25. Kapitel

Harte Lektionen

Es war Viertel vor sieben, als Hermine das Schloss betrat.

Aus der Großen Halle hörte sie Lärm, die Flure jedoch waren menschenleer. Sie betrat die Stufen der Treppe, die in Snapes Kerker führten.

Ihre Atmung ging ein wenig zu schnell, doch immer noch im Rahmen der Normalität. Sie bemühte sich um mehr Kontrolle. Ebenso versuchte sie, nicht instinktiv den Atem anzuhalten, als sie schließlich an seine Tür klopfte. Sie hörte Geräusche von innen - also lag kein Schallzauber über dem Raum.

Snapes Blick war abwesend als er die Tür öffnete. In dem Moment als er sie erkannte, zog er einen Mundwinkel in die Höhe, was Hermine mit viel gutem Willen als Lächeln interpretierte.

"Hermine - komm rein."

Sie zögerte. Die vertrauliche Anrede schien hier in dieser Kulisse so unwirklich, dass sie fast glaubte dies sei nur ein Traum, aus dem sie jeden Moment erwachen würde. Er bemerkte ihr Zögern und fragte im selben Tonfall wie sie einen Tag zuvor: "Willst du da Wurzeln schlagen?"

Sie lachte unsicher und betrat schließlich seine Räume. Es war dort viel heller als bei ihrem letzten Besuch. Überall brannten Kerzen und auch im Kamin war ein Feuer entzündet.

Hermine sah sich kurz um. Ihr Blick huschte zu der rückwärtigen Wand und sie sah das schreckliche Bild nur ganz kurz an, um dann sofort die Augen wieder abzuwenden.

Durch die Helligkeit im Raum hatte sie die Personen auf dem Gemälde sehen können. Zwar war die Distanz so groß, dass die widerlichen Einzelheiten nicht zu erkennen waren, doch sie hatten sich in Hermines Gedächtnis eingeprägt und selbst mit geschlossenen Augen sah sie die grausame Szene manchmal vor sich.

Snape seufzte als er ihren Blick und die folgende Reaktion beobachtete. "Soll ich es in Zukunft abdecken wenn du hierher kommst?"

Hermine schüttelte den Kopf und wandte dann dem Gemälde entschieden den Rücken zu.

"Könnten wir bitte anfangen?", fragte sie gefasst.

Snape zog seinen Zauberstab und Hermine wich instinktiv zurück. Sie hatte geahnt, dass er sie ohne Vorwarnung angreifen würde, um ihr auf diese unsanfte Art beizubringen was sie wissen musste.

Er zielte jedoch an ihr vorbei und brachte die Kerzen im hinteren Teil des Raumes zum Erlöschen. Dann legte er den Zauberstab auf den Tisch und sagte: "Würdest du bitte deinen Zauberstab ebenfalls weglegen - wir werden keine Magie benötigen."

Hermine sah ihn mit großen Augen an, griff jedoch wie gewünscht nach ihrem eigenen Zauberstab, um ihn auf den Tisch zu legen.

"Keine Magie? Aber was willst du mir beibringen?"

Er zog eine Augenbraue in die Höhe und funkelte sie belustigt an: "Glaubst du, Zaubern ist das Einzige was ich kann? Traust du mir nicht zu, Dinge auch ohne Magie zu Stande zu bringen?"

Hermine spürte wie sie errötete. Er hatte es völlig ohne Magie fertig gebracht ein Flammenmeer durch ihren Unterleib zu schicken - aber dies war vermutlich keines der Dinge gewesen, von denen er gerade sprach.

Sie schalt sich selbst für diese Gedanken und bemühte sich um eine neutrale Miene, die ihr wohl gründlich misslang.

"Kann ich irgendetwas tun, damit du dich entspannst?", fragte er erstaunt.

Hermine schoss durch den Sinn, dass er diese Frage besser nicht gestellt hätte, sie schüttelte vehement den Kopf.

"Können wir beginnen?", fragte er dann.

Hermine bemühte sich, aus dem Kopfschütteln ein Nicken zu machen.

"Gut, es geht um Folgendes - wenn ein Muggel in deiner Nähe ist, musst du vergessen dass du zaubern kannst. Sobald du dazu gezwungen bist, ist dein Auftrag fehlgeschlagen und es kann schlimme Konsequenzen haben. Der Muggel selbst kann natürlich beeinflusst werden, ohne dass es ihm später bewusst ist, aber du darfst nie vergessen, dass diese Muggel in Kontakt mit Zauberern stehen, die in der Lage sind solche Veränderungen im Gehirn aufzuspüren und deine Spur zu verfolgen. Also lautet die erste Regel - keine Magie!"

Hermine nickte und wollte gerade etwas sagen, als er sie auch schon unterbrach.

"Ich weiß, dass du nicht vorhattest bei deiner Mission Magie einzusetzen - aber du hast dich in Situationen begeben, in denen dir fast nicht anderes übrig geblieben wäre. Soweit darf es nicht mehr kommen!"

"Aber wie soll das funktionieren? Ich musste doch Wege finden, wie ich mit diesen Leuten Kontakt aufnehmen kann", warf sie ein.

Er sah sie lange an, dann nickte er schließlich, was sie mit Genugtuung zur Kenntnis nahm.

Danach sprach er jedoch in einem Tonfall zu ihr, der sie tatsächlich an frühere Unterrichtsstunden erinnerte.

"Es gibt einen Trick, wie man die meisten gefährlichen Situationen vermeiden kann."

Sie sah ihn fragend an.

"Vollkommene Übereinstimmung mit dem Gegenüber", erkläre er.

Hermines Blick wurde noch fragender.

Er räusperte sich kurz, dann sagte er: "Wenn du dich mit einem Muggel triffst der Ausländer hasst, dann bist du ebenfalls ein Mensch, der jeden Ausländer zum Teufel jagen würde. Wenn du jemanden triffst, der ekelhafte Bilder malt, dann sind diese Bilder für dich wahre Kunst. Du hättest bei Deeping Begeisterung heucheln müssen - ihm ankündigen dich malen zu dürfen, natürlich zu einem späteren Zeitpunkt, damit er dich gehen lässt...du hättest ihm nicht das Gefühl geben dürfen, dass du angewidert bist...er hat deine Angst gewittert und es ist ein Wunder, dass du aus dieser Geschichte heil herausgekommen bist. Verstehst du? Du musst lernen zu lügen und zu verbergen wenn du schockiert bist, Hermine!"

"Aber - das kann ich nicht! Solche Dinge kann ich niemandem vorspielen! Ich will es auch gar nicht!"

Snape ließ ihr einen Moment Zeit sich wieder zu beruhigen.

"Dann wird deine Mission schnell scheitern und uns alle in Gefahr bringen. Du musst über deinen Schatten springen. Du wirst sehen, dass du nicht nur sicherer bist, sondern dass du auch mehr aus den Leuten herausbekommen wirst."

Hermine dachte einen Moment nach.

Als sie Martha Bloomsbury das Gefühl gegeben hatte sie wolle ebenfalls, dass alle Ausländer England sofort verließen, war diese redebereit gewesen. Wenn die ältere Frau nicht eingegriffen hätte, wäre Hermine vermutlich an wichtige Informationen gelangt. Sie hätte das Vertrauen der Beiden noch gewinnen können. Durch ihren gerechten Zorn hatte sie sich diese Chance jedoch verbaut.

Es war ihre Schuld, dass diese beiden Muggelfrauen nun eine Sackgasse für sie darstellten.

Widerwillig gestand sie: "Ja, du hast Recht. Ich werde mich bemühen."

Snape taxierte sie: "Bemühen wird nicht reichen. Wir werden das üben! Und dies ausschließlich mit Dingen, die dich am meisten Überwindung kosten."

Hermine schüttelte ungläubig den Kopf.

"Was für Dinge sollen das sein? Wie willst du mit mir üben?"
Snape trat einen Schritt auf sie zu und streckte seinen Arm nach ihr aus.

Er griff nach ihrer Schulter und zog Hermine so herum, dass er ihr Gesicht genau im Kerzenschein beobachten konnte.

Sie schluckte unwillkürlich und bemerkte, dass ihr Pulsschlag nun keineswegs mehr im normalen Bereich lag.

Seine Stimme klang merkwürdig fremd und lauernd.

"Jedes Schlammblut sollte man auf der Stelle töten! Wiederhole das!", wies er sie an.

Hermines erster Impuls bestand darin, ihm einen hasserfüllten Blick zuzuwerfen - doch sie widerstand dieser Versuchung. Mühsam brachte sie ein Nicken zustande und sagte seltsam hölzern: "Ja, man sollte sie töten."

"WEN sollte man töten?", bohrte er gnadenlos nach.

"Jedes Schlammblut", erwiderte sie leise.

Er strich sich eine Strähne aus der Stirn, die ihm vor die Augen gefallen war.

Hermine wich seinem Blick aus.

"Das war eine schwache Vorführung", sagte er mürrisch.

"Ich kann das nicht", erwiderte sie unglücklich.

"Deshalb üben wir - hör zu, ich weiß, dass du die Dinge nicht meinst, die du sagen wirst - aber es ist wichtig, dass du sie überzeugend sagst, sonst brauchst du sie überhaupt nicht zu sagen. Dein Gegenüber muss glauben, dass du das Gesagte so meinst!"

Hermine atmete tief durch, dann sagte sie laut und deutlich: "Jedes Schlammblut sollte man auf der Stelle töten!"

Er nickte zufrieden und ließ sie nicht aus den Augen.

"Die Männer sollte man zuvor foltern. Wiederhole!"

Hermines Augen weiteten sich vor Entsetzen, doch sie wiederholte mit schwankender Stimme auch dies.

"Was glaubst du, sollte man mit Schlammblutfrauen machen, bevor man sie tötet?", fragte er erbarmungslos.

Hermine zögerte: "Ich...ich weiß nicht", versuchte sie eine Ausflucht zu finden.

"Doch, du weißt es! Sag es!"

Sie schüttelte entschieden den Kopf.

"Du sollst es sagen!"

Hermine sah sich hektisch nach der Tür um. Snape hielt sie fest, und zwang ihr ihr Gesicht zu ihm.

"SAG ES!", schrie er sie an.

"Ich kann nicht", wimmerte Hermine und spürte, wie Tränen in ihre Augen traten.

Sein Griff lockerte sich nicht, seine Stimme wurde jedoch wieder sanfter: "Du musst es sagen - wenn du dies sagen kannst, dann wird dir alles andere sehr viel leichter fallen."

Hermine wandte ihren Blick ab, dann flüsterte sie: "Vergewaltigen."

Er ließ sie los und atmete tief durch, dann sagte er: "Nochmal bitte."

Hermine kam die ganze Situation völlig surrealistisch vor. Er bat sie, dies nochmal zu sagen? Er bat darum? Was für ein schreckliches Spiel war das, das er hier mit ihr spielte?

Voller Zorn schleuderte sie ihm entgegen: "Man sollte Schlammblutfrauen vergewaltigen, bevor man sie tötet", dann spürte sie, wie Tränen unaufhaltsam über ihr Gesicht liefen.

Sanft zog Snape sie an sich heran und nahm sie in die Arme.

Durch ihr Schluchzen hindurch hörte sie seine Stimme, die leise auf sie einredete: "Es wird leichter werden. Du wirst an den Punkt kommen, an dem du alles sagen kannst und man es dir glauben wird, ohne dass es dich berührt. Es tut mir leid, dass ich dir dies antun muss, aber du hast immer noch die Wahl auszusteigen."

Durch ihren Geist hallten plötzlich Charlys Worte: 'Tröstet er dich?' - Ja, genau dies tat er gerade! Doch zuvor war er es gewesen, der sie gezwungen hatte diese schrecklichen Dinge zu sagen. Aber er hatte es ihr erklärt - er hatte ihr angekündigt, dass es nicht leicht werden würde.

Hermine spürte, dass ihre Tränen sein Hemd durchnässten und schob sich ein Stück von ihm weg. Sie bemühte sich ihre Stimme fest klingen zu lassen: "Nein. Nein. Ich werde das schaffen", sagte sie und wischte sich fahrig die Tränen vom Gesicht.

Snape sah sie lange an und nahm dann noch mehr Abstand von ihr.

"Ich werde noch weitaus schlimmere Dinge von dir verlangen", sagte er bestimmt.

"Ich weiß - das weiß ich...", stieß Hermine mühsam hervor.

"Warum tust du das? Warum steigst du nicht aus?", fragte er und ließ seine Stimme neutral klingen.

Hermine zögerte nur einen Moment, dann sagte sie: "Weil ich es versprochen habe...weil ich dem Orden helfen will...weil mir Professor Dumbledore sonst meine Erinnerungen nehmen würde...und weil ich...", sie verstummte.

Für einen Moment sah er ihr in die Augen, als könne er dort das Ungesagte entziffern.

"Weil ich in deiner Nähe sein möchte", erklärte Hermine schließlich.

Er schüttelte langsam den Kopf: "Du weißt, dass dies falsch ist! Und du weißt hoffentlich, dass ich gewillt bin, diese Aussage als eine Antwort zu nehmen - eine Antwort darauf, dass ich dich ganz bewusst entscheiden lassen wollte, wie...intensiv unser Kontakt sein soll."

Hermine konnte nicht anders, als über dieses Wort zu lächeln. Intensiv - ja, das traf bereits jetzt ihre Emotionen für ihn äußerst korrekt.

"Wollen wir das Training fortsetzen?", fragte sie tapfer.

Snape schüttelte den Kopf und sagte: "Du wusstest nicht was auf dich zukommt - nun weißt du es und solltest dich für das nächste mal bemühen, überzeugender zu klingen. Egal was du sagst...egal was du tun wirst...Hermine, ich weiß, dass du nur eine Rolle spielst - aber du spielst sie erst dann perfekt, wenn ich mich ebenfalls frage, ob du nicht vielleicht doch genau das meinst was du sagst!"

Sie atmete tief durch und nickte. "Werde ich immer solche selbstverachtenden Dinge sagen müssen?" Sie bemühte sich, ihm offen in die Augen zu sehen.

Er erwiderte ihren Blick ernst. "Du wirst nur lernen gegen deine eigenen Prinzipien zu verstoßen, wenn es genau diese Dinge sind, die ich von dir verlange. Ja, Hermine...ich fürchte, dies ist ein Großteil des Trainings."

Sie nickte stumm und schwieg nachdenklich. Nach einiger Zeit rang sie sich zu einer Frage durch: "Severus - als du dich dem Orden angeschlossen hast...wurdest du ebenfalls...trainiert?"

Er schenkte ihr ein knappes Lächeln, dann sagte er: "So etwas in der Art...jedoch war es bei mir wohl ein etwas anderes...Training."

"Erklärst du es mir? Wer hat dich trainiert?", fragte sie.

"Hermine, ich hatte keinerlei Probleme damit, Dinge zu sagen und mein Gegenüber von der Wahrhaftigkeit meiner Worte zu überzeugen. Hast du je in deiner Schulzeit daran gezweifelt, dass ich dich hasse?"

Sie schüttelte stumm den Kopf.

"Das tat ich nicht", versicherte er, "ich gab es vor, weil ich damals schon ahnte, dass du mir auf die ein oder andere Art gefährlich werden konntest...du blickst zu tief in mich hinein...viel zu tief, als gut für dich ist!"

Hermine wollte etwas erwidern, doch er unterbrach sie.

"Wie gesagt, unterschied sich mein Training von deinem in grundlegenden Dingen. Es war allerdings auch äußerst...schmerzvoll."

Hermine sah ihn aufmerksam an. "Schmerzvoll? Wer hat dich unterrichtet - und wie?", bohrte sie nach. Zuerst glaubte sie, er würde eine weitere Antwort verweigern, doch schließlich seufzte er und sein Gesichtsausdruck wurde grimmig - doch er antwortete: "Albus hat mich unterrichtet."

"Albus? Dumbledore? Aber du sagtest es wäre schmerzhaft für dich gewesen."

Nun entrang sich seiner Kehle ein raues Lachen, das ihr eine Gänsehaut bescherte.

"Du scheinst immer noch zu glauben, dass Albus ein netter alter Mann ist - nicht wahr? Hermine, Albus ist einer der mächtigsten Zauberer aller Zeiten - er führt ein Heer an...er ist für eine ganze Menge Menschenleben verantwortlich. Glaubst du, er hätte einen Todesser in die eigenen Reihen gelassen, wenn er nicht absolut sicher gewesen wäre, dass er ihm vertrauen kann?"

Zögerlich schüttelte sie den Kopf und bat darum, dass er fortfuhr.

"Als ich damals hierher nach Hogwarts kam, da unterzog er mich einem Test...meinem ganz persönlichen Training, wenn du so willst. Ebenso wie du, musste ich meinen Zauberstab ablegen...er jedoch behielt seinen...er setzte ihn dazu ein, mir Gedanken aus meinem Kopf zu entnehmen."

Hermine versuchte zu begreifen: "Er nahm Informationen über den Lord, um zu sehen ob du ihm die Wahrheit sagst?"

Snape schüttelte den Kopf. "Nein, das war es nicht, was er mir nahm...was er mir nahm war verheerend für mich."

"Was war es?", fragte sie atemlos.

Snapes Gedanken schienen jetzt in der Zeit zurückzuwandern.

"Er nahm mir meine Wut. Jegliches Gefühl von Hass ließ er Silberfaden um Silberfaden in seinem Denkarium verschwinden. Zuerst merkte ich es kaum, da ich soviel Wut in mir trug, dass es kaum etwas ausmachte wenn ein Teil davon einfach verschwand. Doch je mehr Silberfäden die Schüssel füllten, desto leerer fühlte ich mich. Ich bat ihn aufzuhören, da ich Angst bekam...ich spreche hier nicht von einem unangenehmen Gefühl...ich spreche hier von Panik - alles durchdringender Panik, die einen lähmt und das Gefühl vermittelt, ganz allein auf der Welt zu sein. Sie überkam mich völlig und ich glaubte sie keine Sekunde länger ertragen zu können. Ich war am Ende meiner Kraft. Schließlich flehte ich ihn an, er solle aufhören - aber er machte weiter. Es war so, als sauge er das Leben selbst aus mir heraus. Er musste sehen, was unter all diesem Hass steckte, um mein wahres Ich zu sehen, wie er sagte. Egal was ich tat - er hörte nicht auf...ich konnte mich nicht wehren...sein Zauberstab war auf mich gerichtet und ich war ihm ausgeliefert. Es war ein langer Prozess...ein schmerzhafter Prozess, doch schließlich bekam er zu sehen, was er sehen wollte."

Hermines Fragen kamen fast lautlos: "Was war das? Was sah er?"

Snapes Lächeln war so gequält, dass Hermine fast wünschte, sie hätte diese Fragen nicht gestellt.

"Was er sah? Er sah mich als heulendes Bündel...einen jungen Mann, der Angst vor dem Leben hatte...Angst vor Verletzungen, Angst vor Einsamkeit...Angst vor einfach allem...aber er sah auch, dass ich mich ändern wollte...dass all der Hass nur die Maske gewesen war...der Wunsch nach Macht nur ein Weg, um meine Ängste unter Kontrolle zu halten - und ich denke er sah etwas, das ich selbst noch nie zu Gesicht bekommen hatte...als die Wut fort war, war nicht viel von mir übrig. Und Albus begriff, dass er mir jeden einzelnen Teil davon wiedergeben musste, um mich am Leben zu halten.

Er weiß, dass er dem hasserfüllten Snape trauen kann - und oft fragte ich mich, ob ich ihn für sein Vorgehen ebenfalls hasse. Aber irgendwann begriff ich, dass es notwendig war - und ich hoffe, dass du ebenfalls akzeptierst, dass die Dinge, die ich dir abverlange, notwendig sind...und du mich dafür nicht hassen wirst. Wenn du es dennoch tust, so werde ich damit leben müssen. Wenn du zu deiner Entscheidung stehst, den Auftrag weiter ausführen zu wollen, so werde ich dich unterrichten...wir brauchen dich...aber über eines solltest du dir im Klaren sein...ich werde dem Orden nicht schaden, indem ich dich schone!"

tbc

Für das nächste Kapitel möchte ich gerne nochmal ausdrücklich auf das Rating hinweisen - Ihr dürft mir aber auch gerne sagen, ob ihr überhaupt ein erotisches Kapitel lesen möchtet:) LG, Kira