Hey, hier kommt das 4
Hey, hier kommt das 4. Kapitel, ich hoffe es gefällt euch.
Ich muss das hier jetzt noch mal loswerden: Eine katholische Religionslehrerin an unserer Schule hat doch tatsächlich behauptet Harry Potter gehöre verboten und Severus Snape verkörpere einen Satanisten. Geht's noch?! Zum Glück hab ich die nicht, sonst hätte ich der mal gründlich die Meinung gesagt. ;)
So, genug aufgeregt, an dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an alle Reviewer. Der Jahreszeit und den Temperaturen entsprechend (36°C, HILFE!) gibt's heute Kirschkuchen und Eiskaffee für alle. ;)
4. Wut:
Hermine rannte. Sie rannte wie noch nie in ihrem Leben und erst als sie das Gefühl hatte zusammenzubrechen blieb sie keuchend stehen.
Unbewusst hatten ihre Füße sie zum See getragen, der im Mondlicht glitzerte.
Hin und wieder funkelten Lichter unter der Wasseroberfläche, dort wo die Wassermenschen lebten, wie tausende kleine Sterne.
Hermine kniete atemlos im Gras. Tränen liefen über ihr Gesicht, doch sie merkte es nicht einmal.
Alles in ihr war leer, das einzige was sie fühlte war Schmerz. Heute hatte sie ihre Freunde zum zweiten Mal verloren.
Ihre Chance wieder bei ihnen zu sein war dahin. Und der Einzige der daran schuld war, war Snape. Dieser Bastard hatte sich zwischen sie und den Tod gestellt, den sie so herbeisehnte und zwang sie damit praktisch sich mit ihrem Leben auseinanderzusetzen.
Hermine wusste das sie an dieser Schule nie mehr die Möglichkeit haben würde, sich das Leben zu nehmen, wenn erst Professor McGonagall informiert war. Und sie war überzeugt davon, dass Snape der Direktorin spätestens morgen Bericht erstatten würde.
Er war Zaubertrankmeister, wie lange würde er wohl dafür brauchen ein Gift zu analysieren, das er zu Voldemorts Zeiten wahrscheinlich täglich hergestellt hatte.
Erschöpft stand Hermine auf und schleppte sich auf ihr Zimmer. Als Schulsprecherin hatte sie das Recht auf eigene Räumlichkeiten und darüber war sie in diesem Moment mehr als froh.
Sie zog ihre Schuhe aus und ließ sich einfach auf das breite Bett fallen. Kurz darauf war sie eingeschlafen.
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Am nächsten Morgen erwachte sie mit dröhnenden Kopfschmerzen. Ein Blick auf den Wecker zeigte ihr, dass sie das Frühstück verschlafen hatte. Doch sie hatte sowieso keine Lust irgendjemandem zu begegnen.
Also blieb sie in ihrem Bett liegen und blickte aus dem Fenster.
Es würde ein wunderschöner Tag werden, die Sonne strahlte schon von Himmel und die Bäume im Verbotenen Wald rauschten im sanften Wind.
Hermine ertrug es nicht. Wie konnte das Leben weiter gehen? Wie konnte da draußen die Sonne scheinen, während ihre Seele in Dunkelheit versank?
Mit Tränen in den Augen griff sie nach ihrem Zauberstab und ließ die Vorhänge zufliegen.
Hier würde sie niemand stören. Vielleicht, wenn sie hier liegen blieb, nichts aß und nichts trank, würde sie irgendwann einschlafen und nicht mehr aufwachen.
Bald würden sie ihren toten Körper finden und sie würden sich fragen „Warum haben wir nichts bemerkt?". Doch dann würde es zu spät sein.
Doch würden sie überhaupt nach ihr suchen? Würde sie jemand vermissen?
Ihre Eltern waren in Australien und wussten nicht mehr, dass sie existierte. Eigentlich hatte sie vorgehabt den Gedächtniszauber nach Ende des Krieges rückgängig zu machen, doch nach dem Tod ihrer Freunde war ihr das sinnlos vorgekommen.
Was hätten ihre Eltern von ihr gehabt? Eine zerbrochene junge Frau mit Todeswunsch passte wohl kaum in die perfekte, englische Vorstadtfamilie.
Professor McGonagall war seit der Wiedereröffnung von Hogwarts ständig beschäftigt. Sie würde bestimmt nichts bemerken.
Ginny Weasley?
Sie hatte sich nach Rons Tod in eine Beziehung mit Seamus Finnigan gestürzt und lebte ihr Leben weiter.
Hermine mochte sie wirklich gern und Ginny wäre vermutlich die einzige, der auffallen würde das sie fehlte.
Snape. Severus Snape. Mörder Dumbledores und Ex-Spion war nach dem Krieg fast gänzlich in seine alte Rolle zurückgefallen. Ganz der strenge Lehrer und zynische Bastard von früher. Und nun hatte er ihre Hoffnungen zunichte gemacht.
Hermine fing wieder an zu schluchzen. Sie wusste selber, dass sie sich in ihr Selbstmitleid hineinsteigerte, aber sie konnte einfach nicht anders.
Langsam sank sie zurück in die Kissen und schloss die Augen. Ihr Magen knurrte und sie war durstig, doch Hermine war zu erschöpft um aufzustehen. Alles in ihr sehnte sich nach dem Ende, und doch…..
Die Reaktion auf Snapes Verhalten am Vorabend hatte einen letzten Funken Leben geweckt. Irgendwo unter ihrem Selbstmitleid fühlte sie unbändige Wut.
Sie würde es diesem zynischen Giftpanscher heimzahlen und wenn sie das getan hatte, konnte sie in Ruhe sterben.
Sofort fing sie an Rachepläne zu schmieden und bemerkte in ihrer Euphorie nicht, dass sie das erste Mal seit Wochen für einige Minuten nicht an ihre toten Freunde gedacht hatte.
Über Reviews freu ich mich natürlich, wie immer!! ;)
