So, wie ihr sicher sehen könnt, habe ich wirklich nur ein paar Stunden nach meinem letzten (Übergangs-)kapitel, ein neues hochgeladen. Ich hoffe es gefällt euch, diesmal passiert auch ein kleines bisschen mehr und die Story kommt leicht voran. Hab auch schon für das 5. Kapitel ein so nettes Review bekommen, was mich wirklich wahnsinnig gefreut hat (Danke dafür). Nungut, jetzt jedenfalls erstmal viel Spaß mit dem neuen Kapitel.
Neue Schüler und große Überraschungen
Als Draco Malfoy am nächsten Morgen erwachte, beschloss er sogleich ins Bad zu gehen und in aller Ruhe zu duschen, jedoch war er überrascht, als er sich vor verschlossenen Türen wiederfand. „Grr, jetzt wagt es diese Granger doch tatsächlich das Bad zu blockieren!" „Granger, mach sofort die Tür auf. Ich habe dir doch gestern deutlich klar gemacht, was du lieber nicht tun solltest und jetzt komm da, verdammt nochmal, endlich raus oder ich öffne die Tür auf meine Weise." Wütend hämmerte er mit seinen Fäusten gegen die verschlossene Badezimmertür. Doch alles, was er als Erwiderung bekam war eine säuselnde Stimme Hermines: „Ach, Malfoy, ich habe dir doch gestern auch gesagt, was ich von dir und deinen Forderungen halte, also verschwinde. Denn ich versichere dir ebenfalls, dass du diese Tür nicht so schnell öffnen werden kannst, vergiss nicht, ich bin eine Hexe und eine nicht sonderlich schlechte noch dazu, also gib es auf und warte noch ein bisschen, du verdammter Idiot!" Die Fäuste immer noch geballt, musste Draco einsehen, dass er diesmal wohl den kürzeren gezogen hatte, auch wenn es ihm schwerfiel, dieses zuzugeben. „Pass besser auf Granger, nächstes Mal wirst du vielleicht noch dein blaues Wunder erleben."
Hermine war währendessen im Bad sichtlich zufrieden mit sich selbst. Ein breites Grinsen war auf ihr Gesicht gewandert und während sie sich unter die heiße Dusche stellte, freute sie sich immer noch über ihren kleinen Sieg über ihren Schulsprecher"Kollegen" Malfoy. Als sie fertig war, begann Hermine sich ihre Haare mit dem Handtuch abzutrocknen, ehe sie sich in ein weiteres einwickelte und die Tür aufschloss.
Draco hörte nur das Schloss der Badezimmertür klacken und sprang sofort von seinem Platz auf dem Sofa auf, feuerte das Buch, dass er sich aus dem Regal genommen hatte zur Seite und näherte sich dem Bad. Erschrocken sprang er jedoch nach hinten, als sich die Tür öffnete und Hermine nur im Handtuch bekleidet aus dem Zimmer trat und ihn leicht gemein grinsend anschaute, während sie sich an ihm vorbeischlängelte: „Na bitte, Malfoy, hat doch jetzt gar nicht wehgetan auchmal zu warten. Ich überlasse dir nun das Bad, viel Spaß!" Und schon war sie die Stufen zu ihrer Treppe hochgesprungen und in ihrem privaten Bereich verschwunden. Nun hatte Draco sich auch wieder gefangen, ging ins Bad und schloss die Tür hinter sich ab. Eine leichte Röte war ihm ins Gesicht gestiegen. Denn das letzte, was er erwartet hatte, war, dass Hermine Granger, nur in ein Handtuch gewickelt aus dem Bad kommen würde. „Für einen kurzen Moment war ich doch tatsächlich zu überrascht, um etwas zu erwidern. Sowas darf mir einfach nicht passieren, nicht bei diesem ... dieser Person, dieser Besserwisserin." Und während er so darüber nachdachte, stellte sich Draco unter die Dusche und ließ das Wasser über seinen durchtrainierten Körper laufen.
„Morgen, Hermine. Warum so spät dran? Du hast Dumbledores Ansprache verpasst. Sowas passiert dir doch sonst nie am ersten Schultag. Achja, hier ist übrigens dein Stundenplan, meiner Meinung nach wieder mal viel zu voll." So wurde sie gleich, als sie sich an den Gryffindortisch in der Großen Halle setzte, von Harry und Ron begrüßt. „Ja, ich weiß. Wäre eigentlich auch pünktlich gewesen, aber so zwei Erstklässler meinten, dass sie sich wohl schon am frühen Morgen um ein Buch streiten müssten und da musste ich schlichten, deswegen die Verspätung. Und Ron, mein Stundenplan ist völlig normal!" Und schon hatte sie Ron diesen aus der Hand gerissen und wandte sich nun an Harry: „Was hat Dumbledore denn so gesagt?" „Nunja, wie Hagrid es ja gestern schon sagte, gibt es wohl zwei neue Austauschschüler. Sie hatten sich gestern stark verspätet. Bleiben tun sie wohl für 2-3 Monate, das steht noch nicht so ganz fest. Jedenfalls sollen dadurch wohl die Schulbeziehungen verbessert werden." „Wo sind denn die Zwei!", verwundert blickte sich Hermine um und konnte dann auf der anderen Seite der Halle, am Tisch der Ravenclaws, eine riesige Menschenmasse entdecken. „Ich schätze mal, dass sie irgendwo dazwischen sind?", sie konnte sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen, schnappte sich dann aber den Tagespropheten der vor ihr auf dem Tisch lag, goss sich eine Tasse Kaffee ein und biss herzhaft in ihr Brötchen, während sie zu lesen begann.
Zur gleichen Zeit ließ sich Draco neben seinen Freund Blaise Zabini am Slytherintisch fallen. „Meine Güte, Draco. Du siehst aus, als gäbe es sieben Tage Regenwetter. Was ist passiert?", fragte ihn dieser auch sogleich. Grummelnd antwortete Draco ihm: „Ach, unsere kleine Schlammblüterin meint, dass sie mich herausfordern kann, aber die wird sich noch umsehen. Aber was ist eigentlich dahinten los?", erstaunt erblickte auch er jetzt die Menschenmenge am Ravenclawtisch. „Naja, irgendwo dadrinnen sind die beiden neuen Austauschschüler. Dumbledore hatte sie vorhin vorgestellt. Claire und Sam... oder Seine... ." „Sean heißt er, Sean! Ist das nicht ein wunderbarer Name?", jetzt hatte sich Millicent eingemischt und wie es den Anschein hatte, fand sie denjenigen, dessen Name sie so gut kannte, einfach wunderbar. „Jo, Claire und Sean heißen diese beiden. Claire sieht einfach heiß aus, Draco, die wäre genau deine Kragenweite. Lange blonde Haare, tolle Figur, sexy halt einfach.", somit hatte Blaise das Gespräch wieder an sich gezogen, „ und naja, Sean, der scheint mir auch sehr beliebt und gutaussehend zu sein, wenn ich mir die Mädels hier in der Halle so anschaue." Natürlich hatte es auch Draco bemerkt, dass sich wirklich alle Mädchen immer wieder zu der Menschenmasse wandten, um nicht vielleicht auch einen Blick auf diesen Typen zu erhaschen. Nagut, nicht alle, Pansy, die neben ihm saß und ihn wie immer anhimmelte, war da so eine Ausnahme... und natürlich auch: „Hermine Granger, die ist mal wieder völlig in ihre geliebten Bücher oder Zeitungen vertieft. Wie ich sie und ihre Art doch verabscheue!" „Dracolein, was ist los, warum schaust du so böse? Ist es etwa wegen diesem dummen Austauschschüler? Aber du solltest doch wissen, dass ich dir immer treu bleiben werde, also hab doch keine Angst.", damit wurde er von Pansy wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Seine Wut kam nun langsam wieder und so schnautzte er einfach die nächstbeste Person an und das war nunmal: Pansy. „Ich habe dir schon tausende Male gesagt, dass du mich nicht so nennen sollst und überhaupt, lass mich am besten in Ruhe! Für immer!", dann sprang er auf und verließ die Große Halle, dicht gefolgt von Blaise, der den Auftritt seines Freundes nur mit einem Lächeln quittierte.
Kurz darauf verließen auch die anderen Schüler nach und nach das Frühstück, schließlich wollte niemand gleich am ersten Schultag zu spät zum Unterricht kommen. Auch das Trio, gefolgt Ginny, verließ kurze Zeit später die Halle.
Als Hermine ihr Klassenzimmer für „Alte Runen" betrat, fielen ihr sofort lange, blonde Haare in der ersten Reihe auf. Die dazugehörige Person konnte sie nicht wirklich erkennen, denn sie war von einer Traube Jungen umringt. Nur Blaise Zabini hatte die Füße auf dem Tisch übereinander geschlagen und blätterte gelangweilt in einem Buch. Verwundert ließ sich Hermine auf ihren Platz in der zweiten Reihe, vor Blaise, fallen. „Ach du meine Güte, welche Person schafft es soviel Aufmerksamkeit schon am ersten Schultag zu erhalten?" Ihre Gedanken wurden jedoch von dem nun eintreffenden Professor Flitwick unterbrochen. „Schön sie alle, nach dieser langen und aufregenden Zeit, wieder wohlbehalten hier in meinem Unterricht begrüßen zu dürfen. Wie ich sehe und natürlich auch von Professor Dumbledore unterrichtet wurde, haben wir für die nächste Zeit eine Gastschülerin. Claire heißt du, nicht wahr? Würdest du dich vielleicht selbst einmal vorstellen?" Und schon war diese Claire auch schon aufgestanden: „Hi, ich heiße Claire Armstoune und wie die meisten ja sicher schon wissen, sind mein Freund und ich für ein paar Monate hier an Hogwarts zu Besuch. Ich hoffe, dass ich mich natürlich mit jedem von euch gut verstehen werde. Danke." Und mit diesen Worten setzte sie sich wieder auf ihren Platz. „Oh mein Gott, was is das denn für ein Mädchen?", dachte sich Hermine, nachdem Claire fertig mit ihrer „Vorstellung" war. „Nunja, hübsch ist sie ja, vor allem diese langen, blonden Haare, sie wird sicher dem ein oder anderen Jungen schlaflose Nächte bereiten. Dann kann man ja schonmal gespannt sein, wer der andere Austauschschüler ist, der ebenfalls hier ist." Da der Unterricht aber mittlerweile begonnen hatte, konzentrierte sich Hermine nun lieber wieder auf diesen und begann fleißig mitzuschreiben.
Nach den ersten Schulstunden des Tages machte sie sich nun auf den Weg zum Mittagessen, kurz vor der Großen Halle jedoch wurde sie, weil sie total in ihren Aufzeichnungen vertieft war, unsanft zu Boden gerissen. „Sorry, tut mir leid, hab dich gar nicht kommen sehen." So wurde ihr eine Hand entgegengestreckt. „Schon ok, ist ja nichts passiert.", meinte Hermine und blickte zu dem Jungen auf, der sie umgeworfen hatte. Doch dann stockte ihr der Atem. Das konnte doch nicht wahr sein. Da stand doch wahrhaftig Sean vor ihr. Ihr Sean. Der, den sie kennen und lieben gelernt hatte im Sommer. Der, der ihr auf einmal nichtmehr geantwortet hatte. „S..S..Sean! Was machst du denn hier? I.. I.. Ich...", sie konnte einfach kein richtiges Wort rausbringen. „Hermine, was...?" Doch da wurde er schon von einer Schar Mädchen, die ihn in der Halle erwartet hatten, weggezogen und Hermine verlor ihn aus den Augen.
„Also ich finde ja, dass du immer so auf dem Boden sein könntest wie jetzt. Denn da gehören Menschen wie du nämlich hin!", meinte auf einmal Draco Malfoy, der ebenfalls zum Essen gehen wollte und die Szene zwischen dem neuen Austauschschüler und Hermine von weitem mitbekommen hatte. Doch überraschenderweise funkelte diese ihn nur kurz böse an, ehe sie sich erhob und dann völlig gleichgültig und abwesend „Halt die Klappe, Malfoy!", murmelte, zum Gryffindortisch ging und einen erstaunten Draco zurückließ.
