Nachdem ich euch jetzt wohl verwirrt habe (Lag ja so gar nicht in meiner Absicht zwinker) werde ich natürlich das ganze aufklären. Vielleicht wird euch Severus Snape in diesem Kapitel ein wenig ooc erscheinen, aber ich „missbrauche" ihn jetzt als Erklärbär, damit ihr mir folgen könnt J


Kapitel 60 – Der Kampf ums Überleben, Drama 2. Akt 3. Aufzug

Hast du Angst, machst du Angst,
fürchtest du sie, vergrößerst du sie,
fliehst du vor ihr, jagt sie dich.

Dr. phil. Manfred Hinrich,

Neville stand in unmittelbarer Nähe, als der dunkelhaarige, gefürchtete, verhasste und kontaktarme Meister der Zaubertränke in der Großen Halle auftauchte. Seine alte Angst vor dem ehemaligen Professor kroch wieder hoch.

Minerva eilte mit schnellen Schritten hinter Hermine her und legte den Arm um die junge Hexe. „Severus, wir haben uns Sorgen gemacht, wo bist du gewesen? Warum warst du nicht beim Abendessen?"

Hermine wurde ungeduldig. „Können wir das nicht nachher klären? Ich will wissen, was mit Luc ist."

Und während Bellatrix Lestrange und Walden MacNair ihren Triumph in greifbarer Nähe sahen, sah Snape Minerva, Neville und Hermine an. „Folgt mir."

Sie gingen in das nächste Klassenzimmer, dem Raum für Alte Runen. Dort setzte er sich, aus Gewohnheit, auf das Pult. Die anderen Drei reihten sich um ihn. „Ich war heute mit Luc…"

Hermine zuckte zusammen, als sie hörte, wie noch ein zweiter ihren Geliebten so nannte, doch dann rügte sie sich im Geheimen. Es hätte sie nicht wundern dürfen.

„… bei Madame Rosmerta. Warum geht euch nichts an, nur so viel, wir haben uns über alte Zeiten unterhalten und da Wochenende ist und die Laune stieg, stieg auch unser Alkoholgehalt."

„Wir haben Sie dort gesehen", wagte Neville zu sagen. Man sah ihm an, dass er vor Professor Snape Angst hatte.

Doch dieser war gerade nicht interessiert, Neville einzuschüchtern. Er nickte.

„Wir?", echoten Hermine und die Direktorin?

„Charlie und ich", klärte Neville auf.

„Charlie? Mein Gott, den habe ich ganz vergessen, was ist mit ihm?" Hermine bebte vor Angst.

„Wenn die Damen mich ausreden ließen", knurrte Snape und fuhr dann fort. „Wir unterhielten uns, wie gesagt, über alte Zeiten. Dazu muss ich sagen, dass Luc und ich enger miteinander verbunden sind, als zwei normale Menschen es jemals sein können."

„Wie?", fragte Minerva erneut und erntete einen bösen Blick von Snape.

„Das tut hier nichts zur Sache. Wir sind das und fertig. Dadurch, dass wir eine spezielle Bindung haben, ist es uns möglich einen gewissen Geminizauber auszusprechen. Gemini heißt auf lateinisch ‚doppelt' bzw. ‚Zwillinge'. Ich habe diesen Zauber durch Zufall in einem Buch entdeckt und-"

„Das Fratuceus-Ritual", sagte Hermine leise?"

„Was?", kam es dreistimmig zurück.

„Sie beide verbindet dieses alte Fratuceus-Ritual, nicht wahr, Professor?" Hermine sah Snape fest in die Augen. Sie kam fast um vor Sorge, so dass sie in die Anrede aus ihrer Schulzeit zurückfiel. „Einer meiner Professoren in der Universität hat uns Studenten in seinem Seminar davon erzählt. Ein Kommilitone hatte in einer Provokation gesagt, er und sein bester Freund könnten den Geminizauber anwenden und so in die Prüfung gehen. Daraufhin hatte er erwidert, wenn die beiden sich trauten vorher das Fratuceus-Ritual durchzuführen, könnten sie es erfolgreich schaffen. Denn der Zauber funktioniere nur nach dem Ritual, nicht ohne. Ich habe es natürlich nachgeschlagen und-"

Snape brachte sie mit einem Blick zum Schweigen. „Wie dem auch sei, wir haben uns, aufgrund der gelassenen Stimmung, an einen Streich erinnert, den wir Professor Merwidamorwiddispoint, der Vorgängerin von Sibyll Trelawney, einmal gespielt haben. Wohl wegen der lockeren Stimmung fragte mich Luc, ob es nicht ein Spaß wäre, sich mal wieder zu verwandeln. Wir wollten das Abendessen in getauschten Rollen verbringen und danach wieder als wir selbst auftauchen. Wir zogen uns in eine abgelegte Gasse zurück und tauschten unsere Körper. Da wir beide zufällig ähnliche Kleidung trugen, verzichteten wir darauf auch diese zu wechseln. Wir dachten uns, niemand würde darauf achten. Vertauscht kamen wir dann zurück auf die Hauptstrasse und-"

„Das haben wir gesehen", rief Neville aufgerecht aus. „Sie tauchten direkt vor uns auf und gingen-"

„Vielleicht sollte ich Ihrem Kräuterkundeprofessor mal einen Brief schreiben und ihn über Ihre mehr als trostlose Karriere in Zaubertränke unterrichten", fauchte Snape.

Neville wurde blass und schloss den Mund.

„Wir gingen also zurück zum Schloss und auf etwa der Hälfte zwischen Schloss und Dorf rempelte mich Luc an. Er sah ja nun aus wie ich und daher ermahnte ich ihn, an meinen Ruf zu denken. Ich drohte ihm gewisse Flüche an, die nur ein ehemaliger Todesser beherrscht, wenn er sich nicht zu benehmen weiß. Ich hatte keine Lust darauf, dass er jahrelange Bemühungen an einem Tag ruinierte."

„Wenn er einen entspannten, lockeren, lachenden Severus Snape offenbart. Keine griesgrämige, fauchende und sympathische Schlange." Minerva war unbeeindruckt von dem finsteren Blick, der sie traf.

„An jener Stelle trafen dann Charlie und Mr. Longbottom auf uns und Luc machte seine Sache gut, indem er Longbottom verunsicherte. Ich konnte ungeniert grinsen, ich steckte ja in Luc' Körper."

Jetzt übernahm Neville, nachdem sein ehemaliger Professor ihm zugenickt hatte. „Ich habe mich gewundert, weil Sir, Professor Snape, Sir, und Mr. Malfoy so … komisch miteinander umgingen. Ständig warfen sie sich irgendwelche Blicke zu, so als fragten Sie den anderen etwas."

„Wir haben uns abgesichert, ob der andere mit dem jeweils Gezeigtem einverstanden war", erklärte der Professor.

„Dann fragte Charlie Professor Snape-"

„Luc."

„-ob er mit ihm noch kurz unter vier Augen reden könnte, während Mr. Malfoy-"

„Ich."

„-mit mir… Oh Merlin, ich bin mit IHNEN zum Schloss hochgegangen?" Neville schwankte bedrohlich bei dieser Erkenntnis.

„In der Tat, Mr. Longbottom", spöttelte Snape. „Und Sie sind gar nicht so dumm, wenn Sie zwar … Respekt zeigen, aber nicht von panischer Angst gelenkt werden."

Dann wandte sich der ältere Mann an die Direktorin und Hermine. „Ich ging in meine Räume und suchte ein Buch, welches ich Luc noch geben wollte. Ursprünglich wollten wir gemeinsam zurückkommen, aber er wurde eben durch Charlie aufgehalten. Als ich dann-" Er hielt einen Moment inne und entschied sich, nicht zu offenbaren, dass er Hermine beobachtet hatte. „-an seine Räume klopfte, war er noch nicht da. Also ging ich zurück und nahm eine Dusche. Außerdem musste ich über etwas nachdenken, was ich von Luc erfahren habe. Dadurch verpasste ich das Abendessen und machte mich gerade auf den Weg, als mir auffiel, dass ich noch immer al Lucius Malfoy umher lief. Normalerweise ist das so, dass wir uns beide zurückverwandeln, wenn einer den Gegenzauber spricht. Da ich also noch Luc war, konnte er noch gar nicht in der Großen Halle sein. Also sprach ich den Gegenzauber (Anm. der Autorin: Das war das große Beben, was Lucius nicht unterdrücken konnte, in dem Moment, wo sich MacNair zu der Fackel runterbeugte) und ab da wissen Sie Bescheid."

„Also ist Luc noch draußen mit Charlie?", fragte Hermine, die mittlerweile panisch geworden war.

Neville überlegte sich gerade, ob er angesichts der Tatsache, dass er die ganze Zeit mit seinem Alptraum zusammen gewesen war, während der ins Schloss ging, als ein Zittern Snape erfasste. „Verdammt, er hat seinen Zauberstab nicht dabei", keuchte er.

Hermine riss die Augen auf. „Nein." Ihre Stimme war tonlos.

„Doch. Er meinte, er bräuchte ihn nicht, wenn er mit mir weg geht. Wenn die beiden jetzt angegriffen worden sind… Er steckte in meinem Körper. Zauberstablose Magie ist eine Frage der Konzentration, doch je mehr man sie anwendet, desto mehr übernimmt der Körper diese Fähigkeit. Es ist ein Spiel miteinander. Je konzentrierte man ist, umso schneller schafft der Körper es, sich darauf einzustellen. Aber im Falle eines Angriffs ist es besonders schwer seine Gedanken zu fokussieren. Selbst wenn Luc es schafft, so kann er Zauberstablose Magie nur in abgeschwächter Form anwenden. Mein Körper ist sie nicht gewöhnt und leitet Lucius Energie daher nicht so weit wie es der seine kann."

„Aber", schrie Hermine panisch auf. „Sie haben sich doch zurückverwandelt. Jetzt steckt er in seinem eigenen Leib. Jetzt muss er doch wieder seine volle Kraft haben können."

Snape nickte, doch dann griff er sich ans Herz und wurde noch blasser, als er es sowieso schon war. Er schwankte bedrohlich und Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn.

Wieder überlegte Hermine nicht lang. Sie konnte nicht anders, sie sprang auf, rannte zu Professor Snape und rüttelte ihn. „Was ist mit Ihnen?"

„Luc", krächzte er. „Er stirbt. Ich … spüre es."

Indem Moment durchbrach etwas großes Schwarzes die Steinmauer. Ein Puma aus schwarzem Rauch setzte zu einem eleganten Sprung an, fletschte die Zähne und glitt auf Snape zu. Ein Aufschrei erfasste Minerva und Hermine gleichzeitig. Sie zückten ihre Zauberstäbe, doch Snape schüttelte den Kopf. Der Puma sprang direkt auf ihn so und schien ihm direkt ins Herz zu beißen.

Sekunden später riss Snape seinen Zauberstab in die Höhe. „Expecto patronum!"

ooOoo

Bella schlug den Umhang zurück und biss sich in erregter Erwartung auf die Lippen. Als sie in das blasse, fast schon weiße Gesicht von Lucius Malfoy blickte, schrie sie hysterisch auf. Sie ließ den Stoff los und drehte sich wutschnaubend zu MacNair um. „DAS ist niemals die kleine Ratte", schrie sie.

MacNair starrte verwirrt zurück. „Aber… natürlich ist es Snape. Ich… ich habe ihn doch selbst gesehen. Ich … ich habe mit ihm gekämpft."

Die wilde, buschige Haarpracht fiel Bella ins Gesicht und mit einer ungeduldigen Geste strich sie sie zurück. „Walden MacNair", keuchte sie und bemühte sich um Fassung. „Du bist ein Idiot. Du bist mehr als ein Idiot, du-"

Der ehemalige Henker wurde jetzt ebenfalls wütend. Mit großen Schritten trat er an Bellatrix vorbei und zog den Umgang von der vermeintlichen Leiche. Ein Gestank stieg ihm in die Nase, so dass er sich angewidert abwandte. Aber auch er hatte gesehen, dass nicht der Verräter Severus Snape da lag, sondern der Günstling des geliebten Dunklen Lords.

Noch immer fassungslos starrte Madam Lestrange auf den blonden Mann. Schließlich riss sie sich los und sprach ein paar Reinigungszauber, so dass das riechende Urin MacNairs von Lucius' Körper verschwand. „Walden… MacNair", stieß sie hervor. „ERKLÄRE MIR … DAS DA!" Energisch zeigte sie auf den am Boden liegenden Mann und erinnerte in diesem Moment an einen Stier. MacNair hätte es nicht verwundert, wenn sie jetzt noch am Boden gescharrt hätte. „Ich… ich weiß nicht wie … der …. da hinkommt", stotterte er. „Bella … Bel… ich schwöre dir, ich-"

„Nenn mich nicht Bel, du weißt, dass ich das hasse", fauchte sie. Schnellen Schrittes war sie bei ihrem ehemaligen Schwager und nahm die eiskalte Hand. „Er ist erfroren."

„Er ist ersoffen", berichtigte MacNair überflüssigerweise und vollkommen leichtsinnig. Als er Bellatrix' Blick sah, ging er ein paar Schritte zurück. „Ich schwöre dir, da war es noch Snape. Bella, glaub mir, ich hätte Lucius' niemals angegriffen, ich weiß doch, wie wichtig er ist."

„War!", knurrte die Frau.

Verständnislos sah MacNair sie an. „War?"

„Ja, war." Mit einer fast schon zärtlichen Geste strich sie dem Mann ihrer verstorbenen Schwester über die leblose Wange. „WAR, MacNair. Er WAR wichtig für uns, denn jetzt, falls dir das noch nicht aufgefallen sein sollte, JETZT IST ER TOT!" Einen Wimpernschlag später war sie bei MacNair und schlug auf ihn ein. „DU IDIOT, DU KLEINER DRECKSKERL! NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS MACHST DU RICHTIG!" Zornentbrannt trat sie zurück und zückte ihren Zauberstab. „Ich frage mich wirklich, wieso ich mich mit dir eingelassen habe. Du ruinierst unsere ganzen Pläne. IST DIR DAS EIGENTLICH KLAR? Nur wegen deiner Leichtsinnigkeit könnte sich unsere Zukunft in Wohlgefallen auflösen. Gnade dir Merlin, dass…" Irritiert hielt sie inne. Dann drehte sie sich zu Lucius' Körper um und ging ein paar Schritte näher. Sie kniete sich hin und näherte sich seinem Gesicht mit dem ihren und verharrte. „Er atmet noch", sagte sie leise. „Ganz schwach, doch er atmet noch."

„Wie kann das sein?" MacNair war irritiert. „Er war tot. Ich habe es gesehen. Ich-"

Sofort war Bella wieder auf den Beinen. „ES WAR ALSO DOCH LUCIUS, DEN DU GETÖTET HABEN WOLLTEST???"

Der Henker hob beschwichtigend die Hände. „Nein, nein. Snape war tot. Er", er deutete auf den regungslosen Körper, „war noch gar nicht da. Ich … ich kann mir das alles nicht erklären."

Bellatrix schnaufte und sprach einen Wärmezauber auf den blonden Zauberer. „Bete zu Merlin, Walden MacNair, dass Lucius das hier überlebt. Und wenn ja, dass er sich uns anschließt. Wenn nicht… dann solltest du lieber nicht in meiner Nähe sein. Denn dann wirst du am eigenen Leib erfahren, wozu ich wirklich fähig bin."

MacNair ging diese Drohung durch und durch. Er wusste, wie grausam Bellatrix Lestrange mit Muggeln umgegangen war und ebenso ahnte er, dass er lieber nicht wissen wolle, wozu sie noch alles im Stande war. Ein Blick zum Dorf zeigte ihm, dass die ersten Bewohner nicht mehr fern waren. Ein Fackelzug näherte sich.

Schnell ließ er die Fackeln, die im Boden um Lucius Malfoy steckten, verschwinden und disapparierte dann selbst.

Gerade schnell genug, um nicht von der großen, silbernen Königskobra entdeckt zu werden, die durch das Gras schlängelte und mit einer unglaublich schnellen Geschwindigkeit auf Lucius Malfoy zu kroch.

ooOoo

Severus Snape brauchte nur Sekunden, um das Bild zu entschlüsseln, welches er sah. Der von Luc gesandte Puma war eine Imitation des Patronuszaubers. Sie beide hatten ihn entwickelt, als Lucius noch nicht fähig gewesen war, diesen Schutzzauber zu sprechen. Patroni sollten den Erzeuger vor bösen Wesen bewahren, doch Todesser brauchten keine solche Patroni, da sie selbst das Böse verkörperten und das Böse nichts Gutes erzeugen konnte.

Erst als Lucius Voldemort verraten hatte, begann er nach und nach den Patronus zu beherrschen. Doch bis dahin hatten sie den ‚Expecto subsidium' entwickelt, der ein Bild von der Situation übermittelte. So konnte Snape zwar Bellatrix Lestrange und Walden MacNair nicht sehen, doch er wusste, dass sein Freund am Boden lag und Snape konnte fühlen, was in Lucius vorging.

Er riss sich von diesem Bild los und beschwörte seinen Patronus herauf. Eine silberne Königskobra glitt aus der Spitze seines Zauberstabes, sah ihn an und schien zu nicken. Sekunden später war sie durch die Wand geschwebt und verschwunden.

„Hirschkuh?", war alles, was Hermine zustande brachte. Sie sah ihren ehemaligen Professor vom Pult springen und mit wehendem Umhang aus dem Klassenzimmer rauschen. Sie wollte ihm folgen, doch Minerva hielt sie zurück. „Bleib, es wird Lucius nicht gefallen zu wissen, dass du dich und euer Kind in Gefahr bringst." Sie nahm Hermine an die Hand und eilte zurück in die Große Halle, wo sie die Schüler ins Bett schickte und Professor Sprout, den Hausmeister William und noch vier andere Kollegen zu der Grenze Hogwarts schickte.

ooOoo

Als Snape an der Stelle eintraf, wo Lucius und Charlie auf dem Boden lagen, waren schon einige Dorfbewohner anwesend. Sie hatten die beiden Zauberer nebeneinander gelegt und debattierten über verschiedene Möglichkeiten, was vorgefallen war.

Er ging schnellen Schrittes auf seinen Freund zu und kniete neben ihm. Der Wärmezauber, den Bella gesprochen hatte, war in allerletzter Sekunde gekommen und hatte Lucius so wohl vor dem endgültigen Tod bewahrt. Er war noch immer Weiß wie eine Wand. Seine Lippen zitterten und waren blau angelaufen. Dennoch war er bei Bewusstsein. Als er Snape sah, versuchte er was zu sagen, doch dieser beruhigte ihn. „Sag nichts. Es ist alles in Ordnung. Ich bin da und bringe dich zum Schloss."

„Eifersuchtsdrama…. Konkurrenten… Tot", drangen die Wortfetzen der umstehenden Dorfbewohner an Snapes Ohr, doch er kümmerte sich nicht drum. Er griff nach Lucius Hand und legte seine andere über dessen Brust, genau an die Stelle, wo sich das Herz befand. Er murmelte einige schwarzmagische Zauber.

„Lass es", sagte Lucius mit gebrochener Stimme. „Ich weiß, dass ich sterben werde." Für diesen einfachen Satz brauchte er viel Kraft.

„Du wirst nicht sterben", entgegnete Snape rüde.

Lucius schloss die Augen. „Ich… war… es nicht… Sev", stöhnte er.

Snape wusste, was sein Freund meinte und sah kurz zu dem toten Charlie rüber. Die Dorfbewohner hatten den Zauberstab mittlerweile gefunden. „Nur einer…. Malfoy unschuldig", hörte er sie sagen.

„Ich weiß", beruhigte er den Blonden. „Und jetzt halt still. Ich werde ein paar Zauber sprechen, die dir helfen werden.

„Ich … brauche dich… Sev."

„Ich weiß." Jetzt lächelte der Zaubertrankmeister und sah seinen alten Freund geradezu liebevoll an. „Und ich brauche dich, mein Freund." Seine Worte waren frei von jedweder sexuellen Bedeutung. Er sprach nicht zu einem Liebhaber, sondern zu einem Bruder.

„Sag Hermine… dass ich sie … liebe." Lucius Malfoy sah Snape ein letztes Mal aus seinen eisgrauen Augen an, bevor er in eine tiefe Bewusstlosigkeit fiel.

Severus Snape begann wieder die Worte, die er bereits zu sprechen begonnen hatte, aufzunehmen und konzentrierte sich auf seinen Freund. Er wusste, dass das, was er tat, gegen jede Zaubereigesetze verstieß, doch es war der einzige Weg, Lucius Malfoy zu retten…


Anmerkung:

Ihr könnt mich jederzeit anschreiben, wenn ihr Fragen habt J

In meiner Vorstellung ist Lucius' Patronus ein Puma. Habe ich tatsächlich woanders etwas anderes behauptet? Wenn ja, dann muss ich mich für einen Fehler entschuldigen und hoffe, dass ihr mir die Stelle sagt, damit ich ihn berichtigen kann.

Ich weiß, Sevs Patronus ist die Hirschkuh, doch durch Tonks haben wir erfahren, dass sich die Gestalt eines Patronus verändern kann, wenn man einer emotionalen Extremsituation ausgesetzt ist. Als Snape von Nagini gebissen wurde und seinem Tod näher war als jemals zuvor, war so eine Lage. Hab ich jetzt beschlossen g Daher hat sich Snapes Patronus verändert. Ich finde eine Königskobra sehr passend für unsere geliebte Schlange.

Danke an:

- sepsis: Danke fürs Rev lach Aufklärung erfolgt jetzt ;-) Hoffe ich ….