Mit Rons Verschwinden hatte sich zwar die Stimmung im Lager gebessert, jedoch warf er vor seinem Abschied ein Thema auf, welches das erneuerte Trio beschäftigte. Er hatte Recht, sie hatten keinen weiteren Anhaltspunkt wo sich der nächste Horcrux befindet noch wussten sie, wie sie den bereits erlangten zerstören sollten. Harry saß im weichen Laub in der lauen Herbstsonne und blickte auf den See hinunter. Der klare Himmel spiegelte sich in der ruhigen Wasseroberfläche und wurde nur durch scheinbar ziellos umherschwirrende Mücken aufgewühlt. Er hielt ein Buch in den Händen, welchem er jedoch kaum Beachtung schenkte.

Er sah zu Severus der zu seinem Erstaunen mit hochgestreckten Hosenbeinen im seichten Wasser stand und aufs Wasser starrte. Auf einmal wurde die stille Wasseroberfläche gestört und Hermine tauchte eindrucksvoll aus den Tiefen auf und schnappte nach Luft. Sie lächelte triumphierend und streckte den Grund ihrer Freude mit einer Hand aus dem Wasser. Sie hielt einen recht ansehnlichen und noch zappelnden Fisch an seiner Schwanzflosse fest und präsentierte ihn in Richtung Severus. Als sie ans Ufer schwamm kommentierte Severus trocken „Wer hätte gedacht, dass Werwölfe so gerne planschen."

Er erntete ein paar Wasserspritzer denen er mit einer eleganten Drehbewegung auswich. „Verspielt wie ein Welpe." Setzte er nach. Hermine warf den Fisch mit einer lässigen Bewegung ans Ufer und wandte sich Severus zu. Dieser schaute sie mit hochgezogenen Brauen abwartend an. Auf einmal machte sie eine für Severus unmenschlich schnelle Bewegung, warf ihn über ihre Schulter und rannte in den See hinein. Severus wehrte sich mit allen Mittel, konnte dem Griff jedoch nicht entkommen. Harry stand auf um das Geschehen besser beobachten zu können. Er lehnte an einem Baum und genoss den Anblick seines ehemaligen Professors,des Hauses Slytherin, der von einem Gryffendor Mädchen in das kalte Nass geworfen wurde. Dessen lautstarke Proteste wurden von einem Gurgeln verschluckt und er verschwand mit Hermine kurz von der Wasseroberfläche. Nach wenigen Sekunden tauchte er prustend auf und schimpfte vor sich hin.

Er blickte wütend um sich und erschrak als Hermine viele Sekunden später dicht neben ihm auftauchte. Er setzte eine wutentbrannte Rede an, wurde aber von einem Wasserstrahl aus Hermines Mund zum Schweigen gebracht. Severus antwortete mit einer Handbewegung und rächte sich mit einer Welle in Hermines Richtung. Das Schauspiel dauerte mehrere Minuten an und sogar Harry vergaß für eine kurze Zeit hin seine Bürde. Rons Verlassen hatte zumindest für Severus etwas Gutes. Er konnte nun so Hermines Aufmerksamkeit ohne böse Blicke genießen und ließ seine Blicke etwas länger auf ihr ruhen.

Harry bemerkte die neu gewonnene Zweisamkeit und vergönnte es zumindest Hermine von ganzem Herzen. Sehnsüchtig dachte er an Ginny und wünschte sich mehr denn je jetzt in ihrer Nähe zu sein. Wenn er doch nur wissen könnte ob es ihr gut ging. Doch Harry wusste, Ginny konnte auf sich aufpassen und außerdem würde es kein Mitglied der Weasley Familie zulassen, dass ihr etwas passieren würde. In solchen Momenten dachte Harry kurz daran aufzugeben und sich wieder der Familie anzuschließen doch er wusste, wenn er Erfolg haben wollte, musste er Dumbledore vertrauen. Und wenn er ein Leben mit Ginny wollte, musste er Erfolg haben. Es war seine einzige Option./span/p

In den folgenden Tagen bemerkte Severus in einer Diskussion mit Hermine, dass das Schwert von Gryffendor, angereichert mit dem Basilisken Blut, den Horcrux zerstören könnte. Harry zweifelte ein wenig daran, jedoch war dies der einzige Hinweis seit langem an den sie sich stützen konnten. Severus ärgerte sich ein wenig, es hätte ihn früher dämmern müssen, dass das Schwert eine dermaßen entscheidende Rolle spielte.

Immerhin hatte er es für Dumbledore verstecken müssen und dieser hatte es sogar extra in seinem Testament erwähnt- wie war es also möglich, dass weder er noch Hermine diesen Schluss gezogen hatten. Das Schwert war sicher in Hogwarts, in Dumbledores Büro- ehemaligen Büro, erinnerte sich Severus, verwahrt. Doch wie kamen sie unbemerkt dorthin. Er kannte nur zwei Personen denen es gelungen war in Hogwarts zu apparieren. Eine davon hatte er getötet und die andere lehnte gerade an seiner Schulter. Er äußerte seine Überlegung und tat dies so nebensächlich wie möglich, so dass Hermine ihren Kopf nicht von seiner Schulter nahm. Sein Plan war gescheitert denn sie setzte sich auf und sah ihn überlegend an. „Nunja, das waren komplett andere Umstände. Damals war dein Leben in Gefahr, da hätte ich Askaban vermutlich auch gestürmt." Severus Herz schwoll an und er bedachte sie mit einem liebevollen Blick. „Einen Versuch ist es Wert Hermine."

Harry sagte ermunternd nachdem er Severus mit einem Augenrollen entgegnete. Severus spürte wie seine Wangen heiß wurden und wandte seinen Blick schnell ab.
Severus erklärte Hermine genau wo sie suchen musste und sagte ihr mehrere Passwörter und Gegenflü nickte immer wieder und atmete tief sein. Sie versuchte sich zu konzentrieren jedoch hörten Harry und Severus nicht auf auf sie einzureden und gaben ihr wenig hilfreiche Tipps. Hermine strafte beide mit einem entnervten Blick und die zwei Männer verstummten. Hermine atmete noch einmal tief ein und aus und kniff ihre Augen zusammen.

Auf einmal verschwand sie mit einem Plop. Severus und Harry starrten auf den Fleck an der Hermine vor wenigen Sekunden noch stand und registrierten die ungewöhnliche Situation in der sie sich auf einmal befanden. Sie waren nun alleine und auf sich gestellt. Harry überlegte ob er etwas sagen sollte, doch ihm fiel beim besten Willen nicht ein was. Jetzt Small Talk mit Snape zu führen kam ihm absolut lächerlich vor, doch über was sollten sie reden? Severus war die Situation nicht minder unangenehm und er räusperte sich. Er haderte mit sich selbst doch schließlich rang er sich dazu durch und seine sonore Stimme durchbrach die unangenehme Stille.

„Hermine ist dir unendlich dankbar, dass du trotz alldem" er machte eine Handbewegung auf sich und das Zelt „-zu ihr hältst." Severus mied Harrys Blick und ging in Richtung Zelt zurück. Harry verharrte und registrierte langsam die Bedeutung von Snapes Worten. Dieser hatte in den fast sieben Jahren kein positives Wort für Harry übrig gehabt. Er wusste, dass sich Severus indirekt bedankt hatte, dieser konnte das jedoch natürlich nicht zugeben. Das spielte für Harry keine Rolle. Er wusste, wie viel Überwindung das Snape gekostet haben muss. Und er dachte bei sich, der Hass und die Bosheit die Snape all die Jahre begleiteten waren nicht das was ihn ausmachte. In der Nacht von Hermines Angriff wusste Snape zwar nicht auf was er sich einließ, jedoch ließ er es geschehen.

Bis jetzt war er an Hermines Seite und nahm es sogar in Kauf mit der Gesellschaft von Ron und Harry monatelang abgeschottet von der Welt nach Hirngespinsten zu suchen. Und anders wie Ron, beschwerte er sich nicht. Er machte niemals einen Vorwurf wenn das Essen nicht gut schmeckte, oder sie überhaupt nicht genug Verwertbares fanden. Er ertrug Rons Sticheleien und das ständig dröhnende Radio ohne Kommentar. Selbst wenn Hermine und Harry über Nichtigkeiten stritten, stand er schweigend daneben und ergriff weder eine Partei noch mischte sich anderwärtig ein. Wenn vor ein paar Monaten Harry jemand gesagt hätte, dass dies seine Gefährten werden und Ron ihn im Stich lassen würde- hätte er nur gelacht und das als miesen Scherz abgetan, aber jetzt war er eigentlich froh darüber. Er würde es niemals zugeben, aber Snapes Anwesenheit gab ihm ein Gefühl von Mut und Hoffnung. Snape war kein Mann der Zeit mit etwas verschwendete, von dem er nicht überzeugt war. Harrys Überlegungen wurden durch ein lautes Plop gestört. Hermine stand genau an der Stelle an der sie verschwunden war und hielt triumphierend das Schwer mit dem Edelstein besetzten Griff in den Händen. Die Freude hielt nicht lang denn auf einmal Riss Hermine ihre Augen alarmiert auf.

„Es ist jemand hier. Sie sind einige. Sie suchen nach uns. Wir müssen verschwinden." Sie zog Harry in Richtung Zelt und traf auf Severus. Dieser wollte gerade Hermines Tat kommentieren, verstummte jedoch sofort bei Hermines besorgtem Blick. Er hörte die Stimmen die Hermine so beunruhigten und wusste – sie mussten hier verschwinden. Und zwar schleunigst.

So danke erstmal dass du dir die Zeit nimmst meine Geschichte zu lesen! Verzeih mir meine wirren Gedanke Sprünge und Fehler - ist alles noch neu für mich! falls du zeit und lust hast würd ich mich über ein Review riesig freuen - Anregungen, Ideen, Kritiken sind willkommen! hab kurz mit dem Gedanken gespielt ein lemon smut chapter zu machen (m) - wenn die idee gut ankommt- also nicht bummeln!