Und der schreckliche Gedanke daran löschte alle weiteren Fragen aus ihrem Kopf.

-

SIEBEN

In ihren Augen konnte Severus das Grauen sehen, als sie an den nächsten Anfall dachte.

Es musste schrecklich für sie sein, zu wissen, dass sie nicht flüchten konnte, dass es sie unweigerlich einholen würde, egal wo sie war.

Dieses Gefühl war Severus durchaus vertraut. Vielleicht lag es daran, dass es ihm immer schwerer fiel zu beobachten, wie sie sich während der Anfälle veränderte. Der Thanatos übernahm sie, bis nichts mehr von der eigentlichen Person Hermine Granger übrig war. Sie war dann nur noch ein hilfloser Spielball des Fluches.

So war es auch heute. Sie war schweigsam, bis sie das Haus wieder erreicht hatten und setzte sich direkt auf die Couch, grimmige Entschlossenheit in ihrem Gesicht. Sie wartete- und es dauerte nicht lange, bis Severus an dem leisen Beben, das durch ihren Körper lief, erkennen konnte, dass das Gift sich bemerkbar machte. Dieser leere Blick, der abgelöst wurde von tiefer, verzweifelter Trauer- das waren die Anzeichen, auf die er achten musste, wenn er rechtzeitig bei ihr sein wollte, um das Schlimmste zu verhindern.

-

Severus betrachtete die erschöpfte junge Frau, die er nach ihrem Anfall wie üblich ins Bett getragen hatte. Ihre Fingernägel hatten blutige Spuren auf seinen Handrücken hinterlassen, als sie sich schreiend gegen ihn zur Wehr gesetzt hatte, und er wischte das Blut an ihren und seinen Händen weg. Es würde sie nur erschrecken, wenn sie erwachte.

Unter ihren Augen hatten sich dunkle Schatten gebildet und ihre Atmung war flach und unregelmäßig.

Das Gift schwächte sie immer mehr. Er musste dafür sorgen, dass sie mehr aß und sich häufiger an frischer Luft bewegte, damit sie genug Kraft hatte, den kommenden Anfällen zu begegnen.

Was hätte er davon, wenn er ein Gegenmittel fand und sie vorher schon an Entkräftung starb?

Severus kehrte in sein Wohnzimmer zurück und trat hinter seinen Labortisch.

Die Trankbasen waren beinahe fertig und er begann, sich eine Liste mit den Mineralien zu machen, deren Verwendung ihm am wahrscheinlichsten erschien.

Etliche konnte er ausstreichen, weil sie nicht zu den Symptomen passten, doch es blieben noch immer viel zu viele übrig.

Mit beiden Händen stützte Severus sich auf der Arbeitsplatte ab und ließ seinen Blick müde über die zahlreichen Gerätschaften schweifen.

Das war die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen- doch er hatte keine andere Wahl.

Die Anfälle würden nicht von alleine verschwinden, im Gegenteil, sie würden an Intensität zunehmen, bis er sie stoppte- oder Miss Granger endlich erfolgreich war, in dem, was sie jeden Abend aufs Neue versuchte.

-

Am nächsten Morgen stand sie plötzlich vor ihm, als er gerade dabei war, den Basen die nächsten Mineralproben hinzuzufügen.

„Ich will helfen!", sagte sie bestimmt, als sie zu ihm an den Tisch trat. „Ich will teilhaben und selbst daran arbeiten, das Gegenmittel zu finden"

Severus lächelte spöttisch.

„Ich will nicht unhöflich sein, aber denken Sie nicht, dass Sie erst einmal duschen gehen sollten?"

Errötend sah die junge Frau an sich herab. Ihr Blick fiel auf ihren zerknitterten Schlafanzug und mit einer Hand fuhr sie sich über das zerzauste Haar. Ohne ein weiteres Wort drehte sie sich auf der Stelle um, verschwand in ihrem Zimmer und kurz darauf im Bad.

Seufzend wandte Severus sich wieder seiner Arbeit zu.

Es war wahrscheinlich ein gutes Zeichen, dass sie sich aus ihrer Starre löste, doch sie würde ihm nicht helfen können.

Viel zu schnell kehrte sie zu ihm zurück. Frisch duftend und mit entschlossenem Blick trat sie zu ihm an den Tisch. Das nasse Haar hatte sie zu einem Knoten im Nacken gebunden- ohne Zauber hatte sie ja keine Möglichkeit, es zu trocknen.

Severus hielt in seinen Verrichtungen inne und maß sie mit nachdenklichem Blick.

„Ich kann verstehen, dass Sie mir gerne helfen möchten, Miss Granger", begann er langsam. „Aber es ist unmöglich. Sie dürfen es nicht riskieren, mit einer der Zutaten des Giftes noch einmal in Berührung zu kommen- es würde den Prozess wahrscheinlich beschleunigen. Ich werde Ihnen über meine Fortschritte berichten, weil ich weiß, dass Sie mir noch immer nicht wirklich vertrauen..."

Hermines schuldbewusstes Gesicht verriet ihm, dass er den Nagel auf den Kopf getroffen hatte.

Severus verzog keine Mine.

„Ich bin es gewohnt, dass man mir mit Misstrauen begegnet, zumindest das können Sie mir glauben. Ich werde Ihnen noch einmal erklären, erklären, was ein Kymatograph ist und gehe davon aus, dass Sie mir diesmal zuhören", versetzte er in dem ätzenden Tonfall, den er im Unterricht gebraucht hatte.

Er bedachte seine ehemalige Schülerin mit einem strengen Blick und befriedigt durch ihr beflissenes Nicken, trat er an das Regal und holte eine kompliziert aussehende Apparatur hervor. Sie erinnerte an eine Spinne, die auf dem Rücken lag; acht dünne Beinchen ragten in die Luft und auf ihnen platzierte Severus nun eine runde Glasplatte.

„Ich vermute, sie haben so einen Apparat noch nicht benutzt?" Hermine schüttelte den Kopf und Severus fuhr fort: „Es ist, wie ich bereits erwähnte, ein Kymatograph. Mit ihm kann man, grob vereinfacht gesagt, Flüssigkeiten in Bilder verwandeln."

Er füllte er einen Becher mit Wasser aus dem Wasserhahn und gab mit Hilfe einer Pipette ein wenig daraus auf die Platte.

Nachdem er sie mit seinem Zauberstab angestupst hatte, setzte die Apparatur sich in Bewegung.

Die Beinchen begannen zu zittern und sich leicht zu heben und zu senken, so dass die kleine Pfütze anfing, sich gleichmäßig zu verteilen.

Mit einem leisen ‚Plopp' entkorkte Severus eine Phiole und entnahm mit einer weiteren Pipette einen Tropfen daraus, den er zu dem Wasser gab. Dann legte er eine zweite Glasplatte auf die erste, trat zurück und beobachtete mit seinem Gast, wie die Flüssigkeit sich auf der gesamten Fläche des Glases ausbreitete.

Gleichzeitig begannen feine, blaue Striche wie von selbst zu entstehen und sich auf der Scheibe auszubreiten. Sie bildeten filigrane Verästelungen und unterschiedlichste Formen. Als das Muster sich bis an den Rand ausgebreitet hatte, stoppte Severus den Apparat.

„Jede Flüssigkeit erschafft ein eigenes Bild. Manchmal sind die Unterschiede gravierend, manchmal nur minimal, je nachdem, wie sehr sich die Flüssigkeiten von ihrer Struktur her unterscheiden"

Er nahm die Platten von der Halterung und hielt sie gegen das Licht.

Hauchzarte Linien zogen sich über die gesamte Fläche und ergaben ein Bild, das entfernt an einen Schneekristall erinnerte.

„Das ist wunderschön", hauchte Hermine unwillkürlich.

„So?", machte Severus überrascht und musterte das Bild in seinen Händen mit gerunzelter Stirn.

„Möglich", murmelte er. „Vermutlich ist diese Gleichmäßigkeit optisch ansprechend- mir ist das gleich. Für mich ist es interessant, dass ich durch diese Apparatur die Möglichkeit habe, die Zusammensetzung eines Trankes zu erkennen"

„Sie können daraus erkennen, welche Zutaten in einem Trank benutzt wurden?", fragte die junge Frau verblüfft.

Er lachte unfroh. „Wenn das so wäre, wäre ich Sie schon längst wieder los. Nein, ganz so einfach ist es leider nicht. Aber mit etwas Übung kann man aus den Mustern schließen, welche Art von Zutaten verwendet wurde. Tierische, mineralische oder pflanzliche Komponenten, auch hinzugefügte Zauber- doch die Namen sind leider nicht in dem Muster verzeichnet. Die muss man dann durch Experimente selbst herausfinden. Ich kann das Bild des Trankes mit meinen Versuchen, den Trank zu rekonstruieren, vergleichen. Wenn sie deckungsgleich sind, war ich erfolgreich. Aber ich fürchte, dazu werde ich noch etwas Zeit brauchen"

Severus war, während er sprach, mit den Glasplatten an das Spülbecken neben dem Wandregal getreten und begann, sie sorgfältig abzuspülen.

„Der Trank, der den Fluch überträgt, besteht natürlich aus mehr als nur einem Bestandteil. Also wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, all diese Bestandteile herauszufinden."

Sie biss sich auf die Lippen. Es war Ihre Zeit, die hier ablief, das hatte sie offenbar in der Zwischenzeit erkannt.

„Haben Sie diesen Apparat entwickelt?", fragte sie dann, mit einer Ehrfurcht in der Stimme, die er nicht ganz ohne Zufriedenheit bemerkte und die Severus mit ihrer vorherigen Ignoranz versöhnte.

„Ja, das habe ich. Und ich bin froh darüber, denn er wird mir helfen, diese Aufgabe zu lösen. Sie hingegen..." Er machte eine Pause, in der er Hermine durchdringend ansah. „Sie können mir am besten helfen, indem sie mich meine Arbeit machen lassen, ohne mir dauernd dazwischen zu funken, haben wir uns verstanden? Dies hier..."

Er trat wieder an den Schrank und holte eine weitere, bereits gemusterte Glasplatte hervor, die er ihr zeigte.

„Dies ist die Kymatographie des Trankes. Sie ist logischerweise um einiges komplexer als die des Wassertropfens. Die Grundstruktur, die sie aufweist, gab mir den Hinweis, welche Art von Basis verwandt wurde- und es ist zu erkennen, dass alle drei Stoffgruppen zum Einsatz kamen. Ich habe also viele Versuche vor mir- und ich will jetzt damit beginnen! Wenn ich also bitten dürfte?"

Severus machte eine scheuchende Bewegung mit der Hand, um sie von seinem Tisch zu vertreiben.

-o-o-o-

Hilflos hob Hermine die Hände.

„Aber was soll ich denn tun?"

Snape rollte mit den Augen.

„Was weiß ich denn? Lesen Sie! Stricken Sie! Machen Sie, was immer Sie wollen, aber bleiben Sie mir aus dem Weg!", knurrte er.

„Ich würde gerne an den Strand gehen...", sagte sie leise.

Mit hochgezogenen Augenbrauen blickte er ihr ins Gesicht.

„Und ich würde gerne möglichst schnell mit meiner Arbeit fertig werden! Ich habe keine Zeit, um spazieren zu gehen!"

„Ich hatte auch nicht vor, mich wie einen Hund ausführen zu lassen", gab Hermine gelassen zurück. „Ich werde alleine gehen. Sie erwarten, dass ich Ihnen vertraue und ich erwarte, dass Sie mir vertrauen"

Sie bemühte sich, ihrer Stimme einen festen Klang zu geben.

„Es geht hier nicht um Vertrauen", schnauzte Snape. „Ich mache..."

Er beendete seinen Satz nicht, sondern starrte sie an, als hätte sie ihm irgendetwas angetan.

Dann wandte er seinen Blick von ihr ab und seufzte.

„Gut, gehen Sie!", sagte er müde. „Sie sollten lediglich in Ihrem eigenen Interesse nicht zu lange ausbleiben"

Hermine nickte und griff nach der Jacke, die neben der Türe hing.

„Ich werde Acht geben, die Zeit nicht zu vergessen. Es ist ja, wie Sie so richtig sagten, in meinem eigenen Interesse", bemerkte sie spitz.

-

Der Himmel war noch immer dunkel und würde es wohl den ganzen Tag über bleiben, doch Hermine störte sich nicht daran.

Es gibt Schlimmeres', dachte sie mit einem schiefen Grinsen.

Die Jacke hielt sie warm und sie stellte sich dem Wind entgegen. Wie gestern schon schien er die trüben Gedanken aus ihrem Kopf zu blasen und machte es ihr möglich, besser nachdenken zu können.

Sie war diesem Fluch ausgeliefert und konnte nichts dagegen tun, also bemühte sie sich um eine Bestandsaufnahme. Ihr blieb nichts anderes übrig, als Snape zu vertrauen und darauf zu bauen, dass er es rechtzeitig schaffte, ein Gegenmittel zu entwickeln. Dieser Apparat, den er ihr heute gezeigt hatte, erfüllte sie mit einer gewissen Zuversicht. Wenn er für jeden einzelnen Bestandteil ein anderes Analyseverfahren hätte anwenden müssen, wäre es wohl nahezu unmöglich, in der vorgegebenen Zeit alle Komponenten herauszufinden, doch mit dem Kymatographen erschien es tatsächlich erreichbar zu sein.

Optimismus, Hermine! Ich verordne dir gnadenlosen Optimismus!', schärfte sie sich selbst ein. ‚Du hast keine andere Wahl, als dich den Gegebenheiten anzupassen, also überlege, was du tun kannst, um sie optimal zu gestalten.'

Nachdenklich beobachtete sie, wie ihre Füße Spuren in dem nassen Sand nahe der Brandung hinterließen.

Snape musste die Lösung ihres Problems alleine herausfinden und sie konnte ihn im Labor nicht unterstützen- also konnte sie dafür sorgen, dass sie ihm wenigstens nicht zur Last fiel. Es war zu ihrem eigenen Vorteil, wenn er ungestört arbeiten konnte.

Sicher würde sie nicht zu Stricken anfangen, wie Snape es ihr vorgeschlagen hatte. Lesen war da schon eine bessere Möglichkeit. Hermine hatte viele spannende Bücher in Snapes Kisten entdeckt, die sie mit Vergnügen verschlingen würde, doch sie wusste, dass ihr das, bei aller Leseleidenschaft, zu wenig sein würde.

Sie war es nicht gewohnt, müßig zu sein. Es hatte nie Zeit dafür in ihrem Leben gegeben.

Zuerst war da die Schule gewesen und all die Aufregungen um Harry. Dann hatte die Horkrux- Suche sämtliche Energien aufgebraucht. Hermine hatte sich noch lange danach grenzenlos schwach gefühlt und es hatte viel Zeit in Anspruch genommen, bis sie all die Geschehnisse, die der Suche gefolgt waren, halbwegs verarbeitet hatte.

Anschließend waren es die Prüfungen, die sie hatte nachholen müssen und bei denen sie Harry und Ron unterstützt hatte. Und zu guter Letzt hatte Hermine die Ausbildung im Ministerium begonnen, die sie bis heute geistig auslaugte.

Wenn es tatsächlich einmal eine ruhige Minute gab, konnte sie sicher sein, dass Ron sie mit hektischer Aktivität ausfüllte- und sie hatte es nie über das Herz gebracht ihn abzuweisen.

Ronald war kein Mensch der Stille aushalten konnte. Er liebte es laut und lebhaft, so wie die restliche Weasley- Familie. Zu erleben, dass alle Weasleys es mochten, wenn der Trubel am größten war, hatte Hermine immer das Gefühl gegeben, dass mit ihr etwas nicht stimmte, wenn sie sich am liebsten zurückziehen wollte und es vorzog, ein Buch zu lesen, statt in das lärmende Gewühl einzutauchen, das im Fuchsbau herrschte. Dass die Familie stetig wuchs, machte alles noch anstrengender.

Doch jetzt hatte sie plötzlich Zeit, vielleicht zum ersten und letzten Mal in ihrem Leben und sie erschien Hermine zu kostbar, um sie bloß hinwegzutrödeln.

Ihr Magen verkrampfte sich, als sie daran dachte.

Wenn sie jetzt stürbe, wenn ihre Zeit jetzt tatsächlich abgelaufen sein sollte- wäre sie zufrieden mit ihrem Leben, so wie es bisher verlaufen war?

Sie zögerte lange, bevor sie sich selbst eine Antwort darauf gab und starrte in den Horizont, der grau in das ebenso graue Meer überging, so dass es unmöglich war zu unterscheiden, wo der Himmel aufhörte und das Wasser begann.

Ihr Leben....

Bisher hatte Hermine allzu viele Gedanken darüber vermieden. Ein leicht bitterer Geschmack drängte sich ihr in diesen Momenten auf- vage, aber eindeutig vorhanden, so wie der leicht stichige Geschmack von schlechter Milch. Eigentlich war sie noch in Ordnung, aber es lag ein Hauch darüber, der verriet, dass irgendetwas nicht stimmte, dass sie kurz davor war zu verderben.

Nein, sie war nicht zufrieden.

Wenn es einen Zeitpunkt gab, an dem Ehrlichkeit zumindest sich selbst gegenüber angebracht war, dann jetzt.

Ein Außenstehender hätte wahrscheinlich nichts auszusetzen gehabt an Hermine Grangers Leben. Es verlief glatt, sie wurde geachtet und sogar geliebt- nur sie selbst wusste, dass etwas Grundsätzliches darin nicht stimmte: Sie war nicht glücklich!

Hermine war gut darin, das zu verbergen, niemand hatte ihr jemals angemerkt, dass etwas nicht stimmte und sie war unsinnigerweise stolz darauf gewesen, allen Kummer mit sich allein auszumachen.

Sie war nicht glücklich in ihrem Beruf, sie war nicht glücklich mit Ron und es machte keinen Sinn mehr, das nicht wahrhaben zu wollen. Beides, der Beruf und der Freund waren ihr irgendwie aufgedrängt worden. Es passte doch so gut zu dem Bild von Hermine Granger, dass sich alle machten.

Sie kümmerte sich um die entrechteten Mitgeschöpfe, war Harry Potters loyalste Freundin und hatte in der Liebe das gutmütige Herz einem brillanten Verstand vorgezogen. Wie edel! Und doch… sie wurde das Gefühl nicht los, dass sie allen etwas vormachte.

Wenn sie noch eine Chance bekäme, wenn dieser Fluch von ihr genommen würde und sie in ihr Leben zurückkehren könnte...

Das Meer rauschte und eine einzelne Möwe zog kreischend ihre Bahnen.

Obwohl Hermine sich ein bisschen albern dabei vorkam, schloss sie einen geheimen Vertrag mit sich selbst.

Wenn sie ihr Leben zurückbekäme, wenn sie hier herauskommen würde, ohne Schaden an Leib und Leben zu nehmen, dann wollte sie es zu schätzen wissen!

Sie würde ihm die Ehrfurcht zukommen lassen, die ihm zustand und selbst darüber bestimmen, allen Konsequenzen zum Trotz!

Hermine hatte nun Zeit, um darüber nachzudenken, was genau es war, das nicht stimmte und auch, wenn sie ein leichtes Schaudern vor der eigenen Kühnheit überkam, fühlte sie sich besser, nachdem sie diese Abmachung getroffen hatte und wandte sich ab, um ins Haus zurückzukehren.

-

tbc

-

A/N: Den Kymatographen hab ich mir ausgedacht, um Severus ein anschauliches Hilfsmittel an die Hand geben zu können. Die Abbildungen von Wasserklangbildern brachten mich auf diese Idee.

Das Wort setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „kyma" für Welle und „graph" für Schreiben.

Feedback ist in jeder –konstruktiven- Form nach wie vor willkommen und wird selbstverständlich beantwortet! ;0)