Police Station
Twelfth Precinct Homicide Squad,
Madison Street, Manhattan
New York

Javier betrat das Büro und blickte zu Ryan, welcher am Mordfallbrett stand und eine Stadtkarte daran heftete. „ Markierst du die Tankstellen?" fragte Javier und stellte sich neben ihn. „ Ja. Wie du siehst ergibt sich ein Muster."
„ Mmmh…Schon, aber das Gebiet ist viel zu groß." Javier las sich die Straßen durch und wusste dass sie keine Zeit sowie Mittel hatten alles durchzusuchen.
„ Wissen wir eigentlich wo Jeff Quinn wohnt?" fragte Castle und stellte sich neben die beiden. Javier blickte kurz zu ihm und schüttelte seinen Kopf. „ Ich glaube dass wir dort vielleicht etwas finden."
Ryan drehte sich zum Schreibtisch und nahm die dort liegende Akte. Er blätterte schnell durch und fand Quinns Adressen. Gedanklich schlugen sich die Beiden Detectives an den Kopf. Warum waren Sie nicht darauf gekommen. Javier zückte sein Handy und rief die Verstärkung an. Eigentlich wollte er selber die Wohnung untersuchen, doch sie hatten keine Zeit dafür, als erstes sollte das Gebiet untersucht werden. Irgendwo dort hält sich vielleicht Jeff auf. Als er sein Telefonat beendete sah er in das enttäuschte Gesicht von Castle. „ Wir werden in der Zwischenzeit das Gebiet absuchen, vielleicht finden wir eine Lagerhalle oder ein unbewohntes Haus." Richard blickte wieder auf die Stadtkarte und nickte verstehend, auch wenn es ihm nicht gefiel. Lieber hätte er in Jeffs Wohnung herumgestochert. Doch er wusste dass Javier Recht hatte, deswegen zog er sich seine Jacke wieder an und begleitete die beiden Detectives zum Fahrstuhl.
Das Gebiet war größer, als Javier dachte. Sie fuhren gerade die kleineren Straßen entlang und fanden…nichts. Nirgends war auch nur eine kleine Lagerhalle oder ein leer stehendes Haus. Frustriert hielt er am Bordstein an und stieg aus. Er brauchte jetzt frische Luft, ohne auf die Anderen zu warten lief er die Straße entlang und blickte sich die Häuser auf beiden Seiten an.
Ryan saß verwirrt im Auto und blickte seinem Partner hinterher. Er wusste dass Javier eine Bruderbeziehung zu Kate aufgebaut hatte und jetzt einfach mit der Situation überlastet war. Doch was sollten sie noch tun?
Seine Gedanken wurden durch Javiers Handy unterbrochen. Er hatte es in seiner Hast vergessen, deshalb ging Ryan ran. „ Detective Ryan." sprach er schnell.
„ Hier Officer Lewis. Wir haben in der Wohnung von Jeff Quinn eine Adresse gefunden. Haben Sie etwas zu schreiben?"
Ryan kramte im Handschuhfach herum und fand einen kleinen Notizblock. Er klemmte sich das Handy zwischen Schulter und Kopf. „ Ja." sagte er knapp und wartete.
„1756 48th Ave. Bronx. Sollen meine Männer und ich dort auf Sie warten?"
„ Ja, wir sind auf dem Weg, bis gleich." Als Ryan auflegte spürte er wie Castle über seine Schulter blickte. „ Ist Sie dort?" fragte er aufgebracht und Ryan sah für einen kurzen Moment Hoffnung in Richards Augen. „ Ich weiß es nicht, aber es ist eine verdammt gute Spur." Kevin blickte sich nach Javier um, doch er entdeckte ihn nicht, bevor er reagieren konnte saß Castle plötzlich auf dem Fahrersitz und ließ den Motor starten. Erschrocken über das rasante Starten krallte Kevin sich am Griff fest. Richard raste die Straße entlang und hupte wie ein Irrer.
Javier hörte das Hupen und schaute verwundert in die Richtung, woher der Lärm kam. Quietschend hielt Castle neben Javier und signalisierte ihm einzusteigen. Er hatte die Tür noch offen, als Richard los fuhr.
„ Eh Mann…." brüllte Javier überrascht und schloss schnell die Tür. Kevin drehte sich zu ihm und reichte ihm den Zettel mit der Adresse. „ Was ist das?" fragte Javier und las sich Ryan Notiz durch. „ Ist er dort?"
„ Wissen wir nicht. Diese Adresse wurde in Quinns Wohnung gefunden. Die Verstärkung ist auf dem Weg."
Esposito nahm seine Waffe und ließ eine Kugel in den Lauf gelangen, danach sicherte er sie und zog sich seine Schutzweste an, welche unter dem Beifahrersitz lag. Er reichte Ryan die Andere und fand freudestrahlend noch eine dritte für Castle, denn seine eigene lag in Kates Wagen.

Als sie die Lagerhalle erreichten, wartete die Verstärkung schon auf sie. Castle hielt neben einem Polizeiwagen und sprang aus dem Wagen. Javier reichte ihm die Schutzweste und beobachtete wie Castle sich bereit machte, als er gerade loslaufen wollte hielt Ryan ihn auf. „ Castle, warte. Nimm die hier." Richard blickte auf eine 9mm Sig Sauer, bevor Ryan es sich anders überlegen konnte, griff Castle schnell danach und entsicherte die Waffe.
„ Auch wenn du jetzt bewaffnet bist Castle, bleibst du bitte hinter uns. Verstanden?" fragte Javier und schaute Richard intensiv an. „ Ja." antwortete dieser knapp.
„ Moment, da ist noch etwas. Du musst versprechen, egal was wir sehen werden, du darfst nicht einfach zu Beckett rennen und den Helden spielen. Damit bringst du dich und Sie nur noch mehr in Gefahr." Richard nickte eifrig und signalisierte den Beiden, dass er endlich rein wollte.

Javier übernahm die Führung, gefolgt von Ryan und zwei Polizisten. Castle bildete die Nachhut mit einem weiteren Polizisten. Er hielt seine Waffe auf den Boden gerichtet und blickte sich die Lagerhalle genau an. Als sie vor der Tür hielten, drückte Javier leicht dagegen und musste erstaunt feststellen das Offen war. Leise schlich er sich hinein und fand sich in einer Vorhallte wieder. Erst jetzt wurde ihm bewusste das die Lagerhalle zu Wohnungen umgebaut wurde. Er blickte zur Treppe und überlegte wie viele Etagen diese Lagerhallte haben wird. Javier wusste sofort dass er nicht genügend Männer hatte. Er signalisierte den drei Polizisten dass sie sich um die oberen Etagen kümmern sollten. Ryan, Castle und er gingen zur ersten Wohnung im Erdgeschoss. Javier wollte gerade die Tür auf drücken, als er Stimmen hörte. Abrupt blieb er stehen und lauschte, er hatte unbewusst seine Hand erhoben damit Ryan stehen blieb und nicht näher kam. Javier nahm nur ein paar Brocken war und war froh das Castle nichts hören konnte.
„ Ich sagte dir ….. nicht anfassen!" schrie eine Frau. Javier vermerkte sich das es sich um Sara Newman handelte. „ …. Ich wollte ihr nur…..etwas bieten." antwortete eine Männerstimme. Esposito konnte nicht sagen ob es sich um Jeff handelte, aber er vermutete es. Er hatte genug gehört, langsam drehte er sich zu Ryan und Castle.
„ Ryan, ich werde die Tür einen spaltbreit öffnen und versuchen etwas zu entdecken, wenn ich hinein gehe wartest du mindestens eine Minute."
Kevin nickte ihm zu und drängte Castle zurück, dieser wollte sich erst wehren, doch dann viel ihm wieder ein das er versprochen hatte auf die Beiden zuhören.
Javier drehte sich wieder zurück und legte sein Ohr an die Tür. Er konnte die Stimme immer noch hören, doch jetzt waren sie nicht mehr deutlich wahrnehmbar. Vorsichtig drückte er die Klinke nach unten und öffnete die Tür. Er lugte durch den Spalt und sah einen langen Gang. Leise drängelte er sich durch und schlich durch den Flur. Jetzt konnte er die Stimmen besser hören und wusste dass sie direkt vor ihm waren. Alle Türen in der Wohnung standen sperrangelweit offen. Javier tastete sich bis zur der Tür direkt vor ihm vor, als er Schritte hörte. Als erstes dachte er das es sich um Ryan handelte, nicht nachdenkend drehte er sich um und entdeckte… niemanden. Verwirrt drehte er sich wieder nach vorn und blickte in den Lauf einer 45.. Sein Körper versteifte sich blitzartig. „ Waffe her!" befahl Jeff. Javier hatte keine andere Wahl, wie befohlen übergab er ihm die Waffe. „ So und jetzt gehen Sie leise durch die Tür. Wenn ich nur einen Mucks höre, sind Sie tot. Verstanden?"
Javier nickte und spürte wie Jeff ihm die Waffe in den Rücken drückte, leise lief er weiter und sah in das entsetzte Gesicht von Sara Newman. „ Wir haben einen weiteren Gast." Jeff schubste Esposito zu einer Holztür, Sara sprang von ihrem Stuhl auf und öffnete diese. Bevor Javier auch nur Blinzeln konnte wurde er in den kleinen Keller gestoßen.
Dunkelheit umgab ihm, orientierungslos tastete er sich voran, bis er schließlich die Wand berührte. Ein leises Atmen drang an sein Ohr, geschwind drehte er sich in die Richtung und wurde zu Boden gedrückt. Seine Arme wurden schmerzhaft auf seinen Rücken gedreht. Javier spürte einen Körper auf sich, unter Schmerzen versuchte er zu reden. „ Beckett?" Ruckartig entschwand das Gewicht von seinem Körper. „ Esposito?"
Javier hatte keine Gelegenheit ihr Frage zu bestätigen, als er in ihre Umarmung geriet. „ Wo sind Ryan und Richard?" fragte sie plötzlich und ließ ihn wieder los. „ Sie sind nicht gefangen genommen wurden, sowie ich."
„ Ich hoffe dass die Beiden die Verstärkung holen und uns hier heraus holen." Javier lehnte sich gegen die Wand und atmete tief ein. „ Ich bin froh, dass es dir gut geht. Hat er…. dich…?" Javier konnte und wollte es nicht aussprechen. „ Nein." Erleichtert über ihre Antwort legte er sein Arm um ihre Schulter und lächelte. Kate hatte ihren Kopf auf seine Schulter gelegt und konnte zum ersten Mal, seit sie hier war ihre Augen schließen und abschalten.

Lagerhaus
1756 48th Ave., Bronx
New York

Ryan hatte lange gewartet, als er auf den Flur blickte. Er entdeckte Javier, wie er von Jeff Quinn durch die gegenüberliegende Tür gedrängt wurde. Kevin zog sich schnell wieder zurück und überlegte was er jetzt tun sollte. „ Castle hol die Verstärkung her." flüsterte er und blickte die Treppen nach oben. Castle nickte und lief los, nach nicht einmal zwei Minuten kam er mit den drei Officers wieder.
„ Esposito wurde entdeckt. Ich werde jetzt den Flur sichern. Danach rücken Sie nach und sichern die restlichen Zimmer. Ich bin mir sicher das niemand dort ist, aber so sind wir alle in der Wohnung und können nicht sofort entdeckt werden." Die Officers nickten und hielten ihre Waffen bereit. Ryan blickte noch einmal zu Castle und gab ihm zu verstehen dass er hier bleiben sollte.
Er wartete nicht auf ein Kommentar oder Nicken, sondern lief los. Leise stieß er die Tür auf und schlich sich in den Flur. Seine Füße glitten über das Parkett, als er kurz vor der Tür hielt, hörte er wie die drei Officers den Flur betraten und sich in den einzelnen Zimmern postierten. Ryan musste sich nicht umblicken um zu wissen, dass alle bereit waren. Er versuchte durch den kleinen Spalt zu schauen, doch es gelang ihm nicht. Neben ihm war eine weitere Tür, er stieß sie leise auf, blitzartig trat er die Tür auf, wo Jeff und Sara waren. Bevor die Beiden ihn sehen konnten, sprang Ryan in das andere Zimmer. Die Tür hatte er leicht geöffnet um sofort bei einer Bewegung reagieren zu können.
Sein Plan ging auf. Er hörte laute, schwere Schritt, welche sich einen Weg zu der geöffneten Tür suchten. Ryan sah den Schatten eines Mannes und versuchte seine Atmung Unterkontrolle zu bekommen. Sein Herz pochte in seiner Brust vor Aufregung. Als er gerade vor springen wollte, sah er die Waffe, welche Jeff hielt. Seine Chancen standen nicht gut, deshalb verweilte er weiter in seinem Versteck. Wartend, dass sich Jeff wieder umdrehte, doch es geschah nicht. Er konnte sehen dass Jeff mit der Waffe zielte, geradeweg auf den Flur. Verwundert überlegte er was dort war. Nichts. Außer Castle hatte nicht auf ihn gehört. Seine Vermutung wurde bestätigt, als er Jeffs Stimme vernahm. „ Sie sind kein Bulle, oder?" fragte Jeff amüsiert und richtete die Waffe auf Castles Kopf. „ Wie kommen Sie darauf?" fragte Castle zurück und grinste ihn an. „ Kein Bulle wurde sich so dumm anstellen." stellte er fest und blickte kurz zu den anderen Türen. „ Ergeben Sie sich Jeff. Sie haben keine Chance hier lebend heraus zu kommen."
„ Das sagt mir einer der von einer Waffe bedroht wird." er lachte kurz auf. „ Ich glaube Sie sollten besser beobachten." verwirrt blickte Jeff Castle an und stockte. Richard hatte die ganze Zeit mit seiner Waffe auf Jeff gezielt, wenn auch nicht sehr effektiv. Die Waffe lag an seiner Hüfte, Castle wusste nicht, ob er Jeff überhaupt getroffen hätte. Es war ihm in diesem Moment auch gleichgültig. Er hatte gehofft dass Jeff näher zu ihm kam, doch er tat es nicht. Vorsichtig ging er einen Schritt auf ihn zu. „ Eh, du Möchtegern Cop, bleib stehen oder ich schieße!" Um seinen Worten mehr Macht zu verleihen, fuchtelte Jeff mit der Waffe herum. „ Ihr Fehler war es Geiseln zu nehmen." sagte Richard ruhig und ging wieder ein Schritt. „ Ha, dir liegt etwas an der Polizistin, oder? Sie ist schon der Hammer, Mann. Aber Sie gehört jetzt mir!" Jeff nahm die weiteren Schritte von Castle wahr, wütend über seine Dreistigkeit schoss Jeff auf den Boden. Erschrocken sprang Richard zurück und blickte auf das entstandene Loch im Parkett. „ Ich sagte doch: Kein Schritt weiter!"
Ryan hatte den Schuss gehört, ruckartig sprang er aus seinem Versteck, direkt gegen Jeff. Dieser knallte gegen die Wand. Sein Kopf schlug hart auf. Das Blut spritzte aus einer Platzwunde, er verdrehte die Augen und sackte in sich zusammen. Ryan stemmte sich wieder auf und blickte auf die Gestalt unter sich. Er wollte sich gerade zu Castle drehen und sich versichern dass er nicht getroffen wurde. Doch er hatte nicht mit der schnellen Genesung von Jeff gerechnet. Wie ein verletztes Tier brüllte er und warf sich auf Ryan, dieser wurde unter dem schweren Körper begraben. Ryans Luft wurde aus seinem Körper gepresst, als er auf den Boden aufschlug.
Jeff war über ihm und schlug mit der Faust in Ryans Gesicht. Er schmeckte das Eisen in seinem Mund und versuchte sich zu wehren. Doch der wuchtige Körper erschwerte es ihm. Plötzlich wurde der Druck auf seiner Brust gelöst. Mit aufgerissenen Augen sah er wie Castle auf Jeff einschlug.
Noch nie hatte Ryan gesehen, das Richard auf jemanden einschlug. Meistens war es anderes herum.

Richard musste mit ansehen wie Ryan zu Boden gewrungen wurde, geschwind rannte er durch den Flur und trat gegen Jeffs Seite. Sein Körper rollte von Ryans. Castles Wut gewann die Oberhand ohne nachzudenken schlug er auf Jeff ein und spürte den eigenen Schmerz in den Fäusten nicht mehr. Er konnte deutlich das Knacken hören, als Jeffs Nase brach. Das Blut schoss regelrecht heraus. Jeff musste das viele Blut aus seinem Mund spucken, Richard hatte mit keiner Gegenwehr gerechnet, umso mehr war er überrascht, als er Jeffs Faust in der Magengrube spürte. Er taumelte leicht zurück und wollte sich verteidigen, doch ein weiterer Schlag ins Gesicht ließ ihn umfallen. Als er zu Jeff blickte, war dieser schnell in das Zimmer gerannt. Castle folgte ihm und würde jäh von der Tür im Gesicht getroffen.
Er drehte sich vor Schmerzen um und sah wie die Uniformierten aus ihren Verstecken rannten. Der erste von ihnen trat die Tür ein und rannte in das Zimmer mit erhobener Waffe.
Doch es war leer. Verwirrt folgten ihm die Anderen und sicherten jede noch so kleine Ecke.
Castle half währenddessen Ryan. Vorsichtig stand dieser auf und versuchte das Blut von seiner aufgesprungenen Lippe zu wischen. Sie folgten die Uniformierten und ging geradewegs zu der Holztür. Dort angekommen machte Ryan diese vorsichtig auf und wurde jäh zu Boden gerissen. Erschrocken stellte Richard sich neben ihn und wollte die Gestalt von Ryans Köper ziehen. Doch kurz darauf schlug auch er auf den Boden auf und spürte einen Köper auf seinen. Seine weitaufgerissenen Augen starrten in zwei grüne, wütend schauende Augen. Er wusste sofort wem diese gehörten ohne nachzudenken presste er seine Lippen auf die von Kate.
Sie wollte sich im ersten Moment wehren, doch dann erkannte sie Richard und erwiderte seinen zarten Kuss. Sie schmeckte Blut, schnell löste sie sich von ihm und sah in sein ramponiertes Gesicht. Sie erhob sich von seinem Körper und reichte ihm ihre Hand. Dankend nahm er ihre Geste an und stand auf. Er konnte sich nicht von ihrem Gesicht lösen, vorsichtig streichelte er dieses um sich zu vergewissern das es kein Traum war.
Kate schauten erschrocken zu ihm, plötzlich spürte Richard ein Stechen. Er sah wie Kate ihre Hand auf seine Schläfe legte, auch wenn es eine zarte Berührung war, die Schmerzen ließen ihn zusammen zucken. „ Entschuldige." sagte Kate darauf und entzog sich ihm. Sie spürte wie Castle sie an der Hüfte packte und sie in eine Umarmung zog. Sie versuchte seinen wunden Körper nicht zu berühren, doch seine feste Umarmung ließ das nicht zu. Kate spürte wie Richard zusammenzuckte. Sie vergrub ihr Gesicht in seiner Schulterbeuge und schloss die Augen.
Als sich beide von einander trennten, schauten sie zu Ryan und Esposito. Javier musste seinen Partner leicht stützen und entschuldigte sich die ganze Zeit bei ihm. „ Mann, da überlebe ich die Schläge von einem Mörder und werde durch meinen eigenen Partner ausgeknockt." Lautes Gelächter entrann von den Vieren.
„ Detectives, unsere Verdächtigen sind durch das Fenster geflohen. Zwei von meinen Männer versuchen ihre Spur zu verfolgen, doch sie haben einen verdammt großen Vorsprung."
Die Detectives nickten leicht und wussten, dass die Verfolgung sinnlos war. „ Sagen Sie ihren Männern dass sie aufhören können. Wir werden die Zwei schon anderweitig finden." Der Officer nickte und sprach in sein Funkgerät rein. Kate spürte wie Richard ihre Hand festhielt, gemeinsam liefen sie zum Auto. Javier blickte kurz zu Ryan und grinste ihn an. „ Ich vermute du willst nicht fahren, oder?" Ein böser Blick war die Antwort, amüsiert setzte Javier sich hinters Steuer und startet den Wagen. Castle und Beckett machten es sich auf dem Rücksitz bequem, als Richard sich setzte seufzte er laut auf. „ Was finden einige Leute am Prügeln?" fragte er in die Runde und wischte sich das Blut von der Lippe. „ Wenn wir das wüssten." antwortete Javier und sah im Rückspiegel wie Castle seine Augen schloss. Kate lächelte ihn besorgt an und lehnte sich an seine Schulter.