Hier endlich die langersehnte Fortsetzung :)

Danke für die Reviews! Freut mich, dass ihr Spaß dran habt

xoxox Ena

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Unsicher blinzelte ich, ich spürte die Dunkelheit um mich herum, doch ebenso fühlte ich mich geblendet, wie von einem hellen, undurchdringlichen Lichtstrahl. Ich öffnete betäubt die Augen. Für einen Moment hatte ich vergessen wo ich war, doch als mein Blick durch das Zimmer streifte, war plötzlich alles erschreckend klar. Einer der Cullens war tot, womöglich sogar … ich hatte Angst den Gedanken weiterzuführen und schüttelte schnell den Kopf. Ich musste daran glauben, dass Edward nichts passiert war, dass er lebte und glücklich war. Aber wieso würde die Familie dann alles aufgeben und sogar ihre ganze Existenz aufs Spiel setzten. Um aus Forks wegzukommen hatte Dr. Carlisle Cullen eine Versetzung beantragt, doch nun hatte er aufgehört. Seinen Job, wie auch sein leben in der Öffentlichkeit hatte er aufgegeben. Ich konnte mir keinen Grund vorstellen, außer … Wieder verbat ich mir diesen Gedanken. Unwillkürlich fuhr mein Kopf hoch, ich saß kerzengerade in meinem Bett, auch wenn es mitten in der Nacht war, hatte ich mit einem Mal diesen Drang. Ich warf die Bettdecke auf den Boden und rannte im Pyjama die Treppe hinunter, nahm immer 2 Treppenstufen auf einmal. Am Ende der langen Treppe stolperte ich zwar, lies mich davon aber nicht beirren. Ich rannte in die Küche, suchte nach der Zeitung, in der ich die Schreckensnachricht gelesen hatte. Ich schlug sie auf, blätterte wie verrückt darin um den Bericht zu finden. Ich las ihn im Eiltempo. Maine, Portland. Da waren sie nun also … zumindest hatte Carlisle dort seinen Job gemacht, also mussten sie dort irgendwo sein. Und mit ihnen die Antwort auf meine Fragen. Einmal quer durch die USA. Ich wusste nicht, dass es Edward so ernst gewesen war mit seinem Versprechen. Er wollte mich wirklich nie wieder sehen. Portland sollte also mein Ziel sein. Doch wie könnte ich es erreichen, ohne Reneé und Charlie in Sorgen zu stürzen? Ich musste es einfach gut genug planen. Zuallererst müsste ich zurück nach Forks, dort wartete mein Transporter, auch wenn er eine solche Reise niemals überleben würde, ich müsste es versuchen. Orientierungslos steuerte ich das Telefon an, es war 7 Uhr in der Früh, doch das kümmerte mich nicht.

„Hey Dad … ich bin es."

Eine kurze Zeit herrschte Stille, ich hörte nur, wie Charlie erleichtert aufatmete. Ich musste lächeln, ich hatte ihn wirklich vermisst. Ein besuch würde ihn sicherlich aufheitern.

„Bella? Wow, ich hätte nicht gedacht, dass gerade du mich um diese Zeit anrufst. Ich freu mich von dir zu hören …"

Ich schluckte, ich hatte mich seit meiner Flucht nicht mehr bei meinem Vater gemeldet und das obwohl ich ihm eine Menge schuldig war. Und schuldig sein würde.

„Ich wollte mich nur melden. Wie fändest du es, wenn ich am Wochenende vorbei kommen würde?"

Ich zitterte, meine Stimme war schwach, ich hoffte dass er nicht sauer war. Ebenso wie ich hoffte, dass ich willkommen war. Ich wartete eine kurze Zeit, für ihn war es auch nicht leicht, erst hatte sich seine Tochter nicht mehr gemeldet, nun wollte sie zurück zu ihm? Verwirrend, doch die Wahrheit konnte ich ihm nicht sagen, er würde mit Reneé darüber reden.

„Du … willst wirklich zurück … zu mir?"

„Ja … darf ich?"

Würde er mich fragen, warum ich unbedingt zu ihm wollte? Ich wüsste nicht was ich sagen sollte. Dass ich ihn schrecklich vermisste? Ich wollte ihm keine Hoffnungen machen, ich würde keinesfalls zurückkommen.

„Oh Bella, natürlich! Du bist hier immer willkommen. Ich freue mich schon dich zu sehen."

Ich konnte seine Freude nicht ertragen, ich belog ihn. Ich kam nicht wegen ihm und ich würde auch nicht bei ihm sein, zumindest nicht lange genug, sodass er glücklich war.

„Vielen Dank, Charlie. Ich bin Freitagabend noch bei dir. Ich hab dich lieb."

„Ich habe dich auch lieb Bella. Und Danke."

Ich hob erschrocken den Kopf, wieso bedankte er sich für meine Lügen … er wusste ja nichts davon. Ich wollte ihm das nicht antun, aber etwas Anderes blieb mir nicht übrig.

„Wofür denn..?"

„Dafür, dass du mich nicht vergisst, ist doch klar. Pass auf dich auf meine Kleine. Ich muss jetzt los. Die Arbeit ruft. Wir sehen uns Freitag!"

„Oh … okay."

Doch da hatte er schon aufgelegt. Ich blickte stumm den Hörer an, ich wusste, dass das das Einzige war, was momentan richtig sein könnte. Ich würde nach Edward suchen und erst wenn ich mir sicher sein könnte, dass wirklich er es war, der … gestorben war, würde ich zurückkehren. Und dann? Könnte ich weiterleben mit dem Gedanken ihn nie wieder sehen zu können? Nie wieder seine harte, kühle Haut zu spüren, ihm nie wieder sagen zu können, wie sehr ich ihn liebte? Vermutlich nicht.