Soooo, hier also das dritte Kapitel

Soooo, hier also das dritte Kapitel.

5 Reviews sind ja super und danke an die Leute die mir eins hinterlassen haben, aber mal ehrlich: Is es wirklich soooooo schlecht??

Es tut nicht weh ein klitzekleines Review dazulassen und dauert höchstens 1 Minute. :)

3.Durchkreuzte Pläne

Es war eine heiße Sommernacht.

Selbst in den Kerkern, die Severus Snape, Zaubertrankmeister und Lehrer auf Hogwarts bewohnte war es ungewöhnlich warm.

Severus wälzte sich seit geschlagenen drei Stunden schlaflos in seinem Bett herum.

Normalerweise fand er Ruhe, wenn er es sich vor dem Einschlafen mit einem gutem Buch und einem Glas Rotwein im Bett gemütlich machte aber heute war ihm das wohl nicht

vergönnt.

Seufzend stand er auf und trottete ins Badezimmer.

Er kleidete sich an und nahm beim Durchqueren des Wohnzimmers seinen Umhang vom Haken neben der Eingangstür.

Ein schneller Blick auf die Uhr, deren Zeiger auf halb Drei zeigten und er verließ seine Räume.

Ziellos irrte er durch das menschenleere Schloss, bis ihm eine Idee kam.

Er war schon ewig nicht mehr dort gewesen, seit seiner eigenen Schulzeit auf Hogwarts nicht mehr, doch nun zog es ihn wieder dort hinauf.

Der Nordflügel war schon lange verlassen und nirgendwo konnte man besser Ruhe finden als auf dem Dach des hohen Turmes, mit Sicht über die nächtlichen Ländereien.

Als Schüler hatte er sich dort oben versteckt, wenn ihm die Hänseleien der Mitschüler mal wieder zu viel wurden. Er erinnerte sich nicht gern an damals und auch jetzt versuchte er die Erinnerung beiseite zu schieben, was ihm schließlich gelang.

Als er die Stufen zum Turm hinaufstieg, erkannte er Fußabdrücke auf dem staubigen Boden. Bestimmt ein Schülerpärchen, das einen geschützten Platz für ihre heimlichen Treffen suchte.

Na die konnten was erleben.

Niemand ließ sich von Severus Snape nachts im Schloss erwischen.

Mit einem diabolischen Grinsen auf den Lippen stieß er die Dachluke auf und stieg auf das Dach.

Doch bevor er etwas sagen konnte, sah er, dass dass nicht das Szenario war mit dem gerechnet hatte.

Hermine Granger, unerträgliche Besserwisserin und sein nervlicher Untergang (das er ihr für ihren Lerneifer und ihre Intelligenz trotz allem auch einen gewissen Respekt entgegen brachte, verdrängte er dezent) stand dort im fahlen Mondlicht und war augenscheinlich gerade dabei den Inhalt einer kleinen Glasphiole zu trinken.

Ohne zu überlegen rief der Zaubertranklehrer laut „STOP!!".

Mit einem spitzen Schrei ließ Hermine die Phiole fallen.

Gleich darauf kniete sie auf dem Boden und versuchte so viel wie möglich von der Flüssigkeit zu retten, während sie vor sich hin wimmerte.

„Nein, bitte nicht, nicht jetzt! WAS HABEN SIE GETAN??", schrie sie Snape ins Gesicht, während sich Tränen in ihren Augen sammelten.

Dieser erbleichte.

Was erlaubte sich dieses Gör eigentlich?

Sie stand mitten in der Nacht auf einem Turm und war im Begriff eine höchstwahrscheinlich nicht ganz harmlose Substanz zu sich zu nehmen und erdreistete sich doch tatsächlich ihn anzuschreien?

Mit einem Satz war er bei ihr und riss sie an den Armen vom Boden hoch.

„So, Miss Granger, sie denken also wirklich so mit mir reden zu können?

Nachsitzen, für den Rest des Jahres! Und jetzt verschwinden sie bevor ich mich vergesse!", zischte er gefährlich leise.

Er zog seine Hände urplötzlich zurück als ob er sich verbrannt hätte und sie brauchte einen Moment um ihr Gleichgewicht wieder zu finden. Ihre Arme schmerzten, doch sie gab keinen Ton von sich.

Mit gesenktem Kopf drehte sie sich um, nahm ihren Umhang von der Mauer und verließ mit hängenden Schultern den Turm.

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Severus kniete sich auf den Boden und fügte mit einem gemurmelten „Reparo" die Bruchstücke der Phiole wieder zusammen. Die Substanz, die sich in ihr befunden hatte war zwar größtenteils auf dem Boden verteilt, aber er schaffte es einen Teil zu retten.

Ein kleiner Teil nur, doch genug um ihn analysieren zu können.

Er würde herausfinden was Granger hier oben getan hatte und wenn auch nur der Hauch einer Chance bestand, dass es gegen die Schulregeln verstieß würde er es der Direktorin melden.

Mit demselben diabolischen Grinsen, mit dem er den Turm bestiegen hatte, kehrte er in seine Räume zurück.

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Am nächsten Morgen erwachte Severus später als üblich. Zum Glück war Samstag und er musste sich nicht beeilen zum Frühstück zu kommen. Am Wochenende nahm der Tränkemeister sein Essen am liebsten in seinen privaten Räumen ein.

Er schlurfte ins Bad und stellte sich unter die eiskalte Dusche, für ihn die beste Möglichkeit wach zu werden.

Dann zog er sich bequeme Alltagskleidung an, die aus einer dunkelgrauen Stoffhose und einem schwarzen, engen Rollkragenpullover bestand. Die weiten Roben, die er unter der Woche trug dienten hauptsächlich der Einschüchterung von Schülern und waren weniger für den Freizeitgebrauch geeignet.

Nach seinem Frühstück begab sich Severus in sein Privatlabor um die Flüssigkeit zu untersuchen, die er dieser schrecklichen Besserwisserin in der Nacht „abgenommen" hatte.

Er bereitete verschiedene Versuche vor und machte genaue Notizen, um später genügend Beweise zu haben, die er der Schulleiterin vorlegen konnte.

Bei der Vorstellung, wie Granger versuchte sich vor Minerva für ihre illegalen Aktivitäten zu rechtfertigen, schlich sich wieder ein bösartiges Grinsen auf sein Gesicht. Er hatte endlich die Möglichkeit dieses Gör in ihre Schranken zu weisen und sich für sieben Jahre der nervigen Fragerei und ihrer unausstehlichen Penetranz zu rächen.

Doch nachdem er mit der Analyse begonnen hatte verschwand sein Anflug von guter Laune mit jeder Minute und nach einigen Stunden Arbeit wurden ihm zwei Dinge klar:

1. Hermine Granger hatte versucht sich umzubringen und

2. Er wusste zum ersten Mal seit Jahren nicht was er tun sollte.