Ursprünglich wollte ich ein rasantes 30. Kapitel schreiben, aber – wie irgendwie ständig in meiner Geschichte – es kam anders. Ich entschied mich, das folgende Kapitel zu teilen, um es nicht arg in die Länge gleiten zu lassen und daher unübersichtlich zu machen. Mir persönlich kann ein Kapitel nicht zu lang sein, aber ich weiß nicht, wie ihr das seht ….
Kapitel 30 – Unerwartete Nähe
Schmerz ist, was man durchmachen muss, um die Wahrheit zu finden
Merlin
Keine der beiden Frauen konnte noch Gefallen an einer gemütlichen Teestunde finden. Minerva war entsetzt, über das, was geschehen war, sie glaubte aber keine Sekunde an eine mögliche Affäre zwischen Hermine und Snape. Der jungen Hexe dagegen ging der Streit mit ihren Freunden sehr nah, und auch über Snapes bösartigem Verhalten konnte sie nicht einfach hinweggehen. Sie sehnte sich nach Ruhe und Alleinsein.
Den Tränen nahe saß sie neben Lucius, der ihr sanft und beruhigend über den Rücken streichelte, und sich mit Minerva über eine neue Anordnung vom Ministerium unterhielt. Sie wunderte sich, dass Minerva, den von ihr vorher so verachteten Mann, nun in derartig wichtige Überlegungen einbezog. „Das Ministerium hat eine Wiederholung des Trimagischen Turniers angesetzt", begehrte Minerva gerade auf. „Das Trimagische Turnier, Lucius. Sie wissen, was beim letzten Mal passiert war? Es hat einen Toten gegeben. ER war zurückgekehrt."
Er nickte. „ Ich war … dabei."
Minerva zuckte kurz zusammen, weniger aus Angst, als mehr aus Verwunderung darüber, dass Lucius den gefürchteten Namen so unbekümmert aussprach. „Lucius … was war damals geschehen?"
Der Mann schwieg nachdenklich. Dann legte er seinen Arm um Hermine (Minerva lächelte ihr wohlwollend zu) und zog sie näher an sich, ganz so, als suchte er Halt bei ihr. „Ich habe noch nie darüber gesprochen, Minerva." Er sah, wie die alte Dame ihn zögerlich ansah, und wusste, sie konnte eine wertvolle Verbündete sein. Ebenso war ihm klar, dass sie ihm, sollte er sie derartig nah an sich heran lassen, jederzeit problemlos ein Messer in den Rücken rammen konnte.
‚Wer wird denn da Angst vor einer gebrechlichen alten Hexe haben?" Der Spiegel schien aufgehört haben zu schmollen, weil Lucius ihn weitestgehend ignorierte. Er war wohl dabei, wieder in Höchstform bezüglich Hohn und Spott aufzulaufen. ‚Du betonst doch andauernd, du seiest ein guter Mensch, mein Engel, gute Menschen vertrauen bedingungslos. Warum tust du es dann nicht? Was zögerst du? Hast du endlich erkannt, dass du nicht fähig bist Gut zu sein? Komm, mein schöner Engel, gib auf. Du kannst niemals gewinnen."
Minerva griff über den Tisch und tätschelte Lucius' Arm. „Ich mag Sie Lucius, wir sind beide auf derselben Seite. Der Dunkle Lord ist tot. Ihnen kann nichts mehr passieren."
Wieder nickte er bevor er zu sprechen begann. „Nach seinem Sturz hatte ich wirklich gedacht, er wäre tot gewesen. Doch mir kamen Zweifel und irgendwann wusste ich, dass es eine Frage der Zeit gewesen war, bis er wieder auftauchen würde. Die Zeichen häuften sich, aber ich versuchte es zu verdrängen. Bella hatte sich lieber in Askaban einsperren lassen, als sich vom Dunklen Lord abzuwenden. Ich dagegen hatte behauptet, dem Imperius unterlegen gewesen zu sein. Auch wenn ich im Geheimen die dunklen Praktiken nie aufgegeben hatte, so hatte ich doch Angst vor der Rückkehr des Dunklen Lords." Er nippte an seinem Tee und sah Minerva nachdenklich an. „Ja, ich war einer der Todesser bei der Quidditchweltmeisterschaft. Und ja, ich schäme mich für mein Verhalten. Die armen Muggle, ich hoffe, sie haben keinen dauerhaften Schaden davon getragen?"
„Es geht ihnen gut. Und nach der Manipulation ihres Gedächtnisses hatten sie auch keinerlei Erinnerungen mehr an die Vorkommnisse."
„Sehr erfreulich… Nun denn, am Abend der dritten Aufgabe waren meine verstorbene Frau und ich gerade auf dem Weg zu einer Gartenparty, als mein Mal zu brennen anfing. Wie ich zuvor schon vermutet hatte, der Dunkle Lord war zurückgekehrt. Es gab für mich zwei Möglichkeiten gab. Entweder ich bekundete ihm erneut meine Treue und Loyalität, oder ich sollte ein Leben in Angst und Schrecken verbringen." Wieder stockte er. „Ich wusste, meine Familie wäre in Gefahr gewesen, hätte ich mich Voldemort verweigert. Ja, es mag mir vielleicht niemand zutrauen, aber mir war Familie immer wichtig. Das zu zeigen hätte allerdings eine Angriffsfläche geboten, die bei Voldemort oft den Tod bedeutete. Ich muss allerdings auch gestehen, dass meine … Überzeugung von der Dunklen Seite nicht ungebrochen war. Einerlei, für mich stand es daher außer Frage zu Voldemort zurück zu kehren." Er küsste Hermine auf die Stirn und schloss kurz die Augen, scheinbar, um sich das Bild des Friedhofs wieder vor Augen zu führen.
„Umgehend apparierte ich nach Hause, um meinen Todessermantel und die Maske zu holen. Voldemort hat nicht gern gewartet. Jede Sekunde, die länger als seine Geduld war, bedeutete eine Sekunde länger den Cruciatus." Es war, als fühlte er den Schmerz beim erzählen genauso intensiv, wie damals direkt vor Voldemort.
„Haben Sie … den Cruciatus oft aushalten müssen?", wisperte Minerva. Sie hatte ihre Nägel in die Handinnenfläche gekrallt.
„Am Anfang mehr als öfters, keine schöne Erfahrung, wirklich", sagte er hastig. „Mit den Jahren wusste ich, worauf er Wert legte und zum Schluss war ich zu wertvoll für ihn, als dass er die Gefahr einging, mich ernsthaft zu verletzen… Nun, ich wusste damals nicht, was für ein Bild sich mir auf dem Friedhof bot. Ich hatte alles erwartet, aber nicht, dass Voldemort wieder eine menschliche Gestalt erhalten hatte und doch zugleich so grausam entstellt aussah. Dürr wie ein Skelett, kahl wie abgestorbenes Land, ein Totenkopf mit roten Augen. Eine Nase hatte er nicht mehr, stattdessen prangten zwei Schlitze in seinem Gesicht. Es war grausam ihn anzusehen. Ekel erfüllte mich. Ekel und gleichzeitig Abscheu vor dieser Gestalt. Hätte er von meinen Gefühlen gewusst, ich hätte die Nacht nicht überlebt. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich froh gewesen, eine Maske tragen zu müssen. Und dennoch war ich der Erste, der seinem Ruf gefolgt war, trotz meiner Verspätung. Die anderen kamen nach mir an und folgten mir langsam. Es schien, als suchten sie Schutz hinter mir." Er lachte bitter auf. „Ausgerechnet hinter mir. Mir, dem doch selbst vor Angst die Knie schlotterten." Mit einem Schlenker zauberte Lucius eine Flasche Whiskey herbei, die von selbst die ebenso erschienen Gläser füllte. Ein Glas rutschte zu Minerva, eines zu Hermine. Das Dritte nahm er selbst und stürzte die Flüssigkeit in einem Schluck runter.
„Voldemort stand direkt vor uns und wartete ab, ob und wie wir auf ihn reagieren würden. Es war, als würde der Tod selbst vor uns stehen. Auch wenn er einem Krüppel glich, so war seine Macht spürbar. Jeder bemerkte es, wenn er sich näherte. Tauchte Voldemort irgendwo auf, so schien die Luft dünner zu werden, sämtliche Gespräche verstummten. Voldemort nahm Raum ein. Seine Präsenz war mehr als unheimlich. So erging es mir, als ich ihn das erste Mal nach so langer Zeit wieder sah. Seine fühlbare Stärke, seine Macht, seine Befehlsgewalt war ungleich intensiver. Es raubte mir den Atem. Es dauerte einige Zeit, bis ich realisierte, dass ich vor dem mächtigsten Schwarzmagier aller Zeiten stand. Vielleicht war er zu dem Zeitpunkt der mächtigste Zauberer, ich weiß es nicht.
Woher ich den Mut nahm, kann ich im Nachhinein nicht sagen, aber ich war der erste, der vor ihm auf die Knie sank und den Saum seines Umhangs küsste. ‚Herr … Herr …', hörte ich mich murmeln und wartete auf seine ganz eigene Geste, die mir klar machen sollte, dass ich mich zurückziehen durfte. Einer nach dem anderen folgte meinem Beispiel, die verbliebenen Todesser zollten ihrem Meister Gehorsam. Wir zogen uns auf unsere Plätze zurück. Ein jeder hatte, nach Rangordnung und Bedeutung einen bestimmten Platz auf den Treffen einzunehmen. Die Lücken der fehlenden Todesser klafften zwischen uns.
‚Willkommen, Todesser', war das erste was ich von ihm vernommen hatte. Die ersten Worte nach vierzehn langen Jahren waren ‚willkommen Todesser'. Ich war vor Anspannung förmlich wie erstarrt gewesen. Voldemort war kein Mann von Freundlichkeit und Herzlichkeit. Pettigrew lag zitternd neben mir im Dreck, wimmernd vor Schmerz und vor Blut triefend. Selbst er, der, wie wir sehen konnten, eine Hand verloren hatte, war vor Angst zu seinem Platz gekrochen."
Diesmal war es Hermine, die ihrerseits eine Hand auf die von Lucius legte, um ihm zu zeigen, dass er nicht alleine war, und versuchte, ihm Halt zu bieten.
„Natürlich war der Dunkle Lord erzürnt und ließ es uns auch spüren. Dennoch, seine Rache war nicht so fürchterlich wie ich es erwartet hatte. Scheinbar wusste er, dass seine wiedererlangte Macht auf wackligen Beinen stand. Im Nachhinein frage ich mich, ob der folgende Schrecken hätte verhindert werden können, wenn wir den Mut aufgebracht hätten, uns seinem Ruf zu widersetzen?" Er ließ die Frage im Raum nachklingen.
„Er hatte sich verändert. War er vor seinem Fall noch ohne Ekelgefühle anzusehen, so war er nach seiner Rückkehr noch skrupelloser, noch arroganter, noch wahnsinniger. In seinem Fanatismus übertraf er jeden einzelnen von uns, selbst Bella. Und gerade dieses rücksichtslose und unduldsame Kämpfen machte ihn noch gefährlicher als auf der Spitze seiner Macht… Und dennoch, er war genauso überheblich, wie seit je her. ‚… wie weit meine Macht reichte in jener Zeit, da ich mächtiger war als jeder lebende Zauberer?' Sind diese Worte nicht fast schon ein Symbol für Geistesgestörtheit? Er hatte schlussendlich den Bezug zur Realität verloren, glaubte sich unbesiegbar. Er war ein Grand Patapouf." Erneut trank Lucius einen Schluck Whiskey.
„Voldemort beschimpfte uns als Enttäuschung und ich wartete darauf, dass einer von uns dem Druck nicht mehr standhalten konnte. Wir standen alle unter Druck, er hatte seit je her die Möglichkeit, uns allein durch seine Präsenz zu dominieren und in Schach zu halten. Ein Wort, ein Blick und wir taten was immer er wollte. Zu groß war die Angst ihn zu enttäuschen und vor dem Tod, natürlich. Nicht das getötet werden, machte uns Angst, das Sterben war für uns eine grausame Vorstellung, denn ein einfacher Avada Kedavra wandte Voldemort für keinen seiner Anhänger an, der bei ihm in Ungnade gefallen war. Ein Fehler bei Voldemort zog unsagbare Schmerzen hinter sich her. Avery war schließlich der erste, der die Beherrschung verlor, der Narr. Um Vergebung hatte er gefleht - für sich, für uns alle. Doch Voldemort vergab nicht, und er vergaß auch nicht, wie er selbst hinwies. Der Cruciatus bei Avery war schmerzhaft, wir haben es alle gesehen. Doch Avery war selbst schuld, warum verlor er die Nerven? Er wusste, Voldemort verabscheute Schwäche. Aus diesem Grund verwundert es mich noch im Nachhinein, dass er Pettigrew nicht umgehend ermordet hatte. Pettigrew war von allen der Schwächste. Hatte der Dunkle Lord letztendlich vielleicht doch so etwas wie ein Gewissen entwickelt? Wir werden es nie erfahren. Es ist auch nicht mehr wichtig. Er schenkte Pettigrew eine silberne Hand, die ihn augenblicklich sein entsetzliches Wimmern einstellen und sich neben mir einreihen ließ. Sein Platz war seit Jahren neben mir gewesen. Er stand am Ende des Kreises, ich am Anfang. ‚Am Ende des Kreises' ", lachte er erneut bitter auf. „Wir standen alle am Ende des Kreises. Für Voldemort gab es nur ein entweder oder. Ein Anfang oder ein Ende, ein oben oder ein unten. Für ihn waren wir alle am Ende des Kreises gewesen, ihm und seiner Gnade ausgeliefert…" Sein Gesichtsausdruck spiegelte echten Abscheu wider.
„Und dann hatte er sich an mich gewandt. Ich hatte Merlin innerlich angefleht, dass er mich übergehen würde, aber natürlich tat er es nicht, nicht seinen ersten Mann. Er hatte mich nicht mit einem Cruciatus belegt, im Gegenteil, er hatte mich sogar noch für die vergnüglichen Geschehnisse bei der Quidditch- Weltmeisterschaft gelobt. Insgesamt beließ er es bei dem Vorwurf, ich habe mich nicht genügend darauf konzentriert ihn wieder zu finden. Bei Merlin, warum hätte ich ihn suchen sollen? Ich hatte versucht ihn für mich einzunehmen, indem ich vor ihm zu Staube kroch. Ich hatte ihm gesagt, was er hören wollte, dass ich auf das kleinste Zeichen hin sofort bei ihm gewesen wäre. Mir war klar gewesen, dass er mich noch einmal hatte demütigen müssen, indem er mich vor den anderen lächerlich machte, aber ich hatte ihn überzeugen können. Indem ich ihm noch weiter verdeutlichte, seine Wiederauferstehung als Wunder zu empfinden, konnte ich meinen Kopf, und somit letztendlich auch das Leben meiner Familie retten."
Wieder hing Schweigen in der Luft und Lucius blickte schließlich Minerva in die Augen. Sie schluckte ein paar Mal. „Was war mit Harry?", fragte sie dann zögerlich.
„Harry, der junge Harry … Er hat sich wie ein Held verhalten. Anständig, fair, ein guter Junge. Schade, dass er sich zu einem intoleranten und engstirnigen Mann entwickelt hat… Aber es steht mir nicht zu über den Teil zu reden, der Harry betrifft. Wenn Sie dazu etwas wissen müssen, sprechen Sie ihn an."
Minerva akzeptierte diese Weigerung. Erneut trank sie einen Schluck von dem Whiskey und tat dann etwas, was Hermine in größtes Erstaunen versetzte. „Lucius, ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen. Sie können sich meiner Verschwiegenheit gewiss sein. Ich sehe ja, wie viel Ihnen an Hermine liegt, das überzeugt mich von Ihnen. Wie wäre es, wenn wir die Vergangenheit ruhen lassen und uns stattdessen auf die Gegenwart konzentrieren?" Sie hielt ihm ihr Glas entgegen.
Lächelnd stieß Lucius mit ihr an. „Gerne, Minerva. Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Chance."
„Ach, lassen wir doch die Förmlichkeiten. Wenn Sie bald mit im Boot sind, sollten wir zusammen arbeiten. Warum fangen wir nicht einfach an, indem wir uns duzen?"
Ein zufriedenes Lächeln überzog sein Gesicht. „Es ist mir eine Ehre, meine Liebe. Ich danke dir." Ginny, Harry und George waren abgehakt. Minerva ebenso.
Nun meldete sich Hermine das erste Mal seit dem Abgang ihrer Freunde zu Wort. „Was soll das heißen ‚mit im Boot'?"
„Nun, das Ministerium hat scheinbar beschlossen, Lucius vollständig zu rehabilitieren. Aufgrund von Zeugenaussagen und meinen monatlichen Berichten sind sie der Meinung, ihn in ihren Kreisen als Freund aufzunehmen." Sie lächelte ihrem neuen Freund zu. „Du bist sogar im Gespräch für den Posten des Direktors."
„Nein!" Lucius war wirklich überrascht, angenehm überrascht. Nie hätte er geglaubt seine Träume so schnell verwirklichen zu können. Der Posten des Direktors wäre ein guter Anfang. Es war also nie verkehrt gewesen, seine alten, bewährten, Verbindungen gänzlich aufzugeben. „Aber warum ich? Du bist wesentlich prädestinierter hierfür."
„Vielleicht wollen sie keine Frau als Direktorin", sagte Minerva Achselzuckend. Außerdem überlege ich, bald in den Ruhestand zu gehen… Aber lass uns doch noch mal über das dumme Trimagische Turnier reden…"
Hermine stand auf. „Ich lass euch mal allein, ich habe noch mein Buch im Verwandlungsklassenzimmer liegen lassen." Sie lächelte den beiden zu und wollte gerade gehen, als Lucius sie an der Hand fest hielt und zu sich zog. Er gab ihr einen Kuss. „Kommst du nachher zu mir?"
„Sei mir nicht böse, aber glaube, ich mach es mir lieber mit einem Buch auf der Couch zurecht. Der Streit geht mir doch recht nahe."
Er lächelte sie verständnisvoll an. „Ich weiß, mein Herz, aber ich lasse dich ungern allein in dieser Gemütsverfassung. Komm um halb neun zu mir." Ein Seitenblick auf Minerva ließ ihn noch ein „Bitte" anfügen.
Hermine nickte ergeben. „Gut, bis nachher." Sie drehte sich um und hörte beim Verlassen der Halle, wie Minerva ihn kichernd fragte: „Wann seid ihr euch eigentlich näher gekommen? Nun erzähl schon…"
ooOoo
Hermine hatte ihr Buch wirklich im Klassenzimmer liegen lassen. Tief in Gedanken lief sie durch die Gänge und registrierte weder die Schüler, die sie verwundert anguckten, noch die Kollegen, die ihr begegneten. Sie musste die ganze Zeit an Harry und Ginny denken, und natürlich auch an George. Wieso war die ganze Situation so eskaliert? Sie wusste, dass die drei nicht ‚Hey, super, wir freuen uns für dich' gesagt hätten, aber sie hatte auch nicht erwartet, dass sie ihr die Freundschaft kündigten. Waren ihre Freunde so oberflächlich geworden, dass es ihnen so wichtig war mit wem sie zusammen war?
Wenn sie ehrlich zu sich selbst war und sich vorstellte, dass Ginny eines Tages mit Snape oder Lucius zusammenkommen würde, sie hätte gedacht, dass ihre Freundin den Verstand verloren hätte. Aber sie würde ihre diese niemals alleine lassen, nur weil sie mit deren Partner nicht einverstanden wäre. Sie war sehr vom Verhalten der drei enttäuscht. Das hatte sie ihnen wirklich nicht zu getraut. Die Enttäuschung tat ihr sehr weh, aber noch schlimmer war das Gefühl allein gelassen zu werden.
Hermine war sich sicher, dass es unerheblich war, ob sie nun mit Snape oder Lucius oder, wie angenommen, mit beiden zusammen war. Einer allein reichte schon aus, damit ihre Freunde sprichwörtlich rot sahen. Sie musste heute unbedingt noch eine Eule schreiben und versuchen, den drei Menschen wenigstens die Sache mit Snape auszureden.
Snape! Dieser Mistkerl. Was fiel ihm ein, sie so zu behandeln? Sich bewusst als ihr Liebhaber zu offenbaren? Der konnte noch etwas erleben. Ihre Fehde war zu einem Krieg geworden. Sein Benehmen war mehr als indiskutabel. Sie wollte sich ihr Buch holen und dann in den Kerker, um ihm gehörig die Leviten zu lesen. So sprang niemand mit ihr um. Und sie würde ihn irgendwie dazu bringen, sich bei Ginny zu entschuldigen und gleichzeitig diese unmögliche Behauptung klar zu stellen. Ihr war klar, dass dies ein schwieriges Unterfangen werden würde, aber irgendwie musste das klappen. Ginny und Harry waren so aufgebracht, dass sie von ihr in der nächsten Zeit bestimmt kein Wort mehr lesen wollten.
In ihren Überlegungen zog sie leider nicht mit ein, dass die Partnerwahl nicht das ganze Problem für Ginny und Harry darstellte, sondern die Art und Weise, wie die beiden davon erfahren hatten, sie mehr enttäuschte.
Hermine öffnete energisch die Tür zum Verwandlungsklassenzimmer und erstarrte augenblicklich. Ihr erster Blick fiel auf die Gestalt am Boden. Vergessen war die ganze Wut. Vergeben waren die Beleidigungen. Einzig zählte dieser Moment, in dem Hermine wohl der erste Mensch seit sehr langer Zeit war, der Severus Snape als verletzbar und schwach erlebte.
Zuerst sah sie fassungslos auf den großen Zaubertränkemeister herab. Es war nicht so, dass sie ihn für seine Schwäche verachtete, im Gegenteil, sie machte ihn menschlicher. Sie war schockiert, weil sie nicht auf diesen Anblick vorbereitet war. Er überraschte sie vollkommen. Was sollte sie machen? Sollte sie gehen und so tun, als hätte sie nichts bemerkt? Oder sollte sie abwarten, bis er sich regte und sie fort schickte? Oder sollte sie zu ihm hingehen und versuchen, ihm irgendwie zu helfen?
Er war an der Wand heruntergerutscht und lag verkrümmt in der Embryostellungauf dem Boden. Die Knie hatte er so nah wie möglich an herangezogen und den Kopf zwischen den Armen vergraben. Sein Umhang schützte ihn vor angreifenden Blicken. Er weinte nicht, er lag da wie tot.
Mit wenigen Schritten war sie neben ihm und kniete sich hin. „Severus." Er reagierte nicht. Hermine wusste nicht, ob es die richtige Entscheidung war, aber sie nahm in Kauf zurückgewiesen zu werden. Langsam hob sie ihre Hand und legte ihm ihre Hand auf die Schultern. Als er keine Anstalten machte sie wegzustoßen, wurde Hermine mutiger und strich ihm sanft über die schwarzen, seidig glänzenden Haare. Ihre Bewegung war monoton, beruhigend, friedlich.
Nach einiger Zeit entspannte sich Snape und rutschte ein Stück näher zu Hermine. Sie quittierte es mit einem Lächeln, setzte sich mit dem Rücken zur Wand und umfasste seine Schultern. Sie zog ihn an sich und nahm ihn in den Arm. Langsam begann sie sich hin und her zu wiegen. Dabei hörte sie nicht auf, ihm immer und immer wieder über das Haar zu streicheln.
„Severus", durchbrach sie schließlich nach einer Weile die Stille. „Kann ich irgendetwas für Sie tun?"
Snape selbst wusste später nicht mehr zu sagen, wieso er ihre Nähe zugelassen hatte, wahrscheinlich fehlte ihm die Kraft sie weg zu stoßen, zu sehr war er von dem Schmerz seiner Vergangenheit gefangen. „Hermine", konnte er lediglich krächzen und legte den Kopf an Ihre Halsbeuge. Weiter sprach er nicht.
Lange Zeit saßen sie noch genauso still und unbeweglich aneinander gekuschelt. Niemand dachte daran, dass sie sich bis vor wenigen Stunden persönlich angegriffen hatten. Severus genoss diesen Augenblick des Friedens, ihrer Nähe und des Schutzes, den er empfang. Die Augenblicke, in denen er Geborgenheit hatte empfangen dürfen, waren in seinem Leben rar gesäht. Umso intensiver genoss er die Sicherheit, die sie ihm gab. Nie hätte er für möglich gehalten, dass er letztendlich doch dazu fähig war, Nähe zuzulassen. Er genoss den Moment und dachte nicht an die Zukunft.
Hermines Gedanken dagegen drehten sich fast ausschließlich um die Zukunft. Wie würden sie nach diesem Vorfall miteinander umgehen? Ihr war klar, dass es eine trügerische Hoffnung war, sie beiden könnten endlich entspannt und harmonisch miteinander auskommen. Ihr war nicht bewusst, dass die gegenseitige Anziehungskraft, die beide empfanden, Schuld an den Streitigkeiten war. Doch es dämmerte ihr langsam, dass er ihr gegenüber nicht den Hass empfand, den er immer zu Schau stellte. Könnte er sich hier nach endlich eingestehen, dass es unnötig war, sich zu bekämpfen?
„Es tut weh", hörte sie ihn leise flüstern.
„Was tut weh, Severus?" Sie konnte es kaum glauben. War das wirklich Snape, der zu ihr sprach?
„Die Erinnerung… Meine Schulzeit… Horror… Potter, Black", stammelte er.
„"Was für eine Erinnerung war das?", fragte Hermine sanft.
„Sie … sie haben mich reingelegt … Sie haben mich glauben lassen, dass da jemand … dass mich jemand mag."
Hermines Herz krampfte sich zusammen. Sie hatte einiges von Harry erfahren, der in Snapes Erinnerung eingedrungen war, und gewusst, dass Harry Vater und Harry Pate diesem unbeliebten Mann das Leben schwer gemacht hatten. Aber niemals hatte sie wissen können, wie sehr Snape wirklich darunter gelitten hatte und es noch immer tat. Sie hatte Sirius immer gemocht, und auch Harrys Vater war ihr sympathisch gewesen, wenngleich sie diesen Mann niemals getroffen hatte. Aber in diesem Moment begriff sie, dass die beiden verstorbenen Männer sehr viel Schuld auf sich geladen hatten. Durch ihre Drangsalierungen, ihren Spott und ihre Überheblichkeit Snape gegenüber hatten sie dazu beigetragen, dass dieser Mann schon fast unfähig geworden war, auf andere Menschen zuzugehen. Umso mehr erstaunte sie diese Nähe, die gerade dabei war aufgebaut zu werden, eine Vertrautheit.
Eine Welle des Mitgefühls überrollte sie. „Ich mag Sie, Severus."
„Niemand mag mich." Er lachte verbittert auf. „Ich bin kein Mensch, den man mag."
„Albus hat sie gemocht", stellte Hermine schlicht fest. „Und ich mag Sie wirklich, auch wenn Sie einem das Leben wirklich schwer machen können."
„Warum", flüsterte er tonlos.
Sie hatte die Frage gefürchtet. „Ich weiß nicht", begann sie zögerlich. „Es ist einfach so. Vielleicht, weil ich Sie bewundere?"
„Wofür denn?" Insgeheim hielt er den Atem an. Niemand hatte ihm das zuvor gesagt.
„Nun, Ihr Wissen ist unglaublich vielfältig. Es beeindruckt mich, mit welcher Präzision sie arbeiten und was für einen brillanten Verstand sie haben. Ich respektiere und bewundere, dass Sie zwanzig Jahre die Belastung als Spion ausgehalten haben. Ich glaube, ich hätte das nicht gekonnt, täglich mein Leben aufs Spiel zu setzen und auf alles zu verzichten, was mir wichtig gewesen wäre, nur um etwas zu zerstören, was mir Halt gegeben hätte."
Nun sah Snape verwundert zu ihr auf. „Hermine-" Er brach ab und suchte etwas in ihrem Blick. Irritiert runzelte er die Stirn. „Du weißt, wovon du redest. Wie kann das sein?" Für einen Moment überlegte er. „Lucius", stellte Snape dann sachlich fest.
„Ja", lächelte sie. „Wir haben viel geredet und ich glaube, ich habe es langsam begriffen. Ich verurteile es nicht mehr so scharf, wie … damals. Natürlich heiße ich es nicht gut und natürlich finde ich das alles noch immer schlimm, aber ich verstehe langsam."
„Was verstehst du langsam, Hermine? Nicht einmal Albus konnte verstehen. Er gab mir eine zweite Chance, aber dafür musste ich sterben… Sterben, um zu überleben." Er sah ihren fragenden Blick. „Meine alte Person, der Todesser in mir, musste sterben. Und innerhalb von wenigen Stunden musste ein neuer Severus wieder geboren werden. Ein-„
„Ein Severus, der den Dunklen Lord betrog, um ihn zu zerstören und selbst weiter bestehen zu können", fuhr Hermine fort.
„Ich habe nicht nur den Dunklen Lord betrogen", gestand er. „Ich habe ALLE betrogen. Ich hatte den Dunklen Lord hintergangen, indem ich zu Dumbledore gegangen war. Ich hatte Albus betrogen, weil ich die ersten Jahre nie wirklich sicher war, ob ich das Richtige getan habe. Oft hatte ich vor, alles hinzuwerfen. Unzählige Male hatte ich eine die Phiole mit dem Gift in der Hand. Und doch konnte ich es nicht."
„Warum?"
„Ein Slytherin gibt nicht auf", grinste er gequält. „Aber, bitte sag es mir, Hermine, was verstehst du?"
Sie überlegte lange Zeit. „Ich verstehe, dass du…" Sie hielt einen inne und, als er sie nicht zu recht wies, fuhr dann fort. „Dass du nicht aus Bösartigkeit zu IHM gegangen bist. Du hast da etwas gefunden, was du so dringend herbei gesehnt hast. Ich vermute, dass du schon immer einsam warst und bei … Voldemort warst du wer."
Snape lachte leise. „Hermine, Hermine. Du meinst also, ich wäre so eine Art tragischer Charakter, der das Pech hatte, keine Freunde gehabt zu haben?"
„Hattest du denn Freunde?"
„In Hogwarts? Nein. Luc hatte ein Auge auf mich, aber ein Freund wurde er mir erst später, bis…" Er brach ab.
„Bis was?" Hermine wollte ihn nicht zu sehr bedrängen, wusste sie doch, dass er dies nicht mochte.
„Luc und ich hatten einige Differenzen, die uns beiden fast das Leben gekostet hat. Aber das ist Vergangenheit."
Er schwieg demonstrativ.
Hermine zögerte lange. „Darf ich dich was fragen?"
Belustigt sah Snape ihr in die Augen. „Wenn du schon so anfängst, sollte ich vermutlich nein sagen."
„Warum hast du Sirius so gehasst?"
Snapes Blick verdüsterte sich und er wollte sich aufrappeln, doch Hermine hielt ihn fest, so dass das Gleichgewicht verlor und mehr oder minder auf ihr lag. Ihre Gesichter waren sich sehr nah, doch es störte sie nicht. Snape schloss kurz gequält die Augen. „Du weißt, dass Black mich umbringen wollte?"
„Es war ein dummer Jungenstreich."
Zorn wallte in ihm auf. „Ist es ein dummer Jungenstreich, einen Knaben zu einem Werwolf zu schicken?" Drei, vier Mal atmete er tief durch. „Hermine, wir haben uns damals nicht gemocht, doch wie tief Blacks Abneigung ging, konnte ich damals nicht ahnen. Lupin ging wie jeden Monat in die Heulende Hütte, um sich in einen Werwolf zu verwandeln. Black schickte mich hinterher. Ich bin gegangen, weil ich gehofft hatte, ihm Schwierigkeiten zu bereiten. Sieh mich nicht so an, ich war noch nie ein guter Mensch… Black wusste, dass Lupin ein Werwolf war, und dass ich gegen einen Werwolf keine Chance gehabt hätte. Die anderen haben es vielleicht lustig gefunden, aber es war in Wirklichkeit tödlich. Black wollte, dass der Werwolf mich tötete oder selbst zu einem machte, warum sonst sollte er diesen angeblichen Spaß durchgezogen haben? Aber nicht nur das trage ich ihm nach, sondern auch, dass er Lupin in Gefahr gebracht hatte. Der Werwolf war mir egal, aber Black hat in Kauf genommen, dass einer seiner engsten Freunde zum Mörder hätte werden können, nur, um mich loszuwerden.
Kann man das noch als leichtsinnig abtun? Würden Lupin und Draco noch leben … Würdest du Draco bei Vollmond zu Draco schicken? Nein, das würdest du, denn du wüsstest, dass du dann nicht nur Dracos Leben auf den Gewissen haben könntest, sondern dass Lupin auch deinetwegen zum Mörder hätte werden können. Du bist dir, im Gegensatz zu Black, über die Konsequenzen bewusst. Black dagegen war es scheißegal, ob seine Handlungen ernsthafte Konsequenzen hatten oder nicht. Hauptsache, er hatte seinen Spaß. Und dass er Spaß daran hatte, mich der Todesgefahr auszusetzen, macht ihn mir nicht sonderlich sympathisch." Seine Augen hatten sich, soweit es möglich war, noch mehr verdunkelt. „Und Potter? Potter hatte mich gewarnt und mir somit letztendlich das Leben gerettet. Wirklich edel von ihm, oder? Der große James Potter rettet dem bösen, bösen Schniefelus das Leben, indem er dafür sorgt, dass Black sich nicht an einem Mordmitschuldig macht und Lupin weiter Werwolf spielen darf. Wirklich, sehr nobel. Nein, ihm ging es nicht um mich, es ging ihm einzig und allein darum seinen und Blacks Arsch zu retten… Wundert es dich da wirklich, dass ich Black gehasst habe?"
Rasch schüttelte Hermine den Kopf. „Nein… Es, es tut mir leid."
„Was tut dir Leid?"
„Es tut mir Leid, dass ich dich früher für deinen Hass verabscheut habe… Doch da wusste ich noch nicht … Ich habe Sirius kennen gelernt. Er war ein leichtsinniger, aber liebenswerter Chaot… Es fällt mir schwer, so schlecht von ihm zu denken… Es fällt mir schwer zu glauben, dass er deinen Tod wollte… Ich wusste nicht, wie sehr du gelitten hast und was sie dir alles angetan haben." Sie kaute auf ihrer Unterlippe und sah ihn unsicher an.
„Ach Hermine… Du bist ihr so ähnlich…"
„Wem?", fragte sie verwundert.
„Lily."
„Lily? Wie kommst du auf Lily?"
„Es wiederholt sich alles…"
„Severus, wovon redest du?"
„Potter, damit meine ich jetzt Harry, ist seinem Vater ähnlich. Er hat ebenso eine Affinität zu sorglosen und leichtsinnigen Regelverstößen wie James. Ebenso ist es ihm egal, was seine Handlungen für Möglichkeiten nach sich ziehen… Weasley ist ebenso, wobei ich bezweifle, dass auch er Draco zu dem Werwolf geschickt hätte. Und du… du bist wie Lily, schön, intelligent, hilfsbereit." Er lächelte versonnen. „Sie hat mich immer vor James verteidigt, so wie du mich oft bei Harry in Schutz genommen hast." Dann verschwand sein Lächeln. „Bis ich sie ‚Schlammblut' nannte. Du hörtest bestimmt damit auf, als ich Albus töten musste." Wieder vergrub er seinen Kopf an ihrem Hals und genoss die so selten erfahrene Nähe. Morgen würde er sich Gedanken darum machen, wie es weiter gehen sollte. Nicht jetzt, jetzt wollte er einfach nur genießen…
Hermine lehnte den Kopf an die Wand und genoss ebenfalls diesen unglaublichen Moment, Snape, nein Severus, in den Armen zu halten.
„Du bist auf deine alten Tage doch wohl nicht sentimental geworden, Severus?"
Mit vor Schreck geweiteten Augen sah Hermine Lucius in der Tür lehnen. Er hatte sämtliche Freundlichkeit verloren und glich mehr einem Racheengel, denn ihrem schönen Liebhaber. Zum aller ersten Male hatte sie Angst vor ihm...
Begriffserklärung:
- Dekadenz Niedergang
- Grand Patapouf vergleichbar mit "Pêter plus haut que son cul" („höher furzen als der Arsch hängt")
- prädestinieren für etwas besonders geeignet sei
Anmerkung:
Ich bin mir bewusst, dass ich James und Sirius stellenweise in ein sehr dunkles Licht stelle. Ich hoffe, ich ziehe mir deswegen keinerlei Unmut zu. Natürlich passt es mir wunderbar ins Konzept, dass die beiden Severus' gegenüber alles andere als freundlich waren. Aber ich versuche mich größtenteils an das Original zu halten und nicht an die deutsche Übersetzung. Beispiel: Karte der „Herumtreiber". Im Englischen heißt sie nicht Herumtreiber, sondern Marauder. Ein Marauder ist jemand, der stiehlt und sinnlos zerstört, dabei wissend, dass er eine Straftat begeht. Im Deutschen gibt es das Wort „Marodeur", das einen Soldat bezeichnet, der vorgab aus Schwäche seiner Einheit nicht mehr folgen zu können und plünderte.
Ebenso heißt der Originaltext, um die Karte benutzen zu können „I solemnly swear that I am up to no good" In den Büchern wurde es übersetzt mit „Ich schwöre feierlich, dass ich ein Tunichtgut bin", tatsächlich heißt es aber „Ich schwöre feierlich, dass ich nichts gutes im Schilde führe". Ein beträchtlicher Unterschied.
