40. Kapitel

Die Dunkelheit als Bühne

Hermine konnte im Dunkeln Severus Augen leuchten sehen. Er lauerte auf eine Reaktion von ihr.

Ihre Stimme enthielt dieses verräterische leise Schwanken, für das sie sich selbst hätte ohrfeigen können: "Der Verbotene Wald ist wohl kaum der rechte Ort für..."

Er unterbrach sie, ehe sie das Offensichtliche zu ende sprechen konnte: "Du sagtest mir, ich sei wohl nicht minder gefährlich, als die wilden Tiere dieses Waldes - ich sorge nur dafür, dass du Recht behältst. Gib mir deine Hände."

Hermine trat unwillkürlich einen Schritt zurück und versteckte ihre Hände hinter dem Rücken.

Er schickte ihr ein Schnauben: "Das ist unartig, Miss Granger. Du weißt, dass ich dich dazu zwingen kann...aber ich möchte, dass du sie mir freiwillig gibst."

"Das werde ich nicht tun!", stieß sie wütend hervor.

Ein Zungenschnalzen löste ein erneutes Schnauben ab.

In der Ferne erklang ein Eulenruf, während Severus sich Hermine wiederum näherte.

Ein traumversunkenes leises Jaulen ließ sie die Aufmerksamkeit einen Moment auf die schlafenden Wölfe richten - genug Zeit für Severus, um ihr den Rückzug unmöglich zu machen, da die dichten Stämme hinter ihr kein Durchkommen ermöglichten.

Er schien ihr tatsächlich wie ein Raubtier, als er einen Kuss erzwang, und sie dabei nachdrücklich gegen die rauen Stämme drückte.

Sie versuchte zu protestieren, aber immer wenn sie zum Sprechen ansetzte, stieß seine Zunge um so gieriger in ihre Mundhöhle.

Paradoxerweise hielt sie immer noch ihre Hände hinter dem Rücken verschränkt, da es ihr wichtig erschien, wenigstens diesen Teilsieg aufrecht zu erhalten - das wiederum sorgte dummerweise dafür, dass er ungehindert seine Hand in ihren Hosenbund schieben konnte.

Er ging zielstrebig vor - keine zärtliche Berührung, um sie vorzubereiten - und es entlockte Hermine ein gequältes Stöhnen, dass er sie dennoch überaus bereit vorfand.

Die Feuchtigkeit, durch die seine Finger glitten, um in ihrem Eingang zu verschwinden, steigerte sich enorm durch sein unsanftes Verhalten.

Besitzergreifend stieß er in sie, als wolle er ihr klar machen, dass sie genau dafür geschaffen worden war. Für ihn bereit zu sein, war ihre einzige Bestimmung.

Hermine wehrte sich gegen diesen Gedanken, der eine Ohrfeige für jedes erkämpfte Recht der Frauen war. Es war nicht richtig so zu denken - warum nur fühlte es sich dann so gut an?

"Streck deine Hände aus", sagte er völlig ruhig, als würde er sie zum ersten mal darum bitten, während seine Finger tief in ihr steckten und er ihren Lustpunkt mit dem Daumen massierte.

Hermine erzitterte leicht, und bog ihm ihren Unterleib entgegen, während sie die Hände hinter ihrem Rücken ineinanderkrallte.

Seine Bewegungen wurden langsamer, der Druck schwächer, als er seine Worte wiederholte: "Streck deine Hände aus."

"Du kannst mich nicht dazu zwingen", wagte sie einen atemlosen Vorstoß.

Seine Finger glitten aus ihr heraus und massierten ihre Vulva aufreizend langsam.

"Du bist wahnsinnig schön, wenn du erregt bist", hauchte er in ihr Ohr, dann entfernte er seine Hand von ihrem pochenden Lustzentrum, und wandte sich um.

Hermine sah, wie er ihr den Rücken zuwandte und nach dem geeigneten Weg für ihren Weitermarsch suchte. Er war schon ein ganzes Stück entfernt, als sie ihn rief.

Er drehte sich anfangs nicht einmal um, doch Hermine wusste, dass er ihre Kapitulation genoss.

Als er endlich zu ihr sah, stand sie mit ausgestreckten Händen da und ihr Herz klopfte bei diesem demütigen Akt bis zum Hals.

Ohne Eile kam er zurück und griff in seinen Umhang. Endlich erkannte Hermine, was er zuvor vom Boden aufgehoben hatte. Der erste Gegenstand war keineswegs eine Wurzel gewesen, sondern einer der Stricke, die Filch für die Übeltäter mitgebracht hatte, und der wohl zu Boden gefallen war.

"Dreh dich um", wies er sie sachlich an.

Diesmal kam sie seiner Aufforderung sofort nach, da jegliche Gegenwehr nun der reinste Hohn gewesen wäre.

Sie wandte sich um, so dass sie mit dem Gesicht zu den Bäumen stand. Severus griff nach ihren Handgelenken, während er um sie herumging und zog ihre Hände um den erstbesten dünneren Baumstamm.

Hermine war mulmig bei dem Gedanken, was er vorhatte, und als er ihre Hände band, hätte sie am liebsten vor Empörung laut aufgeschrien. Doch sie hatte ihre Chance gehabt. Sie hätte sich ihm verweigern können, und somit der Schmach entgehen, in einem furchterregenden Wald hilflos an einen Baum gebunden zu werden.

Er nutzte keinen Zauber um das zu tun. Mit geschickten Handgriffen zog er die Knoten selbst stramm, die das Seil so fest um ihre Gelenke band, dass sie spürte, wie es in ihre Haut schnitt. Mit Blicken prüfte er daraufhin ihren eingeschränkten Bewegungsspielraum und hielt ihn offensichtlich für seine Zwecke für angemessen genug.

Hermine sprach seinen Namen mit zittriger Stimme: "Severus - bitte mach mich los - was ist, wenn jetzt eine Gefahr aus dem Dickicht bricht?"

"Dann werden wir so sterben, Hermine. Du mit nassem Höschen und ich mit einer Erektion."

Aus irgendeinem Grund schien ihn das Bild zu erheitern, denn er stieß ein raues Lachen aus.

Nur einige Sekunden später wusste Hermine, dass er sich nicht länger gedulden wollte, denn nun brachte er doch seinen Zauberstab zum Einsatz, um sie auf einen Schlag zu entkleiden.

Von der Kälte der Nachtluft so plötzlich in eisigen Griff genommen, versuchte Hermine sich dieser Falle zu entwinden und zerrte an den Fesseln. Als sie einen Schritt rückwärts gemacht hatte, wurde das Einschneiden in ihre Handgelenke jedoch unerträglich, so dass sie hilflos verharrte, um neue Kraft für einen Befreiungsversuch zu sammeln.

Ihre Lippen zitterten, als sie erneut Severus' Namen sprach und ihn anflehte, sie loszubinden und sie nicht weiter zu quälen.

Unvermittelt glitten daraufhin seine warmen Hände über ihre kalte Haut und wanderten bis zu ihren Brüsten.

Ihre steifen Brustwarzen schwollen zwischen seinen Fingerspitzen zu noch gewaltigerer Größe an, als er sie scheinbar zu zerquetschen schien.

Hermine gab ein Stöhnen von sich, als er diese Behandlung plötzlich unterbrach und sich mit dem Unterleib von hinten fest an sie drückte. Er zwang sie wieder nach vorne und presste damit ihren Körper gegen den rauen Stamm. Ihre Brüste rieben sich an der Rinde und ihre Scham pulsierte heftig. Instinktiv hob Hermine ein Bein und schlang es um den Stamm, um die Reibung an die richtige Stelle zu bringen.

Severus genoss diesen Anblick wohl eine Weile, doch schließlich umfasste er sie nachdrücklich an den Hüften, und zog sie so weit es ging wieder nach hinten. Der Strick schnitt tief in Hermines Hände, unter dieser Zerreißprobe.

Sie wollte gerade einen Schmerzenslaut von sich geben, als ihre Sinne durch einen neuen Eindruck vernebelt wurden.

Severus spreizte ihre Beine, indem er ihre Füße weit auseinanderschob und murmelte dabei leise Worte.

Sie konnte die kühle Luft spüren, die ihr ihre Nässe so überaus deutlich bewusst machte. Er würde jeden Moment in sie dringen und die Kälte in angenehme warme Reibung verwandeln. Hermine versuchte sich zu entspannen.

Sie fühlte ihn hinter sich und hörte, wie er einige Schritte tat. Hermine spürte eine lüsterne Erregung, so geöffnet und wehrlos seinem Blick ausgesetzt zu sein. Ein kalter Wind strich um ihre Beine und traf abermals die feuchte Stelle, als würde die Nachtbrise an ihr lecken.

Er würde diesen Anblick nur für kurze Zeit genießen können, ehe er sich in sie bringen musste, um seinem eigenen Drang nachzugeben. Hermine spürte, wie Gänsehaut sich auf ihrem Körper bildete. Sie brauchte seine Wärme - sofort.

Dann erklang Severus überraschte Stimme: "Argus, wieso kommst du zurück?"

Entsetzliche Panik ließ Hermine aufkeuchen. Sie versuchte ihre Beine zu schließen, doch es war ihr nicht möglich. Als Severus die leisen Worte gesprochen hatte, musste er einen Fluch über sie gelegt haben, der sie zwang, die Position so zu halten wie er sie ihr vorgegeben hatte. Es war ihr weder möglich den Kopf zu wenden, noch die Beine zu schließen. Hermine hatte das Gefühl, auf der Stelle vor Scham zu sterben.

Stille folgte, ehe der Hausmeister ein kurzes geiferndes Lachen ausstieß.

Severus Stimme klang resigniert: "Ich weiß, dass ich dir noch etwas schulde...nimm sie dir, aber dann verschwinde - ich habe noch andere Pläne mit ihr."

Hermine schrie auf.

Ihre Hände rissen an dem Strick; versuchten sich zu befreien - ihre Stimme überschlug sich vor Panik und Wut: "Macht mich los, ihr verdammten Schweine!"

Und dann spürte sie, wie sie ausgefüllt wurde.

Als Severus Stimme keuchend im Takt der Stöße hinter ihr erklang, hätte sie am liebsten einen verbotenen Fluch benutzt, um ihn auf der Stelle zu töten.

"Du hast das 'Nein' vergessen, Hermine. Es gibt keine Regeln in diesem Spiel, außer dieser einen."

Während er sich immer wieder tief in sie brachte, ließ Hermine ihren Tränen freien Lauf.

"Du widerlicher Bastard. Du hast mich glauben lassen, dass Filch mich vergewaltigt - das ist kein Spiel, Severus! Ich hasse dich!"

"Ich weiß", erwiderte er knapp, und zog sich abrupt aus ihr zurück.

Es war ein schrecklicher Moment, als er sie nach allem nun auch noch so stehen ließ.

Hermines Stimme schwankte zwischen Weinen und Schreien: "MACH MICH ENDLICH LOS!"

Sie bebte vor Wut, doch ihr Unterleib vibrierte immer noch innerlich von seinen Stößen. Sie spürte die Hitze zwischen ihren Beinen und war sich bewusst, dass sie außergewöhnlich feucht war.

Als er seine Hand an die pulsierende Stelle schob, schüttelte sie heftig mit dem Kopf.

"Sprich das Nein aus!", sagte er einfühlsam.

Seine Hand massierte sie.

"Sprich es aus!", wiederholte er etwas lauter.

Seine Finger drangen in sie.

Abermals schüttelte sie den Kopf, bevor sie ihn unter einem Stöhnen in den Nacken sinken ließ.

In der Dunkelheit des Waldes brachte es Severus Snape nur mit der Magie seiner Hände fertig, dass die wütende junge Frau sich völlig aufgab und dem Takt folgte, den er vorgab.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Hermine verfluchte sich selbst für ihre wackeligen Beine, als sie Severus einen Hügel hinauf folgte, an dessem Fuße sie zuvor Kräuter und jungen Distelfarn eingesammelt hatten. Sie versuchte sich auf jeden Schritt zu konzentrieren und einen festen Stand zu erlangen, bevor sie weiter hinaufstieg.

Es schien jedoch aussichtslos, denn ihre Muskeln wollten ihr einfach nicht gehorchen. Schweigend ließ sie sich auf die Knie sinken und spürte nun noch um einiges deutlicher, dass nicht nur ihre Muskeln nach diesem heftigen Liebesspiel in Mitleidenschaft gezogen waren. Zwischen ihren Beinen schien alles taub zu sein. Das war vermutlich für den Moment besser so, denn wie wund sie wirklich war, würde sie vermutlich erst nach Abklingen dieser Taubheit zu spüren bekommen.

Ein beängstigender Gedanke schlich durch ihren Kopf wie ein Panther, der auf den Sprung lauerte. Für das, was eben geschehen war, fühlte sie sich gut - viel zu gut. Ihr Körper schrie vor Überanstrengung, aber ihn durchströmte auch ein tiefer Friede, der ihr beinahe unheimlich erschien. War das auch nur eine Art Betäubung? Würde sie, wenn ihr Geist diesen Muskelkater überwunden hatte damit leben können, dass sie ihm nicht die Augen ausgekratzt hatte, sondern sich trotz allem in seine Hand begeben hatte - unter seinen Berührungen erbebt war und ihn angefleht hatte sie noch härter zu nehmen als je zuvor?

Mit gemischten Gefühlen sah sie ihm nach, wie er nichts ahnend über ihre Kämpfe mit Körper und Geist, den Hügel weiter hinaufstieg. Erst als er oben angekommen war, drehte er sich nach ihr um, und obwohl sie sein Gesicht nicht erkennen konnte, war sie sicher, dass er missbilligend auf sie hinunter sehen würde.

Augenblicklich wurde sie jedoch eines Besseren belehrt, als er ihren Namen in die Dunkelheit rief.

Er klang besorgt. Hermine gab einen erschöpften Laut von sich und hob ihren schmerzenden Arm, um ihre Position besser kenntlich zu machen.

Mit weit ausholenden Schritten kam er den Hügel hinab, bis er vor ihr stand. Ohne ein weiteres Wort hob er sie auf seine Arme und erklomm mit dieser Last den Hang.

Die körperliche Anstrengung hatte auch ihn nicht verschont und Hermine konnte sein Herz kräftig schlagen spüren; zudem verströmte er einen männlichen Geruch, den sie tief einatmete, als sie ihr Gesicht an seiner Brust vergrub.

Hermine wusste, dass sie auf keine Entschuldigung für sein Vorgehen zu warten brauchte. Er hatte eindeutig eine neue Grenze überschritten, doch sie war ihm danach weiterhin gefolgt. Es gab nichts zu sagen - es gab nur den Punkt, ihn in Zukunft früher in die Schranken zu weisen.

Als sie auf dem Kamm des Hügels angekommen waren, hielt er einen Augenblick inne und Hermine glaubte, er würde sie nun wieder auf ihre eigenen Füße stellen. Doch er nutzte den Moment, um sein Gesicht in ihrem Haar zu vergraben und sie glaubte einen Kuss zu spüren, ehe er den Weg mit ihr auf seinen Armen fortsetzte.

oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo

Die Morgendämmerung hatte bereits eingesetzt, als die Bäume endlich den Weg auf Hogwarts freigaben.

Hermine fühlte sich müde und ihr Körper schmerzte inzwischen um einiges heftiger.

Erst mit der Helligkeit des Tages wurden ihre Wunden an den Handgelenken deutlich sichtbar, doch auch der Rest fühlte sich an, als habe ein Wolf sie angefallen. Der Vergleich brachte sie beinahe zum Schmunzeln.

Die letzten Stunden hatten sie an einem Feuer verbracht, das Severus kurzerhand entzündet hatte, als sie von Schatten verfolgt worden waren, dessen Ursprung Hermine lieber nicht auf den Grund gehen wollte.

Die schattenhaften Wesen hatten das Weite gesucht, doch Severus und Hermine hatten sich am Feuer niedergelassen. Während Severus mit dem Rücken an einem Baum lehnte, hatte er sie zu sich auf den Schoß gezogen und sie von hinten umarmt.

Sie hatten nur wenig gesprochen, und Hermine war klar geworden, wie sehr sie es genoss, von ihm einfach nur gehalten zu werden, als wäre er ein Mann, dem nichts wichtiger war, als sie zu beschützen.

Sie wusste, dass sie nicht lange in ihrer Erinnerung suchen müsste, um einen Gegenbeweis ins Feld zu führen, aber es war ihr egal. Sie teilte etwas mit ihm, das nur er zu verstehen schien und von dem sie wusste, dass er es ihr nie zum Vorwurf machen würde.

Als sie nun am Waldrand standen, versuchte Hermine ihr Haar zu ordnen und ihre Stimme klang nach dem langen Schweigen ein wenig brüchig.

"Ich werde nun nach Hause apparieren. Ich muss mich ein wenig...frischmachen, bevor ich in die Uni gehen kann." Sie sah kurz auf ihre geschundenen Handgelenke und verschränkte dann die Arme vor der Brust, um das ungute Gefühl, sowie die Kälte etwas zu mildern.

"Du wirst erst mit mir zum Schloss kommen", sagte er nach einem Räuspern.

"Ich habe keine Zeit dafür. Ich muss zusehen, dass ich nicht den Eindruck erwecke, als hätte ich die ganze Nacht über, Sex mit einer Bestie gehabt", erwiderte sie schärfer als beabsichtigt.

"Ich denke, dafür werde ich das ein oder andere Mittel in meinen Räumen haben. Es war keine Bitte, dass du mich begleiten sollst, Hermine."

Sie schüttelte ungläubig den Kopf. Die ganze Nacht hatten sie gemeinsam durchwacht; sie hatte Hunger, war müde und sie fror entsetzlich. Ihm musste es doch, verdammt nochmal, genauso gehen - wie war es nur möglich, dass er immer noch diesen Ton hatte, der davon zeugte, dass sein Wort Gesetz sei?

Ehe sie etwas erwidern konnte, sagte er schlicht: "Ich habe einen Auftrag vom Orden für dich."

tbc