Na, ihr. Da bin ich wieder mit einem neuen Kapitel und das schon nach so kurzer Zeit. Auch wenn mir der Anfang diesmal wirklich überhaupt nicht gefällt, naja, ist es doch halt wieder so saulang geworden, bin selbst von mir ein wenig überrascht. Danke auch wieder für diese lieben Reviews, jetzt fehlt mir ja nur noch eins, dann hab ich die 50 voll :D. An Dramine: Also so wollte ich das halt nicht schreiben, auch wenn die Idee an sich ja gar nicht so schlecht ist, aber in meiner Story müssen sie halt erst langsam merken, dass ihre jetztigen Partner nichts für sie sind. Hoffe, du liest die Geschichte auch so gerne weiter. Weiter danke auch an kurai91, aleksandramalfoy und crazylolly14. Bleibt bitte weiter so treu, das freut mich ungemein. Viel Spaß jetzt also:
Kapitel 15:
Versetzt!
Es war noch recht früh am Morgen, doch Hermine konnte nicht mehr schlafen. Interessiert schaute sie stattdessen den Schneeflocken zu, die draußen vor ihrem Fenster herumwirbelten. Das ist der erste Schnee für dieses Jahr, wäre ja schön, wenn das bis Weihnachten anhalten würde, dachte sie sich, schwang sich nun aber aus dem Bett, zog sich einen Morgenmantel an und ging runter ins Bad. So früh würde Malfoy ausnahmsweise sicher einmal nicht nerven.
Kurze Zeit später ging Hermine runter in die Große Halle, um etwas zu frühstücken, war jedoch nicht sonderlich überrascht, dass bisher kaum Leute an den Tischen saßen, schließlich war es noch recht früh. Aber sie freute sich, als sie Ginny mit einer Tasse Kakao am Gryffindortisch sitzen sah. „Morgen, Ginny. Warum so früh wach?", begrüßte sie ihre beste Freundin. „Hmm, das gleiche könnte ich dich ja auch fragen, wenn ich nicht wüsste, dass du fast jeden Morgen so früh wach bist. Naja, Lavender ist jedenfalls heute morgen fast ausgerastet, als sie den Schnee gesehen hat und kurz darauf waren alle Mädchenschlafsäle geweckt. Aber so richtig wach bin ich trotzdem noch nicht wirklich.", beendete Ginny ihre Antwort. „Sieht man dir auch an." Hermine grinste sie nun an, doch nur ein müdes Lächeln kam zurück.
„Habt ihr übrigens toll gemacht... Also ich meine die Dekoration des Schlosses. Hatte mir gar nicht vorstellen können, dass Malfoy oder die Vertrauensschüler von Slytherin da überhaupt mitmachen würden.", beendete Ginny kurze Zeit später die Stille. Hermine überlegte kurz: „Naja, haben sie eigentlich auch nicht wirklich, aber, ich meine, sie waren schließlich in der Unterzahl und helfen mussten sie so oder so, da war selbst Snape nicht zu überzeugen, auch wenn sie es versucht hatten." Die Schulsprecher und Vertrauensschüler hatten in den letzten paar Wochen das Schloss angefangen zu schmücken und mittlerweile gab es kaum noch einen Korridor, von dem kein Glitzer von der Decke regnete oder Weihnachtskugeln und Tannenzweige durch die Gegend schwebten. Der Weihnachtsball war auch sogut wie fertig organisiert, den Rest, also das Schmücken des Ballsaales, würden letztendlich die Lehrer übernehmen.
Dieses Wochenende, das letzte vor Weihnachten und dem Ball, war wieder ein Ausflug nach Hogsmeade geplant und wirklich jeder Schüler war in vorweihnachtlicher Stimmung. Also war es kein Wunder, dass alle, die die Möglichkeit hatten, an diesem Ausflug teilzunehmen, sich darauf freuten, schließlich mussten noch letzte Geschenke gekauft oder die endgültigen Verabredungen zum Ball getroffen werden. „Naja, ich muss dann wieder los. Wollte noch schnell ein Buch ausleihen. Bis später, Ginny.", mit diesen Worten stand Hermine auf und wollte gehen, hörte aber noch ein „Wir treffen uns mit Harry und Ron dann für Hogsmeade am Treffpunkt, ja!" hinter sich herrufen. „Jap, ich bin dann da.", rief sie noch zurück, ehe sie aus der großen Halle lief. Auf dem Weg zur Bibliothek kamen ihr einige fluchende Schüler entgegen, die verzweifelt versuchten, sich Glitzer aus den Haaren zu schütteln. Hermine konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Harry, Ron und Ginny warteten schon auf sie, als sie die Treppen heruntergerannt kam. „Tut mir leid, hatte noch was zu erledigen.", meinte sie entschuldigend. „Schon ok, können wir dann los?", fragte Harry und als alle zustimmten, machten sie sich auf den Weg über die Länderein zum beschaulichen Dorf Hogsmeade. Ron und Harry unterhielten sich natürlich wieder über ihr Lieblingsthema: Quidditch. Und obwohl Ginny auch mit größter Leidenschaft diesem Sport nachging, zog sie es doch vor, sich mit Hermine zu unterhalten.
„Hmm, mir fehlen nur noch ein paar wenige Geschenke. Hast du eine Ahnung, was ich Harry schenken könnte?", als sie merkte, dass Hermine sie angrinste, fügte sie lieber noch hinzu: „Naja, ich meine, soll ja nur ne Kleinigkeit sein und nichts großes." „Ne, keine Ahnung, ich werde ihm wohl ein Buch kaufen, aber du findest sicher was, ähm, kleines." „Ich hoffe es einfach mal...", und ehe sie sich versahen, waren sie schon angekommen.
Fast die gesamte Schülerschaft hatte sich wohl aufgemacht ins Dorf, denn überall sah man den ein oder anderen Schüler umherflitzen mit letzten Geschenken unterm Arm, oder aber vereinzelte Grüppchen stapften über die verschneiten Wege, ehe sie im Honigtopf verschwanden. Hermine wollte zuerst natürlich zum Bücherladen und da die anderen drei sich lieber bei den süßigkeiten umschauen wollten, trennten sie sich.
Auch wenn sie nur eine halbe Stunde Zeit hatte, um die ganzen Besorgungen zu machen, war es für sie keine sonderlich große Schwierigkeit, denn Hermine hatte die Geschenke für ihre Eltern schon vor längerer Zeit gekauft und abgeschickt und für ihre drei Freunde würde sie jetzt wie immer Bücher kaufen gehen. Natürlich hielt sie es bei weitem länger als eine halbe Stunde in dem Laden aus, aber was sollte sie machen, sie war ja danach wieder verabredet.
Hermine hatte schon nach kurzer Zeit die perfekten Geschenke für Harry, Ron und Ginny gefunden, also blieb noch etwas Zeit, um in den vielen Bücherregalen für sich selbst ein wenig zu stöbern. Sie lief gerade die erste Reihe ab, als sie ein: „Draco, kommst du bitte mal. Was hälst du denn von dem hier, gefällt dir das?", hörte. Es kam aus der Reihe, wo sonst ihre Lieblingsbücher standen. Normalerweise war Hermine nicht neugierig, jedenfalls versuchte sie sich das schon seit ziemlich langer Zeit einzureden, aber dennoch interessierte es sie, mit wem Draco Malfoy da sprach, schließlich war es eine Mädchenstimme gewesen und nicht die von Pansy Parkinson, die sonst immer an Dracos Mantelzipfel hing. Doch als sie in ihrer Lieblingsregalreihe ankam, war diese verlassen. Nur ein Buch war offensichtlich schnell zurückgestellt worden und es war sogar ihr Lieblingsbuch „Hogwarts, Durmstrang & Beauxbaton- Geschichte dreier Schulen", sie hatte es selber und dieses auch schon hunderte Male durchgelesen, weil sie es so interessant fand. Und soetwas mag auch Draco Malfoy, oje, vielleicht sollte ich mal meinen Geschmack überdenken, dachte Hermine sich, wurde in ihren Gedanken aber unterbrochen. „Nein, tut mir leid, das ist eigentlich nicht so mein Fall." „Man, es ist echt nicht gerade leicht, dir ein passendes Geschenk zu kaufen!". Wieder unterhielt sich jemand mit ihrem Schulsprecherkollegen, bzw. es war wohl das gleiche Mädchen. Hermine schaute vorsichtig um das Bücherregal und konnte Draco neben der Tür bei den Auslagen stehen sehen. Neben ihm stand ein Mädchen, eingehüllt in einen langen Mantel und die scheinbar blonden Haare von eine Mütze bedeckt. Irgendwie kommt sie mir bekannt vor, woher kenn ich sie nur?, fragte sich Hermine, obwohl die Unbekannte mit dem Rücken zu ihr stand. Aber erneut wurden ihre Gedanken unterbrochen: „Hier bist du, ich habe dich schon im ganzen Laden gesucht. Harry und Ron warten auch schon." Sie drehte sich um und erblickte Ginny am Ende des Ganges. „Ja, ich...", als sie sich jedoch noch einmal umdrehte, sah sie, dass Draco und seine Begleiterin schon wieder verschwunden waren. „Ja, ich komme, Ginny." Gemeinsam gingen sie hinaus in die Kälte.
Eine dreiviertel Stunde später saß Hermine nun etwas abseits von dem Dorf und wartete auf Sean. Sie hatten sich verabredet, sie aber wollte vorher ersteinmal mit ihren Freunden gehen, schließlich war sie in letzter Zeit oft beschäftigt gewesen und wollte daher ihre Freundschaft nicht vernachlässigen und ihm war das relativ egal gewesen, ob sie sich erst dort treffen würden. Harry, Ron und Ginny hatten jeder auch noch zu tun und wollten dann später in die Drei Besen gehen und so nahm es ihr keiner übel, dass sie nicht mitging. Mittlerweile allerdings ärgerte sie sich, denn Sean war schon mindestens eine halbe Stunde zu spät und langsam wurde auch ihr kalt. Der warme Kakao in der Tasche, die sie mitgebracht hatte, blieb, dank Zauberei, noch heiß, aber ihr selbst ging langsam aber sicher die Wärme aus. Nicht schon wieder, bitte, lass mich nicht hängen. Lass Ginny und die anderen unrecht haben mit ihrem Urteil über dich, also tauch auf, Merlin nochmal, hoffte Hermine und rieb ihre Hände, die langsam vor Kälte zitterten.
Auch Draco machte sich langsam auf, zurück zum Schloss zu gehen. Allerdings sollte er vor dem Dorf warten, hatte Claire ihm gesagt. Ja, er war zusammen mit Claire auf diesen Ausflug gegangen. Wenn er so überlegte, hatten sie sich die letzten Wochen relativ häufig gesehen und er musste zugeben, dass sie sogar ganz ok war. Längst nicht so nervtötend wie Pansy und auch netter anzuschauen mit ihren langen, blonden Haaren und ihrer schmalen Figur. Und sie küsst ganz gut!, Draco konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Es war nicht wirklich das, was man Beziehung nennen konnte, aber nur eine Affäre war es wohl auch nicht. Scheinbar hatte sie jemand zum zuhören gebraucht, auch wenn es nicht lange beim zuhören geblieben war.
Blaise komischerweise fand Claire eine nicht sonderlich gute Wahl, was Draco wunderte, aber er meinte nur immer wieder, dass es ihm alles zu plötzlich ginge, erst die Trennung der beiden Gastschüler und dann jetzt diese neue Wahl auf Draco Malfoy fallend, den sicherlich sehr beliebten Jungen Slytherins. Er selbst konnte nicht so ganz Blaises Einstellung nachvollziehen, er fand Claire ganz ok. Sicher, sie hatte keine Ahnung, wie er wirklich war (sie hatte ihm ein Buch über rosa Pflanzen der Welt zu Weihnachten kaufen wollen), aber wer wusste das schon? Das einzige was er wohl vermisste, selbst wenn er es nicht wirklich zugeben würde, waren die Diskussionen mit Hermine Granger. Auch wenn sie eine Muggelgeborene war, war sie ihm ebenbürtig, zumindestens von ihrer Intelligenz und Schlagfertigkeit her, denn dumm war sie, nunja, definitiv nicht. Und obwohl sie Potterfreundin und Weaselby-Bekannte war, hatte er schon mitbekommen, wie sie ihm manchmal zustimmte und seine Meinung verteidigte. Und nun sah er sie, wie sie alleine auf einer Bank saß, umgeben von der Schneelandschaft, weit und breit keiner ihrer Freunde anwesend.
„Na, Granger, haben Potter und Co. Endlich verstanden, dass sie deiner Gesellschaft überdrüssig geworden sind?". Hermine blickte auf und sah Draco Malfoy auf sich zuschlendern. „Nun, Malfoy, ich denke wohl eher nicht, schließlich hat nicht jeder solche falschen Freunde wie du." Dieser beschloss ihre möglicherweise doch sehr treffende Bemerkung einfach zu ignorieren: „Was machst du eigentlich hier, Granger?" Er sah ihre schon vor Kälte leicht blau angelaufenen Finger, die zitterten. „Warten.", war ihre schlichte Antwort. „Und du? Was machst du hier?" Jetzt grinste Draco sie an: „Warten." Und setzte sich neben sie auf die Bank.
Eine Weile saßen sie schweigend nebeneinander und Draco sah aber, dass Hermine immer wieder auf ihre Uhr schaute. „Hat der Idiot dich versetzt?", fragte er sie also einfach gerade hinaus. „Ich... wie...er..", stotterte sie allerdings nur, hatte sich aber schnell wieder gefasst: „Ich wüsste nicht, was dich das angeht, Malfoy!" Und dabei rieb sie sich immer wieder die Hände, die, so kam es ihr vor, jeden Moment abfallen müssten. Draco betrachtete sie von der Seite und stellte dabei fest, dass sie wohl schon länger hier sitzen musste: Oh man, was will ein Mädchen bloß mit einem Typen, der sie ewig in der Eiseskälte warten lässt? Draco konnte es sich einfach nicht mehr mit ansehen, er holte seinen Zauberstab unter seinem Mantel hervor und richtete ihn auf Hermines Hände. „Hey, was machst du da?", schnell zog sie ihre Finger weg. „Man, Granger, jetzt stell dich nicht so an, oder sollen deine Hände etwa erfrieren?", vorsichtig streckte sie ihre Hände aus, die Draco sogleich in die seinen nahm und einen Zauberspruch murmelte. Keine Sekunde später spürte Hermine, wie eine wohlige Wärme durch ihre Finger und letztendlich durch ihren ganzen Körper lief. Dabei vergaß sie, dass ihre Hände noch immer in denen von Draco lagen und als ihr dies bewusst wurde, zog sie sie eilig weg und eine leichte Röte erschien auf ihren Wangen. Draco musste grinsen.
Unerwartet sprang Hermine plötzlich auf: „Ja, eigentlich denke ich auch, dass er nicht mehr kommt. Ähm, danke, Draco. Hier! Für dich und naja, wen auch immer." Und mit diesen Worten drückte sie ihm den Korb mit dem heißen Kakao in die Hand, lief um die Bank herum und ließ einen überraschten Draco zurück, jedoch nicht, ohne nicht vorher noch schnell einen Schneeball zu formen und ihn ihm von hinten an den Kopf zu werfen.
Von dem Schneeball getroffen drehte sich Draco blitzartig um, war aber nicht schnell genug, sodass sein Schnee Hermine, die lachend hinter die Bäume gesprungen war und nun zum Schloß hochrannte, verpasste. Immer dieses Lachen von ihr...
„Oh, Draco, das ist ja so süß von dir. Du hast uns heißen Kakao besorgt." Claire ließ sich neben ihn fallen, drückte ihm einen leichten Kuss auf den Mund, ehe sie den Kakao, den ihm Hermine gegeben hatte, nahm und anfing zu trinken. Er selbst nahm sich nun auch eine Tasse voll der dampfenden Flüssigkeit. Na, dann sag ich mal danke, Granger, und Prost!...
Achja, eh ich es vergesse, bin ab nächsten Mittwoch für knapp eine Woche im Urlaub und deswegen versuche ich vorher noch einmal zu updaten, zumal das nächste oder, wenn ich es aufteile, die nächsten Kapitel vom Weihnachtsball handeln. Also, ich bemühe mich und ihr lasst mir ein liebes Review da:D
