1x18 Something Wicked

Unvergesslich

Zuerst war es Hunger, die schlichte Notwendigkeit zu überleben.

Aber ihr unschuldiger Geschmack auf der Zunge, das Aroma der Jugend auf den rissigen Lippen, die wie mit Balsam bestrichen, zu heilen begannen.

Es war das Recht seiner Art.

Niemals bisher war eines seiner Kinder entkommen und niemals zuvor hatte er einen stärkeren Drang gespürt, sich zu nähren. Diese kleine, viel zu kurze Kostprobe des Jungen brannte in seinem Blut, fraß an seinen Eingeweiden.

Das Kind war besonders.

Der Hauch von Macht umspielte seine Geschmacksknospen, versenkte angenehm sein Inneres.

Gieriger Speichel floss, als er sich erneut über das Bett beugte.

‚Mein!`

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~sss~

Damals

Der Schmerz in deinen Augen, Schuld.

Du redest nicht, verschließt dich vor mir, als wenn das je geholfen hätte.

Ich frage und du gibst mir keine Antwort – nicht so, wie ich es mir wünschen würde.

Denkst du, ich habe dein Zusammenzucken nicht gesehen, als ich Dad erwähnt habe? Warum hast du Angst? Das ist es, was mir eine Gänsehaut beschert.

Ich werde laut, brülle dich an, dränge und bettle am Ende beinahe, weil ich weiß, dass es anders nicht geht.

Erinnern tut dir weh. Es tut mir Leid, Dean - aber mir hilft es zu verstehen.

„Rede mit mir!"

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Ungehorsam

„Geh aus dem Weg!" Zornig gebrüllt, dann besorgt: „Sammy, bist du okay?"

Ich wollte auch diese Umarmung, die er dir gab, brauchte sie.

Die Liebe und Wärme in seiner Stimme, als er mit dir sprach und die Kälte und Wut, die mir entgegen schlug.

Danach war alles anders, nichts gut genug, so sehr ich mich auch bemühte, aber das schlimmste war, dass er mir meine Aufgabe nahm; meinen Bruder.

Drei Wochen- … um zu lernen und zu begreifen – schon alleine die Erinnerung an diese Zeit zieht mir mein Herz so zusammen, dass es weh tut, ich keine Luft mehr bekomme.