Kapitel 8
War es nur Sex? Das war es, was Katie sich wieder und wieder fragte, als sie beobachtete, wie Oliver neben ihr fest schlief. Der Regen hatte über Nacht aufgehört und jetzt war die warme Bermuda Sonne aufgegangen, gefiltert fiel sie durch die gazeartigen Vorhänge und warf einen farbigen Schimmer über Oliver. Er war kaum von der Decke bedeckt und sie konnte ihre Augen nicht von seinem schlanken Körper nehmen, sie sehnte sich danach, die sanfte Stelle in der Nähe seiner Hüfte zu berühren, die durch die Sonnenstrahlen gesprenkelt war, aber sie fürchtete zu sehr, ihn aufzuwecken und dann wäre all dies vorbei. Unglücklicherweise begann Katie mit Erscheinen der Morgensonne an den Dingen zu zweifeln, die sie gestern zueinander gesagt hatten. Sie begann an dem Blick in seinen Augen zu zweifeln, sie glaubte nicht, dass sie nur von ihr träumten. Sie begann zu zweifeln, dass diese mehr als Sex sein konnte. Sie seufzte und dachte, dass wenn es nur Sex war, es der beste Sex war, den sie je hatte. Ein Lächeln zerrte an Katies Mundwinkel, als sie bemerkte, dass sie jetzt genau wusste, wie es war Sex mit ihrem besten Freund zu haben. Nicht nur das, aber sie wusste es würde sie über verschiedene Zeiten hinwegbringen, wenn nichts, was am Tag zuvor gesagt worden war, wahr war und Oliver vergessen wollte, dass dies je passiert war, hatte sie zumindest ihre Erinnerungen. Sie konnte ein Leben lang von diesen Erinnerungen leben, wenn sie musste. Aber sie wollte es nicht. Ein plötzliches Schlagen an ihrer Tür erschreckte sie und Olivers Augen flogen auf. Innerhalb von Sekunden sah er sie genauso an, wie er es gestern getan hatte und ihr Herz begann so heftig zu schlagen, wie die Fäuste an der Tür.
„Katie bist du wach? Ich weiß, ich hab gesagt ich wäre heute frei von Arbeit, aber es gibt eine Krise und ich muss mich darum kümmern und Angie kommt mit. Wir müssen nach London zurück und ich muss jetzt gehen. Wir werden wahrscheinlich nicht vor dem späten Abend daheim sein", sagte George durch die Tür.
Er klang furchtbar. Katie vermutete, dass er wahrscheinlich Kopfschmerzen hatte, hatte vermutlich noch mit Angie einiges getrunken als er nach Hause kam.
„Okay".
„Ich kann Oliver nirgends finden", fuhr George fort zu sagen. „Vielleicht ist er bereits draußen am Strand und versucht einige Frauen zu treffen."
Oliver stöhnte leise und Katie hielt ein Lachen zurück.
„Vielleicht."
„Bist du in Ordnung? Du klingst komisch. Kann ich reinkommen?" fragte George.
Oliver beobachtete sie immer noch mit diesen Augen und sie spürte eine Flut der Erregung zwischen ihren Oberschenkeln und vergaß fast George auf der anderen Seite der Tür.
„Nein... ich bin noch nicht angezogen", erwiderte sie.
„Es ist nichts, was ich nicht vorher gesehen habe. Komm schon Katie", sagte George jetzt und Oliver sah sie mit einem sehr fragenden Blick an.
„Mein Viertes Jahr", flüsterte Katie ihm zu. „Ich werde es später erklären."
„Katie?" rief George wieder.
„Ich sehe euch heute Abend George. Eule mir, um mich wissen zu lassen, wann ihr zu Hause sein werdet und ich werde das Abendessen machen", sagte Katie und sie hörte George bei der Erwähnung von Essen stöhnen, bevor er schließlich wiedersehen sagte.
„Warum wusste ich nichts von dir und George?" fragte Oliver nachdem sie beide ein lautes `PLOP` aus dem anderen Zimmer gehört hatten.
„Es passierte einmal. Wir waren... verwirrt. Oder zumindest ich war es. Wir hatten viel getrunken, es war nach dem Feier, als wir den Quidditchpokal gewannen und es ist eben passiert. Es war mein erstes mal und manchmal bin ich froh, dass es mit jemandem war... einem Freund. Jemandem dem ich vertrauen konnte. Angie weiss es schon, es war immerhin vor ihrer Beziehung mit ihm und damals hatte sie ja nur Augen für Fred..."
„Er war dein Erster?", fragte Oliver.
Katie konnte eine leichte Spur von Eifersucht in seiner Stimme entdecken.
„Ja", antwortete sie.
Sie befürchtete, dass er verwirrt sein würde und das „der Blick" weg sein würde, wenn er seine Augen wieder öffnete, aber er war es nicht. Er war jetzt stärker denn je.
„Da ich nicht dein Erster sein kann, kann ich dann zumindest dein Letzter sein?", fragte er und ihr Kopf begann mit all den Folgerungen dieser Aussage zu rasen.
Er wollte dies so... niemand sonst, doch sie für den Rest seines Lebens. Ihr Herz begann jetzt noch stärker zu klopfen.
„Ja", antworte sie.
Keiner von ihnen sagte lange Zeit danach etwas, aber stattdessen sahen sie einander einfach in die Augen. Zärtlich legte er seine warme Hand auf ihre Wange und sie seufzte zufrieden.
„Ich bin gleich zurück", sagte er, sprang vom Bett und tippelte vollkommen nackt quer durch das Zimmer.
Er versuchte nicht die Tatsache zu verstecken, dass er begann eine Erektion zu bekommen und sie wusste, sie sollte nicht starren, aber es gab wirklich keinen Weg sich selbst zu stoppen. Er verließ ihr Zimmer, war in weniger als einer Minute zurück und krabbelte zurück ins Bett zu ihr.
„Was war das?", fragte sie.
„Das was ich plane mit dir zu tun, wäre unmöglich gewesen ohne einen Ausflug zum Klo", sagte er und seine Beine verwickelten sich mit ihren.
„Und was planst du mit mir zu tun?", fragte Katie, unfähig ein riesiges Grinsen zu mäßigen.
„Dies", sagte er und zog sie zu sich.
Seine Lippen trafen ihre und jeder Zweifel, der mit der Morgensonne aufgegangen war, war schnell vergessen. Der Kuss begann weich und zärtlich, beide von ihnen testeten vorsichtig neue Wasser, jetzt das sie nicht länger durch die Dunkelheit der Nacht geschützt waren.
