So, wieder ein neues Kapitel on. Leider haben bei dem letzten Kapitel nur 2 Leute reviewed, aber ich habe mich trotzdem darüber gefreut. So wahnsinnig spannend war das letzte ja jetzt auch nicht unbedingt, weiß ich ja ;). Hoffe, dass gefällt euch ein bisschen besser, ist aber leider auch nicht so lang. Ich geb mir Mühe, dass sie langsam wieder länger werden, aber kürzere sind halt einfach mal schneller zu schreiben. Viel Spaß jetzt jedenfalls erstmal hiermit.


Kapitel 11: Zusammentreffen in der Bibliothek

„Und das hat er dir wirklich angetan, Mia?", Ginny war außer sich und konnte das eben von Hermine gehörte immer noch nicht so richtig glauben. Sean hatte ihre Freundin sozusagen überfallen, war ihr zudem auch eindeutig zu nah gekommen und wäre sicher auch Gewalt nicht unbedingt abgeneigt gewesen. „Psst, Ginny. Soll ja nicht gleich jeder mitbekommen.", vorsichtig schaute Hermine sich um, „Aber ja, das hat er wirklich getan. Keine Sorge, ich pass zukünftig besser auf, glaub mir, auch ich bin unglaublich wütend." Unsicher über die zu erwartende Reaktion, blickte sie Ginny, die ihr gegenüber saß, an. „Ich... ich denke aber, dass es besser wäre... naja... wenn Harry und Ron vielleicht nicht davon wüssten. Also... ehe sie vielleicht auf dumme Ideen kommen." „Hmm, wer könnte es ihnen verübeln, aber erstmal sollte er sich lieber nicht in meiner Nähe blicken lassen, sonst kann er was erleben.", als sie aber den fordernden Blick Hermines sah, meinte sie schon wieder versöhnlicher: „Ok, ich halte mich zurück, aber wütend bin ich trotzdem, so ein Arsch! Aber jetzt mal im Ernst, Harry und Ron sind eh mit für sie wichtigeren Dingen beschäftigt, denen scheint sowas im Moment egal zu sein." Und damit blickte sie zu den beiden, die neben ihnen saßen und sich angeregt unterhielten.

„Also so ein Pech aber auch für sie.", meinte Harry gerade zu Ron und beide fingen an zu lachen. „Bei dem Wetter können die bestimmt nicht trainieren und leider, leider fällt ihr Quidditch-Training aus." Und wieder fingen sie lauthals an, schadenfroh zu lachen. Dem fügte Ron letztendlich noch ein„Und die nächsten Tage sind dann ja wir und die Hufflepuffs mit ihrem Trainig dran." hinzu.

„Ich glaube ja, dass ihnen mittlerweile nicht mehr zu helfen ist. Aber sie haben Recht, ich gönne es den Slytherins auch, dass sie heute bei dem Regen nicht trainieren können. Hey, es bringt uns nur Vorteile!", meinte Ginny schnell noch dazu, als sie den leicht rügenden Blick von Hermine sah. Aber dann mussten auch sie beide anfangen zu lachen und natürlich war es typisch, dass Harry und Ron nichts anderes im Kopf hatten, als über ihr Quidditch zu reden, dessen war sich Hermine durchaus bewusst.

Der restliche Tag verlief relativ normal, naja, fast jedenfalls. Snape machte allen Gryffindors im Zaubertränkeunterricht das Lebern natürlich wieder zur Hölle. Wie immer hatte er sich Neville als potentielles Opfer ausgesucht und dessen Nervosität brachte schließlich den Kessel zum explodieren, weswegen Gryffindor erneut 20 Punkte abgezogen wurden. Noch den ganzen Tag über ärgerten sich Harry, Ron und Hermine über ihren gehassten Lehrer.

„Hermine, gehst du gleich noch in die Bibliothek?", wurde sie beim Abendessen von Ginny begrüßt. Einen kurzen Moment dachte diese nach, ehe sie erwiderte: „Ja, denke schon, hab noch einiges nachzuschlagen. Magst du mitkommen?" „Jap, deswegen hab ich ja gefragt." Und so verschwanden die beiden nach dem Essen zusammen in die Bibliothek. Eine Stunde später, die beiden saßen gerade fleißig über ihren Aufsätzen, als Hermine von jemandem auf der Schulter berührt wurde. Genervt drehte sie sich um: „Was willst...!". Doch mitten in ihrer Frage stoppte sie und schaute entgeistert auf die Person vor sich. Auch Ginny schaute mittlerweile von ihren Büchern hoch und schaute ebenfalls überrascht die Person an. „Ich dachte, dass wir vielleicht mal reden sollten. Ich meine, hatten wir ja nicht so die Gelegenheit bisher." Mit dieser Aussage wurden Hermines Gedanken unterbrochen und langsam wütend werdend schaute sie Sean nun direkt in die Augen. „Du wagst es tatsächlich nochmal in meine Nähe zu kommen. Nach allem, was du getan hast!", langsam steigerte sich ihre Wut und ihr Ärger immer mehr. „Ohne Verabschiedung bist du verschwunden. Du hast schon eine wahnsinnig lange Zeit eine Freundin und dann das gestern Abend. Was glaubst du eigentlich, wer du bist? So kannst du mit niemandem umspringen!". Außer Atem bebte ihr Körper und wütend funkelte sie ihr Gegenüber an. Doch dieser schaute nur leicht irritiert: „Was soll das, Hermine? Wir hatten unseren Spaß, du nimmst das einfach zu ernst. Aber was soll denn bitteschön gestern Abend gewesen sein?" „Man, ist der ein Idiot!", hörte man Ginny am Tisch verärgert murmeln. „Das ist nicht dein Ernst, Sean!", entgeistert blickte Hermine ihren ehemaligen „Freund" an. „Du... du...du ..." Und ehe man sich versah, hatte sie Sean eine schallende Ohrfeige verpasst. Ginny musste grinsen: „Richtig so, Mia." Aber genau in diesem Moment kam Madame Prince hinter einem Bücherregal hervorgeschoßen und blickte die drei ziemlich wütend an: „Alle raus hier, die Bibliothek ist ein Ort der Ruhe und ihr seid definitiv nicht ruhig!"

Draco war gerade auf der Suche nach Hermine und hatte den Tipp bekommen, dass sie sich in der Bibliothek aufhalten würde. Was für ein Wunder bei den Bücherwurm. Als er jedoch den Raum betreten wollte, stürmte eine offensichtlich wahnsinnig wütende Hermine an ihm vorbei. „Granger, ich habe...!" „Halt deine verdammte Klappe, Malfoy!" Sehr überrascht daüber blieb er erstmal verwundert stehen. Da kam auch schon Ginny vorbeigerauscht. „Meint sie nicht so, Malfoy." Dann blieb sie kurz stehen, als ob sie angestrengt nachdenken müsste. „Obwohl, bei dir meint sie es sicher doch so." Und mit einem bis über beide Ohren reichenden Grinsen verschwand auch Ginny um die nächste Ecke, hinter der auch schon Hermine verschwunden war. „Verdammt, was geht hier eigentlich vor!", doch ehe er weiter darüber nachdenken konnte, wurde er schon von Sean, der ebenfalls aus der Bibliothek gestürmt kam, zur Seite geschubst. Jetzt war Draco richtig wütend.

„Hey, beruhige dich, Draco." Blaise Zabini kam nun ebenfalls aus der Bibliothek. „Sag mal, was ging da drinnen eigentlich vor. Was ist mit Granger, ihrer kleinen bescheuerten Freundin und diesem Hohlkopf los. Die haben ja alle auf einmal einen Schaden. Naja, den hatten sie ja auch schon vorher." Draco konnte sich nun ein Grinsen über seine eigenen Worte nicht mehr verkneifen. „Naja," setzte Blaise an, „ so wie ich es mitbekommen habe, hat dieser „Hohlkopf", wie du ihn nennst, Granger irgendwas angetan. Jedenfalls war die ziemlich sauer, bla bla bla und das Ende war jedenfalls, dass sie ihm lauthals eine gescheuert hat. Und dann sind alle von der Prince rausgeworfen worden, aber das hast du ja mitbekommen." Aha, so war das also, deshalb diese Wut von Granger. Naja, wenn er ehrlich war, freute es Draco ungemein, dass diese dem Gastschüler, offensichtlich zu dessen Missfallen, die Meinung gesagt hatte und diese auch handfest verdeutlich hatte, die rote Wange zeigte es ja. Er mochte ihn überhaupt nicht, nach dem Zusammenstoß vor der Bibliothek nun noch weniger.

Aber auch wenn er noch nicht hinter die „Beziehung", also das Verhältnis zueinander, von Granger und diesem Idioten gekommen war, irgendwie würde er es schon rausfinden. Oder sie würden es von sich aus sagen, wenn sie weiter so in Büchereien rumschreien würden. Dennoch hasste er es, von Granger, seiner Konkurrentin, so angeschrien zu werden, schließlich musste er ihr etwas wichtiges mitteilen und McGonagall würde sicher nicht wollen, dass er es einfach, sagen wir mal „vergessen" würde. Also verabschiedete er sich noch mit einem „Bis dann, Blaise. Muss noch was erledigen." von seinem Freund und verschwand nun ebenfalls hinter der Ecke, Richtung Schulsprecherwohnung laufend.