Hey! Ich habs geschafft das neue Kapitel zu schreiben und das in Rekordzeit! °freu°

Danke für die lieben Reviews beim letzten Mal. :)

Viiiel Spaß mit dem Pitelchen

12. Freundschaften und Pläne

Als Severus am nächsten Morgen erwachte, fühlte er sich ausgeschlafen und hatte für seine morgendlichen Verhältnisse wirklich gute Laune.

Er setzte sich auf, stieg aus dem Bett und warf sich seinen Morgenmantel aus mattschimmernder, schwarzer Seide über. Er schlief grundsätzlich nackt und das hatte am frühen Morgen schon zu etlichen unangenehmen Begegnungen zwischen ihm und den Hauselfen geführt, die ihm das Frühstück vorbereiteten. Seitdem zog er sich etwas über, bevor er das Wohnzimmer betrat.

Nach einem „ausgiebigen" Frühstück, das bei ihm aus einer riesigen Kanne schwarzem Tee und einem trockenen Brot bestand, zog Severus sich an und verließ seine Räume, um sich auf den Weg zum Zaubertränkeklassenzimmer zu machen. Gleich in der ersten Stunde die Erstklässler der Gryffindors und Slytherins; seine Laune sank augenblicklich um einige Punkte auf der Gute-Laune-Skala.

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Auch Hermine fühlte sich beim Aufwachen seit langem wieder einigermaßen gut. Nach einer kurzen, kalten Dusche erwachten ihre Lebensgeister vollständig und relativ gut gelaunt machte sie sich auf den Weg zum Frühstück in die große Halle.

In der Eingangshalle traf sie auf Ginny, die bei ihrem Anblick lächelte. „Morgen Mine. Na, gut geschlafen?" „Ja, danke. Kommst du mit zum Frühstück?" „Ja klar, ich war ja sowieso gerade auf dem Weg, ich wollte nur schnell was mit dir besprechen….Hör mal, Mine, das in den letzten Wochen, ich weiß nicht genau was da zwischen uns passiert ist. Könnten wir vielleicht nachher mal reden? Ich will dich nicht auch noch verlieren."

Hermine schluckte. Sie vermisste ihre beste Freundin schrecklich, doch sie erinnerte so sehr daran, dass etwas fehlte. Sie waren nicht mehr zu viert und …...Stop Hermine! Nicht mehr darüber nachdenken, erinnerst du dich? Das Leben geht weiter, solange du dich nicht erinnerst.

„In Ordnung, Ginny. Nach dem Frühstück in meinem Zimmer? Wir haben die ersten beiden Stunden keinen Unterricht.", sagte Hermine mit fester Stimme. „Ja, super…ähmm…lass uns frühstücken gehen, ja?", murmelte Ginny.

Gemeinsam liefen sie in die große Halle. Hermine warf einen Blick zum Lehrertisch doch ein ganz bestimmter Professor glänzte, wie schon erwartet, durch Abwesenheit. Sie musste heute Abend unbedingt mit ihm sprechen. Sie hatte nicht vor ihm ihre Vergangenheit zu offenbaren, doch sie wollte es ihm soweit erklären, dass er sich keine Vorwürfe mehr machen oder fürchten musste, sie würde die Schulleiterin informieren.

Sie musste sich einfach zusammenreißen, ihre „Aufgaben" erledigen und sie würden wahrscheinlich einigermaßen miteinander auskommen. Leider schaffte er es mit seinen zynischen Bemerkungen und seinem oft unmöglichen Verhalten sie an die Grenze ihrer Selbstbeherrschung zu bringen, die nach den Erlebnissen der letzten Wochen sowieso nur noch mäßig vorhanden war.

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Nach dem Frühstück lief Hermine zurück zum Gryffindorturm, um in ihrem Zimmer auf Ginny zu warten. Sie wusste nicht was aus diesem Gespräch werden würde. Auch wenn 

sie ihre Trauer mittlerweile überwunden oder besser gesagt verdrängt hatte, war das Gefühl der Zugehörigkeit nicht zurückgekehrt.

Bevor sie weiter darüber nachdenken konnte klopfte es und Ginny betrat den Raum. „Hey Mine, hier bin ich." „Ja, willst du dich setzen? Oder etwas trinken? Tee?" „Tee wäre super, danke."

Keine der beiden wollte die erste sein, die das Gespräch begann, das Unausweichliche wurde so lange wie möglich hinausgezögert. Doch nachdem Hermine und Ginny immer noch schweigend vor ihrer mittlerweile schon zweiten Tasse Tee saßen wurde es zu viel.

„Es tut mir Leid…", begannen beide gleichzeitig und mussten lachen. „Du zuerst, ok?", fragte Hermine vorsichtig. „In Ordnung", antwortete Ginny.

„Also nochmal: Es tut mir Leid. Es tut mir Leid, dass ich nicht schon früher den Mut gefunden habe mit dir zu sprechen, es tut mir Leid, dass du dich anscheinend von mir im Stich gelassen gefühlt hast, es tut mir Leid, dass ich dir nicht geholfen habe, direkt danach…ich weiß nicht was ich noch sagen soll. Es gibt so viele Dinge für die ich mich entschuldigen muss….". Ginny ließ den Kopf hängen und schaute Hermine aus traurigen Augen an.

Hermine seufzte lautlos. „Hör mal Ginny, es ist echt nicht nötig, dass du dich bei mir entschuldigst. Ich hab mich nach der Schlacht vollkommen zurückgezogen. Wir sind auf unterschiedliche Weisen mit dem Ganzen umgegangen, dafür kann niemand etwas, weder du noch ich. Ich könnte eine Freundin gebrauchen, ehrlich und ich würde mich wirklich freuen, wenn wir es schaffen könnten wieder normal miteinander umzugehn. Natürlich nur wenn das für dich ok ist…"

„Klar! Oh, ich freu mich so dich wieder zu haben!". Mit einem Schluchzer fiel Ginny Hermine in die Arme. Diese zögerte kurz, umarmte die Rothaarige dann jedoch ebenso. Nachdem die beiden sich voneinander gelöst hatten, sah Hermine ihre Freundin noch 

einmal ernst an. „Ginny, bitte versteh mich nicht falsch, aber ich werde mit dir nicht über die Dinge die passiert sind reden. Ich muss das mit mir alleine klären, auf meine Weise."

Ginny nickte, nun auch wieder ernst. „Natürlich. Nur eins noch, Mine: Wir müssen weiterleben. Niemand hätte gewollt, dass wir uns aufgeben, egal was passiert. Es wird immer eine Lücke bleiben, die niemand füllen kann. Und es wird immer schmerzen, egal wie viel Zeit vergeht. Doch man kann sich an den Schmerz gewöhnen, glaub mir, sobald man zulässt das er ein Teil von einem wird.".

In Hermines Augen hatten sich Tränen gesammelt, die sie nun schnell wegwischte. „Danke. Ich danke dir…" „Nun, da wir das alles geklärt haben, wir müssen langsam zum Unterricht. Eine Doppelstunde „Geschichte der Zauberei", was gibt es Schöneres?", fragte Ginny in nun wieder heiterem Ton. Hermine lächelte und erhob sich aus ihrem Sessel.

Gemeinsam liefen die Mädchen durch das Schloss, dem Langweiligsten aller Unterrichtsfächer entgegen.

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Severus hatte seinen Unterricht für heute beendet, Merlin sei Dank. In seinen Privaträumen angekommen, legte er seine Lehrerroben ab und seine bequeme, normale Kleidung an und ließ sich mit einem Glas Wein auf das Sofa sinken. Er konnte ein befreites Seufzen nicht unterdrücken.

Der Unterricht heute war die Hölle gewesen. In seiner Erstklässlerklasse heute Morgen hatten sich ein Gryffindor und ein Slytherin eine wilde Schlägerei geliefert, tatkräftig unterstützt von den Anfeuerungsrufen ihrer Freunde.

In der vierten Klasse von Ravenclaw und Hufflepuff war ein Schüler von einem explodierenden Trank verletzt worden und zu guter letzt wurde kurzfristig auch noch eine Lehrerkonferenz einberufen, in der wie immer seine Lehrmethoden von den drei 

anderen Hauslehrern kritisiert wurden, Minerva ihn wie immer bat sich zurückzuhalten und er diese Aufforderung wie immer nur mit einem abfälligen Schnauben quittierte.

Nun, um fast sieben Uhr konnte er sich endlich etwas Ruhe gönnen, bis um acht Uhr Granger vor der Tür stehen würde. Wieso er sich so sicher war das sie kommen würde wusste er auch nicht, aber er rechnete fest damit. Und dann würde er damit beginnen sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Er durfte es nicht zu offensichtlich machen, sonst wäre ihr Misstrauen sofort geweckt.

Er würde erfahren was sie so sehr erschreckt hatte und er würde versuchen ihr zu helfen. Er hatte sich geschworen niemanden mehr zu verletzen. Dieses Mädchen war schon mehr als genug verletzt worden, da musste er nicht auch noch nach ihr treten, wenn sie schon am Boden lag. Seinen Zynismus und seine Ruppigkeit konnte und wollte er natürlich nicht einfach abstellen, aber vielleicht konnte er sich Granger gegenüber ein bisschen zurückhalten.

Außerdem hatte sein Kooperationsbereitschaft noch etwas Gutes: Je schneller sie beide miteinander auskamen, desto schneller wäre Minerva bereit ihre „Zwangsgemeinschaft" aufzulösen und er hätte endlich wieder seine Ruhe, physisch wie psychisch. Oh, ja, er freute sich jetzt schon auf das verwirrte Gesicht der Schulleiterin, wenn er und Granger gemeinsam in ihr Büro laufen würden, sich anlächelnd und freundlich diskutierend.

Granger würde mitspielen, da machte er sich gar keine Sorgen. Sie war intelligent genug um zu erkennen was gut für sie war und seine Drohung am gestrigen Abend war ja wohl mehr als deutlich gewesen. Diese bereute er übrigens mittlerweile keinen Deut mehr. Kein Schüler und sei er noch so verletzlich hatte das Recht ihn zu beschimpfen und anzuschreien.

Mit einem nun nicht mehr ganz so befreiten Seufzer erhob Severus sich wieder und begab sich in sein Labor, um die Versuchsreihe für den Abend vorzubereiten. Vielleicht würde der Abend ja doch nicht so schlimm werden, wie ursprünglich gedacht.



Pünktlich um acht Uhr klopfte es an die Tür seiner Privaträume. „Kommen sie rein, das Passwort kennen sie ja.", rief Severus aus dem Labor. Die Tür öffnete sich und kurz darauf erschien die kleine Alleswisserin im Türrahmen. Der Satz, der dann aber aus ihrem Mund kam, ließ in an einem friedlichen Fortgang des Abends zweifeln.

„Wir müssen reden, SOFORT!"

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Ich hatte während dem Schreiben das Gefühl, dass Severus irgendwie etwas OOC wirkt, stimmt das? Wär lieb wenn ihr mir sagt was ihr darüber denkt.

Ich knuddel alle, die mir das letzte Mal ein Review hinterlassen haben und versuche die, die sich noch davor drücken mit einem Dackelblick zu einem klitzekleinen Review zu bewegen. Bitte?! °Dackelblick aufsetz°