Hi, da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel. Hat diesmal ja auch etwas länger gedauert, aber naja, privat läuft es momentan nicht sonderlich gut, aber das Schreiben hat mir echt so ein bisschen geholfen. Nun das nächste: Ich bin fast vom Stuhl gefallen, als ich es gelesen habe. 45 Reviews schon, das sind ja fast 50 und das ist schon die Hälfte von 100 g. Danke, danke dafür, und deswegen sende ich jedem von euch ein herzliches Danke: Teufelsweib, Raphi, VampirHerz, crazylolly14, Tinchen26, kurai91, Tuniwell und aleksandramalfoy. Passend zu den 10 supitollen Reviews kommt hier nun auch das definitiv längste Kapitel der Story, zufällig. Persönlich gefällt es mir komischerweise nicht ganz so gut, aber naja, euch soll es ja gefallen. Viel Spaß beim Lesen und ein echt liebes Danke nochmal an alle von euch.


Kapitel 14: Schwierige Zeiten

„Granger, warte doch...!", hörte Hermine, während sie so durch die Gänge eilte, Draco hinter sich rufen. „Was willst du eigentlich, Malfoy? Erst kann es dir nicht schnell genug gehen zu diesem Treffen zu kommen und dann soll ich auch noch auf dich warten? Du spinnst wohl heute ein bisschen." Wütend über Hermines „Antworten" funkelte Draco sie bzw. eigentlich ihren Rücken an. „Wir sind da...", meinte Hermine plötzlich und ging durch das Portrait hinein in den Versammlungsraum, in dem auch schon die Vertrauensschüler warteten, „Tut uns leid, dass wir zu spät kommen..." „Genau, manche von uns hatten ja noch wichtigeres zu tun.", wurde sie aber von Draco unterbrochen, der sie immer noch sauer anschaute. Die wartenden Schüler warfen sich nun vielsagende Blicke zu, schließlich war allen bekannt, wie gerne sich die beiden Schulsprecher stritten. Hermine jedoch tat einfach so, als hätte sie Dracos Aussage einfach überhört und fuhr deshalb fort: „Ok, Leute, wir haben uns da folgendes für den Weihnachtsball überlegt...".

„Hättest du nichteinmal wieder Lust uns im Gryffindor-Gemeinschaftsraum zu besuchen. Ich meine, du warst schon lange nichtmehr da!", fragte Ginny Hermine am Abend, merkte jedoch, dass diese ihr gar nicht zuhörte, sondern in ihren Gedanken versunken war. „Mia? Hörst du mir überhaupt zu?" und mit diesen Worten fuchtelte sie wild mit den Armen vor dem Gesicht ihrer Freundin herum. „Was? Ich... wer? Ginny?", schreckte Hermine nun endlich auf. „Ich... tut mir leid, ich hab leider nicht zugehört." Nun schlich sich ein Grinsen auf Ginnys Gesicht. „Wer spukt dir denn in deinen Gedanken so wichtiges herum? Du scheinst ja auf Wolke sieben zu schweben, ich bin erstaunt, soetwas kommt bei dir nicht sonderlich oft vor." Hermine errötete nun leicht: „Ich weiß es selbst nicht so. Bin mir im Moment ziemlich unsicher. Weil eigentlich... darf das nicht wieder passieren." „Ich denke, es wäre am besten, wenn wir uns in den Gemeinschaftsraum verziehen." Und schon zog Ginny ihre Freundin hinter sich her.

Irgendwie konnte sie ihre Neugier dann doch nicht mehr in Zaum halten und so fragte sie vorsichtig nach: „Hmm, wer ist es eigentlich, der dir so im Kopf rumhängt? Ich meine, die große Auswahl hättest du ja wohl hier in Hogwarts." Erstaunt, als sie den überraschten und fragenden Blick von Hermine sah, meinte sie weiter: „Jetzt sag nicht, dass du es nicht bemerkt hast!" „Was denn?", Hermine hatte wirklich keine Ahnung. „Na, dass dir sogut wie jeder Hunger hinterher schaut. Ich meine, du siehst doch toll aus, Mia. Auch wenn du ein Bücherwurm bist, sorry, gehörst du trotzdem zu den beliebtesten Mädchen hier." Ginny schaute ihre Freundin an, doch diese schüttelte nur den Kopf: „Hmm, hab ich wirklich nicht bemerkt und eigentlich... naja... ist es mir auch egal, denn Aussehen ist nicht alles... also denke ich mal für mich."

Nachdem sie kurze Zeit schweigend nebeneinander hergelaufen waren, fing Hermine diesmal an zu sprechen: „Es ist Sean! So... jetzt ist es raus." Ginny hatte bei diesen Worten aprupt im Laufen angehalten: „Ähm, das ist nicht dein Ernst, Hermine? Du kannst keine Gefühle mehr für ihn haben, nicht, nachdem er dir soviel mieses angetan hat." „Man, Ginny, ich kann doch auch nichts dafür. Er kam halt gestern vorbei und..." „Er kam gestern vorbei? Ui, wie überaus nett von ihm." Ginny funkelte sie leicht säuerlich an. „Er hat sich entschuldigt, naja, sozusagen jedenfalls." „Ach, also hat er sich nichteinmal richtig entschuldigt. Man, er nutzt dich doch nur aus, merkst du das nicht? Er wird dich nur wieder verletzen!" „Und dann hat er mich geküsst...", als sie das Gesicht ihrer Freundin jedoch sah, fügte sie noch schnell hinzu: „Aber ich wollte das nicht, ehrlich." Eine kurze Pause entstand. „Es hat halt alles nur wieder so durcheinandergebracht." „Ohja, durcheinandergebracht ist wohl das passende Wort dafür. Du darfst doch jetzt nicht so einfach vergessen, was er dir schon alles angetan hat. Bitte, Hermine, du hast das doch nicht vergessen, oder!" Langsam wurde es Hermine zuviel. Sie wollte eigentlich Hilfe von ihrer Freundin, doch die hatte nur Anfeindungen dafür übrig und keine sonderlich guten Ratschläge. „Nein, Ginny, das habe ich nicht vergessen. Meine Güte, Liebe und Zuneigung lassen sich halt einfach nicht so schnell abstellen, das solltest du eigentlich am besten wissen, nicht? Und nur, weil du mit Harry nicht zusammenkommst, heißt das noch lange nicht, dass ich auch keinen Freund haben kann. Ist es das, warum du jetzt alles schlecht machst?" Hermine sah, dass sie Ginny mit ihren Worten getroffen hatte und schon bereute sie es. „Ginny, ich..." „Spar es dir, Hermine.", meinte Ginny nun traurig. „Ich habe schon verstanden. Ich wollte doch nur helfen, aber scheinbar hattest du dich sowieso schon entschieden." Sie lief an Hermine vorbei, weiter zum Gemeinschaftsraum. „Ich denke, dass wir das heute Abend ausfallen lassen sollten." Und schon war sie um die nächste Biegung verschwunden und ließ eine doch etwas zerknirschte Hermine verlassen im Gang stehen.

Als Draco am nächsten Morgen in die Große Halle zum Frühstück ging, merkte er, dass sich die Stimmung der Schüler verändert hatte. Viele freuten sich auf den bevorstehenden Weihnachtsball und die davor herrschende Vorweihnachtszeit. Irgendwie musste er zugeben, dass ihn diese ebenfalls beruhigte, denn seit er Weihnachten nichtmehr in Malfoy Manor verbringen musste, konnte er es hier in Hogwarts auf seine Art und Weise genießen.

Noch ein wenig müde, ließ er sich auf seinem Stammplatz nieder. „Morgn, Blaise." Der schaute jedoch nur kurz von seinem Frühstück auf und nickte Draco zu, ehe er sich wieder dem Essen widmete. Draco hatte die Nacht schlecht geschlafen und irgendwie auch keinen richtigen Appetit, also schenkte er sich nur ein wenig Kaffee ein und ließ dann seinen Blick durch die Halle schweifen. Das Gastschülerpaar saß mittlerweile natürlich nichtmehr zusammen. Diese Claire sitzt mittlerweile an unserem Tisch und unterhält sich mit Pansy und den anderen Slytherins. Was sie an den Hohlköpfen wohl findet., fragte sich Draco, als er sah, dass Crabbe und Goyle fast aus dem Mund sabberten, während sie Claire so anschauten. Dann kann dieser Sean ja nur bei Granger sitzen. Doch es überraschte ihn, Sean, umringt von mehreren Mädchen, am Tisch der Hufflepuffs sitzen zu sehen, und als er zum Tisch des Goldenen Trios blickte, fiel ihm auf, dass Hermine Granger überhaupt nicht beim Frühstück saß. Sonst laß sie um diese Zeit immer schon den Tagespropheten, nicht, dass es ihm jemals aufgefallen wäre.

Deswegen war das Bad heute Morgen also frei. Hätte mich ja eigentlich wundern müssen, wo Granger es doch sonst immer besetzt. Ich frage mich, überlegte er sich, ob es etwas mit diesem Sean zu tun hat, dass sie heute nicht hier ist. In Gedanken nahm er einen Schluck von seinem Kaffee, verbrannte sich aber leicht die Zunge. So ein verdammter Morgen...

Als Draco einige Zeit später durch das Portraitloch in die Schulsprecherwohnung ging, hatte er nicht damit gerechnet, Hermine so schnell zu „finden". Ich wollte sie nicht suchen, es ist einfach nur ungewöhnlich, wenn Granger nicht frühstückt und ungewöhnlichem muss man auf den Grund gehen, versuchte er sich einzureden. „Na, Granger. Verschlafen? Passiert auch mal einer Ich-weiß-und-kann-alles-besser-als-andere, also keine Sorge." Überlegen grinste er Hermine an, die auf einem Sofa saß und, wie sollte es ja auch anders sein, den Tagespropheten laß, neben sich auf dem kleinen Tisch eine Tasse dampfenden Kaffees stehen. „Morgen, Malfoy. Auch schön, dich zu sehen." Jedoch hob sie nichteinmal den Kopf von der Zeitung hoch, sondern ignorierte ihn sofort wieder. Malfoy wollte so schnell jedoch nicht aufgeben: „Woher hast du denn den Kaffee, Granger? Oder mal wieder so vorgelernt, dass du jetzt schon etwas aus dem Nichts herzaubern kannst?" Leicht genervt blickte Hermine nun auf: „Nein, ich habe den Kaffee nicht einfach hergezaubert. Dobby hat ihn mir gebracht, den dürftest du ja übrigens noch kennen, Malfoy." Den letzten Satz zischte sie nur noch, offensichtlich nun wieder an Dobbys Geschichte erinnert.

Draco musste nicht lange überlegen. Ja, er kannte Dobby noch. Er war einmal ein Hauself seiner Familie gewesen und wie alle Hauselfen, wurde auch Dobby damals schlecht behandelt. Sein Vater hatte mal erwähnt, dass Harry Potter ihn durch eine List befreit hatte. Und wie es den Anschein hatte, wusste auch Hermine davon und war offensichtlich nicht sonderlich erfreut darüber. Aber was kümmerte es Draco, Hauselfen dienten schon immer den Zaubererfamilien und er hatte es selbst nicht anders gelernt. Naja, so schlimm wie sein Vater behandelte er sie nicht, aber das ging Granger schließlich alles nichts an. Er schaute auf die Uhr an der Wand. „Granger, ich sags ja nur ungern, aber wenn wir nicht zu spät zum Unterricht kommen wollen, sollten wir uns langsam auf den Weg machen." Hermine sprang daraufhin auf: „Also, ich komme bestimmt nicht zu spät, Malfoy, aber du wohl schon!" Und mit diesen Worten war sie lachend, vorbei an Draco, aus der Wohnung gerannt. Leicht irritiert folgte er Hermine. Ein Lachen von ihr...

Die nächsten Tage verbrachte Hermine oft in der Bibliothek. Seit dem Streit mit Ginny hatte sie allgemein wenig mit anderen Leuten gesprochen. Harry und Ron hatten ihre eigenen Probleme, natürlich hauptsächlich mit den Bergen von Hausaufgaben. Ginny ging ihr sowieso aus dem Weg, was ja auch irgendwie verständlich war, wie Hermine fand. Eine Ausnahme bildete Draco Malfoy. Bei ihm ließ es sich für sie nicht vermeiden, ihn fast täglich mehrmals zu begegnen. Schließlich bewohnten sie eine gemeinsame Wohnung, in der sie also sogut wie jeden Abend mehrere Stunden über die unterschiedlichsten Dinge diskutierten.

Man, das ist doch zum verrückt werden. Soviel Gefühlschaos kann doch kein Mensch auf einmal aushalten, dachte sich Hermine und ließ den Kopf müde auf das Buch vor sich sinken. „Kann man dir irgendwie helfen?", von einer Stimme aus den Gedanken gerissen, blickte sie auf. Sean hatte auf dem Platz ihr gegenüber Platz genommen. Sie musste lächeln. Genau wie Viktor Krum damals immer. „Nein, nein, ich glaube mir ist nichtmehr zu helfen, Sean." „Hmm, hast du es dir überlegt? Ich meine, das mit uns." „Weißt du, Sean, ich mag dich wirklich sehr sehr gerne, aber ich weiß nicht, ob das so funktionieren würde. Ich meine, wir sind so unterschiedlich und haben..." Weiter kam sie jedoch nicht, denn Sean war mittlerweile aufgestanden, hatte sie zu sich hochgezogen und küsste sie nun einfach. Das war zuviel für Hermine, sie versank völlig in seinen Armen und genoß diesen Kuss einfach.

„Ich... ich... tut mir leid... wollte nicht stören." Ginny wollte schon wieder gehen, als sie von Hermine aufgehalten wurde: „Hey, warte doch." Hermine wusste nicht ganz, wie sie anfangen sollte. „Ich... Du... Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Das was ich gesagt habe, meinte ich nicht so, es tut mir einfach leid." Nun fühlte sie sich um einiges erleichtert. „Hmm, ist schon ok, Mia. Ich habe dich ja eigentlich auch gesucht, um mich zu entschuldigen. Ich meine, wenn du wirklich glücklich bist mit ihm..." Ginny schaute an Hermine vorbei: „Nichts für ungut, Sean." Und wand sich wieder Hermine zu: „Dann bin ich auch glücklich, du bist immerhin meine Freundin." „Oh, danke, Ginny, das bedeutet mir echt viel." Freudig umarmten sich die beiden. „Und ich drücke dir ganz doll die Daumen, dass das mit Harry bald klappt, wirklich." Sie lächelte ihre rothaarige Freundin aufmunternd an. „Naja, lass euch dann mal wieder allein, bis morgen also. Ciao, Mia."

Hermine drehte sich, nachdem Ginny wieder gegangen war, zu Sean um. „Alles nun geklärt?", fragte dieser. „Joah, ich denke schon." „Naja, ich muss leider auch schon wieder los." Er blickte in das entäuschte Gesicht Hermines. „Komm schon, wir sehen uns ja morgen wieder." Und ehe sie sich versah, hatte er ihr noch einen kurzen Kuss gegeben und war dann ebenfalls hinter einem Regal verschwunden.

„Du weiß schon, dass ich dir jetzt eigentlich Punkte abziehen müsste, Zabini?" Draco grinste seinen Freund an, dem er soeben auf seinem Rundgang durch die Schule begegnet war. Dieser grinste nur zurück. „Du müsstest, wirs es aber nicht tun, weil wir erstens Freunde sind und zweitens weil wir auch noch im gleichen Haus sind, ich kenn dich doch." Beide fingen an zu lachen. „Aber mal im Ernst, was machst du so spät noch draußen?" „Naja, hatte die Zeit in der Bibliothek vergessen und bis ich in den Kerkern bin, ist halt auch schon Speerstunde." „Was war denn so wichtiges in der Bibliothek? Bist ja in letzter Zeit ganz schön oft dort." „Draco, Draco, es gibt Dinge, die gehen sogar einen Prinzen von Slytherin nix an." Draco gefiel die Geheimnistuerei seines Freundes eigentlich weniger, aber was sollte es schon, irgendwann würde er es wohl eh herausfinden oder Blaise würde es ihm von alleine sagen. „Verschwinde einfach, du Idiot, sonst ziehe ich dir noch wirklich Punkte ab, streite dann einfach alles ab und schiebe es auf Granger." „Dann machs mal gut, Malfoy, noch viel Spaß." Und schon verschwand Blaise Zabini im Dunkeln des Korridors.

Draco war gerade erst wieder ein paar Schritte gegangen, als er ein Geräusch hörte. Vorsichtig schaute er um die nächste Ecke und ehe er sich versah, stand er ihr gegenüber. Lange blonde Haare fielen ihr über die Schulter und blaue Augen blickten in seine eisgrauen. „Hi, ich bin Claire Armstoune. Du musst Draco Malfoy sein, habe schon viel von dir gehört. Und eigentlich habe ich genau dich gesucht..."