Moonjade:

Disclaimer: Ich hab immer noch kein Geld auf dem Konto, dass darauf schließen lassen würde, dass ich für die Geschichte hier Geld bekommen würde...Schade!

Moonjade:
Erstmal wollte ich mich für dein Review bedanken. Hat mir wirklich geholfen. Danke für das Lob! Das macht mich irgendwie stolz. Keine Sorge. Ich hab nicht vor, aus Velvet Buffy zu machen.
Du hast Recht, ich hab in Moonlight noch nie einen Vampir zu Staub zerfallen sehen. Aber ich musste den ja irgendwie beseitigen, ohne irgendwie eine große Sauerei zu hinterlassen. Das ist wirklich nicht mein Stil.
Ich hoffe, dass du mit der Fortsetzung zufrieden bist...

A/N: Man könnte hier einige Lieder vorschlagen. Hier eine kurze Auswahl:
Amy MacDonald – this is the life
oder
Sheryl Crow – if it makes you happy

Kapitel 1: Nicht genug Kraft...

Wind strich durch die Gasse und verfing sich in Velvets Haaren, die über ihre Schultern nach hinten geweht wurden. Sie sah in Micks geschocktes Gesicht und sah ihn fragend an. „Was?" Als er vorerst keine Antwort gab, fuhr sie sich durch die Haare.
Er konnte ihre Nervosität geradezu riechen. Dann besann er sich und blinzelte sie an, als wäre gar nichts gewesen. „Ich hatte den Eindruck, dass Ihre Augen eben noch blau gewesen wären, aber ich kann mich ja auch täuschen..."
Sie lächelte plötzlich gelassen und alle Anspannung schien von ihr ab zu fallen. „Ach so. Das!" Ihre Augen schlossen sich für einen Moment und plötzlich veränderten ihre Haare die Farbe. Von tiefschwarz zu intensivrot, gleichzeitig änderte sich ihre Frisur. Die Haare schienen in ihren Kopf hinein zu wachsen, bis sie schließlich schulterlang und stufig waren.
Als sie die Augen wieder öffnete, lächelte sie. „So, ich denke, das wird reichen!"
Er starrte sie fassungslos an. „Was sind Sie?"
Sie sah ihn verwundert an. Ihr Lächeln war verschwunden und ihre schwarzen Augen blitzten gefährlich. „Ich bin, was ich bin." Sie nahm eine grade Haltung an und wirkte ein wenig steif in diesem Moment. „Ich dachte, Sie wollen mich zu jemandem bringen, der sich gerne mit mir unterhalten würde..."
Damit holte sie ihn in die Realität zurück. „Sie haben Recht!", sagte er. „Wir sollten so schnell wie möglich aufbrechen. Er mag das Sonnenlicht nicht!"
„Na toll!", murmelte sie. „Noch ein Vampir!" Dann drehte sie ihm den Rücken zu und stieß einen kurzen Pfiff aus.
Er sah sich um und bemerkte plötzlich einen Wolf, der aus dem Schatten auftauchte. Er hatte ihn bis zu diesem Moment nicht wahrgenommen, was seltsam war, denn nun spürte er die Präsenz des Wolfes ganz deutlich, durch den unverwechselbaren Geruch, den dieser abgab.
„Er wird mich begleiten!", sagte sie bestimmt, als sie Micks Blick auf den Wolf sah. „Das ist meine einzige Bedingung. Ohne ihn gehe ich nirgendwo hin!" Der Ausdruck in ihren Augen ließ keinen Zweifel daran, dass sie es tatsächlich ernst meinte.
Er nickte resigniert. „Na gut, aber Sie sollten gut auf ihn aufpassen." Ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen. „Dort, wo wir hingehen, werden Tiere nicht gern gesehen..."
Ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen. „Ich glaube eher, dass Ihr Freund aufpassen sollte." Sie strich dem Wolf, der sich neben ihr hingesetzt hatte und Mick nun musterte, über das Fell zwischen den Ohren und er schien es zu genießen. „Er ist sensibel und mag es nicht sonderlich, wenn Männer in meine Nähe kommen! Also sollte jeder, der in meine oder seine Nähe kommt besser auf seine Hände achten!"
Er nickte kurz und sein Grinsen wurde breiter, als er an Josefs Reaktion auf den Wolf dachte. Dann richtete er seine gesamte Aufmerksamkeit wieder auf sie und den Wolf. „Gehen wir!"

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Sie saßen in seinem Wagen. Velvet und er vorne, der Wolf auf der Rückbank, was ihm nicht viel auszumachen schien, denn er hielt seine Nase in den Wind und hatte die Augen weitestgehend geschlossen.
Mick sah zu seiner Beifahrerin hinüber und nickte ihr zu. „Also, Sie haben mir immer noch nicht gesagt, was Sie eigentlich hier in der Stadt machen."
Sie setzte ein gequältes Lächeln auf. „Ich glaube nicht, dass das der richtige Zeitpunkt oder der richtige Ort ist, um über so etwas zu reden." Mit einem Mal war ihr Lächeln komplett verschwunden. „Außerdem ist das für Sie nicht von Bedeutung."
Er sah wieder auf die Straße und dachte einen Moment über ihre Antwort nach. Dann wandte er sich ihr wieder zu. „Meinem Freund gegenüber sollten Sie aber etwas offener sein. Er ist ein bisschen paranoid..."
„Das ist ja schön für ihn, vielleicht sollte er mal Valium ausprobieren oder ein anderes Beruhigungsmittel. Es könnte zumindest nicht schaden..." Sie sah auf die Straße vor ihnen. „Eine gesunde Paranoia ist ja schön und gut, aber wenn das in Verfolgungswahn ausartet, sollte man eine Therapie machen..."
Mick grinste und konzentrierte sich auf die Straße vor sich. „Paranoia kommt eben nie aus der Mode"
Sie grinste und lehnte sich zufrieden in den Sitz zurück. „So kann man es natürlich auch sehen!"
Mick entspannte sich und drückte das Gaspedal ein wenig mehr durch, was ihr ein leises Glucksen entlockte.

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Sie standen vor Josefs protzigem Haus in den Hügeln von Los Angeles. Velvet betrachtete das Haus mit fragendem Blick und dachte offensichtlich darüber nach, was sie hier erwarten würde.
„Er ist exzentrisch!", sagte Mick und zuckte entschuldigend mit den Schultern. „Er brauchte ein Statussymbol und das hat er sich auch ziemlich gut ausgesucht..."
Sie verdrehte die Augen und sah dann Mick an. „Typisch Mann!" Plötzlich tauchte der Wolf neben ihr auf. Er war kurz zuvor im Gebüsch verschwunden und sie hatte ihn nicht zurück gerufen. Offensichtlich herrschte zwischen den beiden eine gewisse Verbindung, die auf gegenseitigem Vertrauen beruhte, denn er ließ sich von ihr jederzeit berühren.
Jetzt legte sie ihre Hand auf seinen Kopf. „Wir wollen Ihren Freund nicht warten lassen!", sagte sie dann zu Mick, ohne ihn auch nur anzusehen. Ihre Augen waren starr auf den Ausblick über die Stadt gerichtet. „Es ist unhöflich jemanden warten zu lassen..."
Plötzlich löste sie ihren Blick von der wunderschönen Aussicht über eine fast ruhende Stadt und sah Mick in die Augen. „Können wir?"
Er nickte und führte sie über einen Weg zum Eingang des Hauses. Sie drückte auf die Klingel und gemeinsam warteten sie darauf, dass ihnen jemand die Tür öffnete.
Der Wolf schien unruhiger zu werden. Mit gebleckten Zähnen stand er neben ihr und begann laut zu knurren. Auch mit ihr schien irgendwas nicht in Ordnung zu sein. Sie schwitzte leicht, obwohl die Nacht eher kühl war und der Wind sich ständig regte. Ihre Pupillen waren geweitet und ihr Mund stand leicht offen.
Er sah sie fragend an. „Ist alles in Ordnung mit Ihnen?"
Sie sah ihn kurz an. „Ja!" Im nächsten Moment verdrehten sich ihre Augen, so dass er nur noch das Weiße in ihnen sehen konnte, und ihre Knie gaben nach. Mit einer geschmeidigen Bewegung fing er sie auf und sie sackte bewusstlos gegen seine breite Brust.
Der Wolf berührte ihre schlaffe Hand vorsichtig mit seiner Nase und sah danach Mick mit schräg gelegtem Kopf fragend an. So schien es zumindest.
Mick klopfte mit einer Hand laut gegen die gläserne Haustür und plötzlich erschien Josef auf der anderen Seite und sah seinen Freund fragend an.
Er öffnete die Tür und Mick stürmte an ihm vorbei. Nahezu lautlos gefolgt von dem Wolf, den Josef, sobald er ihn wahrnahm, mißtrauisch beobachtete. Er hatte nicht viel übrig für Tiere, aber auch sie schienen nicht sonderlich viel für ihn übrig zu haben, also beruhte die ganze Angelegenheit auf Gegenseitigkeit.
Josef schloss die Tür und folgte Mick ins Wohnzimmer, wo dieser die bewußtlose Velvet bereits auf das Sofa gebettet hatte. Dicht hinter ihm stand der Wolf und sah einigermaßen besorgt zu, wie Mick seinem Frauchen ein Kissen unter den Kopf schob.
„Wen hast Du uns denn da mitgebracht, Mick?", fragte er und sah ihn fragend an.
Mick trat von Velvet weg und sah nach einer Weile an. „Ich weiß nur, dass sie Velvet heißt..."
„Na toll!", murmelte Josef. „Warum bringst Du eine Fremde mit hier hin?", schnappte er dann und eine gefährliche Ruhe spiegelte sich in seinem Blick wieder. Er war kurz davor, Mick an die Gurgel zu springen.
Mick trat zu ihm und sah zusammen mit ihm auf die Bewußtlose hinunter, deren Wolf es sich gerade zu ihren Füßen auf dem Boden gemütlich machte. „Ich war in der Stadt und hab nach einem Problemfall gesucht. Da hab ich Kampfgeräusche gehört. Nenn mich naiv, aber ich bin hingegangen."
„Und dann?" Nun schien Josef gelangweilt zu sein. Sein Blick wanderte für Sekunden vom Sofa zu Mick und schließlich wieder zurück.
Dieser räusperte sich und fuhr dann fort: „Ein Vampir hatte sie angegriffen, aber sie wehrte sich nicht." Er hielt kurz inne, als er merkte, dass Josefs Interesse jetzt offensichtlich geweckt war. „Plötzlich hat sie ihn mit aller Kraft gegen die gegenüberliegende Wand geschmettert." Wieder legte er eine kunstvolle Pause ein, diesmal um die Spannung zu steigern. „Und dann hat sie ihm ganz routiniert den Kopf abgetrennt. Mit einem Messer, dass sie ganz zufällig in ihrer Tasche dabei hatte!"
„Sie hat das nicht zum ersten Mal gemacht?" Josef schloss für einen Moment die Augen, als wüßte er schon, was Mick ihm gleich mitteilen würde.
Und er wurde nicht enttäuscht: „Nein. Dafür ist sie viel zu ruhig geblieben. Sie hat nicht geschrien und sich nicht gewehrt." Mick sah ihm direkt in die Augen.
„Scheiße!", entfuhr es Josef so laut, dass der Wolf erschrocken seinen Kopf hob und ihn direkt ansah.
Mick sah ihn ebenfalls unruhig an. „Was ist los?"
Josef sah seinen Freund beunruhigt an. „Ich glaube, wir haben hier ein echtes Problem..."

A/N: Tut mir leid, dass ihr so lange auf das erste Kapitel warten musstet.
Zu diesem Kapitel ist zu sagen, dass es in Prag während meiner Abschlußfahrt entstanden ist, aber ich hatte keinen Computer dabei und konnte es deshalb erst jetzt hochladen.
Ich hoffe, euch hat dieser Teil gefallen. Aber ich brauche auch weiterhin jegliche Form von Kritik. Verbesserungsvorschläge. Kommentare...etc. Egal, was es ist, ich freue mich über jeden Hinweis, ob es euch gefallen hat. Also: Bitte, bitte, bitte...!!
Ich versuche, ab jetzt regelmäßiger neue Kapitel rein zu stellen!!