Hi, da bin ich wieder. Also ich weiß nicht, ob ich in der nächsten Zeit weiterhin so oft neue Kapitel on bringen kann, weil ich grad ne klitzekleine Schreibkrise habe. Aber trotzdem bauen mich eure Reviews immer wieder auf, dank meinen Stammlesern Tuniwell, aleksandramalfoy und kurai91, die mir jedesmal ein nettes Kommentar dalassen. Naja, ich hoffe, dass euch das neue Kapitel gefällt. Hat ja eine, ähm, hoffentlich interessante Wendung drin, läuft alles auf das Ende hinaus, deswegen muss es jetzt so weitergehen. Sodele, genug geplaudert, nun viel Spaß und natürlich freue ich mich weiterhin über jedes weitere Kommentar zu dieser Story ;D


Kapitel 13: A Fight and a Kiss

Der Himmel war wolkenverhangen als Hermine am nächsten Morgen aufwachte und nach draußen schaute. Na das kann ja was werden, dachte sie sich, stand auf und machte sich für das Frühstück an diesem grauen Sonntag fertig. Malfoy hatte sie nach gestern am See nicht mehr gesehen, sie war zwar in der gemeinsamen Wohnung gewesen, hatte aber nur geduscht und war dann zu ihren Freunden in den Gryffindor-Gemeinschaftsraum gegangen.

Schon bevor sie überhaupt die Große Halle betreten hatte, hörte Hermine Stimmen, die sich offensichtlich anschrien. Die Schüler, die schon an ihren Tischen saßen, hatten ihr Frühstück beiseite gelegt und widmeten sich auch lieber den beiden Streitenden. Auch von weitem sah sie, um wen es sich dabei eigentlich handelte: Sean, umringt von einigen (ok, sehr vielen) Mädchen, saß Claire gegenüber, die mittlerweile aber aufgestanden war, offensichtlich nicht mehr fähig, ihre Wut zu bändigen.

„Du verdammter Lügner! Du mieses Schwein! Erzählst wohl jeder von deiner ewigen Liebe, nicht! Dabei hätte das mit uns echt was werden können...", sich nicht mehr beherrschend und voller Wut nahm sie einen Teller auf und schleuderte ihn Richtung Sean. Der jedoch zog nur schnell den Kopf zur Seite, um dem fliegenden Teller auszuweichen, ehe er völlig gelassen sich wieder seinem Frühstück widmete. „Und du... du widerliche Ratte hast nichteinmal etwas dazu zu sagen! Mir einfach so nebenbei mal zu sagen, dass es vorbei ist... Ich hätte dich für klüger gehalten, Sean." Und mit diesen Worten stolzierte sie mit wehendem Haar aus der großen Halle, vorbei an den ganzen Tischen voller Schüler, die ihr alle hinterhersahen. Erst nachdem sie hinter der Ecke verschwunden war, wandten sich wieder alle Köpfe zu Sean, der jedoch aß in aller Ruhe weiter sein Frühstück und es schien ihm gar nicht aufzufallen, dass er die Ursache für all die fragenden Blicke im Raum war.

Was geht den bitte hier ab, dachte sich Hermine und setzte sich neben Harry an den Tisch. Der hatte ihre fragenden Blicke bemerkt: „Keine Ahnung, Mia. Das ging so ne geschlagene Viertelstunde und ich meine, den Rest, den hast du ja mitbekommen." Nun mischte sich auch Ginny ein: „Scheinbar ist es vorbei zwischen den beiden... Ich meine, das war ja eigentlich offensichtlich... oder nicht!" „Doch, doch, klar, Ginny. Jetzt ist wohl die Frage, wen sie sich für die nächsten Monate, die sie noch hier ist, als Gesellschaft aussucht. Harry, glaubst du ich habe ne Chance?", besorgt fragend blickte Ron seinen besten Freund ihm gegenüber an. „Claire.", genervt verdrehte Ginny die Augen, nachdem sie Hermines verwirrten Gesichtsausdruck gesehen hatte, nun aber auch hören wollte, was Harry dazu zu sagen hatte. „Also... ich... also, Ron, ich denke schon, dass du Chancen hast, ich meine...", doch weiter kam er nicht, denn Ginny fing lauthals an zu lachen. „Man, Harry, unterstütz ihn doch nicht in seinen Tagträumen. Ich wette, dass fast jeder Junge von Hogwarts auf diese Tussi scharf ist, warum sollte sie da ausgerechnet Ron nehmen, wenn sie doch die große Auswahl hat." Ron lief bei den Worten seiner Schwester im Gesicht rötlich an. „Ginny, du bist meine Schwester, wenn nichtmal du an mich glaubst, dann ... Man, Hermine, was sagst du dazu?" Shit, dachte diese sich, da sie gar nicht erwartet hatte, gefragt zu werden. „Ähm, Ron, ich... ich sag lieber nichts dazu.", damit nahm sie sich die Kaffeetasse und den vor ihr liegenden Tagespropheten und sagte noch „Muss weg, wichtiges zu erledigen!" ehe sie auch aus der großen Halle ging.

„Sie sieht es also genauso wie Ginny.", sagte Ron und stützte enttäuscht seinen Kopf auf seine Hand. Harry nickte leicht: „Aber ich drück dir die Daumen, Kumpel." „Seht lieber zu, dass ihr nicht zu spät zum Wahrsagen kommt, sonst gibt's wieder Punkteabzug.", wurden sie jedoch von einer gelangweilten Ginny unterbrochen. Und schon rannten die die beiden, wie einige andere Schüler ebenfalls, zum Unterricht, der in wenigen Minuten anfangen sollte.

Er ist es nicht wert...Er ist es nicht wert, dass ich meine Gedanken an ihn verschwende. Er hat mir schlimmes angetan. Das ist nicht wieder gutzumachen. Dennoch hatte Hermine sich am Abend beim Essen leider oft genug selbst dabei erwischt, wie sie immer wieder zu Sean gesehen hatte. Claire hatte natürlich nichtmehr in seiner Nähe gesessen, aber wie immer war sie von einer Schar Typen umgeben gewesen. Ach, so ein verdammter Mist. „Hermine, hör auf an ihn zu denken!", schalt sie sich selber, während sie in der Schulsprecherwohnung auf und ab ging.

„Ach, ich wusste schon immer, dass auch du mir nicht widerstehen kannst, Granger!", hörte sie plötzlich jemanden hinter sich sagen. Sie hatte den letzten Gedanken wohl doch laut ausgesprochen. Mist verdammter. Genervt drehte sie sich jedoch zu dem Gedankenstörer um. „Verschwinde, Malfoy. Und sei dir sicher, damit warst bestimmt nicht du gemeint. Selbst wenn du der letzte Mann auf der Welt wärst." „Ach, Grangerlein, sei dir da mal nicht so sicher.", grinsend sah er zu, wie sie auf seinen Namen reagierte. Aber ehe sie etwas erwidern konnte, fiel ihm wieder ein, was er ihr eigentlich sagen wollte. „Im Übrigen, Granger. Da ist jemand vor der Tür, der mit dir sprechen will. Ich hab ihm zwar gesagt, er soll abhaun, aber naja, wollte dich unbedingt sprechen. Obwohl ich das natürlich überhaupt nicht verstehen kann, wer will denn schon mit dir sprechen!" „Ähm, Malfoy, DU sprichst gerade mit mir, aber egal.", und schon schubste sie ihn leicht zur Seite. „Und jetzt geh einfach, nu nervst nämlich."

Leicht überrascht über ihre Schlagfertigkeit und eigentlich keine Lust mehr zu diskutieren, ging Draco letztendlich in sein Zimmer. Er hatte echt versucht, Sean abzuwimmeln, doch das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, denn dieser wollte Hermine scheinbar wirklich dringend sehen. Würg, ich kann diesen Kerl einfach nicht leiden, irgendwas ist faul an dem und das liegt eindeutig nicht daran, dass er irgendwas mit Granger zu tun hat, dachte sich Draco während er so auf seinem Bett dalag, die Lichter in seinem Zimmer bewusst ausgelassen, denn im Dunkeln ließ sich immer noch am besten nachdenken.

Hermine war überrascht, wen sie da vor der Tür sah. „Sean? Was ...was willst du hier?", stotterte sie überrascht. „Ich denke, wir sollten reden. Irgendwas ist das letzte mal wohl schiefgelaufen.", und mit diesen Worten berührte er seine Wange, auf die ihn Hermine vor einiger Zeit in der Bibliothek geschlagen hatte. „Ähm, kann ich reinkommen, Hermine?" Unschlüssig stand er vor dem Portrait. „Ich denke," Hermine warf einen kurzen Blick über ihre Schulter hoch zu der Tür von Dracos Zimmer, „dass das in Ordnung geht. Aber Malfoy und ich, wir haben gleich noch ein wichtiges Treffen. Deswegen..." Sie wurde jedoch unterbrochen: „Geht klar, wollte eh nicht so lange bleiben. Wollte nur was klarstellen." Unsicher schaute Hermine Sean an. Mittlerweile waren sie in der Mitte des Raumes angekommen, wo sie nun beide etwas verloren standen. „Und das wäre? Ich dachte, dass wir alles geklärt hätten. Dass das im Sommer ein Fehler meinerseits war, dass das alles hinter uns liegt und, dass wir uns ab sofort ingorieren... Was, ähm, übrigens nicht sonderlich gut funktioniert, wenn du hier vorbeischaust, um mit mir zu reden." Sean grinste nun leicht: „Immer noch die gleiche, so wie ich dich kennengelernt habe.", lächelnd schaute er zu ihr. „Und genau die, die ich vermisse. Dass wurde mir nun, wenn auch etwas schmerzhaft," er rieb sich grinsend die Wange, „klar... Hermine, ich liebe dich noch immer." Und schon kam er ihr immer näher. Hermine war zu verblüfft über Seans Ansprache, sodass sie ersteinmal gar nichts erwidern konnte.

„Ich brauche dich, verstehst du das nicht?" Nein, sie verstand es nicht. Er hat schließlich Claire als Freundin bzw. Stop, hatte sie als Freundin, jetzt die Ex. Jedoch ging ihr das irgendwie zu schnell. Sean hatte nun aber die letzten paar Zentimeter zwischen ihnen überwunden und ehe Hermine sich versah, wurde sie von Sean geküsst.

„Boah, da wird einem ja schlecht!", durch die Stimme wieder in die Realität geholt, wurde Hermine sich jäh bewusst, was da eigentlich gerade passierte und so versuchte sie wieder etwas Abstand zwischen sich und Sean zu bringen, indem sie ihn mit aller Kraft von sich wegstieß. Überrascht drehte sie sich um und blickte knallrotwerdend zu Malfoy, der auf der Treppe zu seinem Zimmer stand. „Danke," damit meinte er wohl das Ende des Kusses zwischen den beiden, „denn da wurde einem ja schon schlecht von zusehen." Und wieder zu Hermine blickend meinte er noch: „Granger, wir müssen los. Die anderen warten nicht, aber das...", er zeigte auf Sean, „kann definitiv noch warten." „Ich bin dann mal weg." Entschuldigend hob dieser seine Arme. „Sag Bescheid, wenn du dich entschieden hast, Hermine." Und schon war er aus der Wohnung verschwunden.

Die Angesprochene war mit dieser Situation aber offensichtlich immer noch überfordert, denn erst als Draco direkt vor ihr stand, nahm sie ihn erneut richtig wahr. „Was sollte denn das bitteschön gerade eben, Granger!" „Was sollte was?", fragte diese zurück. „Na, dieser Kuss. Ich dachte, da läuft nichts zwischen euch." „Du solltest nicht zuviel denken, Malfoy. Schadet dir sicher nur." Wütend funkelte Hermine ihr gegenüber an. „Er ist ein Idiot, Granger. Ich hätte dir einen besseren Geschmack zugetraut." „Tja, muss ich dich entäuschen, wie du siehst." „Oh man, wehe das passiert nochmal hier drin, das war nämlich echt ätzend mitanzusehen." „Malfoy!", schrie Hermine Draco nun an, „Was hast du eigentlich für ein Problem?" Und wütend stampfte sie aus der Wohnung.

Ja, was war eigentlich sein Problem, fragte sich Draco.