22. Kapitel

Den Gefürchteten im eigenen Reich

Als Hermine in ihre Wohnung zurück gekehrt war, ließ sie sich kraftlos in den Sessel sinken. Kaum dass sie saß, klingelte das Telefon.

Es kostete sie unendliche Mühe abzuheben und ihren Namen zu nennen.

"Hallo Hermine, ich hörte es geht Ihnen nicht gut. Sie haben heute nicht unterrichtet und ich mache mir Sorgen um Sie."

Innerlich seufzte Hermine, doch sie ließ ihre Stimme freundlich klingen: "Hallo Charles - mir geht es schon besser. Ich denke, ich werde morgen meinen Unterricht wieder aufnehmen können."

"Oh, das freut mich zu hören. Ich würde trotzdem gerne nach Ihnen sehen."

Hermine biss einen Moment die Zähne aufeinander.

"Hören Sie, Charles..."

"Charly", unterbrach er sie.

"Charly - mir geht es wirklich schon wieder gut...ich möchte mich nur noch ein wenig ausruhen."

Stille am anderen Ende - Hermine glaubte schon, er habe es tatsächlich begriffen.

"Ich bleibe nur ganz kurz. Ich möchte Ihnen etwas bringen...von der Uni."

Jetzt ließ Hermine tatsächlich ein genervtes Stöhnen hören. "Na gut - aber bitte wirklich nur kurz", sagte sie schließlich verärgert.

Charles Grant schien der ärgerliche Ton nicht das Geringste auszumachen.

"Gut, ich komme in etwa einer halben Stunde."

Hermine grummelte eine Bestätigung und legte dann auf.

Sie ließ sich wieder in den Sessel sinken und schloss die Augen.

Es kam ihr vor, als sei gerade eine Minute vergangen, als es an ihrer Tür klingelte.

Sie schickte einen schnellen Blick zur Uhr und erkannte, dass ihr Gefühl sie nicht trog.

Hatte dieser Mann etwa vor ihrer Haustür gelauert?

Nun gut, dann wäre er auch schneller wieder fort.

Sie sprang aus dem Sessel und bemühte sich um einen neutralen Gesichtsausdruck, als sie die Tür öffnete.

Dann entgleisten ihre Gesichtszüge allerdings völlig, denn es war keineswegs Charles Grant der dort stand.

"Was machen Sie denn hier?", fragte sie völlig entgeistert.

"Ich bin nicht freiwillig hier", stellte Snape sofort klar.

"Nein, natürlich nicht", erwiderte Hermine verwirrt, "wollen Sie etwa rein?", fragte sie dann entsetzt.

Snape ließ seinen Blick einen Moment auf ihr ruhen, dann sah er an ihr vorbei in ihre Wohnung.

"Nein - das will ich nicht...ich fürchte allerdings, dass es sich kaum umgehen lassen wird, wenn unser Gespräch nicht im Hausflur stattfinden soll."

Hermine stieß ihre Tür ein Stück weiter auf, hob beide Hände wie um eine Kapitulation anzudeuten und sagte laut: "Klar, kommen Sie rein...mich fragt ja eh keiner...fühlen Sie sich ganz wie zu hause."

Snape folgte ihr tatsächlich und schloss die Tür leise hinter sich. Dann blieb er jedoch im Flur stehen, während Hermine schon ins Wohnzimmer durchgegangen war.

Sie drehte sich um und ließ ein entnervtes Stöhnen hören.

"Jetzt kommen Sie schon, oder wollen Sie da Wurzeln schlagen?"

Zögerlich folgte er ihr und sah sich kurz um, bevor er eine steinerne Miene aufsetzte. Sie beobachtete ihn.

"Eine Muggelwohnung - das muss ganz schön schrecklich für Sie sein, mich hier aufsuchen zu müssen", sagte Hermine spöttisch, dann fügte sie schnell an, "hatten Sie mir nicht gesagt, dass Sie jeden weiteren Kontakt mit mir vermeiden wollten?"

"Sagte ich das?", fragte er ohne jegliche Regung nach.

"Ja, Sie sagten, dass Professor Dumbledore oder Minerva McGonagall meine Kontaktpersonen sein würden. Sie wollten das regeln."

Snapes Stimme schnarrte geradezu: "Sie lehnten beide ab."

Hermine konnte ihre Überraschung nicht verbergen: "Was? Warum?"

Mit einer schnellen Bewegung zog er sein Jackett aus und legte es über seinen Arm.

Sie betrachtete ihn eingehend. Mit seinem weißen Hemd und der schwarzen Stoffhose sah er fast aus wie ein Muggel - ein wenig zu festlich vielleicht - doch eindeutig sehr wenig nach dem Snape, wie sie ihn bislang gewohnt war.

"Beide waren nicht gewillt, mir einen trifftigen Grund zu nennen", gab er ärgerlich zurück.

Hermine nickte zögerlich, dann bemerkte sie seinen intensiven Blick.

Sie sah an sich hinunter und stellte fest, dass ihre Kleidung zwar salopp war, jedoch keine Beanstandung gerechtfertigt hätte, also sah sie ihn fragend an.

"Sie sehen...nett aus", sagte er vorsichtig.

Ihr Blick wurde noch fragender.

"Ihre Frisur", erläuterte er dann.

Automatisch griff sich Hermine ans Haar und spürte wie sie errötete. Sie hatte vollkommen vergessen, dass diese Frisur wohl kaum zu einer Frau passen würde, die den ganzen Tag krank im Bett verbracht hatte und war unendlich froh, dass es nicht Charles gewesen war, der da vor ihrer Tür gestanden hatte.

"Hatten Sie noch etwas vor?", fragte Snape seltsam rücksichtsvoll.

Die Situation erschien Hermine mit einem mal so unwirklich, dass sie es auf eine weitere eigentümliche Wendung ankommen ließ.

"Heiraten", erwiderte sie knapp.

Seine Stimme klang überaus trocken: "Dann sollte ich mich wohl wieder kurz fassen."

"Wäre nicht schlecht", gab sie unnachgiebig zurück, ehe sie anfügte, "das wird Ihnen sicher leicht fallen, wo Sie doch offensichtlich von mir und meiner Muggellebensart so überaus abgestoßen sind."

Ein Moment verstrich, ohne dass er eine Regung zeigte.

"Das bin ich nicht", sagte er dann knapp. Hermine sah ihn ungläubig an. Sie hatte sich vorgenommen ihm eine Frage zu stellen - dies wäre der richtige Zeitpunkt...ein besserer würde wohl kaum kommen, also atmete sie tief durch und sagte: "Ich möchte wissen, warum...warum..."

"Warum ich Sie geküsst habe?", unterbrach er sie.

Hermine nickte erleichtert - sie hatte es sich nicht nur eingebildet und er leugnete es auch nicht.

"Ich hatte Lust dazu", gab er zurück.

"Sie hatten Lust dazu?", voller Empörung riss sie die Augen auf.

"Warum wohl sonst küsst man jemanden?", fragte er mit einer Belustigung die schon an Frechheit grenzte.

Hermine kam es plötzlich furchtbar dumm vor, dass sie ihm andere Motive unterstellt hatte - natürlich, er hatte sie geküsst, weil er gerade Lust dazu hatte - und sie hatte ihm auch noch diesen 'Spaß' äußerst willig gegönnt.

Sie schluckte, als er sie nun so undurchdringlich ansah.

"Wie gut, dass Ihnen noch eingefallen ist, dass Sie ein Schlammblut küssten, sonst...", sie hielt inne und ärgerte sich selbst, dass sie den Satz nicht früher beendet hatte.

"Sonst was?", hakte er sofort nach.

"Nichts!", fauchte sie ihn an.

Er schien tatsächlich irritiert.

Hermine streckte die Hand nach ihm aus und Snape sah verwundert darauf.

"Ihr Jackett", forderte sie dann.

Er hielt ihr das Kleidungsstück entgegen und Hermine ging zurück in den Flur, um es an der Garderobe aufzuhängen und erneut tief durchzuatmen - dummerweise sorgte dies dafür, dass sie seinen Geruch, den das Jackett verströmte, ebenfalls inhalierte. Sie versuchte sich zur Ordnung zu rufen.

Für einen Moment war sie fast versucht die Wohnungstür zu benutzen und diesen Mann, der sie scheinbar seit neuestem nur allzu gerne überfiel, einfach allein zurück zu lassen.

Doch schließlich kehrte sie ins Wohnzimmer zurück und sagte nicht sonderlich freundlich: "Setzen Sie sich."

Er kam ihrer Aufforderung nach und fuhr sich dann kurz durchs Haar, welches ihm ins Gesicht gefallen war.

Eine graue Strähne hatte sich nach vorne gemogelt und ließ Hermine klar darüber werden, dass ihr ehemaliger Lehrer der Zeit genauso wenig entgegenzusetzen hatte, wie jeder andere auch.

"Wollen Sie was trinken?", fragte Hermine nicht weniger unfreundlich als zuvor. Er nickte knapp.

"Gut, Tee?"

Abermals ein Nicken.

Hermine war froh in die Küche entfliehen zu können. Sie setzte Wasser auf und hatte ernsthaft vor, dort so lange zu verharren, bis es kochen würde.

Während sie dort stand, griff sie sich ins Haar, um eine der Klammern zu lösen, die die hochgesteckte Frisur hielten. Kaum hatte sie das Metall berührt, spürte sie, wie ihre Finger in festen Griff genommen wurden.

Erschrocken drehte sie sich um und sah sich Snape gegenüber, der ihr so nahe stand, dass sie unwillkürlich zurückweichen wollte. Wiederum waren es seine Hände, die sie diesmal an der Taille umfassten und von dem heißen Herd fortzogen.

"Lass Dein Haar so - es ist wunderschön", sagte er mit rauer Stimme und gab sie zögerlich wieder frei.

Hermine starrte ihn an und war zu keinem einzigen Wort fähig.

Gab dieser eine Kuss ihm das Recht, sie so vertraulich anzusprechen - Wünsche zu äußern?

Doch ehe sie zu einem Ergebnis gekommen war, hatte er ihr schon eine Hand an den Hals gelegt und strich sanft mit den Fingern über ihren Nacken.

Hermine war gefangen von seinem Blick.

Sie merkte, wie sie ihm einen Schritt entgegen ging und verachtete sich im gleichen Moment dafür.

"Was hätte noch passieren können, wenn ich dich nach unserem Kuss nicht fortgeschickt hätte?", fragte er und sah sie aufmerksam an.

Sie schüttelte den Kopf und wusste, dass allein ihr heißer Atem sie schon verriet.

"Du hast mich fortgeschickt, weil du dich vor mir geekelt hast", erinnerte sie ihn.

"Nein! Nein, das war es nicht", sagte er ohne seine Hand von ihrem Nacken zu nehmen.

"Dann erklär es mir!"

"Ich habe mich vor mir selbst geekelt - davor, dass ich bereit war dich zu benutzen."

Sie lachte empört auf.

"Und das ist also die Erklärung dafür - und doch tust du jetzt gerade nichts anderes...oder willst du das leugnen?"

"Nein - ich leugne es nicht. Aber es ist deine Entscheidung, ob du meinem Drängen nachgibst - nur deine, Hermine." Dann ließ er sie plötzlich los und ging ohne ein weiteres Wort ins Wohnzimmer zurück.

Ihre Hände zitterten heftig, als sie den Tee aufbrühte. Ihr Herz schlug so hart gegen ihre Rippen, dass sie glaubte, es würde jeden Moment aus ihrem Körper ausbrechen.

Als sie ins Wohnzimmer zurückkehrte, konzentrierte sie sich ausschließlich auf den Tee. Sie schenkte zwei Tassen ein und sah nicht auf, als sie mit der Tülle mehrmals heftig gegen die Tassenränder stieß. Sie wollte nicht Snape das Gefühl geben, dass er sie so nervös gemacht hatte - zugleich war ihr klar, dass er es wusste - verdammt, er wusste es!

Als sie mit Einschenken fertig war, gab es keinen logischen Grund mehr, warum sie sich nicht ebenfalls setzen sollte. Also nahm sie ihm gegenüber Platz und sah ihn flüchtig an.

Es lag nicht der selbstgefällige Ausdruck auf seinem Gesicht, den sie erwartet hatte. Vielmehr zeigte es eine Ernsthaftigkeit die sie von ihm kannte, wenn er sich auf einen komplizierten Trank konzentrierte.

Hermine versuchte sich von seinem Anblick loszureißen.

"Sie hatten gesagt, dass ich erst am Freitag Bericht erstatten müsste - wieso sind Sie heute schon hier?", versuchte sie einen geschäftlichen Ton anzuschlagen.

Er räusperte sich, dann sagte er leise: "Ich dachte, wir wären beim 'du' angelangt - aber ich richte mich ganz nach...Ihnen."

Hermine musste über sein letztes Stocken lächeln und sagte schließlich einlenkend: "Gut - lassen wir es beim 'du'."

"Es geht um einen Namen auf der Liste - er kann gestrichen werden. Ich bin hier, um dir dies mitzuteilen - und bei der Gelegenheit kannst du mir erzählen, ob du bereits jemanden ausfindig machen konntest."

Hermine sah ihn kritisch an.

"Welcher Name kann gestrichen werden? Was hat das zu bedeuten? Warum kann er gestrichen werden?"

Snape griff zu seiner Teetasse und Hermine beobachtete, wie er sie ruhig zum Mund führte. Er sprach erst, nachdem er sie wieder abgestellt hatte.

"Es geht um Ernest Webber - um ihn brauchst du dich nicht mehr zu kümmern."

Hermine wartete, ob er ihr noch mehr Informationen geben würde, doch er schwieg.

"Was ist passiert, dass er nicht mehr auf der Liste steht?", fragte sie fordernd.

Snapes Miene blieb neutral, als er sagte: "Er wurde gestern Nacht getötet. Der Lord fand es unterhaltsam, ihn erst eigenhändig zu blenden, bevor er ihn Nagini überließ, die ihn vor den Augen der versammelten Todesser bei lebendigem Leibe verspeiste."

Übelkeit stieg in Hermine auf und sie zog die Hand schnell von der Teetasse zurück, die sie gerade hatte hochheben wollen.

"Das ist schrecklich! Warum hat Voldemort ihn töten lassen?"

"Ich vermute er war verärgert. Das Blenden lässt darauf schließen, dass Webber etwas gesehen hat, das er nicht hätte sehen dürfen. Du verstehst sicher, dass ich Voldemort nicht danach fragen werde - ich lebe lieber mit meinem Augenlicht - oder für den Fall, dass ich zu neugierige Fragen stellen würde, müsste ich wohl eher davon ausgehen, dass er mir meine Zunge herausschneiden würde."

Hermine legte die Hände vor das Gesicht und murmelte einige unverständliche Worte. Ihr Kopf war leer und dennoch zum bersten voll.

"Hast du inzwischen schon etwas herausgefunden?", fragte Snape, und sie spürte, dass er sie mit seinem Drängen nach einer Antwort von ihren Gedanken ablenken wollte.

"Ja...ich..."

In diesem Moment klingelte es an der Tür.

Hermines Blick wurde hektisch. Snape zog die Augenbrauen zusammen und zischte: "Wer kann das sein?"

"Das ist Charles...ein Kollege", erwiderte Hermine flüsternd. Dann ging sie mit schnellen Schritten in Richtung Wohnungstür - doch statt sie zu öffnen bog sie nach rechts ins Badezimmer ab. Nur ein paar Sekunden später kam sie mit einem Handtuch, das sie um den Kopf geschlungen hatte, wieder heraus und öffnete die Wohnungstür einen Spaltbreit.

"Hermine, geht es Ihnen besser?"

Charles Grants Stimme klang besorgt und er hielt ihr einen großen Blumenstrauß entgegen. Hermine öffnete ihre Tür so weit, dass er eintreten konnte, nahm, einen Dank mumelnd den Strauß entgegen und kickte die Tür schließlich mit dem Fuß wieder zu.

"Um was geht es denn, Charles?", fragte Hermine, während sie mit einer Hand den Strauß hielt und mit der anderen das Handtuch an ihren Kopf presste.

"Charly", sagte er freundlich.

"Charly, Sie sagten, Sie hätten etwas von der Uni, was Sie mir vorbeibringen wollten."

Er folgte ihr durch den Flur und blieb kurz vor dem Wohnzimmer grinsend stehen. "Der Blumenstrauß ist von der Uni - ich habe die Blumen vom Campusgelände geklaut."

Hermine sah auf den Strauß und nahm aus den Augenwinkeln heraus wahr, dass Snape sich von der Couch erhoben hatte und ihrem neuen Besucher keineswegs freundliche Blicke zuwarf.

Charles Grant blieb denn auch wie angewurzelt stehen und maß sein Gegenüber ebenfalls mit Blicken.

Hermine drehte sich halb zu Charles um und sagte: "Charly, darf ich vorstellen, das ist mein Freund Severus Snape...Severus, das ist Charles Grant - ein Kollege. Schatz, würdest du die Blumen bitte ins Wasser stellen?", damit reichte sie Snape den Blumenstrauß und deutete auf die Küche, nicht ohne ihm einen flehentlichen Blick zuzuwerfen, dass er dieses Spiel mitspielen solle.

"Natürlich - Liebling", ließ dieser sich vernehmen und warf den Strauß in der Küche achtlos ins Waschbecken, dann kehrte er zurück und fixierte Grant eingehend.

"Ich...wollte nur mal sehen wie es dir geht", rechtfertigte sich der neue Besucher nervös, so dass er Hermine fast schon leid tat.

"Es geht mir wirklich gut", entgegnete Hermine sanft.

"Gut, dann will ich mal nicht länger stören", sagte Charles Grant zerstreut.

"Wir werden Sie nicht aufhalten", stimmte Snape mit funkelndem Blick zu.

"Dann sehen wir uns morgen?", fragte Grant auf dem Weg zur Tür.

"Ja - morgen", sagte Hermine und verabschiedete ihn mit einem leichten Lächeln.

Nachdem sie die Tür geschlossen hatte, drehte sie sich um, um ins Wohnzimmer zurückzukehren. Snapes Silhouette hob sich gegen das Licht ab, als sie ihn dort im Türrahmen stehen sah. Sie wickelte sich das Handtuch vom Kopf und ließ es zu Boden fallen.

"Hast du mit ihm geschlafen?", fragte die schattenhafte Gestalt mit ruhiger Stimme.

"Was? Das geht dich nichts an!", sagte sie entschieden, dann versuchte sie sich an ihm vorbei ins Wohnzimmer zu drängen.

Mit einer einzigen Bewegung presste er sie gegen den Türrahmen und sie spürte seinen Körper dicht an den ihren gedrängt.

"Hast du mit ihm geschlafen?", fragte er abermals und sie konnte seinen Atem spüren.

"Ich...nein...nein, das habe ich nicht - glaubst du, ich hätte ihn sonst loswerden wollen?", erwiderte sie und versuchte sich Snape zu entwinden.

Er hielt sie fest, bis sie einsah, dass sie ihm nicht entkommen konnte - schließlich legte er ihr einen Finger auf die Lippen um sie zum Schweigen zu ermahnen und sah sie eingehend an.

"Ich glaube dir", sagte er schließlich und gab sie urplötzlich frei.

Hermine stand da und sah ihn ungläubig an.

"Was soll das? Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig!"

Snape drehte sich zu ihr um und seine Augen schienen zu lodern, seine Stimme klang dennoch sehr beherrscht: "Vielleicht nicht - vielleicht aber auch doch...wie ich dir schon sagte - diese Entscheidung liegt bei dir. Und nun würde ich gerne auf meine Frage zurückkommen - hast du inzwischen schon etwas über die Muggel auf der Liste herausgefunden?"

tbc

Ach ja - ich freue mich übrigens immer über Reviews...von alten Hasen...von neuen Hasen...und auch von denen, die ich eigentlich als Stammleser begrüßen könnte, da sie mich regelmäßig auf ihre Favoriten- oder Alert-Listen setzen, sich aber bislang noch nie gemeldet haben...ich schreibe für euch:) LG Kira