Wie einige von Euch wissen, hatte ich letzte Woche Geburtstag und war deshalb zeitlich noch etwas mehr eingebunden als sonst (positiv natürlich ;). Deshalb gibt es die Updates von "Zwei Jahre Garantie", "Zweimal Hölle und zurück" und "Erfüllung" diesmal ohne Reviewantworten. Ich hoffe Ihr habt Verständnis dafür und möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich bei jedem Reviewer bedanken!
Eure Kira
8.
Besuch
"Was war das für ein Traum?" erkundigte sich Harry beim Frühstück besorgt.
Hermine wich seinem Blick aus, indem sie mehr als sorgfältig die Butter auf ihr Brot strich.
"Ich weiß nicht mehr - hab's vergessen", sagte sie möglichst unbeteiligt.
Erst als Harry nichts darauf erwiderte, sah sie ihn an.
Er grinste jetzt eindeutig und seine Stimme klang höchst amüsiert: "Aus deiner Reaktion schließe ich, dass meine zweiten Überlegungen wohl richtig waren."
Hermine legte umständlich das Messer weg.
"Welche Überlegungen?" nuschelte sie.
Harry räusperte sich und sagte dann in vertraulichem Ton: "Erst dachte ich, dass du wieder einen deiner Albträume hast - aber dann...dein Stöhnen klang eindeutig zu...vergnügt. Ich hoffe doch sehr, du hast von mir geträumt."
Hermine blieb eine Antwort erspart, weil es in diesem Moment an der Tür klingelte.
"Das ist bestimmt Wilbur - er wollte heute morgen noch dringend mit mir sprechen, damit wir bei der Zusammenkunft mit dem Minister die wichtigsten Punkte zur Hand haben, um unser Budget aufgestockt zu bekommen. Dauert bestimmt nur fünf Minuten."
Hermine verstand den Wink ohne weiteres. Es kam nicht zum ersten mal vor, dass Harry sie ohne viele Worte bat den Raum zu verlassen, damit er mit seinem Kollegen unter vier Augen sprechen konnte. Die Tatsache zu erwähnen, dass dies auch ihre Wohnung war, kam ihr müßig vor. In diesem Moment war sie den beiden für ihre unverschämte Art sogar dankbar, hatte es sie doch davor gerettet, sich um Kopf und Kragen lügen zu müssen. So verschwand sie im Schlafzimmer und wartete darauf, dass die beiden ihr Gespräch führten und danach gemeinsam verschwinden würden. Sie setzte sich aufs Bett und dachte wieder über ihren Traum nach. Diesmal war er eindeutig zu weit gegangen. Sie hatte im Traum tatsächlich nicht mehr gewusst wer ihr Ehemann war. Was, wenn sie das nächste Mal Severus Namen laut aussprechen würde. Hermine hielt erschrocken inne - seit wann war er für sie zu Severus geworden?
Verfluchter Snape! Was hatte er ihr da nur ins Hirn gepflanzt? Doch sie musste sich still korrigieren - er hatte nichts dazu getan. Sie hatte diesen ersten Traum von ihm gehabt, bevor sie überhaupt bewusst über ihn nachgedacht hatte. Doch seit sie ihn getroffen hatte - seit er ihr unterstellt hatte, sie habe Sexträume von ihm - schien sich dies stets jede Nacht zu bewahrheiten. Es war zum verzweifeln, denn das größte Problem war, dass ihr diese Träume im Schlaf unglaublich gut gefielen, und wie das hungrige Gefühl zwischen ihren Beinen verkündete, galt dies inzwischen auch für den wachen Zustand. Als das Kribbeln nicht verschwand, verschaffte sie sich selbst Befriedigung. Sie verbot sich jedoch jeden Gedanken an den Zaubertrankmeister und ersetzte ihn durch einen geheimnisvollen, gesichtslosen Mann, der zwar ebenfalls nicht Harry war, aber eben auch kein Grund, sich lange ein schlechtes Gewissen zu machen.
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Das Wochenende war schneller gekommen als es Hermine lieb sein konnte.
Sie hoffte fast, dass Harry den Hogwartsbesuch einfach vergessen würde. Sie würde ihn mit Sicherheit nicht daran erinnern, auch wenn Dumbledore sicher nicht sehr erfreut sein würde, wenn sie sich erst bei ihm anmeldeten und dann einfach nicht erschienen. Doch diese Gedanken waren ohnehin müßig, wie Hermine feststellte.
Harry wartete nicht einmal bis sie das Bett verlassen hatten, als er sich zärtlich über sie beugte und sagte: "Heute werden wir Hogwarts mal über den Stand der Dinge aufklären", während seine Hand über ihre Brust strich und seine Fingerkuppe sanft ihre Brustwarzen massierten. Hermine wurde klar, dass nicht nur Dumbledore über ihre Ehe auf den neuesten Stand gebracht werden sollte, sondern Harry Hermine in diesem Moment ebenfalls nachdrücklich an ihre ehelichen Pflichten erinnern wollte. Er tat dies erschreckend oft in letzter Zeit. Hermine ahnte, dass er ihr damit zeigen wollte, wie begehrenswert sie für ihn war.
Sie ließ es zu, dass er ihr Nachthemd hochschob und die Innenseiten ihrer Schenkel liebkoste. Nach ein paar Minuten spreizte sie die Beine und gewährte seinem erigierten Penis Einlass - auch diesmal war der Verhütungszauber vor diesem Akt laut und deutlich von ihm ausgesprochen worden.
Etwa eine Stunde später machten sie sich auf den Weg nach Hogwarts. Die Zugfahrt verbrachten beide mit Lesen. Harry studierte Unterlagen, die zwar beruflich waren, jedoch nicht der Geheimhaltung unterlagen. Hermine hingegen hatte sich scheinbar in ein Buch vertieft, konnte sich in Wahrheit jedoch nur schlecht darauf konzentrieren.
Als sie später gemeinsam am Bahnhof eintrafen, fühlte sich Hermine abermals in alte Zeiten zurückversetzt. Fast erwartete sie, dass Hagrid sie abholen würde. Doch Hagrid war schon seit einigen Jahren tot. Seine allzu große Zuneigung zu gefährlichen Drachen hatte ihn auf einer seiner Reisen letztendlich doch das Leben gekostet. Hermine dachte an die Zeit zurück, als der Halbriese eine wichtige Bezugsperson für sie gewesen war. Sie hatte sich von ihm stets beschützt gefühlt. Diesen Schutz vermisste sie nun schmerzlich. Doch natürlich war sie kein Kind mehr, rief sie sich zur Ordnung. Der Bahnhof war, aufgrund der Tatsache, dass es inzwischen später Mittag war, fast leer. Die meisten Schüler waren sicher entweder nach Hause gefahren, oder sie verbrachten ihre Freizeit in Hogsmeade oder am See.
Hermine hatte für ihren Besuch bei Dumbledore und McGonagall ein langes weißes Kleid mit kurzen Ärmeln gewählt. Als sie nun auf dem Weg zum Schloss waren, blieb Harry kurz stehen und sah sie an.
"Was?" fragte Hermine beklommen.
Harry schüttelte kurz den Kopf und wollte weitergehen, doch Hermine hielt seinen Arm fest.
"Was, Harry? Sag es mir!"
Er schnaubte belustigt, dann sagte er: "Es ist nur...dein Kleid...wenn man dich gegen die Sonne sieht, dann ist es fast durchsichtig."
Hermine sah schockiert an sich herab. Harry versuchte sie zu beruhigen: "Ist doch nicht schlimm - wir stehen ja nicht in der Sonne, sondern halten uns im Schloss auf - aber der Anblick bringt mich schon auf Ideen."
"Nichts da - du warst heute morgen schon dran", gab Hermine mit scheinbar gespielt vorwurfsvollem Ton zurück.
Harry seufzte theatralisch auf, machte sich dann aber wieder mit neuem Ernst auf den Weg zum Schloss.
Hermine hatte etwas Mühe, überrascht über die Tatsache zu wirken, dass sich so rein gar nichts in Hogwarts verändert hatte. Sie war äußerst froh, dass sie bei ihrem letzten Besuch außer Snape nur Dumbledore über den Weg gelaufen war. Snape selbst würde sich mit Sicherheit am Wochenende nicht blicken lassen, sie betete zumindest, dass dies so sein würde. Der Direktor hingegen war instruiert, nicht ihren vorherigen Besuch zu erwähnen und sie hoffte, er würde ihrer Bitte nachkommen.
Als er nun auf sie zukam, klopfte ihr dennoch das Herz bis zum Halse.
"Oh, Miss Granger - Mr. Potter, welch eine Freude!"
Harry reichte dem alten Mann förmlich die Hand. Sein Lächeln war jedoch eindeutig wieder das eines Kindes, als er den Direktor vor sich sah.
"Herr Direktor - ich freue mich sehr, dass Sie Zeit für uns haben", sagte Harry dankbar.
"Aber natürlich - darf ich Sie in mein Büro bitten? Wir können uns dort in Ruhe unterhalten."
Die beiden folgten dem Professor in sein Büro.
Nachdem sie Platz genommen hatten, bot der Direktor ihnen Tee an.
Fawkes tippelte aufgeregt auf seiner Stange hin und her, während Harry den Phönix eingehend inspizierte.
"Er ist kurz vor dem Feuertag, nicht wahr Herr Professor?"
"Ja, Harry - ich hoffe, ich darf Sie noch Harry nennen?"
"Gerne, Sir."
Der Direktor fuhr fort: "Fawkes kann jeden Moment in Flammen aufgehen, deshalb bitte ich Sie, vorsichtig zu sein. So leid es mir tut, aber Sie sollten ihn in diesem Zustand besser nicht berühren."
Der Vogel schien seinen Herren verstanden zu haben, denn er legte den Kopf etwas schief und schloss die Augen für einen Moment, was fast wie eine Entschuldigung aussah.
Harry hatte offensichtlich etwas Mühe, sich von dem farbenprächtigen Tier schließlich loszureißen.
"Professor Dumbledore - wir, Hermine und ich...würden gerne etwas nachholen, das wir bisher versäumt haben."
Der Professor sah ihn abwartend an.
"Wir...haben geheiratet - vor einem halben Jahr. Wir wollten kein großes Aufsehen, deshalb haben wir nur in kleinem Kreis geheiratet. Zeit meines Lebens stand ich im Mittelpunkt des Öffentlichen Interesses - seit der Vernichtung des Lords möchte ich nur eines - meinen Frieden!"
Harry war unwillkürlich laut geworden, so als erwarte er von Dumbledore Kritik über ihre Vorgehensweise bei der Hochzeit.
Der alte Mann lächelte ihn nachsichtig an, erhob sich und streckte Hermine seine Hand entgegen. Etwas verunsichert griff sie danach, als er sich auch schon hinab beugte und ihr einen Kuss auf die Wange hauchte: "Herzlichen Glückwunsch - ein halbes Jahr? Da ist es noch nicht zu spät für ein Hochzeitsgeschenk," damit wandte er sich auch Harry zu und reichte ihm die eine Hand, während er mit der anderen väterlich auf dessen Schulter klopfte. Hermine fühlte sich plötzlich unwohl, als Dumbledore von einem Geschenk sprach. "Sir - das ist wirklich nicht nötig - wir wollten nur gerne, dass Sie es von uns erfahren. Es war auch nicht nur so, dass Harry kein großes Aufsehen wollte, sondern ich fühlte mich damals einfach nicht in der Lage, einer großen Menge Menschen gegenüber zu treten...seit meinem Unfall bin ich etwas...zurückhaltender geworden."
Hermine konnte erkennen, wie in Dumbledores Augen das Verstehen bezüglich ihrer Narben trat. Schon als sie vor ein paar Tagen mit ihm zusammengetroffen war, hatte ihm die Frage danach auf der Seele gebrannt. Doch er hätte sie niemals gefragt, ohne ein Zeichen ihres Einverständnisses, darüber reden zu wollen - solch eine Unverschämtheit besaß nur Snape. Nicht, dass er sie etwa geradeheraus gefragt hätte - nein, er hatte ihr stattdessen einen Suizidversuch unterstellt. Als Hermine jetzt daran zurückdachte überkam sie Wut. Warum hatte sie in der Situation, als sie spürte, dass er zudem noch in ihren Geist eindringen wollte, nicht ebenfalls Wut verspürt? Warum hatte es sich sogar wie eine Erleichterung angefühlt? Doch egal was sie empfunden hatte - jetzt spürte sie definitiv Wut darüber...und das machte sie tatsächlich glücklich.
Harry erklärte nun dem Direktor: "Hermine wurde angefahren. Von einem Muggel der eine rote Ampel übersehen hat. Sie war schwer verletzt - es stand auf Messers Schneide. Aber sie hat es geschafft. Hermine ist eben eine Kämpferin...nur könnte sie derzeit dringend etwas Kraft von Außerhalb brauchen - auch wenn sie anderer Meinung ist."
Die Wut, die sie eben noch auf Snape empfunden hatte, richtete sich nun auf Harry. Wie konnte er es wagen, dem Direktor so etwas zu sagen? Es war so, als wolle er sich den Direktor zum Verbündeten machen, obwohl der doch keine Ahnung hatte was damals eigentlich alles in ihr vorgegangen war. Nicht einmal Harry wusste das wirklich. Nur...Snape...verdammt!
Snape wusste von dem unendlichen Schmerz, der sie gepackt hatte, und sie bis heute nicht losließ.
Dumbledore schien ihre Verärgerung zu spüren, denn sein Blick lag kurz besorgt auf ihr, bevor er sich schließlich abwandte, um Tee für seine Gäste einzuschenken.
"Das war sicher nicht leicht für Sie," sagte er versöhnlich, ohne auf Harrys Anspielung einzugehen.
"Nein, Sir - das war es nicht," sagte Hermine und war sich völlig bewusst darüber, dass Dumbledore gerade seine eigenen Rückschlüsse darüber zog, dass sie erst vor ein paar Tagen Snape aufgesucht hatte, und nun wollte, dass dieser Besuch geheim blieb.
Was mochte der alte Mann sich nun zusammenreimen? Sie hatte ihm gesagt, dass sie bei ihrem ehemaligen Tränkelehrer Teufel jagen gehen wollte. Hermine hoffte, dass der Direktor glaubte, sie hätte Snape um einen starken Trank gegen ihre Depressionen gebeten, die Harry hier so locker ausplauderte.
Hermine beschloss Hogwarts noch ein drittes mal aufzusuchen, damit sie Dumbledore für seine Zurückhaltung danken konnte und ihm von ihren Albträumen und Snapes Rolle darin erzählen konnte, damit dieser nicht vielleicht doch andere Theorien über ihren ersten Besuch aufstellte. Natürlich würde sie nicht die letzten Träume erwähnen, die ohnehin nur entstanden waren, weil Snape sie ihr förmlich eingeredet hatte.
Während Hermine still an ihrem Tee nippte, verfielen die beiden Männer in eine Unterhaltung über eine neue Verordnung, die einen zweiwöchigen Schüleraustausch schon bei Erstklässlern vorsah. Hermine hörte nicht wirklich zu. Sie hing ihren Gedanken nach, als plötzlich ein glühend heißer Luftstrom sie traf. Sie war für einen Moment geblendet und sofort drang ihr der Gestank von verbrannten Federn in die Nase.
"Bei Merlin - ich hätte dafür sorgen müssen, dass Sie nicht so nah bei ihm sitzen," sagte Dumbledore erschrocken. Hermine spürte immer noch, wie die angesengten Härchen auf ihrem Unterarm kribbelten. "Ist nichts passiert. Ich hatte nur nicht damit gerechnet - aber Sie haben uns ja gewarnt - war meine Schuld." Kaum hatte sie es ausgesprochen, da dachte Hermine auch schon, dass sie diesen Satz viel zu oft in ihrem Kopf hatte...meine Schuld...meine Schuld...als würde ihr jemand ständig einflüstern, sich selbst zum Sündenbock zu machen.
Harry war aufgestanden und trat nun an Fawkes Käfig heran, in dem der Aschehaufen langsam wieder zu Leben erwachte.
Der Direktor lachte auf: "Harry, ich sehe Sie immer noch vor mir, wie Sie das erste mal zutiefst erschraken, als dies passierte. Wenn Sie mir die Bemerkung gestatten...Sie sehen heute sehr viel gefasster aus."
Harry lachte auf. "Ja, ich erinnere mich auch noch gut daran, Sir. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht. Jetzt finde ich es immer noch faszinierend wie diese Vögel wieder auferstehen...und meine Hosen sind noch trocken."
Der Direktor lachte auf und erhob sich von seinem Stuhl. "Würden Sie mich bitte kurz entschuldigen?" fragte er mit einem Zwinkern und verschwand durch die angrenzende Tür.
Hermine warf Harry einen bösen Blick zu. Der zuckte nur mit dem Schultern und sah sie fragend an, sich offenbar keiner Schuld bewusst.
"Musste das sein?" zischte sie ihn wütend an.
"Was?" fauchte er seinerseits.
"Du musst mich nicht hinstellen, als käme ich nicht alleine klar...ich brauche keine Hilfe von Außerhalb."
"Hermine, sei doch nicht so empfindlich...ich wollte doch nur..."
In diesem Moment betrat Dumbledore wieder den Raum. In der Hand hielt er einen Umschlag.
"Dies ist mein Hochzeitsgeschenk", sagte er und reichte den Umschlag nachdrücklich an Harry, als dieser schon mit dem Kopf schütteln wollte. Schließlich nahm er ihn jedoch entgegen und blickte dann zu Hermine. Sie nickte ihm kurz zu, und gab so ihr Einverständnis, dass er ihn öffnen solle.
Harry zog die eingesteckte Lasche heraus und holte zwei Ketten hervor, an denen jeweils ein kleiner gläserner Anhänger, in einer silbernen Fassung hing. Harry reicht eine davon Hermine. "Die sind wunderschön", sagte sie gerührt. Der Direktor lächelte und Hermine fiel auf, dass seine Augen verräterisch glänzten.
"Seit ich von eurer Verbindung wusste war mir immer klar, dass ihr eines Tages hier stehen würdet um mir mitzuteilen, dass ihr heiraten wollt. Nun - inzwischen seid ihr verheiratet und ich habe offensichtlich gut daran getan, diese Schmuckstücke bereits vor einigen Monaten in Auftrag gegeben zu haben. Sie haben eine besondere Eigenschaft. Diese Anhänger vermögen es, die innigsten Gefühle der Liebe, die ihr gegenseitig empfindet, aufzunehmen und sie euch in Erinnerung zu rufen, solltet ihr jemals Zweifel daran haben. Füllt sie mit eurer Zuneigung und ihr werdet niemals das Gefühl missen müssen, das der andere euch entgegenbringt."
Sprachlos sahen beide auf ihren jeweiligen Anhänger.
"Man kann es nicht sehen", erläuterte Dumbledore fast belustigt, "aber ihr werdet es spüren können."
Hermine trat zu Dumbledore, doch statt ihm die Hand zu reichen, umarmte sie ihn so plötzlich, dass auch er überrascht schien, die Umarmung jedoch erfreut erwiderte. Auch Harry trat zu dem alten Mann, streckte seine Hand aus und sagte: "Sir - wir danken Ihnen für diese kostbaren Geschenke. Wir werden sie immer in Ehren halten."
Der Direktor lächelte sanft: "Haltet eure Gefühle füreinander in Ehren. Dies wäre mir der schönste Dank. So, und nun raus mit euch. Wie ich hörte, möchtet ihr noch meiner lieben Kollegin Minerva einen Besuch abstatten. Ich wage mir gar nicht vorzustellen, wie sehr sie aus dem Häuschen sein wird, wenn Ihr ihr eure Neuigkeit mitteilt. Ich wette sie sagt als erstes, sie habe es immer gewusst."
Hermine lachte über seiner Prognose. Harry verzog kritisch sein Gesicht, wie zu seinen besten Schulzeiten.
Dumbledore begleitete sie zur Tür: "Geht meine Lieben, geht...und bereitet der guten Minerva die große Freude ihres Lebens."
Hermine kam nicht umhin, den Direktor für etwas zu enthusiastisch zu halten. Natürlich freute sie sich auf McGonagalls Gesicht, wenn sie ihr diese Nachricht mitteilen würden, doch dass ihre Lehrerin sich dermaßen freuen würde und dies womöglich auch noch zeigte, hielten sowohl Hermine als auch Harry für völlig ausgeschlossen.
Gemeinsam gingen sie den Gang entlang. Es wäre das erste mal, dass ihre ehemalige Hauslehrerin sie in ihren Privaträumen empfangen würde. Beide waren dementsprechend etwas nervös.
Hermine war völlig in Gedanken versunken. Im Geiste malte sie sich aus, was sie gleich sagen würde - wie McGonagall wohl reagieren würde - ob sie es bedauern würde, weil sie nicht früher informiert worden war.
Dann hörte Hermine Harry scharf die Luft einziehen. "Snape", knirschte er durch die Zähne. Sofort sah Hermine auf und erkannte ebenfalls die dunkle Gestalt, die auf sie zukam. Für einen Moment glaubte sie, ihr Herz würde stehenbleiben. Warum? Warum musste er ihnen begegnen? Warum hatte sie nur dieses verdammte Pech?
tbc
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