Cynestra- Nein, ich denke dass er nicht weiß wer James Bond ist. Gewisse Ähnlichkeiten in der FF entstammen allein meinem kranken Gehirn ;-)
Poetica Licentia- ROFL – äh ja, diese Antwort auf die gewisse Frage kommt vielleicht noch, so weit bin ich noch nicht.
Mionecoop- Ohhh ja – Die werden noch Spaß haben, vor allem Herminchen. Ich sag nur: Einkleiden, McDonalds, Friseur, Beate Uhse...
Tatze81 – gg Freu mich, dass du Spaß hast ;-) Einblicke in Mines Gedanken wird es noch genug geben.
Mortianna's Morgana – Heiter wird's, definitiv. Allerdings würden meine Hauptakteure vermutlich etwas anderes behaupten :-))))
Teil 3 – London (und nicht Casablanca)
„Dass ihr mir fleißig seid. Ronald, denk an deine Übungen für Verwandlung, versprich mir das - und Harry, du passt auf, dass er auch wirklich lernt."
Die jungen Männer sahen sich grinsend an und nickten, was in Hermine nur den Verdacht bestätigte, dass es hoffnungslos war ihnen Vernunft einzureden.
„Ich weiß noch nicht wie lange das Praktikum dauern wird, aber ich werde euch eine Eule schicken. Kommt ihr ohne mich klar?"
„Klar", antworteten Beide wie aus einem Mund und grinsten sich erneut an. Seltsamerweise beschlich Hermine nun auch noch das Gefühl, dass es den Beiden ganz recht war, dass sie verreiste.
„Grüßt Hagrid von mir und macht keine Unsinn, wenn ich nicht da bin. Und kümmert euch um Krummbein."
Noch einmal umarmte sie ihre Freunde, die schon einen leicht gequälten Gesichtsausdruck bekamen und sie dann energisch in Richtung Ausgang schoben.
„Mach dir keine Sorgen und eine gute Fahrt."
Das Portrait schloss sich hinter ihr und sie hätte schwören können, das erleichterte Aufatmen der Jungs zu hören.
Es war kurz vor Acht, sie hatte alles gepackt und ihren Zauberstab sicher in der Innentasche ihres Mantels. Wie versprochen war ihr Gepäck bereits am Abend vorher abgeholt worden und befand sich vermutlich schon im Hotel. Aufgeregt fuhr sie sich noch einmal durch die Haare und sah sich noch einmal kurz um. Hoffentlich ging alles gut und sie würde dies alles noch einmal wiedersehen.
Ein Stück weit vor den Toren des Schlosses, außerhalb der Sichtweite von Schülern und Lehrern, warteten bereits Albus Dumbledore und Severus Snape auf sie, worauf Hermine erst einmal tief Luft holte.
So wollte er doch nicht allen ernstes durch die Londoner Innenstadt spazieren?
„Etwas Passenderes hätten Sie sich ja schon anziehen können", fauchte sie statt einer freundlichen Begrüßung und zeigte auf Snapes Outfit, welches sich in keiner Weise von dem Unterschied, was er sonst auch trug. Schwarze Hose, Gehrock und Umhang.
„An meiner Kleidung gibt es nichts auszusetzen."
„Nein, wenn wir die gesamte Aufmerksamkeit der Menschen dort auf uns ziehen wollen, bestimmt nicht. Was wollen Sie denn sagen? Sie sind vom Set eines neuen Dracula-Films?"
Er schien nicht genau zu verstehen was sie so aufregte und auch nicht was ein Set, geschweige denn Ein Dracula-Film war, sondern richtete seinen empörten Blick auf Dumbledore, der daraufhin hüstelte und eine beschwichtigende Geste mit den Händen machte.
„Was unser verehrter Professor damit sagen will, meine liebe Miss Granger, ist, dass er keine entsprechende Kleidung besitzt. Dafür müssten sie schon Sorgen, wenn sie in London sind."
„Das wollte ich überhaupt nicht damit sagen", brüskierte sich Snape und schwieg dann beleidigt, während Hermine mit den Augen rollte. Das konnte ja heiter werden.
Entschloss erhob Dumbledore nun seinen Stab, worauf augenblicklich der fahrende Ritter erschien. Der Schulleiter wünschte ihnen noch eine gute Reise und drehte den Beiden dann einfach den Rücken zu.
Es grenzte an ein Wunder, dass sie die Fahrt im fahrenden Ritter überhaupt heil überstanden hatten. Andauernd wurden sie durch die Gegend geschleudert, mussten sich die hämischen Kommentare eines Schrumpfkopfs anhören und wurden die ganze Zeit misstrauisch von dem Schaffner beobachtet, der eigentlich nur Aushilfe war. Ein älterer Zauberer mit schütterem Haar und fehlenden Zähnen, was Hermine zu der Annahme trieb, dass es sich hier um einen besonders unfähigen Zauberer handeln musste. Zahnersatz war leicht zu zaubern und Notfalls gab es Heiler, die sich darauf spezialisiert hatten.
„Durchgebrannt, eh?", stellte er gleich zu Anfang die absurdeste Frage überhaupt, worauf Hermine und Snape erst gar nicht antworteten, ihm das Fahrtgeld gaben und sich an den nächstbesten Bettpfosten festhielten, damit sie nicht durch den Bus purzelten, weil Ernie mal wieder einen Blitzstart riskierte.
Während der Fahrt über vermieden sie es miteinander zu reden, geschweige denn sich anzusehen. Zu ihrem Glück war der Bus wenigstens so gut wie leer, so dass sie sich weit genug auseinander stellen konnten.
Mit noch wackeligen Knien stieg Hermine als erstes aus dem fahrenden Ritter und blinzelte, nachdem sie endlich ihr Ziel erreicht hatten.. Es war noch recht früh. Der Berufsverkehr schon fast vorbei und nur einige Passanten unterwegs, die nicht einmal bemerkten was sich da fast vor ihren Augen abspielte. Erst als der Bus wieder weg war, erkannte man die beiden Fahrgäste, die etwas verloren am Straßenrand standen und sich umsahen.
Das Holiday Inn befand sich direkt auf der anderen Straßenseite und Hermine war erleichtert, dass sie keinen längeren Fußweg mit dem doch leicht auffälligen Snape machen musste.
Der hatte wohl auch erkannt, dass sie gar nicht weit von ihrem Ziel entfernt waren und wollte die Straße überqueren, wurde jedoch im letzten Augenblick von ihr davon abgehalten sich von einem Taxi plätten zu lassen.
„Arschloch!" Brüllte der Fahrer, zeigte Snape den erhobenen Mittelfinger und fuhr wieder los, nachdem er wie ein Stuntman eine Vollbremsung riskiert hatte.
Wütend ging Snapes Hand zum Ärmel, (anscheinend wusste er doch etwas über Muggel und deren besondere Körpersprache) wo er seinen Zauberstab aufbewahrte, doch Hermine hielt ihn noch einmal davon ab, etwas Dummes zu tun.
„Keine Zauberei", zischte sie ihm zu und deutete auf eine Ampel nicht weit von ihnen. „Da drüben. Die Lichtzeichen regeln den Verkehr und wenn wir das grüne Licht sehen, kommen wir herüber."
„Ich weiß, was eine Ampel ist!", schnarrte er zurück. „Halten sie mich für blöd?"
Um ein Haar hätte Hermine genickt, aber sie hielt sich dann doch zurück.
„Und warum rennen sie dann wie ein Geisteskranker über die Straße?"
Statt einer Antwort erhielt sie nur ein undefinierbares Schnauben.
Nachdem sie sicher die Straße überquert hatten, öffnete ihnen der farbige Türsteher die große verglaste Tür des Hotels und verzog keine Miene über das seltsame Aussehen der Gäste. Anscheinend war er gut geschult, oder hatte einfach schon zuviel Verrücktes in seinem Leben gesehen.
Sofort durchquerten sie zielstrebig die kleine Halle bis zur Rezeption und erneut war Hermine dankbar, dass sich keine Menschen in der Lobby befanden. So erregten sie wenigstens kein großes Aufsehen.
Der in einen grauen Anzug gekleidete, ältere Mann hinter dem Tresen, musterte kurz die Neuankömmlinge und ließ dann seinen Blick eine Sekunde länger als nötig auf den groß gewachsenen, dunkelhaarigen Zauberer liegen, der seinem Blick keinen Moment auswich.
„Die Gothic-Messe findet im Four Seasons statt", bemerkte er wohlwollend und Hermine verschluckte sich beinahe an ihrem Lachen.
„Wir haben reserviert. Zimmer dreiundsechzig, bitte", lenkte sie aber dann doch den Hotelangestellten von Snape ab und er schaute erst einmal in seinem Computer nach.
„Ah, ja. Da ist es ja. Ihr Gepäck wurde bereits nach oben gebracht. Wenn Sie so freundlich wären und den Fahrstuhl nehmen? Zweiter Stock und dann rechts. Die Formalitäten sind bereits erledigt. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Aufenthalt hier im Holyday Inn. Lassen Sie mich wissen, wenn Sie etwas brauchen."
Er drückte Hermine eine Karte in die Hand und machte eine Geste nach rechts, wo sich einige Meter entfernt ein Aufzug befand.
„Ich nehme an, Sie wissen auch, was ein Aufzug ist?", flüsterte sie Snape zu, als er erst einmal vor den geöffneten Türen des Fahrstuhls stehen blieb und misstrauisch hinein sah. Sie fühlte förmlich die seltsamen Blicke des Mannes an der Rezeption und zog ihn dann einfach am Ärmel in den kleinen Raum.
„Mechanische Vorrichtung zur Personenbeförderung über mehrere Stockwerke hinweg", murmelte der Professor und beobachtete, wie Hermine zielsicher den richtigen Knopf betätigte.
Wenigstens schien er seine Hausaufgaben gemacht zu haben, stellte sie erleichtert fest. Nur eine Minute später waren sie auch schon im zweiten Stock und Hermine fand das Zimmer auch sofort wie es ihr beschrieben worden war.
Eilig zog sie die Karte durch den automatischen Türöffner und drehte den Knauf. Nur so schnell wie möglich hinein und außer Sichtweite von irgendwelchen Muggeln, bevor noch jemand Snape mit seinem Cape sah.
„Ah, endlich!", schallte es ihr entgegen und ein junger, sehr schmächtiger Mann mit Hornbrille und Tweedjacke sprang ihr entgegen.
„Ich habe Sie schon erwartet, nehmen Sie doch Platz. Eine Erfrischung gefällig? In der kleinen Bar gibt es alles was das Herz begehrt, bitte bedienen Sie sich doch. Entschuldigen Sie meine Nervosität, ich lerne zum ersten Mal einen echten Zauberer und eine Hexe kennen.
Mein Name ist Wilbur Harrison, ich nehme mal an, Sie wurden bereits informiert? Ich bin hier um Ihnen die notwendigen Unterlagen auszuhändigen."
„Vielen Dank, Mister Harrison", murmelte Hermine und hatte das Gefühl, dass sich manche Beamte ähnelten. Auch dieser sprach ohne Pause und Unterbrechung, wie Percy.
„Wilbur, einfach nur Wilbur. Ach bin ja so aufgeregt!"
Snape ignorierte den eifrig auf und ab hüpfenden Mann einfach und musterte stirnrunzelnd den Inhalt des Kühlschranks, den der Beamte als 'Bar' tituliert hatte.
„Wilbur", wiederholte Hermine und schien dann erst zu bemerkten, dass Wilbur offensichtlich erwartete, dass sie sich auch vorstellten.
„Mein Name ist Hermine Granger und das hier ist Professor Snape, aber nennen sie mich einfach Hermine."
„Herzlich Willkommen!", rief Wilbur enthusiastisch und schüttelte heftig Hermines Hand, hüpfte dann einen 'Schritt weiter um auch Snapes Hand einfach zu ergreifen.
„Und wie darf ich Sie nennen?"
„Snape. Professor Snape.", brummte der Zaubertränkemeister ungnädig und sah streng auf Wilbur herunter, der gut einen Kopf kleiner war. Der ließ sofort die Hand los, als wäre sie eine heiße Kartoffel.
„Äh, ja. Sehr gut, sehr gut. Nun, ich habe hier die nötigen Unterlagen zu dem Fall 'Klon'. Weiterhin befinden sich in diesem Koffer hier", damit zeigte er auf eine große schwarze Aktentasche, „alle relevanten Papiere. Kreditkarten, Ausweise, Führerscheine. Hier in der Schublade ist auch ein Notebook, von dem sie sich in alle Behörden einloggen können."
Wilbur sah ein wenig skeptisch nach Snape, der sich eine Dose Cola aus dem Kühlschrank genommen hatte und diese kurz schüttelte, bevor er sie an sein Ohr hielt und noch einmal von allen Seiten betrachtete.
„Ihre Wohnung befindet sich gleich hier in der Nähe und ist ab morgen bezugsbereit, solange muss ich Sie bitten mit diesem Zimmer vorlieb zu nehmen. Miss Winter, die Hausverwalterin erwartet Sie morgen, ich habe das bereits geregelt."
Snape hatte inzwischen wohl herausgefunden, wie man die Dose öffnet, denn Hermine erschrak heftig bei dem zischenden Geräusch und konnte sich ein Lachen kaum mehr verkneifen als sie sah, wie die dunkle Brühe an seinem Gehrock herunterlief.
„Alles in Ordnung, Professor Snape?", fragte der junge Mann irritiert, aber der Zauberer würdigte ihn keines Blickes, sondern nahm sich gleich einen Stapel der Servietten, die auf dem Kühlschrank bereit lagen.
„Nun denn", Wilbur hatte sich den Aktenkoffer genommen und mit einem laute Geräusch schnappten die Verschlüsse unter seinen Fingern auf. „Hier drin sind ihre Pässe. Sie lauten auf die Namen Jane und Alexander Smith."
Hermine stutzte kurz und lache dann herzlich. „Ist ja lustig, die haben uns die gleichen Nachnamen gegeben. Haben Sie das gehört Professor?" Sie sah nicht nach hinten, da sie an den schabenden Geräuschen erkannte, dass dieser soeben versuchte sich die Cola von seiner Kleidung zu reiben, jedoch vernahm sie ein zustimmendes Murren.
„Ähem." Wilbur fummelte sich umständlich an seinem Hemdkragen herum, als sei dieser von einem Augenblick zum anderen drei Nummern zu eng geworden. „Das war durchaus beabsichtigt. Wir bekamen das so von ihrem Ministerium vorgegeben..." Er stockte, als würde es ihm schwer fallen die richtigen Worte zu finden. Sein Blick wanderte unruhig immer zwischen der Hexe und dem Zauberer hin und her. „Also, es war nicht meine Idee, das haben ihre und meine Regierung untereinander so ausgehandelt."
Noch einmal holte er Luft und stockte wieder, als der ihm äußerst unheimliche große Mann sich neben die nette junge Frau stellte, in der Hand immer noch die inzwischen nur noch halb volle Dose mit dem koffeinhaltigem Getränk.
„Dass man sie ... sozusagen... also, wie drücke ich das mal aus..."
Spuck's aus Wilbur, dachte Hermine und Snape sah ihn an, als wäre die unwürdigste Kreatur auf Erden. So fühlte sich Wilbur auch.
„Also, sie sind praktisch...miteinander..."
„Verwandt?", half Hermine ihm aus der offensichtlichen Erklärungsnot und Wilbur nickte heftig.
War doch gar nicht so schwer? Am liebsten hätte Hermine ihm freundschaftlich den Kopf getätschelt, da er ihr schon ein wenig Leid tat.
„Da wir in einer Wohnung leben, vermute ich mal Vater und Tochter,", hakte sie vorsichtig nach, „oder Onkel und Nichte?"
Der Professor brummelte etwas Unverständliches und nahm einen tiefen Schluck aus der Dose, als Wilbur den Kopf schüttelte und mit dünnem Stimmchen 'verheiratet' flüsterte.
Nur eine halbe Sekunde später starrte Wilbur in das völlig entsetzte Gesicht des Professors, dem die Limonade nun aus der Nase lief und Hermine...?
Nun , Hermine war soeben das zweite Mal in ihrem Leben in Ohnmacht gefallen.
So, im nächsten Teil heißt es 'Einkaufen mit den Smiths'' - Erfahrt, warum wallende Umhänge auf Rolltreppen nicht praktisch sind, wie Hermine todesmutig Wollpullover mit Muster empfiehlt und warum sie immer noch Selbstmordgedanken hegt... falls ihr noch nicht die Nase voll habt...
