Erneut- danke fürs Lesen Leute, ich kann nicht in Worten ausdrücken wie sehr ich mich freue, dass es mehrere Menschen gibt die diese Geschichte verfolgen, kommentieren oder faven' und mein Ideen Wirr Warr gerne Lesen! Ich wollte in dem Kapitel einen bestimmten Weg einschlagen und bin gespannt wie dieser ankommt- also falls der ein oder andere ein paar Worte des Reviews hätte, wäre ich sehr sehr dankbar! Bitte bitte, danke danke !
Und verzeiht mir die Upload Abstinenz, hatte die letzte Woche wenig Gelegenheit zum Schreiben (Urlaub auf Übersee)! Enjoy
Während Severus und Harry in Richtung Zelt lostarteten blieb Hermine wie angewurzelt stehen. Ihr Herz klopfte und sie spürte das schmerzhafte Pochen in ihren Ohren. Ihr Verstand überschlug sich als sie fieberhaft nach einem Ausweg suchte. Immer wieder quellte der Gedanke auf, dass egal was passieren sollte- Severus musste überleben. Das schlechte Gewissen nagte im Hintergrund an ihr und versuchte ihr wieder in Erinnerung zu rufen wer Voldemort vernichten sollte. Es ging eigentlich um Harrys Sicherheit und dennoch konnte Hermine nicht anders als immer wieder an Severus zu denken. Sie wusste, dass er und die anderen dachten ihre Zuneigung begründe sich ausschließlich auf Dumbledores Zauber, doch als die Zeit verstrich und sie den verschlossenen Mann kennen lerne, war sie überrascht wie viel sie gemein hatten.
Seine Liebe zu Bücher und sein Wissensdurst misste sich mit ihrem, sie konnte jeden Gedanken, jede These und jede Idee mit ihm besprechen und ihre Mühen wurden stets mit neuen Ansichten und Ansätzen belohnt. Er verstand sie, er verstand warum sie ein Buch nicht einfach unterbrechen konnte, er verstand ihren Drang zu Lernen und ihre Sehnsucht nach dem unbekannten. Während Ron und Harry sie aufzogen und entnervt die Augen verdrehten schätzte er ihre Gedanken die sie mit ihm teilte. Hermine fühlte sich zum ersten mal in ihrem Leben wo dazugehörig. Sie war nicht alleine. Sie konnte seine Faszination in den zusammen gekniffenen Brauen erkennen, wenn er einen Text studierte. Manchmal war er so ergriffen, dass er seine Nase immer tiefer in das gerade studierte Buch drückte. Er hatte ein Interesse an Quidditch, Kartenspiele oder sonstige Dinge mit denen sich Gemeinschaftsraum die Zeit vertrieben wurde. Und all das waren Sachen, die nichts mit der Verwandlung oder Dumbledores Zauber zu tun hatten. Diese Faszination und die Liebe zum Wissen hatte Severus genau wie Hermine schon immer verinnerlicht und das würde sich niemals ändern.
Sie war zwar noch jung und unerfahren, aber sie wusste dass das was sie und Severus verband, und zwar nicht der Zauber, war nichts was man an jeder Ecke finden könnte. Und sollte sie ihn verlieren, so würde sie wieder in ihre Einsamkeit zurückfallen. Bei dem Gedanken daran, Severus zu verlieren und ihr Leben ohne ihn verbringen zu müssen spürte sie ein bekanntes Glühen in der Mitte ihres Körpers. Sie erschrak, so war dieses Gefühl einzig und allein den Vollmondnächten vorbehalten. Hermine konzentrierte sich und spürte, wie das Feuer in ihrem Körper sich ausbreitete. Ihr Herz schlug immer schneller und als sie die Greifer roch verschwamm ihre Umgebung. Severus schrie ihr etwas zu doch sie hörte nur das tosende Rauschen ihres Blutes in ihren Ohren. Sie drehte sich in Richtung der Greifer und als sie einen Blick auf die zerfransten Gewänder und den Bösartigen animalischen Gesichtsausdrücken erhaschte, brach das Feuer aus und sie startete auf die Gruppe Männer zu.
Severus baute so schneller konnte das Zelt ab, währenddessen haschte Harry wild umher und versuchte so gut er ohne Magie konnte, Severus zu unterstützen. Ihnen fiel erst später auf, dass jemand fehlte. Severus drehte sich panisch im Kreis und suchte die Umgebung nach Hermine ab. Sein Herz raste. Auf einmal die drückende Stille des Waldes durch ein furchterregendes Grollen durchbrochen. Severus sah Harry entsetzt an. Er kannte dieses Grollen aber wie konnte das Hermine sein, mitten im Neumond?
Das Grollen wiederholte sich und sie hörten Schreie voller Angst. Es waren einige Männer die entsetzt und vor lauter Panik schrien. Severus startete mit Harry auf den Fersen in Richtung der Schreie. Als er in einiger Entfernung die Umrisse eines Wolfes in der Größe eines Pferdes sah blieb er stehen. Der Wolf in den sich Hermine einmal im Monat verwandelte, hatte Severus noch nie etwas zu leide getan- doch nun war nicht Vollmond. Harry blieb dicht neben ihm stehen und sah ihn fragend an. „Hermine?" Severus nickte.
Der Wolf schaute auf und sah Severus direkt an. Severus erschrak lautlos. Die Lefzen des Wolfes waren tiefrot und auch die Pfoten und ein wenig vom restlichen Fell war mit tiefroten Klecksen beschmutzt. Am Boden vor dem Tier war der Grund für diesen Farbklecks. Severus konnte zumindest einige Gliedmaßen erkennen und wagte nicht genauer zu suchen. Er atmete tief ein und versuchte sein pochendes Herz unter Kontrolle zu bringen, er wusste dass der Wolf seine Angst hören und vor allem riechen konnte.
Harry starrte noch immer auf das Tier und ihn überkamen die Erinnerungen an Remus. Er hatte sich nicht unter Kontrolle und hatte seinen besten Freund angegriffen. Was sollte Hermine aufhalten ihn anzugreifen. Severus war ihr Partner, ihr Gefährte. Niemals würde sie ihn verletzen. Harry war in den Augen den Wolfes nichts. Leicht zitternd stellte er sich instinktiv hinter Severus und hoffte so das Tier von einem Angriff abhalten zu können. Der Wolf leckte sich seine verschmierten Lefzen und schritt auf Severus zu.
Dieser schloss kurz die Augen und zwang sich ruhig zu bleiben. Dank seinem jahrelangen Einsatz bei dem dunklen Lord konnte er seine Angst schnell unter Kontrolle spürte Harry hinter sich und hoffte inständig, dass dieser nichts Unüberlegtes machen würde. Als der Wolf nun immer näher kam, atmete Severus erleichtert auf. Er sah in den braunen Augen Hermine. Er wusste nicht wie viel von ihr die Kontrolle hatte, denn er bezweifelte stark, dass Hermine die Männer einfach so zerfleischt hätte. Doch als der Wolf stehen blieb und sich auf einmal seltsam in sich krümmte, atmete Severus auf. Er kannte dieses Ritual und wusste, dass gleich wieder Hermine vor ihm stehen würde.
Und tatsächlich kniete nach wenigen Sekunden Hermine vor ihm. Er zögerte keine Sekunde, zog seinen Mantel aus und warf ihn zu ihr. Komme was wolle, er würde sicher nicht zulassen, dass ein Potter Hermine nackt sieht. Hermine wickelte sich in den Mantel und nahm sich ein paar Sekunden um den vertrauten Duft aufzunehmen. Severus spürte sein Herz erneut schneller schlagen und warf seine Sehnsucht soweit er konnte nach hinten. Jedoch war der Anblick von Hermine die nichts als seinen Mantel trug mehr als er ertragen konnte. Harry schritt langsam hinter Severus hervor und starrte mit offenem Mund auf Hermine. „Das. War. Der. WAHNSINN!" Harry schrie und umarmte Hermine. Hermine lachte verlegen und Severus presste seine Lippen missbilligend zusammen. Er war kurz davor Harry von ihr loszureißen als dieser Hermine aus eigenem los lies und musterte. Er drehte sich zu Severus um und sah auf das Medaillon was um seinen Hals baumelte. „Wir sollten keine Zeit verlieren."
Wenige Zeit später standen Hermine, Severus und Harry abseits vom Zelt in einem Halbkreis. In ihrem Zentrum lag das gold- schimmernde Medaillon. Sogar jetzt, als es unbewegt auf dem feuchten Laub lag, konnte man die Bösartigkeit die es verströmte spüren. Harry hielt das Schwert in den Händen und schluckte. Severus nahm es ihm aus den Händen und nickte ihm zu. Harry blickte ihn dankbar an. Hermine beobachtete ihre Gefährten und erinnerte sich an die faulende Hand Dumbledores. Sie schüttelte den Kopf und griff nach dem Schwert. Severus blickte sie fragend an, verstand ihre Intention und übergab ihr das mächtige mit Edelstein geschmückte Schmiedestück. Hermine atmete tief ein und bereitete sich vor. Sie nickte Severus zu und dieser beugte sich zum Schmuckstück und öffnete es. Auf einmal drang ein schwarzer Rauch aus dem Medaillon und umkreiste es wild. Die Luft war von einem tosenden Kreischen erfüllt und der Rauch nahm die vorm einer schlangen ähnlichen Fratze an.
Sie bewegte sich auf Harry zu und säuselte boshaft Beleidigungen auf Harry ein. Er beschwor den Tod von allen die Harry liebte und versprach ihm und seinen nächsten einen schmerzhaften und grauenhaften Tod. Bevor die Fratze bei ihm ankam drängte sich Severus dazwischen und stieß Harry unsanft weg. Die Fratze wandte sich Severus zu und verzog sie angewidert, er schimpfte in einen Verräter und beschwor ihm einen einsam Tod. Er malte ihm eine Zukunft aus in der Hermine ihn für Harry verlassen würde und er wie damals als Jugendlicher einsam von Sehnsucht zerfressen wird. Dies untermalte er bild gewaltig und eine Kopie von Hermine sprach ihn mit einer kalten und gefühllosen Stimme an, sie verspottete ihn und fragte ihn, ob er tatsächlich glaubte er würde gegen einen Potter eine Chance haben. Dann küsste die eine Gestalt die aussah wie Potter.
Severus starrte die Erscheinung an und war wie gelähmt, er beobachtete das Geschehen und erschrak als Hermine aus dem nichts kam und mit einem Hieb das Medaillon zerstörte. Ein schrilles Schreien durchzog die Nacht und Harry krümmte sich am Boden. Er griff sich auf die Narbe und sein Mund formte einen stummen Schrei. Die Erscheinungen verwandelten sich in wild umherwirbelnden schwarzen Rauch und Voldemorts Fratze war kurz zu sehen. Dann verschwand die Abnormalität und hinterließ eine geisterhafte Stille. Severus wachte aus seiner Starre auf und sah zu Hermine und Harry. Dieser keuchte immer noch und auf seiner Stirn waren Schweißperlen. „Der Kelch. Bellatrix. Gringotts." presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Severus sah Hermine an. Sie erwiderte seinen Blick doch teilte seinen Gedanken nicht. Während sie dachte, dass es unmöglich sei in das Verließ von Bellatrix Lestrange hinein und vor allem heraus zu kommen, hatte er nur ihre Erscheinung mit Potter vor Augen.
