Liebe Leser,

eine aufregende Woche liegt hinter Satia und mir, denn unser 'Outing' bezüglich Arikaitas und eure wundervollen Reviews haben uns - auf positive Art - mächtig in Atem gehalten.

Leider muss ich gestehen, dass ich vor lauter Reviewlesen nicht dazu gekommen bin, die Replies für 'Hölle' zu schreiben und gelobe für dieses Kapitel wieder Besserung!

Ich freue mich über jede eurer Reaktionen und wäre glücklich, wenn noch einige stille Leser den Schritt in die Reviewzone wagen würden.

Und da ich gerade schon mal da bin und euch einen vom Pferd erzähle, könnte ich direkt noch vorwarnen, dass dieses Kapitel, entgegen des Titels, ziemlich heiß wird:)

Liebe Grüße, Kira

32. Kapitel

Eiskalt den Verstand ausschalten

Es verging mehr Zeit, als sie berechnet hatte. Severus schien aus diesem Schlaf gar nicht mehr erwachen zu wollen. Inzwischen war es bereits später Nachmittag, und Hermine war mehr als ein Dutzend mal ins Schlafzimmer gegangen, um sich zu vergewissern, dass er noch atmete.

"Wach auf - deine Brüche sind verheilt. Wach auf und sage mir noch einmal, dass du mich liebst", ihre Stimme war nur ein Flüstern - sie wollte ihn nicht ernsthaft wecken, denn irgendetwas sagte ihr, dass er mit diesem Schlaf nicht nur Wunden heilte die man sehen konnte, sondern auch Wunden, die tief in seiner Seele geschlagen worden waren. Dennoch hoffte sie inständig, dass diese eine große Wunde von der er gesprochen hatte - die, die sie geschlagen hatte weil er nun dazu verdammt war sie zu lieben - sich tatsächlich nicht wieder schließen würde.

Hermine betrachtete wie die Lichtstrahlen - die sie am Morgen noch so unwillig in ihr Zimmer gelassen hatte - sich langsam zurückzogen. Sie wollte dass sie blieben. Sie wollte, dass dieser Tag sich nicht in Dunkelheit verwandelte - nicht, bevor Severus erwachte.

Ihr Blick ging zum Fenster und folgte den Schwalben, die schönes Wetter für den nächsten Tag ankündigten, indem sie ihr Futter in oberen Luftschichten suchten.

Es schien ihr fast endlos lange Zeit zu vergehen, während sie unfähig war, sich auf eines ihrer Bücher zu konzentrieren.

Severus schlief - ein Kranker, den sie mit eigenen Händen erst krank gemacht hatte.

Er atmete gleichmäßig und seine Brust hob und senkte sich so friedlich, dass Hermine kaum den Blick davon wenden konnte.

Die Schatten krochen in den Raum und ließen den sonnigen Tag wie einen vergangenen Traum erscheinen.

Hermine schloss für einen Moment die Augen und atmete tief durch, als sie plötzlich sein Murmeln hörte: "Hermine?"

"Ja! Ich bin hier, Severus", antwortete sie augenblicklich und wurde sich dann erst bewusst, dass er im Traum gesprochen hatte.

"Ich bin hier", wiederholte sie dennoch leise, auf ihre eigene Stimme lauschend.

Ihre Stimme sollte tröstlich klingen - für ihn, und für sie.

Es schien zu gelingen, denn sein Gesicht entspannte sich, als sie diese Worte sprach.

Hermine atmete tief durch und wurde sich darüber klar, dass er vermutlich so lange schlafen würde, bis sie keine Zeit mehr hätten. 'Keine Zeit? Für was?', fragte ihre innere Stimme.

'Keine Zeit uns darüber klar zu werden, was hier heute geschehen ist,' erklärte die innere Stimme sich scheinbar selbst geduldig.

Hermine verbannte diese innere Stimme, die ihr nur vor Augen führte, wie sehr die ganze Situation sie verwirrte, und wandte sich erneut einem Buch zu.

Erst als die Dunkelheit das Zimmer überflutet hatte, hörte sie ihn erwachen.

Es war ein seltsamer Moment. Sie erlebte mit, wie Severus Snape vom wehrlosen Schläfer zu dem Mann wurde, der bei allem was ihn irritierte erst einmal sein Gesicht auf völlige Abwehr einzustellen schien.

Trotz des langen Schlafes schien er keineswegs entspannt zu sein, als er sie mit knurrender Stimme ansprach: "Wie lange habe ich geschlafen?"

Hermine antwortete sofort: "Eine halbe Ewigkeit."

"Dann hast du den Trank falsch dosiert", erwiderte er und erhob sich in die sitzende Position, um dann den Kopf benommen in seine Hände zu stützen.

"Ja, mag sein - ich hätte dich vielleicht erst nach deinem Gewicht fragen sollen - nach dem, was du heute schon zu dir genommen hattest - nach was auch immer...du hättest mir doch ohnehin nicht auf meine Fragen geantwortet." Sie sah ihn ernst an, dann fügte sie versönlicher hinzu: "Wie fühlst du dich?"

Er hob den Kopf aus den Händen und sah sie unverändert grimmig an: "Gut genug um zu apparieren."

Hermine nickte zögerlich und griff nach seinem Zauberstab, den sie ihm dann wortlos auf das Bett warf.

Severus griff danach und drehte ihn nachdenklich in seinen Händen.

"Wolltest du nicht apparieren?", fragte sie nach einer Weile.

Seine Augen blickten sie kalt an, dann drehte er abermals den Stab und nickte ihr knapp zu.

"Severus - bevor du gehst...ich möchte, dass du mein Training fortsetzt!"

Er hielt verblüfft inne, dann schüttelte er den Kopf.

"Warum willst du mich nicht mehr unterrichten?"

"Weil es zu grausam wäre."

Hermine lachte über seine Antwort, die er ohne zu zögern gegeben hatte.

"Zu grausam? Für mich oder für dich?"

"Für uns beide", entgegnete er.

Abermals ließ Hermine ein Lachen hören, doch diesmal klang es fast schmerzlich.

"Das, was du als Todesser tust, das ist grausam! Du führst diese Dinge dennoch aus! Ich will dafür kämpfen, dass all dies eines Tages ein Ende findet."

"Der Preis für diesen Kampf wäre zu hoch", entgegnete er bestimmt.

"Es ist MEIN Leben", zischte sie, "du magst entdeckt haben, dass ich es genieße, wenn du über meinen Körper bestimmst, aber dies ist nur ein Teil von mir - glaube nicht, dass du mich von etwas abhalten kannst, das ich möchte. Du bestimmst nicht über mich! Ich werde einen anderen Lehrer finden, wenn du mich nicht weiter unterrichten willst."

Wiederum schüttelte er ungläubig den Kopf.

Hermine sah seine Reaktion. Er verstand nicht was in ihr vorging - er verstand nicht, dass dies ihr verzweifelter Versuch war, die Zukunft beeinflussen zu können, ohne tatenlos zuzusehen, wie die Anhänger um Voldemort weiterhin Leben zerstörten und ihre Macht stetig zunahm.

Doch wenn Hermine ehrlich war, dann war dies nicht ihr einziger Beweggrund. Es war ebenfalls ihr verzweifelter Versuch, dass Severus sie nicht allein ließ - nicht jetzt, nachdem er ihr gestanden hatte, wovon er nun mit Sicherheit nie wieder sprechen würde. Hatte er es überhaupt jemals gesagt? Hatte er jemals gesagt, dass er sie lieben würde?

Und doch war seine ganze Gegenwehr und der Wunsch, sie so schnell wie möglich zu verlassen, Zeichen genug, dass er sich sehr wohl bewusst war, wie viel Angriffsfläche er ihr nun durch sein Geständnis bot.

Hermine hatte ihm sagen wollen, dass er ihnen eine Chance einräumen sollte - doch sein Gesichtsausdruck nach dem Erwachen hatte diesen mutigen Vorstoß in Nichts aufgelöst. Statt dessen begann sie die Konfrontation mit ihm zu suchen. Hermine wusste, dass sie eine bestimmte Reaktion von ihm erwartete. Sie wusste es, doch noch hatte ihr Kopf nicht begriffen, dass sie sich dafür schämen müsste. Für einen kurzen Moment glaubte sie, dass dieses Gefühl diesmal ausbleiben würde, doch das tat es nicht. Hermine wich seinem Blick aus, weil sie spürte, dass er viel zu tief in sie blicken konnte. Tatsächlich runzelte er die Stirn, als wolle er nicht recht glauben, welche Schwingungen von ihr ausgingen.

"Ich werde dich weiter unterrichten. Da du nun deinen Willen hast, kann ich wohl gehen."

Hermine schüttelte stumm den Kopf.

"Nein? Was willst du dann?"

Ein Schauer durchlief sie.

Es konnte unmöglich sein, was hier gerade mit ihr passierte. "Nichts", brachte sie mühsam hervor.

Severus erhob sich vom Bett; seinen Zauberstab hielt er immer noch in der Hand, als er auf sie zukam. Hermine wich seinem Blick aus. Verdammt - wie konnte er nur so unausstehlich arrogant sein, ihre offensichtliche Schwäche so genau zu beobachten?

"Sie mich an!", drängte er.

Hermine wich ihm abermals aus, indem sie ihren Kopf abwandte.

"Magst du mir wenigstens diesmal zugestehen, dass es nicht meine Schuld ist, dass du dich in diesem Zustand befindest?", fragte er und kam ihr nun so nahe, dass sie seine Körperwärme spüren konnte.

"Natürlich ist es deine Schuld", fauchte sie ihn an, ehe ihr klar wurde, dass sie damit zugegeben hatte, überhaupt in einem besonderen Zustand zu sein.

Ein Lachen entrang sich seiner Kehle: "Du hättest mich nur gehen lassen müssen - ich kann immer noch gehen - es fällt mir allerdings jetzt schon enorm schwer. Ich kann deine Erregung spüren, ich fühle deinen Wunsch, dass ich dich berühre - sag es mir jetzt, wenn ich gehen soll!"

"Ich will nicht, dass du gehst", brachte sie atemlos hervor.

Als habe er nur auf diese Bestätigung gewartet, begann er sie zu küssen.

Hermine fühlte im gleichen Moment, wie er ihre Brustwarzen durch den seidigen Stoff ihres Pyjamas ertastete. Sie war nicht ein einziges mal im Laufe des Tages auf die Idee gekommen sich umzuziehen. Nun kam es ihr vor wie eine Fügung, dass dieser seidige Stoff auf ihrer Haut doch noch dazu diente, ihre Reize so eindeutig zur Schau zu stellen.

Severus Hände glitten über ihren Körper, nahmen ihre empfindlichen Nippel schließlich erneut in festen Griff und wanderten dann wieder weiter. Doch immer wenn der Druck abebbte, kehrten seine Hände wieder dorthin zurück und erneuerten die süße Qual.

Hermine spürte, wie sich jedesmal ihr Unterleib zusammenzog, und sich scheinbar eine neue Welle Feuchtigkeit zwischen ihren Beinen ausbreitete. Ihr kam in den Sinn, dass er diese Nässe schon bald durch den dünnen Stoff ihres Slips und den des Pyjamas würde fühlen können.

Als habe er genau dies vor, ließ er seine Hand zwischen ihre Schenkel gleiten und schob sie mit sanftem Druck auseinander. Hermine kam seiner Aufforderung nach. Sie hielt die Luft an, als er mit seinen Fingern unter den Bund der Pyjamahose glitt und dies beim Slip wiederholte. Einen Moment war es Hermine peinlich, dass er sie so überaus bereit vorfand. Doch diese Scham verflog so schnell wie sie gekommen war. Sie hoffte inzwischen, dass er jede Selbstkontrolle verlieren würde und sie dort nahm - gleich und auf der Stelle.

"Was war es, das dich erregt hat? Meine Hilflosigkeit? Der Kampf mit mir? Willst du den Sieg über mich? Sag es mir! Ich muss es wissen!", fragte er, während er sie stimulierte.

Hermine wand sich unter seinen Händen, die ihre Nässe erkundeten und mehrten.

"Nein", hauchte sie.

"Was nein? Kein Sieg über mich? Oder willst du mir mit dem Nein sagen, dass ich aufhören soll? Du weißt, dass dieses Nein ausreicht um mich zu stoppen - soll ich aufhören?", mit diesen Worten schob er zwei Finger in sie und beobachtete genau ihre Reaktion.

Hermine spreizte die Beine noch weiter und blieb eine Antwort schuldig.

Er stieß so lange immer wieder in sie, bis sie sich auf den herannahenden Orgasmus konzentrierte. Doch ehe es soweit war, zog er seine Finger aus ihr zurück und stimulierte sie statt dessen mit der anderen Hand wieder durch den Stoff des Pyjamas. Ihr leises Stöhnen nutzte er, um ihr seine Finger - die noch von ihrem Saft benetzt waren - an die leicht geöffneten Lippen zu legen.

Wie von Sinnen begann sie daran zu lecken und ließ sich von dem Gedanken berauschen, wie sehr er es genoss, dass sie sich selbst schmeckte.

Doch schließlich entzog er ihr seine Hand wieder, und auch das Stimulieren ihrer Klitoris durch den seidigen Stoff, stellte er ein.

"Zieh dich aus", wies er sie an.

Hermine war enttäuscht, dass er ihr bislang nicht gegönnt hatte zu kommen. Immer wieder hatte er den Punkt zu verhindern gewusst, den sie inzwischen so sehnsüchtig erwartete.

Der Pyjama glitt zu Boden und das ohnehin durchnässte Höschen folgte ihm.

Severus Blick änderte sich nicht als sie nackt vor ihm stand - so als gäbe es Wichtigeres, auf das er sich zu konzentrieren habe.

"Denke daran, dass ein nochmaliges Nein alles beenden wird. Verwende es nicht leichtsinnig!"

Hermine nickte knapp.

"Ich möchte nun, dass du dich mit dem Rücken auf das Bett legst. Gesicht zu mir, ich will dich ansehen, wenn du deine Beine für mich spreizt."

Hermine schluckte, kam seiner Aufforderung jedoch nach. Während sie die Beine auseinanderschob, sah er ihr direkt in die Augen. Als sein Blick sich schließlich auf ihren Schoß richtete, war es fast, als würde er auf diese Weise bereits in sie eindringen. Hermine zuckte zusammen, was ihm ein leises Lachen entlockte.

"Diese Reaktion ist selbst für mich neu", sagte er amüsiert.

Hermine schloss beschämt die Beine und wollte aufstehen.

Severus schnalzte mit der Zunge und seine Stimme klang gefährlich, als er fragte: "Muss ich wirklich dafür sorgen, dass du dich brav verhältst?"

Nachdrücklich schob er sie wieder zurück auf das Bett und zog den Zauberstab hervor. "Du hast es nicht anders gewollt", sagte er bedauernd und ließ Fesseln aus Seil um ihre Hände entstehen, die diese eng umschlangen.

Nach während sie spürte wie ein zweites Seil ihre Hände über ihren Kopf gestreckt ans Bett band, ließ Severus ebenfalls Seile um ihre Knöchel entstehen, die schließlich jeweils den rechten, beziehungsweise linken Pfosten ihres Bettes umschlangen.

Nun waren ihre Beine auf eine Art gespreizt, die kein Schließen ihrerseits mehr gestattete.

"Das ist fürs erste nicht schlecht", ließ sich Severus zufrieden vernehmen.

"Mach mich wieder los", stieß Hermine hervor.

"Du hast nicht bitte gesagt", erwiderte er knapp.

"Mach mich bitte wieder los", wiederholte sie und zerrte an den Seilen, die sich rau in ihre Haut gruben.

"Das werde ich, nachdem ich dich um den Verstand gebracht habe."

"Bitte, lass mich jetzt frei!"

"Ich bin gleich wieder da", erwiderte er und verschwand durch die Tür.

Hermine stieß einen wütenden Schrei aus.

Während sie so da lag wurde ihr bewusst, dass er sie mit magischen Seilen gefesselt hatte - es gab wohl kaum eine Möglichkeit die Dinger zu lösen, ohne dafür einen Zauberstab zu benutzen. Wütend rief sie nach ihm - verfluchte ihn und zerrte wider besseren Wissens an den Fesseln.

Als er zurückkehrte funkelte sie ihn zornig an. Er schenkte ihr ein selbstgefälliges Lächeln und sie vernahm ein leises Klirren.

Hermine verfolgte dieses Geräusch mit ihrem Blick und begriff nicht so recht, was seine Demonstration zu bedeuten hatte. In der Hand hielt er eines ihrer großen Wassergläser, es war mit Eis gefüllt, doch er hatte offensichtlich das Getränk vergessen.

"Muggelhaushalte bieten Möglichkeiten, die nicht uninteressant sind" , sagte er jovial und setzte sich zu ihr aufs Bett.

"Tut mir leid, ich habe keinen Whiskey da, falls du welchen gesucht hast", sagte sie mit falschem Bedauern.

Er griff in das Glas und holte einen der Eiswürfel heraus: "Den Whiskey verschiebe ich auf später - mir ist gerade eher nach etwas anderem", sagte er und ein interessierter Ausdruck trat auf sein Gesicht. Dann wandelte der Ausdruck sich zu diebischer Freude. "Mal sehen, wie lange du es aushältst ohne mich anzuflehen ihn wegzunehmen."

Kaum hatte er dies gesagt, spreizte er mit der einen Hand ihre Schamlippen, um mit der anderen den Eiswürfel genau an ihre Klitoris zu halten.

Hermine wusste kaum wie ihr geschah. Die angenehme Kühle verwandelte sich äußerst schnell in ein unangenehmes Brennen. Die Kälte machte ihren Lustpunkt seltsamerweise hyperempfindlich statt taub.

Es war ein Schmerz, der sie lustvoll aufschreien ließ. Doch Severus nahm das Eis immer noch nicht weg. Er begann jetzt damit, ihn durch ihre Spalte gleiten zu lassen, und Hermine merkte, wie sie unter diesem Gefühl erzitterte.

Immer wieder traf er ihre Klitoris und setzte sie erneut dieser quälend reizenden Kälte aus. Schließlich ließ er das Stück Eis so lange nachdrücklich auf jenem empfindlichen Punkt, dass Hermine vor Schmerz aufschrie.

Er lauschte auf ihre Worte, doch schließlich schenkte er ihr nur ein gespielt mitleidiges Lächeln.

Sie hatte ihn beschimpft und angefleht es zu beenden, doch das entscheidende Wort blieb trotz der Qual aus.

Als Severus schließlich den winzigen Rest des Eiswürfels ins Glas zurückwarf, sah er sie zufrieden an.

"Ich fühle jetzt gar nichts mehr", sagte sie vorwurfsvoll und spürte bittere Enttäuschung.

"Abwarten, Miss Granger", gab er knapp zurück.

Und tatsächlich kehrte das Blut in ihr Lustzentrum so geballt zurück, dass sie sich unter dieser Empfindung abermals wand.

Als wollte er diesen Vorgang noch beschleunigen, beugte er sich zwischen ihre Beine und leckte sanft über ihre kalten Schamlippen.

Hermine versuchte sich unter ihm winden und seiner Zungenspitze ausweichen, die mit ihrer Wärme Lust zum Vorschein brachte, die sie nicht so offensichtlich zu zeigen bereit war.

Doch je mehr sie sich wand - je mehr die Fesseln in ihre Haut schnitten, desto energischer ging er vor. Seine Zunge fand schließlich den Weg in ihre Öffnung und die Kälte war vollends gewichen. Hermine spürte, wie er tiefer in sie drang und ihren Geschmack in sich aufsaugte.

Schließlich stoppte er diese Art der Erkundung und beugte sich über sie, um ihr einen Kuss zu geben. Wiederum schmeckte sie sich selbst und er schien diesen Gedanken auch jetzt zu genießen, denn er beendete den Kuss erst nach schier endloser Zeit.

Atemlos verfolgte sie sein Tun.

Als sie begriff, dass er abermals einen Eiswürfel aus dem Glas fischte, schüttelte sie wild den Kopf.

"Nein!"

Mit einem Lachen warf er ihn zurück ins Glas und beugte sich abermals über seine Gefangene.

"Was willst du, Hermine?"

"Ich will dich", sagte sie und sah ihn ernst an.

"Mich? Was willst du? Sprich es aus!"

"Löse meine Fesseln", sagte sie, statt seinen Befehl zu befolgen.

Er drehte sich um und inspizierte eine ihrer Fußfesseln.

Sanft fuhr er mit seiner Fingerspitze über ihre geschundene Haut.

"Du solltest besser lernen still zu halten", sagte er ruhig.

Hermine erwiderte nichts, als sie begriff, dass er sie nicht losbinden würde.

Seine Hände wanderten von ihren Füßen langsam ihre Beine hinauf. An den Innenseiten ihrer Oberschenkels ließ er sie verharren, ehe er sie plötzlich weiter wandern ließ und Hermines Scham spreizte.

"Du scheinst mir erregt", sagte er spöttisch.

"Gemeiner Dreckskerl!", spie sie ihm entgegen.

"Oh, das ist nicht nett", erwiderte er scheinbar bekümmert.

Ein gequälter Laut entrang sich ihr, als er die Hände fortnahm und sie bedauernd ansah. "Wenn du mir nicht sagst was du möchtest, woher soll ich es dann wissen?"

"Du weißt verdammt gut, was ich möchte!", fuhr sie ihn an.

"Kann ich etwa Gedanken lesen?", gab er mit einem Grinsen zurück.

Hermine schnaubte über soviel Dreistigkeit. Ebenfalls war sie verärgert über seine Gelassenheit, angesichts ihrer kopflosen Erregung.

"Ich will...", begann sie zögerlich.

Er hob interessiert eine Augenbraue. "Ja?"

"Ich will, dass du mich jetzt liebst", brachte sie hervor.

"Das tue ich - ich liebe dich Hermine", gab er zurück und sah sie lächelnd an, als habe er den Sinn ihrer Worte nicht verstanden.

Hermine entfuhr ein gequälter Laut. "Bitte!"

"Bitte was?", fragte er unbarmherzig.

Sie schloss die Augen und biss sich auf die Lippe.

Als sie spürte wie er aufstand, riss sie die Augen schnell auf und stieß hervor: "Bitte schlafe mit mir!"

"Ich habe bereits geschlafen - dank deiner gütigen Hilfe habe ich mehr geschlafen, als ich es üblicherweise tue. Nun fühle ich mich äußerst entspannt und ich denke, ich kann dieses Spiel noch einige Zeit spielen, ehe ich erneut Schlaf benötige."

Er sah sie abwartend an. Hermine wurde sich darüber klar, dass er log - er wollte sie ebenso drängend wie sie ihn, doch was hielt ihn davon ab, sich selbst Befriedigung zu verschaffen, wenn er nun ging, während sie hier lag und ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden waren.

Er war schon auf dem Weg zur Tür, als sie rief: "Du sollst mich ficken, verdammt noch mal!"

Severus blieb stehen und wandte sich langsam wieder zu ihr um.

"Warum hast du das denn nicht gleich gesagt?", ließ er sich spöttisch vernehmen und kehrte zu ihr zurück.

Ohne zu zögern entkleidete er sich, löste er ihre Fußfesseln und hob ihre Beine über seine Schultern. Als er nun in sie eindrang geschah dies so schnell und intensiv, dass sie aufkeuchte und an den Fesseln riss, die noch ihre Hände banden.

Severus forderte sie auf, die eben gesagten Worte so lange zu wiederholen, bis sie schließlich gemeinsam im Strudel des Orgasmus für eine Zeit lang jenseits dieser Welt zu sein schienen.

Sie konnte spüren, dass auch für ihn dieser Höhepunkt eine Befreiung war. Jede Sekunde, die er sie gequält hatte, war letztendlich auch Qual für ihn gewesen, die er gut verborgen hatten.

Doch als er sich in sie ergoss, spürte sie sein Zittern, das all seine Anspannung freigab. Keuchend ließ er sich neben sie sinken, nachdem er ihre Beine vorsichtig freigegeben hatte. Ohne ein weiteres Wort griff er zum Zauberstab und ließ nun auch die restlichen Fesseln verschwinden.

Hermine rieb sich die schmerzenden Handgelenke und seufzte. Sie hatte sich auf etwas eingelassen, das Spuren hinterlassen würde - Spuren, die weitaus länger andauern würden, als diese Abschürfungen.

Severus stützte sich auf seinen Ellenbogen und sah sie aufmerksam an.

"Du solltest damit aufhören, dich jedesmal schuldig zu fühlen. Es ist ein unnötiges Gefühl. Lass es dabei bewenden, dass du es genießt - wenn du dir Schuldgefühle machen willst, so erwarte nicht von mir, dass ich sie dir jedesmal ausreden werde. Sei meine Sklavin oder sei meine Herrin - aber sei es mit voller Hingabe und ohne Reue."

Hermine legte die Hände vor ihr Gesicht und verharrte einen Moment in dieser geschützten Position.

"Ich fürchte mich vor mir selber", gab sie schließlich zu, nachdem sie die Hände heruntergenommen hatte.

"Ich weiß - aber es besteht kein Grund dazu. Es gibt Dinge, die du mehr fürchten solltest, als deine Begierden. Wenn du darauf bestehst, dass ich dein Training fortsetze, so müssen wir es so bald wie möglich wieder aufnehmen - wir haben kostbare Zeit verloren, Hermine."

Sie nickte beklommen und fragte leise: "Wann?"

"Morgen", kam die knappe Antwort.

"In Ordnung", erwiderte sie gefasst.

Er zog sie an sich und küsste ihr aufs Haar. Hermine fühlte sich geborgen und ließ sich von diesem Gefühl überschwemmen. Sie kuschelte sich an ihn und wollte seine Wärme genießen, seinen Geruch einatmen, bis er tatsächlich wieder nach Hogwarts apparieren müsste.

tbc