Hi, ihr. Hier kommt gleich das nächste Kapitel und es ist diesmal ein bisschen länger als sonst. Freue mich ganz besonders über die netten Reviews die ich immer bekomme. Habe ja mittlerweile schon fast soetwas wie Stammleser ;). Wann das nächste Kapitel dann kommt, kann ich noch nicht sagen, weil ich die ja immer erst nacheinander schreibe und ich mir nur bis zu diesem wieder Ideen überlegt hatte. Egal, erstmal viel Spaß jetzt hiermit und danke für eure Geduld und die z.T. anregende Kritik bezüglich Länge und Charakteren.


Kapitel 12:

Glücklich?- Das fällt wohl ins Wasser!

„Verdammt nochmal, Granger! Mach doch endlich diese bescheuerte Tür auf. Ich muss mit dir reden." Langsam wirklich richtig wütend werdend, stand Draco Malfoy kurze Zeit nach dem Auftritt in der Bibliothek vor Hermines Zimmertür. „Zisch ab, Malfoy! Ich habe dir nichts zu sagen. Verschwinde!", kam es dafür nur aus dem Raum. „Glaub mir, Granger. Ich würde es ja auch gerne einfach lassen, aber das geht nicht. Sozusagen Befehl von der alten Schachtel McGonagall und sie...", fing Draco gerade wieder an, als ganz plötzlich doch die Tür aufgerissen wurde und eine Hermine mit rötlichen Wangen und einem säuerlichen Gesichtsausdruck herausschaute: „Sie ist keine alte Schachtel, also halt gefälligst deine Klappe und so solche Dinge zu deiner eigenen Sicherheit besser nicht mehr in meiner Gegenwart." Nun war es Draco, der einen zufriedenen Eindruck machte. „Also so bekommt man sich zu Gesicht, einfach Leute die du magst, beleidigen. Das ist ja wirklich einfach." Und schon breitete sich ein Grinsen in seinen Mundwinkeln aus. „Als ob du jemals etwas anderes gemacht hättest, Malfoy.", erwiderte Hermine allerdings nur genervt. „Nun? Was ist los? Warum zerschlägst du fast meine Zimmertür?" Draco wollte jetzt eigentlich alles nur noch schnell hinter sich bringen und antwortete ihr deshalb gleich. „Der Weihnachtsball, Granger. Den sollen wir zusammen mit den Vertrauensschülern vorbereiten. Jedoch meinte Professor", und dieses Professor betonte er nun sehr deutlich, „McGonagall, dass wir erstmal eine grobe Idee haben sollten, ehe wir uns in der großen Runde zusammensetzen würden. Also sollen wir uns am kommenden Wochenende treffen und erste Ideen ausarbeiten." „Wars das dann? Ich denke schon. Alles verstanden, Malfoy. Kannst gehen." Und schon hatte Hermine wieder die Zimmertür direkt vor Dracos Nase zugeschlagen. „Heißt das, das Treffen steht, oder was, Granger!", wurde Draco wieder wütend und brüllte es somit gegen die Tür. „Ja, verdammt nochmal!", brüllte Hermine nun von innen zurück. Leicht vor sich hin schnaubend ging Draco auf der anderen Treppe zu seinem Zimmer hoch und schmiss die Tür hinter sich zu und nun hörte man nur noch ein lautes „Frauen!" durch die Wohnung hallen.

„Ist sie nich einfach hinreißend! Einfach traumhaft." „Wen meinst du, Ron?", fragte Hermine sogleich, als sie sich am nächsten Morgen an den Frühstückstisch setzte. „Claire, die Gastschülerin.", antwortete ihr stattdessen Ginny, die dabei genervt die Augen verdrehte. „Aha, versteh gar nicht, was ihr an der so findet.", murmelte Hermine nun. Aufgebracht wurde sie jedoch von Ron unterbrochen: „Sie ist toll, Hermine. Sieh sie dir doch an. Außerdem hat Harry auch gesagt, dass sie toll aussieht." Hilfe erwartend blickte dieser nun seinen besten Freund an, der sich, als er Rons Satz hörte, sich ersteinmal an seinem Brötchen verschluckte.

Ehe jemand etwas sagen konnte, hörten sie jedoch eine ihnen nur allzu bekannte Stimme hinter sich. „Na, Potter, kannst du nichteinmal ein Brötchen normal essen, ohne gleich die ganze Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen?" Grinsend stand jetzt Draco Malfoy hinter ihnen und blickte auf sie herunter. „Verzieh dich, Malfoy.", zischte Ginny nun ihn an. „Aber, aber. Weasley, du scheinst da ja echt nach etwas oder wohl besser jemandem unerreichbarem zu greifen. Die da", und damit zeigte er auf Claire am Ende der großen Halle, „ ist leider hunderte Nummern zu groß für dich. Kannst ja weiter träumen, aber wahr wird davon sicher nichts." Und über seine eigenen Worte fing er wieder an zu lachen, drehte sich um und setzte sich letztendlich an den Slytherintisch zum frühstücken.

„Man, dieser Typ kapierts einfach nicht, wie bescheuert er eigentlich ist. Glaubt er wäre der Tollste, was ein Idiot", meckerte Ginny gleich drauflos, kaum, dass Malfoy sie nicht mehr hören konnte. „Meine Güte, Ron, jetzt schau nicht so, wenn du willst, hast du sicher eine Chance bei ihr. Nur über ihren Freund würde ich mir an deiner Stelle vielleicht ein paar Gedanken machen, aber ansonsten...", versuchte sie nun ihren Bruder aus seiner Starre zu befreien, „Aber Harry, dass du auf solche Püppchen stehst, hätte ich ja jetzt nicht gedacht und außerdem...". Hermine hörte schon gar nicht mehr zu, denn sie wusste, dass ihre beste Freundin eigentlich immer noch in Harry verknallt war und sie kurz vor den Sommerferien auch fast zusammengekommen wären. Da war es ja nur logisch, dass sie in Claire und Harrys angeblicher Aussage eine Bedrohung sah. Genüsslich widmete sich Hermine jetzt also wieder ihrem Frühstück und dem Tagespropheten vor ihr.

Granger wartet also schon. Auf ins Gefecht. Draco ging langsam auf den Steg am See zu, auf dem auch schon Hermine auf ihn wartete. Sie hatten sich draußen verabredet, weil an diesem Tag so schönes Wetter war und die meisten Schüler diesen in Hogesmeade verbrachten, also auf den Ländereien ein bisschen mehr Ruhe war. Draco hatte eigentlich vorgehabt mit ein paar anderen Slytherins ebenfalls ins Dorf zu gehen, jedoch wurde er mehrmals an diesem Tag von Hermine an ihr Treffen erinnert und so konnte er nicht vorgeben, es vergessen zu haben.

„Schön, dass du auch endlich da bist. Kommst ja nur 20 Minuten zu spät, Malfoy!", wurde Draco sogleich von Hermine begrüßt. „Hey, Granger, wird nicht unhöflich. Immerhin bin ich ja jetzt da. Also fangen wir an, dann können wir auch schnell wieder aufhören." Glaub mir, du bescheuerter Idiot, ich will das hier genausowenig wie du, dachte sich Hermine, jedoch verwarf sie ihren Ärger schnell wieder, weil sie ebenso bald wieder ins Schloss wollte, gab ja schließlich noch genug Hausaufgaben zu tun.

Einige Stunden später, für beide Geschmäcker eine viel zu lange Zeit natürlich, hatten sie die ersten Ideen und Überlegungen für den Weihnachtsball zusammen. Das Motto sollte „A Magic Night" werden und die Jungs der Schule sollten zum ersten Mal wählen dürfen, ob sie lieber ihren Festumhang oder einen Anzug tragen wollten.

Dracos Blick ging über den ruhigen See, in dem die Sonnenstrahlen schöne Muster zauberten. Wie ein Gedankenblitz traf es ihn dann plötzlich und grinsend schaute er nun zu seinem Gegenüber, die noch schnell letzte Aufzeichnung anfertigte. „Na, Granger, schon deinen Partner erwählt? Hab gehört, dass du diesen ...ach wie hieß er noch gleich?", Draco tat, als müsste er angestrengt nachdenken, während sich Hermines Blick ihm zugewandt hatte, „Achja, Sean war sein Name. Willst sicher mit dem gehen. Dann kann das Wiesel gleich seine Freundin abchecken." Siegessicher sah er Hermines versteinerte Miene an. „Das geht dich nichts an, Malfoy. Kümmer dich gefälligst um deinen eigenen Scheiß.", brachte Hermine gefährlich zischend zwischen ihren Zähnen hervor, stand auf und drehte sich zum gehen um. „Man, Granger, jetzt warte do...!" Jedoch kam Draco nicht weiter im Satz, weil er auch aufgestanden war um sie aufzuhalten, war dann jedoch leicht gestolpert und schubste sie somit hinein in den See.

Erstmal einige Zeit unter Wasser, tauchte einige Sekunden später Hermine wütend aus dem Wasser auf: „Hast du sie noch alle? Was sollte das jetzt!" Und noch ehe Draco etwas erwidern konnte, sah er sie mit dem Zauberstab auf sich deuten und sagen: „Accio, Draco Malfoy!" und schon landete auch er im Wasser des Sees. „Granger, du verdammte...!", fing er an, als er wieder aufgetaucht war und erstmal das Wasser aus dem Mund gespuckt hatte. „Na, na, na, Malfoy. Vergiss nicht, wie du mir, so ich dir. Außerdem gehörst du mal ins Wasser, schließlich muss dir mal dein Mund gewaschen werden, bei all den bösen Worten, die da raus kommen jeden Tag." Und damit spritzte sie ihm einen riesigen Schwall Wasser ins Gesicht und fing an zu lachen. Draco musste wieder husten und wollte sich wehren. Nun fing eine wahnsinnige Wasserschlacht an, bei der man nicht sagen konnte, wer jetzt besser war, denn immer wieder ging einer von den beiden unter, ehe man sich erneut mit Wasser vollspritzte.

Nach einigen Minuten jedoch hielt Hermine als erste inne. „Man, Malfoy. Du müsstest dich mal sehen. Du siehst echt aus wie ein begossener Pudel. Und deine Haare...", Hermine fing laut an zu lachen. Draco hielt jetzt auch verwundert inne und war überrascht. Noch nie hatte er sie in seiner Gegenwart so lachen gehört, also ein ernst gemeintes, lustiges Lachen, nicht das sonst gern verwendete boshafte, schadenfreudige Lachen. Auch wenn er es nicht wollte, seine Mundwinkel zuckten verdächtig, als würden sie auch ein Lachen haben wollen. Aber Granger sieht halt auch einfach zu lustig aus, die Haare klatschnass etwas über die Schulter hängend. Das kleine bisschen, was sie an Schminke benutzte, war auch verlaufen. Und ihr schien es nichteinmal etwas auszumachen. Jetzt konnte sich selbst er sich ein Grinsen nicht mehr verkneifen. Und Hermine merkte, dass es ein nettes Grinsen war.

Sicherlich, diese Situation wäre perfekt gewesen, wenn nicht plötzlich ein „Mia, was machst du da?" gewesen wäre. „Harry!", überrascht schaute Hermine ihren Freund an, der auf dem Steg stand und verwirrt zu ihnen herunterschaute. „Potter!", knurrte stattdessen Draco, die Augen zu Schlitzen verengt und Harry anblickend, jegliches Lachen aus seinem Gesicht verschwunden. „Malfoy, wenn das deine Schuld ist, dass sie ins Wasser gefallen ist, dann ...", wütend funkelte Harry seinen Erzfeind an. „Harry," unterbrach Hermine jedoch ihren Freund, während sie auf den Steg zurück kletterte, „es war nichts und es war nicht seine Schuld. Ich... ich bin einfach nur gestolpert und habe ihn mit reingezogen. Ist ok, komm, lass uns einfach zurück ins Schloss gehen." „Nagut, gehen wir." Harry nahm den Arm Hermines und zog sie hinter sich her.

Draco schaute den beiden, während er nun ebenfalls aus dem Wasser kletterte, hinterher. Kurz glaubte er, dass Hermine, als sie sich nochmals kurz zu ihm umdrehte, entschuldigend die Schultern zuckte und ihm leicht lächelnd zuzwinkern würde. Aber das konnte ja unmöglich sein, schließlich war sie ja Hermine Granger, Potters kleine Freundin, und würde ihm, Draco Malfoy, bestimmt nicht zulächeln, das im See war sicher nur ein Versehen gewesen, dachte er sich als er seine Sachen und die gemeinsamen Unterlagen der Schulsprecher, die verstreut herumlagen, aufsammelte und sich triefend nass ebenfalls nun auf den Weg zurück ins Schloss machte.