Kapitel 41 – Teuflische Verführung

Ich fühl Berührung, fühl sanfte Führung, fühl ein Vibrir'n, das mich zärtlich durchfährt
Ein gefährliches Spiel, aus: Jekyll & Hyde

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Die Gasse, die er hinunter ging war dunkel und einsam. Es war mitten im tiefsten Winter und niemanden hielt es lange auf der Straße auf. Sein langes schwarzes Haar klebte ihm an der Stirn, er war verschwitzt und seine Kleidung dreckig. Der Dunkle Lord hatte ihm einen kleinen Auftrag gegeben. Dieser zweifelte an Severus' Loyalität, darum musste er ihm einen Gefallen erweisen. Einen tödlichen Gefallen. Die Muggel waren überraschend zäh gewesen und zum Schluss hatte er sich einen Kampf um Leben und Tod liefern müssen.

Snape schlenderte die Gasse hinunter und unternahm währenddessen verschiedene Heil- und Säuberungszauber. Als er vor einem unscheinbaren Haus, dem unbekannten Zweitsitz der Malfoys, ankam, war seine Kleidung repariert und er selbst sauber. Leise murmelte er das Wort, welches Lucius ihm gesagt hatte. Nur so konnte man das Haus betreten. Ein zusätzlicher Schutz zum Fideliuszauber.

Ein Hauself nahm ihm den Umhang ab. „Willkommen, Mr. Snape, Dobby heißt Sie herzlich willkommen. Bitte, gehen Sie nach oben, Sie werden erwartet." Mit einer tiefen Verbeugung disapparierte der Hauself. Wahrscheinlich, um seine Ankunft weiter zu geben.

Snape stieg langsam die Treppe hoch. Eigentlich hasste er Veranstaltungen dieser Art, doch heute war alles anders. Er konnte es sich nicht erklären, aber er freute sich, am Weihnachtsabend nicht alleine in Hogwarts zu sitzen, und sich vorher die sentimentalen Gefühle der „alten Garde" antun zu müssen. Niemand hatte gewusst, dass es das letzte Fest vor Voldemorts endgültigem Tode sein sollte.

„Sev, mein Bruder, wie schön, dass du meiner Einladung gefolgt bist." Lucius Malfoy kam auf ihn zu und umarmte ihn vor allen freundschaftlich.

„Luc. Danke für deine Einladung." Er neigte sein Haupt und sah in die Runde. Alle waren anwesend. Die Lestranges natürlich, Crabbe und Goyle standen dümmlich in der Ecke herum und lauschten MacNairs Ausführungen. Travers und Yaxley spielten eine Abart von ‚Snape explodiert' (natürlich kannte er dieses Spiel), welches den passenden Namen ‚Schlammblüter explodieren' trug. Die Carrows standen mit den Rosierbrüdern zusammen. Nur Greyback war nicht zu sehen. Aber außer den Todessern, waren noch eine große Anzahl weiterer Menschen geladen worden. Snape vermutete, dass es eine der berühmten ‚Malfoy'schen Gesellschaften' war.

Lucius suchte wieder seine Aufmerksamkeit. „Unser Herr wird später kommen."

Severus nickte. Er wusste, was das bedeutete. Beide mussten ihre Rolle spielen. Es hing nicht nur ihr, sondern auch das Leben von Lucius' Familie ab.

Er nahm lächelnd ein Glas Champagner an und ließ sich von Lucius herum führen und verschiedenen Leuten vorstellen. Snape wusste, was sein Freund beabsichtigte.

So war es schließlich auch, als sie in einer unbeobachteten und, noch wichtiger, unbelauschten, Nische Halt machten.

„Der Dunkle Lord weiß, dass es einen Spion in seinen Reihen gibt, Sev. Aber er weiß nicht, dass du es bist."

Snape lächelte zynisch. „Bella meinte etwas anderes."

Luc lächelte. „Du kennst Bella, Sev. Sie versucht uns gegeneinander auszuspielen. Aber nicht sie ist die Erste Todesserin. Ich bin es. Ich kenne seine Gedanken, seine Gefühle, ich weiß alles über ihn." Ein Lächeln überzog ihn.

Sev sah auf und sah ebene jene Todesserin auf sie zu kommen. „Madame Lestrange, welch Ehre", sagte er unterwürfig und warf ihr einen spöttischen Blick zu.

„Severus, lass das lieber. Du weißt, das zieht bei mir nicht. Vielleicht mag dir unser verehrter Lord glauben, doch ich weiß, dass du eine falsche Schlange bist. Ungeziefer. Ich warne dich, ich werde nicht zulassen, dass du unseren Lord verrätst."

„Aber, aber, meine liebe Schwägerin. Heute ist Weihnachten. Ein Fest der Liebe. Vergifte dein Herz nicht mit falschen Anschuldigungen", sagte Lucius leise.

„Was weißt du schon von falschen Anschuldigungen, Lucius. Nur weil du zurzeit von unserem geliebten Lord bevorzugt wirst, heißt das nicht, dass das für immer so sein wird. Irgendwann wirst auch du fallen, Lucius", fauchte Bella.

Lucius nahm ihre Hand und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken. „Deine Hände sind kalt, Bellatrix. Kalt wie der Tod. Geh zum Kamin."

„Willst du mich loswerden?"

„Welch überraschend schnelle Auffassungsgabe du hast, liebe Schwägerin. Ich habe noch etwas mit Sev zu besprechen. Um es mit Worten auszudrücken, die du verstehst: Verschwinde, du störst." Er lächelte charmant, was Bellatrix zu einem Fauchen veranlasste. Dennoch ging sie.

Lucius drehte sich wieder zu Snape. „Hast du den Kontakt herstellen können, Severus?"

„Ja. Der Schwarze Mann erwartet dich. Genaueres werde ich dir noch zukommen lassen, auf dem üblichen Wege."

Lucius lächelte. „Ich danke dir, Freund." Auch wenn er der Erste Mann unter Voldemorts Gefolgsleuten war, so war auch ihm klar, dass der Dunkle Lord den Kampf gegen Potter niemals gewinnen konnte. Es hieß zu handeln. Voldemort schätzte ihn. Voldemort sah ihn als seinen Nachfolger, seinen Erben an. Voldemort wäre niemals auf den Gedanken gekommen, dass er es war, der ihn letztendlich verraten hatte.

‚Der teuflische Engel', wie Lucius oft genannt wurde, lächelte seinem alten Freund verschwörerisch zu. „Wir haben heute Besuch aus Russland. Helena Glinskaja solltest du kennen lernen. Ihr Stammbaum geht bis zu Iwan dem Schrecklichen zurück. Eine interessante Frau."

Severus wusste, sobald Lucius eine Frau interessant fand, hatte diese kaum noch eine Chance zu entfliehen.

„Was meinst du, Bruder, sollten wir beide uns nicht einmal wieder ein wenig Spaß gönnen?"

Bevor Snape etwas erwidern konnte, entstand Unruhe im Saal. Die beiden Männer warfen sich einen alarmierten Blick zu und eilten zurück zu den anderen, nur um umgehend in tiefster Demut auf die Knie zu sinken.

Voldemort gab sich die Ehre.

Langsam glitt er durch die Reihen, aufmerksam nach links und rechts blickend, bis er schließlich vor Lucius und Severus zum Stehen kam. „Lucius, mein Treuester Freund." Er hielt dem blonden Mann die rechte Hand hin und registrierte wohlwollend, dass dieser ihm die Hand küsste. „Erhebe dich und stelle mich der Fürstin aus dem Geschlecht der Romanows vor."

Lucius erhob sich und führte Voldemort zu einer strahlenden Schönheit. „Mein Lord, es ist mir eine Ehre Euch die Fürstin Romanow vorzustellen, eine der direkten Nachfahren des Zaren Iwans des Schrecklichen. Helena, darf ich dir unseren geliebten Lord vorstellen?"

Die Fürstin erhob sich aus ihrem Knicks und lächelte charmant. „Es ist mir eine Ehre euch endlich kennen lernen zu dürfen."

Die Augen Voldemorts huschten über die Fürstin und letztendlich bot er ihr den Arm. „Meine liebe Fürstin. Darf ich Sie Helena nennen?" Jene nickte. „Ich bin mehr als erfreut Ihre Bekanntschaft machen zu dürfen. Wie Sie wissen, sind Sie auf meine Einladung hin hier und ich hoffe, Sie fühlen sich wohl. Mein Erster Mann", ein Nicken an Lucius, „hat die oberste Priorität auf Ihr Wohlbefinden gelegt…. Eine Allianz zwischen England und Russland…"

Snape schaltete ab. Alles, was wissenswert war, wusste er. Ein Patronus an Kingsley sollte später folgen.

- Ein paar Stunden später -

Voldemort hatte sich schon lange verabschiedet. Er blieb nie lange irgendwo. Auch die anderen Gäste hatten sich mittlerweile verabschiedet, so dass nur noch die Fürstin, die von Lucius in einer Ecke betört wurde, und Snape anwesend waren. Narzissa hatte sich mittlerweile auf den Weg nach Hause, Malfoy Manor, gemacht. Nur die Hauselfen begannen, langsam aufzuräumen.

„Meine verehrte Fürstin", hörte Snape. „Darf ich Ihnen meinen Freund Severus Snape vorstellen?"

Die, vom Champagner glänzenden, Augen der Fürstin huschten von dem schönen Antlitz des blonden Zauberers zu dem dunklen Mann. „Es ist mir eine Ehre, Mr. Snape."

„Nennen Sie mich Severus", äußerte Snape galant und beugte sich über die Hand der Fürstin. „Enchante, Madam." Er wusste, wie wichtig diese Frau für den Dunklen Lord war.

Eben jene lachte perlend. „Ihr reizender Freund Lucius machte mich bereits auf die Schönheiten Ihres Landes aufmerksam, Severus. Was sagen Sie dazu?"

„Auch wenn England meist als regnerisch und kalt verschrien ist, so hat es doch das ein oder andere zu bieten." Er lächelte galant.

„Aber nichts ist im Vergleich zu Ihrer Schönheit, Helena", warf Lucius galant an und blickte unter halb geschlossenen Augen zu Snape.

Es war ein altes Spiel. Zu oft hatten die beiden Zauberer es angewandt. Lucius machte den ersten Schritt. Er betörte die Frauen, er zog sie in seinen Bann. „Aber vermutlich wissen Sie, dass nichts Ihnen gleich kommen kann."

Die Fürstin fühlte sich geschmeichelt. Auch wenn sie eine wichtige Frau war, so war sie in ihrem Herzen auch nur ein Weib, das umgarnt werden wollte. „Mein lieber Lucius, Sie Schmeichler", gurrte sie.

„Er hat recht", fuhr Snape fort. „Nichts, was ich bislang gesehen habe, kann mit Ihnen konkurrieren."

Die Augen der Fürstin weiteten sich, als sie in die dunklen Augen des zweiten Mannes sah. „Ihre Augen…"

„Was ist mit Ihnen?", fragte er mit samtiger Stimme.

„Sie…" Weiter kam die Fürstin nicht. Lucius hatte sich hinter sie gestellt und fuhr ihr sanft die Oberarme entlang. „Schweigen Sie, chérie. Lassen Sie sich fallen."

Sie fiel, direkt in die Arme von Lucius Malfoy. Seine Hand glitt langsam an ihrem Körper entlang und erkundete seine Rundungen. Mit dem Zeigefinger zeichnete er auf dem Stoff die Konturen ihres steifen Nippels nach. Sie warf Severus einen hilflosen Blick zu. Es war sein Zeichen. Nun trat auch er näher und streichelte er ihr über die Wange. „So schön", hauchte er heiser und beugte sich vor, um von den roten Lippen zu kosten, die sich ihm einladend entgegenstreckten.

Keiner konnte im Nachhinein sagen, wie sie in das imposante Zimmer des Hausherrn gekommen waren. Lucius drückte die Frau gerade auf das Bett, als Severus sich langsam seiner Robe entledigte. Lucius kniete vor ihr nieder und sah sie mit einem Leidenschaftlichen Blick an. „Öffnen Sie sich mit, Fürstin."

Wie hypnotisiert spreizte sie ihre Schenkel und Lucius fuhr mit geübten Bewegungen über die Innenseite ihrer Beine bis hin zu ihrem Höschen. Die Mengen an Stoff schob er ihr dabei langsam über die Knie. Seine Finger spielten mit dem kleinen Stück Stoff, fuhren an dessen Rand entlang, spürten die willkommene Nässe. Er war seinem Freund einen Blick zu. „Die Kleine ist bereit, Sev."

Jener lächelte geheimnisvoll. „Siehst du ihren Blick? Sie will uns spüren."

Der Blonde schob die Röcke, die Fürstin trug zwei an der Zahl, höher und tauchte zwischen ihren Beinen ab. Er schob das Stück Stoff zur Seite und glitt mit der Zungenspitze über ihre nasse Spalte. „Ich schmecke es Sev."

Snape hatte sich nun auch dem Rest seiner Kleidung entledigt und trat erregt näher zur Fürstin.

Lucius sah es. „Verwöhnen Sie ihn, Fürstin."

Die Fürstin nahm Severus' Erregung in die Hand und begann, langsam und zärtlich mit den Fingerspitzen an seinem Schaft entlang zu fahren. Jedes Mal, wenn die Zunge, die ihre Scham verwöhnte, in sie glitt stöhnte sie auf. Sie beugte sich näher zu Snape. „Severus…", hauchte sie.

Snape strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und führte ihren Mund zu seiner Erregung. Er teilte ihre Lippen und, mit einem Ruck, versenkte er sich ganz in ihrem Mund. Die Fürstin röchelte kurz, dann hatte sie sich an sein Glied gewöhnt.

Lucius nahm zwei Finger hinzu und glitt in die nasse Öffnung vor ihm. Er tauchte seine Finger in die Frau, die hilflos vor ihm lag, nicht fähig, sich der Anziehungskraft der beiden Männer zu entziehen. Er nahm einen dritten Finger hinzu. Als er ihre aufgerissenen Augen sah, lachte er. „Keine Angst, chèrie… Ich mache sie nur für meinen bereit."

Jeder Stoß mit seinen Fingern entlockte ihr ein kehliges Stöhnen, das sofort erstickt wurde, wenn Snape sich tiefer in ihren Mund stieß.

Die beiden Männer warfen sich einen Blick zu und, einen Fingerschnipps später, waren sie alle drei nackt. Severus legte sich auf das Bett und Lucius zog die Fürstin mit einer bestimmenden Geste hoch. „Setzen Sie sich, meine Fürstin", umschmeichelte sie und half ihr, sich auf Snape zu setzen. Beide stöhnten, als sie den dunklen Magier tief in sich aufnahm.

Severus zog ihren Kopf zu sich herunter und begann sie wild zu küssen, während Lucius mit seinen, von ihrem Saft noch nassen, Fingern langsam zu ihrem Hintereingang wanderte. Die Fürstin verkrampfte sich kurz, doch Lucius beruhigte sie. „Entspannen Sie sich, meine Schöne, Sie werden es genießen." Er bereitete ihren Hintereingang mit geübten, sanften, aber dennoch fordernden Bewegungen vor und positionierte schließlich seine Erregung. Er fasste ihr an die Hüften und schob sich sehr langsam in sie.

Wieder warfen sich die beiden Männer einen Blick zu. ‚Sie ist gleich bereit', hörte Severus seinen Freund in seinen Gedanken.

‚Ich spüre, wie sie sich zusammen zieht', antwortete er.

Lucius lächelte. ‚Geben wir ihr den finalen Stoß.'

Sie erhöhten ihr Tempo und Severus suchte den Blick der Russin. Lucius Hand wanderte über ihren Rücken, bis zu ihrem Hals und zog sie an ihrem Hals zu sich. Ihre Lippen fanden sich, während sie den Blick nicht von dem unter ihr liegenden Zauberer abwenden konnte.

Es dauerte nicht lange, als die beiden Männer sich gleichzeitig in ihr ergossen, und nur einen Sekundenbruchteil später kam auch die dunkelhaarige Schönheit…

Voldemort sollte seine Unterstützung bekommen….

Rückblickende


Begriffe:

- chèrie: frz. Liebkosung, Liebling, Schatz

Danke:

- sepsis: Liebe sepsis, vielen Dank für dein Review lächel Ja, er hat einen Fehler gemacht, aber will Ron nicht sowieso die Trennung? evil smile