Schräge Familienbande

Draco sah dem Frühstück mit einem flauen Gefühl in der Magengegend entgegen. Er wartete extra lange, um erst nach Blaise hinunter zu gehen. Doch als er sich sicher wahr, ihn gehen gehört zu haben und sich selbst in Bewegung gesetzt hatte, wurde er enttäuscht. Wer aufsteht, geht ja nicht zwangsläufig in die große Halle. Nein, man ist ja frei auch einfach in den Gängen herum zu spazieren und seinen gestressten Freunden auf zu lauern!

Draco hatte schon irgendwie im Gefühl das heute nicht sein Glückstag ist. Er verließ den Kerker und befand sich auf der Treppe nach oben, als ihn jemand leichten Schrittes einholte und neben ihm zu stehen kam.

„Guten Morgen Dray", zwitscherte Blaise gut gelaunt und stellte amüsiert fest, dass Draco wieder dazu über gegangen war, ihn zu übersehen. „Ach Dray", quäkte Blaise gespielt beleidigt, „Waren wir nicht über deinen Stolz hinweg an dem Punkt angelangt, wo du dich mir einfach unterwirfst?"

Dracos Haltung wurde merklich steifer, doch er beherrschte sich noch soweit. Blaise schmunzelte. „Du weißt, diese angespannte Seite an dir gefällt mir besonders. Ich kann denn erst recht nicht meine Hände von dir lassen", fuhr er fort und neigt den Kopf um doch noch einen Blick in Dracos Gesicht erhaschen zu können. „Und wenn dem so ist, wird dass wieder ein sehr anstrengender Tag für dich!"

Draco blieb stehen. Ein Schauer fiel seinen Rücken hinab und seine vor entsetzten geweiteten Augen hefteten sich auf Blaise. „Das… ist nicht dein Ernst!", kam es rau aus Dracos Kehle, „Zabini, das ist nicht mehr lustig!"

Blaise grinste dämlich. „Na Gott sei dank! Ich möchte von dir ja schließlich auch ernst genommen werden!"

Und dann ging er weiter. Und Draco folgte mit hängenden Schultern.

Beim Verlassen des Schlafsaals fiel Ron auf das Seamus zurück blieb. Er war noch nicht mal aufgestanden. Und auch Harry fand heute nicht 2 passende Paar Schuhe. Doch Ron hatte keine Zeit auf die Beiden zu warten. Er war verabredet.

Aufgeregt hastete er hinunter in die Eingangshalle. Von der Treppe aus Bemerkte er zuerst die beiden roten Schöpfe seiner Brüder. Und dass einen anderen, kleineren, durchdringend blonden, und ein Stich ging durch seine Magengegend. Er hatte was gegen blond. Aber noch mehr gegen die Fledermaus, die etwas abseits das ganze Spektakel geringschätzig und gelangweilt betrachtete. Leider musste Snape mitspielen.

Professor McGonagall, ebenfalls anwesend, eilte auf ihn zu. „Mr Weasley, wenn ich um eine Erklärung bitten dürfte: Diese Besucher sagen, sie sind hier auf Ihren Wunsch?" Und damit deutete sie auf die Zwillinge, aber auch auf die blonde Frau, die ein wenig abseits stand. Rons Augen blieben an der Frau kleben. Sie trug einen Reisemantel, der nur ihr Gesicht freiließ. Aber der matte Schimmer ihrer dunklen Haut und die großen Lippen…

„Guten Morgen Bruder!", rief George und ging auf ihn los, „Nun rück schon raus mit der Sprache, wer ist der Dieb?" Pr McGonagall wurde hellhörig: „Augenblick, wie meinen? Dieb? Liegt hier bestimmt kein Missverständnis vor, meine Herren?" George hob beschwichtigend seine Hände und lächelte seine ehemalige Lehrerin galant an: „Aber nein Professor, Ron hat in dieser Sache Untersuchungen unternommen und war erfolgreich. So hieß es zumindest gestern, und deswegen", er griff mit seinen langen Armen nach seinem Bruder und zog ihn ins Blickfeld der Lehrerin, „sind wir hier: Sprich Bruder, sprich!" Ron fand er urplötzlich gar nicht mehr so toll im Mittelpunkt zu stehen und wollte das nur noch hinter sich bringen. Er wandte sich Snape zu und würgte fast bei den Worten: „Professor, holen Sie Malfoy und Zabini… bitte…"

Snapes Blick ruhte eine Weile auf Ron als wäre er Küchenabfall, dann drehte er ruckartig den Kopf und maschierte in die große Halle. Ron atmete hörbar aus und wandte sich wieder den anderen zu. Seine Augen suchten die blonde Frau, doch Fred stellte sich –bewusst oder unbewusst- in den Weg und grinste ihn an: „Ich hoffe du liegst richtig, sonst hat dein letztes Stündlein geschlagen!" Ron schluckte, und Pr McGonagall warf Fred einen vorwurfsvollen Blick zu. Dann wandte sie sich an George, denn sie noch als den vernünftigeren der beiden im Kopf hatte: „Könnten Sie mir bitte erklären, worum es bei diesem Diebstahl gehen soll?"

George kam dieser Bitte mit viel Enthusiasmus und Gestik nach: „Aber gerne doch Professor! Sie wissen doch auch von Pr Dumbeldors Einsatz von… Entspannungskräutern", er hob fragend eine Augenbraue und die Lehrerin nickte widerwillig: „Obwohl ich diese Idee von Anfang an nicht guthieß- ja, ich weiß davon." Georges Mundwinkel zuckten verdächtig, doch er beherrschte sich und sprach freundlich weiter: „Nun- zu rein experimentellen und darüber hinaus privaten Zwecken haben wir zusammen mit dem Pulver für den Schulleiter eine kleine Menge Sonderessenz aufbewahrt. Und davon wurde uns etwas entwendet und hier", er machte eine allumfassende Bewegung die das ganze Schloss beschrieb, „verteilt! Nun gehen wir davon aus, das nur der Dieb sich der Wirkung im klaren war und seine Beute anderen unwissendlich unter gejubelt hat", endete George seine Ausführung und deutete eine Verbeugung an. Pr McGonagall überging die Albernheit, nickte zum Zeichen ihres Verständnisses und sah forschend Ron an. „Und Sie, Mr Weasley, wissen wer der Dieb ist?", sie wartete sein Nicken ab und fuhr dann fort: „Und wie, wenn Sie die Frage erlauben, sind Sie zu dieser Erkenntnis gelangt?" Rons Stimme war eine Qktave zu hoch als er unsicher antwortete: „Beobachtung?"

Die Lehrerin räusperte sich, um ihr Amüsement zu verbergen, und nickte in Richtung Halle, aus der Snape in Begleitung der beiden von Ron angeforderten Schüler heraustrat.

Hermione war eigentlich immer noch zu früh dran, aber als sie die Eingangshalle betrat, wurde ihr klar, dass sie trotzdem irgendwie einiges verpasst haben musste. Dabei schien es allerdings weniger um das Frühstück zu gehen…

Je weiter sie sich der Gruppe näherte, desto langsamer wurde sie. Es war eher Zufall, dass sie Rons Blick begegnete. Er sah ziemlich unbequem und nervös aus. Doch als sein Blick Hermione streifte trat in sein Gesicht etwas grimmiges, entschlossenes, und er wandte sich den Neuankömmlichen zu. „Zabini war´s", knurrte Ron und deutete erst mit dem Finder auf ihn, dann auf Draco, „und ich bin mir ziemlich sicher dass Malfoy mit ihm unter einer Decke steckt!"

Snape reagierte als erstes: Er legte seine langen, knochigen Griffel von hinten auf die Schultern seiner Schützlinge und zischte: „Ist das war?" Draco war eh alles egal, er ließ Kopf und Schultern hängen und harrte der Dinge die da kamen. Blaise Visage indes war in sich zusammen gefallen. Doch er reagierte nicht auf seinen Lehrer. Er starrte an den Waesleys und Pr McGonagall vorbei auf die blonde Frau in der letzten Reihe.

„MUTTER?"

Alle Köpfe wandten sich zu der blonden Frau um. Mrs Zabini räusperte sich und schritt gemäßigten Schrittes nach vorne. Als sie an den Zwillingen vorbei kam sagte sie verstohlen: „Sorry Jungs, aber für euer Alter habt ihr schon viel zu bieten." Fred und George stierten ihr hinterher und wagten nicht mal zu blinzeln. „Wenn unsere Bernice DIE Mrs Zabini ist, dann…", flüsterte Fred und George knüpfte an: „… sind wir reicher als ich dachte!"

Zwischen McGonagall und Ron blieb sie stehen. Snape starrte sie ungebührlich lange an, doch Bernice nahm nur kurz von ihm Notiz und murmelte: „Der sieht aus wie mein vierter Ehemann…" Ron sah zu ihr herüber; er überragte sie noch ein kleines Stück. Etwas von ihrer Nähe verwirrt fragte er sie: „Wie oft waren Sie denn verheiratet?" Mrs Zabini schmunzelt, schenkte Ron ein Eis schmelzendes Lächeln und flüsterte: „Sieben Mal Süßer!" Ron war daraufhin bedient und sah mit hochroten Kopf zu Boden.

Bernice Zabini widmete sich dann ihrem Sohn.

„Blaise, du vergisst von wem du dein Genie hast", begann sie und seufzte, „Als du mir geschrieben hast ich soll dir alle Aschwinderineier schicken dir ich auftreiben kann, zu Forschungszwecken, da bin ich stutzig geworden." Sie warf Pr McGonagall einen Seitenblick zu, die diese mit einem zaghaften Lächeln quittierte- Kinder!

„Ich wollte dir ja vertrauen", fuhr sie fort, „aber nun ja, hier hast du dich alleine reingeritten! An deiner Stelle", fügte sie mit einem scharfen Unterton hinzu, während sie aus den Augen Snape beobachtete, „würde ich mit dem Arschkriechen anfangen!"

Mrs Zabini machte auf dem Absatz kehrt und verschwand mit wehenden Haaren. Sie hinterließ einen peinlich berührten Snape, der aus Mangel an Ausdrucksmöglichkeiten, seine Finger heftig in das Fleisch seiner Schüler krallte. Außerdem eine aufgescheuchte Pr McGonagall, die beim Vernehmen der harten Sprache nach Luft geschnappt hatte, und nun verbal über den Haufen Elend herfiel, der einmal Blaise gewesen war.

Draco, der erst jetzt merkte dass ihn das ganze doch etwas anging, riss sich von Snape los, der ihn widerwillig gehen ließ, und ging auf Ron los.

„Wie kommst du eigentlich darauf, Weasley", zischte Malfoy und ballte die Fäuste, „dass ich da mit drin stecke?" „Weil", erwiderte Ron mit vor Zorn hochroten Kopf, „am Ende in jeden krummen Ding hier deine Finger mit drin stecken!" „Aber diesmal wusste ich bis jetzt nicht einmal worum es geht- und ich habe es IMMER noch nicht kapiert!", fauchte Draco und war in dem Moment mindestens genau so überrascht wir Ron, wie wahrheitsgetreu sich das angehört hatte.

Die Stille wurde von einem Räuspern unterbrochen. McGonagall war an sie heran getreten und hielt ihren bohrenden Blick auf Ron gerichtet. „Mr Weasley, Ihre Behauptungen Mr Zabini betreffend haben sich wohl als wahr erwiesen. Doch habe ich noch Fragen an Sie. Was, Ihrer Meinung nach, könnte Mr Zabini mit den Pulverproben angestellt haben?" „Butterbier", platze es aus Ron heraus. An McGonagalls hochgezogenen Augenbrauen konnte er erkennen wie zusammenhangslos sich das angehört hatte. Er setzte noch mal an: „Professor, ich bin mir ziemlich sicher dass Zabini es mit Butterbier gemischt hat. Und dass wurde dann herumgereicht. Selbst", er machte eine Pause und warf erst Draco, dann Hermione einen bitterbösen Blick zu, „im Griffindorgemeinschaftraum gab´s solche Flaschen!"

Pr McGonagall überdachte das einen Moment und nickte dann anerkennend. „Wirklich, Mr Weasley, das haben Sie gut kombiniert!" Ron warf noch einen undeutbaren Blick in Hermionen Richtung während er erwiderte: „Überraschend, nicht wahr? Ich kann tatsächlich zwei und zwei zusammen zählen!"

Draco verstand zwar nicht, was da zwischen Granger, die unfassbar verlegen zu Boden starrte, und Weasley, der gerade massig Lorbeeren einheimste, abging, aber er hatte auch keine Zeit darüber nach zu denken, denn nun spürte er McGonagalls stechenden Blick auf sich ruhen.

„Nun zu Ihnen, Mr Malfoy. In Anbetracht de Tatsache, dass Mr Weasley so großartige Arbeit verrichtet hat, ist es mein Wille, dass er über Sie richtet", und mit einer Geste in Dracos Richtung nickte sie Ron aufmunternd zu.

Oh- so etwas können sich auch nur Lehrer ausdenken. Oder vielleicht der dunkle Lord noch. Aber auf jeden Fall kein normal tickender Mensch, dachte Draco als er aufgebracht Weasley betrachtete, der ebenso unglücklich über diese Aufgabenverteilung schien wie er selbst.

Unschlüssig blickte Ron von Malfoy zu seiner Lehrerin und wieder zurück. Er wollte gerade Widerspruch einlegen, als ein zartes Stimmchen hinter ihm sich zu Wort meldete.

„Ron, auf ein Wort, bitte", sagte Hermione zaghaft. Sie wirkte sehr reumütig und unschlüssig und so ungewohnt auf Ron. „Weißt du, es tut mir leid, wirklich, mein ganzes Verhalten und…", sie sah ihm vorsichtig in die Augen, aber er reagierte nicht. Also sprach sie weiter: „Ich weiß ich bin nicht in der Position dir etwas vor zu schreiben, aber…", sie stockte und holte noch mal tief Luft, „ich denke Malfoy ist unschuldig. Ich weiß, nicht im großen und ganzen- aber jetzt, in dieser Sache. Und es wäre nicht fair ihn da rein zu ziehen…"

Immer noch sah sie ihm nicht in die Augen. Ron merkte, wie er ihre Großspurigkeit fast schon vermisste. Er wandte sich zu McGonagall und sprach: „Ich denke er war´s doch nicht." Die Lehrerin musterte ihn einen Augenblick, dann nickte sie und sagte leise: „Hauen Sie ab Mr Malfoy!" Froh, hier raus zu sein, ließ Draco sich das nicht zweimal sagen.

Ron nahm das als Anlass, Hermione nach seiner Schwester zu fragen. Etwas zuversichtlicher sagt sie, Ginny wäre heute morgen liegengeblieben mit Bauchschmerzen. Ron legte die Stirn in Falten. Seine Sorgen waren ihm deutlich an zu sehen und er wollte eiligst nach seiner Schwester suchen. Doch Ron war noch nicht entlassen. Als McGonagall aufsah und missmutig feststellte dass weder die Zwillinge, noch Mrs Zabini noch anwesend waren, deutete sie Snape mit einem Nicken, Zabini abzuführen und wandte sich wieder an Ron.

„Mr Weasley, Sie haben nicht zufällig eine Ahnung was genau die Pulverproben genau bewirken?"

Da hob Ron abwehrend die Hände, und deutete mit einem hinterhältigen Grinsen auf Hermione, die halb hinter ihm stand. „Professor, Hermione ist viel qualifizierten was die Beantwortung dieser Frage betrifft, da sie die Proben –unwissentlich- schon eine geraume Zeit zu sich nimmt!" Er ging verhalten rückwärts und beobachtete gut gelaunt wie Hermione- angesichts seiner Wortwahl erstaunt und wegen seines Vorhabens empört- ihm mit offenen Mund nachsah, jedoch bald von der Lehrerin in Beschlag genommen wurde und verzweifelt versuchte ihren Fragen auszuweichen.

Wenn Ron gewusst hätte, was ihn im Schlafsaal erwartet, hätte er sich wahrscheinlich doch lieber McGonagalls stechenden Blick gestellt. Er hätte wahrscheinlich sogar lieber mit Hagrid Drachenkäfige geschrubbt oder mit Snape Händchen gehalten. Er hätte vieles dem vorgezogen, dessen Zeuge er jetzt werden sollte.

Ron hatte immer noch Schuldgefühle wegen seinem ungebührlichen Verhaltens gegenüber seiner Schwester. Zwar milderte der Einfluss des von Drogen verseuchten Butterbieres die Umstände- nichts desto trotz hatte er sich an seine Schwester ran gemacht! Das nagte schon ziemlich an ihm.

Auf dem Weg zum Turm überlegte sich Ron, wie er seiner Schwester erklären sollte, dass sie nie wieder Butterbier trinken durfte. Am besten schickte er sie in ein Kloster. Wenn er es sicht recht überlegte, hatte seine Schwester seit dem Anfang der Weihnachtsferien, bis jetzt im Frühling, fast jeden Abend von dem Bier getrunken. Warum hatte er ihr das Zeugs nicht weggenommen? Ein toller großer Bruder war er da- sah zu wie seine Schwester sich Abend für Abend betrank und vergriff sich dann auch noch an ihr!

Über diese unvorteilhaften Gedanken brütend erreichte er den Turm. Er schüttelte sich innerlich um die Vorwürfe los zu werden und sagte sich, dass er jetzt einiges wieder gut zu machen habe und sofort damit anfangen sollte!

Vor der Tür zum Mädchenschlafsaal blieb er stehen und holte tief Luft. Dann klopfte er.

„Ja?", kam es gedämpft von der anderen Seite. „Hier ist Ron", rief Ron, „ist meine Schwester da?" „Die ist drüben!", kam die Antwort, etwas verschlafen und undeutlich. „Drüben?", fragte Ron, mehr zu sich selbst. Verwirrt drehte er sich um- drüben konnte nur der Jungenschlafsaal mit gemeint sein. Was machte Ginny denn da? Wenige Augenblicke später war er an seinem eigenen Schlafsaal und drückte die Klinke runter. Die Tür schwang auf und Ron machte einen Schritt in den Raum hinein, wo er dann in der Schwebe festfror.

Er HÄTTE klopfen können. Er HÄTTE lauschen können. Er hätte auch einfach unten warten können. Aber in diesem Moment hätte er sich am liebsten die Augen ausgestochen.

Ginny brauchte einige Augenblicke, bis sie die offene Tür mit ihrem Bruder darin bemerkte. In diesen Augenblicken aber war sie, wie schon geraume Zeit vorher, damit beschäftig zwischen Harry und Seamus den Verstand zu verlieren.

Seamus merkte überhaupt nichts. Nicht jetzt und auch nicht später (und nie wieder). Er lag selig grinsen dar, tief in Ginny versenkt, die auf ihm saß, und seine Hände kneteten ihre Brüste als müsse er für morgen noch 200kg Sauerteig fertig kriegen.

Harry hingegen, der in dieser Konstellation ganz oben lag, bemerkte Ron sofort, ABER, zu seinem Leidwesen, sah er sich außerstande damit aufzuhören, die Schwester seines besten Freundes von hinten zu bespringen. Er versuchte ein entschuldigendes Gesicht zu machen, aber heraus kam eine Fratze, da er gleichzeitig vor Anstrengung ganz verkrampft war.

Ginny stöhnte in dem Moment tief und kehlig, und überhaupt alles keuchte und seufzte und wackelte und presste und schwitzte und glitschte.

Ron machte sehr langsam einen Schritt raus aus dem Zimmer, und schloss dann sehr langsam und leise die Tür. Unnötigerweise wohlgemerkt, da ihm eh nichts und niemand Beachtung schenkte. Dann ging er langsam die Treppe herunter, durchschritt den Gemeinschaftsraum, verließ den Turm und durchwanderte ziellos das Schloss. Da… war nicht eine… nicht eine einzige Butterbier Flasche gewesen. Nicht eine.

Seine Schwester war also doch, wirklich und wahrhaftig, schräg.