Als Kirk nach Hause kam, hatte er einen langen Arbeitstag hinter sich. Er betreute gerade ein wissenschaftliches Projekt, das mit sehr viel Bürokratie verbunden war und wenn er etwas hasste, dann den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen und Formulare auf seinem Padd auszufüllen.

Er stieg die Treppen zu seiner Mietwohnung hinauf. 'Wenn Spock jetzt dauerhaft bei mir wohnt, sollten wir uns langsam etwas größeres suchen' dachte er bei sich. In den letzten Tagen hatte es öfter Missstimmungen zwischen ihnen gegeben, kein Wunder bei den beengten Verhältnissen.

Er betrat die Wohnung, zog seine Jacke aus und ging direkt in die Küche, wo er sich einen Brandy einschenkte. Mit dem Glas in der Hand ging er weiter ins Wohnzimmer, wo Spock am Computer saß und arbeitete.

Spock sah auf und begrüßte Kirk mit den Worten "Trinkst du schon wieder Alkohol? Du weißt genau, dass das die Wahrscheinlichkeit eines Zeitsprungs erhöht."

Kirk trank demonstrativ einen weiteren Schluck. "Dir auch einen schönen guten Abend, Spock. Und denk nicht, dass ich jetzt auch noch auf die letzten kleinen Freuden verzichte, nur wegen der verdammten Krankheit."

Spock stand auf und seine Augen funkelten. "Natürlich, dein Leben mit mir ist ja auch so schrecklich, da ist der Alkohol die letzte 'kleine Freude', die übrig bleibt".

"Im Moment kommt es mir wirklich so vor" konterte Kirk und setzte das Glas erneut zum Trinken an, als der Vulkanier plötzlich auf ihn zusprang, ihm das Glas entriss und es gegen die nächste Wand schmiss, wo es mit einem lauten Knall in tausend Scherben zersprang.

Kirk starrte mit offenem Mund erst auf die Wand, dann auf den Vulkanier. Von dessen gewöhnlich beherrschter Miene war nichts übrig geblieben, als blanke Wut. Würde er Spock nicht schon so lange kennen, hätte er jetzt möglicherweise Angst vor ihm bekommen. So sah er ihm nur in die geweiteten Augen und plötzlich begriff er.

"Es ist wieder soweit, oder?"

Spock schwankte. Er drehte sich um, so dass Kirk nur noch seinen Rücken sah. "Ja." sagte er leise.

"Verdammt." Kirk ließ sich auf die Couch fallen. "Wir müssen Kontakt zu T'Zren aufnehmen. Wer weiß, wo sie sich gerade aufhält.."

Spock setzte sich neben ihn, alle Wut schien aus ihm gewichen zu sein. Er stützte den Kopf auf seine Hände und flüsterte "Ich will das nicht, Jim. Ich kann nicht."

"Doch, du KANNST." Kirk legte eine Hand auf seinen Arm und sah ihn fest an. "Für mich ist es auch nicht einfach, wenn du dich mit ihr.. verbindest. Aber das ist ein kleines Opfer, für das, was wir gewinnen. Deine Gesundheit, dein Leben. Es gibt keine Alternative, die das sicherstellt."

Spock begann am ganzen Körper zu zittern. "Aber ich will mit DIR durch das Pon farr gehen. Alles in mir verlangt nach einem Band zu dir, Jim. Dieser Drang ist viel stärker als beim letzten Mal, ich weiß nicht, ob ich überhaupt noch mit T'Zren kompatibel bin."

Kirk stöhnte. "Es muss klappen. Ein mentales Band mit mir ist nicht möglich, das weißt du. So sehr ich es mir auch wünschen würde. Beim ersten Zeitsprung würde es wahrscheinlich gekappt werden und diese gewaltsame Trennung kann tödlich ausgehen, vor allem für dich."

"Das ist nur eine Theorie von vielen, es besteht eine 34,2 prozentige Wahrscheinlichkeit, dass.."

"Denkst du wirklich, ist riskiere dein Leben für eine 34,2 prozentige Wahrscheinlichkeit? Dann kennst du mich nicht so gut, wie ich dachte." Kirk nahm den Vulkanier in den Arm und hielt ihn so fest, wie er konnte.

Spock wandte ihm sein nun tränenüberströmtes Gesicht zu. Die widerstreitenden Gefühle spiegelten sich auf seinen sonst so kontrollierten Zügen. Vorsichtig begann er, Kirk zu küssen. Schnell wurden seine Küsse fordernder, dann hart und wild. Er griff nach Kirks Handgelenken und drückte ihn auf die Couch hinunter. Mit einer Hand hielt er den Menschen weiter fest, mit der anderen öffnete er ihre Hosen. Kirk ließ ihn gewähren, auch wenn er durch die Umstände nicht unbedingt in Stimmung war. Aber er wusste, dass in Spock die Hormone wüteten und der Vulkanier gar nicht anders konnte, als über ihn herzufallen.

Erst als Spock instinktiv nach den Verschmelzungspunkten griff, hielt Kirk seine Hand fest und sah ihn streng an. Und der Vulkanier, obwohl um ein Vielfaches stärker und kaum bei klarem Verstand, gehorchte dem unausgesprochenen Befehl und begnügte sich mit ihrer körperlichen Vereinigung.

Den Rest musste T'Zren übernehmen an einem der nächsten Tage. Sie kannten die Vulkanierin schon seit vielen Jahren und immer war sie ihnen beiden mit Respekt und Hilfsbereitschaft begegnet. Trotzdem konnte Kirk eine gewisse Eifersucht nicht abstreiten. Sie hatte etwas, was ihm verwehrt bliebt, eine dauerhafte mentale Verbindung zu seinem Geliebten. Auch wenn Spock das Band normalerweise auf ein Minimalmaß reduziert hielt, es war da und ließ sich nicht leugnen.

Nach dem Akt blieben beide noch lange liegen, klammerten sich aneinander und dachten daran, was sie verband und was sie trennte.