So, hat etwas gedauert, ich weiß... hatte akuten Reviewmangel und musste zur Apotheke für ein Ersatzpräperat... Schal enger um Hals wickel

to zissy
Wie wärs mit... in der Keksdose kram... Erdbeermarzipan mit Champagner in dunkler Schokolade? Fast vitaminfrei und wir wollen ja immer schon dekadent bleiben

to Reinadoreen
Explodieren? Jetzt schon? Oje, oje, ich geh mir mal nen Luftschutzbunker graben... jemand meine Schaufel gesehen?

to Frozen
Email kommt, sobald ich mit dem Hochladen fertig bin nächstes Plätzchen zusteck

to Maegwin
Danke strahl
Hoffe, dir gefällts auch weiter so gut


4. Synergie

Als sie in der Bibliothek ankamen, konnten sie Hermines Kopf kaum hinter den Büchertürmen erkennen. Sie sah strahlend von der Übersetzung einer deutschen Arbeit über magische Strafverfolgung auf.

„Es ist unglaublich! Es gibt Zauber, mit denen man eine Rune – ein kalligramantisches Symbol – erschaffen kann ohne Papier zu benutzen. Mit dem richtigen Zauber kann man sie einfach..." Sie schwang ihren Stab als wäre er eine Feder – „in die Luft schreiben. Was wir in der Vitrine gefunden haben, war eine einfache Explosion, aber auf der anderen Seite des Zimmers habe ich eine raffiniertere Rune gefunden; sie verursacht ein langsames Anschwellen der Gelenke, so dass das Opfer nach ein oder zwei Wochen mit so etwas Ähnlichem wie Arthritis Bekanntschaft machen darf."

Sie legte eine Pause ein und blinzelte. „Davon hatten sie im Ministerium eine Epidemie." Vor sich hin murmelnd begann sie nach einen anderen Buch zu wühlen.

Lubo, Mine", sagte Malfoy.

Harry starrte ihn entsetzt an – das war der Zauber mit dem man einen Hund bei Fuß rief – aber Hermine lachte und meinte: „Schon gut, du hast Recht. Ich komme vom Thema ab."

„Erschreckenderweise, ja."

McGonagall beugte sich über Hermines Schulter, um die Schriftrolle zu lesen. „Sehr gut herausgearbeitet, Hermine."

Sie strahlte. „Das Problem ist", sagte sie, „dass wir eine Rune noch nicht sichtbar machen können, bevor wir nicht wissen, dass sie da ist. Ich glaube, wir werden solange durch die Gegend laufen und den Abstrusi auf alle möglichen Gegenstände anwenden bis wir..."

Harry runzelte die Stirn. „Hermine, ich habe noch einen anderen Gris-Gris gelernt; zur Rächung eines Mordes. Die Orisha benutzen ihn sogar dann, wenn sie nicht wissen, wer der Mörder ist."

Sie sprang sofort darauf an. „Also könnten uns Teile dieser Art von Magie jede Verzauberung in einem bestimmten Umkreis beeinflussen lassen..." Sie schlug Endors Metamagie auf und hatte im nächsten Augenblick alles um sie herum vergessen.

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Sie brauchte den ganzen nächsten Tag, um den Trank aufzuschlüsseln und die entscheidenden Zutaten zu bestimmen (Ingwer und Maismehl, wie sich herausstellte), und den größten Teil eines weiteren Tages, um in enger Zusammenarbeit mit Professor Aerie in allen Einzelheiten herauszufinden, was der Trank bewirkte. Anschließend entwickelten die beiden eine Methode, um den gleichen Effekt mit einem Spruchzauber zu erzielen.

„Es ist das gleiche Verfahren, das wir für Remus´ monatlichen Contraluna-Zauber verwendet haben", erklärte McGonagall Harry, als sie den zweien bei der Arbeit zusahen, "da niemand außer Severus einen zuverlässigen Wolfsbanntrank herstellen konnte."

„Ich habe dir gesagt, dass der vormals gute Ruf von Hogwarts als Forschungsinstitut wiederhergestellt werden kann, Kitty", sagte Malfoy.

„Nenn mich nicht Kitty, du erbärmlicher Wicht", schalt sie liebevoll.

Die Schüler feierten nach wie vor eine riesige Pyjamaparty im Slytherin-Gemeinschaftsraum. Sobald sie über die neuen Entwicklungen in Kenntnis gesetzt worden waren, wurden sie sehr vorsichtig und passten auf, nichts Falsches anzufassen; doch die Lehrer, die ihre Aufsicht übernommen hatten, berichteten, dass sie die Entminung von Hogwarts im Großen und Ganzen wie Ferien empfanden.

Schließlich, nach dem Abendessen der zweiten Nacht, rief Hermine sie alle im Lehrerzimmer zusammen, um den neuen Spruch auszuprobieren. „Ich bin mir wegen der Reichweite des Zaubers noch nicht sicher", sagte sie. „Er könnte durch den ganzen Raum reichen oder nur ein paar Fuß weit weg von mir." Sie ließ ein paar Tropfen eines sauer riechenden Öls auf eine Kerze tropfen – „Harrys Beitrag", erklärte sie, „und wie man es dreht und wendet, man kommt nicht ohne aus." – und rezitierte einige Worte, die wie eine Mischung aus Latein und Französisch klangen. Harry schloss die Augen.

Als er sie öffnete, dachte er zuerst, die Kerze wäre ausgegangen. Dann bemerkte er, dass das nur daran lag, dass der Raum vor Verzauberungen nur so leuchtete.

Um alle Türen und Fenster wanden sich feine Linien. „Hogwarts Sicherheitszauber", murmelte McGonagall. Für das filigrane Flechtwerk, das ihren Tartanhut umspann, bot sie keine Erklärung an.

In der Halle war in einigen der abgesperrten Bereiche schwaches Glimmen auszumachen. Als sie zur Eingangstür kamen, breitete sich ein Lichterteppich vor ihnen aus, der bis zur Peitschenden Weide reichte.

„Überraschend, dass nicht alle Schüler im Schloss angerannt kommen und eine Erklärung verlangen", wunderte sich McGonagall.

„Es ist der Geruch der Kerze, der uns das sehen lässt", erklärte Hermine. „Wenn sie erlischt, wird alles verblassen."

„Was ist das da?" Harry deutete auf einen Verzauberungsknoten auf der Tür einer der unbenutzten Suiten. Hermines Augen weiteten sich.

„Oh, Harry. Das ist ein Schmerzenszauber. Und ein komplizierter dazu. Siehst du die Knoten? Jeder davon ist ein einzelner Zauber, und die Dornen sind die Konditionalsätze, der jeweiligen Zaubersprüche. Ich kann ihn entfernen, aber das wird wahrscheinlich fünf oder sechs Wiederholungen des Exstinguozaubers benötigen, jeweils mit dem passenden Substantiv, weißt du. Ich meine, es ja nicht so, dass man das ganze Knotenwirrwarr mit einem einzigen Spruch..."

Malfoy hob seinen Stab. Harry, der sich plötzlich herausgefordert fühlte, hob die Schreibfeder, die er in der Hand hielt.

Nodum exstinguo."

Nodu´stinguo."

Das ganze Gespinst verschwand.

Nach einer kurzen Schrecksekunde fragte Hermine: "Wie lang zaubert ihr beiden schon synergetisch?"

Sie rollte die Augen über ihre ahnungslosen Blicke. „Ihr wisst schon. Dass ein Zauber, wenn man ihn zusammen spricht, mehr als doppelt so mächtig ist, als wenn man ihn einzeln ausgeführt hätte. Also ehrlich! Man könnte meinen, dass keiner von euch auch nur ein Buch gelesen hat, seit ihr die Schule verlassen habt."

Malfoy sah Harry nervös an. "Wahrscheinlich purer Zufall."

„Ein Glückstreffer, genau…"

„Versucht es nochmal", schlug Hermine vor.

Malfoy seufzte und hob seinen Stab, als gebe er einem kindischen Einfall nach. „Also gut... Potter, sollen wir ein Glas Wasser beschwören?"

Harry zuckte die Schultern und hielt seinen Stab bereit.

Accio Wasser."

Acci´aqua´."

„Ach du Scheiße!"

Einen Augenblick später sah Hermine auf und wischte sich das Wasser aus dem Gesicht. Die ganze Tischplatte schwamm, und auf dem Boden hatte sich eine große Lache gebildet.

„Also doch kein Glückstreffer", bemerkte Malfoy gelangweilt.

„Aber begreift ihr das denn nicht!" Hermine zitterte vor Aufregung. „Wenn ihr beide eine Zaubersynergie habt, könnt ihr diese Verzauberungen im Handumdrehen beseitigen."

Harry schielte zu Malfoy, der so aussah, als ob ihn das genauso bestürzte.

„Je schneller die Säuberung vorangeht, desto weniger Schüler werden verletzt", sagte McGonagall. „Wisst ihr beiden alles, was ihr über den Zauber wissen müsst? Hermine, wie schnell kannst du ihnen beibringen, die Runen zu deuten? Und wir müssen testen, ob noch jemand anders aus dem Kollegium synergetisch zaubern kann."

„Ich fange heute Nacht an", sagte sie strahlend.

Harry sah achselzuckend zu Malfoy. „Sieht so aus, als wären wir jetzt die Putzkolonne."

„Oh, gut", sagte Malfoy. „Mein Lebenslauf hat schon immer eine Managementerfahrung auf höchster Ebene vermissen lassen."

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Nodum exstinguo."

Nodum exstinguo."

"Weasly und Weasly, fünf", sagte Malfoy.

„Das ist besser, als die Ergebnisse, die ihr mit einem der anderen erzielt habt", sagte Hermine und machte sich eine Notiz. „Also gut, ihr seid ein Team."

Die Tests, die sie jeweils zu zweit durchführten, schienen Stunden zu dauern. Sie versuchten Paare zu finden, die synergetisch zaubern konnten, und es entstanden immer wieder lange Pausen, in denen Hermine jede Rune in ihrem Buch nachschlug, um sicher zu gehen, dass sie sich an nichts versuchten, das sie nicht bestimmen konnten. Beinahe jedes Paar war zusammen besser als einzeln, aber die Verbesserung fiel für gewöhnlich gering aus – vielleicht drei oder vier Knoten mit einem Spruch. Nur Harry und Malfoy waren anscheinend in der Lage, ein ganzes Bündel Flüche auf einmal zu lösen.

Charlie und Sofia gingen zur Karte der Schule, die McGonagall an einer der Bibliothekswände aufgehängt hatte, und Harry konnte hören, wie sie über die verhältnismäßig hohe Dringlichkeit bezüglich der Klassenzimmer in den West- und Südflügeln diskutierten. Jedem Paar wurde ein Areal zur Entminung zugewiesen, und so füllte sich die Karte nach und nach mit Farbklecksen.

Jedem Paar, außer Harry und Malfoy, von deren Fähigkeiten sofort Gebrauch gemacht werden sollte, um die Gebiete zu entzaubern, die die größte Gefahr für die Schüler darstellten. Mal abgesehen davon, dass „sofort" offenbar „nach dem Verschwenden von Zeit auf die langweiligste Art und Weise" bedeutete, denn Malfoy war anscheinend davon überzeugt, dass Hermine das Testverfahren unmöglich ohne seine Hilfe durchführen konnte. Während also ein Team nach dem anderen loszog, um sich nützlich zu machen, saß Harry hier im Lehrerzimmer fest, und sah Remus Lupin dabei zu, wie er mit allen verbliebenen Lehrern nacheinander ein Paar bildete, um einen unbenutzten Vorratsschrank zu entzaubern..

Nodum exstinguo." Remus raue Stimme.

Nodum exstinguo." Michelle Vertes beinahe unhörbares Murmeln.

„Die Schöne und das Biest, vier", sagte Malfoy, und Hermine schrieb es auf.

„Wir fangen mit dem Slytherin-Schlafraum an", sagte Malfoy. Das Testverfahren hatte endlich ein Ende gefunden, und außer Malfoy, Harry und McGonagall war niemand mehr in der Bibliothek.

Natürlich. Was auch immer am besten für Slytherin war. „Ich glaube, der Speisesaal ist wichtiger", sagte Harry steif.

„Oh, sicher, lass uns die Tatsache ignorieren, dass die gesamte Schülerschaft momentan in Slytherin schläft."

„Kommen Sie schon", sagte McGonagall ungeduldig. „Sie zanken sich hier wie Schuljungen und in der Zwischenzeit könnten Dutzende von diesen Flüchen ausgelöst worden sein. Warum fangen Sie nicht gleich hier an?"

Also bereitet Harry mürrisch die Kerze vor und zündete sie an, und Malfoy murmelte den Enthüllungszauber.

Es war einfach, Hogwarts´ Sicherheitszauber und diejenigen Zauber zu erkennen, die die jüngeren Schüler von der verbotenen Abteilung fern halten sollten. Harry bemerkte neugierig, dass eine ganze Reihe von Büchern ihre eignen Schutzzauber hatten, darunter auch einige, die Hermine auf den Tisch getürmt hatte.

„Da", sagte Malfoy; Harry schaute hin und sah eine Reihe kleiner Knoten, die sich um die Kante von einem der selten benutzten Tische wanden. Er blätterte in Hermines Aufzeichnungen.

„Pein… nein, warte, Paralyse."

„Sieht für mich wie eine Explosion aus."

„Hast du dir das Bild überhaupt angeschaut? Explosionen haben diese senkrechte Line, und die läuft in..."

"Zeig mir die Rolle, du dummer…"

„Genau hier. Das sieht doch ein Blinder mit Krückstock!"

Es zischte und das Flechtwerk verschwand. Harry drehte sich um und sah, dass die Kerze heruntergebrannt war.

„Wunderbar", sagte er. „Wegen deiner Begriffsstutzigkeit haben wir eine ganze Kerze verschwendet." Er drückte eine zweite Kerze auf den Tisch und schüttete viel zu viel Öl darüber.

„Na schön, du…" Malfoy brach ab, um zu niesen. Der Geruch des Öls trieb auch Harry Tränen in die Augen. „Du bekommst deinen Willen, wenn du dir so verdammt sicher bist."

Aber letzten Endes entpuppten sie sich doch als Explosionszauber.

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„Warte." Malfoy drückte Harrys Hand herunter, so dass sein Stab eher auf den Boden zeigte als auf den Knoten.

„Was?" Malfoys Finger waren kalt. Harry schüttelte gereizt seine Hand frei. „Was ist los mit dir?"

„Bist du übergeschnappt? Du kannst keinen Zauber lösen, den du nicht lesen kannst."

„Sicher kann ich das. Schau her."

Potter." Malfoy schob Harrys Stabhand wieder nach unten. „Siehst du den Konditionalsatz nicht? Bist du blind?"

„Ja, ich sehe ihn. Und?"

„Soweit wir wissen, lautet er "Wenn der Knoten gelöst wird" genauso wie der in der Bibliothek. Mach nur, begeh Selbstmord, aber bitte in deiner Freizeit. Lass mich da raus."

„Wenn wir ihn lösen, geht er vielleicht los. Wenn eines der Kinder darüber stolpert, geht er sicher los", sagte Harry. „Aber ein Slytherin rettet eben lieber seine eigene Haut und riskiert dafür die eines anderen."

„Und ein Gryffindors riskiert lieber die Haut aller als auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was er zur Abwechslung mal anders machen könnte", sagte Malfoy. „Schau, wir werden das so machen..."

Ein Murmeln und ein angeberischer Stabschnörkel, und er hatte einen Sperrzauber um die Mine herum beschworen. „So. Jetzt können die armen, kleinen Hufflepuffs ihren Gemeinschaftsraum wieder benutzen. Und wir können den Knoten da in Ruhe lassen, bis wir ihn verstehen. Sofern dieser Plan deinen Verstand nicht überfordert."

Harry deutete mit seinem Stab auf das nächste Knotengewirr. „Also gut. Können wir das hier erledigen oder hast du davor auch Schiss?"

Malfoy studierte Hermines Rolle. „Das ist ein Paranoiazauber. Sowas hatten wir schon mal. Bereit?"

Nodum exstinguo."

Nodu´stinguo... oh verdammt." Malfoy warf sich zu Boden und rollte sich zur Seite. Genau im gleichen Moment schlug ein großer Brocken Putz laut knirschend an der Stelle auf, an der er eben noch gestanden hatte.

Harry sah zu dem Loch in der Decke auf. „Ich, ähm, ich glaube, wir haben einen Konditionalsatz übersehen."

„Wie die Dichter deiner Wahlheimat es wohl ausgedrückt hätten: Erzähl kein´ Scheiß."

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Harry warf sich auf ein Sofa im Lehrerzimmer. Jeder Muskel in seinem Körper schmerzte.

Ihm gegenüber lehnte Malfoy seinen Kopf an die Stuhllehne und stöhnte. In seinen Augenbrauen hing immer noch Mörtelstaub. Eine feine Schweißschicht glänzte auf seiner Haut und seine langen Haare hingen schlaff und schmutzig herunter. Es hätte ihn wahrscheinlich gedemütigt, wenn er gewusst hätte, wie dreckig er war, aber Harry hatte nicht einmal mehr genug Kraft, um ihn damit aufzuziehen.

Harry wollte fliegen, mehr als alles andere – schnell und ziellos, nur Loopings in der Luft drehen, bis er eine Weile lang aufhören könnte zu denken; einfach sein könnte. Aber alles, was er in der Zukunft sehen konnte, waren mehr Runen, mehr Malfoy, mehr fallender Putz. Mehr kleine Versäumnisse.

Er war beinahe eingedöst, als Hermine hereinkam. „Da seid ihr ja!", rief sie. „Ihr habt das Mittagessen verpasst." Sie setzte sich neben Harry und strich etwas aus seinem Haar. „Wie viel habt ihr geschafft?"

„Zwei Schlafräume und den Gemeinschaftsraum in Hufflepuff", sagte Harry.

„Das ist alles?"

„He, das ist harte Arbeit", verteidigte sich Harry. „Du kannst es ja mal versuchen."

Hermine gab ihm einen Klaps. „Ich will nicht andeuten, dass... aber warum? Ihr beide könnt eine ganze Mine auf einmal mit einem Zauber entschärfen."

Wenn wir herausfinden, was für eine es ist", sagte Malfoy schwach. „Und wenn sie keine Kaskade neuer Zauber auf uns abfeuert, sobald wir sie anrühren. Und wenn sie zulässt, angerührt zu werden, und nicht verschwindet, sobald sich ein Stab auf sie richtet. Und wenn sie kein Stück Decke auf unsere Köpfe herunterwirft."

Ohne seinen Kopf von der Stuhllehne zu heben, drehte er ihn zu Hermine. „Mach dir keine Sorgen. Wir haben dir viele von den Kniffligeren übrig gelassen."

„Oje", sagte Hermine. „Das klingt, als ob das schwieriger wird als wir erwartet hatten."

„Du hattest schon immer so ein Talent für unterschwellige Botschaften", sagte Malfoy.

„Gut, wenn du heute keine Entzauberungsarbeit mehr leisten kannst, warum kommst du nicht mit mir zum Ministerium, Harry? Ich werden mit Flohpulver hinreisen, um ein paar Entzauberungsteams einzuarbeiten." Sie verscheuchte Malfoys Hand von ihrem Teller mit Apfelschnitzen. „Neville brennt darauf, dich zu sehen. Er fragt die ganze Zeit nach dir."

Lieber Harry, hatte Nevilles erster Brief begonnen. Nach den großen Staatsbegräbnissen haben mir die Frauen von Großmutters Lindwurmzuchtverband Rollen über Rollen mit ihren Erinnerungen an Oma und meine Mama und meinen Papa geschickt. Hab mir natürlich die Augen ausgeheult, aber es hat wirklich geholfen. Also dachte ich mir, dass, seitdem Dumbledore...

Harry hatte den Brief fallen und dort liegen lassen, wo er hingefallen war. „Ich denke nicht", sagte er zu Hermine. „Richte ihm aber trotzdem einen Gruß von mir aus."

Sie holte tief Luft, zweifellos um ihm zu mitzuteilen, dass sie ihn durchschaute, doch Malfoy legte eine Hand auf ihren Arm und lenkte so ihre Aufmerksamkeit auf sich selbst, wie immer. Harry biss die Zähne zusammen.

„Na gut, wenn du dir sicher bist. Hier, Draco, du kannst sie aufessen." Sie gab Malfoy den Teller mit Äpfeln, nahm eine Prise Flohpuder aus einer Urne, die mit auf einem Maskenball tanzenden Skeletten verziert war, und Harry hörte, wie sie „Zaubereiministerium" sagte, als sie in den Kamin trat.

„Nie kann sie still sitzen", gähnte Malfoy. Die Zärtlichkeit in seinem Tonfall ließ Harry die Lippen schürzen. „Möchtest du welche?" Er schob Harry den Teller zu.

„Du hättest mit ihr gehen sollen", sagte Harry. „Ihr könntet ein nettes kleines Date außerhalb der Schule genießen."

Malfoy sah ihn verständnislos an, dann lächelte er. „Ein Date?"

Harry legte verwirrt die Stirn in Falten. „Was?" Er fühlte sich ein wenig in Hermines Namen beleidigt. "Sie ist nicht gut genug für dich?"

„Um ehrlich zu sein, ist sie viel zu gut für mich, wenn Göttinnen ein Thema wären", sagte Malfoy, immer noch lächelnd. Als Harry weiter die Stirn runzelte, verblasste sein Lächeln ein bisschen. „Du willst mir nicht erzählen, dass du die ganze Zeit gedacht hast, ich wäre hetero? Meine Güte, Potter", fuhr er in einer übertriebenen Abwandlung seines üblichen affektierten Tones fort, „welches Klischee habe ich verpasst?".

Harry konnte fühlen, dass er starrte, aber er konnte nicht wirklich aufhören.

„Bedaure", sagte Malfoy ohne sonderlich bedauernd zu klingen. „Wollte deine zarten Empfindungen nicht verletzen."

„Nein, es… kein Problem", sagte Harry wie betäubt. „Ich wünschte nur, du hättest es mir gesagt."

„Was?" Malfoy sah aus, als könnte er sich nicht entscheiden, ob er wütend oder amüsiert sein sollte. „Dass ich, als ich zwölf war diesen Traum von Oliver Wood hatte? Vielleicht hätte ich auch die Deckung des Zaubererschutzprogrammes lang genug verlassen sollen, um dir eine kleine Aktualisierung meines Liebeslebens zukommen zu lassen. Oder beim ersten Bankett, als du mich angestarrt hast, als hätte ich einen Dementor unter meinem Umhang."

Er stellte Hermines Teller auf dem Stuhl ab und stand auf. „Mach dir keine Sorgen, Potter", sagte er über seine Schulter. „Ich führe sicherlich nichts gegen deine Keuschheit im Schilde."

„Ich habe mir keine Sorgen gemacht", sagte Harry steif, als Malfoy aus dem Zimmer rauschte.

Harry sah die Tür hinter ihm zuschlagen. Er war sogar zu müde, um ernsthaft wütend zu sein. Wenn er in Florida wäre, könnte er sich in die Sonne legen, und vielleicht würde Kat zu ihm hinauskommen und ihm dumme Witze erzählen bis er lachte, und vielleicht würde Sunday zu ihm hinauskommen und sich nur still neben ihn setzen und ihn beruhigen, ohne es beabsichtigt zu haben. Und vielleicht würde das Meer kommen und ihn davonspülen.

Und das… das war genug Schwelgerei. Er stand auf und ging auf seine Zimmer, um ein Nickerchen zu halten.