47. Kapitel

Ein Teil der Wahrheit

Es war einer dieser Momente gewesen, die einen glauben lassen, dass das eigene Leben plötzlich auf Zeitlupe geschaltet ist.

Nur ein kurzer Augenblick, der sich bis zur Unendlichkeit ausdehnte.

Severus' Kopf, der sich in ihre Richtung wandte - Harry, der unsicher zu Snape sah, nachdem er ebenfalls Hermine erblickt hatte - Severus' Augen, die sich zu Schlitzen verengten, als sei sie plötzlich eine Bedrohung für ihn.

Das Gefühl, das etwas nicht stimmte, hämmerte in ihrem Kopf und wollte gewaltsam eine Schneise in ihren festen Willen schlagen - in den festen Willen, Severus nicht aufzugeben, egal, was passierte.

Harry verkrampfte die Hände ineinander - sein Blick verschloss sich ebenso, wie der von Severus.

Albus Dumbledores Stimme schien den erstarrten Moment aufzulösen. Erst jetzt bemerkte Hermine, dass Molly und Ginny ebenfalls ins Wohnzimmer zurückgekehrt waren, und nun begrüßte der Direktor von Hogwarts die anwesenden Ordensmitglieder, um dann sofort zu den Tagespunkten überzugehen. Hermine versuchte dem Bericht von Alastor Moody zu folgen, der zu seinem großen Bedauern mitteilen musste, dass DeMille der Einladung des Ordens auch diesmal nicht hatte folgen können. Moody hatte jedoch wichtige Informationen von seinem Informanten erhalten. Hermine konzentrierte sich auf die Namen der neuen Todesser und auf die Orte, die als neuer Treffpunkt für die Treffen des Lords mit seinen Anhängern fungieren sollten.

Severus bestätigte, dass einer der Orte bereits einem solchen Treffen gedient hatte. Hermine spürte, wie sich die Härchen an ihrem Körper aufrichteten, als sie darüber nachdachte, dass vermutlich genau dieser Ort der Schauplatz für sein sadistisches Verhalten an dem Mädchen gewesen war.

Niemand von den anderen wusste so viel über ihn, wie sie.

Und niemand wusste über sie so viel, wie er.

Und doch behandelte er sie beinahe wie eine Fremde, als er nun von Berenger und seinen Plänen zu sprechen begann. Er berichtete, dass es ihrem Einsatz zu verdanken war, dass sie die Informationen erhielten - doch er sah sie dabei nicht an.

Niemand hatte eine Ahnung, was sie hatte erdulden müssen, um an dieses Wissen zu gelangen.

Und niemand wusste, in welche Hölle sich Severus immer wieder begeben musste.

Warum stieß er sie ausgerechnet jetzt von sich?

Spürte er denn nicht, dass sie sich gegenseitig brauchten?

Hermine gab es auf, seinen Blick einfangen zu wollen.

Sie bemerkte, wie Ginny neben sie getreten war und unauffällig die Hand in ihre schob und sie drückte. Ein kleines Zeichen der Freundschaft, obwohl auch sie all das nicht wusste. Hermine musste die Tränen zurückhalten.

Die Erwähnung eines Namens ließ sie zusammenzucken.

"Charles Grant vom Ministerium, was wissen Sie über ihn, Potter?", Severus' Stimme klang gereizt.

Harry schien einen Moment verwirrt, als hätte er nicht damit gerechnet, das Wort erteilt zu bekommen, doch er hatte sich schnell gefangen.

"Charles Grant stellt die wichtigsten Verbindungen zwischen Muggel- und Zaubererwelt her. Er genießt das volle Vertrauen des Ministers, der ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit empfängt. Die Gespräche finden unter besonderen Schutzzaubern statt, so dass nichts darüber nach außen dringt. Er bekommt scheinbar jeden Ministeriumsmitarbeiter zu seinen Diensten abgestellt, den er anfordert."

"Und diesmal fordert er offensichtlich Miss Granger an", sagte Severus und als sein Blick sie endlich traf, schien er sich bis tief in Hermines Eingeweide zu bohren.

"Er wird mich nicht bekommen", gab sie entschieden zurück, ehe ihr bewusst wurde, wie seltsam sie diesen Satz betont hatte. "Ich gehöre nicht zum Ministerium", fügte sie an, während sie innerlich beinahe erfror, weil Severus Augen kalt blieben.

Nun war es Dumbledore, der sich einschaltete. "Wir wissen, dass das Ministerium nicht aufgeben wird. Man möchte Sie in den eigenen Reihen wissen, eher wird man Sie nicht in Ruhe lassen - und es braucht Standhaftigkeit, um den Angeboten zu widerstehen."

Dumbledore lächelte sie an, doch Hermine spürte Wut in sich aufsteigen. Er zog ihre Standhaftigkeit in Zweifel? Für einen Moment spielte sie mit dem Gedanken, ihre Bluse herunterzureißen und mit den Wunden an ihrem Rücken zu präsentieren, wie standhaft sie sein konnte. Aber das sollte ein Geheimnis zwischen dem Direktor, ihr, und dem Mann, der ihre Beziehung wie ein lästiges Insekt zertreten hatte, bleiben.

"Ich habe diese Entscheidung bereits getroffen. Ich werde NICHT für das Ministerium arbeiten. Aber ich möchte eine Frage stellen."

Severus Augen verengten sich zu Schlitzen, während Dumbledores Lächeln noch breiter wurde.

"Eine Frage? Natürlich!"

"Warum ist der Orden bei mir so sehr darauf bedacht, dass ich nicht für das Ministerium arbeite, während man Harry dorthin abkommandiert hat? Vielleicht sollte ich den Posten annehmen, um für den Orden zu spionieren. Harry könnte dann..."

"Hermine, folge mir!"

Sie hielt mitten im Satz inne und sah Severus' steinerne Miene, die keinen Widerspruch duldete.

Ohne sich zu versichern, dass sie seinem Befehl auch wirklich Folge leistete, verließ er den Raum.

Hermine fühlte, wie sich Ginnys Hand erneut kurz in die ihre schob, um ihr Mut zu machen, für das, was jetzt kam. Und Hermine ahnte, dass sie dafür eine ganze Menge Mut brauchen würde.

Die Stille im Raum war beinahe greifbar und Harry wich ihrem Blick aus, als Hermine zumindest bei ihm Bestätigung suchte. War es so falsch, wenn sie ihn ablösen wollte, da sie offensichtlich die Möglichkeit dazu hatte, und er sich erbittert gegen seine Aufgabe gewehrt hatte?

Dumbledores Stimme klang durchaus fröhlich, was zu einer Entschärfung der Spannung beitrug, als er sagte: "Die Beantwortung Ihrer Frage obliegt allein Severus - und das, was er zu sagen hat, obliegt allein Ihnen."

Hermine war sich der Blicke der anderen bewusst, als sie nun ebenfalls den Raum verließ. Sie sah, dass Severus an der Küchentür der Weasleys auf sie wartete, und sie sah ebenfalls, dass eine Ader auf seiner Stirn pulsierte.

Ihr Herz begann zu rasen, doch sie ermahnte sich zur Ruhe. Sie war KEINE verdammte Schülerin, die sich ihre Strafe abholte, obwohl sie keinen Moment daran zweifelte, dass sie genau das erwartete - eine Strafe.

Seine Stimme klang beherrscht, nachdem er die Tür sorgsam geschlossen und mit einem Schallzauber versehen hatte.

"Du vergisst gerade alles, was ich dich gelehrt habe", sagte er mahnend.

Hermine schüttelte unwillkürlich den Kopf. "Warum? Nur, weil ich eine Frage gestellt habe?"

"Du hast schon immer zu viele Fragen gestellt. Aber um die Frage allein geht es nicht. Es ist das, was in deinem Kopf vorgeht. Wie nahe warst du dran, meine Anweisungen, was die Offenbarungen deiner Selbstgeißelung angeht, zu missachten?"

"Du bist in meine Gedanken eingedrungen?"

"Nein, das bin ich nicht, das war auch nicht nötig. Du hast deine Lektion nicht beachtet, die wir mühsam antrainiert haben - ich konnte es an deinen Augen sehen."

"Das wundert mich. Du bist mir doch permanent ausgewichen."

Severus trat zu ihrer großen Überraschung ein paar Schritte zurück, und er verschränkte die Arme vor der Brust.

"Wir haben im Vorfeld besprochen, was der Orden an Informationen erhalten soll. Halte dich daran, oder ich werde Konsequenzen ziehen müssen."

"Darin bist du gut. Niemand kann so gut die Dinge durchziehen, die er einmal beschlossen hat, wie du", sie wandte den Blick ab, als sie merkte, dass ihre Augen sich mit Tränen füllen wollten.

Hermine nahm einen von Mollys magischen Kochlöffeln von der Anrichte und drehte ihn gedankenverloren zwischen ihren Händen, während sie um Worte rang: "Ich kann nicht erkennen, was so falsch an meiner Frage war. Muss ich mit dir etwa auch vorher besprechen, wenn ich eine Frage an den Orden richte? Und warum bestehst du darauf, dass ich auch hier meine Rolle spiele? Wir sind unter Freunden, Severus."

"Nein! Du darfst niemandem trauen - nur dir selbst!"

"Und DU traust nicht einmal DIR selbst."

"Das steht hier nicht zur Debatte!"

"Doch, genau DAS steht hier zur Debatte! Weil du dir selbst nicht traust, beendest du einfach unsere Beziehung - und du hast die Stirn, auch noch zu behaupten, du wolltest mir nicht weh tun."

"Wie sollte es weh tun, wo uns doch nichts verband, als Sex?"

Hermine krallte ihre Hand um den Kochlöffel, so dass dieser erschreckt mit einer Rührbewegung begann, worauf sie ihn in die Spüle warf.

"Nichts als...Sex? Das kann nicht dein Ernst sein, Severus!"

"Natürlich ist das mein Ernst! Was gab es denn noch, Hermine? Was? Sag es mir!"

"Es gab eine Vertrautheit zwischen uns. Nähe...Liebe."

Sein verächtliches Schnauben traf sie wie ein Schlag: "Liebe? Ja, ich sagte dir, dass ich dich lieben würde...ein Fehler - nichts weiter als ein Irrtum. Ich wollte dich, aber viel mehr noch wollte ich dich glauben machen, dass ich dich lieben würde - so war das Training leichter zu bewerkstelligen. Du glaubtest, dass ich dich liebe, also warst du bereit, an die Grenzen zu gehen - an die beim Training, und an die, die ich dir beim Sex abverlangte. Es war nützlich - nicht mehr!"

"Du widersprichst dir selbst", murmelte sie leise, dann lauter: "Du kannst nicht lügen - was ist mit dir los, Severus? Eine einfache Lüge, die du nicht über die Lippen bringst, ohne dir selbst zu widersprechen. Was nun, war es ein Irrtum, dass du glaubtest, du würdest mich lieben, oder sagtest du es mit voller Absicht, um mein Training gezielter durchsetzen zu können?"

"Es ist egal, aus welchem Grunde ich es sagte. Das Thema ist beendet."

"Es ist NICHT beendet!", sagte Hermine und ging auf ihn zu. Ihre Körperhaltung drückte Furcht aus, doch ihre Augen blitzten ihn herausfordernd an.

Seine Augenbrauen zogen sich zusammen, als sie immer näher kam. Sie spürte, dass sie eine Grenze überschritt, die ihn unberechenbar werden ließ.

Wie ein Raubtier packte er sie plötzlich, und drückte ihren Oberkörper auf den großen Tisch, den Molly als Anrichte benutzte. Gegenstände fielen scheppernd zu Boden, während er Hermines Beine packte, sie auseinanderschob und sich zwischen sie brachte. In voll bekleidetem Zustand ahmte er für ein paar Stöße lang den Geschlechtsverkehr nach, ehe er inne hielt und sie anzischte: "Ist es das, was du willst?"

Er ließ ihre Beine los, und einen Moment lang glaubte Hermine, zu erkennen, dass er den angedeuteten Akt in die Realität umsetzen wollte, doch er atmete tief durch und verschränkte die Arme wieder vor der Brust, wie zu Anfang des Gesprächs.

Hermine rappelte sich mühsam auf. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und sie sah, wie ein paar Topflappen vor ihrer Hand in Position sprangen, damit sie sie problemlos fassen könnte. Hermine ignorierte sie, rutschte vom Tisch und stellte sich auf die wackeligen Beine. Trotz der Zurschaustellung ihrer körperlichen Unterlegenheit ihm gegenüber, spürte sie, dass sie erregt hatte, womit er sie eigentlich hatte ängstigen wollen. Ihre Stimme klang leicht vibrierend, als sie sagte: "Ja, das ist es, was ich will.."

Er ließ ein Schnauben hören. "Das ist es, was du willst - und mehr hat es zwischen uns nie gegeben. Es konnte nicht ewig so weitergehen. Ich habe Verpflichtungen, für die ich den Kopf freihalten muss - genauso wie du! Wir werden deine Ausbildung schneller abschließen, als eigentlich vorgesehen. Du bist sehr lerneifrig - und belastbar...ich werde deinen Lehrplan danach ausrichten."

"Damit du mich schneller los bist? Ich liebe dich, Severus", das kam so unvermittelt, dass Hermine diesen Worten noch etwas hinterherspüren musste, ehe sie eindringlicher wiederholte: "Ich liebe dich."

Seine Stimme klang gereizt: "Es ist zu spät."

"Ich weiß, dass du darauf gewartet hast, dass ich dir dies sage - aber du musst doch gespürt haben, dass es so ist. Warum glaubst du mir nicht?"

"Darum geht es nicht."

"Um WAS geht es dann? Um was? Warum weiß Dumbledore, dass du mir etwas zu sagen hast, was nur mich angeht? Warum habt ihr Harry ins Ministerium geschickt? Was ist hier los, Severus?"

"Das musst du nicht wissen!"

Hermine atmete tief durch, um ruhig zu werden. "Bist du der Meinung, es geht mich nichts an, oder möchtest du mich schützen?"

Einen Moment schien er mit sich selbst zu hadern, bevor er nach einem der Küchenstühle griff und ihn Hermine mit Nachdruck hinschob.

"Setz dich - was ich dir zu sagen habe, wird dir nicht gefallen. Warum kannst du es nicht ein einziges mal gut sein lassen? Warum musst du solange mit deinen Fragen nerven, bis man dir die Antwort am liebsten quer in den Hals stopfen würde? Und so wird es sich anfühlen...aber du forderst die Wahrheit, und die sollst du bekommen."

Hermine setzte sich auf den Stuhl und schob ihre zitternden Hände unter ihre Oberschenkel. "Sag es mir!", forderte sie ruhig.

"Es gibt eine Prophezeihung, die dich und mich betrifft. Sie lagert im Ministerium. Harry sah sie in seinen Träumen. Er wird sich inzwischen vermutlich dafür verfluchen, dass er mir davon berichtete, denn nun ist es seine Aufgabe, sie ausfindig zu machen und sie herzubringen. Doch noch hat er nicht einmal in die Nähe der Prophezeiung gelangen können."

Durch Hermines Kopf wirbelten die Gedanken. Eine Prophezeiung, über sie und Severus? Dennoch ergab das Ganze keinen rechten Sinn für sie. Warum war Severus deswegen so aufgebracht?

"Wenn eine solche Prophezeiung existiert, wieso soll ich dann nicht für das Ministerium arbeiten, um an sie zu gelangen? Und warum ist diese Sache für den Orden so wichtig?"

"Weil sie auch einen Teil der Zukunft des Ordens beinhaltet...eine düstere Zukunft - aber diese Zukunft ist verhinderbar...und ich werde sie verhindern!"

Hermine sah seinen entschlossenen Gesichtsausdruck. Ihre Stimme klang versöhnlich, als sie sagte: "Wenn du mir verrätst, was du verhindern möchtest, dann kann ich dir vielleicht dabei helfen."

"Das kannst du", erwiderte er sofort, "halte dich von mir fern! Es gibt so und so keine Zukunft für uns."

"Wenn es eine Prophezeiung gibt, dann gibt es auch eine gemeinsame Zukunft für uns", konterte sie ruhig.

Er schüttelte so bedächtig den Kopf, dass Hermine ein kalter Schauer überlief.

"Wie kannst du so sicher sein?", fragte sie matt, "was hat Harry in seinen Träumen gesehen?"

"Da ich davon ausgehe, dass du nicht eher ruhen wirst, bis du weißt, was er sah, werde ich es dir erzählen. Zuerst sah er nur, dass eine Prophezeiung sich in den Archiven des Ministeriums befand, die uns beide betraf. Ich weiß, dass er immer noch eine mentale Verbindung zu diesem Ort hat, daher nahm ich seine Aussage von Anfang an sehr ernst. Doch nun hatte er erneut einen Traum. Er sah, wie du durch meine Schuld stirbst. Es wird schon bald geschehen. Ich kann dir nicht sagen, wie es passiert, aber ich habe in letzter Zeit oft genug bewiesen, dass ich mir selbst nicht mehr trauen kann. Und doch sah Harry, dass auch das Ministerium eine Rolle bei deinem Tod spielt. Darum habe ich diese beiden Bitten an dich - halte dich von mir fern, und vom Ministerium. Wir können die Prophezeiung noch ändern...und wir werden sie ändern!"

Es dauerte lange, bis Hermine diese Nachricht verdaut hatte. Man erfuhr nicht täglich in einer fremden Küche, dass man schon bald sterben würde. Ihre Stimme klang bleiern: "Also stößt du mich von dir, um mich zu schützen, obwohl ich dich liebe - und du...mich...liebst?"

"Dein Leben ist wichtiger, als Liebe."

"Nein, das ist es nicht. Wenn ich entscheiden könnte..."

"Du kannst aber nichts entscheiden!", fuhr er sie an, "die Entscheidung ist längst getroffen. Es geht hier nicht nur um dein Leben, Hermine! Ich habe ebenfalls ein Recht, zu entscheiden! Was glaubst du eigentlich, was das für ein Gefühl ist, zu wissen, dass ich an deinem Tod schuld bin? Ich habe dir schon so oft weh getan - ich habe Unmenschliches von dir verlangt, das trotz aller Schrecken einem Sinn diente...aber eines steht nun fest, du wirst sterben, und ich werde in irgendeinerweise die Verantwortung dafür tragen. Ich weiß nicht, wie es geschieht...ich muss es verhindern. Wir brauchen diese Prophezeiung - wir müssen wissen, was sie sonst noch beinhaltet."

"Außer meinem Tod?", fragte Hermine matt.

Severus sah sie zum ersten mal an diesem Tage mit warmen Blick an: "Wir werden ihn verhindern."

"Aber um welchen Preis? Ist es nicht auch meine Entscheidung, ob ich bereit bin, diesen Preis zu bezahlen? Es ist unser BEIDER Entscheidung."

Bedächtig schüttelte Severus den Kopf "Nein, es ist nicht nur die Entscheidung von uns beiden...der Orden entscheidet mit - in diesem Falle vertritt Dumbledore den Orden, und seine Anweisung deckt sich mit meiner Entscheidung. Wir werden deine Ausbildung so schnell wie möglich abschließen - und unser Kontakt wird auf eben jene Ausbildung beschränkt bleiben."

Hermine nickte stumm und einen Moment schwiegen beide.

"Wir werden nun zu den anderen zurückkehren", Severus wandte sich bereits zum Gehen, als Hermine seinen Umhang festhielt.

"Severus...ein Teil von mir ist bereits gestorben - doch ein anderer Teil von mir lebt offensichtlich noch, denn es tut verdammt weh..."

"Du wirst lernen, mit dem Schmerz zu leben...so wie ich", damit löste er ihre Hand und verließ die Küche.

tbc