Guten Abend und weiter geht es. Heute gibt es ein paar Drabble mehr zu lesen - hust - ich konnte nicht an mich halten *g*

Bis bald, liebe Grüße

Lia ;)


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Vergessen

„An wie viel erinnerst du dich wirklich?"

Bitte nicht Sammy-…

„Von der Nacht, meinst du?"

An alles - jede einzelne, verfluchte Sekunde, von dem Moment an, als ich wach wurde und dich in deinem Bettchen habe weinen hören.

„Nicht viel: Das Feuer-…"

Moms furchtbare Schreie im Knistern der tobenden Flammen und an dieses seltsame Knacken überall.

„Die Hitze-…"

An den Geruch nach verbranntem, schmorendem Fleisch.

„Und dann habe ich dich aus der Haustür raus getragen."

Dads verzweifelte Rufe nach ihr in den Ohren, genau wie seinen ersten Befehl für mich, in dem Augenblick, als meine Kindheit für immer vorbei war.

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Wenn das ein Notfall ist …

Ein blinkender Umschlag einer aufdringlichen Mailbox und ein gewollt verpasster Anruf. Er kannte die Nummer und sein Daumen suchte automatisch die Wahltaste, kreiste darum und drückte zu.

Sie haben eine neue Nachricht.

Zuerst nur statisches Rauschen am anderen Ende, dann ein tiefes Luft holen …

„Dad?"

Dieses eine Wort und der bittende, fast verzweifelte Ton seines Sohnes darin. Johns Hand umklammerte den Hörer fester, presste das Stück Plastik drängender an sein Ohr und sein Herz setzte für einen schmerzlichen Moment aus, als er hörte, was er durch seine Schuld für fast unmöglich gehalten hatte …

„Ich bin zusammen, mit Sam."

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Puzzleteile

„Wir müssen nach Hause!"

Ich wollte nicht zurück, hatte mir geschworen, nie wieder dort hin zurückzukehren, wo meine Familie brutal zerrissen wurde, wo alles begann.

Aber dein Blick lässt mich nicht los, dein stummes Bitten und ich hasse es, wenn du das mit mir tust.

Ich habe Angst um dich, kleiner Bruder, Angst vor den Dingen, die du erzählst und den Gedanken, die sich dabei wie winzige Parasiten bei mir festsetzen.

Das alles kann kein Zufall sein; Lawrence, Mom, Jessica und jetzt das?

Ist Dad deswegen fort?

Ich schaue dich an-… und sehe etwas Fremdes in dir.

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Nie wieder…

Nie wieder nimmt man sich, was mir gehört!

Nie wieder wird etwas oder jemand meine Familie zerreißen!

Nie wieder wird etwas in diesem Haus sterben!

Meine Finger schieben sich verzweifelt unter das Kabel, das dir die Luft abschneidet, dich würgt, bis du erst rot und dann blau wirst. Dein Puls bummert hektisch gegen meine Knöchel, deine Atmung wird flacher und dein Kampf ums Überleben schwächer.

Nie wieder!

Der Zug um den Strang, der dir das Leben nimmt, wird stärker, erstickt dich mithilfe des Druckes meiner eigenen Hand, die dich retten wollte.

„Bleib bei mir Sammy!"

Aber es war zu spät…