Crime Scene
New York City, Manhattan- Brooklyn,
East River, Brooklyn Bridge
Der Regen prasselte auf die den Beton und spülte jeden erdenklichen Dreck weg. Als Kate, Kevin und Richard am Tatort ankommen wurde die Leiche gerade geborgen. Doktor Parish stand neben der Trage und wartete darauf endlich die Leiche untersuchen zu können. Drei Polizisten zerrten den Toden nach oben, als die Leiche endlich auf der Trage lag stellte sich der Assistent von Lanie Parish mit einem Regenschirm davor. Lanie rollte die Trage schnell zu ihrem Wagen und verstaute diese. Kate stieg aus dem Auto und stellte sich unter Castles Schirm, Ryan hingegen rannte zu Javier und stellte sich bei ihm unter. Beckett ging zu erst zu Lanie in den Wagen und blickte auf die Leiche. „ Was haben wir?"
Dr. Parish betastete gerade den Hals der Leiche und blickte kurz zu Beckett. „ Ein Mann Ende Zwanzig, aber bei seinem Alter bin ich mir nicht sicher. Er hat sich selbst erhängt."
„ Ein Selbstmord? Warum wurden wir gerufen?" Lanie schloss den Leichensack und setzte sich auf einen der montierten Sitze. „ Ich werde dir genaueres sagen können, wenn ich Ihn obduziert habe. Bis dann." Kate nickte ihr zu und stieg aus, sie schloss die Türen des Vans und ging zu ihren Detektive. Richard stand bei Ihnen und wollte gerade zu Kate laufen, doch diese signalisierte ihm stehen zu bleiben. „ Konnte die CSU noch etwas bergen?" fragte Beckett in die Runde, während sie über die Brüstung schaute. „ Wir haben das Seil, ansonsten konnten keine Fingerabdrücke auf dem Geländer sichergestellt werden." antwortete ihr Esposito. „ Wann wurde die Leiche gefunden?"
„ Heute Morgen 7.35 Uhr von Susan Dawson. Sie wurde zum Revier gefahren und wartet dort wegen ihrer Aussage." Kate blicke sich noch ein Mal kurz um und zeigte Esposito und Ryan das sie gehen sollten. „ Holt bitte noch die Kleidung des Mannes von der Gerichtsmedizin und schafft diese ins Labor." Die beiden Detektive liefen zurück zu Espositos Auto und fuhren los. Beckett stand immer noch an dem Geländer und spürte den Regen, wie er sich langsam durch ihre Jacke schlich.
Als sie sich umdrehte, stand Richard direkt hinter ihr und hielt den Schirm über sie. „ Warum muss es immer regnen?" Sie liefen gemeinsam zum Auto zurück, Castle wartete bis Kate sich hinein setzte erst danach ging er zur Beifahrertür und setzte sich neben sie. „ Damit es interessanter wird." antwortete er auf ihre Frage.
Kate lachte kurz auf und startete den Wagen, der Verkehr ging um diese Uhrzeit nur schleppend voran. Richard beobachtete wie Kate genervt auf ihrem Lenkrad tippte und mit diesem wütenden Blick geradeaus schaute.
Castle blickte wieder aus dem Fenster und versuchte fieberhaft einen klaren Satz in seinen Kopf zu bilden. „ Rede schon." sagte Kate plötzlich. „ Ich habe nichts gesagt."
„ Du hast nur nicht sehr laut gefragt." stellte Kate fest und runzelte ihre Stirn, während sie zu ihm blickte. „ Was ist also, seit Ryan da war, bist du so anders." Richard schaute ihr Profil an, weil Kate sich wieder auf die Straße konzentrierte. „ Ich denke nur nach."
„ Über was?"
„ Über uns." Seine Stimme glich einem Flüstern, als er sprach, Kate blickte überrascht zu ihm. „ Warum?"
Richard legte seine Hand auf ihr Bein und drehte sich in seinem Sitz leicht zu ihr. „ Was ist das zwischen uns, Kate?"
„ Was soll es deiner Meinung nach sein." Er hörte Wut in ihrer Stimme, aber das bildete er sich sicherlich nur ein. „Ich habe alles ernst gemeint, was ich gesagt habe."
„ Ach und jetzt denkst du dass ich das nicht tue!" Richard hatte sich ihre Stimmungsschwankung nicht eingebildet, verwirrt blickte er zu ihr. „ Das wollte ich damit nicht sagen, sondern."
„ Sondern, was Richard. Ich bin nicht eine von deinen Exfrauen!" Castle zuckte kurz zusammen, als sie ihn so nannte, es klang nicht gerade liebevoll. „ Das sagte ich doch nicht. Warum bist du jetzt so wütend. Ich wollte nur wissen ob wir zusammen sind."
„ Natürlich sind wir das nicht oder denkst du ich schlafe mit jemanden mit dem ich zusammen bin!" bevor Richard etwas erwidern konnte, war Kate aus dem Auto gestiegen. Erst jetzt merkte er dass sie vor dem Revier standen, geschwind folgte er ihr. „ Kate. Kate warte." Beckett drehte sich nicht um und hielt ihm auch nicht die Tür auf.
Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York
Kate ging schnell zu Susan Dawson, sie bemerkte das Castle ihr folgte, doch sie beachtete ihn weiterhin nicht. Als sie den Raum betrat, wo Susan saß, begrüßte Kate sie freundlich. „ Hallo, ich bin Detektive Kate Beckett." Sie setzte sich Susan gegenüber und klappte ihre Notizmappe auf. „ Ich bin Susan Dawson." Kate sah dass die Frau leicht ängstlich da saß und sich unwohl fühlte. Ihr Augenmerk richtete sich plötzlich gen Tür und Beckett hörte wie jemand eintrat. Sie wusste auch ohne zu schauen das es Castle war. Er setzte sich neben Kate: „ Hallo Richard Castle."
„ Der Autor?" fragte Susan aufgeregt und himmelte Castle an. „ In guten Tagen." Er bemerkte das Sie sehr attraktiv war, doch er blickte leicht an ihr vorbei, seit er mit Kate geschlafen hatte interessierte er sich nicht mehr für andere Frauen, vielleicht wenn sie nackt vorm gestanden hätten.
„ Misses Dawson, Sie haben."
„Miss, ich bin nicht verheiratet." Dabei zwinkerte sie zu Castle und machte ihm eindeutig Avancen. Kate verdrehte genervt die Augen und versuchte die Aufmerksamkeit von Susan zurück zubekommen. „ Sie können später mit ihm flirten, Miss Dawson."
„ Sie sind nicht vergeben?" wieder achtete sie nicht mehr auf Kate, welche langsam aber sicher wütend wurde. „ Doch bin ich, könnten wir uns jetzt bitte konzentrieren."
„ Und das sagen Sie jetzt nicht nur so?"
„ Sie haben die Leiche heute Morgen gefunden, ist Ihnen jemand aufgefallen?" versuchte Kate das Gespräch wieder zu kontrollieren. „ Ja, ich war gerade joggen und habe das Seil gesehen, als ich mich über das Geländer gebeugt hatte sah ich eine Gestalt hängen."
„ Daraufhin haben Sie die Polizei gerufen."
„Ja, ich habe auch nichts angefasst. Ich schwöre es." Kate erhob sich von ihrem Stuhl und reichte Susan ihre Hand. „ Danke Miss Dawson, wenn ich weitere Fragen habe melde ich mich bei Ihnen." Auch Castle reichte ihr seine Hand. „ Wenn Sie es sich anders überlegen, Sie wissen ja wo sie mich finden können."
„ Danke für das Angebot, aber ich bin glücklich vergeben." Richard zog schnell seine Hand von ihrer weg. „ Sie sehen aber nicht so aus."
„ Es gibt immer Höhen und Tiefen." Er wollte nicht weiter mit ihr reden und drehte sich zu Beckett. Susan verstand seine Geste und lief an ihnen vorbei. „ Ach, jetzt bist du vergeben?"
„ Kate, können wir bitte damit aufhören. Und das Gespräch einfach vergessen." Beckett drehte sich von ihm und ging. „ Nein." damit ließ sie ihn allein zurück.
Die Luft brannte als Ryan und Esposito das Revier betraten, verwirrt blickten sie zu Kates Tisch, dort saß Kate allein und tippte auf ihrer Tastatur herum. Javier schaute in den Pausenraum und entdeckte Castle dort sitzen. „ Yo, Beckett wir haben dir etwas mitgebracht." Esposito lief direkt zu ihr, Ryan hingegen ging zu Castle und stellte sich neben ihn.
Javier reichte Kate die Beweistüte mit einer Geldbörse darin. „ Die gehört unserem Opfer?" fragte sie und blickte interessiert zu ihm. „ Die CSU hat sie sichergestellt. Ich habe noch nicht hinein geschaut. Es wurden aber alle Fingerabdrücke abgenommen und werden mit den der Leiche verglichen." Kate nahm ihm die Tüte ab und öffnete diese. Die Geldbörse landete auf ihrem Schreibtisch, Kate holte aus ihrer Schublade zwei Einweghandschuhe heraus und stülpte sich diese über die Hände. Sie klappte das Portemonnaie auf und zog den Personalausweis heraus. „ Der Ausweis gehört Gabriel Brewster und das ist auch unsere Leiche. Sein Ausweis ist aus Nevada."
„ Er hat wohl keine Zweitadresse in New York." stellte Javier fest. „ Er wird ja nicht zum sterben nach New York kommen. Esposito erkundige dich bitte über Brewster." Er nickte ihr zu und ging zu seinem Schreibtisch.
Ryan sah in das nachdenkliche Gesicht von Richard. „ Was ist los Castle?"
„ Ich habe alles vermasselt, Ryan."
„ Komm schon Mann, hör auf hier Trübsal zu blasen. Ich weiß nicht was du wieder angestellt hast, aber das ist noch nicht das Ende. Vertrau mir." Richard schaute zu Kevin und setzte ein gezwungenes Lächeln auf, langsam erhob er sich und folgte ihm zu Kates Tisch. „ Was haben wir?" fragte Ryan und beobachtete wie Kate an das Mordfallbrett schrieb. „ Die Geldbörse gehört unserem Toden. Leider kommt er aus Nevada, Javier kümmert sich darum."
„ Na da werde ich ihm helfen." Richard lehnte sich gegen Kates Tisch und starrte sie an. „ Was machen wir jetzt?" Er sah wie Kate sich anspannte und den Stift auf die kleine Ablage der Tafel knallte. „ Wir…. wir gehen jetzt zu Lanie."
„ Was hast du gefunden, Lanie?" fragte Kate als sie die Tür zur Gerichtsmedizin aufstieß. „ Das es sich nicht um ein Selbstmord handelt, sondern um einen gezielten Mord." Lanie blickte er jetzt zu den Beiden und sah sofort die Anspannung zwischen ihnen. „ Was ist los?" fragte sie Kate. „ Unwichtig. Wie hast du das herausgefunden?"
Lanie beugte sich über die Leiche und zeigte Kate die Fingernägel des Toden. „ Siehst du diese Einlagerungen, das schließt auf eine Vergiftung. Und seine Handflächen weisen eindeutig verdickte Haut auf. Deshalb habe ich ihn obduziert und seine Nieren sowie die Lunge überprüft. Beide sind zerstört, daraufhin habe ich das Blut zur Toxic geschickt."
„Und?"
„ Arsen, man hat es ihm in kleinen Mengen verabreicht. Die Vergiftung zog sich somit über einen längeren Zeitraum hin."
Kate blickte noch einmal auf die Hand und entdeckte die helle Stelle an seinem linken Ringfinger. „ Hast du einen Ehering gefunden?"
„ Ja." Lanie nahm die kleine Beweistüte und reichte sie Kate. „ Danke, Lanie wenn noch etwas ist ruf einfach an." Beckett ging, als Castle ihr folgen wollte hielt Lanie ihn auf. „ Was ist los?"
„ Jetzt nicht, sonst fährt sie noch ohne mich." Richard lief schnell Kate hinterher.
