Hallo,

vielen Dank an Charlie666 für das Review, ich hab mich sehr gefreut, auch und vorallem darüber das du nach so einer langen Zeit noch weiter gelesen hast. Es tut mir immer noch schrecklich leid, das drei Jahre vergehen mussten, aber besser spät als nie ... *hust* und ja diesmal werde ich die Kurve bis zum Ende fahren und mal sehen wieviele Kurven da noch kommen werden, obwohl soviele Kapitel werden es wohl nicht mehr werden, mal sehen^^.

Ich wünsche allen viel Spaß beim lesen^^ *Schokofrösche verteil*

eure seri

17. Brodelnde Kessel voller Gerüchte

Am nächsten Morgen in der großen Halle, eine Bestandsaufnahme.

Seamus versuchte mal wieder Wasser in Traubensaft zu verwandeln | An. der Autorin: habe Wein durch Traubensaft ersetzt, weil es langsam auffällig wird, wie Alkoholfixiert die Hogwartsianer doch sind, musste ich einfach mal einschreiten *hust*|

Neville saß seinerseits etwas übermüdet daneben und bekam ab und zu ein paar Russflecken von den noch folgenden Explosionen ab.

Ron versucht ohne vorhandensein eines Unsichtbarkeitsumhang unsichtbar zu werden und schaut die ganze Zeit äußerst Schuldbewusst durch die Gegend.

Harry schaut trübsinnig auf sein Spiegelbild im Spiegelei, was sich anscheinend auch weigerte mit ihm zu Reden.

McGonagall wartete höchst verärgert auf die Ankunft von Severus. Dieser betrat die große Halle auch keine zwei Sekunden später mit einem leicht zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht, welches sofort beim Anblick des stechenden Blickes seiner werten Kollegin die Heimreise ins Niemalsland antrat.

Mit einer kleinen Verzögerung betrat auch Hermione leicht torkelnd und gegen das grelle Licht blinzelnd, dass an diesem stark bewölkten Tag durch die verzauberte Decke schien, die große Halle. Vorsichtig setzte sie einen Schritt vor dem nächsten und verdammte Severus innerlich dafür, dass er ihr nicht einen einzigen Tropfen von seinem riesigen Vorrat an Anti-Katertrank gegeben hatte. Er meinte, es wäre eine angebrachte Strafe, wenn man bedachte, inwieweit sie die Schulregel verletzt hätte. Umpf. Gewissermaßen, war sie auch sehr erleichtert, dass er ihr keine Punkte abgezogen hatte, obwohl sie sich darüber immer noch wunderte.

Bei diesem Gedanken, schweifte ihr Blick auch sogleich bis ans Ende der Halle, wo sie zuerst nur verschwommen die Punktegläser erkennen konnte. Langsam schärfte sich ihr Blick und sie bekann die Zahlen zu entziffern. Slytherin 340 Punkte. Ravenclaw 370 Punkte. Gryffindor 0 Punkte. Hufflepuff 290 Punkte.

In ihrem vernebelten Gehirn bemerkte sie plötzlich, das da vorne in ihrem Sichtfeld irgendwas nicht mit der Realität übereinstimmen konnte.

Ganz langsam fing sie noch einmal von vorne an. Slytherin 340 Punkte. Ravenclaw 370 Punkte. Gryffindor 0 Punkte. Huff ... Gryffindor 0 Punkte! Vor Schreck schlug sich Hermione die Hand vor dem Mund, als sie gerade bei Harry und Ron angekommen war.

Hatte er mir doch Punkte abgezogen? DIeser Mistkerl.

Harry war Hermiones schockierter Blick nicht entgangen und setzte zugleich auch zu einer Erklärung an, damit er auch mal wieder zu Wort kam.

„Wir wissen nicht was mit unseren Punkten passiert ist, es geht nur das Gerücht umher, dass McGonagall letzte Nacht nicht sehr gut auf unser Haus zu sprechen war."

Hermione atmete erleichtert ihre angehaltene Luft aus. Gryffindor hatte also nicht wegen ihr die ganzen Hauspunkte verloren, schließlich hätte sie vermutlich etwas davon mitbekommen. Doch was war bitte schön vorgefallen, das sogar McGonagall nicht davor zurückschreckte ihrem eigenen Haus alle Punkte abzuziehen? Der oder die jenige müsste dafür ja schon ganz Hogwarts in die Luft gesprengt haben.

Wäre ihr in diesem Moment ihrer Kopfschmerzbedingten Unachtsamkeit der zutiefst schuldige Blick von Ron aufgefallen, hätte sie vielleicht eins und eins zusammenzählen können.

Es war ohnehin sehr verdächtig das Ron diesmal nicht mit seinem allseits beliebten Spruch kam, dass Hermione den Punkteverlust wieder herausholen könnte. Denn das hätte noch nicht einmal Merlin höchstpersönlich geschafft.

Auch vor dem Lehrertisch machte die Gerüchteküche nicht halt. Immer wieder beobachtete McGonagall ihren Kollegen aus den Augenwinkeln um den passenden Moment für ihr Gespräch abzuwarten. Wäre sie Umbridge gewesen, hätte sie sich vermutlich jetzt geräuspert, stattdessen gab sie ein eher zischenden Laut von sich.

„Severus."

Er fragte sich stattdessen, wieviele Minuten er mit einer Nichtreaktion herausschlagen konnte. 1 Minute? 5 Minuten? Sein ganzes restlichen Leben?

Widerwillig drehte er sich zur Seite und antwortete in dem gleichen Zischenden Tonfall.

„Minerva."

„Mir ist heute zu Ohren gekommen, dass ein Schüler Miss Granger dabei beobachtet hat, wie sie früh morgens deine Gemächer verlassen hat."

Merlin sei Dank bestand der Größtteil seines Lebens aus Spionage, sonst wäre ihn in dem Moment wahrscheinlich, das pure Entsetzen ins Gesicht geschrieben gewesen. Doch nun, sah nur ein Mensch mit Argusaugen, das leichte Schlucken, das er wahrlich nicht vermeiden konnte.

„Mir ist vor ein paar Wochen zugetragen worden, dass sie damals, als Tom noch ihr Schüler war, eine gewisse Vorliebe für ihn entwickelt zu haben schienen."

„Severus!" entrüstete sich McGonagall, „Sie wissen ganz genau dass das nicht stimmt. Man darf auf solche Gerüchte wohl wahrlich nichts geben!"

„Ich bin ganz ihrer Meinung, Minerva."

Nun da das Kind eh schon in den Brunnen gefallen war, verschob Minerva es auf später, ihm und Hermione auf die Schliche zu kommen und fragte,: „Wer erzählt denn solch einen Blödsinn?"

Wenn man es genau nahm, hatten gerade seine Gehirnwindungen diese fabulöse Eingebung gehabt.

„Das gehört zu dem Geheimhaltungspaktes meines Nebenjobs, du verstehst?" beantwortete Severus ihre Frage mit einem Anflug eines doch eher hinterhältigen Grinsens im Gesicht.

Sie verstand und wie sie verstand. Severus spielte derart mit dem Feuer, dass ihm bald keine Fluchtmöglichkeiten mehr blieben ohne an einer Rauchvergiftung zu verenden.

Und all dies hatte er der Gerüchteküche zu verdanken, die seit dem Ereignis im Raum der Wünsche, brodelte und bald drohte überzukochen. Denn was der Sekundenkleber für die obigen Jahrgänge war (Die Liebeleien), war die Gerüchteküche für die jüngeren Schüler. Schließlich konnte man nur richtig gut tratschen, wenn man beide Seiten kannte.

So kam es auch, dass gerade Gryffindor und Slytherin die Meister im Informationsaustausch wurden und bald mehr zwölfjährige über geheime Verbindungen wussten, als die besten Freunde der betreffenden Personen.

Die meisten dieser Gerüchte waren an ihrer Haarsträubigkeit nur von ihren Nachfolgern zu überbieten und bald setzte auch noch das wilde Feld der Spekulationen ein und am Ende, wussten alle alles und irgendwie auch wieder nicht. Was den Spaß der unteren Jahrgänge aber keineswegs einen Abbruch tat, eher im Gegenteil.

Nur die oberen Jahrgänge, schienen davon irgendwie nicht richtig etwas mitzubekommen. Ein Grund dafür wäre, dass die meisten so mit ihren eigenen Problemen beschäftigt waren, dass es noch nicht einmal jemanden zu Ohren gekommen war, dass der zweite Stock, hinter der drachigen Hexe nicht mehr wirklich existent war.

Zugegeben, dieser Gang wurde auch schon vorher immer gemieden, aber dennoch mutete es schon etwas seltsam an.

Auch am Slytherintisch gingen merkwürdige Sachen vor sich. Pansy Parkinson, saß müde, neben einem aufgekratzten Blaise, der aussah, als wäre sein schlimmster Alptraum in Erfüllung gegangen. Neben Blaise verweilte Malfoy, der eigentlich genau das Gegenteil seines besten Freundes verkörperte und vor sich hin grinste wie eine Honigkuchenpferd.

Grabbe und Goyle stopften sich Süßwaren in den Hals, als würde es kein Morgen geben.

Hermione war währenddessen, aufgrund der nicht existenten Hauspunkte und des sehr präsenten Presslufthammer in ihrem Kopf, das Lachen vergangen. Nun musste sie sich nur noch entscheiden, wenn sie jetzt am ehesten verdammen sollte. Severus, weil er ihr keinen Anti-Katertrank gegeben hatte. Dem Gryffindor der letzte Nacht die Wut ihrer Hauslehrerin auf sich gezogen hatte. Sich selbst, weil sie die Finger nicht vom Alkohol lassen konnte oder ihrem Essen, dass unglaublich appetitlich vor ihr lag und dessen unbeschreiblicher Duft, der ihr in die Nase stieg, nur dazu beitrug, dass sich ihr Magen immer mehr und mehr umdrehte.

Mit knurrendem Magen schob sie den Teller beiseite und schickte gleichzeitig einen böses Blick in Richtung Lehrertisch, wo ihr Selbstgefälliger Tunichtgut saß und genüsslich in ein Erdnussbuttersandwich biss.

Wenn sie das nächste mal in die Situation kommen sollte, sich Sorgen um sein Überleben zu machen, so nahm sie sich in diesem Moment fest vor, sich dann einfach zu sagen, das Unkraut nicht vergeht, auch nicht wenn es im Vorgarten vom dunklen Lord sein Leben fristete.

Ungestüm stand sie auf und verließ die große Halle auf dem Weg zur nächst besten Toilette, verflixter Alkohol.

Ron sprang keine paar Minuten später auf und streifte durch die verlassene Schule um einen neuen, geeigneteren Raum für seine zukünftigen Brauvorgänge zu finden.

Harry saß alleingelassen vor seinem Spiegelei, dessen Eidotter, aus Langeweile nicht verspeist zu werden, aufbrach und sich die gelbe Flüssigkeit auf dem Teller ausbreitete und auf die Tischplatte tropfte.

Wie hat es euch gefallen?