Hey, da bin ich schon wieder. Diesmal mitten in der Nacht geupdatet, weil es ein Deal war, dass ich es heute noch online bringe ;D. Naja, jedenfalls bin ich total überwältigt von euren lieben Reviews, es sind so wahnsinnig viele und vor allem habt ihr meinen Stil gelobt und das freut mich einfach so super wahnsinnig. Jedenfalls danke ich Abraxania (durch dich werde ich echt immer wieder zum Schreiben animiert, danke), Nuya Dex Genoveva Belle (danke für das 100ste Review und für das aufmerksame Lesen, sorry für den kleinen Fehler, passiert halt leider einfach ab und zu, aber dafür habe ich ja euch ;D ), indigo 111, jessica, mailinlovely, dramine, kurai91, deadnocta (danke für das Lob zu meinem Stil und natürlich die M&Ms ;D) und crazylolly14.
Nun noch einige Fragenbeantwortungen: Also ich baue Blaise einfach gerne ein, weil ich nicht glaube, dass Draco es lange mit Crabbe und Goyle ausgehalten hätte und deswegen habe ich Blaise als seinen besten Freund eingebaut. Eigentlich hatte ich nicht vor, dass er etwas von Hermine außer Freundschaft will, schließlich ist er Dracos Freund und will diesem nur helfen, doch mal sehen, was ich da noch raushole . In diesem Kapitel erfahrt ihr auch endlich, was es mit diesem Armband auf sich hat, ich hoffe, es ist ok so, was besseres ist mir nämlich als Erklärung nicht eingefallen.
Genießt jetzt das Kapitel und schreibte bitte ein Kommentar am Ende, darüber freue ich mich nämlich immer so super doll. Have Fun!
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Kapitel 23:
Schwarze Magie, nutzlose Bücher und unerwartete Wendung
Hermine stürmte, völlig aus der Puste vom schnellen Laufen durch die Gänge Hogwarts, in die Große Halle und kam letztendlich am Haustisch der Gryffindors, wo auch schon ihre drei Freunde saßen, zum Stehen.
„Morgen, Hermine. Warum bist du denn so in Eile?", fragte Harry verwundert. Ron nickte nur heftig mit völlig überfülltem Mund, sodass einzelne Essensreste auf dem Tisch landeten. Diese Geste sollte scheinbar aussagen, dass er vorgehabt hatte, die gleiche Frage, wie sein bester Freund zu stellen. Hermine verzog angeekelt das Gesicht.
„Ich hab nur kurz Zeit, muss gleich wieder los in die Bibliothek. Wollte nur schnell einen Kaffee trinken.", meinte sie, goß sich hastig eine Tasse ein, setzte sich dann doch kurz an den Tisch, nachdem sie Ginnys zweifelnden Blick gesehen hatte. „Ginny, ich muss wirklich in die Bibliothek."
„Hmm, dann werde ich dir das wohl einfach mal glauben. Aber überarbeite dich nicht gleich wieder, schließlich ist heute Samstag.", erwiderte nun ihre beste Freundin und widmete sich wieder ihrem Brötchen. Hermine trank genüßlich ihren heißgeliebten Kaffee, der hielt sie schließlich jeden Tag wach. Gelangweilt ließ sie ihren Blick über die Leute ihr gegenüber schweifen. Es überraschte sie eigentlich nicht, dass sie Ginny und Harry unter dem Tisch Händchen halten sah. Sie musste grinsen, denn es war schon lange kein Geheimnis mehr, dass sich ihre beiden Freunde mehr als nur mochten. Deshalb freute es sie ungemein, dass die beiden es endlich geschafft hatten und langsam begannen ihre noch sehr neue Beziehung in die Öffentlichkeit zu tragen.
„Naja, Leute, ich denke, dann werde ich mich mal langsam auf den Weg machen. Bis später." Sie nahm noch einen großen Schluck Kaffee, stellte die Tasse wieder auf den Tisch und verschwand dann Richtung Bücherei. Ginny konnte einfach nur den Kopf über ihre Freundin schütteln. Wer ging schließlich frühmorgens in die Bücherei, um an einem Samstagmorgen zu lernen? Aber von Hermine Granger war man soetwas mittlerweile ja schon gewohnt. Sie errötete leicht, als sie merkte, wie sich Harrys Hand sanft um ihre legte.
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Hermine kam in der Bibliothek und war überrascht, dass ihr Blaise Zabini von einem Tisch ein "Guten Morgen" zurief. Schnell antwortete sie ihm mit einem zurückgrüßenden „Morgen!", ehe sie schon an ihm vorbeirauschte und sich einer ganz bestimmten Abteilung zuwandte. Sie hatte jetzt keine Zeit für Gespräche, auch nicht mit jemandem wie Blaise, mit dem sie, auch für sie verwunderlicherweise, nette Gespräche führen konnte. Im Gegensatz zu einem gewissen anderem Slytherin.
Langsam schritt sie die Buchreihen auf und ab und las dabei die Titel der Bücher. „Verschlossene Türen und wie man sie öffnet" war nur einer der unzähligen Titel, die Hermine während ihrer Suche zu Gesicht bekam. „Das darf doch einfach nicht wahr sein, wo steckt dieses bescheuerte Buch." Wütend und demotiviert ließ sie sich kurze Zeit später auf einen nahen Stuhl fallen.
„Kann man dir irgendwie behilflich sein?" Blaise Zabini stand am Anfang der Regalreihe und schaute amüsiert zu Hermine.
„Wenn du ein Buch, was ich wirklich dringend suche, so aus dem Nichts hier her zaubern kannst, dann bitte. Das wäre mein Wunsch." Herausfordernd schaute sie ihn an.
„Sind wir heute wohl mit dem falschen Fuß aufgestanden, nicht! Oder hat dich der liebe Draco mal wieder ein wenig geärgert, wäre ja auch nichts ungewöhnliches eigentlich." Als er ihren ärgerlichen Blick auffing, schwieg er dann doch lieber zu diesem Thema. „Wie heißt denn dein so dringend benötigtes Buch? Vielleicht kann ich dir ja wirklich helfen." Er kam die Reihe entlang auf sie zu und bot ihr schließlich seine Hand an.
Sie nahm diese dankend an und ließ sich von ihm hochziehen. Wieder stehend versuchte sie sich an den Buchtitel zu erinnern. „Also es hat etwas mit dem Öffnen von Gegenständen zu tun. So kleine Dinge halt. Soetwas wie Schmuckstücke zum Beispiel." Bewusst versuchte sie dabei ihren Unterarm mit ihrem Umhang zu bedecken. „Ich glaube, dass es ähnlich wie „Öffnen von unlösbaren Dingen" oder so hieß." Verdammt, warum konnte sie sich nur nicht mehr an den Titel erinnern. Aber sie war sich sicher, so ein Buch schonmal in der Hand gehabt zu haben.
Blaise schaute sie nun skeptisch an. „Und du bist sicher, dass du es hier schon gesehn hast? Ich meine, was nicht da war, kann man auch nicht finden."
„Ich bin nicht bescheuert, Zabini, ok!"
„Alles klar, Granger, werde ich mir merken." Wobei er ihren Nachnamen besonders betonten, schließlich hatten sie sich vor wenigen Tagen das Du angeboten und bisher hatte sie ihn schon lange nicht mehr beim Nachnamen genannt. Hermine war das in diesem Moment jedoch egal, sie wollte nur dieses verdammte Buch finden. „Was ist nun? Kannst du mir helfen?"
Blaise widmete sich nun der Buchreihe, in der auch schon sie vergeblich danach gesucht hatte. Er lief langsam davor auf und hab, hielt den Zeigefinger gegen sein Kinn gepresst. „Lass mich mal überlegen." Er tat so, als müsse er angestrengt nachdenken und plötzlich, mit einem Griff zog er, nachdem er sich umgedreht hatte, ein dickes Buch aus der Reihe hinter sich, hielt es Hermine unter die Nase und grinste sie an. „Ist es das, was du suchst?"
„Das Öffnen von verschlossenen Dingen" stand auf dem Buchdeckel und Hermine war verwirrt. „Du hast gewusst, dass ich in der falschen Reihe suche?" Gespielt säuerlich haute sie ihm auf den Oberarm. „Du Blödmann, das hättest du mir auch mal sagen können." Und beide fingen plötzlich herzlich an zu lachen.
Unerwarten kam Blaise Hermine auf einmal näher. Kurz vor ihrem Gesicht stoppte er und tippte mit dem Finger auf das Buch, was Hermine an sich gedrückt festhielt. „Verrätst du mir auch, warum du dieses Buch gesucht hast? Wird schließlich nicht oft ausgeliehen. Beinhaltet viel dunkle Magie."
Sie war überrascht und auch leicht nervös. Es war ihr nicht direkt unangenehm ihn so nah bei sich zu haben, aber trotzdem störte sie auch etwas daran. Doch sie wollte niemanden ihre Unsicherheit merken lassen, also ging sie mit leicht rötlichen Wangen einen Schritt zur Seite und erwiderte ihm grinsend, während sie an ihm vorbeilief: „Ich wüsste nicht, was dich das angeht, Zabini." Wobei sie seinen Nachnamen nun ebenfalls betonte.
Sie war überrascht, als Blaise plötzlich nach ihrem Handgelenk griff und sie so vom gehen abhielt. „Jetzt komm schon. Bitte!", fragte er sie direkt in die Augen blickend.
„Ich will euch ja nicht stören, aber ich wollte eigentlich mit dir sprechen, Blaise. Wenn ihr zwei jedoch zu beschäftigt seid." Draco Malfoy zog skeptisch seine Augenbraue hoch. „Dann verschwinde ich mal lieber wieder und ihr könnt weiter euren Spaß haben."
Hermine und Blaise waren schnell auseinandergefahren, als sie Draco Malfoy gesehen und gehört hatten. Auf Hermines Wangen war wieder die Röte erschienen, wobei sie sich fragte, warum, schließlich war nichts schlimmes zwischen ihr und Blaise vorgefallen. Sie wusste, dass sie sich nichts vorzuwerfen hatte und seid wann war ihr etwas vor Draco Malfoy peinlich? Und trotzdem war es ihr unangenehm, dass er sie zwei so entdeckt hatte. Sie war es allerdings letztendlich, die als erste wieder zu Sinnen kam: „Ich... Malfoy, du brauchst nicht zu gehen, ich wollte eh gerade wieder zurück in mein Zimmer." Sie drehte sich zu Blaise Zabini, der nun grinsend im Gang stand, um. „Also machs gut, man sieht sich und danke nochmal!". Schnell verschwand sie hinter den Regalreihen aus der Bibliothek.
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Draco Malfoy war verdammt wütend. Nur leider wusste er selbst nicht so ganz genau warum. Allerdings wusste er ganz genau, gegen wen sich seine Wut richtete. Und zwar gegen Hermine Granger und Blaise Zabini, der sich sein bester Freund schimpfte. Sauer ließ er sich auf einem Stuhl, der an einem nahe gelegenen Tisch stand, nieder und blickte Blaise feindlich an.
Der kam nun ebenfalls zum Tisch, an dem auch schon Draco saß. „Beruhige dich, Kumpel. Es ist nicht so, wie es aussieht."
„Ach ja? Wie sieht es denn aus und wie ist es denn nun? Also für mich sah das ganz danach aus, als würdest du mit ihr, verdammt nochmal, flirten, oder seh ich da was falsch?"
„Es war zufällig so. Ich habe ihr bei der Suche nach einem Buch geholfen. Mehr nicht." Blaise schaute ihn mittlerweile immer noch grinsend an.
„Na dann. Was für ein Buch soll das aber bitteschön gewesen sein? Die Besserwisserin ist in dieser Bücherei förmlich zuhause, sie kennt hier alles perfekt. Warum sollte sie ausgerechnet deine Hilfe brauchen?" Langsam beruhigte er sich wieder. Immer noch wusste er nicht genau warum, aber er wollte glauben, dass da nichts zwischen seinem Freund und Hermine Granger gelaufen war. Erwartend schauter er Blaise also nun an.
„Hör zu." Blaise lehnte sich über den Tisch zu Draco rüber. „Hermine hat ein Buch gesucht, es aber nicht gefunden. Hey, auch dem größten Besserwisser passiert es mal, dass er etwas nicht weiß. Ich hab ihr wirklich nur geholfen, dieses Buch zu finden, schließlich wusste ich gleich, wo es war." Er erkannte, dass sein Freund immer noch etwas skeptisch war. „Es war wirklich nicht mehr. Ich habe sie dann nur noch gefragt, für was sie dieses Buch braucht. Es enthält nämlich viele Informationen unter anderem auch über schwarze Magie und solche Sachen, die normalerweise nicht für Leute wie Hermine bestimmt sind." Wo er jetzt so darüber sprach, fing Blaise wirklich an sich darüber zu wundern, was die Schulsprecherin mit diesem Buch wollte.
„Wie hieß das Buch denn, was sie gesucht hatte?" Auch Draco interessierte es langsam, was für ein Buch Hermine Granger da ausgeliehen hatte. Blaise hatte ihn neugierig gemacht.
„Das Öffnen von verschlossenen Dingen", wird nicht oft ausgeliehen, vor allem, weil es sich auch hauptsächlich mit der Schwarzen Magie befasst. Ich frage mich, für was sie dieses Buch benötigt. Weißt du es vielleicht, Draco?", fragend schaute er seinen besten Freund an.
Dieser wusste nicht, was er antworten sollte. Er hatte die Vermutung, dass es etwas mit dem Armband von Sean zu tun haben könnte. Aber das wollte er sie lieber schon selbst fragen, außerdem musste er sie vor diesem Buch warnen. Wenn es wirklich soviel über Schwarze Magie enthielt, konnte er nicht sicher sein, dass sie sich gut genug damit auskannte. Falscher Umgang mit diesen bösartigen Kräften konnte gefährlich für die junge Hexe werden. Und so sehr er sich innerlich auch dagegen stäubte, er wollte nicht, dass Hermine Granger irgendwas geschah. Lebendig gefiel sie ihm definitiv besser als unter den Toten, auch wenn das bestimmt nicht sein Vater hören durfte. Die Todesser waren schließlich schon lange genug hinter ihr her, da sie die beste Freundin von Harry Potter ist.
Eilig stand er von seinem Platz auf, was ihm ein erstauntes „Hey!" von Blaise einbrachte. „Weißt du jetzt, was sie damit wollte?"
„Ähm, nicht wirklich, aber mir ist grad noch etwas eingefallen, was ich noch dringend in meinen Aufsatz für Snape schreiben muss. Also bis später!" Er wollte gehen.
„Alles klar, Draco. Dann schreib mal deinen Aufsatz fertig. Und ich denke allerdings, dass du dir gefälligst langsam mal klar über deine Gefühle zu dieser sogenannten „Besserwisserin" klar werden solltest. Lange sehe ich mir das nämlich nicht mehr mit an. Also mach endlich was!" Und mit diesen Worten erhob sich auch Blaise von seinem Stuhl.
Draco war etwas überrascht über die doch sehr deutlichen Worte seines Freundes, allerdings hatte er jetzt wichtigeres zu tun. So drehte er sich um und verschwand, wie einige Minuten zuvor schon Hermine, hinter den Regalreihen.
Dass ihm Blaise noch die Frage, was er nun eigentlich mit ihm besprechen wollte, hinterher rief, hörte er schon gar nicht mehr, so eilig hatte er es, zurück zu der gemeinsamen Schulsprecherwohnung zu kommen.
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Draco Malfoy war auf der Suche nach seinem besten Freund gewesen, weil er mit ihm über seinen Vater sprechen wollte. Es irritierte ihn langsam, dass sein Vater immer noch nicht nach Hogwarts gekommen war, um ihn abzuholen. Auch wenn er nicht gerne für ein paar Tage nach Malfoy Manor zurückkehrte, schließlich wusste er nicht, was ihn dort erwarten würde, jedoch war für ihn diese Ungewissheit noch unerträglicher. In diesem Moment allerdings dachte er weniger an seinen Vater, sein einziger Gedanke, auch wenn er sich selbst dafür hasste, hing an Hermine Granger, die möglicherweise gerade zu dieser Zeit versuchte, mit dieser bescheuerten Schwarzen Magie ihr Armband zu öffnen.
Außer Atem kam er bei der Schulsprecherwohnung an. Er hasste sich dafür, dass er sich Sorgen um sie machte. Im Prinzip war sie, nach seinen früheren Wertvorstellungen, nichts weiter als ein Schlammblut. Eine Hexe, die von Muggeln abstammt.
„Granger?" Vorsichtig rief er ihren Namen in den Raum hinein, doch niemand antwortete. Wo war sie nur?
„Hey, ich hab dich schon überall gesucht. Es gibt Mittagessen unten und da wollte ich dich vorher abholen." Zwei Arme umschlossen plötzlich Dracos Oberkörper und an der Stimme konnte er erkennen, dass es sich um Claire handelte.
„Hi, ich.. ähm..." Was sollte er ihr sagen? Dass er nach Hermine Granger Ausschau hielt, Claire konnte sie nicht leiden und früher hätte er es vielleicht verstanden, aber mittlerweile hatte sich wohl einiges geändert. Sollte Blaise vielleicht Recht haben? Ehe er sich jedoch weiter darüber Gedanken machen konnte, wurde er von Claire aus dem Raum gezerrt und gemeinsam betraten sie kurze Zeit später die Große Halle, die schon voller Schüler war, die sich ihrem Mittagessen widmeten.
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Draco hatte Hermine beim Mittagessen mit ihren Freunden gesehen. Es beruhigte ihn, auch wenn es ihn immer noch ärgerte, dass er sich um seine, früher verhasste Schulsprecherkollegin sorgte. Er sah, dass sie immer noch das Armband trug, auch wenn sie immer wieder versuchte, es mit ihrem Umhang zu verdecken. Fast musste er sogar über sinnlosen Versuche grinsen, doch das verging ihm schnell, als er merkte, dass Claire ihn wohl noch den restlichen Tag beanspruchen wollte.
Sie wollte gemeinsam mit ihm den Nachmittag in seiner Wohnung verbringen. Naja, eigentlich war es auch Hermines Wohnung, doch das interessierte Claire relativ wenig. Kaum, dass sie den Raum betreten hatten, machte sie ein Feuer im Kamin und nahm sich ein Buch, was auf dem Tisch gelegen hatte. Draco erkannte, dass es Hermines Bücher waren, die noch vom letzten Lernen auf dem Tisch liegen geblieben waren.
„Und sowas liest die? „Magische Geschöpfe früher und heute", „Seltene Artefakte und ihre Bedeutung", bla bla bla. Wie langweilig. Hat die nichts besseres zu tun?" Weit von sich gestreckt hielt Claire das Buch, was sie als erstes in die Hand genommen hatte.
Draco hatte keine Lust ihr darauf zu antworten, schließlich würde er dann zugeben, dass für ihn diese Buchtitel sehr wohl interessant klangen, aber das würde gleichzeitig bedeuten, dass er vor Claire sagen würde, dass er und Hermine Granger den gleichen Buchgeschmack hatten. Also ersparte er sich seine Antwort und zuckte stattdessen mit den Schultern.
Schnell nahm er sich Buch „Die schrecklichsten Flüche und ihre Gegenflüche", was er ja von seiner Freundin zu Weihnachten bekommen hatte, zur Hand und setzte sich aufs Sofa. Er hatte keine große Lust, sich weiterhin das nervtötende Hergeziehe von Claire über Hermine anzuhören. Also tat er so, als wäre er ganz plötzlich total in sein Buch vertieft.
„Hmm, wenn du nicht reden magst, ok!" Gelangweilt setzte sie sich neben ihn und las nun doch in einem von Hermines Büchern, wie Draco aus dem Augenwinkel sehen konnte, wobei sie dabei immer wieder ihre Augenbrauen skeptisch hob.
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Hermine war früher als viele der anderen Schüler vom Tisch aufgestanden und hatte sich sofort in ihr Zimmer begeben. Sie war ungeduldig und wollte sich so schnell wie möglich daran machen zu versuchen ihr Armband zu öffnen.
Harry und Ginny hatten sie nach dem Zwischenfall in der Bibliothek aufgegabelt und gezwungen, noch mit in den Gemeinschaftsraum zu kommen, ehe sie dann letztendlich direkt zum Mittagessen gegangen waren und sie nicht einen Moment Zeit gehabt hatte, in das Buch reinzuschauen. Umso eiliger hatte sie es also jetzt.
Nach einiger Zeit merkte sie jedoch, dass sie keine Lösung für ihr Problem in diesem Buch finden würde. Es graute ihr davor, die zahlreichen Sprüche der Schwarzen Magie anzuwenden. Und als sie einen Spruch ausprobiert hatte, sprang der Zauber zurück und flog in ihrem Zimmer umher, ehe er eine Vase zu Bruch gehen ließ. Einige Perlen des Armbandes hatten sich schwarz gefärbt und nachdem sie ein genervtes „Reparo" gemurmelt hatte, ließ sie sich erschöpft auf dem Bett fallen. Langsam, aber sicher, fing sie an, sich Sorgen zu machen. Was wäre, wenn sie das Band nie mehr abbekommen würde?
Sauer auf sich, das Buch, dass ihr nicht helfen konnte und natürlich Sean, verließ sie ihr Zimmer. In ihrer Wut bemerkte sie gar nicht, dass noch Draco und Claire im Raum anwesend waren, als sie die Treppen runterstieg. Wütend schmiss sie das Buch auf den Tisch.
„Na na na, Granger. Nunmal nicht solche Wutausbrüche, bitte." Erschrocken drehte sie sich um und sah einen grinsenden Draco Malfoy auf dem Sofa sitzen, neben ihm schaute sie eine miesgelaunte Claire an.
„Tschuldigung. Ich... ich bin schon weg." Und so plötzlich wie sie in das Wohnzimmer gekommen war, war Hermine Granger auch schon wieder verschwunden.
„Dummes Schlammblut!" War das einzige Kommentar, was Claire dazu sagte.
Draco jedoch stand auf, näherte sich dem Tisch und nahm das Buch, welches Hermine wenige Sekunden zuvor weggeworfen hatte, in die Hand. Es war das Buch, von dem ihm Blaise erzählt hatte, doch warum warf sie es weg? Sollte es ihr nicht helfen?
Claire stellte sich nun neben ihn. „Na? Ist sie mittlerweile von ihren eigenen Büchern genervt? Wundern würde es mich ja nicht, sind echt öde." Und schon schmiss sie das Buch, was sie unerlaubterweise gelesen hatte, zurück auf den Stapel. „Hier, dein Buch, ich..." Doch ehe sie weitersprechen konnte, wurde sie von einem wütenden Draco unterbrochen.
„Jetzt halt doch mal die Klappe, du nervst langsam."
„Wa...? So kannst du nicht mit mir umspringen, Draco. Ich bin deine Freundin. Und ich werde erst wieder mit dir reden, wenn du dich entschuldigt hast." Und mit diesen Worten knallte sie sein Buch auf die Tischplatte, drehte sich um und verschwand wutentbrannt aus dem Raum.
Draco atmete hörbar auf. Endlich Ruhe. Zufällig blieb sein Blick auf seinem Buch, was Claire ihm gerade „zurückgegeben" hatte, heften. Das glaube ich jetzt nicht. Da war eindeutig das Armband, welches Hermine an ihrem Handgelenk trug, abgebildet.
Das magische Armband von Sarovina.
Wurde 1605 dadurch verflucht, dass der Herrscher Ivanov seine Frau ewig an sich binden wollte und einen Fluch auf dieses Armband legte. Sobald Sarovina versuchen wollte, es von ihrer Hand zu lösen, würde der Herrscher dies mitbekommen und konnte sie dadurch strafen. Nur durch einen Gegenfluch zu lösen, ansonten nicht zu öffnen.
Weiter konnte Draco nicht lesen, denn der Gegenfluch war so verwischt, dass er sich nun hinsetzte und angestrengt versuchte, die Buchstaben zu entziffern.
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Hermine hatte sich auf den Steg, der auf den See hinaus führte, gesetzt und schaute nun nachdenklich über das Wasser. Wo sollte das alles noch hinführen? Sie bekam dieses Armband nicht mehr ab, Sean lauerte ihr immer wieder auf und Draco Malfoy würde sie nicht immer beschützen können. Bei Merlin, jetzt dachte sie schon wieder an diesen Idioten. Es ärgerte sie, schließlich waren es früher Harry und Ron gewesen, die sie beschützt hatten, wenn sie es nicht alleine geschafft hatte und nun war es immer wieder Draco Malfoy gewesen. Die Welt fing langsam aber sicher an, verrückt zu werden. Hermine schüttelte traurig den Kopf.
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Sie hörte plötzlich die Bretter des Steges knarren und drehte sich erschrocken um. Sie war überrascht dort Draco stehen zu sehen. „Wa... was machst du hier?"
„Ich habe dich gesucht, Granger. Ich wollte dir was wichtiges erzählen, was dich interessieren dürfte." Er setzte sich neben sie. Sie hatte ihre Schuluniform gegen eine normale Jeans und einen Pulli eingetauscht, wobei sie ihre dicke Winterjacke drüber gezogen hatte. Sie sah ganz niedlich aus, wie er fand, vor allem, weil sich ein paar Schneeflocken in ihren Haaren verfangen hatten. Unweigerlich musste er lächeln.
„Ich bin überrascht, dass du mir sogar bis hier draußen folgst, um mir ja ach so wichtige Dinge zu erzählen. Warum lachst du so?" Hermine war es nicht gewohnt einen Malfoy lächeln zu sehen, jedoch konnte sie nicht anders, als sein Lachen zu erwidern.
„Und warum lachst du jetzt, Granger?", fragend, aber immer noch mit einem leichten Grinsen auf den Lippen, schaute er sie an.
„Naja." Sie zeigte mit ihrem Finger auf seine Haare. „Du hast da jede Menge Schneeflocken in den Haaren hängen." Draco schüttelte sich wie auf Kommando und die Schneeflocken flogen durch die Luft.
„Du aber auch, Granger. Warte, ich mach sie dir weg!" Und schon strich er ihr vorsichtig durchs Haar, darauf bedacht, die Flocken wegzutragen.
Hermines Wangen färbten sich rötlich, als ihr bewusst wurde, was sie da gerade mit Draco Malfoy tat, doch sie konnte einfach nicht die Augen von ihm abwenden, wie er ihr vorsichtig durch die Haare strich. Unerwartet erwiderte er ihren Blick und braune Augen stießen auf eisgraue, wie damals beim Zusammenstoß am Bahnhof. Und diesmal blieb auch die Wärme in seinen Augen. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würden sich ihre beiden Gesichter einander nähern, doch Hermine zwang sich, ihren Blick abzuwenden.
„Glaub mir, ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich einmal mit dir hier sitzen würde und über soetwas wie Schneeflocken in den Haaren lachen würde." Sie schien nachdenklich.
Und glaub du mir, Granger, dass es mir genauso geht, dachte sich Draco, sprach seine Gedanken dann aber doch nicht aus. Er schaute nun, wie sie, hinaus auf den an einigen Stellen zugefrorenen See.
„Wenn du nicht so oft ein solch großer Idiot wärst, könnte ich mir fast vorstellen, mich mit dir anzufreunden." Wage lächelte sie ihn, gab ihm einen kleinen Klaps auf den Oberarm, ließ dann, zu Dracos großer Überraschung, ihren Kopf auf seiner Schulter nieder und atmete hörbar aus.
„Hör mal, Granger.", fing Draco nun an.
Hermine hob ihren Kopf schnell von seiner Schulter. Was war nur in sie gefahren? Für einen Moment hatte sie sich so unglaublich wohl gefühlt an seiner Seite und einfach nicht anders gekonnt. Sie war erschöpft von dem vielen Zaubern in ihrem Zimmer, dass sie den Kopf müde an seine Schulter gelegt hatte. Sie wurde rot.
Draco sah die Röte in ihr Gesicht steigen und er musste erneut lächeln. Es sah, seiner Meinung nach, süß aus, wie ihr so schnell Dinge peinlich wurden. Auch musste er zugeben, dass es ihm gefallen hatte, ihren Kopf an seiner Schulter zu spüren. Er hatte sich letztendlich zusammreißen müssen, nicht den Arm um sie zu legen.
„Es ist echt schrecklich, Granger, dass du so schnell rot wirst. Dir sind die Sachen viel zu schnell peinlich in letzter Zeit, meinst du nicht?" Er lachte sie an.
In ihre braunen Augen kehrte die Freude zurück. „Und ich finde dich viel netter, wenn du so lachst. Solltest du öfters tun." Und auch sie fing an zu lachen, wobei ihre Hand nun zufällig seine berührte.
Wieder trafen sich ihre Augen und diesmal versanken sie endgültig in denen des anderen. Ihre Köpfe näherten sich unerwartet und einen kurzen Moment später, als beide wie abgesprochen die Augen geschlossen hatten, spürte Draco Hermines Lippen auf den seinen. Sie waren warm und weich, wie er feststellte und am liebsten hätte er sie eganz nah zu sich gezogen.
Doch so plötzlich und unerwartet wie der Kuss entstanden war, hörte er auch wieder auf. Nervös zupfte Hermine nun eine lose Haarsträhne hinter ihr Ohr und biss sich leicht auf die Lippen. Draco konnte nichts in ihren Augen lesen, aber dass sie durcheinander war, dass sah er auch so. Ihm ging es ja nicht anders. Was war hier denn gerade passiert? Er hatte Hermine Granger, die besserwisserische Ich-weiß-alles-besser und Potter-Freundin, geküsst. Und es hatte ihm sogar gefallen. Nervös fuhr auch er sich durchs Haar. „Granger, ich..."
Doch er wurde unterbrochen. „Hörst du das auch? Da schreit doch jemand um Hilfe." Hermine schaute sich neugierig um, war aufgesprungen und rannte nun über den Steg zur Wiese Richtung verbotenem Wald.
Auch Draco sprang nun auf und rief ihr noch ein „Hermine, warte doch." hinterher, doch sie war schon zu weit weg, als dass sie ihn hätte hören können. Also rannte er ihr nun hinterher. Sie war 200 Meter vor ihm und rannte weiter auf den Wald zu, als Draco zu seiner Rechten einen Schatten, der vom Schloss kam, bemerkte. Dieses Etwas bewegte sich auf einem Besen vorwärts und zielte genau auf Hermine, wie Draco zu seinem Schrecken erkannte. Immer schneller kam dieser jemand mit seinem Besen auf das Mädchen zu und Draco rief noch ein „Pass auf!", doch es war zu spät.
Der Schatten mit dem Besen erfasste Hermine und zog sie zu sich auf den Besen. Kurz schwankte dieser, da er das plötzliche zusätzliche Gewicht nicht gewohnt war, fasste sich dann aber wieder und flog geradewegs am Verbotenen Wald vorbei zu den Grenzen Hogwarts.
Dracos Herz setzte einen Moment aus. Das durfte doch nicht wahr sein, vor seinen Augen wurde Hermine Granger entführt. Das Mädchen, dass er verdammt nochmal, sehr mochte. Schnell rief er „Accio Besen" und rannte dabei allerdings weiter hinter Hermine und ihrem Entführer hinterher. Das Summen an seinem Ohr sagte ihm, dass sein Besen neben ihm erschienen war und schnell sprang er auf.
Er hatte den Vorteil eines durchtrainierten Quidditchspielers und so konnte er die beiden relativ schnell einholen. Er sah, dass sich Hermine gegen ihren Entführer wehrte. Und nun erkannte er auch, wer es war, der sie da auf den Besen gezerrt hatte. Sean, dieser widerliche...
Ehe er sich jedoch die richtige Beschimpfung ausdenken konnte, nahm er erschreckend war, dass Hermine sich gegen ihn zur Wehr gesetzt hatte, er sie aber, durch ihre vielen Faustschläge gegen seinen Körper, nicht mehr länger halten konnte. Ein Schrei ertönte und schon fiel Hermine vom Besen ihres Entführers. Draco musste schnell reagieren. Er senkte seinen Besen und flog nun fast senkrecht auf den Boden zu. Dabei sah er die vor Schreck weit geöffneten Augen Hermines. Ich darf nicht zulassen, dass ihr etwas passiert.
Einige Meter über dem Boden konnte er unter sie fliegen, sodass sie mit voller Wucht in Dracos Armen landete. Er atmete erleichtert auf, denn er hatte sie gerettet. Langsam steuerte er den Besen Richtung Boden und kurze Zeit später konnte er sie absetzen.
Kaum, dass Hermine den Boden unter ihren Füßen spüren konnte, gaben auch schon ihre Beine nach und sie brach zusammen. Draco stieg ebenfalls vom Besen und kniete nun vor ihr. Tränen liefen über ihr Gesicht, sie zitterte und sie konnte kaum sprechen: „Ich... ich... ich hatte solche Angst. Ich dachte, ich würde sterben." Weinend lehnte sie sich an seinen Oberkörper.
„Es ist gut, du bist in Sicherheit. Dir wird nichts passieren. Ich verspreche es dir." Ruckartig stand Draco auf, denn er hatte gesehen, wie Sean mittlerweile einige Meter weiter ebenfalls gelandet war: „Du... was hast du eigentlich vor. Wie kannst du nur..." Wütend packte er sein Gegenüber am Kracken, doch dieser lächelte ihn nur unberührt an.
„Ich denke nicht, dass du etwas Unüberlegtes tun solltest, mein Sohn. Er ist auf unserer Seite!", hörte man plötzlich eine kalte Stimme über die Wiese, auf der sie sich befanden, hallen.
Verwirrt drehte sich Draco um, allerdings nur um zu sehen, dass Lucius Malfoy soeben durch das Tor von Hogwarts stolziert kam und nun Hermine Granger, die schmerzverzerrt ihr Gesicht verzog, an ihrem Handgelenk festhielt und ihn diabolisch angrinste.
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fertisch für heute ;D Hats euch gefallen? Dann schreibt mir das doch bitte als Review. Jegliche Kritik oder alles Lob ist willkommen.
