Der Fluch der Ewigen Jungfrau

So ich werde mich bemühen wieder in regelmäßigen Abständen Kapitel Hochzuladen!! 

Kapitel 18.

Lord Voldemort und seine engsten Gefolgsleute, saßen 1 Tag später im neuen Ministerium und bearbeiteten eine neue Verfassung, für die Zauberergemeinschaft in England.

Strukturen und Regeln mussten bestehen bleiben, wobei sich im Grunde nicht viel geändert hatte. Tom ließ die Rechte der Schwarzmagier und die der magischen Kreaturen erneuern und integrieren. Dies war deren Ziel über Jahre hinweg gewesen und nun in greifbarer Zukunft.

Harry dagegen saß, mit Draco und Blaise auf der Gartenterrasse und saß eingesunken in einem Liegestuhl, während er dabei war sich mit seinem eigentlichen Erzfeind anzufreunden.

Blaise sah dies mit Wohlwollen, sein bester Freund würde sich mit dem besten Freund seines Verlobten anfreunden und sie könnten sich dann zu viert treffen.

Vielleicht könnte er ja Draco und Harry verkuppeln. Ein schönes Paar würden sie schon abgeben.

„Sag mal Harry.."

Harry sah zu Blaise nachdem dieser ihn ansprach.

„Was willst du Blaise? Ich hab dir doch schon gesagt, dass ich keine Ahnung hab ob Ron sich Nachts einen runterholt oder nicht."

„Was? Das Wie—äh Weasley holt sich einen runter??" Draco verzog bei dem Gedanken sein Gesicht. „Uargh, ist ja widerlich."

„Hey, könnt ihr bitte aufhören über meinen Verlobten und seine nächtlichen Aktivitäten zu sprechen? Wenn schon, dann bin ich es der ihm einen runterholt! Und sonst keiner!

Aber eigentlich, wollte ich Harry was ganz anderes fragen!!!"

Grinsend starrte Harry gen Himmel, Draco und Blaise waren schon 2 Chaoten. In Hogwarts hätte er sich nicht träumen lassen, mit beiden so ausgelassen zu quatschen.

„Na dann, Blaise schieß los! Was willst du von unserem smarten Harry wissen?"

„Öh , was? Ach so, ich wollte fragen, ob denn die kleine Hoffnung bestünde, euch beide mal zusammen zu führen?"

„Ach wie? Und das wolltest du nur Harry fragen? Ich bin doch wohl auch Teil deiner Idee, also musst du mich auch fragen!"

„Ne, nicht wirklich. Du hast gar kein Veto recht. Harrsychatz ist doch so herzallerliebst, da kann MANN gar nicht nein sagen."

Während Draco und Blaise mal wieder in eine freundschaftliche Diskussion verfielen, beobachtete Harry die beiden und konnte sich ein ehrliches Lächeln nicht mehr verkneifen. Wie konnte nur so ein Kautz wie Blaise nach Slytherin kommen?

Als Abends dann wieder alle beim Abendessen vereint waren, wurde der Plan für die nächste Woche besprochen. Man musste die Gefangenen aufteilen, einige von ihnen konnten noch überzeugt werden, dass das Leben wofür die Schwarzmagier kämpfen nichts schlechtes ist und andere die gefährlichere Sorte, wie z.B. Dumbledore mussten hingerichtet werden.

Zudem waren noch viele kleinere Sachen an der Ordnung die Tom kurz besprechen wollte.

„Morgen müssen wir die gesamte mystische Abteilung im Ministerium etwas besser absichern. Die Schutzwälle, weisen starke Lücken auf."

Entsetzt starrten Narcissa, Blaise und Draco zu Tom. „Wie? Das kann doch wohl nicht dein Ernst sein?!?!"

Verwirrt sah Tom von seinem Teller auf . „Warum sollte das nicht mein Ernst sein?"

Da keiner der 3 im Stande war zu sprechen, übernahm Severus den Part.

„Nun Tom, dir mag wohlmöglich die Tatsache entfallen sein, dass morgen Weihnachten ist. Und gerade die 3 Personen, die sich hier so aufplustern haben etwas vorbereitet ."

„So? Schon Morgen? Das ist mir in der Tat entfallen. Gut verschieben wir die Aktion, zur Zeit gelangt sowieso niemand ins Ministerium, ohne das ich nichts davon wüsste."

Harry indessen starrte abwesend in die Luft. Morgen war schon Weihnachten und er hatte keine Geschenke hier. Zudem fehlten ihm seine Freunde, er wusste ja nicht einmal, ob es ihnen gut ging.

„Wie war denn euer Tag heute Harry?"

Da Harry noch zu sehr in Gedanken versunken war plapperte Blaise einfach drauf los und erzählte alles bis ins kleinste Detail.

Dem Lord war dies natürlich nicht entgangen, wie eigentlich allen Personen bis auf Blaise. Doch ließen sie dies erst einmal auf sich beruhen.

******

Spätabends dann, als endlich alle in ihren Zimmern waren und Tom sich sicher sein konnte, dass die meisten bereits schliefen, machte er sich auf den Weg zu Harrys Schlafzimmer. Er hatte den abwesenden und auch traurigen Blick nicht mehr aus dem Kopf schlagen können.

Es machte ihn verrückt. Wie konnte eine einzelne Person innerhalb so kurzer Zeit, einen solchen Einfluss auf seine Gefühle ausüben?

Wieso hatte er bei Harry das Bedürfnis ihn zu umarmen, zu beschützen und glücklich zu sehen? War es, weil Harry ihn so an sich selbst erinnerte? Oder war da mehr?

Als Tom vor Harrys Schlafzimmertür stehen geblieben war, klopfte er höflicherweise an und wartete ab, was als nächstes passieren würde.

Leise wurde die Tür geöffnet und ein verstrubbelter Haarschopf, schaute um die Ecke. „Oh, Tom. Komm doch rein."

Überrascht. dass der Lord persönlich bei ihm stand, trat Harry beiseite und ließ Tom eintreten, wobei er wieder den wohligen Geruch wahrnahm, der ihm schon einmal in einen süßen Schlaf bescherte.

„Ähm, ja. Ist irgendwas bestimmtes?"

Harry setzte sich im Schneidersitz auf sein Bett und starrte Tom aus erwartungsvollen Augen an.

„Ich wollte nach schauen ob alles in Ordnung bei dir ist."

„Wieso? sollte nicht?"

„Du sahst beim Abendessen nicht gerade glücklich aus."

„Oh."

Verlegen sah Harry zur Seite. War es so offensichtlich gewesen, dass er sich Gedanken gemacht hatte?? Und nun kam auch noch der Lord persönlich zu ihm. Als wenn er sein Kindermädchen wäre.

„Harry, du weißt das du mit jedem hier reden kannst wenn du Probleme hast? Jeder würde dir hier sofort zur Seite stehen."

„Ja, es ist ja auch nichts wirklich Weltbewegendes. Morgen ist Weihnachten und ich hab mir halt ein paar Gedanken gemacht."
Tom setzte sich Harry gegenüber auf dessen Bett und machte es sich etwas bequem.
"Gedanken? Worüber?"

„Ich vermisse meine Freunde und...hab auch keine Geschenke für euch."

„Hm, das mit deinen Freunden ist sicher schnell geklärt. Ich denke du müsstest Blaise nur mal fragen, ob er deine Freunde nicht mal hierher bringen könnte. Er vermisst seinen Verlobten bestimmt auch. Und die Sache mit den Geschenken kannst du getrost vergessen. Wenn es um Weihnachten geht zählen Geschenke bei uns nicht viel, glaub mir bei uns ist das Weihnachtsessen und der Weihnachtsball eigentlich wichtiger."

„Weihnachtsball? Ich dachte aber der wäre dieses Jahr abgesagt."

„ Eben deswegen war Narcissa auch so sauer auf mich, wie du an deinem ersten Abend hier mitbekommen hast."

Harry starrte Tom die ganze Zeit an. Seine rote Augen konnten wirklich fesselnd sein, diese Tatsache war ihm früher nie wirklich aufgefallen. Damals waren sie für ihn nur Angsteinflössend und abstoßend. Aber wenn man sie in Verbindung mit dem Tom brachte, der gerade vor ihm saß, wirkten sie eher anziehend und geheimnisvoll.

Tom seinerseits betrachtete Harry auch etwas eingehender. Etwas mager wirkte der Junge schon, aber dies dürfte von den Misshandlungen stammen, die er bei seinen Verwandten erleiden musste.

Weiterhin fielen ihm dessen schönen Augen auf und die zarten Gesichtszüge. Harrys Gesicht hatte so weiche Gesichtszüge, obwohl er schon so viel schreckliches in seinem Leben erfahren musste. Der Verlust seines Paten saß dem Jungen noch tief in den Knochen, hatte ihm Severus mal erzählt.

Dabei ließ Tom seinen Blick durchs Zimmer schweifen. Harry hatte dies noch gar nicht persönlicher gestaltet, vielleicht hatte er nicht so viel dabei. Immerhin wollte er nur in die Weihnachtsferien fahren.

„Sag mal Harry, hast du in Hogwarts noch irgendwelche Sachen die du gerne hier haben würdest?"

„Hm, vielleicht ein paar Anziehsachen. Aber ansonsten hab ich alles. Wieso?"

„Weil du hier keine persönlichen Sachen hast. Außer das Buch dort."

Dabei deutete er auf das Buch „Mystische Artefakte aus dem Mittelalter" von Decon West.

„Mystische Artefakte? Aus dem Mittelalter?" murmelte Tom vor sich hin. Irgendetwas sagte ihm dieser Titel. //Decon West?... West... West.. ,natürlich!// Mental schlug sich Tom die Hand vor die Stirn. Er hatte zu seiner Zeit unter Grindelwald einige Nachforschungen betreiben müssen die mit einem Artefakt zu tun hatten, das Decon West in diesem Buch analysiert hatte. Es gab nicht allzu viele Ausgaben dieses Buches, woher hatte Harry es? Aus Hogwarts?

„Harry? Darf ich mir das Buch einmal ansehen?"
Etwas skeptisch sah Harry zu dem Buch und dann wieder zu Tom. „Wieso? Es ist doch nur ein Buch."

„Nur ein Buch ist gut. Ich kenne es zufälliger Weise und weiß auch das es nicht sehr verbreitet ist."

Weiter konnte der Potterjunge nichts mehr dagegen einwenden. Er konnte nur hoffen das Tom es ihm nicht vollkommen wegnehmen würde.

„Nimm es dir."

Als Tom nach dem Buch griff, sah er natürlich sofort das Hogwartssiegel im inneren. Allerdings interessierte ihn dies nicht weiter und er blätterte etwas rum.

Erwartungsvoll saß Harry Tom gegenüber und wusste nicht genau wohin mit seinen Händen. Er wollte wissen woher Tom das Buch kannte. Wusste er vielleicht etwas über das Tor des Morpheus??

„Tom?"

Dieser sah fragend auf und sah Harry direkt in seine Augen.

„Ja?"

„Darf ich dich was fragen?"

Schulterzuckend saß er da.

„Natürlich, warum denn nicht?"

„Ich wollte dich fragen woher du das Buch kennst?!?"
"Wegen der Träne der Sonne."

„Was?" Fassungslos starrte Harry sein Gegenüber an.

Tom aber stufte das „Was?" als ein ahnungsloses ein und antwortete: „ Die Träne der Sonne ist ein sehr starkes Medaillon. Heutzutage als stark Schwarzmagisch eingeschätzt und deswegen verboten. Es ermöglicht dem Träger die ‚bewusste' Kontrolle über seinen Geist zu erlangen. Dies ist aber so gefährlich das es im Grunde nur Zauberer einsetzen sollten, die verdammt gute Leglimentik beherrschen und etwas von schwarzer Magie verstehen."

„Und du wolltest das wissen weil...?"

„Damals im Krieg, als noch Lord Grindelwald versuchte die Welt von Dumbledore zu befreien, ließ er mich nach der Träne der Sonne suchen. Er wollte versuchen dieses Medaillon irgendwie für seine Armeen zu vervielfältigen. Diese Kette kann einen im Grunde vor jedem psychischen Angriff , na ja nicht bewahren, aber es ermöglicht einem klar denken zu können. Beim Verita-Serum zum Beispiel oder bei Dementoren. Gerade bei Dementoren wird behauptet, dass es einem sogar ermöglicht seine Seele und seinen Verstand im Falle eines Kusses zu schützen und zu erhalten.

Sprachlos versuchte Harry seine Gedanken zu ordnen. Konnte Tom ihm eventuell helfen Sirius zu befreien?

***********

Konzentriert stand Severus über dem Kessel mit dem Trank. Es war genau eine Woche her, seit dem er angefangen hatte. In den kommenden Minuten musste er die nächste Zutat hinzu geben, dies war die Königswurzel. Diese müssten kurz ziehen und dann musste der Kessel vom Feuer genommen werden.

„10g. zermalte Königswurzel." Severus flinke Finger huschte mit dem Messer über die rötliche Wurzel und schnitt sie leicht an. Danach nahm er einen Mörser und zermahlte die Wurzel in einem kleinen Schälchen.

Vorsichtig ließ er das Ergebnis in den Trank rutschen, welcher von tiefgrün auf leicht bronze- bis goldfarbend wechselte.

Er ließ den Trank noch 2 Minuten leicht köcheln und nahm ihn dann vom Feuer. Ein kurzer Blick auf den Kalender sagte ihm, dass er exakt in einer Woche den Trank fertig haben würde.

Der Tränkemeister sah auf seine Zubereitungsvorschrift. Morgenabend würde er nur noch den Urin der Eisratte und die Augen des Einhorns hinzugeben müssen.