen, von denen er bisher immer gedacht hatte, dass sie ihn am liebsten Tod sehen würden.

Wie sollte er sich verhalten? Cool und lässig? Als wenn es etwas wäre, was ihm tagtäglich passierte? Oder doch lieber kühl und unnahbar, so dass niemand wirklich erkennen konnte wie seine wahren Gefühle waren?

/So würde ich mich ja eigentlich der Gesellschaft anpassen. Von denen zeigt eigentlich niemand Gefühle.../

Nun gut, die coole Masche würde Harry wohl nicht durchziehen können und die Kalte Maske beherrschte er ja einigermaßen, da er mit dieser in Hogwarts fast jedem gegenübergetreten war.

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als plötzlich Remus und Severus vor einer reich verzierten Tür standen, in dessen Holz Obstranken eingeschnitzt waren.

Severus drehte sich zu ihm um.

„Harry?"

Er sah ihn an und Severus sah schon wieder diese Maske die er verabscheute. In Hogwarts hatte er sie zu genüge gesehen.

„Mach dir keine sorgen, du schaffst das schon!", dann trat er näher an ihn ran und flüsterte in sein Ohr: „ Und bitte verschließ dich nicht wieder hinter deiner Maske. Hinter dieser Tür befinden sich keine schlechten Menschen, jeder hat dort seine kleinen oder großen Fehler." Der Tränkemeister strich ihm noch kurz aufmunternd durchs Haar und bekam von Harry ein bestätigendes nicken.

„Es ist auch nicht so das ich Angst habe.. aber, na ja.. wie soll ich sagen? Ich weiß auch nicht so recht, es ist einfach alles total neu für mich und ich kann nur froh sein, das zumindest Remus meine Gefühle einigermaßen nachvollziehen kann, denn für ihn ist es fast genauso. Oder?" Harry sah seinen Paten verunsichert an.

„Du hast Recht Harry. Aber ich vermute einfach das ich nicht mehr so durcheinander bin wie du. Denn mein ‚Weltzusammenbruch' liegt schon einige Stunden hinter mir und ich hatte etwas Zeit mir darüber Gedanken zu machen."

Harry nickte verstehend, er war ja auch erst seit höchstens 1std. wach.

Severus Snape besah sich die beiden noch einmal, ehe er dann seine Hand um den Türgriff legte und diese langsam öffnete.

Innen war wieder einmal eine heftige Diskussion zu Gange, da Draco immer noch nicht fassen konnte, wie sein Vater ihn nur mit dieser Schnepfe Pansy verloben konnte. Nun ja, Lucius wollte sich den Spaß nicht nehmen lassen seinen Sohn noch etwas im Ungewissen lassen und die anderen Anwesenden würden es ihm nicht nehmen.

Vor allem nicht Blaise, da dieser seine Schadenfreude noch genießen wollte, bevor Draco ihn lynchen würde.

Der Lord saß am Tischende und war der erste der bemerkte das Severus eintrat. Augenblicklich hob er die Hand und unterbrach Dracos Einwände.

„Nun ich hoffe ihr werdet jetzt wieder einen gepflegteren Ton annehmen. Immerhin haben wir Gäste."

Damit nickte er rüber zur Tür in der Severus und Remus nebeneinander standen und so die Sicht auf Harry versperrten.

Blaise sah überrascht zu den beiden Personen.

„Hey Severus! Hast du den besten Freund meines Verlobten vergessen oder vergrault?" Der Tränkelehrer zog unerwartet seine Augenbraue hoch und sah zur Seite. Harry war nicht da. Stand er etwa noch draußen ?

Doch ehe Severus auch nur ein Ton von sich geben konnte, ertönte hinter den beiden Harrys Stimme.

„Nun, um deine Frage zu beantworten Blaise. Nein, er hat mich weder vergessen noch vergrault. Das einzige was dein geliebter Hauslehrer tat, war stehen zu bleiben", damit zwängte er sich zwischen die beiden verwunderten Männer und stand nun der anwesenden Gesellschaft gegenüber.

„Und wenn 2 größere Herren vor einem stehen wird man leicht übersehen."

Harry wusste nicht genau woher dieses plötzliche Selbstbewusstsein herkam, er hoffte einfach nur das es nicht wieder weggehen würde.

„Ach Harryschatz! Da bin ich ja beruhigt, ansonsten würde Ron mir die Schuld daran geben das es dir schlecht geht. Na ja und wenn wir schon davon reden," damit stand er auf und führte Harry zu dem noch freien Stuhl neben sich „ich werde mich hier um dich kümmern und aufpassen das der böse Draco dich nicht beißt."

Frech zwinkerte er ihm zu und bekam gleichzeitig einen Klaps auf den Hinterkopf.

„Aua! Wofür war das denn?" sich über die schmerzende Stelle reibend, sah er den blonden Übeltäter an.

„Dafür das es dich gibt." Schnaubte der Eisprinz und verschränkte seine Arme vor der Brust.

Narcissa warf ihrem Sohn missbilligte Blicke zu und Harry der noch gar keine Zeit hatte zu reagieren verkniff sich schwer ein grinsen. Er hatte ganz vergessen das Blaise hier war und da er mit diesem ganz gut befreundet war, könnte er sich vielleicht doch ganz schnell an die Situation gewöhnen.

Severus und Remus indessen hatten sich neben Lucius und Narcissa niedergelassen. So saßen sie den 3 Jugendlichen gegenüber.

„So da nun alle Anwesend sind, denke ich können wir getrost mit dem Essen beginnen." Voldemort klatsche zweimal in die Hände und sofort erschien das Essen auf dem Tisch. Es reichte von Suppen und Salaten bis hin zu Brot, Brötchen und verschiedene Beilagen. Alles so vorbereitet, dass niemandem schlecht werden konnte, weil er zu schwer oder zu fett gegessen hatte. Harry nahm sich etwas von den Salaten und aß dabei ein Brötchen. Der anfängliche Hunger war etwas abgeflaut, nachdem er das ganze Essen gesehen hatte. Es waren immerhin grad mal 3 ½ Monate her, da hatte er noch jeden Tag 1 Scheibe Brot bekommen und Reste vom vorherigen Mittagessen, was allerdings auch nicht sehr viel war, da Dudley und Vernon ihr übriges taten.

Die ganze Zeit während des Essens schwiegen alle, das einzige zu hörende Geräusch war das klirren der Gläser und das klappern des Bestecks.

Unmittelbar vor Ende des Essens, ertönte ein leises zischeln. Sowohl Harry als auch Voldemort sahen auf und horchten.

~Blöde Hausssselfe... kann nicht aufpasssssen wo sie hintritt...~

~Nagini?~

Die Schlange richtete sich auf und befand sich hinter Harry. ~Wasss issst My Lord?~

Erschrocken drehte Harry sich um und blickte direkt in das vertraute Schlangengesicht.

~Du schon wieder!~

~Wasss? Nicht erfreut darüber mich zu ssssehen ? Dasss bricht mir dasss Herz!~ Sie zischelte und fuhr sich dabei mit ihrer Schwanzspitze über ihre Augen.

~Nagini! Lass Mr. Potter in Ruhe~

Harry und Nagini drehten ihre Köpfe zugleich in Toms Richtung.

~Warum? Darf ich nicht mal meinen Spaß haben?~

~Hattest du heute nicht genug Spaß? Außerdem ist Mr. Potter unser Gast, also benimm dich dementsprechend.~

Die Schlange drehte sich fragend zu Harry um und dann wieder zu ihrem Lord. ~Na gut... wenn es ssseine Lordssschaft wünssscht, werde ich mich dem Urteil fügen und nun Mr. Pottersss engssste Freundin werden.~

~Nagini! Ich verbitte mir solche Scherze! Wenn du ernsthaft an einer Freundschaft mit unserem Gast interessiert bist, dann steht dir nichts im Wege, aber wenn das einer deiner geschmacklosen Witze sein soll dann rate ich dir es gleich bei zulassen. Die Konsequenzen die deine Taten mit sich ziehen sind nicht sehr erfreulich, darauf kannst du dich verlassen meine alte Freundin!~ zischte Tom ihr aufgebracht entgegen. Er hasste es absolut wenn seine Schlange sich in Gegenwart seiner Gäste wie ein dummes, einfältiges Balg benahm.

Nagini zog beleidigt von dannen, sie hatte den Bogen überspannt und Tom würde für sie wohl heute kein gutes Wort mehr haben.

Harry Potter allerdings beobachtete das Schauspiel gespannt, ihm war es sowieso ein Rätsel warum der Lord so dringend darauf bestand, dass man ihn hier so gut behandelte.

Blaise und Draco hatten sich mittlerweile wieder eingekriegt und diskutieren nun darüber warum Ron Weasley auf keinen Fall eine erotische Ausstrahlung hatte oder in Blaise' Fall auf jedenfall eine hatte.

„Uargh..! Blaise! Diese Diskussion ist absolut sinnlos! Ich habe keine Lust weiter über dein Liebesleben zu einem gewissen Rothaarigen Trottel zu reden!"

„Ja, aber-"

„Nichts aber. Du bist mit ihm verlobt und deshalb der Ansicht das er der geilste, wildeste und hemmungsloseste Gryffindor ist, den Hogwarts je gesehen hat."
"Nein! Gar nicht wahr!"

„Blaaiisse...!"

„Den die Welt je gesehen hat." Murmelte Blaise kleinlaut und erntete ein lautes Lachen seitens Harry. Dieser war spätestens beim aufkreischen des Blonden aufmerksam geworden und hatte dem Gespräch zugehört.

Malfoy Junior, dem es wohl nicht passte, dass Lachobjekt seines Rivalen zu sein verzog sein Gesicht .

„Sag mal Potty, hast du zu viel von Dumbledores Zitronendrops gefressen? Denn ein anderer Grund für deinen Lachausbruch hätte bedeutet das du mit dem selben IQ durch die Welt rennst, wie Crabbe und Goyle."

„Ach was, um das bewerkstelligen zu können, müsste ich ja klüger sein als du, aber wenn du wirklich den Grund meiner Erheiterung kennen lernen willst... ich musste nur grad daran denken das du den Namen meines besten Freundes mit den Bezeichnungen wild, geil und hemmungslos in einem Satz zugleich verwendet hast."

Daraufhin wurde Draco knallrot im Gesicht, aber ob es vor Wut oder vor Scham war, dass konnte gerade niemand deuten.

Die älteren Anwesenden beschäftigten sich unterdessen mit der Besprechung der bevorstehenden Feiertage.

Immerhin war in 2 Tagen Weihnachten und das Schloss war bisher nur dürftig geschmückt und Narcissa versuchte schon seit etlichen Tagen den Lord von einem Weihnachtsball zu überzeugen.

„Aber my Lord... Tom! Ein Weihnachtsball mit wichtigen Personen der Gesellschaft könnte uns doch nur von nutzen sein! Wir könnten bessere Beziehungen und Verbindungen aufbauen!"

Aufseufzend nickte Tom „Du hast ja Recht, aber findest du es nicht ein bisschen zu spät für die Organisation? Außerdem ist es unhöflich den Gästen 2 Tage vor der Feier erst die Einladung zukommen zu lassen!"

Schmollend nickte Narcissa. „Das ist auch nur weil du dich immer geweigert hast! Würde es dir denn genehm sein wenn wir ein Neujahrsfest veranstalten würden?"

"Wenn du dann zufrieden bist."

Erfreut nickte Narcissa und wandte sich wieder ihrem Wein zu.

Tom sagte dazu allerdings nichts mehr, sein Wort galt in seinem Schloss und das wusste jeder.

„Gut wenn das dann geklärt ist, denke ich können wir das Abendessen als beendet betrachten." Alle Anwesenden nickten und das Geräusch von wegrückenden Stühlen war zu hören.

Remus trat zu Harry und klopfte ihm auf die Schulter. „Na siehst du. So schlimm war das Essen doch gar nicht oder ?"

„Ja, du hast recht.. Ich -"

„Mr. Potter?"

Harry blieb erstarrt stehen. Er wusste schon am Klang der Stimme wem sie gehörte. / Tja, wie heißt es doch so schön? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben../

Die anderen wusste das Tom noch mit ihm sprechen wollten und verließen deswegen auch sogleich den Speisesaal. Remus stand jedoch noch unentschlossen in der Tür, was Severus bemerkte.

„Komm Remus, Tom wird mit ihm reden wollen. Darauf wartet er schon sehr lange." Verwirrt nickte Remus nur und ließ sich zurück auf sein Zimmer führen.

Harry seufzte ergeben, er konnte den Moment in dem er mit dem Lord allein sein würde wohl nicht mehr weiter aufschieben können.

„Ja? Voldemort?" /Wie soll ich ihn denn nennen? My Lord? Sicher nicht /

„Tom."

„Bitte?" verwirrt sah Harry Voldemort an.

„Einfach Tom. Da sie einige Zeit mein Gast sind, finde ich es angebrachter wenn sie mich bei meinem Vornamen ansprechen."

„Ähm, okay... Tom." Das war so skurril, Tom? Wie konnte er nur seinen Todfeind beim Vornamen nennen? Zudem klang es so seltsam aus seinem Mund, als hätte er mit einer fremden Stimme gesprochen.

„Nun Mr. Potter. Ich würde sie noch gerne sprechen."

„Was? Sie meinen jetzt?"

„Ja, es sei denn sie sind noch nicht vollständig erholt und wünschen noch zu schlafen."

„Oh nein, ich bin nicht müde," Harry holte tief Luft und musste seinen plötzlichen Kloß im Hals runter schlucken, „Ich bin gerne bereit mit ihnen zu reden, Tom."

„Gut. Dann folgen sie mir bitte." Zufrieden nickte Voldemort und verließ gefolgt von Harry den Speisesaal.

Den ganzen Weg über schwiegen sie. Keiner von beiden wusste womit sie die Stille brechen konnten und einen Smalltalk übers Wetter zu halten wäre nun wirklich nicht angebracht gewesen.

Und trotzdem, selbst das wäre Harry lieber gewesen. Denn er hatte irgendwie das komische Gefühl als müsste er die Stille brechen.

„Sie brauchen mich nicht so förmlich anreden. Auch bei mir reicht Harry vollkommen." Harry ließ die Wort wirken die so seltsam verloren in den langen Gängen klangen, doch die Bedeutung blieb die selbe und im selben Moment hätte er sich am liebsten Geohrfeigt .

/Harry reicht vollkommen? Mein Gott.. auf so einen Schwachsinn komm auch nur ich../

Er kam sich wie der letzte Idiot vor und hätte sich am liebsten noch die Haare gerauft, doch er entschied sich dafür das eine Bloßstellung für den Tag schon genügte.

Voldemort unterdessen nickte nur abwesend, er nahm gar nicht wahr, wie Harry sich benahm. Er war viel mehr damit beschäftigt sich die richtigen Worte zurecht zulegen. Immerhin hatte er auf diesen Augenblick lange gewartet.

Im Arbeitszimmer angekommen setzten sie sich in die gegenüberstehenden Ohrensessel und starrten sich gegenseitig an.

„Mr. Potter-"

„Harry!" Überrascht das man ihn unterbrach sah der Lord verwirrt zu Harry, ehe er nickte.

„Ja richtig, Harry. Also... zunächst wollte ich mich erst einmal für das schlechte Benehmen Naginis entschuldigen. Obwohl sie eigentlich eine Erwachsene Schlange ist, führt sie sich manchmal auf wie ein kleines Kind."

„Oh, ja.. das macht ja nichts. Sie hat ja schließlich niemanden was getan."

„Trotzdem, ich kann so ein benehmen nicht billigen", Tom zwang sich zur inneren Ruhe, er wollte sich nicht in seine Wut steigern.

„Nun zu dem weshalb ich dich eigentlich sprechen wollte. Mir ist zu Ohren gekommen das du dich gegen Dumbledore gestellt hast und mehr oder weniger glückliche Umstände haben es uns ermöglicht dich wohl auf bei uns zu wissen.

Da Severus dir wohl schon erzählt hat das ich dir eine Möglichkeit bei uns gewähren möchte, die sogenannte Dunkle Seite kennen zulernen. Hast du dir sicher schon deine Gedanken dazu gemacht."

„Ja, ich bin einverstanden. Aber ich möchte einiges klarstellen ehe ich ihnen etwas vertrauen entgegen bringen kann. Zuerst: Ich kann doch darauf hoffen das, dass Wort Voldemorts ein Ehrenwort ist oder?", als Tom hier bestätigend nickte fuhr Harry fort. Er konnte sich zwar selbst nicht erklären woher er den Mut nahm Bedingungen zu stellen, aber damit wollte er sich später beschäftigen.

„Gut, als nächstes wünsche ich wie einer von ihnen behandelt zu werden! Keine Ausnahmen weil ich Dumbledores Goldjunge war!" Harry verzog angewidert das Gesicht, wobei Tom eher erstaunt als angewidert aussah.

„Gleiche Behandlung? Du bist dir hoffentlich im klaren das ich meine niederen Untertanen mir Crucio bestrafe? Oder Versager und Verräter töte?"

„Natürlich bin ich mir darüber im klaren das ein Todesser Dasein kein Zuckerschlecken ist, immerhin habe ich miterlebt wie sie mit ihnen umgehen." Verständnis blühte in ihm auf, als er an Harrys Traumwanderungen dachte.

„Weiterhin möchte ich über wichtige Aktionen und Informationen benachrichtigt werden. Denn ein großer Fehler Dumbledores war es, mich im Unwissen zu lassen, und es gibt nichts was ich nicht mehr hasse."

An dieser Stelle atmete Harry tief aus und sah den Lord erwartungsvoll an. „Gut wenn das alles war dann-"

„Nein Moment, noch etwas. Das wohl wichtigste ist das sie mir das Privileg geben mit Dumbledore abzuschließen."

Skeptisch betrachtete der Lord Harry und überschlug seine Beine.

„Du meinst du willst Dumbledore umbringen?"

„Nein, nicht umbringen. Aber wenn ich mit ihm fertig bin wird er es sich wünschen!"

„Nun ja, ich kann dir diesen Wunsch nur gewähren wenn du mir erzählst, weshalb du so sehr darauf erpicht bist ihn qualvoll leiden zu lassen."

Harry sah verlegen zu Boden. Warum wollte der Lord so etwas wissen? Es würde doch nichts an den Tatsachen ändern.

Tom sah wohl das Harry zögerte und reagierte entsprechend.

„Nun, wenn du es nicht sagen willst dann lassen wir das. Aber ich möchte keine Unnötigen Risiken eingehen. Selbst in diesem Zustand ist Dumbledore ein zu gefährlicher Gegner und ich würde ihn nur ungern jemandem anderen überlassen." Damit war das Thema für Voldemort erledigt.

Harry schwieg und sah betreten zur Seite. Wie konnte er Tom denn begreiflich machen das es ihm unglaublich wichtig war, ohne seine Beweggründe zu verraten?

Er seufzte lautlos und ließ sich in dem Sessel einsinken.

„Harry, es tut mir leid! Du sollst nicht glauben das ich das tue weil ich dich ärgern will! Es ist nur zu deinem eigenen Schutz!"

Mit jedem Wort das der Lord aussprach zerriss es ihm das Herz. Niemand traute ihm zu seine geliebten Personen zu rächen geschweige denn sich selbst. Er wusste worauf er sich da einließ und die Worte Voldemorts drangen wie Gift in sein Herz. Sie erinnerten ihn zu sehr an Dumbledore.

„Zu meinem eigenen Schutz? Weißt du was Tom? ICH SCHEIß DRAUF! Jedes mal darf ich mir das selbe anhören und jedes mal gebe ich mich geschlagen. Doch dieses mal nicht! Ich werde kämpfen, und wie ich es tun werde! Weißt du eigentlich wie es ist jeden einzelnen Freund, Verwandten oder Geliebten in seiner Umgebung zu verlieren? Ich möchte sie rächen und Dumbledore dafür leiden lassen was er ihnen und mir angetan hat. Ich ... ich möchte einfach das Gefühl haben nicht mehr der schuldige zu sein... aber was erzähl ich dir das den ? Du verstehst nichts von Gefühlen."

Verzweifelt und mit zitternder Stimme hatte er sich in seine Wut gesteigert, bis er nur noch wie ein Häufchen Elend im Ohrensessel saß. Tom Riddle hatte den anklagenden Worten ohne Unterbrechung zugehört und setzte leise zum sprechen an.

„Du irrst dich Harry." Erschrocken hob angesprochener seinen Kopf hoch und starrte den Lord an, welcher eine plötzliche Verletztheit in seinen roten Augen hatte, die er noch nie zuvor bei jemanden anderen gesehen hatte.

„Auch wenn es so aussieht als wüsste ich nichts von Gefühlen, so kenne ich sie nur zu gut ,als das ich sie leugnen könnte. Auch verstehe ich deinen Schmerz, denn meine Mutter wurde gehasst und getötet für das was sie war. Ich kam in ein Kinderheim in dem Mann Kinder misshandelte und verkaufte. Und mein durch Hogwarts aufgebauter Lebenshauch, wurde zerstört durch Dumbledore. Also bitte ich dich noch einmal deine Worte zu über denken. Denn ich weiß, das mir dein Vorwurf nicht gerecht wird."

Der Ausdruck hatte sich gegen ende verändert und wurde verbittert. Tom war aufgestanden und stellte sich mit verschränkten Armen ans Fenster, so dass er weit auf seine Ländereien schauen konnte.

Der Gryffindor saß perplex da und starrte gegen Toms Rücken, er hatte nicht erwartet das der Lord ihm solche Informationen preisgeben würde. In seinen Gedanken versunken, verarbeitete er langsam die Information und die Erkenntnis, dass sie sich gar nichts so unterschieden. Beide hatten eine beschissene Kindheit ohne Eltern und beide wurden misshandelt. Beide schöpften Hoffnung in Hogwarts und beide gingen an Dumbledore fast zu Grunde.

Harry saß eine ganze Weile so dar, er traute sich nicht mehr Tom anzusprechen, er hatte in Gewisserweise überreagiert und ihm taten seine Worte leid. Doch irgendwo war er auch stur und wollte seinen Willen durchsetzten. In diesem Gedankengang war Harry nach einiger Zeit eingeschlafen.

Tom war ebenfalls tief in seinen Gedanken versunken und bemerkte erst viel später das Harry seelenruhig in dem Sessel eingenickt war.

Leise ging er auf diesen zu und wollte ihm erst eine Decke um den Körper legen damit ihm nicht kalt wurde. Doch bei näheren betrachten des Jüngeren, wurde ihm klar das die Position in der er saß ziemlich unbequem war und er morgen mit einem ziemlich steifen Nacken aufwachen würde.

Kurzerhand hob er Harry behutsam hoch und ging mit ihm durch eine Verbindungstür in sein Schlafzimmer. Dort legte er ihn in sein übergroßes Bett und zauberte ihm einen Schlafanzug an, dann deckte er Harry zu und ließ ihn schlafen.

Seufzend fuhr er sich durch die Haare und betrachtete den schlafenden Helden.

„Was mach ich nur mit dir?" /Eigentlich sollte die Frage andersrum lauten./

Denn seit dem der Junge mit Severus im Arbeitszimmer erschienen war, brachte er ihn vollkommen aus der Bahn. Seine Art und sein ganzes Wesen faszinierten ihn, er war froh das er es geschafft hatte ihn beim Abendessen nicht die ganze Zeit anzustarren.

Er setzte sich kurz an die Bettkante und streichelte ihm über die Stirn, um einige verirrte Haarsträhnen zurecht zu rücken. Harry brachte seine ganzen Gedanken durcheinander, der Junge hatte sich sehr verändert und Voldemort musste sich zugestehen das ihm die Veränderung gefiel.

Der momentane Anblick der sich ihm bot war einfach atemberaubend. Harrys Haut erschien ihm Licht so weiß und zerbrechlich wie Porzellan und seine Lippen so rosig wie eine zarte Blume.

Sie schrieen, luden ihn förmlich ein ihn zu küssen. Doch Tom wandte seine ganze Selbstbeherrschung auf und ging zurück ins Arbeitszimmer. Er wusste das es ein großer Fehler wäre wenn er mit Harry auch nur Ansatzweise etwas anfangen würde oder auch nur Gefühle für ihn entwickeln würde. Der Trank würde seinen ebenbürtigen Seelenpartner finden, da konnte er kein Techtelmechtel gebrauchen so sehr er es sich auch wünschen würde.