Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York
Der Geruch von asiatischen Gerichten durchflutete den Pausenraum. Die drei Detectives und Castle aßen genüsslich, während sie darauf warteten das Lanie oder die CSU ihnen neue Ergebnisse brachten.
Die gemütliche Runde wurde durch Kates Handy gestört, als sie Lanies Name las stand sie auf und verließ den Pausenraum. Die Männer beobachteten wie Kate vor dem Fenster hin und her lief und dabei nickte.
„ Was hast du für mich, Lanie?" fragte Kate enthusiastisch. „ Also, erstens es sind definitiv Geschwister, das ist die erfreuliche Nachricht. Ich habe die Leiche obduziert, das Herz ist unversehrt, das ist ein Indiz auf Vergiftung. Gerade weil wir die Einstichstelle gefunden haben, bin ich mir sicher. Der Herzstillstand kam durch eine Hyperkaliämie. Das Problem bei Kaliumchlorid ist das es nur schwer nachweisbar ist."
„ Wie hast du es dann herausgefunden, außer durch die Einstichstelle?"
„ Während des Todes steigt der Kaliumchloridgehalt im Körper an, wenn er also deutlich darüber ist, lautet das Ergebnis – Vergiftung." beendete Lanie schließlich ihre Ausführungen. „ Danke. Hast du sonst noch etwas Interessantes?"
„ Jap, habe ich. An ihrem Arm zeigten sich Blutergüsse, es handelt sich um eine Hand, durch die Umklammerung ihres Arms. Der Größe nach vermute ich dass ihr eine Frau suchen müsst. Ich habe daraufhin den Bruder noch einmal untersucht, auch er hat Blutergüsse an Armen und Beine."
„ Danke, Lanie. Gute Arbeit, ach bevor ich es vergesse wie war dein Date?" Kate vernahm die kurze Stille und wusste dass ihre beste Freundin gerade schmunzelte. „ Was soll ich dazu sagen. Wir wollen nach einmal ausgehen. Ist damit deine Frage beantwortet?"
„ Möglicherweise, ich werde einfach Javier fragen." Kate grinste verschmitzt.
„ Nein, nein Honey, dass musst du wirklich nicht tun, wenn sich etwas ergibt wirst du es als Erste wissen."
„ Ich erinnere dich daran, Lanie. Bis später."
„ Bye."
Kate hatte sich unbewusst zum Pausenraum gedreht und blickte in die interessierten Gesichter der Männer, Kate signalisierte ihnen dass sie heraus kommen sollten. Am Mordfallbrett schrieb sie die neuen Erkenntnisse auf, überrascht blickten die Männer ihr zu.
„ Also sind es doch Geschwister. Wer also ist die Andere Schwester?" fragte Ryan in die Runde. „ Das ist das Problem, wir wissen überhaupt nichts." sagte Javier und lehnte sich gegen Kates Tischkante. „ Fassen wir zusammen: Gabriel Brewster sollte durch Arsen getötet werden, doch irgendjemand ist Maya vorausgekommen und hat Ihn erhängt. Danach wurde seine Schwester getötet, damit Sie die Versicherung nicht bekommt. Wir wissen, dass es nicht Maya gewesen sein kann." sprach Richard und wurde just von Kate, welche seine Ausführungen beendete, unterbrochen: „somit bleibt nur noch die angebliche Schwester übrig."
„ Genau." antwortete er ihr und grinste sie belustigt an. Javier und Kevin schüttelten genauso belustigt die Köpfe.
Kate achtete auf keinen, sondern blickte ernst die Beweise an. Die neuen Erkenntnisse halfen nicht wirklich weiter, nachdem nun niemand mehr aus der Familie der Brewster lebte, hatte Sie auch keine Möglichkeiten mehr heraus zu finden wer die mysteriöse Schwester sein sollte. Kate spürte dass sie langsam, aber sicher ausgelaugt war, sie rieb sich die Schläfen und schloss die Augen. Irgendetwas an diesem Fall war merkwürdig oder hatte Sie vielleicht etwas übersehen? Diese Überlegung nervte Sie am meisten, wie sehr hasste Sie es etwas zu Übersehen und es war auch nicht ihre Art.
Ein nervendes Geräusch ließ sie wieder aufblicken, erst jetzt realisierte sie das es ihr Telefon war. Kate beugte sich über ihren Schreibtisch und nahm ab. „ Beckett."
„ Detective Beckett, wir haben die Beweise vom Tatort zum Teil fertig. Wenn Sie kurz Zeit hätten würde ich Ihnen gern etwas dazu erläutern." sagte eine ältlich klingende Stimme. „ Ich schicke Ihnen sofort jemanden hin."
Als Kate das Gespräch beendete, schickte sie Ryan und Esposito zur CSU, als die Beiden verschwunden waren schloss Sie wieder ihre Augen. Sie spürte einen leichten Druck an ihrer Seite und öffnete diese daraufhin wieder. Richard hatte seine Hand um ihre Hüfte gelegt und drückte ihren Körper leicht zu seinem. „ Geht es dir gut?" fragte er besorgt. „ Kopfschmerzen." antwortete sie ihm knapp.
Kate spürte wie er ihren Hinterkopf küsste und lächelte. „ Wir haben vorhin entschieden, dass wir heute alle eher Schluss machen."
„ Ihr habt entschieden." lachte Kate und drehte sich zu ihm. „ Und warum?"
„ Weil heute Freitag ist und wir uns alle einmal entspannen müssen." Richard legte seinen Hände auf ihre Hüfte und drückte sie leicht weg, damit er ihr direkt in die Augen blicken konnte.
Er sah wie Kate ihre Stirn runzelte und überlegte. „ Normalerweise."
„ Normalerweise?" fragte Richard ernst.
„ Ja, normalerweise würde ich dir jetzt widersprechen, aber ich hätte tatsächlich Lust auf ein entspannendes Bad."
„ Allein?" fragte Castle verführerisch und streichelte ihre Wange. „ Wenn du ein Glas Wein und ein gutes Buch als Gesellschaft bezeichnest, dann nein. Oder fällt dir sonst noch etwas Gutes ein?"
„ Ja, mich. Ich kann dir mehr bieten als der Wein oder das Buch, versprochen."
„ Versprich nicht etwas was du vielleicht nicht halten kannst."
Castle zog amüsiert seine Augenbraue nach oben. „ Habe ich dich jemals enttäuscht?"
„ Noch nicht." Kate hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen und drehte sich grinsend von ihm weg. Sie wusste dass er ihr mit einem Schmollmund hinterher sah.
CSU
( Crime Scene Unit), Manhattan
New York
Das CSU Gebäude glich einem Einkaufsmarkt. Die Forensiker, Wissenschaftler und Polizisten liefen durch die Gänge, einige rannten mehr und schlüpften in den nächsten Raum.
Ryan und Esposito warteten auf den CSU Beamten, welcher gerade die Akten holen ging. Der schlaksige Wissenschaftler schlenderte durch die Gänge und begrüßte die Beiden Detectives. „ Schön, dass Sie kommen konnten." Er wartete nicht auf eine Bemerkung, sondern ging weiter, schnell folgten die Beiden ihm und wurden in ein Labor geführt. „ Mir fällt gerade ein das wir uns noch nicht vorstellt haben. Ich bin Dorain Shaw."
Esposito bemerkte das er sich nicht einmal umdrehte um die Beiden Detectives anzusehen. „ Ich bin Javier Esposito und das ist mein Partner Kevin Ryan." Er sah wie Shaw leicht nickte, als sie durch das Labor liefen steuerte Dorian direkt zu einem kleinen Büro zu, welches Ausblick auf das gesamte Labor zuließ.
Als er die Tür öffnete, staunten die Detectives. Das komplette Büro glich einen Operationssaal, Ryan blickte auf den Boden, dieser war so sauber das er sich darin spiegeln konnte. Dorain Shaw lief zu seinem Schreibtisch und nahm aus der Schublade einen braunen Hefter. Er schlug diesen auf und blickte auf den darin liegenden Zettel. „ Wir haben den Brief der angeblichen Schwester untersucht und eindeutig Fingerabdrücke der Toden gefunden, aber es wurden auch fremde Abdrücke sichergestellt, welche genauso im Auto vorzufinden waren. Die Vermutung liegt nahe das es sich um den Mörder handelt, leider wurden keine Einträge im AFIS gefunden. Ich habe den Brief weitergeleitet, unsere Experten vermuten das es sich um eine Frau handelt auf jeden Fall ist die Person Linkshänder."
Dorain sah dass die Beiden Detectives verwirrt zu ihm blickten, deshalb legte er einen Abzug des Briefes auf den Polylux und vergrößerte damit den Text. Er nahm sich einen Stift und zeigte auf die Stellung der Buchstaben. „ Haben Sie einen Linkshänder schreiben sehen?"
„ Ja." antwortete Ryan ihm und blickte interessiert auf die Projektion. „ Wenn ein Blatt Papier gerade vor ihnen liegt schreiben Sie meistens von unten oder aber auch von oben, was den wiederum zu Handgelenkproblemen führen kann, deswegen wir das Papier meistens leicht gedreht. Hier sehen Sie dass der Schreiber das Papier gedreht hat um gemütlich schreiben zu können. Deshalb haben wir eine eindeutige Neigung nach rechts, dass Hauptaugenmerk sollten Sie, aber auf das geschriebene „a" legen, dort sieht man am deutlichsten das es sich um einen Linkshänder handelt. Wie auch immer das Schriftbild selbst gehört meiner Meinung nach zu einer Frau, durch die leichte Schwungform wie sie sehen." Er zeigte wieder auf einige Stellen um seine Erläuterung zu beweisen.
Javier versuchte verstehend zu wirken, doch er wusste das Dorain ihn durchschaute, deshalb hörte er auf zu nicken. „ Ansonsten haben wir wie schon gesagt keine Ergebnisse im AFIS gefunden und die sichergestellten Fasern gehören zu einem Baumwollkleidungsstück. Ich vermutete das Hilft ihnen auch nicht wirklich weiter."
Frustriert über diese Erkenntnisse seufzte Kevin laut vor sich hin. „ Danke, jetzt wurde auch die Vermutung unserer Gerichtsmedizinerin bestätigt. Das hilft uns schon ein kleinwenig weiter." Dorain hatte sich zu den Beiden gestellt und versuchte aus ihren Gesichtern zu lesen. „ Wenn ich ihnen sonst irgendwie weiterhelfen kann, melden Sie sich einfach." Er reichte ihnen seine Hand und signalisierte ihnen, das wenn sie keine weiteren Fragen haben bitte gehen sollten. Sie verstanden seine Geste und verabschiedeten sich.
Als sie das Gebäude verließen blickte Javier auf seine Uhr, er fragte sich immer wo die Zeit geblieben war. Es war schon nach vier, wenn sie jetzt noch schnell zurück zum Revier fuhren und ihre Erkenntnisse präsentierten könnte dieser Tag endlich vorbei sein, falls wie er feststellen musste Castle Beckett überzeugen konnte heute eher Schluss zu machen. Er hoffte es sehnlichst.
Heute Abend wollten Lanie und er noch einmal ausgehen, er hatte oft mit ihr geflirtet, doch nie daran gedacht dass da vielleicht mehr sein könnte. Sie war die perfekte Frau wie er feststellen musste. Sie respektierte seinen Job und er ihren. Sie könnten sich oft sehen und das nicht nur abends auf der Couch, sondern auch während der Arbeit. Am Anfang war er immer skeptisch gewesen ob eine Beziehung während der Arbeit sinnvoll war, doch seit er Castle und Beckett beobachtete sehnte er sich förmlich nach einer Beziehung.
Er spürte ein angenehmes Kribbeln im Bauch und freute sich auf den wunderschönen Abend mit Lanie. Er bemerkte nicht das er auch äußerlich lächelte, erst als Ryan ihn leicht an stubste. „ Wo warst du gerade?"
„ Was?"
„ Mit deinen Gedanken." Ryan konnte ihn nicht anschauen, weil der zunehmende Berufsverkehr seine volle Konzentration benötigte. „ Ich habe mich mental auf das Essen heute vorbereitet."
„ Du denkst wirklich dass Beckett heute eher Schluss machen wird. Ich glaube Castle hat sich da übernommen."
„ Echt Mann? Nein, denk ich nicht. Er kann sie um den kleinen Finger wickeln. Du weißt schon mit diesem Hundeblick schafft er alles."
Ryan prustete vor Lachen los: „ Ich warte eigentlich immer auf den Moment wo es zwischen den Beiden richtig kracht."
„ Was meinst du damit?" fragte Javier irritiert, er hoffte einfach dass die beiden sich nicht trennen würden, nicht weil sie ein schönes Paar waren, sondern dadurch Kate endlich wieder entspannt wirkte. Castle tat ihr einfach gut und das freute Javier mehr als alles andere. „ Hast du dich noch nicht gefragt, was passieren würde wenn die Presse etwas davon mitbekommt? Ich weiß wie Beckett darauf reagieren würde, das wäre die Hölle. Sie will ihr Privatleben nicht öffentlich zur Schau stellen. Da treffen wieder diese beiden Welten auf einander, verstehst du."
Ja, er verstand was Kevin damit sagen wollte, wie hatte Castle es bis jetzt überhaupt geschafft ihre Beziehung geheim zu halten? Diese Frage hatte er sich noch gar nicht gestellt. „ Wie hat es Castle eigentlich geschafft die Paparazzos fern zu halten. Sind die Beiden nie Essen gegangen?"
„ Beckett steht nicht auf diese Nobelrestaurant und ich vermutete auch das die Beiden lieber gemütlich kochen, zu mindestens stelle ich mir Beckett so vor." antwortete Kevin ihm. Javier wusste das Castle alles für Beckett getan hätte, auch wenn das bedeutete auf teure Restaurants zu verzichten, doch wenn er nicht mehr am Prominenten leben teilnahm, musste das doch die Presse anlocken. Er hoffte dass es nicht passierte und das die Beiden in Ruhe ihre Beziehung ausleben konnten, doch etwas in ihm spürte die anrollende Gefahr. Esposito wusste nicht, ob er mit Kate darüber reden konnte, vielleicht war Lanie auch die perfekte Person dafür oder doch Castle? Nein lieber nicht, er hatte schon genug Sorgen, vielleicht plagten diese ihn genauso.
Seine Gedanken schob er beiseite, als sie das Revier erreichten, tatsächlich hatte Castle es geschafft Kate zu überzeugen heute eher Feierabend zu machen. Ryan erläuterte die Ergebnisse, welche Javier an die Tafel schrieb. Danach war es endlich soweit am Haupteingang zum Revier verabschiedeten sich alle. Richard und Kate stiegen in ein Taxi und fuhren davon.
„ Na, dann ich wünsch dir heute einen schönen Abend und vergess nicht: Bleib immer ein Gentlemen." rief Kevin Javier hinterher und ging nach Hause.
New York City
Manhattan, Soho
425 Broome Street
Richard schloss die Tür zu seinem Apartment auf und beobachtete wie Kate hinein ging. Eilige Schritte vernahm beide und blickten zur Treppen. Alexis rannte regelrecht die Treppe nach unten und umarmte Kate und Richard fröhlich. „ Whoa, das ist ja mal eine Begrüßung." sagte Richard und legte seinen Arm um Alexis. Erst jetzt fiel ihm ein dass sie sich eine Woche nicht gesehen hatten. Er war bis gestern immer bei Kate gewesen, erst letzte Nacht hatten sie sich entschieden zu ihm zu gehen, doch um diese Zeit hatte Alexis schon geschlafen und heute Morgen sahen sie sich auch nicht. Alexis ließ von den Beiden ab zog Kate, aber mit sich. „ wie war dein Tag, Alexis?" fragte Kate während sie sich auf den Stuhl am Tresen setzte. „ Wie immer. Warum seid ihr schon da?"
„ Uhm, gerade erdrückst du uns fast und jetzt fragst du warum wir schon da sind. Sollen wir wieder gehen?" fragte Richard und nahm zwei Gläser aus dem Schrank. „ Was? Nein, ich freue mich darüber, dass bedeutet das ihr heute nicht mehr weg müsst, oder?"
„ Solange nichts Schwerwiegendes ist, sind wir heute hier." antwortete ihr Kate und nahm einen Schluck des Wasser, welches Richard ihr eingoss. Alexis strahlte über beide Ohren: „ Da können wir heute doch etwas unternehmen."
„ Was schwebt dir vor?" fragte Richard und setzte sich neben Kate. „ Wir könnten Essen gehen und danach ins Kino. Was haltet ihr davon?"
„ Klingt nicht schlecht. Welche Filme hättest du im Angebot?" fragte Kate und lächelte sie an, daraufhin grinste auch Alexis wieder. „ The Social Network würde mich interessieren. Was sagst du dazu, Kate?"
„ Ich richte mich nach euch. Du darfst heute alles entscheiden."
„ Dad?" Richard lächelte die Beiden an und spürte Zufriedenheit in sich. Die beiden wichtigsten Frauen in seinem Leben, verstanden sich wie zwei Freunde, manchmal sogar wie Tochter und Mutter, gerade in solchen Momenten wo seine Mutter nicht da war und Alexis „ Frauenprobleme" hatte, ging sie immer zu Kate.
Es freute ihn, dass alles harmonierte und seine kleine perfekte Welt aufrecht stand. Richard spürte einen leichten Schmerz an seiner Seite, verwirrt wurde er aus seinen Gedanken gerissen und blickte in die fragenden Gesichter von Kate und Alexis. „ Was ist?"
„ Er ist einverstanden, Alexis. Geh dich schon mal fertig machen." Freudig quickend rannte sie die Treppen wieder nach oben. „ Ich bin einverstanden?"
Kate stand auf und räumte die Gläser weg, Richard verfolgte sie mit seinem Blick, als sie wieder zu ihm ging stellte sie sich zwischen seine Bein und grinste ihn an. „ Wir gehen jetzt essen und danach ins Kino."
„ Zu welchem Film?" Kate lehnte sich zu ihm und küsste ihn zärtlich. „ Lass dich überraschen. Hättest du zugehört würdest du es jetzt wissen." Sie spürte seine Hände auf ihrem Hinter, bestimmend drückte er sie näher an sich. Kates Arme legten sich um seinen Hals, als sie wieder ihre Lippen auf seine legte forderte er mehr, lächelnd kam sie seiner Aufforderung nach und verlor sich in seinen Armen. Seine Hände ertasteten ihren Rücken und suchten sich einen Weg unter ihre Bluse. Kate vergrub ihre Finger in seinen Haaren und genoss das das Gefühl seiner Hände auf ihrer nackten Haut, doch das berauschende waren seine Küsse, welche so viel Gefühl hatten, dass Kate immer noch der Atem stockte.
Sie hatten beide die Schritte von Alexis nicht gehört und erschraken leicht als sie ihre Stimme vernahmen. „ Ich will euch nicht stören, aber wir haben nicht viel Zeit." Kate lief ein wenig Rot an, was wiederum Richard belächelte. Er liebte ihre Art, als er aufstand strich er zärtlich über ihre Wange und nahm ihre Hand. Alexis reichte ihnen ihre Mäntel, als alle fertig waren hakten sich die beiden wichtigsten Frauen seines Leben bei ihm ein.
Das kleine Restaurant war nicht gerade voll um diese Zeit. Richard suchte sich einen freien Platz in einer kleinen Ecke aus. Er nahm die Jacken mit und hang alle auf, als er gerade wieder zu seinem Platz wollte, wurde er am Arm festgehalten, verwirrt drehte er sich um und entdeckte Donna Vincennes. „ Donna."
„ Richard, ich habe schon lange nichts mehr von dir gehört." stellte sie lächelnd fest. „ Im Moment fordern mich die Kriminalfälle, deswegen habe ich keine Zeit für Partys."
„ Und heute entspannst du?"
„ Ich bin mit Alexis und…" Richard erinnerte sich gerade daran das Donna, damals in einer Kolumne behauptete das er und Kate zusammen wären. Das stimmte zu diesem Zeitpunkt nicht, deswegen hatte er ihr klar und deutlich gesagt dass er Single ist und nun war er wirklich mit Kate zusammen. Donna würde ihn sicherlich irritiert anblicken, doch was ihm man meisten Kopfschmerzen bereitete war die Angst das sie etwas darüber schrieb. Er wusste das Kate dass nicht gefallen würde, doch was sollte er tun? Donna hatte auf jeden Fall Kate und Alexis gesehen, als sie das Restaurant betraten, sie wusste also mit wem er hier war. „ Richard?" fragte sie vorsichtig, als sie einen kleinen Anflug von Angst in seinem Gesicht sah. „ Donna, ich bin mit Kate hier. Ich bitte dich schreibe nichts in den Ledger, bitte."
Donna schmunzelte leicht, als sie verstand was los war. „ Seit wann Richard?"
„ Seit fast zwei Monaten und ich will das, das so bleibt verstehst du?" Donna legte beruhigend ihre Hand auf seinen Arm. „ Ich verspreche es dir." Sein Gesicht entspannte sich merklich: „ Danke, ich muss jetzt, aber langsam wieder zurück."
Donna nickte verstehend und verabschiedete sich mit einem Lächeln von ihm. Kate und Alexis blickten auf, als Richard endlich wiederkam. „ Du warst lange weg, Dad." stellte Alexis fest.
„ Ich habe Jemanden getroffen, entschuldigt." Richard setzte sich neben Alexis und blickte zu Kate, welche ihn fragend anblickte. „ Habt ihr schon gewählt?" fragte er um seine Unsicherheit zu vertuschen. „ Wir haben nur die Getränke bestellt." Richard schlug die Karte auf und versuchte so den Blicken der beiden zu entkommen: „ Was nehmt ihr?"
„ Dad?" Alexis nahm ihm die Karte weg und blickte ihn durchdringend an. „ was ist los?"
„ Nichts, Sweetie. Wie kommst du darauf?" Er lächelte sie beruhigend an und versuchte die Karte zurück zubekommen. Kate wollte sich nicht einmischen, deshalb versuchte sie sich auf die Karte zu konzentrieren, doch Alexis wollte ihre Hilfe. „ Kate, sag auch mal was."
Sie blickte daraufhin zu den Beiden und räusperte sich hörbar. „ Wenn hast du getroffen?"
„ Niemand besonderes." log Castle. Kate lehnte sich ein wenig zu ihm und sprach leiser: „ Du brichst gerade deine eigenen Regeln, Rick." Ertappt schaute er in ihre Augen.
„ Donna. Ich habe Donna Vincennes getroffen."
„ Die Frau vom Ledger?" fragte Kate überrascht und blickte sich daraufhin um. Sie hatte auf einmal das Gefühl beobachtet zu werden. „ Genau, Sie hat mir versprochen, dass nichts über uns in die Zeitung kommt."
„ Und Sie hält ihr Versprechen? Ich meine Sie hat damals auch behauptet, das wir zusammen wären."
Er nahm ihre Hand und streichelte über ihren Handrücken. „ Ich hoffe es, ansonsten wäre es dieses Mal wenigstens die Wahrheit." Er versuchte sie mit einem Castle Grinsen zu beruhigen, Richard sah deutlich dass sie unsicher wurde, doch als sie Alexis wieder bemerkte entspannte sie sich wieder. „ Ich hoffe es, Rick."
Die beklemmende Stille wurde durch den Kellner unterbrochen. „ Haben Sie schon gewählt?" fragte er in die Runde. Sie bestellten alle, als der Kellner wieder verschwand, versuchte Alexis die beiden in ein Gespräch zu verwickeln.
„ Wie läuft es eigentlich mit eurem Fall?"
„ Wir kommen nicht wirklich voran um ehrlich zu sein." antwortete ihr Kate und war froh das die Stille durchbrochen war. Bis das Essen kam unterhielten sich die Drei gemütlich wieder, wie als wäre der Vorfall nie passiert.
Nachdem jeder von ihnen fertig war, blickte Castle auf seine Uhr und stellte überrascht fest dass sie nur noch eine halbe Stunde hatten um zum Kino zu gelangen. „ Mädels, wir müssen los, sonst verpassen wir den Anfang noch." Alexis sprang schnell fröhlich auf und holte die Mäntel. Richard ergriff Kates Hand und zog sie leicht zu sich, mit der anderen Hand streichelte er über ihre Wange. „ Ich liebe dich, Kate." Er beugte sich zu ihr und küsste sie zurückhaltend, als er spürte dass sie seinen Kuss erwiderte lächelte er zufrieden. „ Kommt schon." rief Alexis hinter ihnen und reichte die Mäntel.
Als sie das Restaurant verließen hängte Kate sich bei ihm ein und lehnte sich an seine Schulter. Auf der anderen Seite hielt er Alexis Hand.
Das Kino war nicht voll, was die Atmosphäre verschönerte, Kate lehnte sich an Richards Schulter und genoss die Gesellschaft von ihm und Alexis. Der Film war auch nicht schlecht, doch für sie mehr eine Nebensache.
Nach dem Film konnte Alexis über nichts anderes sprechen, Kate und sie diskutierten über das Verhalten von den Figuren des Film, während sie zum Apartment zurück liefen.
Dort angekommen wollte Alexis eigentlich mit den Beiden noch einen Film schauen, doch der Anruf von einer Freundin zerstörte ihren Plan. Kate saß auf der Couch und wartete auf Richard, welcher kurz verschwand. Sie schloss Müde ihre Augen und lehnte sich zurück, plötzlich spürte sie einen warmen Atem auf ihrem Gesicht. Sie öffnete langsam ihre Lider und blickte in Richards Gesicht. Er reichte ihr seine Hand und zog sie nach oben, bevor sie ihn fragen konnte was los ist, hob er sie hoch, überrascht schlang sie ihre Beine um seine Hüfte und klammerte sich an ihn fest. „ Was hast du vor?" Kate spürte dass er die Treppen nach oben lief, sie kannte sich langsam in seiner Wohnung aus und wusste wo er sie hinführte. Richard antwortete ihr nicht, sondern öffnete die Tür zum Badezimmer, dort angekommen ließ er sie wieder herunter. Als Kate sich umdrehte sah sie die Kerzen und roch den Rosenduft des Schaumbades. Sie spürte wie Richard sich an ihren Rücken drückte und seinen Kopf auf ihre Schulter legte, langsam versuchte er ihre Bluse zu öffnen. Als er endlich alle Knöpfe geöffnet hatte streifte er die Bluse von ihrem Körper und öffnete ihren BH. Nach dem auch dieser auf dem Boden landete, spürte sie seine warmen Hände auf ihren Brüsten, langsam wanderten diese zu ihrer Hose und öffneten den Knopf. Kate zog sich diese und ihren Slip aus, nackt drehte sie sich zu ihm und knöpfte sein Hemd auf, zärtlich strich sie ihm das vom Körper und betrachtete seine Brust. Richard hatte seine Hände auf ihrem Hinter und beobachtete ihren Blick. Kate öffnete seinen Gürtel und den Knopf, schnell streifte Richard sich das lästige Dinge vom Körper und umschlang Kate wieder. Langsam führte er sie zur Badewanne, Richard lehnte sich an den Rand und wartete darauf dass Kate sich an ihn lehnte. Ihr Rücken drückte gegen seine Brust, Richard schlang seine Arme um ihren Körper. Kate hingegen hatte nur seine Beine, deshalb legte sie ihre Hände auf seine Knie und streichelte diese. Ihr Kopf ruhte auf seiner Schulter, genüsslich schloss sie ihre Augen und genoss seine Nähe. „ Du hattest recht."
„ Mit was?" fragte Richard und küsste ihren Kopf. „ Das deine Gesellschaft besser ist als ein Buch und Wein."
Sie spürte wie seine Hände wieder zu ihrer Brust wanderten, als er sie berührte entwich Kate ein leises Stöhnen. „ Ich hätte da noch etwas." flüsterte er in ihr Ohr. Kate musste daraufhin grinsen und drehte sich zu ihm um. Richard rückte ein wenig in die Mitte der Wanne damit sie mehr Platz hatten. Kate saß auf seinem Schoss und schlang ihre Arme um seinen Nacken. „ Und was?" fragte sie verführerisch und küsste ihn zärtlich am Hals. Sie musste nicht auf eine Antwort warten, denn sie spürte seine Erregung. „ Ich muss es dir nicht erklären, oder?" fragte er und hob sie leicht von sich. Langsam ließ sie sich wieder nach unten und nahm ihn in sich auf. Gleichzeitig stöhnten sie beide und grinsten sich an. Kate bewegte sich auf ihm und spürte wie Richard versuchte sie noch näher zu sich zu ziehen. Seine Hände ertasteten ihren kompletten Rücken, er versuchte ihren Mund zu erhaschen. Als er es endlich schaffte zog er sie in ein Zungenspiel.
Nach ihrem gemeinsamen Bad, ging Richard nach Alexis schauen und stellte fest dass sie schon schlief, deshalb folgte er Kate ins Schlafzimmer. Beide legten sich hinein, zufrieden kuschelte Kate sich an seine nackte Brust und schlief ein.
