Die Paare landeten wenige Sekunden versetzt auf einer in Dunkelheit gehüllten Wiese. Severus fing Hermines Blick und atmete erleichtert auf. Harry sah sich unsicher um und Ron übergab sich lautstark knapp neben Severus Füßen. Dieser sprang sofort zur Seite und zog sein Gesicht in eine angewiderte Grimasse. Er vergönnte dem rothaarigen seine Qual und hoffte, dass dessen Geist nun nicht mehr vom Alkohol vernebelt sein würde. Als Ron sich keuchend aufrichtete machten sie sich auf den Weg zu Hermines Haus.

Dort wo zuvor das Haus der Grangers stand, war nun eine verkohlte Ruine von schwarzem Holz und leicht rauchendem Bauschutt. Severus nahm Hermines Hand in seine und drückte sie sanft. „Es tut mir so leid Hermine." Harry sah sie mitleidig an. Er wusste wie hart es war ihre Eltern fortzuschicken, und nun hatte sie den letzten Rest von ihnen verloren. Hermines Gesicht war wie erstarrt und sie sagte kein Wort. Ron stand hinter seinen Freunden und Severus und starrte auf die Ruine. Er sah vor seinem inneren Auge den Fuchsbau brennen und empfand den Schmerz so frisch wie damals. Hermine wandte sich von dem Überbleibsel ihrer Kindheit ab und sprach mit einer für Severus fremden Kälte „Wir müssen zum Grimmauldplatz." Niemand wagte es zu widersprechen und sie apparierten zu dem ehemaligen Haus der Blacks.

Nachdem sie angekommen waren und sich ein Lager für die Nacht gebaut hatten, suchte Ron Hermine auf. Er musste mir ihr sprechen, doch egal was sie taten oder so wie war, Severus war immer in ihrer Nähe. Ron nahm seinen Mut zusammen und räusperte sich. „Hermine, könnten wir kurz reden. Wir zwei?" Dabei sah er kurz zu Severus. Das letzte was er wollte, war irgendetwas vor seinem ehemaligen Professor zu besprechen. Hermine schien kurz zu überleben und stimmte schließlich zu. Severus Augen verengten sich zu Schlitzen und er sah Ron mit einem speziellen Blick an, in den er soviel Hass wie möglich packte. Ron jedoch hielt dem Blick stand und er folgte Hermine in den Raum nebenan. Er konnte nicht anders als sich kurz vor der Tür umzudrehen und Severus einen letzten süffisanten Blick zu zuwerfen. Dieser setzte an den zweien zu folgen, wurde jedoch von Harry zurück gehalten.

Ron stand vor Hermine und fühlte sich wie ein kleiner Junge. Er starrte auf den Boden vor ihr und überlegte was er sagen könnte um die Freundschaft, die ihm so wichtig war, wieder herzustellen. Hermine gab ihm Zeit und musterte ihn. Sie war gespannt, so hatten die zwei Gryffendor doch seit jener Nacht kaum ein Wort gewechselt.

„Als damals der Fuchsbau angegriffen wurde, war ich so verzweifelt und wütend, dass ich mich selbst nicht mehr erkannte. Ich dachte mir, sie können mich angreifen, Hogwarts, alle. Aber nicht mein zu Hause. Ich fühlte mich so hilflos und auch schuldig." Ron stockte kurz. „Es war irgendwie etwas heiliges." Ron sah auf und blickte Hermine an. „Wie damals, als du angegriffen wurdest."

Hermine sah ihn an und ihr Blick wurde weich. Sie wusste wie schwer es Ron fiel über solche Dinge zu reden, umso mehr schätzte sie es.

„Du bist aber nicht schuld Ron. Weder an dem was zuhause passiert ist, noch daran was mir zugestoßen ist."

Ron atmete auf und sah sie erleichtert an. Die Schuld plagte ihn seit jeher und das aus ihrem Munde zu hören linderte den Schmerz unheimlich. Er fühlte sich als wäre eine riesen Last von seinen Schultern gefallen. Hermine schenkte ihm ein kleines Lächeln. Sie hoffte, dass damit das Thema erledigt war.

„So.. du und Snape?"