Liebe Leser,
ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass ihr diese Geschichte insgesamt über Hundert mal zu euren Favoriten genommen habt!
Eure Kira
60. Kapitel
Wachs in deinen Händen
Hermine konnte ihr Herz im Hals schlagen fühlen, während sie die Stufen zum Kerker hinabstieg.
Von der Eingangshalle her erklangen die Stimmen der Schüler, die gerade nach Hogsmeade aufbrachen. Lachen und aufgeregtes Gemurmel erinnerte Hermine an ihre eigenen Ausflüge in das Zaubererdorf. Die Stimmen wurden leiser als Hermine den Flur zu Severus Räumen betrat. Sie hielt inne und überlegte zum tausendstenmale was sie ihm sagen sollte.
Unschlüssig stand sie im düsteren Flur und lauschte ihrem eigenen aufgeregten Atem.
Sie hob die Hand, um an Severus' Tür zu klopfen, hielt sie einen Moment in der Luft und senkte sie schließlich wieder. Erneut überlegte sie angestrengt, was sie als erstes sagen würde - nutzlos.
Hermine hob die Hand und klopfte an.
Es vergingen nur wenige Sekunden, bis die Tür geöffnet wurde.
Severus sah sie einen Moment schweigend an, dann machte er eine einladende Geste. Hermine betrat seine Räume ebenfalls schweigend und betrachtete Severus, während er die Tür schloss.
Er sprach nun, als er noch mit dem Rücken zu ihr stand.
"Kommst du, um mir Indiskretion vorzuwerfen?"
"Nein, ich werfe dir keine Indiskretion vor. Ich weiß, dass du Harry nichts gesagt hast."
Mit einem wuterfüllten Schnauben wandte er sich zu ihr um.
"Er hat dich geschlagen. Es ist nicht zu übersehen, Hermine...ich bringe ihn um."
"Das wirst du schön bleiben lassen, Severus. Dass er es tat, war ein Glück."
"Glück?", er sah sie ungläubig an, dann wandelte sein Blick sich völlig und wurde zu einer grimmigen Maske. "Ich verstehe. Ich lag falsch," fügte er bitter an.
Hermine runzelte die Stirn und versuchte seinen Worten einen Sinn zu entnehmen.
Plötzlich wurde ihr bewusst, dass er nun glaubte, sie hätte Gefallen an Harrys Behandlung gefunden.
"Bei Merlin...", brachte sie mühsam hervor und rang um Worte, "Harry hat geglaubt, dass er das tun müsste, verstehst du? Endlich waren wir an dem Punkt, dass wir über uns sprechen mussten - weil er glaubte, mich schlagen zu müssen, um mich glücklich zu machen. Er hat sich selbst damit vermutlich mehr weh getan, als mir."
"Wie bedauerlich für ihn", sagte Severus ironisch.
Hermine schüttelte den Kopf und atmete tief durch.
"Severus...er hat begriffen, dass es keine Zukunft für uns gibt, weil ich ihn nicht liebe...weil ich DICH liebe. Und er hat es akzeptiert."
Erwartungsvoll sah sie ihn an.
Severus schien ungerührt über diese erneute Liebeserklärung und seine Stimme klang kalt.
"Er hat seine Aufgabe nicht erfüllt."
"Seine Aufgabe? Und welche sollte das sein? Sich zwischen uns zu stellen und uns und ihn selbst unglücklich zu machen? Was verlangst du eigentlich von deinen Mitmenschen? Harry hat sein Bestes getan. Er hat alles getan, um mich glücklich zu machen...er hat genau das getan, was du von ihm verlangt hast."
"Wenn er das hätte, dann wärst du jetzt nicht hier! Wenn er das hätte, dann müsste ich mir jetzt nicht Gedanken darüber machen, wie ich dich aus meinen Räumen entferne, bevor ein Unglück geschieht. Wenn er das hätte, dann wärst du weiterhin in Sicherheit. Du gehörst nicht zu mir, begreif das doch endlich!"
Hermine sah Severus reglos an, dann setzte sie ein falsches Lächeln auf und erwiderte: "'Du bist der dämlichste Idiot, der mir je untergekommen ist, Severus Snape!"
"Und warum?", fragte er kalt.
"Weil du glaubst, du könntest noch etwas an dem ändern, was längst besiegelt ist - was längst GESCHEHEN ist. Hör auf, mich von dir zu stoßen. Selbst Harry hat eingesehen, dass wir zueinander gehören...wenn er das kann, warum kannst DU es dann nicht?"
Ein bitteres Lachen entrang sich seiner Kehle.
"Weil das hier kein Märchen ist, Hermine. Es wird nicht reichen, wenn ich dich in die Arme schließe und dir ins Ohr hauche, dass ich dich liebe."
"Für den Moment würde es durchaus reichen", erwiderte sie prompt.
"Und im nächsten Moment findest du die gleichen Arme, die dich zuvor hielten, blutüberströmt wieder. Mir stehen harte Zeiten bevor, Hermine. Es wird abzuwarten bleiben, ob es mein eigenes, oder fremdes Blut sein wird, das mich besudelt...aber dass es so sein wird, steht fest. Kannst du nicht begreifen, dass es für mich ungleich schwerer ist, meine Rolle zu spielen, wenn ich weiß, dass sich jemand um mich sorgt? Wenn jemand auf meine Rückkehr wartet - vielleicht vergeblich. Du machst mich verletzbar...das kann ich dir nicht erlauben."
Hermine sah ihn durchdringend an. Sie sah seinen beinahe schon flehenden Blick und sie spürte die Angst, die hinter seinen Worten stand.
Bedächtig nickte sie mit dem Kopf.
"Ja...ich verstehe was du meinst. Ich mache dich verletzbar. Das ist schlecht. Keine menschliche Regung zeigen...das ist es, nicht wahr? Das ist es, was du mich lehren wolltest...und was du zum Ende hin so sehr bedauert hast, denn es ist dir gelungen, mich soweit zu bringen. Ich wollte kämpfen und war bereit zu sterben...das hat dir nicht gepasst, nicht wahr? Du hast es bedauert, mich soweit gebracht zu haben. Und ich bedauere, dass du soweit bist, alles von dir zu schieben, was dich zu einem Menschen macht. Ist es soweit, Severus? Bist du schon ein Teil dieses Bildes geworden? Du sagst, du siehst es als Mahnmal...aber manchmal habe ich den Eindruck, es ist vielmehr dein Versteck. Du versuchst dich so in dieses Grauen einzupassen, dass du dich komplett darin verbergen kannst. Aber vor mir kannst du dich nicht verstecken...meine Sorge um dich wird nie vergehen - selbst wenn du mich nun endgültig fortschickst, wird sie immer da sein. Du wirst sie fühlen können...es tut mir nicht mal leid, Severus...es tut mir nicht leid, dich zu lieben...das tat es nie, und das wird es nie."
"Ich wäre mir da nicht so sicher. Hermine, vieles ist anders, als in der Realität, die wir in deinen Erinnerungen sahen. Du glaubst, dass du irgendetwas im Griff hast, aber das ist ein Trugschluss. Vieles ist anders als zuvor. Und auch du bist verändert, Hermine."
"Dann werde ich wohl neu lernen müssen. Ich werde am besten sofort beginnen."
Severus sah sie verständnislos an.
Mit ruhigen Bewegungen begann Hermine damit, ihre Bluse aufzuknöpfen.
"Was soll das werden?", fragte er abweisend.
"Keine Sorge, ich werde nicht so töricht sein, zu glauben, ich könnte den unbezwingbaren Severus Snape auf so plumpe Art verführen. Ich werde in das Bild gehen...und ich möchte das mit der größtmöglichen Demut tun. Ich weiß, dass dein bestialisches Gemälde Demut zu schätzen weiß...so wie sein Besitzer." Sie ließ die Bluse zu Boden fallen und begann damit, ihren BH abzustreifen.
Severus schüttelte stumm den Kopf.
Hermine beachtete ihn nicht und begann damit, ihren Rock auszuziehen. Ohne zu zögern entledigte sie sich ebenfalls ihres Slips und wandte sich nackt dem dunklen Teil des Raumes zu.
Hinter sich hörte sie Severus ein merkwürdiges Geräusch von sich geben, und wenn sie es nicht besser gewusst hätte, so hätte sie es für einen Laut der Verzweiflung halten können.
Ohne sich zu ihm umzudrehen ging sie zu dem Gemälde. Im Dunkeln konnte sie kaum erkennen, welches Grauen sich derzeit auf dem Bild abzeichnete. Doch es war ohnehin egal, denn sie würde es auf sich nehmen, egal welche Hölle es ihr zu bieten hatte.
Sie hörte Severus ihren Namen rufen, doch es war bereits zu spät. Das Bild hatte sie erfasst und zog sie in ein Szenario, das sich ihr sofort in all seiner Schrecklichkeit offenbarte.
Peter Deeping weidete mit einem großen Jagdmesser ein Reh aus, dessen Läufe zuckten, und das offensichtlich trotz des aufgeschnittenen Bauches noch lebte. Ein unbekleidetes junges Mädchen hockte daneben. Hände und Füße waren gefesselt und die Augen vor Schreck geweitet. Als Deeping dem Mädchen das noch schlagende Herz des Rehs an die Lippen presste und ihr das warme Blut über das Kinn lief, roch Hermine den metallischen Geruch - und plötzlich waren es ihre Lippen, die von dem Blut benetzt wurden - es waren ihre Hände und Füße, die von den Seilen gefesselt wurden, es war ihr Verstand, der zu versagen drohte, als Deeping ihr das pochende, warme Herz in den Schoß legte - es zwischen ihre Schenkel schob, wo es pulsierte und sie auf widerliche Art erregte.
"Das reicht!", hörte sie Severus Stimme wie aus unendlicher Ferne, und doch waren es wohl seine Hände, die sie umfassten und an einen anderen Ort brachten.
Zurück in seinem Kerker fiel Hermine auf die Knie und sah zwischen ihre Beine. Kein Blut. Sie schlug die Hände vor das Gesicht und rang nach Atem.
Severus packte sie erneut, schüttelte sie und schrie sie an: "Was willst du beweisen? DAS Hermine, war die Zukunft! Es wird vielleicht genau so passieren, wenn du dich nicht raushältst! Deeping ist keine bloße Erfindung des Bildes! Er lebt, Hermine...er jagt...er mordet! Hier, hier...sieh dir das an!"
Wutentbrannt verschwand er im Nebenraum und kehrte sofort mit einer Handvoll Zeichnungen zurück. Hermine betrachtete sie wie versteinert.
"Das ist nicht neu...nichts von dem ist neu, nicht wahr? Du hast die Trümpfe in der Hand, glaubst du? Nichts hast du in der Hand...gar nichts!"
Damit ließ er die Zeichnungen fallen.
Hermine blickte entsetzt auf eine, die zuoberst liegenblieb.
Sie zeigte einen blonden Mann mit langem Haar...zweifellos Lucius Malfoy. Ein lustvolles Lächeln zeichnete sich auf dem aristokratischen Gesicht ab, als er einem anderen Mann das Todessermal einbrannte. Dieser andere Mann war Deeping selbst, der eine Hand an sein erigiertes Glied gelegt hatte und sich selbst stimulierte, während ihm die Ehre zuteil wurde, dem Lord auf Ewig dienen zu dürfen.
Hermine wandte sich ab, weil die Zeichnung Übelkeit in ihr auslöste.
"Glaubst du, dass dies geschehen ist?", fragte sie matt.
"Du meinst, ob Deeping ein Todesser geworden ist? Wenn das so ist, Hermine, dann werde ich es schon bald erfahren."
Hermines Stimme klang aufgeregt: "Wenn er es ist, dann hat Voldemort eine Möglichkeit gefunden, Muggel in seine Kreise aufzunehmen. Bei Merlin...all seine Anhänger unter den Muggeln könnte er sich so gefügig machen..."
"Wir müssen mit dieser Möglichkeit rechnen", erwiderte Severus dunkel.
"Und Lucius Malfoy weiß von alledem...er führte es aus...warum er?"
Ein zynisches Lächeln umspielte Severus' Mundwinkel.
"Die Frage habe ich mir auch schon gestellt, Hermine. Und ich denke, es gibt nur eine einzige Antwort darauf. Voldemort vertraut ihm mehr als mir. Er lässt uns demnächst gegeneinander antreten."
"Aber wenn er ihm mehr vertraut als dir, wie kannst du dann sicher sein, dass es ein fairer Kampf wird?"
"Das kann ich nicht."
Hermine schloss die Augen und versuchte all diese schrecklichen Neuigkeiten zu verarbeiten.
Erst als sie Severus Hand auf ihrem Körper spürte, machte sie die Augen wieder auf. Sie hatte völlig vergessen, dass sie nackt war - doch nun, da er mit den Fingerspitzen über ihre Haut fuhr, wurde ihr bewusst, dass er ihre Narben eingehend berührte und betrachtete .
Die ein oder andere zeichnete er in voller Länge mit seiner Fingerspitze nach, und ließ seine Hand dann darauf ruhen, als könne er sie durch seine Berührung besser wahrnehmen, als allein durch den Anblick. Schließlich berührte er Hermines Wange flüchtig. Dann ließ er die Hand sinken und sagte rau: "Es gibt derzeit nicht viel Licht in meinem Leben, und ich weiß, dass es falsch ist...es ist falsch...und dennoch... ich kann dich nicht mehr fortschicken. Ich kann nicht länger leugnen, dass ich mir wünsche, dass du zu mir gehörst. Wie könnte ich das Kostbarste fortschicken, das ich je besessen habe...ich habe dich besessen, nicht wahr?"
"Du tust es immer noch", sagte sie mit brüchiger Stimme und sah an sich herab.
In einer einzigen fließenden Bewegung sank er auf die Knie und seine Hände teilten ihre Schamlippen so überraschend, dass Hermine ein Keuchen entfuhr.
Ohne zu zögern leckte er mit der Zungenspitze über ihre Klitoris und Hermine erschauerte augenblicklich.
"Bei Merlin, wie sehr habe ich deinen Geschmack vermisst", raunte er und ließ dann erneut seine Zunge über ihren empfindlichen Punkt gleiten.
Hermine wusste kaum wie ihr geschah, als er aufstand, sie auf seine Arme hob und ins Schlafzimmer trug.
Dort angekommen legte er sie aufs Bett und spreizte ihre Beine. Dann setzte er sich neben sie und betrachtete sie wiederum eingehend.
Hermine, die sich unwohl fühlte, weil das Licht hier um einiges heller war, als in der abgedunkelten Ecke, schloss instinktiv die Beine, um sich zu schützen.
"Du wirst deine Beine gespreizt lassen, bis ich mit dir fertig bin", sagte er schneidend. Hermine blickte ihn finster an.
"Du siehst unentwegt auf meine Narben...das ist mir unangenehm."
"Dann wirst du dich daran gewöhnen müssen, denn sie gehören zu dir und ich sehe mir alles an, was zu dir gehört...deine Narben...deine wundervollen Augen...deine nasse Möse - ist sie nass Hermine? Sag mir die Wahrheit."
Hermine schluckte sichtbar, dann nickte sie leicht.
"Wie bitte?", fuhr er sie an.
"Ja...sie ist nass."
Prüfend ließ er einen Finger an die besagte Stelle gleiten und zog ihn wieder hervor. Zufrieden betrachtete er das Ergebnis.
"Mach es dir, Hermine. Lass dir Zeit...ich weiß, dass es schwer für dich ist, während ich dich beobachte...aber ich werde nicht eher ruhen, bis ich gesehen habe, wie du unter den eigenen Berührungen erbebst."
Hermine versuchte ihr Unbehagen durch Angriff zu überspielen.
"Ich soll es mir selbst machen? Warum? Bin ich dir so widerlich, dass du mich selbst nicht nehmen magst?"
Er lachte rau, dann erwiderte er: "Ich werde dich danach so oft nehmen, dass du mich noch tagelang spüren wirst."
Diese Ankündigung löste bei Hermine eine Gänsehaut aus, die Severus mit einem selbstgefälligen Lachen zur Kenntnis nahm.
Nur zögerlich führte sie die Hand zwischen ihre Beine und begann damit, sich zu streicheln.
Severus folgte ihren Bewegungen scheinbar ungerührt. Als sie zu einem Rhythmus gefunden hatte, der sie erregte, stand er plötzlich auf und verließ den Raum.
Hermine unterbrach ihr Tun und kam sich schäbig vor. Natürlich war ihr Anblick unangenehm. Severus hatte geglaubt, dass er sich daran gewöhnen würde, doch es stand außer Frage, dass sie in Wahrheit abstoßend war. Harry hatte geradezu einen Orden verdient, weil er sie im Bett ertragen hatte.
Mit einem Gefühl des Selbstekels setzte sich Hermine aufrecht hin und zog die Decke über ihren Körper. Ihr Atem ging schnell und sie wusste, dass es schrecklich war, was sie sich gerade ersehnte. Sie sollte sich wünschen, in den Arm genommen zu werden - getröstet zu werden, doch sie war erregt und es gab nur eines, das sie sich mehr als alles andere auf der Welt wünschte - und das hatte absolut nichts mit Sanftheit zu tun.
Verwirrt von den eigenen zwiespältigen Gefühlen, schlüpfte sie vom Bett und bewegte sich auf nackten Füßen zur Tür.
Kaum hatte sie sie erreicht, wurde diese geöffnet und sie sah sich Severus gegenüber.
Sein Gesicht wurde sofort zu einer grimmigen Maske, als er sie sah, noch dazu wurde es unheimlich beleuchtet, da er eine Kerze in der Hand trug, die ihn von unten anstrahlte.
Hermine sah zu Boden, als seine Stimme sich zornig erhebte.
"Es mag in einer anderen Realität gewesen sein, dennoch solltest du begriffen haben, dass meine Befehle auszuführen sind! Du musst mir schon einen verdammt guten Grund dafür nennen, dass du hier zur Tür schleichst, statt auf dem Bett zu liegen und deine Finger zwischen deinen Beinen zu haben!"
Hermine blickte ihm kurz in die Augen und dann an sich hinunter.
"DAS ist der Grund! Ich kann mich selbst nicht ertragen, wie könnte ich es da von dir verlangen? Ich WERDE es nicht von dir verlangen, Severus. Ich möchte nicht, dass du dich zu etwas zwingen musst."
"Das werde ich auch nicht", gab er knapp zurück, packte sie bei den Schultern und drehte sie zum Bett. Als er sie hinüberdängte, seufzte Hermine verzweifelt auf.
"Ich kann das nicht, Severus. Ich kann nicht so tun, als wäre ich verführerisch, wenn ich doch in Wahrheit abstoßend bin."
Als hätte er ihre Worte gar nicht gehört, stieß er sie aufs Bett, wobei die Kerze in seinen Händen bedenklich flackerte.
Hermine blieb einen Moment auf dem Bauch liegen, dann drehte sich sich um, um ihm in die Augen sehen zu können, während sie ihm klarmachte, dass sie sich nicht selbst befriedigen konnte, während er ihren Anblick ertragen musste - das war nicht erotisch...es war widerlich.
"Lass mich einfach gehen...es war ein Fehler...alles was ich von dir verlangte war ein Fehler", stieß Hermine hervor, als sie sein verschlossenes Gesicht sah.
Bedächtig schüttelte er den Kopf und sie verfolgte seine Bewegungen, die ihr unendlich langsam erschienen. Er griff nach seinem Zauberstab, den er scheinbar wie aus dem Nichts hervorholte. Als er auf Hermine zielte, glaubte sie, ihr Herz würde stehenbleiben. Ihre Hände wurden nach hinten gerissen und im gleichen Moment legten sich ebenso Fesseln um ihre Fußgelenke. Sie kämpfte dagegen an, doch die Seile zogen ihr unerbittlich die Beine auseinander, bis sie weit geöffnet vor Severus auf dem Bett lag. Sie blickte zu ihren Händen hinauf und erkannte, dass die Schnüre ihr tief ins Fleisch schnitten.
"Du verdammtes Schwein", keuchte sie atemlos und blickte ihn finster an. Als er nicht reagierte, brüllte sie ihn abermals an: "Du verdammtes Schwein! Mach mich sofort los!"
Einen Moment sah Severus ihr forschend ins Gesicht, und als er sprach, klang seine Stimme gänzlich anders.
"Dann glaubst du nicht, dass du es verdient hast, für deinen Ungehorsam bestraft zu werden?"
"Nei...Halt...ich...du...", stieß sie hervor und sah augenblicklich sein zufriedenes Gesicht, weil sie auf das Safeword verzichtet hatte, obwohl er es ihr beinahe in den Mund gelegt hatte.
"Ich nehme das als eine Einsicht deinerseits an", erklärte er ihr mit einem Glitzern in den Augen und hob die Kerze ein Stück an.
"Was hast du vor?", fragte sie beklommen und zerrte an den Fesseln.
Er betrachtete die Kerze mit Wohlwollen und raunte dann: "Sie braucht noch ein paar Minuten."
"Was? Wofür?", fragte Hermine panisch.
"Nun, bis genug Wachs flüssig ist, um dich angemessen zu bestrafen."
Hermine riss die Augen auf und schüttelte wie wild mit dem Kopf.
"Das ist nicht dein Ernst! Du willst mir nur Angst machen. Erregt es dich, wenn ich Angst habe? Ja, es erregt dich! Ich habe Angst, okay? Das reicht, Severus! Stell die verfluchte Kerze weg!"
"Nein", sagte er knapp und sah sie abermals forschend an, als er ihr wiederum das Safeword zum Greifen nahe präsentierte.
"Ich flehe dich an, stell sie weg", wimmerte Hermine und versuchte zu ergründen, wieviel des heißen Wachses sich bereits gebildet hatte.
Severus ließ noch einige Sekunden vergehen, dann sagte er entschieden.
"Das sollte reichen, um dir zu zeigen, wem du zu gehorchen hast."
Spielerisch führte er einen Finger durch die Flamme und sog scharf die Luft ein.
"Verdammt heiß", raunte er und betrachtete Hermines angstvollen Blick.
"Mach mich los!", schrie sie ihn an und zerrte erneut an den Fesseln.
"Vielleicht interessiert es dich, dass dies eine ganze besondere Kerze ist. Ihr Schmelzpunkt liegt um einiges niedriger, als der einer normalen Kerze", er lächelte Hermine kurz an, dann fuhr er fort: "Das Wachs ist dennoch verdammt heiß - es wird weh tun...aber es wird dir keinen Schaden zufügen, du brauchst also keine Angst zu haben...außer um deine Stimme, wenn du für mich schreien wirst."
"Ich werde nicht schreien, weil ich weiß, dass du darauf wartest...ich werde nicht schreien!", betonte Hermine mit zornigem Blick.
"Nun, wir werden sehen", gab er knapp zurück, dann beugt er sich vorsichtig zu ihr hinab und spreizte vorsichtig ihre Schamlippen.
Hermine glaubte bei dieser Berührung fast zu vergehen, und für einen Moment fragte sie sich, ob zärtlicher Sex mit Severus ihr nicht ausreichen würde. Und doch spürte sie die Vorfreude, die er ihr mit seiner angedrohten Strafe entlockte. Vermutlich hätte niemand verstanden, dass eine Frau, die solche schlimmen Schmerzen durch einen 'Unfall' hatte ertragen müssen, immer noch danach lechzte, sich in die Hand eines anderen Menschen zu begeben, und sich von ihm Schmerz zufügen zu lassen. Doch änderten die Geschehnisse nichts daran, dass sie es genoss, sich in die Hände des Mannes zu geben, den sie liebte und von dem sie wusste, dass er ihr lustvollen Schmerz bereiten konnte. Hermine war es leid, es vor sich selbst erklären zu müssen. Sie vertraute Severus vollkommen. Er würde sie an die Grenze führen - vielleicht diese Grenze erneut verschieben - aber er würde es in einem Rahmen tun, den sie genießen würde, denn er verstand es, ihre Begierden zu befriedigen, die sie vor keinem anderen Menschen auf diese Weise hätte ausleben können. Sie waren füreinander geschaffen, und diese wundervolle Erkenntnis fand einmal mehr Bestätigung in ihrem Kopf. Ein Gefühl der tiefen Liebe durchströmte sie in dem Moment, als er die Kerze neigte und einige Tropfen des heißen Wachses ihre Schamlippen trafen.
Hermine biss die Zähne aufeinander, als sie den brennenden Schmerz spürte.
Sie zuckte so heftig zusammen, dass die Fesseln sich erneut in ihr Fleisch gruben. Severus betrachtete sie aufmerksam und zog anerkennend eine Augenbraue hoch, dann ließ er erneut einige Tropfen des Wachses auf ihre Schamlippen tropfen und achtete darauf, dass sie auf eine bislang unbenetzte Stelle trafen.
Hermine keuchte und wand sich soweit es ihr möglich war.
"Hör auf!", zischte sie ihn an, als sie wieder in der Lage war, zu sprechen.
Er schüttelte entschieden den Kopf, stellte die Kerze jedoch auf den Boden.
Hermine atmete erleichtert durch. Erst jetzt bemerkte sie, wie schnell ihr Herz schlug...wie lebendig sie sich fühlte!
Severus setzte sich neben sie aufs Bett und blickte ihr in die Augen, dann betrachtete er ihren Körper eingehend und strich abermals mit den Fingerspitzen darüber.
"Geht es dir gut?", fragte er und umkreiste ihren Bauchnabel.
"Meine Schamlippen stehen in Flammen - was glaubst du also?", fuhr sie ihn an.
"Der Schmerz dürfte inzwischen bereits nachlassen", gab er fragend zurück.
Hermine nickte.
Ein kurzes Lächeln stahl sich auf sein Gesicht.
"Der nächste wird dich zum Schreien bringen, verlass dich drauf", wisperte er und beugte sich herab, um ihren Bauchnabel zu küssen.
"Ich werde nicht schreien", wiederholte sie fest.
Seine Hände glitten an ihr hinab, teilten die mit Wachs verkrusteten Schamlippen sacht und im nächsten Moment tanzte seine Zungenspitze über die empfindliche Klitoris.
Hermine stieß ein Stöhnen aus, doch im gleichen Moment versuchte sie auch, sich ihm zu entwinden.
"Das wird dir nichts nutzen", sagte er, nachdem er sein Zungenspiel beendet hatte. Eine Hand ließ er zwischen Hermines Beinen und seine Finger legten nach wie vor ihren sensiblen Punkt frei.
"Diesmal wirst du schreien", prophezeite er.
"Tu es nicht - das ist grausam!", spie Hermine Severus an.
Er nickte und ein dunkles Lachen grollte in seiner Kehle, während er sich hinabbeugte, um die Kerze aufzuheben.
Hermine sah entsetzt zu, wie er sie über sie brachte und dann unbarmherzig umkippte.
Das Wachs ergoss sich heiß über ihre Klitoris.
Ein Schrei gellte durch den Kerker, der sich noch steigerte, als das Wachs seine ganze Hitze entfaltete. Hermine riss an den Seilen und versuchte sich verzweifelt zu befreien, während sie spürte, wie das Wachs abkühlte und sich zusammenzog, so dass es ihre Vulva auf ungewohnte Art reizte.
Hermine atmete so schnell, dass ihr Brustkorb sich heftig hob und senkte.
Severus Blick lag nun auf ihren Brüsten, zwischen denen sich einige Tropfen Schweiß gebildet hatten.
"Verdammter Bastard", stieß Hermine anklagend aus.
"Der Schrei hat alles übertroffen, was ich mir vorgestellt habe"; sagte er anerkennend, dann schüttelte er einen Moment den Kopf und sagte: "Aber das Bild ist noch nicht komplett - da fehlt noch etwas."
"Was sollte wohl noch fehlen? Du hast meine Klitoris zentimeterdick mit Wachs überzogen...glaube nicht, dass ich noch Lust empfinden kann!", stieß sie vorwurfsvoll hervor.
Er lachte rau. "Oh doch, das wirst du, mein Engel. Lass dich fallen. Gestehe dir ein, dass ich dich in der Hand habe. Ich kann dir weiter Schmerz zufügen, aber ich kann dir auch Lust verschaffen."
"Kannst du nicht", gab sie scharf zurück.
Er zuckte knapp mit den Schultern, dann sagte er: "Nicht? Okay, dann eben weiter Schmerz...du hast gewählt."
"Du bist ein Mistkerl!", spie sie ihn abermals an.
"Ich weiß", gab er lächelnd zurück.
Mit der Fingerspitze fuhr er über die Erhebung ihrer rechten Brust und sinnierte: "Ich sollte dieses bereitwillige Ding ein wenig verzieren, meinst du nicht auch?"
"Hast du noch nicht genug?", fragte sie erbost.
"Nein - du?", fragte er und lächelte sie an.
Kaum wahrnehmbar schüttelte sie mit dem Kopf, worauf er einen Schwall heißes Kerzenwachs auf ihre Brust rinnen ließ.
Hermine wand sich unter dem süßen Schmerz und blickte auf ihre Brustwarze, über die sich das Wachs in alle Richtungen verteilte. Und während sie gerade wieder Atem schöpfte, wiederholte Severus die qualvolle Behandlung auf ihrer anderen Brust.
Mit einem Aufschrei warf Hermine den Kopf in den Nacken, stöhnte in ihren Fesseln und bäumte den Unterleib begehrlich auf.
Sofort war Severus über ihr, schob sich zwischen ihre Beine und durchstieß mit seinem Glied die Schicht aus Wachs, als gelte es eine Jungfrau zu deflorieren.
Hermine spürte sehr schnell, dass er recht hatte - die Betäubung ihrer Klitoris war nur vorübergehend gewesen, ähnlich wie damals, als er sie mit dem Eiswürfel malträtiert hatte.
Diesmal hatte er das andere Extrem gewählt, und dennoch hatte er dafür gesorgt, dass sie all seine Taten auf wundervoll gedemütigte Weise genießen konnte.
Als er sich nun in ihr bewegte, flüsterte sie leise: "Mach mich los."
Er hielt inne und sah ihr in die Augen. Ohne sich aus ihr zurückzuziehen, griff er nach dem Zauberstab und löste ihre Fesselung. Sofort schlang sie die Arme um ihn und tat dasselbe mit ihren Beinen. Sie küssend nahm er den gleichen Rhythmus wie zuvor auf. Hermine genoss es, ihn so dicht bei sich zu spüren und sie konnte fühlen, dass es ihm ebenso ging.
Ihre Sinne erschienen ihr wie aufgepeitscht, und sie genoss seine vertraute Nähe nach der scheinbar grausamen Folter so intensiv, dass sie schon nach ein paar weiteren Stößen in einem Orgasmus erschauerte.
Er hielt inne, als sie den Höhepunkt genoss, und blickte ihr in die Augen. Seine Stimme klang vor Lust dunkel, als er raunte: "Ich liebe dich."
"Und ich liebe dich", erwiderte sie schlicht, umgriff mit den Händen sein Gesäß und bedeutete ihm, sie weiterzuvögeln.
Sie konnte fühlen, wie sehr auch er sie vermisst hatte, denn er schien sie mit Haut und Haaren zu verschlingen, und irgendetwas sagte ihr, dass er es so oft und ausgiebig tun würde, dass sie tatsächlich noch Tage später würde spüren können, wie begehrlich er sie hier und jetzt besaß.
Sie schloss die Augen und wusste, dass sie sich nie etwas mehr im Leben gewünscht hatte, als sich von ihm beherrschen zu lassen...denn er vergaß nie, dass sie es in Wahrheit war, die ihm ihre Demut - und damit ihre Lust - zum Geschenk machte.
Happy End...ach nein, das klang jetzt nur so...da kommt ja noch Handlung +g+ - also, es geht noch weiter...geht ihr weiterhin mit?
